Die Highlights vom Mai

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DEUTSCHLAND

STREITGESPRÄCH im SPIEGEL:

„Wir sind ärmer als wir meinen“

In der SPIEGEL-Ausgabe vom 11. Mai diskutiere ich mit dem ehemaligen Wirtschaftsweisen Peter Bofinger die zentralen Thesen meines Buches „Das Märchen vom reichen Land“. Wie immer, wenn ich medial auftrete, möchte ich auch hier die Fakten und Quellen zur Verfügung stellen, die meinen Aussagen zugrunde liegen. Da es im konkreten Fall sehr kontrovers zuging, erlaube ich mir, zugleich einige der Aussagen von Professor Bofinger mit den Fakten zu spiegeln. Dabei orientiere ich mich am Verlauf des Gesprächs.

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KOMMENTIERT bei manager magazin

Wie SPD und Kühnert Politik für Reiche, Besitzende und Alte machen

Bekanntlich ist das Gegenteil von „gut“, „gut gemeint“. Keine Partei führt das gerade so vor, wie die SPD und ihr Nachwuchsstar Kevin Kühnert.

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Der fehlende Deckungsbeitrag der Zuwanderung

Damit Zuwanderung einen Beitrag zur Lösung unserer demografischen Herausforderungen leistet, müssen die Zuwanderer im Schnitt so viel verdienen, wie die schon hier lebende Bevölkerung. Es genügt auch nicht, Sozialbeiträge zu bezahlen. Wir brauchen auch deutliche Steuerzahlungen, um das Gemeinwesen (und die Umverteilungsmaschinerie) am Laufen zu halten.

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Jobmaschine Deutschland – Rückgang der Produktivität

Für den künftigen Wohlstand und die Fähigkeit, die Kosten einer immer weiter alternden Gesellschaft zu schultern, ist nichts so wichtig, wie die Produktivität pro Kopf. Und die ist rückläufig:

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 Pflegekosten als Zeitbombe für den Sozialstaat

Es gibt doch tatsächlich steigende Pflegekosten (!), für die nicht ausreichend vorgesorgt wurde (!!). Deshalb müssen die Beitragszahler mehr zahlen (!!!) und die Leistungen sinken (!!!!), was natürlich nicht geht, weshalb schnell mehr Leute einzahlen sollen (!!!!!) und natürlich der Steuerzahler helfen soll (!!!!!!). Nein, wer hätte das gedacht!?

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EUROPA

KOMMENTIERT bei FOCUS

Die EU darf kein Elitenprojekt bleiben

Das Wohlstandsversprechen, das die EU gegeben hat, wird spätestens seit 2008 nicht mehr erfüllt. Sinkende verfügbare Einkommen, Unfähigkeit der Regierungen, die Ursachen zu bekämpfen und die als „Flüchtlingskrise“ unzureichend beschriebene Migrationskrise machen das Haus EU mitsamt seinem Zahlungsmittel Euro immer unwohnlicher.

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Folgt Europa Japan in das deflationäre Szenario (I)?

Es ist wieder zunehmend Thema der Diskussion: Inwiefern ähnelt die Entwicklung in Europa, und zwar konkret die der Eurozone, jener in Japan? Zeitversetzt steuert der Euroraum in das eigene Szenario geringen Wachstums, deflationären Drucks und ungebremster Verschuldung.

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Oder gibt es noch Hoffnung und China ist eher auf dem besten Weg, Japan zu folgen?

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GELDPOLITIK

“What’s Wrong With the 2 Percent Inflation Target”

Der ehemalige US-Notenbank-Präsidenten Paul Volker blickt kritisch auf die Geldpolitik der letzten Jahre und zeigt auf, dass es weniger ein Problem des Wissens ist als des Wollens, wenn die Notenbanken eisern am Kurs der völligen Monetarisierung festhalten:

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FINANZMÄRKTE

KOMMENTIERT bei WirtschaftsWoche

„So spielen wir den Waffenstillstand

Jedes Abkommen zwischen den USA und China dürfte mehr den Charakter eines Waffenstillstandes als eines Friedensvertrages haben. Für Spekulanten mag es attraktiv sein, bei stärkeren Rücksetzern Positionen aufzubauen, um diese in der zu erwartenden Rallye mit Gewinn zu verkaufen. 

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23 Kommentare
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    Eva Maria Palmer sagte:

    Es gibt nur ein Land auf der Welt, das mit solcher Hingabe an das Supermärchen glaubt, daß an dem deutschen Klima-Wesen die Welt genesen würde.

    Alle wichtigen Industrieländer verpesten weiterhin ungebremst unseren Lebensraum.

    Kein Weltpolitiker hat die Absicht, seinem Land auf ähnliche Weise zu schaden, wie die deutschen Klima-Fanatiker unter dem Regime unserer verwirrten Kanzlerin und ihrer Spießgesellen.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Eva Maria Palmer

      Voll daneben.

      Die Kanzlerin ist nicht verwirrt.

      Verwirrt oder herdenhysterisch ist die Bevölkerung, insbesondere viele Jugendliche sind es.

      Die Kanzlerin und ihre Spießgesellen agieren systemkonform RATIONAL, um die Mehrheit sichern.

      So wie alle Parteien, die auf der Suche nach IHRER mehrheitsfähigen Klimapolitik sind.

      Selbst in der AfD werden schon Stimmen laut, die eine Umorientierung fordern.

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        Hansjörg Pfister sagte:

        @ Herr Tischer,
        „Die Kanzlerin und ihre Spießgesellen agieren systemkonform RATIONAL, um die Mehrheit sichern“
        So? Diese verlieren sie aber gerade.
        Wg. „Verwirrtheit“:
        Im übrigen habe ich den Eindruck, dass unsere heißgeliebte Überkanzlerin ziemlich oft und ziemlich heftig auf Droge ist. Es lebe die ärztliche Schweigepflicht!

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        Eva Maria Palmer sagte:

        @Herr Dietmar Tischer

        Betr.“Verwirrte Merkel“.

        Jemand, der grundlos und vertragswidrig Atomkraftwerke vom Netz nimmt und dabei Hunderte Millionen € von Schadenersatz-Forderungen hat, die Kohlekraftwerke abschalten will und aber mittelfristig nur noch e-Mobilität fördern will, für die man den Atom-Strom für die Ladestationen aus dem Ausland zukaufen muß….

        Halten Sie eine solche Person für kompetent?

        Daß unsere Sozialsysteme durch Millionen illegaler Migranten kollabieren werden,
        die von Frau Merkel unter millionenfacher Verletzung des Grundgesetzes §16a, Sichere Drittstaaten-Regelung, zum großen Teil ohne Ausweispapiere ins Land gelassen werden und jedes Jahr eine weitere Viertelmillion zuwandern kann – ohne daß diese Leute Aussicht auf einen Job haben werden und lebenslänglich auf unserer Tasche liegen?

        Daß stillschweigend in Kauf genommen wird, daß wir jetzt schon durch die Migranten eine Million neuer HarzIV-Bezieher haben?

        Von den anderen billionenschweren Politikfehlern (lt.Dr.Stelter) in der Transfer-, Pleite- und Schuldenunion will ich gar nicht reden.

        Aber eines muß klar sein:

        So eine Person kann nicht alle Tassen im Schrank haben.

        Folgerichtig ist sie dabei, ihre volksschädigende Tätigkeit zu beenden.

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    Thierry sagte:

    @Pfister
    @Alexander

    Ihre beiden Erklärungen gefallen mir, da von den Prinzipien her korrekt, jedoch so nett in allgemein verständlicher Sprache und noch dazu kurz formuliert! Hut ab, das hätte ich so nicht fertiggebracht.

    Aber das ist vielleicht das Dilemma. Der Wissenschaft fehlt die einfache Sprache. Da die Materie komplex ist, wird gar nicht bemerkt, dass auch die Erklärung zu komplex ist, um von einer Mehrheit der Interessierten verstanden zu werden.

    Eines ist jedenfalls klar, bis heute fehlt eine valide Klimaformel, die wenigstens das Klima der letzten 150 Jahre anhand der vorhandenen Messdaten korrekt nachbildet. Erst wenn man die hat, darf man versuchen, mit ihr in die Zukunft zu blicken. Alles andere ist Scharlatanerie.

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    Alexander sagte:

    @ Klima

    Da der „Spatz im Gebälk“ manchem vielleicht nicht geläufig ist, hier ein Zitat aus seinem „Zwischenruf zur Europawahl“ vom 24.05.19, http://www.spatzseite.com/

    „Nach den bisher unwiderlegten Strahlungsgesetzen kann die Energieabstrahlung eines kälteren Körpers nicht einen bereits wärmeren zusätzlich erwärmen oder dessen Wärmeabstrahlung bremsen. Unter Berücksichtigung der weit komplexeren Zusammenhänge, die (hier nicht aber) in der ernsten Fachliteratur erörtert werden, gibt es keine durchschnittliche Temperatursteigerung (sogn. Klimaerwärmung) durch CO2. Allerdings trägt CO2 zusammen mit Wasserdampf wesentlich zur Wärmeabfuhr der Erde in das Weltall bei, ist also das wichtigste Kühlmittel der Atmosphäre. „

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      Hansjörg Pfister sagte:

      Also jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf zu diesem unsäglichen Klima – Gedöhns dazugeben.
      1. @Alexander: Die Sache mit dem 2 Hauptsatz und das deswegen CO2 nicht klimawirksam sein kann, ist natürlich Quatsch. Es wird nicht behauptet, dass CO2 die Erde aufheizt (das geht tatsächlich nicht), es wird behauptet, dass CO2 die Abstrahlung der Wärme in den Weltraum behindert. Das tut es sicher, da es drei schmale Absorptionsbereiche im fernen Infrarot aufweist. Ob das relevant ist, ist eine ganz andere Frage.
      2. Warum ich dieser ganzen Klimahysterie trotzdem misstraue: Der Mainstream der Klimaforschung beschreibt in seinen Modellen ein instabiles Gleichgewicht. Das kann nicht sein, die Tatsache unserer Existenz beweist dies. Ein instabiles Gleichgewicht kann man sich vorstellen wie eine umgedrehte Untertasse auf der ein Ball liegt. In der Mitte der Untertasse ist es am kältesten, am Rand am wärmsten. Der Ball rollt nun auf der Untertasse hin und her. Erreicht er aber einen Kipppunkt, fällt er runter und kommt von selber nicht mehr rauf. Unser Klimasystem gleicht aber offensichtlich einem stabilen Gleichgewicht, d.h. man muss die Untertasse rumdrehen. Jetzt rollt der Ball wieder irgendwo in die Mitte, selbst wenn ihn irgendwas an den Rand gebracht hat. In der Erdgeschichte ist die CO2 Konzentration stets der Temperatur gefolgt, d.h. es wurde erst wärmer, dann stieg die CO2 – Konzentration (weil die Ozeane weniger CO2 binden können, wenn das Wasser wärmer ist). Jetzt hätte es eigentlich noch wärmer werden sollen usw. (wg. CO2), wurde es aber nicht. Es handelt sich also bei unserem Klima um ein stabiles Gleichgewicht. Die Klimahysteriker liegen falsch.

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        Alexander sagte:

        @ Hansjörg Pfister

        >es wird behauptet, dass CO2 die Abstrahlung der Wärme in den Weltraum behindert.

        So geht es -mir- immer, wenn man knappe Zitate machen möchte und den Zusammenhang zerreißt. Deshalb der Nachtrag:

        „“CO² absorbiert in ganz bestimmten, engen Spektren die von der Erdoberfläche abgehende Infrarotstrahlung. Dabei gerät das CO2 Molekül in Schwingungen (erwärmt sich) und strahlt die gewonnene Energie nach einem kurzen Zeitintervall, wenn es sie nicht durch Stöße verloren hat wieder in bestimmten Strahlungsspektren ab, die von seiner Temperatur und Gestalt abhängig sind. Ein Teil wird davon zur Erde zurückgestrahlt. Diese sogenannte „Gegenstrahlung“, soll die Erde „erwärmen“, was aber allen bisher nicht widerlegten Strahlungsgesetzen und Gesetzen der Thermodynamik widerspricht. Danach kann die Strahlung eines kälteren Partikels den Wärmeren nicht erwärmen, seine Strahlung kann auch die Infrarot-Abstrahlung des wärmeren Partikels nicht bremsen. …In der Zwischenzeit ist die wärmere Luft aufgestiegen, hat der Luftdruck abgenommen und hat sich das Luftpaket abgekühlt. Segelflieger nutzen diese Thermik.

        Dieser Vorgang wird von Konvektionen und Übertragung latenter Wärme (Wasserdampf) und sonstigen atmosphärischen Strömungen verkompliziert . Das Zusammenspiel dieser Vorgänge hat die noch seriöse Wissenschaft in aufwendigen Messungen und Berechnungen untersucht, ohne dass eine erwärmende Rückwirkung der Energieabstrahlung von CO2 Molekülen auf den Erdboden oder die Atmosphäre festgestellt werden konnte.

        Selbsternannte Klimaschützer treiben ganz offensichtlich ein falsches Spiel.““

        Mit hat der Text deshalb gefallen, da er sehr kurz Zusammenhänge erklärt, die sich hinter keinem theoretischen hokus pokus verstecken.

        Von Gegnern wünsche ich mir ebeson einfache Aufklärung der Denkfehler.

        Einstweilen ist leicht auszumachen, wer Schaden nimmt…

  4. Avatar
    RaS sagte:

    Einen interessanten Artikel zur aktuellen Klima-Inszenierung gibt es auf Publico:
    „Publico Dossier: Die Psychologie des grünen Erfolgs
    Warum schafft es die Partei, zu einer Kraft aufzusteigen, die tatsächlich den nächsten Kanzler stellen könnte? Auch deshalb, weil sie politische Techniken beherrscht, die ihre Konkurrenten noch nicht einmal erkennen….“
    https://www.publicomag.com/2019/05/publico-dossier-die-psychologie-des-gruenen-erfolgs/

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      troodon sagte:

      @ Thierry
      Vielleicht, vielleicht auch nicht.
      Man hat die Studie als „wissenschaftliche“ Basis.

      Wenn der CO2 Rückgang in D nicht wie gewünscht erfolgt, ist doch klar, dass es daran liegt, dass die D-Regierung zu wenig getan haben. Man hätte es ja schaffen können, am Willen hat es nur gefehlt.
      Das gilt natürlich nur, bis Grüne im Bund Regierungsverantwortung mit >20% haben.
      Dann muss natürlich erst einmal neu geplant werden, weil man von der alten Regierung den „Rückstand“ geerbt hat… Und richtige Planung kostet natürlich Zeit. Verantwortlich sind somit selbstverständlich die Vorgänger.

      Und das wir hier in D über ~ 2% vom weltweiten Co2 Ausstoß Anteil diskutieren, geschenkt. Wir als reiches Land haben schließlich weltpolitische Verantwortung. Die armen Chinesen bauen uns doch dafür die ganzen Solarmodule … mit viel Kohlestrom :)

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        Thierry sagte:

        @Troodon

        Schon recht, was Sie hier persiflieren. Falls die ganze Welt da mitmacht, könnte es lang dauern, bis die Besinnung wieder zurückkehrt. Aber da es eher nach einem deutschen Alleingang aussieht, wird der Spuk schnell enden.

        Physikalische Wahrheiten können nicht allzu lange negiert werden.
        „Und sie bewegt sich doch!“

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ troodon

      Hier der Link einem Artikel, der diese Studie vorgestellt hat:

      https://www.zeit.de/2019/16/klimaschutz-gruene-energie-energiewende-erneuerbare-energien/komplettansicht

      Kernaussage:

      „Unsere Studie zeigt, dass eine vollständige Energiewende machbar und sogar wirtschaftlich rentabel ist“, sagt Breyer, „jetzt kommt es einzig und allein auf den politischen Willen an.“

      Drei Behauptungen wären zu belegen

      Machbarkeit:

      Ohne die Studie im Detail zu kennen, kann ich dazu nichts sagen. Zu fragen ist m. A. n. vor allem, ob eine VEREINBARKEIT von technologischen Erfordernissen (z. B. Speicherung) und der Ressourcenverfügbarkeit (Rohstoffe, wie Metalle z. B.) vorliegt bzw. wie der technologische Pfad IST (nicht sein soll!), wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht vorliegen sollte. Eine Berechnung, die darauf basiert, dass diese oder jene Technologie erprobt bzw. dieses oder jenes Rohstoffvorkommen nachgewiesen sei, genügt dafür nicht.

      Wirtschaftliche Rentabilität:

      „Die Erneuerbaren werden sogar günstiger als die fossilen Energien. Anfangs müsste man zwar mit hohen Investitionen rechnen, etwa mit 67.200 Milliarden Euro weltweit. Bis 2050 gerechnet würden die Kosten aber sinken. Statt im Schnitt 54 Euro pro Kilowattstunde Energie wie 2015 zahlt man dann nur noch 53 Euro. Die Arbeitsplätze im Stromsektor würden ebenfalls wachsen, weltweit bis 2050 um 15 Millionen Stellen. Auch das hätten die Berechnungen des Computers ergeben.“

      Selbst wenn wir einmal unberücksichtigt lassen, wer „man“ ist und was in den 53 bzw. 54 Euro pro Kilowattstunde (oder 0,53 bzw. 0,54 Euro pro Kilowattstunde?) alles enthalten ist, bleibt immer noch die Feststellung:

      In 35 Jahren Kostensenkung um 1 Euro, also ca. 2%, bei Investitionen von 67.200 Milliarden Euro weltweit.

      KANN diese Summe bereitgestellt werden, wenn die Rentabilität für ALTERNATIVE Investitionen während des Prozesses 2015-2050 GRÖSSER ist?

      Der politische Wille:

      „Löschel (Professor für Energieökonomik an der Universität Münster, D. T.) saß im vergangenen Jahr als Experte in der deutschen Kohlekommission. „Der Kohleausstieg wird auch deshalb so teuer, weil die Interessengruppen ausgekauft werden müssen“, sagt er. Es stimme zwar, dass die Erneuerbaren langfristig günstiger sein könnten. „In der Übergangsphase muss man aber mit unerwarteten Kosten rechnen, gerade in den Industrieländern.“

      Breyer räumt ein: „Jedes politische Geschenk für die Lobby können wir nicht vorhersehen.“

      „Geschenk für die Lobby“:

      Diese Diskriminierungsformel übersieht, dass DIESE Lobby zu großen Teilen die BEVÖLKERUNG ist.

      Die Kosten nur für den Kohleausstieg hierzulande betragen mit angesetzten 60 Mrd. EUR ca. 0,1% der obigen 67.200 Milliarden Euro Investitionen.

      Wen man sieht, welche Probleme bereits damit aufgeworfen werden, kann man sich ausmalen, was noch folgt – nicht nur bei uns, sondern weltweit, wenn das Programm umgesetzt wird.

      Nach ALLEM, aber auch ALLEM, was aller Erfahrung nach zu erwarten ist, lässt sich sagen:

      Es wären nicht Investitionen zur Wohlstandsmehrung, sondern „Investitionen“ für die Destruktion ziviler Verhaltensweisen und die Destabilisierung immer noch weitgehend stabiler gesellschaftlicher Systeme.

      Das wären die WAHREN Kosten der Energiewende.

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        troodon sagte:

        @ D.T.
        Sehen Sie sich mal die der Studie dankenswerter Weise beigefügten Excel Tabelle an.

        Da kann man sich nach Regionen die Annahmen ansehen, damit am Ende 2050 das gewünschte Ergebnis rauskommt.

        Für Europa ist dieses Jahr lt. IHS Markit ein Zubau von rd 19 GW PV zu erwarten.
        Die Studie nimmt für die Jahre 2021 bis 2025 einen jährlichen Zubau von 77 GW an. Das steigert sich dann „natürlich“ im nächsten 5-Jahres Zeitraum 2026-2030 auf rd . 186 GW p.a. usw. …
        Ab 2026 folglich p.a. mehr Zubau als aktuell in Europa insgesamt installiert ist.
        Man wird noch nicht einmal die in der Studie als Ziel per 2020 genannte installierte PV Gesamtkapazität von 235 GW schaffen. Es sei denn ich habe falsche Zahlen…

        Warum ich nur auf PV eingehe ? Weil diese per 2050 nach der Studie >60% der installierten Gesamtkapazität in Europa entsprechen soll.

        Ich bestreite definitiv nicht, dass PV Strom sehr günstig – und in Zukunft noch günstiger- produziert. Aber die Ausbauziele erscheinen mir wieder einmal Wunschdenken zu sein.

        Von der “ nicht ganz unwichtigen“ Thematik der notwendigen Speicher und dem notwendigen Netzausbau mal ganz abgesehen …

        Studie und Excel verfügbar unter: http://energywatchgroup.org/new-study-global-energy-system-based-100-renewable-energy

        Der Vorsitzende dieser Organisation ist übrigens Hans-Josef Fell von den Grünen.

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        Richard Ott sagte:

        Da glaub ich ja fast, ich spiele in einem Douglas-Adams-Roman mit:

        „Ein Hochleistungscomputer errechnete, welcher Energiemix in der jeweiligen Region möglich ist (…) Statt im Schnitt 54 Euro pro Kilowattstunde Energie wie 2015 zahlt man dann nur noch 53 Euro. Die Arbeitsplätze im Stromsektor würden ebenfalls wachsen, weltweit bis 2050 um 15 Millionen Stellen. Auch das hätten die Berechnungen des Computers ergeben.“

        Wieso kommt da „53“ raus und nicht „42“? War der angebliche Hochleistungscomputer vielleicht falsch programmiert? Oder steckt dahinter doch nur eine Excel-Tabelle mit Fratzscher-Skill-Level? ;)

        Schon beim Überfliegen der Studie sehe ich einen ganzen Schwall möglicher Probleme – beziehungsweise Manipulationsmöglichkeiten für einen Grünen-affinen Ideologen, der auf Teufel komm raus ein bestimmtes Ergebnis produzieren will.

        Die Tabellen im Anhang (Appendix A3 bis Appendix A8) sind voller zweifelhafter Annahmen, die alle in das Modell eingeflossen sind. Beispiele:

        globale CO2-Steuer im Jahr 2050: 150 EUR pro Tonne CO2-Äquivalent
        Photovoltaik-Investitionskosten im Jahr 2050 minus 33% bis minus 60% verglichen mit den aktuellen Kosten pro kW (die meinen wahrscheinlich Kilowatt-Peak), je nach Aufstellart und Größe
        Lebensdauer der Photovoltaik-Module während der sie mit voller Effizienz Strom produzieren: aktuell 30 Jahre (!), im Jahr 2050 sogar 40 Jahre (!!)

        Da stecken wahrscheinlich noch viel mehr schwachsinnige Annahmen in dem Modell, ich habe die Tabellen im Anhang bis jetzt nur überflogen. Wenn ich meinen angeblichen Supercomputer mit solchem Blödsinn füttere, dann kommt natürlich raus, dass die Welt 70% Solarstrom nutzen sollte und das dann sogar etwas billiger ist als der Strom jetzt – wenn man die exorbitanten Investitionskosten von über 67 Billionen EUR mal kurz ignoriert (…welche die Studie auch systematisch unterschätzt weil sie die Lebensdauer der Module überschätzt).

        Alles ziemlicher Müll, aber sowas wird dann von der Funktionärskaste bei den Klimakids bei der Hüpfdemo „zitiert“ (besser: es wird gesagt dass eine solche Studie existiert ohne die Annahmen und die Methodik auch nur einen Moment lang kritisch zu untersuchen) und behauptet, „die Wissenschaft“ hätte ja einen ganz einfachen Plan wie man den Weltuntergang abwenden kann.

        „Ihre Studie haben die Autoren deshalb den ‚Fridays for Future‘-Demonstranten gewidmet.“

        Tja. Passt doch genau.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon, Richard Ott

        Habe mir in der Excel-Tabelle die Zahlen für die Steigerung der PV-Kapazitäten angesehen (Europe_New_capacity5y) von 2020 bis 2050.

        Die Zahlen für die eine Technologie „PV fixed tilted“:

        2020: 7

        2050: 2.310

        Das ist eine Steigerung um das 330fache.

        Ich will nicht bestreiten, dass dies TECHNOLOGISCH möglich ist.

        Ich bestreite aber, dass es MACHBAR, d. h. sozio-ökonomisch DURCHSETZBAR ist.

        Diese Studie beruht jedenfalls auf einem grandiosen DENKFEHLER:

        Er besteht in der offensichtlich VOLLSTÄNDIGEN Auslassung der politischen Mechanismen, mit denen derartige Steigerungsraten zu erreichen sind.

        In der zivilisatorischen Entwicklung der letzten gut 200 Jahre (Kapitalismus) haben auf individuellen Nutzen gerichtete Erfindungen zu bestimmten Zuständen geführt geführt. Das ist der Mechanismus, auf dem Wohlstand basiert. Er ist daher nahezu global akzeptiert.

        JETZT definiert man bestimmte Ziele (begrenzte Temperaturerhöhung) OHNE zu sagen, mit welchen ZIVILISATORISCHEN Mechanismen diese zu erreichen sind.

        Offensichtlich sind sie nicht so zu erreichen, wie in der Vergangenheit, sondern BEISPIELHAFT nur so:

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article194485149/Regine-Guenther-Berliner-Senatorin-will-Zwangs-BVG-Ticket-fuer-Autofahrer.html

        Daraus:

        „Berlins Verkehrssenatorin erwägt eine Bahn-Ticket-Pflicht für Autofahrer in der Hauptstadt. Fahrer, die mit ihren Autos in die Innenstadt wollen, müssten dann künftig ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr ziehen, erklärte Regine Günther (parteilos, für Grüne)“

        und:

        „Der Kauf eines ÖPNV-Ticket hätte den Vorteil, den Umstieg auf Bus und Bahnen zu erleichtern, wird Günther von dem Blatt zitiert.“

        ERLEICHTERN?

        Offensichtlich wird hier GRUNDSÄTZLICHES verwechselt oder bewusst verwischt:

        Für die Autofahrer sind die zusätzlichen Kosten keine Erleichterung, sondern eine Belastung.

        Es mag ja sein, dass der Umstieg auf Bus und Bahn BESCHLEUNIGT wird, wenn die Autofahrer dieser Belastung entgehen wollen und damit zugleich die Entwertung ihres Automobils hinnehmen.

        Ob sie es aber WOLLEN, steht in den Sternen und ist aller Erfahrung nach eine mehr als KÜHNE Annahme, wenn sich derartige „Erleichterungen“ summieren.

        Soweit ich erkennen kann, wollen sie es z. B. in Frankreich NICHT und haben die Regierung gezwungen, einzulenken.

        Wo ist die Studie, die das Verhalten der Menschen auf Basis KOLLEKTIVISTISCHER „Zwangserleichterung“ simuliert – und das bitte weltweit?

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ D.T.
        Ergänzend zum Zwangs-BVG Ticket:
        Der Berliner rot-rot-grün Senat ist aktuell nicht Willens bei Schulneubauten diese automatisch mit PV-Anlagen zu versehen. Aus Kostengründen…

        Einfacher ist dann
        „Am besten wäre, wenn wir in die Berliner Bauordnung schreiben würden, dass zu jedem Gebäude eine Photovoltaik-Anlage gehört.“
        zu fordern (Andreas Otto baupolitischer Sprecher der Grünen in Berlin).
        https://www.pv-magazine.de/2019/03/29/berliner-bauordnung-sollte-photovoltaik-anlagen-vorschreiben/

        Steigende Anfangsinvestitionen sind für Häuslebauer gar kein Problem… Ist in Berlin alles so preiswert… Okay, wenn man staatsversorgt ist, mag das sogar noch stimmen…

        Seit Ende 2016 bis Ende 2018 ist der PV Zubau in Berlin mit 19 MEGAwatt auch SEHR überschaubar…
        Man hätte doch eigentlich ein groß angelegtes 100tsd PV-Dächer für Berlin erwarten müssen, welches Berlin selbst finanziert.
        Geht schließlich um eine dezentrale Energiewende … 2,5 Jahre Regierungszeit hätten dafür reichen müssen…

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        >Steigende Anfangsinvestitionen sind für Häuslebauer gar kein Problem…>

        Selbstverständlich sind sie das nicht.

        Aufgrund gestiegener Investitionen werden allerdings die Mieten STEIGEN.

        Was dann?

        Dann muss man eben ENTEIGNEN.

        Geschieht den Kapitalisten recht.

        Denn wer eine angemessene Rendite erwirtschaften will mit seinem Engagement und für sein Risiko, ist SELBST schuld, wenn er enteignet wird.

        Wir, die Gesellschaft, nehmen ihm einfach das Engagement und das Risiko ab, dann ist doch alles GUT. : -)

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