Das Endspiel beginnt

Vor einigen Wochen erschien das Buch „Die Nullzins-Falle“ von Roland Stöferle, Rahim Taghizagedan und Gregor Hochreiter. In ihrem Buch zeigen die Autoren sehr schön auf, wie die Politik des billigen Geldes nicht nur unser Finanzsystem, sondern auch unsere Gesellschaft zerfrisst. Durchaus lesenswert, wirft es doch einen anderen Blick auf die Diskussionen, die wir auch bei bto immer wieder führen.

Ich durfte das Vorwort zum Buch schreiben:

Am Freitag, den 6. März 2009 erreichte die Finanzkrise ihren Höhepunkt. Der breite amerikanische Aktienindex S&P 500, der schon in den Monaten zuvor dramatisch an Wert verloren hatte, fiel auf den niedrigen Stand von 666 Punkten. Ein Verlust von über 50 Prozent in weniger als 18 Monaten. Ökonomen und Börsianer sahen die Welt auf dem Weg in eine neue Weltwirtschaftskrise. Nicht unbegründet, brachen doch alle wichtigen Indikatoren der Wirtschaftstätigkeit stärker ein als 1930. Rückblickend war es der ideale Kaufzeitpunkt. Wer damals Aktien kaufte, freut sich heute über Gewinne von gut 400 Prozent.

Einmal mehr waren es 2009 die Notenbanken, die die Finanzmärkte und auch die Realwirtschaft gerettet haben. Mit einer wahren Flut an Liquidität gelang es, das völlig überschuldete Finanzsystem zu stabilisieren und den Märkten das Vertrauen zurückzugeben. Steigende Vermögenspreise waren die zwingende Voraussetzung, da nur so die Abwärtsspirale gestoppt werden konnte. Sonst wäre es zu einer weiteren Welle an Zwangsliquidationen, verfallenden Vermögenspreisen und Konkursen gekommen. Der gefürchtete Margin Call hätte zur Kernschmelze geführt.

Doch die Notenbanken, als Retter gefeiert, tragen in Wahrheit erhebliche Mitschuld an der Krise. Immer, wenn es an den Finanzmärkten oder in der Wirtschaft zu Turbulenzen kam, haben die Notenbanken der westlichen Welt schnell gehandelt. Zinsen wurden gesenkt und mehr Liquidität in die Märkte gepumpt. Anschließend wurden die Zinsen jedoch nie wieder auf das vorherige Niveau erhöht. So sanken die Zinsen über die Jahrzehnte immer tiefer. In Europa wurde dies durch die Einführung des Euro noch verstärkt, weil die EZB die Zinsen – aus Rücksicht auf das damals kränkelnde Deutschland – jahrelang zu tief hielt und somit erst den Schulden- und Immobilienboom in den heutigen Krisenländern ermöglichte.

Damit wurde es immer attraktiver, auf Kredit zu spekulieren. Denn je höher das System verschuldet ist, desto größer ist die Krisenanfälligkeit und umso bedrohlicher auch jede neue Krise. Deshalb mussten die Notenbanken immer heftiger intervenieren, was wiederum einen Anreiz gab, noch mehr Schulden zu machen, weil Kredite nochmals deutlich billiger wurden. Das Medikament, das die Notenbanken verordnen, verstärkt also die Krankheit.

Nach 2009 wurde die Dosis auf ein zuvor undenkbares Niveau gesteigert. Für über 11.000 Milliarden US-Dollar kauften die Notenbanken der USA, der Eurozone und Japans vorhandene Wertpapiere – überwiegend Staats- und Unternehmensanleihen. Mit der bekannten Nebenwirkung: Statt ein Sinken der Schuldenlast zu bewirken, haben die Notenbanken den Schuldenberg weiter aufgebläht. Die Welt ist mit über 325 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet, 75 Prozentpunkte mehr als 2007. Waren es vor 2009 vor allem die privaten Haushalte, stieg in den letzten Jahren vor allem die Unternehmensverschuldung deutlich. In den USA trieben die Unternehmen den schuldenfinanzierten Rückkauf eigener Aktien so weit, dass sogar der IWF hier einen möglichen Auslöser für eine erneute Finanzkrise sieht.

Diese steigende Schuldenlast ist dabei kein Zufall, sondern zwingende Voraussetzung, um die Illusion der Bedienung der bestehenden Schulden aufrechtzuerhalten. Die Nebenwirkung gehört also dazu, wenn man unser Schuldgeldsystem eine Runde weiter bekommen möchte. Genauso wie die Nebenwirkung immer höherer Assetpreise verursacht, da Geld, das zunehmend weniger kostet, zwangsläufig die Besitzer von Vermögenswerten begünstigt. Nichts anderes steht hinter der von Piketty und Co. kritisierten Abkopplung der Vermögen von den Einkommen. Ohne zunehmenden Leverage (also Verschuldungsgrad) gibt es keine weiter steigenden Vermögenspreise. Blasen sind so gesehen keine zufälligen Ereignisse, sondern gehören zwangsläufig dazu.

Eine weitere Nebenwirkung ist die zunehmende Zombifizierung der Wirtschaft. Immer mehr Unternehmen und Banken existieren nur noch, weil Geld (fast) nichts kostet. Diese Unternehmen sind zwar nicht offiziell insolvent, sie tragen jedoch nicht zum Wachstum der Wirtschaft bei, sondern belasten die gesunden Unternehmen zusätzlich. In der Folge sinken die Produktivitätsfortschritte und damit das Wirtschaftswachstum. Zugleich wächst der deflationäre Druck. Überkapazitäten, Fehlinvestitionen und der wachsende Anteil neuer Schulden der nur dazu dient, die Zinsen auf den Altschulden zu bedienen, erdrücken die Realwirtschaft immer mehr.

Die immer höhere Verschuldung ist nur mit tieferen Zinsen tragbar. Schon vor Jahren warnte deshalb die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dass wir Gefangene der Verschuldung sind. Tiefe Zinsen heute regen die Verschuldung weiter an, weshalb wir morgen noch tiefere Zinsen brauchen, um die Last überhaupt tragen zu können. Präziser: um weiterhin die Illusion aufrechtzuerhalten, die Schulden zu bedienen.

Wir stecken in der Nullzinsfalle. Die ökonomischen, gesellschaftlichen und sozialen Nebenwirkungen werden immer erdrückender, wie Ronald Stöferle, Rahim Taghizadegan und Gregor Hochreiter in ihrem lesenswerten Buch schreiben. Allerdings ist es undenkbar, dieser Falle ohne erhebliche Verluste zu entgehen. Wir stehen vor turbulenten Zeiten.

Kommentare (29) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Eva Maria Palmer sagte:

    Ohne das sicher wertvolle Buch bisher gelesen zu haben, halte ich die daran gemachten Ausführungen sicherlich für einen wertvollen Beitrag zu unserem außer Rand und Band geratenen Geld- und Zinssystem.

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    globalvoterorg sagte:

    Immer wieder, mit „Amusement“, muß man feststellen, daß die Opfer und Protagonisten des kaputten System´s nicht erkennen wollen, daß die VWL keine exakte Wissenschaft ist, sondern eine Konvention.
    Wir leben in einer MachtMatrix, die durch das kriminelle Schuldgeldsystem bespielt wird! Pyramidal, versteht sich, wie es in diesen „Kreisen“ Sitte ist! Darum geht es allein/immer wieder. Um die Macht !
    Der Finanztsunamis ist der Beleg, daß die wahre Macht nicht die „Assets“ (Haben) ist, sondern die Liquidität. Die Lizenz zum Gelddrucken (Machen). Statt VWL, die EWL (ElitenWirtschaftsLeere)
    Die „Geschichte“ ist weitaus profaner, als die meisten Marktteilnehmer es sich träumen lassen! Es geht nur um die MACHT. Die schnöde Macht! Die Finanzkrake hat alle roten Linien überschreiten müssen, weil, eben, 2008 der Markt „fast“ das Zepter hätte übernommen. DAS, geht, natürlich, garnicht. So, war die „Finanzelite“ gezwungen, Farbe zu bekennen und manipuliert seither die Weltwirtschaft. Die „klassische“ Zentralwirtschaft (ZWO). Weil, nun die Opfer, auch die Protagonisten sind und immer waren, findet die Krake, mittlerweile Gefallen an dieser „Neuheit“. (MMT) Silvio Gesell dreht sich im Grabe rum, der Ärmste! Einer der wenigen VWL´ler, die es ehrlich meinten, außer Prof. Hankel, Sinn und Stelter, natürlich!
    So „plätschert“ die Marktaussetzung, vulgär Diktatur, so vor sich hin und keiner weiß, angeblich: „What comes Next?“ Die „Gläubigen“, hier, im Blog, grübeln noch über eine VWL, wie sie es einst gelernt haben, nach, ohne zu verstehen, daß sie ALLE demnächst „rasiert“ werden, wie sonst die anderen „tummen“ Bürger. Es wird kein Auge trocken bleiben! Meine Damen und Herren! Der Grund ist so klar, wie einfach: Die Finanzkrake braucht euch Vasallen nicht mehr, in einer, kommenden,
    „VirtuellenDiktaturTotal“ Orwell 3.0. Die Mitläufer, Frühstücksdirektoren, Politiker, Chefredakteure,
    Schweigegeldempfänger werden, wie die Pensionäre und Harz IV-ler wegrationalisiert! Make A Bet !

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      ruby sagte:

      Indien ist mit bald zwei Mrd. Bevölkerung bereits in der zweiten Legislatur ein Totalmodelltest.
      Dort können die Wirkungen der Zukunft im Echtbetrieb analysiert werden.

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      ruby sagte:

      Die Machthalter brauchen sich keine Hoffnungen machen an der Westküste ihr Frackinggas anlanden zu können. Die Nordfriesen und Dithmarscher waren ja bereits Besiedler ihres Kontinents, die können noch selber sowie Wetter ganz ohne Virtual Wealth und eingebildeter Intelligenz. Uns machen diese Plastikgeldbomber keine Angst, schon das Römer Imperium hat sich nicht über die Elbe/unseren Rubycon gewagt und das BGB nähert sich gerade dem Ende. Und Kraken landen je nach Geschmack im Kochtopf.
      Nun@ globalvoteorg Ihr Orwellbuch wird als Feueranzünder bestens eingesetzt. Was noch, ach ja der gebührenfinanzierte Overhead, der könnte gar keine Erfolgsleiter emporklettern, die sind bereits in notwendigen Verwendungen im Einsatz. Haben Sie schon mal Malerarbeiten geleistet? Marktordnungen, dafür ist die Gemeinde direkt zuständig inklusive Lizenzen und das Angebot ist sehr ausgewogen.
      Die Elfenbeintürme von Powereliten stehen besser in ihren Tagträumen. Das Wettgeld sollten Sie bei Uli Hoeness anfragen, der setzt sogar auf den VfB statt Eisern Union🤑
      Bis dann in einer Gesellschaft jenseits von Talcott Parsons.

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      Eva Maria Palmer sagte:

      @ Globalvoterorg
      Gut beobachtet.
      Die korrupten und gierigen Eliten fürchten daher nichts mehr, als die Existenz der dem breiten Volk zugewandten „Populisten“, die bei uns im Bundestag leider keine Rolle spielen, weil das ahnungslose Volk garnicht versteht, wohin uns die jetzige Politik führen wird.

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    Starchild sagte:

    “ Schon vor Jahren warnte deshalb die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dass wir Gefangene der Verschuldung sind.“
    Die Hüter der Gefangen warnen vor sich selbst ;)

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    Horst sagte:

    „Das Endspiel beginnt“

    Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagte einmal ein deutscher Bundestrainer. Der Kapitalismus als Endlosschleife – warum der Aufschrei, warum eine solche Polemik?

    „Zinsen wurden gesenkt und mehr Liquidität in die Märkte gepumpt. Anschließend wurden die Zinsen jedoch nie wieder auf das vorherige Niveau erhöht.“

    Warum auch? Um die unteren Einkommensschichten noch stärker ausbluten zu lassen? Erweiterte Rationalisierung von Arbeitsplätzen ist die Folge und damit die Vernichtung der Illusion der Stabilität (relevant für diejenigen, die auf diese Arbeitsplätze angewiesen sind) und der dauerhaften Renditen.

    Profiteure gestiegener Asset-Werte und einer Nullzinspolitik sind daher vor allem Vermögende, deren Gelder und Assets vorrangig von Family Offices verwaltet und „gemanaged“ werden.

    Über mangelhafte Rendite können diese sich jedenfalls nicht beklagen:
    https://www.fondsprofessionell.at/news/unternehmen/headline/family-offices-erzielen-rekordrenditen-146952/

    Wir brauchen doch die Vermögenden innerhalb der Gesellschaft, am besten ganz ohne Steuerbelastung, damit der Trickle-Down-Effekt auch weiterhin so gut wirken kann.

    Ein Land mit „zombifizierten“ (diese Begriffswahl halte ich für absurd, da ich nicht nachvollziehen kann, warum im Zusammenhang mit im Vergleich günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten sich diese auf das Märchenhafte, Übernatürliche beziehen soll/muss) Unternehmen, das für eine ausreichende Arbeitsplatzversorgung steht, ist mir lieber als ein Land mit politischer Instabilität, zumindest in der Übergangsphase.

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      Richard Ott sagte:

      @Horst

      „Zombifiziert“ sind die Unternehmen, weil sie eigentlich schon längst hätten sterben müssen wenn Marktmechanismen frei wirken würden, die aber auf Grund außerordentlich niedriger Zinsen weiter am Leben bleiben können. Untote eben.

      Fun Fact: Linksextremisten-Vordenker Lenin kann bekanntlich als einbalsamierter Leichnam in Moskau besichtigt werden, sein Gehirn ist aber schon entfernt worden. Auch ein Anzeichen von Zombifizierung.

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      Christian Hu sagte:

      „Ein Land mit „zombifizierten“ […] Unternehmen, das für eine ausreichende Arbeitsplatzversorgung steht, ist mir lieber als ein Land mit politischer Instabilität, zumindest in der Übergangsphase.“

      Sehe ich auch so. Die ganz Zombie-Debatte halte ich darüber hinaus für völlig aufgebläht.

      Es ist nicht ungewöhnlich, dass es einen Bodensatz von Unternehmen gibt, die bilanziell ein paar Jahre schlecht dastehen. Die Grafik aus dem anderen Beitrag zeigt das sehr schön.

      Eine vorübergehende Schwäche heißt nicht immer, dass diese Unternehmen keine Daseinsberechtigung mehr haben und vom Markt verschwinden müssen.

      Vielleicht wurden sie nur von PE-Fonds übernommen und kurzfristig vollgepumpt, um ein neues Geschäftsmodell aufzubauen und nach wenigen Jahren wieder profitabel zu sein. (Stichwort Geldschwemme)

      Vielleicht ist die Ladenmiete aufgrund der Immobilienblase angehoben worden und das Unternehmen braucht eine Weile, dies auf die Preise umzulegen. (Stichwort Immobilienblase)

      Vielleicht wird der Eigentumsübergang des Mittelständlers über Fremdkapital in der Firma finanziert. (Stichwort demographischer Wandel)

      Vielleicht halten Unternehmen auch einfach ihren Schuldendienst stabil und reagieren auf ein geringeres Zinsniveau mit einer Erhöhung der FK-Quote (Stichwort Modigliani-Miller)

      In jedem Fall lese ich zu dem Thema viele einfache (teils plumpe) Behauptungen, die selten ins Detail gehen oder an den Ursachen forschen.

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    Charly Whiskey sagte:

    Das fiktive System ist am Ende. Die Verwaltung im Konkurs wird beendet werden. Realgeld und Zinsverbot muss kommen, alle vermeintliche Schulden gelöscht werden, und uns, den Gläubigern des Systems, müssen die entnommenen Werte aus dem Collateral erstattet werden. GESARA wird kommen. Wer das nicht sieht, den bestraft das Leben.

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      Christof777 sagte:

      Hallo Charly Whiskey,

      Die Verwaltung im Konkurs wird nicht beendet, aber sie ist seit einiger Zeit freiwillig.

      Vermeintliche Schulden müssen nicht gelöscht werden. Entweder sind die Schulden real, dann könnten sie gelöscht werden, oder sie sind nicht real, also vermeintlich, aber dann spielt es auch keine Rolle, ob man sie löscht oder nicht.

      Die Staatsschulden sind irrelevant.

      Auszahlung des Kollateral?

      Wer soll uns das denn geben?
      Und in welcher Form?
      Die haben doch nichts außer dem fiktiven Kollateral.
      Oder meinst Du, dass es da hochhausgroße Tresore gibt in denen Gold und Silber liegen?

      Stellen wir uns mal vor, ab heute Nacht 24:00 Uhr werden alle Währungen für ungültig erklärt, es gäbe also um 00:01 Uhr kein Geld mehr, nur noch bunte Zettel, mit denen man, wenn man vielleicht 10 kg davon hat die einen Ofen für eine halbe Stunde heizen könnten, ein Brötchen kaufen könnte. Ein Tausch also, Sachwert gegen Sachwert. Alle Vermögen die nicht auf substanziellen Sachwerten beruhen, sind vernichtet.

      Was würde passieren?

      Wenn die Regierungen nun daherkämen und Notstandsverordnungen verkünden die so aussehen, dass man den Menschen sagt:

      Nun, da es kein Geld mehr gibt und die Menschen nicht mehr bezahlen können, wird die Regierung das übernehmen. Ab sofort wird die Regierung alle Waren, Güter und Dienstleistungen bezahlen (womit, wird niemanden interessieren) und verteilen. Es wird für jede Person ein Status festgelegt (der natürlich schon vor Beginn der Krise definiert wurde) und danach erhält der Eine mehr, der Andere weniger. Aber jeder wird mindestens so viel bekommen, damit er seine Existenz sichern kann. Jeder kann seinen Status verbessern indem er sich systemtreu zeigt bzw. auch Punkte verlieren indem er sich systemkritisch verhält.

      Ein mögliches Zukunftsszenario?

      Ne, wir sind schon viel länger in so einem System als man glaubt.

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        Charly Whiskey sagte:

        Das System ist am Ende. Die Fed wird gerade aufgelöst und die neue regierungskontrollierte Zentralbank in Reno Nevada installiert. Die IRS ist auf der Flucht. Unsere Währungen werden Golddeckung bekommen.
        Unser Collateral sind nicht nur Gold- und Silber sondern unser „Volksvermögen“. Basel III und IV kommen und sind teilweise schon umgesetzt.
        Es wird sehr spannend. Die Menschen erkennen wer die Gläubiger sind. Die Cabale wehrt sich noch, erkennt aber sie hat verloren!

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    Peter Pan sagte:

    Aus reiner Bequemlichkeit entführe ich den Thread um an die Klimadiskussion anzuknüpfen, wenn es niemand interessiert einfach nicht aufgreifen…

    @Ott: zu Ihrer Frage, warum Holzverbrennung besteuern? Je nach Holzsorte dauert das Wiederaufforsten – also das Binden von CO2 mittels Photosynthese – ein paar Jahre bis zu mehr als 100 Jahre. Wenn Sie stattdessen – zum Beispiel – in Ihrem Garten eine Möhre ausbuddeln, essen (vorher waschen selbstverständlich 😉 ), verdauen, verbrennen und in Form von CO2+H2O ausatmen, so stehen die Chancen gut, dass Sie bei guter Pflege Ihres Garten dort wieder eine Möhre finden. Das heisst, die klimaaktiven Gase, die Sie durch das Verspeisen der Möhre produziert haben, ist dank Sonnenenergie wieder in Form der Möhre gebunden. Nach nur einem Jahr! An der Stelle liesse sich jetzt prima über den Flächenverbrauch pro Einwohner und Jahr diskutieren, aber Tinkerbell, die bei uns für die Milchmädchenrechnungen zuständig ist, liegt noch im Bett und schläft.

    @Anders: der Kollaps des Golfstroms liegt ja locker 100 Jahre in der Zukunft. Bis dahin haben die weniger entwickelten Länder in Sachen Wohlstand, technische Entwicklung und Resourcenverbrauch locker zu uns aufgeholt und können die von uns vorgelebten Reparaturmassnahmen nachahmen. Äh, Moment, hmmm, Resourcenverbrauch, da war doch was… oh, verdammt, äh, ohhh. Aber die werden doch nicht Öl und Kohle verheizen? Wieviel Milliarden Menschen wollen unseren Lebensstil nachahmen? Ach ne. Ich hasse, wenn das passiert.

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      Richard Ott sagte:

      @Peter Pan

      Nein. Wir sind hier nicht in einer versifften linken Kommune wo man auf das produzierte Chaos auch noch stolz ist. Kommentieren Sie hier zum Thema oder nutzen Sie die Kommentarfunktion unter den ursprünglichen Artikeln wenn Sie dort auf andere Kommentare antworten wollen.

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        Peter Pan sagte:

        Ist das hier nicht der Münchner Philosphiekreis für Crackpots, Weltuntergangpropheten und kleinwüchsige Staubsaugervertreter?

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        Richard Ott sagte:

        @Peter Pan

        „Weltuntergangspropheten“

        Sie als Greta-Jünger und Erderhitzungs-Hysteriker sollten eigentlich besonders vorsichtig mit diesem Begriff sein. Aber offensichtlich sind Sie schon völlig schmerzbefreit.

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        Peter Pan sagte:

        Die Versuchung Sie wegen Ihrem Ordnungsruf mal wieder am Nasenring durch die Manege zu ziehen ist gross, aber in der Sache (Threadkidnapping) haben Sie leider Recht.

        Das wiederum ist so selten, dass ich Ihnen öfter eine solche Steilvorlage hinlegen sollte. Verflixt, aus philosphischer Sicht ist das ein echtes Dilemma.

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        Thomas M. sagte:

        Lieber Peter Pan,

        denken Sie mal über folgendes nach: Auf eine in Teilen persönliche Anfeindung haben Sie reagiert, indem Sie kurzerhand *alle* Foristen inkl. dem Betreiber Herrn Dr. Stelter anfeinden. („Ist das hier nicht der Münchner Philosphiekreis […])

        Dass Sie zudem noch Körperbehinderung und eine Berufsgruppe diffamierend benutzen, sei ergänzend erwähnt.

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        Richard Ott sagte:

        @Peter Pan

        Das halten Sie für ein „philosophisches Dilemma“? Passiert es Ihnen so selten, dass Leute, denen Sie in herzlicher gegenseitiger Abneigung verbunden sind, Dinge sagen, die trotzdem (!!) richtig sind – was Sie dann sogar einsehen?

        Wir sollten unbedingt weiter diskutieren, ich habe wahrscheinlich noch viele weitere Dilemmata für Sie. Posten Sie Ihren Vorschlag zur CO2-Besteuerung für Holz doch nochmal im großen Klima-Thread, dann schreibe ich Ihnen auch dort, wieso ich die Idee für blödsinnig halte.

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        Peter Pan sagte:

        > Auf eine in Teilen persönliche Anfeindung…

        Das habe ich nicht so empfunden. Herr Ott macht nur das, was er am Besten kann, so ist er halt, unser Herr Ott. In gewisser Weise finde ich Herrn Ott sogar unterhaltsam.

        > indem Sie kurzerhand *alle* Foristen inkl. dem Betreiber Herrn Dr. Stelter anfeinden

        Habe ich in keiner Weise getan. Ich habe lediglich eine Frage gestellt, die in satirisch überspitzter Art und Weise, ausschliesslich an diejenigen gerichtet ist, die es betrifft.

        Mit ein ganz klein bisschen Befähigung zur Empathie wäre Ihnen diese wohlwollende, satirische Zuspitzung auch nicht entgangen.

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        Richard Ott sagte:

        Eine hübsche Verteidigung.

        Ich frage mich auch immer, wieso sich Peter Pan so aufregt, wenn ich zum Beispiel eine harmlose Suggestivfrage an alle durchgeknallte und selbstgerechte Linksradikale stelle. Vielleicht fehlt einfach die Empathie? ;)

      • Avatar
        Peter Pan sagte:

        Phantasie! Mir fehlt die Phantasie, nicht die Empathie, um mir vorzustellen, warum ich mich über Ott‘sche Äusserungen aufregen sollte. 😉

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      m. sastre sagte:

      Sind Ihre Ausführungen wirklich ernst gemeint? Eine CO²-Steuer macht nur Sinn, wenn durch sie eine Steuerungswirkung hin zu weniger Emission erfolgt. Das Heizen mittels Holz ist aber im Prinzip nicht mehr optimierbar, es sei denn, sie sehen die energetische Verwendung von Möhren zu Heizzwecken als Fortschritt an. Wald speichert pro Fläche dabei sicherlich auch deutlich mehr CO² als ihre Möhren, insofern empfehle ich Ihnen, ihr Gemüsebeet zu bewalden. Beschattet sind Sie ja bereits.
      Wenn Sie nachhaltig ihr Feuerholz bewirtschaften oder ihr Versorger dies tut, dann wird, wie bei den Möhren jedes Jahr mindestens soviel CO² wieder gebunden, wie Sie im Winter verfeuert haben. Die Vorstellung, einen Baum zu verheizen der dann 80Jahre braucht um neu bis zur ursprünglichen Größe zu wachsen ist deshalb falsch, weil er aus einem Wald kommt, in dem jedes Jahr ein Vielzahl von Bäumen um eine Faktor x wachsen, ohne abgeholzt zu werden. Es wird also über die Menge an Bäumen so viel CO2 wieder gebunden, wie von Ihnen verfeuert wurde. Viel wichtiger ist doch die Frage, ob Sie für ihre Atmung nicht einen Obolus zahlen sollten, da Sie wohl nicht nachwachsend sein dürften.

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      Eva Maria Palmer sagte:

      @ Zweifler
      Vielen Dank für den interessanten Goldreport.
      Ich habe nie verstanden, daß es Leute gibt, die das wahre Geld dem von den Notenbanken hergestellten deckungslosen Fiat-Papiergeld den Vorzug geben.
      Zumal die inkompatible Einheitswährung dem ClubMed in der Transfer-Union bisher schon große Probleme bereitet hat.

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