Die Highlights vom August

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DEUTSCHLAND

KOMMENTIERT bei manager-magazin.de
„Renten sichert man nicht durch mehr Umverteilung!“

In der Tat könnte die Politik sehr viel tun, um die Renten sicher zu machen. Und dies nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren. Es müsste nur einfach getan werden. Doch das wäre anstrengend und nicht immer populär. Deshalb macht man lieber kosmetische Eingriffe und verschiebt Geld von der einen in die andere Tasche und glaubt so, damit das System zu stabilisieren.
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KOMMENTIERT bei cicero.de
Teurer Stimmenfang

Andrea Nahles‘ Vorschlag, die Türkei finanziell zu unterstützen, ist wirtschaftlich sinnlos und politisch fragwürdig. Stattdessen müsste die Regierung Deutschland stärken: Denn die Krise der Türkei ist ein Vorbote für größere Probleme, die auch wir bald haben könnten.
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EUROZONE

Target2: Es ist und bleibt eine Vermögensverschiebung

Wenn wir weniger inländische Vermögenswerte besitzen (Unternehmen, Immobilien etc.) und dafür mehr Forderungen im Target2-System, ist das eine wesentliche Verschiebung. So müssen wir das auch betrachten.
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Märchen von der „Griechenland-Rettung“ entlarvt

Griechenland ist gerettet und damit ein Musterbeispiel für gelungene Politik in Brüssel, Paris und Berlin. Alle haben dabei gewonnen und sogar die Geldgeber haben daran verdient. Es ist eine Leistung, die an ein Wunder grenzt und voll und ganz unseren umsichtigen, mutigen und besonnen agierenden Politikern zu danken ist. Wer so gut regiert wird, dem muss angesichts der Krisenherde in der Welt nicht bange werden.
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WELTWIRTSCHAFT

KOMMENTIERT bei manager-magazin.de
Donald Trump macht nur den Anfang

Unabhängige Notenbanken werden schon bald Geschichte sein. Das sind Folgen ihres Versagens und der Notwendigkeit den globalen Neustart zu organisieren.
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„Turkey is the first big victim of Fed tightening, but it won’t be the last“

Dass es nun in der Türkei losgeht, ist kein Zufall, ist es doch eine Kombination aus schuldenbasiertem Wachstum (falsch, wenn es unproduktiv ist) in Fremdwährung (immer hochgefährlich) und einer vorsichtig formuliert problematischen politischen Situation.
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KAPITALMÄRKTE

KOMMENTIERT bei wiwo.de
He did it!

Die US-Wirtschaft boomt unter Trump, das Land hat die Finanzkrise weit besser bewältigt als Europa. Auch die Börsen spielen mit. Doch wie lange noch?
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KOMMENTIERT bei wiwo.de
„Gold – Totgesagte leben länger“

Taktisch und praktisch spricht einiges für Gold. Wer also spekulieren möchte oder noch beim Aufbau seines diversifizierten Portfolios ist, sollte über Gold nachdenken.
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44 Kommentare
  1. Michael Stöcker sagte:

    „Target2: Es ist und bleibt eine Vermögensverschiebung“

    TARGET2 ist und bleibt ein INDIKATOR für eine Vermögensverschiebung, für die insbesondere Deutschland selber einen großen Teil der Verantwortung trägt. Ursächlich hierfür ist insbesondere die eigene Investitionsschwäche, deren Spiegelbild die exorbitanten Leistungsbilanzüberschüsse sind. Alles andere ist langatmiges Herumgeeiere, um von eigenen Fehlinterpretationen abzulenken. Die ganze Problematik lässt sich auch mit einfachen Worten in wenigen Absätzen erklären: https://zinsfehler.com/2018/07/30/target-und-kein-ende/

    Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, für den gibt es am Ende eine Linkliste, die ich um das lesenswerte Papier von Jan Pieter Krahnen erweitert habe sowie die Einschätzung von Jens Weidmann in einer Diskussionsrunde bei YouTube.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael Stöcker

      Steve Keen:

      >We need a new economics based on Realism not IdeologyHigh level of private debt & credit leads to crisisEconomy can be stable if private debt & credit remains low>

      Das ist falsch.

      Wenn die private Verschuldung und Kreditaufnahme gering bleiben, gibt es zwar nicht die Instabilität, die entsteht, wenn private Verschuldung und Kreditaufnahme zu hoch sind.

      Es gibt aber INSTABILITÄT, d. h. eine Krise (c. p.) dann, wenn zu viel gespart wird (Altersparen, Sättigung) und/ oder nicht hinreichend Einkommen erzielt wird (Globalisierung, Automatisierung), um genügend NACHFRAGE zu generieren und hohe ARBEITSLOSIGKEIT zu verhindern.

      Derartige Instabilität, eben zu hohe Arbeitslosigkeit führt in den entwickelten Volkswirtschaften dazu, dass das System die Abwärtsspirale verstärkend letztlich zusammenbricht.

      Wenn mainstream economics sonst nichts versteht – das versteht sie sehr wohl.

      DAHER und aus keinem anderen Grund wurde die Verschuldung in den letzten Jahrzehnten über den privaten Sektor hinaus vorangetrieben nicht nur durch den Finanzsektor (Banken), sondern auch durch die Niedrigzinsen der Notenbanken und zuletzt massiv auch durch ihr QE.

      Fazit:

      Steve Keen ist zwar brillant, wenn er den Verschuldungsmechanismus erklärt, aber keinen Deut besser als mainstream economics, wenn er von einem STABILEN System ohne hohe private Verschuldung redet.

      Das kann der Kapitalismus nicht sein, wenn er so produktiv und so global ist, wie er es ist.

      Die new economics von Steve Keen ist eine Luftnummer, wenn sie das sein soll, was er unter dieser Überschrift im Filmchen anbietet.

      Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      Nochmals der Anfang, weil wieder nicht alles übertragen wurde:

      @ Michael Stöcker

      Steve Keen:

      >We need a new economics based on Realism not IdeologyHigh level of private debt & credit leads to crisisEconomy can be stable if private debt & credit remains low>

      Das ist falsch.

      (ab da wurde alles richtig übertragen).

      Antworten
      • Michael Stöcker sagte:

        Sie haben den zentralen Lösungsansatz von Keen entweder übersehen oder aber nicht bis zu Ende geguckt. Was bei mir das zentralbankfinanzierte Bürgergeld, das firmiert bei Keen unter „Modern Debt Jubilee“. Der Vorschlag von Keen stammt übrigens aus dem Jahre 2012. Damit war er mir mindestens 1 Jahr voraus.

        Charles Goodhart und Michael Hudson präferieren eine andere Variante: https://voxeu.org/article/some-ways-introduce-modern-debt-jubilee

        Da wir es in Euroland nicht nur mit hoher privater, sondern auch mit hoher staatlicher Verschuldung zu tun haben, schließt das eine ja das andere nicht aus.

        LG Michael Stöcker

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Ich habe nichts übersehen und S. Keen bis zu Ende gesehen.

        Steve Keen ab Min. 29:00 mit der Überschrift:

        „We need a new economics based on Realism not Ideology“

        “new economics” heißt in SEINEM Kontext, in dem er ausgiebig betont, dass der akademische mainstream Ideologie sei, „neue LEHRE, wie die Wirtschaft funktioniert“.

        Kurzum:

        Es geht ihm eindeutig um das richtige VERSTÄNDNIS des BESTEHENDEN Wirtschaftssystem, speziell den Verschuldungsmechanismus betreffend.

        Unter obiger Überschrift behauptet er:

        Economy (ZUSTAND der Wirtschaft) can be stable if pivate debt & credit remains low

        Heißt:

        Das WIRTSCHAFTSSYSTEM (economy, NICHT economics) kann in einem stabilen Zustand gehalten werden, wenn wir mit dem richtigen Verständnis, wie die Wirtschaft funktioniert, die Verschuldung und die Kreditgewährung begrenzen.

        Es gibt in der engl. Sprache und bei Keen einen Unterschied zwischen ECONOMICS und ECONOMY.

        Keen versteht ihn und bedient sich dessen.

        Ich habe richtig gelesen und Keen beim Wort genommen.

        Daher konnte ich darlegen, dass seine Stabilitätsbehauptung falsch ist mit Bezug auf das bestehende Wirtschaftssystem.

        WAS Sie sagen müssten:

        Man muss – aufgrund des richtigen Verständnisses (economics) – etwas am bestehenden WIRTSCHAFTSSYSTEM (economy) ändern, wenn man es bei geringer Verschuldung des privaten Sektors stabil halten will.

        Nämlich:

        Entweder muss sich der Staat mehr verschulden und/oder man muss – Unterabteilung Geldsystem des Wirtschaftssystems – das Schuldgeldsystem begrenzen oder gar abschaffen durch die Monetisierung mit Hilfe der Notenbanken.

        S. Keen mag das ja irgendwo gesagt haben, im verlinkten Vortrag ist das nicht die Botschaft.

        Was mir nicht nur bei S. Keen aufgefallen ist, sondern immer wieder auffällt, ist folgender Habitus:

        Die anderen sind bestenfalls Ideologen und schlimmstenfalls Idioten.

        Ich blicke durch, begreife, was wirklich ist.

        Würde mein Durchblick VERSTANDEN, hätten wir eine viel bessere Welt des Wirtschaftens.

        Das ist schlichtweg akademisches Überbaudenken, eine Form von Überheblichkeit.

        Richtig ist:

        Es muss sich in der Realität etwas ändern, wenn es in der Realität besser werden soll.

        Das richtige Verständnis der Realität ist allenfalls Voraussetzung dafür, PER SE verhilft es zu gar nichts.

        Aller Erfahrung nach muss es erst KATASTROPHEN geben, damit sich in der Realität etwas ändert.

        Auch dann ist es nicht immer zum Besseren.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Entweder muss sich der Staat mehr verschulden und/oder man muss – Unterabteilung Geldsystem des Wirtschaftssystems – das Schuldgeldsystem begrenzen oder gar abschaffen durch die Monetisierung mit Hilfe der Notenbanken.“

        Eine direkte/unmittelbare Begrenzung des Schuldgeldsystems halte ich nicht für angemessen, geschweige denn dessen komplette Abschaffung, Es geht vielmehr darum, das aktuelle System durch eine ewige zinsfreie Schuld via Zentralbank zu ERGÄNZEN. Die Höhe dieser schuldfreien Schuld sollte dann allerdings auf 2 bis 3 Prozent des BIP begrenzt werden.

        Eine indirekte Begrenzung der Schuldendynamik im Kreditzyklus kann man mAn besser durch einen antizyklischen Kapitalpuffer erreichen sowie eine Variation der Eigenkapitalanforderungen und somit die Kreditdynamik antizyklisch glätten.

        „Aller Erfahrung nach muss es erst KATASTROPHEN geben, damit sich in der Realität etwas ändert.“

        Diese fatalistische Sichtweise darf keine Entschuldigung dafür sein, die Fehler von WKII zu wiederholen. Wenn wir hier nicht aktiv gegen steuern, dann hinterlassen wir als verantwortliche Generation unseren Kindern und Enkeln in der Tat eine untilgbare Schuld.

        Und hier noch einmal die zentrale Forderung von Steve Keen zur Lösung des privaten Schuldenproblems: https://www.bbc.co.uk/news/av/business-35418946/quantitative-easing-for-the-people.

        LG Michael Stöcker

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Wieder einmal ist es nicht möglich, mit Ihnen über einen BESTIMMTEN Sachverhalt zu diskutieren.

        Meine Kritik bezog sich auf die METHODIK von S. Keen, mit der er in dem von Ihnen verlinkten Vortrag auftrat, nämlich darauf,

        dass man mit der ERKENNTNIS, was fundamental falsch läuft – zu hohe private Verschuldung –, das Wirtschaftssystem nicht stabilisieren kann, wenn man es nicht auch ÄNDERT – und zwar ebenfalls FUNDAMENTAL ändert.

        Eine Aussage zu diesem unumgänglichen Erfordernis fehlt bei ihm im verlinkten Vortrag.

        Das ist FATAL, insbesondere, weil er damit vor dem Europäischen Parlament, also einer POLITIK betreibenden Elite, den Eindruck vermittelt hat, die Verschuldungsmalaise sei NUR ein Verständnisproblem und daher tiefgreifende Änderungen, z. B. des Geldsystems NICHT erforderlich sind.

        Was ist Ihre Antwort darauf?

        Der Verweis auf ein Interview, in dem er ANDERES sagt.

        Entweder können Sie nicht oder wollen Sie nicht über Methodik diskutieren.

        Stattdessen kommen Sie wieder einmal damit, mit welchen Maßnahmen, was zu erreichen wäre.

        Keine Frage, wie von S. Keen, A. Turner oder auch Ihnen angedacht und vertreten, gibt es konzeptionelle Lösungen, mit denen sich das private Schuldenproblem verringern lässt.

        Die damit geforderten Funktionsänderungen innerhalb des Wirtschaftssystems UNTERSCHLAGEN aber regelmäßig, dass derartige Lösungen mit WEITREICHENDEN Konsequenzen (Systemeingriffen) verbunden sind, die sich nicht wie bei S. Keen mit höchst fragwürdigen, nicht einmal ansatzweise belegten Feststellungen wie „dadurch kann die Stabilität des Wirtschaftssystem hergestellt werden“ unter den Tisch kehren lassen.

        Diskussionen, wie Sie sie führen, haben keine aufklärerische, sondern aufgrund ihrer Defizite eine zutiefst MANIPULATIVE Qualität.

      • Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „dass man mit der ERKENNTNIS, was fundamental falsch läuft – zu hohe private Verschuldung –, das Wirtschaftssystem nicht stabilisieren kann, wenn man es nicht auch ÄNDERT – und zwar ebenfalls FUNDAMENTAL ändert.

        Eine Aussage zu diesem unumgänglichen Erfordernis fehlt bei ihm im verlinkten Vortrag.“

        Das ist so nicht korrekt. Hören Sie einfach noch mal bei Minute 25:10 bis 26:30 herein. Dort äußert sich Keen klar und deutlich, was zu tun ist. Es ist exakt die gleiche Aussage, wie in dem BBC Interview. Er ist sich zugleich bewusst, dass dies nicht geschehen wird. Denn dazu benötigen wir in Economics zuerst ein neues geld-und fiskalpolitisches Paradigma.

        Oder um mit Robert Skidelsky zu sprechen:

        „So Krugman’s argument, while provocative, is certainly not conclusive. Macroeconomics still needs to come up with a big new idea.” https://www.project-syndicate.org/commentary/why-no-intellectual-shift-in-economics-by-robert-skidelsky-2018-01

        LG Michael Stöcker

  2. Barthel Berand sagte:

    @ Michael Stöcker

    „Die Höhe dieser schuldfreien Schuld sollte dann allerdings auf 2 bis 3 Prozent des BIP begrenzt werden.“

    Abgesehen davon, dass mir die Phantasie dafür fehlt, was eine schuldfreie Schuld sein soll: Wann haben sich (Zentralbank-)Politiker je an ihre selbst gesetzten Grenzen gehalten? Spätestens dann, wenn die Erkenntnis heranreift, dass diese neuerliche Intervention wieder die Zielsetzung verfehlt, die man mit der vorausgegangenen Intervention schon verfolgt hat, brechen alle Dämme.

    Dieser Vorschlag erscheint mir dann doch etwas sehr naiv zu sein.

    Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Barthel Berand

      Sie haben recht:

      M. Stöckers Begrenzung auf 2 bis 3% vom BIP ist durch keinen belastbaren Wirkmechanismus fundiert – vielleicht sparen die Menschen noch mehr, vielleicht fragen sie auch mehr nach – , sondern es würde so sein, wie Sie sagen und wie es u. a. in der Medizin praktiziert wird:

      Wird das Ziel nicht erreicht, dann MUSS die Dosis erhöht werden.

      Schließlich ist es die RICHTIGE Medizin auch dann, wenn die Nebenwirkungen zu stark oder unerträglich werden. Nicht anders als die Chemotherapie, auf die nicht verzichtet werden kann, auch wenn sie das Immunsystem so schwächt, dass der Patient stirbt.

      Ich meine gleichwohl, dass die Kritik anders ansetzen muss:

      Egal in welchem Umfang und an wen, die zinsfreie Geldschöpfung (Geldversorgung) durch die Zentralbank BASIERT anders als beim Schuldgeld NICHT auf Entscheidungen, die an realwirtschaftliche Prozesse gebunden sind, d. h. an Einschätzungen, ob und wie etwas zu erwirtschaften ist, damit ein Plus, beim Schuldgeld die Zahlung von Zinsen, geleistet werden kann.

      Bei einer derartigen Geldschöpfung sind die Entscheidungen bezüglich der Nutzung des Geldes davon entkoppelt.

      M. Stöcker würde antworten:

      Das MÜSSEN sie auch, weil die Kopplung wie ersichtlich nichts bringt – noch nicht einmal bei Niedrigstzinsen wird hinreichend investiert und konsumiert.

      Er hätte natürlich recht mit dem Verweis, soweit er die gegenwärtige Situation betrifft, die freilich keine immanent unvermeidliche des Schuldgeldsystems ist.

      Sein Einwand ist KEINE Widerlegung der Feststellung, dass es die Bindung an realwirtschaftliche Prozesse bei zinsfreier Geldversorgung durch die Zentralbank zumindest in dem Umfang nicht gibt, in dem eine derartige Geldversorgung stattfindet.

      Die Orientierung an einer makroökonomischen Größe, etwa dem Potenzialwachstum der Volkswirtschaft oder das BIP, ist keine Bindung an realwirtschaftliche Prozesse und ihre Steuerung, wie Ressourcen eingesetzt werden etc. Es ist eine Mengenfestlegung, mehr nicht.

      DAMIT wird das Wirtschaftssystem ausgehend von seinem Subsystem Geldschöpfung QUALITATIV umgestaltet mit Folgen, die nicht einmal ansatzweise zu überblicken sind.

      Das ist meine Kritik an Leuten, die mit tollen Erkenntnissen haussieren gehen, OHNE darzulegen, dass sie uns bei Umsetzung ein letztlich völlig anderes Wirtschaftssystem verordnen MÜSSEN.

      Antworten
    • Michael Stöcker sagte:

      “Abgesehen davon, dass mir die Phantasie dafür fehlt, was eine schuldfreie Schuld sein soll“

      Eine ewige Anleihe in der Bilanz der Zentralbank. Da die Zinserträge wieder dem Staatshaushalt zufließen, kann sie selbstverständlich auch flexibel an die aktuellen Marktzinsen angepasst werden. Wäre aber letztlich nur Illusionstheater.

      „Spätestens dann, wenn die Erkenntnis heranreift, dass diese neuerliche Intervention wieder die Zielsetzung verfehlt, die man mit der vorausgegangenen Intervention schon verfolgt hat, brechen alle Dämme.“

      An welche Dämme denken Sie da und wer sollte Ihrer Ansicht nach in diesen potentiellen Fluten ertrinken? Wo sehen Sie die ganz konkreten Risiken?

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Barthel Berand sagte:

        @ Michael Stöcker

        „An welche Dämme denken Sie da und wer sollte Ihrer Ansicht nach in diesen potentiellen Fluten ertrinken? Wo sehen Sie die ganz konkreten Risiken?“

        Ironie in geschriebener Form ist ja nicht immer leicht zu erkennen. Daher weiß ich nicht, ob die Fragen ernst gemeint sind. Aber ich traue Ihnen das zu.

        Deshalb als Beispiele für Dämme, die bereits gebrochen sind:
        – Maastricht-Kriterium (Art. 126 AEUV iVm. Protokoll (Nr. 12) über das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit)
        – Nichtbeistandsklausel (Art. 125 AEUV)
        – Christine Lagarde dazu in die laufende Kamera (ich glaube, es war 2010): „Wir haben die Europäischen Verträge gebrochen, um den Euro zu retten.“ Die Dame befindet sich – soweit ich weiß – noch auf freiem Fuß. Sie mögen einmal ähnliches in der Privatwirtschaft unternehmen. Wir würden Sie für geraume Zeit vermissen.

        Als Folge davon:
        – EFSM
        – EFSF
        – ESM
        – Senkung der Bonitätsanforderungen für europäische Staatsanleihen
        – Ankauf von Staatsanleihen – natürlich auf dem Zweitmarkt – entgegen dem Geist von Art. 123 AEUV (bei wieviel Billionen sind wir jetzt?)
        – Vervielfachung der Zentralbankbilanzen
        – To be continued…

        Als Folge davon:
        – Weitere Absenkung des Zinsniveaus
        – Verteuerung der Vermögenspreise (Inflation)
        – Umverteilung von unten nach oben
        – Cantillon-Effekt

        Deshalb spricht man heute wieder über Mietpreisbremsen und dergleichen.

        Risiken sehe ich darin, dass es die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert, die Gesellschaft spaltet und diejenigen begünstigt, die es am wenigsten verdient haben. Am Ende steht die vollständige Zerrüttung der Währung.

        Sie sollten diesen Irrsinn nicht noch durch die Verlinkung von schlauen Beiträgen stützen, die Ihnen erzählen, das alles könne funktionieren.

        Geld gibt es, WEIL es Güter gibt. Es ist NICHT umgekehrt. Es kann nicht einmal umgekehrt sein. Der erste Mensch war kein Banker. Wir sollten uns an Grundsätzliches halten. Dann erkennen Sie recht schnell, was funktionieren kann und was nicht.

        Geld ist nur ein Mittel, ein Tauschmittel. Nichts weiter. Wenn Sie es vermehren, vermehren Sie keine Güter, Sie erhöhen nur deren Preise. Wie richtig diese Aussage ist, sehen wir heute schon bei uns. Wenn Sie es anschaulicher brauchen, blicken Sie nach Venezuela.

        Schuldgeld kann in engen Grenzen funktionieren und wohlstandsfördernd sein. Das bestreite ich nicht. Es sind aber enge Grenzen. Da diese Grenzen aber stets mit Füßen getreten werden (s.o.), fliegt uns das ganze System um die Ohren.

    • Michael Stöcker sagte:

      Polleit erklärt zwar leicht und verständlich, aber leider zugleich auch missverständlich, um es vorsichtig zu formulieren und führt den unbedarften Leser damit hinter die Fichte.

      Das große Missverständnis: Mittels TARGET-Salden könnten nun die Italiener die schönen deutschen Assets kaufen. Das ist natürlich Quatsch. Warum? Weil wir in der EU Kapitalverkehrsfreiheit haben: Jeder Europäer – egal ob Deutscher, Italiener, Portugiese, Bayer, Sachse, Lombarde… kann mit seinem Geld kaufen, was er möchte. Er kann insbesondere auch eine deutsche Immobilie kaufen und bezahlen, BEVOR er sein Geld auf ein Konto bei einer deutschen Bank transferiert hat. Es ist also grundlegend irreführend, wenn Polleit schreibt:

      „Mit ihrem geretteten Geld können die italienischen Bankkunden nun (Vermögens-) Güter (wie zum Beispiel Grundstücke, Häuser, Firmen und Aktien) in Deutschland kaufen.“

      Korrekt sind allerdings wiederum die Schlussfolgerungen von Polleit:

      „Die Preise all dieser Güter fallen aufgrund der zusätzlichen Nachfrage nun höher aus. Das bedeutet für die in Deutschland lebenden Menschen, die Euro und in Euro denominierte Ersparnisse halten, einen Kaufkraftverlust und damit einen negativen Vermögenseffekt; sie werden ärmer. Diejenigen, die Güter halten, deren Preise ansteigen, werden entsprechend besser gestellt.“

      Das ist aber nicht das Problem von Süd gegen Nord bzw. TARGET, sondern es ist und bleibt der Kampf von Reich gegen Arm. Und in diesem Kampf ist völlig klar, auf wessen Seite Polleit steht. Insofern ist sein Beitrag eine weitere Nebelkerze im gesteuerten dezentralen Desinformationskrieg.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Alexander sagte:

        –> Polleit führt hinter die Fichte, aber Michael Stöcker leistet Faktenwahrheit?

        „Mit ihrem geretteten Geld können die italienischen Bankkunden nun (Vermögens-) Güter (wie zum Beispiel Grundstücke, Häuser, Firmen und Aktien) in Deutschland kaufen.“

        Dieser Satz von Polleit ist 100% richtig.

        – faule italienische Kredite und Staatsanlehen abschreiben hieße, Geld+Forderungen auf Geld von Konten abschreiben = auf Null setzen.

        Wenigstens müssten die italienischen Banken die faulen Kredite durch ihr Eigenkapital auffangen, was ihre faktische Plteie zur Folge hätte.

        Dass italienische Banken überhaupt noch Zahlungsverkehr leisten um Käufe in z.B. BRDeutsch(E)land zu bezahlen ist Ursache der fortgesetzten gesetzwidrigen Konkursverschleppung.

        Zahlungsverkehr auf der Basis von Kredit-Schöpfung einer zahlungsunfähigen Bank ist der eigentliche Betrug. Insofern handeln Italiener, die europäische Sachwerte kaufen, richtig weil es Aufgabe der Bundesbank ist den Geldwert zu sichern.

        Straftaten sind ebenso postfaktisch wie alle übrigen Wahrheiten, weil es längst darauf ankommt, wer sie begeht.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Dieser Satz von Polleit ist 100% richtig.“

        Sie haben das Problem mit Polleits Argumentation – und somit meine Kritik hieran – nicht verstanden. Natürlich ist dieser Satz 100 % richtig. Ich habe auch nichts anderes behauptet.

        Genau so richtig ist es aber, dass die italienischen Bankkunden auch OHNE vorherige „Geldrettung via TARGET“ auf Einkaufstur gehen konnten. Wer in Euroland etwas kaufen möchte, kann dies ganz einfach von seinem heimischen Konto aus machen. Ich muss kein Konto in der Kaufregion eröffnen, um eine Bezahlung durchführen zu können. Genau zu diesem Zweck wurde doch TARGET2 entwickelt.

        Nach Polleits Logik müsste dann ja auch ein Kunde der Volksbank Lindau zuerst ein Konto bei der Raiffeisenbank in Bregenz eröffnen und das Geld von Lindau nach Bregenz transferieren, damit die Bezahlung eines Immobilienkaufs in Bregenz auch tatsächlich durchgeführt werden kann. So ein Schmarrn!

        Nur weil man Anhänger des naiven Metallismus ist, sollte man nicht an den Funktionsprinzipien einer gemeinsamen Währung vorbei argumentieren; auch nicht von Seiten der hohen Priester.

        LG Michael Stöcker

      • Alexander sagte:

        @ Es spricht der Meister :o)

        Michael Stöcker:
        – Es ist also grundlegend irreführend, wenn Polleit schreibt:

        Polleit:
        „Mit ihrem geretteten Geld können die italienischen Bankkunden nun (Vermögens-) Güter (wie zum Beispiel Grundstücke, Häuser, Firmen und Aktien) in Deutschland kaufen.“

        Michael Stöcker II::
        >Natürlich ist dieser Satz 100 % richtig. Ich habe auch nichts anderes behauptet.

        Denn, aufgepasst in den hinteren Reihen der naiven Metallisten!:
        Michael Stöcker Fortsetzung II:
        – Nach Polleits Logik müsste dann ja auch ein Kunde der Volksbank Lindau zuerst ein Konto bei der Raiffeisenbank in Bregenz eröffnen und das Geld von Lindau nach Bregenz transferieren

        Lieber Herr Stöcker trollen sie sich zu ihren trotzkistischen Freunden.

      • Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Ich bin beeindruckt! Das ist ja eine sowjetische Ideologiediskussion für Feinschmecker. In der Tat ähneln die modernen Internationalsozialisten und Staatsinterventionisten den trotzkistischen Bolschewisten. Wenn sich Trotzki damals gegen Stalin durchgesetzt hätte, dann wäre die Sowjetunion wahrscheinlich viel schneller zusammengebrochen.

  3. Dietmar Tischer sagte:

    @ Michael Stöcker

    Habe die Passage ab 25:10 bei S. Keen nicht übersehen.

    Es stimmt:

    Er sagt, was FUNKTIONAL getan werden muss, um weniger private Verschuldung zu generieren, garniert das aber gleich wieder mit unbewiesenen Versprechungen wie „Nor moral harzard or inflation“.

    Was er nicht sagt:

    Es würde REAL eine tiefgreifend andere Volkswirtschaft bedeuten.

    Lediglich festzustellen, dass er nicht GLAUBE, dass seine Vorschläge nicht umgesetzt würden, ist kein Ersatz dafür.

    Auch Sie sagen es nicht, wenn Sie behaupten:

    >Er ist sich zugleich bewusst, dass dies nicht geschehen wird. Denn dazu benötigen wir in Economics zuerst ein neues geld-und fiskalpolitisches Paradigma.>

    In Economics, also von den Theoretikern zu erarbeiten, heißt:

    Es ist erst einmal ein WISSENSCHAFTLICHES Problem und solange es das ist, kann oder wird es kein praktisches werden.

    Abgesehen davon, dass der grundlegende Ansatz zinsfreier Geldschöpfung durch die Zentralbanken bzw. den Staat offen daliegt und in einer bestimmten Variante in Japan bereits praktiziert wird, im Grund also lediglich institutionell und regulativ umgesetzt werden müsste, ist das falsch:

    Nicht weil das Paradigma fehlt, wird der Ansatz nicht umgesetzt, sondern weil es – abgesehen von der natürlich bestehenden Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Effekte einer JEDEN Umsetzung eines derartigen Ausmaßes – die von der Umgestaltung der Wirtschaft betroffenen Interessen so gut wie ALLER nicht zulassen.

    S. Keen weiß das natürlich und prügelt daher am Schluss seines Vortrags wieder massiv auf die Wissenschaft (mainstream economics) ein statt das zu sagen, was intellektuell redelich wäre:

    „Meine Vorschläge sind zwar die RICHTIGE Lösung, um das Problem zu hoher und wachsender privater Verschuldung zu reduzieren und es sogar zu lösen (dass damit wie von ihm behauptet ZUGLEICH eine stabile Wirtschaft zu erreichen sei, ist allerdings mehr als fraglich), aber sie würden derartige Veränderungen der realen Wirtschaft erfordern – allein schon bei den Banken –, dass sie NICHT auf KONSTRUKTIVEM Wege umgesetzt werden können.

    Möglicherweise werden sie umgesetzt, sozusagen als schwach legitimierte Maßnahme mehr oder weniger stillschweigend unter der Hand, wenn das System auf eine nicht anders zu lösende KRISE zuläuft.

    Bezogen auf dieses Szenario kann zu den Weiterungen letztendlich nichts gesagt werden.

    Economics, d. h. die Wissenschaft kann erst dann dazu fundiert Stellung nehmen, wenn hinreichende EMPIRISCHE Funktionalität vorliegt.“

    Die liegt nicht vor und ist nicht durch Aussagen wie diese von Ihnen zu ersetzen:

    >Wenn die Menschen mehr sparen, dann ist vermehrt der Staat gefragt und sollte seine Ausgaben für Bildung und Infrastruktur erhöhen. Dann passiert endlich mal was Gescheites mit den Ersparnissen!>

    Egal ob die Menschen sparen oder nicht, ob sie – erfolgreich oder auch nicht – ihre Lebensentwürfe verwirklichen können, spielt keine Rolle. Hauptsache es wird Geld ausgegeben.

    Geschieht dies, haben wir eine funktionierende Gesellschaft.

    Denken Sie einmal über die Implikationen nach.

    Die Enkel-Vision von Keynes ist kein Ersatz dafür.

    Antworten
    • Michael Stöcker sagte:

      „Es würde REAL eine tiefgreifend andere Volkswirtschaft bedeuten.“

      Nein, das würde es nicht bedeuten; das ist ein großer Irrtum, Herr Tischer. Es ist alte eingeübte Tradition, dass Zentralbanken den Staat finanzieren (Zentralbanken wurden ursprünglich vor allem zur Kriegsfinanzierung gegründet). England hat es gemacht, ebenso die USA und natürlich auch Italien bis zur Einführung des Euro. Abstinenz gibt es erst seit wenigen Jahren als Folge der neoliberalen Agenda; denn den Neoliberalen um von Hayek & Co. war der Staat schon immer ein riesengroßes Ärgernis; zumindest dann, wenn es um Eingriffe in den heiligen Markt geht.

      „die von der Umgestaltung der Wirtschaft betroffenen Interessen so gut wie ALLER nicht zulassen.“

      So gut wie aller??? So gut wie ALLER des obersten Vermögensdezils!

      „(dass damit wie von ihm behauptet ZUGLEICH eine stabile Wirtschaft zu erreichen sei, ist allerdings mehr als fraglich)“

      Ihre Gegenargumente? Ich habe 14 Argumente aufgeführt, warum hierdurch die Wirtschaft stabilisiert wird.

      „aber sie würden derartige Veränderungen der realen Wirtschaft erfordern – allein schon bei den Banken –, dass sie NICHT auf KONSTRUKTIVEM Wege umgesetzt werden können.“

      Was sollte sich bitte schön ändern, außer weniger Kredite für Gegenwartskonsum und sonstigen Kokolores? Die Veränderungen durch neue Bezahl- und Anlagesysteme sind hier eine ganz andere Herausforderung für die Bankenlandschaft. Schumpeter lässt grüßen. Zudem sind doch gerade Sie einer der größten Verfechter von strukturellen Reformen. Und jetzt wollen Sie ausgerechnet die Banken verschonen?

      „Hauptsache es wird Geld ausgegeben.

      Geschieht dies, haben wir eine funktionierende Gesellschaft.

      Denken Sie einmal über die Implikationen nach.“

      Das hat vor mir schon Keynes gemacht. Zu Ihrem Punkt: „Hauptsache es wird Geld ausgegeben“ schrieb er in seinem Hauptwerk „The General Theory of Employment, Interest and Money“:

      „If the Treasury were to fill old bottles with banknotes, bury them at suitable depths in disused coal mines which are then filled up to the surface with town rubbish, and leave it private enterprise on well tried principles of laissez-faire to dig the notes up again (the right to do so being obtained, of course, by tendering for leases of the note-bearing territory), there need be no more unemployment and, with the help of the repercussions, the real income of the community, and its capital wealth also, would probably become a good deal greater than it actually is.” Book 3, Chapter 10, Section 6, p. 129

      Einen Einführungskurs finden Sie bei der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/ein-crashkurs-keynes-fuer-anfaenger-1590559.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Es ist alte eingeübte Tradition, dass Zentralbanken den Staat finanzieren (Zentralbanken wurden ursprünglich vor allem zur Kriegsfinanzierung gegründet)>

        Was die Zentralbanken tun und tun können ist neben der Sache bzw. ist vorausgesetzt.

        Mein Punkt ist, was ANDERE, u. a. die Banken NICHT mehr tun können – z. T. eine von der Realwirtschaft gesteuerten Einsatz von Ressourcen zu finanzieren –, wenn die Zentralbanken statt ihrer Geld schöpfen. Habe ich weiter oben mit „Entkopplung“ dargelegt.

        >„die von der Umgestaltung der Wirtschaft betroffenen Interessen so gut wie ALLER nicht zulassen.“
        So gut wie aller??? So gut wie ALLER des obersten Vermögensdezils!>

        Die zinslose Finanzierung durch die Notenbanken ist WEITAUS MEHR als Vermögensumverteilung.

        >Ihre Gegenargumente? Ich habe 14 Argumente aufgeführt, warum hierdurch die Wirtschaft stabilisiert wird.>

        Ich habe keine Gegenargumente zu bringen, sondern der NACHWEIS wirtschaftlicher Stabilität ist von Ihnen zu erbringen angesichts der TATSACHE, dass Instabilität MULTIKAUSAL entsteht.

        Entweder bestreiten Sie das oder erklären Sie, dass Sie JEDE zukünftige Ursache für Instabilität allein durch ein andere Geldsystem ausschließen können.

        >Zudem sind doch gerade Sie einer der größten Verfechter von strukturellen Reformen. Und jetzt wollen Sie ausgerechnet die Banken verschonen?>

        Ich will überhaupt nichts verschonen und sehe gerade, dass die Banken von der inkrementell Veränderung des Zahlungsverkehrs durch Digitalisierung nicht verschont werden. Ein anderes Geldsystem wirkt aber nicht inkrementell, wie die Pleite einer Bank.

        Es umfasst ALLE Bereiche der Wirtschaft.

        >Das hat vor mir schon Keynes gemacht. … „If the Treasury were to fill old bottles with banknotes, bury them at suitable depths in disused coal mines which are then filled up to the surface with town rubbish, …>

        DAS – im Sinne einer Fiskalpolitik, die fehlende private Nachfrage KOMPENSIERT, zu Ende gedacht – heißt:

        Die Aktivitäten des Staats von der Beschaffung der Flaschen bis zu zum Zuschütten der Löcher IST bereits ein ANDERES Wirtschaftssystem.

        Man kann das ja wollen, wenn man der Meinung ist:

        Besser die Leute werden durch den Staat gefüttert als dass sie hungern.

        Aber erzählen Sie nicht, dass das kein anderes Wirtschaftssystem ist.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Mein Punkt ist, was ANDERE, u. a. die Banken NICHT mehr tun können – z. T. eine von der Realwirtschaft gesteuerten Einsatz von Ressourcen zu finanzieren –, wenn die Zentralbanken statt ihrer Geld schöpfen. Habe ich weiter oben mit „Entkopplung“ dargelegt.“

        Dann machen das zukünftig eben nicht nur die Banken sondern in größerem Maß die VC-Buden; aber bitte ohne Leverage der Geschäftsbanken. Und wenn’s nicht klappt, dann ist wenigsten der Steuerzahler außen vor. Wir benötigen sowieso mehr haftendes Eigenkapital.

        „Die zinslose Finanzierung durch die Notenbanken ist WEITAUS MEHR als Vermögensumverteilung.“

        Als da wäre?

        „Ich habe keine Gegenargumente zu bringen, sondern der NACHWEIS wirtschaftlicher Stabilität ist von Ihnen zu erbringen angesichts der TATSACHE, dass Instabilität MULTIKAUSAL entsteht.“

        Ja, es gibt keine wirtschaftliche Stabilität. Das ist so ein weiteres neoklassisches Hirngespinst. Es gibt aber durchaus wirtschaftliche Dynamik. Und wirtschaftliche Dynamik benötigt eine Antriebsenergie. Diese Energie ist im Kapitalismus neben den guten Ideen insbesondere das Geld.

        „Entweder bestreiten Sie das oder erklären Sie, dass Sie JEDE zukünftige Ursache für Instabilität allein durch ein andere Geldsystem ausschließen können.“

        Ich habe so einen Unsinn niemals behauptet. Sie stückeln sich hier mal wieder etwas zusammen.

        „Ein anderes Geldsystem wirkt aber nicht inkrementell, wie die Pleite einer Bank.“

        Nochmal für Sie: Es ist KEIN anderes Geldsystem! Es handelt sich um eine evolutorische Weiterentwicklung, indem eine winzige Stellschraube – nämlich die langjährig erprobte monetäre Staatsfinanzierung – so adjustiert wird, dass diese Mittel ohne den mehr oder weniger willkürlichen Umverteilungsmechanismus der Parlamente unmittelbar an alle Bürger von Euroland gleichmäßig verteilt werden. Es ist wie beim Monoply-Spiel, wenn Sie über Los gehen und 200 Mark bekommen. Sollten Sie vielleicht mal wieder spielen; hilft ungemein beim Geldsystemverständnis.

        „Besser die Leute werden durch den Staat gefüttert als dass sie hungern.

        Aber erzählen Sie nicht, dass das kein anderes Wirtschaftssystem ist.“

        Nein, Herr Tischer, das ist kein anders Wirtschaftssystem. In diesem System leben Sie seit mehreren Jahrzehnten. Es nennt sich Soziale Marktwirtschaft; auch dann, wenn das Soziale in den letzten 30 Jahren unter die Räder gekommen ist. Aber hungern muss in diesem Staat nun wirklich niemand.

        LG Michael Stöcker

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Ja, es gibt keine wirtschaftliche Stabilität.>

        Schön, dass wir wenigstes darin übereinstimmen.

        Wenn das aber so ist, wie kann dann S. Keen sagen:

        >Economy can be stable if private debt & credit remains low>

        – STABLE (Zustand), NICHT can be stabilized (Prozess zu mehr Stabilität)?

        >Nochmal für Sie: Es ist KEIN anderes Geldsystem! Es handelt sich um eine evolutorische Weiterentwicklung, indem eine winzige Stellschraube – nämlich die langjährig erprobte monetäre Staatsfinanzierung – so adjustiert wird, dass diese Mittel ohne den mehr oder weniger willkürlichen Umverteilungsmechanismus der Parlamente unmittelbar an alle Bürger von Euroland gleichmäßig verteilt werden.>

        >… winzige Stellschraube … ajdustiert wird … Mittel verteilen …>

        Das ist also die BESCHREIBUNG eines Verfahrens der Geldschöpfung, welches neben dem bestehenden und potenziell ANSTATT des bestehenden, das eine VERPFLICHTUNG beinhaltet (Zinszahlung und Tilgung) FLÄCHENDECKEND Geschenke verteilt, die man bekanntlich nur annehmen muss.

        Richtig ist dabei:

        Verteilung ohne den mehr oder weniger willkürlichen Umverteilungsmechanismus der Parlamente.

        Schon klar, die Parlamente brauchen wir nicht, schließlich weiß die Notenbank, was gut für die Bürger des Eurolands ist.

        Aber das Verfahren soll NICHT WILLKÜRLICH sein?

        Das glauben Sie doch selbst nicht, wenn Sie schon mit 2 bis 3% des BIP, also eben mal so mit einer möglichen 50% höheren Begrenzung rechnen.

        BELIEBIGKEIT der Geldschöpfung ist das Kennzeichen dieses Geldsystem.

        Das ist ein QUALITÄTSMERKMAL, das mit „winziger Stellschraube“ und „adjustieren“ bagatellisiert wird.

        An diesem Punkt wird es nie einen Konsens mit mir geben.

        >Es ist wie beim Monoply-Spiel, wenn Sie über Los gehen und 200 Mark bekommen. Sollten Sie vielleicht mal wieder spielen; hilft ungemein beim Geldsystemverständnis.>

        Stimmt, es ist wie bei einem Spiel – sicher prickelnd, aber voller UNWÄGBARKEITEN.

        Daher ist es untauglich für die Realität, aber sicher ein Hit in den Spielcasinos.

        Dort sollten Sie Ihr Geldsystem den Leuten andienen, man wird begeistert sein.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Wenn das aber so ist, wie kann dann S. Keen sagen:

        >Economy can be stable if private debt & credit remains low>

        – STABLE (Zustand), NICHT can be stabilized (Prozess zu mehr Stabilität)?“

        Diese Aussage von Keen bezieht sich eindeutig auf einen Zustand mit bereits niedriger privater Verschuldung. Ein debt jubilee ist ein Weg hin zu einer niedrigeren stabilen Verschuldung. Ist diese erreicht, dann KANN die Wirtschaft stabil sein: „can be stable“ und nicht „will always remain stable“.

        Etwas anders kann man mAn hier nicht heraus lesen.

        „das eine VERPFLICHTUNG beinhaltet (Zinszahlung und Tilgung)“

        Staatsschulden werden nicht zurück gezahlt, sondern stets revolviert. Und selbstverständlich können auch Zinsen auf diese ewig zu revolvierende Schuld erhoben werden. Von mir aus sogar 5 % über dem Basiszinssatz. Ich habe dargelegt, dass die Höhe keine realen Auswirkungen hat (linke Tasche, rechte Tasche).

        „Schon klar, die Parlamente brauchen wir nicht, schließlich weiß die Notenbank, was gut für die Bürger des Eurolands ist.“

        Die Notenbank weiß, wie ihr Auftrag lautet: Zielinflation unter aber nahe 2 % in der mittleren Frist. Wenn das ihre Aufgabe ist, dann benötigt sie auch hierfür die passenden Instrumente am ZLB. Denn gut für die Bürger Europas – sowie für den Rest der Welt – ist eine verlässlich zu kalkulierende Inflationsrate. Seit 6 Jahren verweigert sich die Fiskalpolitik und sorgt damit für ein katastrophales Siechtum in Euroland. Die niedrigen Zinsen sind sichtbarster Ausdruck dieser Entwicklung.

        „Aber das Verfahren soll NICHT WILLKÜRLICH sein?“

        Es ist nicht weniger willkürlich als die Maastricht-Kriterien, das 2 % Inflationsziel oder der Punktekatalog in Flensburg.

        „BELIEBIGKEIT der Geldschöpfung ist das Kennzeichen dieses Geldsystem.“

        Sie wissen, dass diese Aussage Unsinn ist.

        „An diesem Punkt wird es nie einen Konsens mit mir geben.“

        Das muss es ja auch nicht: We agree to disagree.

        „Stimmt, es ist wie bei einem Spiel – sicher prickelnd, aber voller UNWÄGBARKEITEN.

        Daher ist es untauglich für die Realität, aber sicher ein Hit in den Spielcasinos.“

        Und das echte Leben ist völlig ohne Unwägbarkeiten???

        „Dort sollten Sie Ihr Geldsystem den Leuten andienen, man wird begeistert sein.“

        Das soll nun ein Sachargument sein? Hier haben Sie Gelegenheit, noch einmal über Monopoly zu sinnieren: https://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/44280/monopoly-ein-plaedoyer-fuer-die-verstaatlichung-des-bodens/

        LG Michael Stöcker

  4. Michael Stöcker sagte:

    @ Barthel Berand

    Wir reden aneinander vorbei. Es geht mir nicht darum, welche Regeln als Folge der Finanzkrise bereits gebrochen wurden (begründet oder unbegründet), sondern vielmehr darum, welche Dämme durch die Einführung eines niedrigen zentralbankfinanzierten Bürgergelds (QE4P nach Keen) zusätzlich brechen könnten?

    „Risiken sehe ich darin, dass es die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert, die Gesellschaft spaltet und diejenigen begünstigt, die es am wenigsten verdient haben. Am Ende steht die vollständige Zerrüttung der Währung.“

    Qe4P bewirkt exakt das Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich verringert sich und begünstigt gerade nicht diejenigen, die es am wenigsten verdient haben. 400 EUR zusätzlich im Monat für eine Durchschnittsfamilie mit zwei Kindern haben eine ganz andere Bedeutung, als 400/500 EUR für Susanne Klatten mit ihren drei Kindern. Und wenn die Politik der Meinung ist, dass es ungerecht sei, wenn Milliardäre den gleichen Betrag erhalten wie Lieschen Müller (z. B. Gergor Gysi), dann kann dies ganz einfach in einen neu zu justierenden Grenzsteuersatzverlauf eingearbeitet werden.

    Wie durch ein solches Vorgehen eine Währung zerrüttet werden kann ohne einen größeren Krieg, das bedarf doch schon noch einer etwas intensiveren Ursachen-Wirkung-Analyse, die von Ihnen zu erbringen wäre. Ein Verweis auf Venezuela und/oder Simbabwe ist zwar beliebt, aber völlig daneben, da Euroland in seiner eigenen Währung mit einer eigenen Zentralbank verschuldet ist und über eine ganz andere Sachkapitalausstattung verfügt.

    „Geld gibt es, WEIL es Güter gibt.“

    Geld gibt es, weil es soziale Gemeinschaften gibt.

    „Geld ist nur ein Mittel, ein Tauschmittel. Nichts weiter.

    Geld ist eine soziale Verpflichtungsrelation, die die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet. Ein Tausch findet immer im Hier und Jetzt statt und ist somit ohne zeitliche Dimension. Ohne zeitliche Dimension kann es aller Logik nach auch keinen Zins geben. Das Tauschparadigma der Robinsonade ist DER zentrale Irrtum im gesamten neoklassischen Theoriegebäude.

    „Schuldgeld kann in engen Grenzen funktionieren und wohlstandsfördernd sein. Das bestreite ich nicht. Es sind aber enge Grenzen.“

    Ja, das sehe ich genauso. Die Grenzen liegen vermutlich irgendwo zwischen drei und fünf Prozent (2 % Zielinflation zzgl. 1 bis 3 % Wachstum). Bei 2 bis 3 % für QE4P verbleiben dann immer noch 2 bis 3 % für den investiven Bankkredit.

    Und wenn Sie glauben, dass ich der einzige bin hier an diesem Blog, der solche ungewöhnlichen Ideen verbreitet, dann können Sie sich gerne auch an Herrn Dr. Stelter abarbeiten, der bereits 2014 zum ganz großen Sprung ansetzte: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/10-000-euro-fuer-jeden-helikopter-geld-immer-dringender-gewuenscht/

    LG Michael Stöcker

    Antworten
    • Barthel Berand sagte:

      @ Michael Stöcker

      Wir reden in der Tat aneinander vorbei.

      Reden wir über das Bürgergeld.

      „Die Kluft zwischen Arm und Reich verringert sich und begünstigt gerade nicht diejenigen, die es am wenigsten verdient haben.“

      Das kann so sein, muss aber nicht. Ich wüsste nicht, wer es verdient haben sollte, monatlich 400 EUR geschenkt zu bekommen. Aber dahingestellt.

      Wenn Sie Ihr Bürgergeld auszahlen (400 EUR monatlich pro Familie) sind das im Jahr bei rund 41 Mio. Haushalten (wenn wir das mal mit Familien gleichsetzen) runde 196,8 Mrd. Euro, also rund 57% des Bundeshaushalts oder rund 6% der Geldbasis. Pro Jahr. Klingt für mich erst einmal großzügig.

      Was Sie in jedem Fall erreichen, ist Preisinflation. (Inflation ist ja bereits die Ausgabe des Bürgergelds.) D.h. ein Teil des Effekts verpufft in steigenden Preisen. Was davon übrig bleibt, weiß ich nicht – weil niemand es wissen kann. Also ein Experiment am offenen Herzen.

      Es wäre wohl besser, ein Bürgergeld auszugeben, als es in Staatsanleihen maroder Staaten zu pumpen. Da bin ich bei Ihnen. Am liebsten würde ich beides lassen.

      „Geld gibt es, weil es soziale Gemeinschaften gibt.“

      Naja, wenn Sie alleine auf der Welt wären, bräuchte es kein Geld. Von daher ist das ein ganz schlauer Satz, aber belanglos. Geld gibt es, weil es Güter gibt. Weil das Geld den Tauschvorgang im Vergleich zum Bartergeschäft deutlich erleichtert. Eine Gemeinschaft brauchen Sie dafür nicht, nur einen Tauschpartner, der Ihnen völlig fremd sein kann, aber Ihr Tauschmittel akzeptiert.

      „Geld ist eine soziale Verpflichtungsrelation, die die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet.“

      Ich weiß ja nicht, wer so Sätze schreibt. Geld verpflichtet zu gar nichts. Man kann es gegen was auch immer eintauschen oder man lässt es. Sie meinen wahrscheinlich, dass geliehenes Geld eine Verpflichtung zur Rückzahlung beinhaltet. Von mir aus. Sie können auch Güter verleihen, um später mehr davon zurück zu bekommen (mit Zinsen). Dann wären Güter auch soziale Verpflichtungsrelationen, die die Vergangenheit mit der Zukunft verbinden. Also Geld = Gut. Wir sind uns einig.

      „Ein Tausch findet immer im Hier und Jetzt statt und ist somit ohne zeitliche Dimension. Ohne zeitliche Dimension kann es aller Logik nach auch keinen Zins geben.“

      Richtig an dem Satz ist, dass der Zins eine Funktion der Zeit ist. Wer das verstanden hat, ist schon weit vorne. Geld kann man aufbewahren. Die Wertaufbewahrungsfunktion ist eine Unterfunktion der Tauschmittelfunktion. Warum sollte man Geld sonst aufbewahren, wenn man es nicht irgendwann gegen irgendwas tauschen will – oder die Erben? Verleihen Sie Geld, bekommen Sie Zinsen (ich erinnere mich noch schwach daran, dass der Satz mal richtig war). Wenn Ihr Satz stimmt, haben es die Zentralbanken offenbar geschafft, die Zeit anzuhalten.

      Antworten
      • m sagte:

        „Was Sie in jedem Fall erreichen, ist Preisinflation.“

        So ist es. Somit hätte die Zentralbank endlich mal ein wirksames Instrument, um auch in disinflationären Zeiten an der Nullzinsgrenze ihrem Auftrag nachzukommen.

        Da ein nicht unerheblicher Teil dieses Geldes zur Schuldentilgung eingesetzt werden wird, ist der Effekt allerdings geringer als bei vollständiger konsumtiver Verwendung. Zudem haben wir nicht nur in Euroland noch viele freie Kapazitäten, so dass die Höhe des Preiseffekts in der Tat schwer abzuschätzen ist.

        „Geld gibt es, weil es Güter gibt.“

        Güter (materielle) gibt es auch OHNE Menschen, Geld nicht.

        „Weil das Geld den Tauschvorgang im Vergleich zum Bartergeschäft deutlich erleichtert.“

        Eine Bezahlung mit Geld ist etwas grundsätzlich anderes als ein Bartergeschäft. Tauschen ist etwas anderes als Kaufen.

        „Eine Gemeinschaft brauchen Sie dafür nicht, nur einen Tauschpartner, der Ihnen völlig fremd sein kann, aber Ihr Tauschmittel akzeptiert.“

        In so einer primitiven Gesellschaftsordnung dominiert logischerweise der Tausch mit Gold oder anderen Objekten, die goldähnliche Eigenschaften besitzen. Denn ohne eine staatliche Rechtsordnung können Sie ja keine Forderungen ohne körperliche Gewalt eintreiben.

        „Geld verpflichtet zu gar nichts.“

        So ist es, Herr Berand. Und genau das ist das zentrale Problem des Kreditgeldsystems: Geld kennt keinen Konsumtermin, Kredit sehr wohl einen Rückzahlungstermin, wie Sie ja selber meine Aussage völlig korrekt interpretieren. Fristentransformation ist und bleibt das zentrale Problem im Kreditgeldkapitalismus.

        „Die Wertaufbewahrungsfunktion ist eine Unterfunktion der Tauschmittelfunktion.“

        Woher haben Sie denn das?

        Die Wertaufbewahrungsfunktion ist der Zahlungsfunktion gleichgestellt. Mit Geld können Sie im aktuellen System nur bezahlen – also nicht tauschen – wenn ein anderer sich zuvor verschuldet hat; denn ansonsten hätten Sie ja kein Geld auf Ihrem Konto oder in der Geldbörse. Leider wird die angebliche Tauschfunktion des Geldes auch durch die Bundesbank immer noch bemüht. Tauschen und Bezahlen sind von der zugrundeliegenden Konzeption zwei völlig verschiedene Sachverhalte.

        „Verleihen Sie Geld, bekommen Sie Zinsen (ich erinnere mich noch schwach daran, dass der Satz mal richtig war).“

        Dieser Satz war schon IMMER falsch. Warum? Weil Geld nicht verliehen wird. Das BGB ist hier im § 598 eindeutig:

        „Durch den Leihvertrag wird der Verleiher einer Sache verpflichtet, dem Entleiher den Gebrauch der Sache unentgeltlich zu gestatten.“

        „Wenn Ihr Satz stimmt, haben es die Zentralbanken offenbar geschafft, die Zeit anzuhalten.“

        Das waren nicht die Zentralbanken, sonder die verfehlte europäische Fiskalpolitik.

        Hätten die Zentralbanken nicht so massiv interveniert, dann wäre es zum desaströsen Kollaps wie 1929 gekommen; Bürgerkrieg und Schlimmeres nicht ausgeschlossen. Wenn dann der größte Teil des Geld- und Realvermögens in einer nicht enden wollenden Insolvenzkettenreaktion vernichtet worden wäre, dann hätte es für die 5 bis 10 Prozent Restgeldvermögen natürlich auch wieder ein paar Zinsen geben können. Bis diese Verluste durch Zins und Zinseszins wieder hereingespielt worden wären, das hätten vermutlich viele nicht mehr erlebt.

        Merke: Ohne Liquidität wäre es zur globalen Liquidation gekommen. Man darf/sollte es mit der schöpferischen Zerstörung nicht übertreiben: https://www.nytimes.com/2011/04/01/opinion/01krugman.html.

        LG Michael Stöcker

  5. Barthel Berand sagte:

    … weiter geht´s.

    „Da ein nicht unerheblicher Teil dieses Geldes zur Schuldentilgung eingesetzt werden wird, ist der Effekt allerdings geringer als bei vollständiger konsumtiver Verwendung.“

    Sie scheinen der Ansicht zu sein, man – oder eine Gesellschaft – könne sich reich konsumieren. Das bestreite ich.

    „Güter (materielle) gibt es auch OHNE Menschen, Geld nicht.“

    Eine kleine Sophisterei? Von mir aus.
    Wenn es keine Menschen gäbe, woher wollten Sie dann wissen, was ein Gut (oder ein Schlecht) ist?
    Wir betrachten eine Welt, in der Menschen miteinander interagieren. Dabei gilt: Güter gibt es ohne Geld – aber mit Menschen. Jeder Mensch entscheidet für sich, was ein Gut ist (subjektive Wertlehre). Geld gibt es nur, weil es Güter gibt, weil das Geld den Tauschhandelt (= Kauf) erleichtert. Das sollten Sie ruhig einmal anerkennen und nicht herum eiern.

    Tausch / Kauf:
    Auf § 480 BGB hatte ich ja bereits hingewiesen. Ich sehe da keinen Unterschied. Die Juristen auch nicht. Wenn Sie einen sehen, müssten Sie ihn besser erläutern.

    „Denn ohne eine staatliche Rechtsordnung können Sie ja keine Forderungen ohne körperliche Gewalt eintreiben.“

    Streichen Sie „staatliche“ und wir sind einig. Eine Rechtsordnung genügt vollkommen.

    „Geld kennt keinen Konsumtermin, Kredit sehr wohl einen Rückzahlungstermin,…“

    Mir fällt auch kein Grund ein, warum Geld einen Rückzahlungstermin haben sollte. Von Schwundgeld halte ich nichts. Konsumieren, nur weil das Geld immer wertloser wird? So funktioniert Wirtschaft nicht. Konsum ist das Ziel, nicht der Weg der Veranstaltung namens „Wirtschaft“. Der Weg geht über Kapitalbildung.

    „Dieser Satz war schon IMMER falsch. Warum? Weil Geld nicht verliehen wird. Das BGB ist hier im § 598 eindeutig: „Durch den Leihvertrag wird der Verleiher einer Sache verpflichtet, dem Entleiher den Gebrauch der Sache unentgeltlich zu gestatten.“

    Diesen Passus verstehe ich nicht. Ist da vielleicht ein „nicht“ zu viel. Schon gar nicht verstehe ich den Hinweis auf § 598 BGB. Ich würde hier eher § 488 BGB bemühen. Da stehen Zinsen drin.

    Aber wo wir schon so schön wie die Blinden von der Farbe über juristische Sachverhalte streiten: Wussten Sie, dass der Begriff „Geld“ nirgends gesetzlich kodifiziert ist? Der „Große Palandt“ steht hinter mir. Im BGB ist jedenfalls nichts zu finden. Und sonst wo auch nicht.

    Währungshistorisch ist die juristische Sichtweise auf das Geld ungemein spannend. Ich komme darauf noch zurück, sonst wird es hier zu lang. Erinnern Sie mich gelegentlich daran.

    „Hätten die Zentralbanken nicht so massiv interveniert, dann wäre es zum desaströsen Kollaps wie 1929 gekommen; Bürgerkrieg und Schlimmeres nicht ausgeschlossen. Wenn dann der größte Teil des Geld- und Realvermögens in einer nicht enden wollenden Insolvenzkettenreaktion vernichtet worden wäre,…“

    Das passiert halt, wenn man ein Schuldgeldsystem überdehnt. Und es wird wieder passieren. Das wird hässlich, zumindest, wenn man nicht vorgesorgt hat. Wenn die Gegenbuchungen der Schulden von den Konten verschwinden, wird sich die Wohlstandsillusion auflösen. Das werden die wenigsten verkraften, weil sie es bislang nie so gesehen haben, weil sie denken, ihr Geld auf der Bank sei sicher und sei wirklich Geld, obwohl es nur eine Forderung auf Geld ist. Für mich ist das ein Bildungsproblem.

    Preise werden massiv fallen. Realwirtschaftlich geschieht erst einmal wenig. Durch so einen Kollaps fallen keine Gebäude um, keine Computer oder Maschinen verschwinden. Da werden höchstens Eigentumsverhältnisse an diesen Dingen verändert. Das psychologische Problem ist dabei das größte; das Nicht-wahr-haben-wollen. Weil mal so dämlich war. Und deshalb wird es hässlich.

    Antworten
    • Michael Stöcker sagte:

      „Sie scheinen der Ansicht zu sein, man – oder eine Gesellschaft – könne sich reich konsumieren.“

      Woraus schließen Sie das? Nein, durch konsumieren allein wird man nicht reicher; manche sogar deutlich ärmer, wenn sie im Suff ihr finanziertes Auto gegen die Wand fahren.

      „Eine kleine Sophisterei? Von mir aus.“

      Nein, keine Sophisterei. Wir unterscheiden zwischen Zahlungsmitteln als Oberbegriff und Geld, als GESETZLICHEM Zahlungsmittel. Im Rahmen der Vertragsfreiheit können Sie selbstverständlich jedes beliebige Zahlungsmittel vereinbaren (Briefmarken, Goldmünzen, Schweinbäuche…). Ist nichts Besonderes vereinbart, dann gilt das gesetzliche Zahlungsmittel. Und das ist Geld; nämlich dasjenige, was als gesetzliches Zahlungsmittel eines Staates per Rechtsordnung vereinbart wurde und somit gültig ist (von gelten = Geld; siehe weiter unten).

      Ohne eine Rechtsordnung müssen Sie sich zuerst auf ein Zahlungsmittel einigen, das dann aber nur für diesen einen Vertrag gültig ist.

      Ansonsten hat das ganze aber weniger mit den Gütern zu tun, als vielmehr mit der Arbeitsteilung. Weil wir arbeitsteilig wirtschaften gibt es überhaupt so viele schöne Güter und Dienstleistungen. Und das ist wiederum eine gesellschaftliche Veranstaltung; selbst dann, wenn es eine Sklavenhaltergesellschaft sein sollte.

      Und ja, das erleichtert dann den Kauf und insbesondere die BEZAHLUNG von Gütern. Was tauschen Sie übrigens, wenn Sie ihre Steuern zahlen? Und was tauschen Sie, wenn Sie im Lotto gewinnen/verlieren sollten?

      „Konsumieren, nur weil das Geld immer wertloser wird? So funktioniert Wirtschaft nicht.“

      Da beobachten Sie einfach mal die Eichhörnchen.

      „Konsum ist das Ziel, nicht der Weg der Veranstaltung namens „Wirtschaft“. Der Weg geht über Kapitalbildung.“

      D’accord!

      „Diesen Passus verstehe ich nicht. Ist da vielleicht ein „nicht“ zu viel. Schon gar nicht verstehe ich den Hinweis auf § 598 BGB. Ich würde hier eher § 488 BGB bemühen. Da stehen Zinsen drin.“

      Ihr Fehler liegt darin, von einer GeldLEIHE zu sprechen. Und der Leihvertrag ist nun einmal in 598 BGB geregelt. Geld wird nicht verliehen (Ausnahme seltene Münzen oder Banknoten für Ausstellungszwecke u. ä.). Insofern ist Ihr Hinweis auf 488 BGB völlig korrekt. Allein von einer Leihe steht dort NICHTS.

      Leihe, Miete und Darlehen sind einfach unterschiedliche Sachverhalte und demzufolge auch unterschiedlich geregelt.

      „Wussten Sie, dass der Begriff „Geld“ nirgends gesetzlich kodifiziert ist?“

      § 14 BbankG in Verbindung mit § 35 ist hier einschlägig: „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“ und „Unbefugte Ausgabe und Verwendung von Geldzeichen“.

      „Durch so einen Kollaps fallen keine Gebäude um, keine Computer oder Maschinen verschwinden.“

      Das ist völlig korrekt. Sie ändern aber ihre Funktion: Aus produktiven Kapitalgütern werden unproduktive Museumsstücke, an deren Besuch die Millionen Arbeitslosen kein Interesse haben. Sie wenden sich dann populistischen Heilslehren zu und recken ihre Arme in den Himmel: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/industrie-und-wirtschaft/weltwirtschaftskrise.html

      „Und deshalb wird es hässlich.“

      LG Michael Stöcker

      Antworten
  6. Dietmar Tischer sagte:

    @ Michael Stöcker

    >Diese Aussage von Keen bezieht sich eindeutig auf einen Zustand mit bereits niedriger privater Verschuldung. Ein debt jubilee ist ein Weg hin zu einer niedrigeren stabilen Verschuldung. Ist diese erreicht, dann KANN die Wirtschaft stabil sein: „can be stable“ und nicht „will always remain stable“.>

    Nochmal:

    Wenn auch Sie der Auffassung sind, dass es keine wirtschaftliche Stabilität gibt, dann müssen Sie sich dazu bekennen, dass die Wirtschaft NICHT stabil sein kann – und das zu KEINEM Zeitpunkt.

    S. Keen hätte sagen sollen:

    „Wenn man die private Verschuldung auf einem geringen Niveau hält, dann eliminiert man eine wichtige Ursache – aber eben nur eine – für Instabilität der Wirtschaft. Ob allein dadurch die Wirtschaft stabil sein kann, muss offen bleiben angesichts der anderen Ursachen und der durch geringe private Verschuldung MÖGLICHERWEISE hinzukommenden Ursachen für Instabilität.“

    Das ist unangreifbar, aber eben nicht das VERSPRECHEN, das er und sie abgeben wollen.

    >Staatsschulden werden nicht zurück gezahlt, sondern stets revolviert.>

    Wäre das richtig, gäbe es keine Staatspleiten.

    Es gibt aber Staatspleiten.

    Also ist das FALSCH.

    Nur noch zum entscheidenden Punkt der Auseinandersetzung:

    > „BELIEBIGKEIT der Geldschöpfung ist das Kennzeichen dieses Geldsystem.“

    Sie wissen, dass diese Aussage Unsinn ist.>

    Sie ist nicht Unsinn.

    Die Geldschöpfung im Schuldgeldsystem ist an bewertbare und verwertbare SACHWERTE gebunden. Das ist ihr kennzeichnendes Merkmal nicht nur in unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem, sondern auch in vorherigen anderen.

    Das Schuldgeldsystem hat also eine KONZEPTIONELLE VERANKERUNG bezüglich der Geldmenge, die generiert werden kann.

    Keine Frage, diese Verankerung ist gelöst worden.

    Das ursprüngliche Verständnis von Bonität änderte sich.

    Sachwerte als Anker wurden durch eine belastbare Einkommenssituation aufgrund sicherer Beschäftigung ersetzt und heute haben Rentner mit Versicherung für das Begleichen der Schuld im Todesfall die beste Bonität.

    Kurzum:

    PERVERTIERUNG des ursprünglichen Konzepts.

    Wenn diese möglich war, wollen Sie mir weismachen, dass BELIEBIGKEIT ausgeschlossen ist, wenn die Geldschöpfung durch die Zentralbank KONZEPTIONELL nicht einmal einen annähernd vergleichbaren Anker aufzuweisen hat?

    Wenn die Gelschöpfung von den Geschäftsbanken zu den Zentralbanken verlagert wird, dann wandert sie aus dem Raum der Manipulierbarkeit in den Raum des Manipulierens.

    Daran ist nicht zu rütteln und einer wie A. Turner, intellektuell integer, rüttelt auch nicht daran, wenn er auf das hohe RISIKO der Verlagerung der Geldschöpfung hin zu den Zentralbanken verweist.

    Ich halte Sie nicht für dumm.

    Sie sollten auch mich nicht für dumm halten.

    Sie tun es aber, wenn Sie den hier immer wieder dargelegten konzeptionellen Unterschied und die daraufhin berechtigte Verweis auf mögliche Folgen einfach übergehen durch irgendwelche, für die Kenntlichmachung des Unterschieds völlig irrelevante Hinweise, wie etwa das Inflationsziel der EZB.

    Was die EZB tun kann und tut beim jetzigen Schuldgeldsystem hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, was sie tun KÖNNTE, wenn ihr die Befugnis über ein anderes Geldsystem überlassen würde.

    Antworten
    • Michael Stöcker sagte:

      Werter Herr Tischer,

      wir sollten keine unnötig tiefen Gräben graben; denn unsere Differenzen sind mAn eher marginaler Natur. Von daher möchte ich zunächst die Gemeinsamkeiten hervorheben:

      „dann müssen Sie sich dazu bekennen, dass die Wirtschaft NICHT stabil sein kann – und das zu KEINEM Zeitpunkt.“

      Dazu bekenne ich mich ausdrücklich und stehe damit im Widerspruch zur Neoklassik mit ihren DSGE-Modellen und externen Schocks.

      Zum Thema „Beliebigkeit der Geldschöpfung“. Hier störe ich mich an dem Wort „Beliebigkeit“. Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass es viele Grenzüberschreitungen gegeben hat und immer noch gibt, aber keine völlige Beliebigkeit. Denn dann hätte es keinen Austeritätskurs im Süden Europas gegeben, wenn man hätte „beliebig“ weiter machen können. Zudem gab es einige zusätzliche Regelungen, um die ungenügend besicherte Kreditvergabe zu begrenzen (z. B. LCR, HQLA etc. nach Basel III). Man kann nun darüber streiten, ob diese Regeln ausreichen (mAn nicht) oder ob sie verschärft und ergänzt werden müssen.

      Nun zu den Punkten, bei denen ich noch größere Differenzen in unserer Auffassung sehe.

      „Wenn die Gelschöpfung von den Geschäftsbanken zu den Zentralbanken verlagert wird, dann wandert sie aus dem Raum der Manipulierbarkeit in den Raum des Manipulierens.“

      Das ist die Idee der Vollgeldreformer, nicht aber meine. Bei meinem Vorschlag wird die bislang dominante Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken (2. Ebene des Geldsystems) ergänzt durch eine konstante Schöpfung von Zentralbankgeld auf der 1. Ebene. Es handelt sich also sodann um ein institutionell verankertes hybrides System. Es ist letztlich eine Variante der Reaktivierung der historischen Münzgeldseigniorage, die nun aber nicht mehr dem Seigneur zufließt, sondern dem Citoyen. Letztlich handelt es sich hierbei um eine fiskalische Redistribution. Eine solche Wirkung hat aber letztlich jede Art von Geldpolitik, insbesondere QE mit ihrer Assetinflation.

      Mir ist zudem nicht bekannt, dass Turner von den Risiken seitens der Zentralbanken spricht, sondern er sieht die Risiken in den Parlamenten, die – einmal erkannt, wie Geld eigentlich funktioniert – zu viel Druck auf die Zentralbanken ausüben könnten. Insofern möchte ich ja auch unbedingt die Hauptverantwortung für ein solches geldpolitisches Instrument bei der EZB verankert sehen. Ein potentielles Erhöhungsbegehren sollte grundsätzlich mit einem Vetorecht der EZB gekippt werden können, sofern dieses mit dem Ziel der Preisniveaustabilität nicht zu vereinbaren ist.

      „Sie sollten auch mich nicht für dumm halten.“

      Sie wissen, dass ich das nicht tue. Ansonsten würde ich nicht mit Ihnen diskutieren. Im Gegenteil: Ich schätze Ihre zumeist scharfsinnigen Kommentare, die eine echte Bereicherung für diesen Blog sind.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Das klingt jetzt schon sehr viel differenzierter.

        Mein letztes Wort dazu, um es dabei bleiben zu lassen:

        Ich bestreite nicht, dass Sie und auch andere WOLLEN, dass es keine destruktiven Grenzüberschreitungen durch eine unlimitierte Geldschöpfung der Zentralbanken gibt.

        Daher wollen Sie nur eine Ergänzung und ein hybrides System.

        Ich bestreite auch nicht, dass Sie sich BEMÜHEN, Institutionen und Regeln zu schaffen, damit es im Falle der Ergänzung auch bei einer solchen bleibt.

        Ich schließe auch nicht aus, dass es einem so gestalteten Konzept nach bei Begrenzungen BLEIBT – wenn es ein solides Konzept gibt, kann es THEORETISCH, d. h. bezogen auf seine Funktionalität bei Begrenzungen bleiben.

        Ich schließe aber auch nicht aus, dass es aufgrund aller ERFAHRUNGEN mit BEINFLUSSUNGEN und MANIMPULATIONEN – neutral ausgedrückt: aufgrund der Art und Weise wie Optionen wahrgenommen werden – und einer wie dargelegt deutlich schwächeren realwirtschaftlichen Bindung der Geldschöpfung durch die Zentralbanken zu Grenzüberschreitungen kommt.

        Im Gegenteil, ich bin überzeugt aufgrund dessen, was wir immer wieder erleben:

        Wenn etwas besonders gut funktioniert – und ein von der Zentralbank geschöpftes Bürgergeld funktioniert hinsichtlich seiner Generierung ganz hervorragend –, dann wird das mehr oder weniger UNGEHEMMT ausgeweitet.

        Sie VERTRAUEN Ihrem Modell, Institutionen und Regeln.

        Ich weiß zwar, dass wir ohne sie nicht auskommen, MISSTRAUE aber, dass damit einzuhalten ist, was versprochen wird.

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