Totentanz der Zombies

Dieser Kommentar von mir erschien bei manager magazin online:

Zombies sind allgegenwärtig. Nicht in Horrorfilmen, sondern in der Wirtschaft. Ein immer größerer Anteil der Unternehmen ist bei ehrlicher Betrachtung insolvent. Eine solche ehrliche Betrachtung kann und will sich niemand leisten, denn dann fällt die Illusion der überwundenen Krise in sich zusammen. Steigen die Zinsen, ist das Spiel vorbei.

Immerhin neun Prozent der Unternehmen in Europa sind nach Schätzungen der Bank of America „Zombies“, also eigentlich insolvent und nur noch am Leben, weil sie mit Mühe die Zinszahlungen leisten können. Andere Schätzungen beziffern den Anteil des Kapitals der in Zombies gebunden ist auf fünf bis 18 Prozent, wobei es in Italien, Spanien und Portugal besonders schlecht aussieht. Selbst in Deutschland dürfte es nicht wenige Unternehmen geben, die nur in einem Nullzins-Umfeld über die Runden kommen.

In den anderen Regionen der Welt sieht es nicht besser aus. So schätzte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich schon vor einem Jahr, dass rund 20 Prozent der US-Unternehmen in Schwierigkeiten gerieten, sobald die Zinsen steigen würden. Chinas Zombie-Probleme sind ebenfalls bekannt, vor allem bei den staatlichen Unternehmen, die trotz Rekordschulden, Überkapazitäten und schwacher Produktivität weiter am Markt bleiben. In Japan, dem Land wo die Unternehmenszombies Anfang der 1990er-Jahre nach dem Platzen der Immobilien- und Aktienblase erstmals in großer Zahl auftraten, dürften nicht wenige bis heute durchgehalten haben.

Großes Spiel der Illusion

Das Entstehen der Zombies ist kein Zufall, sondern die logische Folge unserer Politik der letzten Jahrzehnte. Immer, wenn eine Rezession oder eine Krise an den Finanzmärkten drohte, haben die Notenbanken mit großzügigen Liquiditätsspritzen und Zinssenkungen reagiert. Nach der Krise haben sie allerdings die Zinsen nie wieder über das Niveau vor der Krise erhöht. In der Folge dieser asymmetrischen Reaktion kannten die Zinsen nur eine Richtung: nach unten.

Strukturell sinkende Zinsen verführen jedoch Unternehmen, Banken und Investoren, mit immer weniger Eigenkapital und immer mehr Einsatz von Schulden zu arbeiten. Da dieser Trend zur Verschuldung auf allen Ebenen vom Finanzsektor bis zur Realwirtschaft gleichermaßen erfolgt, wächst die Krisenanfälligkeit des Systems. Die Notenbanken müssen immer häufiger und immer stärker intervenieren.

Alleiniges Ziel der Interventionen ist es, die Illusion der Solvenz aufrechtzuerhalten. Um jeden Preis soll und muss verhindert werden, dass es zum Offenbarungseid kommt, weil dieser nicht nur für die betroffenen Schuldner und Gläubiger fatal wäre, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt. Eine Krise würde die große Depression der 1930er-Jahre locker in den Schatten stellen.

Offensichtliches Symptom dieser Entwicklung ist der Anteil der Scheintoten im System, der Zombies: also Unternehmen, die lediglich das Geld für die (schon herabgesetzten) Zinszahlungen erwirtschaften können und von den Banken nur deshalb am Leben erhalten werden, weil sie selber die Abschreibungen nicht verkraften können. Zombie-Banken und Zombie-Unternehmen stützen sich gegenseitig. Mit jeder neuen Krise wächst zudem der Anteil der Zombies, weil zu den Altfällen neue hinzukommen.

Zombies vergiften das Wasser

Die Aufrechterhaltung der Illusion kommt uns teuer. Die Zombies schaden der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf verschiedene Weise:

  • Geringere Produktivitätszuwächse: Schon seit Jahren bemerken wir weltweit einen Rückgang der Produktivitätszuwächse. Allen Innovationen zum Trotz stagniert die Produktivität pro Kopf und damit der Wohlstandszuwachs. Es liegt nahe, dass Zombies hier eine wesentliche Rolle spielen. Daten zeigen, dass sich die Fortschritte auf wenige führende Unternehmen in jeder Industrie konzentrieren. Die anderen Unternehmen können mit diesen Fortschritten nicht mithalten, was daran liegen dürfte, dass sie weder die finanziellen noch die Human-Ressourcen haben, um entsprechende Fortschritte zu erzielen. Unternehmen, die mit Mühe ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können, investieren nicht in neue Anlagen und Innovation.
  • Schlechtes Umfeld für alle: Dabei schaden die Zombies nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Unternehmen, die ausschließlich an Liquidität interessiert sind, agieren anders, als Unternehmen, die langfristig profitabel arbeiten wollen, um entsprechende Investitionen tätigen zu können. In der Folge drücken Zombies nicht selten das Preisniveau für die gesamte Branche und erschweren den eigentlich noch gesunden Unternehmen die weitere Entwicklung.
  • Banken bevorzugen Zombies: Banken neigen dazu, Zombie-Unternehmen bei der Kreditvergabe zu bevorzugen, wie eine aktuelle Studie am Beispiel Portugals vorrechnet. Da sie die Abschreibungen nicht verkraften, geben sie ihnen weiter Kredit, was angesichts der gestiegenen Kapitalanforderungen dazu führt, dass gesunde Unternehmen, weniger oder keinen Kredit bekommen. Die Banken verschieben mit diesem Verhalten, den gesamtwirtschaftlichen Anteil zugunsten der Zombies, was wiederum zu geringeren Produktivitätszuwächsen in der gesamten Volkswirtschaft führt.
  • Weniger Wachstum, mehr Zombies: In der Folge sinkt das Wirtschaftswachstum immer mehr. Zombies entfalten keine wirtschaftliche Dynamik und hemmen direkt und indirekt, wie gezeigt, die Entwicklung der gesunden Sektoren und Unternehmen einer Volkswirtschaft. Das geringere Wachstum führt wiederum zu einem weiteren Anstieg der Zombies, weil es immer mehr Unternehmen schwerfällt, den Verpflichtungen nachzukommen.
  • Weniger Inflation, mehr Zombies: Zombies wirken preisdämpfend. Zum einen, weil sie, wie gesagt, Liquidität vor Profitabilität stellen. Zum anderen, weil sich immer mehr Überkapazitäten in allen Branchen und Regionen aufbauen. Es findet keine Bereinigung mehr statt. Tiefe Inflationsraten erhöhen jedoch die reale Last der Schulden und beschleunigen den Prozess der weltweiten Überschuldung zusätzlich.

Die Geldpolitik der letzten Jahrzehnte war darauf konzentriert, den kurzfristigen Schmerz von Rezessionen und Krisen zu verhindern. In der Folge haben wir uns immer mehr selbst vergiftet und schleppen die Unternehmen, die in einem gesunden Bereinigungsprozess schon vor Jahren ausgeschieden wären, weiter mit uns mit.

Studien zeigen, dass die großen Brandkatastrophen in Kalifornien eine Folge davon sind, dass man die kleinen Brände, die in der Natur immer wieder vorkommen, zu früh erstickt. So bleibt zu viel leicht brennendes Altholz im Wald, welches irgendwann einen Monsterbrand ermöglicht. Zombies sind das Altholz in unserer Wirtschaft.

Zinsanstieg als Zündholz

Die Existenz der Zombies ist nur denkbar, wenn die Zinsen immer weiter sinken. Die weiter zunehmende Verschuldung ist nur tragbar, wenn die effektive Zinslast, die mit diesen Schuldenbergen einhergeht, stabil gehalten wird. Dies geht nur, wenn das Zinsniveau weiter sinkt. Schon ein stabiles Zinsniveau wird über Zeit zum Problem. Steigende Zinsen hingegen bringen Zombie-Banken und Zombie-Unternehmen gleichermaßen unter Druck. Die Illusion der Solvenz zerplatzt.

Das gilt natürlich nicht nur für Unternehmenszombies. Es gilt auch für die Staaten der Welt, die trotz deutlich gestiegener Verschuldung in den letzten Jahren nicht mehr für den Zinsendienst aufwenden. So zahlen die USA im letzten Jahr für ihre fast 20 Billionen US-Dollar-Schulden denselben Zinsbetrag wie für die rund 9,5 Billionen im Jahre 2008. So lässt es sich auf Pump leben!

Grund genug also, für die Notenbanken den Geldhahn weit offenzulassen? In der Tat ist dies die Argumentation der „Optimisten“, die mit Blick auf die Ausweglosigkeit der Situation fest damit rechnen, dass die Zinsen nie wieder steigen werden. Einfach, weil sie es nicht können. Deshalb raten sie auch dazu, in Sachwerte zu flüchten, weil am Ende der Entwicklung nur eine völlige Monetarisierung der Schulden durch die Notenbanken stehen kann.

Gemeint ist, dass die Notenbanken zunächst alle Staatsschulden aufkaufen und sodann annullieren, also in ihren Bilanzen auf null abschreiben. Dies wäre ein eleganter Weg, die Schulden aus der Welt zu schaffen und dürfte vermutlich auch der einzige verbliebene sein, der zumindest die Chance hat, einigermaßen geordnet und ohne zu große Verwerfungen abzulaufen.

Die Japaner sind uns auf dem Weg schon weit voraus. Und wie ich an dieser Stelle schon vor einiger Zeit erläutert habe, stellen sie sich auch deutlich smarter an als beispielsweise wir Deutschen. Die Pensionsfonds verkaufen Staatsanleihen und kaufen dafür japanische und ausländische Aktien. Geht das Experiment gut und es kommt zu keiner Inflation, erholt sich die japanische Wirtschaft und die Börsen steigen. Geht es schief und es kommt, wie von den Skeptikern befürchtet, doch zu einer Vertrauenskrise in die Währung und damit zu einer (Hyper-)Inflation, sichern die Sachwerte ebenfalls einen Vermögenserhalt.

Anders sieht es so oder so mit den Sparbüchern und Lebensversicherungen der Deutschen aus. Selber schuld, kann man da nur sagen, doch das ist ein anderes Thema.

Die Märkte zündeln

Eigentlich ist die Sache klar: Die Zinsen steigen nicht, weil sie nicht steigen dürfen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis zeichnet sich jedoch vorübergehend eine Trendwende ab. Die US-Notenbank macht ernst mit dem Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes. Die Bilanz wird schrittweise zurückgeführt, Zinserhöhungen stehen an. Die chinesische Notenbank ist ebenfalls auf dem Bremspedal und versucht das ungezügelte Kreditwachstum unter Kontrolle zu bekommen. Selbst in Japan gibt es erste Stimmen, die dafür eintreten, den Gelddruckprozess zu verlangsamen.

Lediglich in der Eurozone hält die EZB unter Führung von Mario Draghi am eingeschlagenen Kurs fest, der zu einer Bilanzsumme der EZB in Höhe von rund 40 Prozent des BIP geführt hat. Draghi weiß besser als jeder andere, dass die Zombies in seinem Heimatland – und zwar Unternehmen wie Staat – bei der kleinsten Zinserhöhung in die Pleite schlittern.

So haben wir es in der Praxis weltweit mit einer sich abzeichnenden Verknappung der Liquidität und damit dem Szenario steigender Zinsen zu tun. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen hat deutlich zugelegt, bisher jedoch nicht die als charttechnisch kritisch angesehene Marke von drei Prozent überschritten. Sollte dies der Fall sein, wären erhebliche Turbulenzen zu erwarten. Immer, wenn die Zinsen in den letzten Jahren im langfristigen Abwärtskanal an den oberen Rand stießen, kam es zu Finanzkrisen, zuletzt 2007. Dass dabei der kritische Punkt immer tiefer liegt, kann niemanden verwundern, der das Spiel mit der zunehmenden Zombifizierung verstanden hat.

Das Zittern beginnt bereits. Noch ist es nur in einigen Bereichen der Finanzmärkte zu beobachten. So underperformen die Aktien hoch verschuldeter US-Unternehmen schon seit dem letzten Jahr. Gleiches gilt für die Anleihen dieser Unternehmen. Die kurzfristigen Zinsen steigen und der Dreimonats-LIBOR (der Zins, zu dem sich Banken in London gegenseitig Geld leihen) hat ein Zehnjahreshoch erreicht. Letzterer ist besonders wichtig, hängen doch zwei Drittel aller US-Unternehmenskredite und immerhin 90 Prozent der sogenannten „Leveraged Loans“, die vornehmlich zur Finanzierung von Firmenübernahmen durch Private Equity Fonds dienen, direkt an diesem Satz. Steigt der LIBOR, wird es für alle teurer – und nicht alle können es sich leisten.

Beginnen die ersten Zombies zu fallen, kommt es zu einer sich selbst-verstärkenden Abwärtsspirale. Die Märkte beginnen dann wieder, das Ausfallrisiko einzupreisen und die Risikozuschläge steigen deutlich. Genau dies beschleunigt den Niedergang weiterer Zombies, Panik greift um sich. Der Totentanz beginnt und droht Finanzmärkte und Realwirtschaft mit sich zu reißen.

Wie in der DDR

Die Zombies müssen erst zittern und einige wirklich sterben, bevor die Notenbanken wieder einen offensichtlichen Grund haben, eine weitere, noch größere Dosis ihrer süchtig machenden und letztlich tödlichen Medizin zu verabreichen, um das Spiel noch eine Runde weiter zu bekommen. Wie gesehen, stehen uns noch weitere radikale Maßnahmen ins Haus auf dem Weg zur völligen Monetarisierung aller Schulden.

Wie im Sozialismus haben die Notenbanken die Budgetrestriktion abgeschafft. Geld kostet (fast) nichts und geht niemals aus; die Misswirtschaft kann ewig fortgesetzt werden. Immer mehr Zombies, immer weniger Wachstum, immer untragbarere Schulden.

Das geht so lange gut, bis die Substanz so stark erodiert ist, dass die gesamte Wirtschaft zombifiziert ist. Siehe Zusammenbruch der DDR.

manager-magazin.de: „Wie Firmen-Zombies unser Wirtschaftssystem bedrohen“, 23. März 2018

30 Kommentare
  1. SB sagte:

    „Wie in der DDR“

    Während des Lesens des Artikels hatte ich schon die Absicht, diesen Vergleich anzustellen und die Frage aufzuwerfen, ob das alles noch sozialistischer Kapitalismus, oder schon Sozialismus ist. Aber dann kam der Vergleich von bto doch noch. ;-)

    „Das geht so lange gut, bis die Substanz so stark erodiert ist, dass die gesamte Wirtschaft zombifiziert ist. Siehe Zusammenbruch der DDR.“

    Also wenn man über die (Berliner) Straßen fährt (außer im Bezirk Mitte), sich die Schulen anschaut und erst recht die Leute, die dieses Land regieren (ein Staat ist es bestenfalls noch pro forma) ist das schon ein sehr deutliches Zeichen für „wie in der DDR“; mal abgesehen von den Zombie-Unternehmen. Die DDR hat ab dem Mauerbau 28 Jahre gehalten. Seite 1989, dem Fall der Mauer, sind nunmehr 29 Jahre vergangen. Hoffentlich ist es mit der DDR 2.0 auch bald vorbei. Zum Glück wird es für diese dann keine wirtschaftliche Rettung geben; anders als 1989 für die DDR 1.0.

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    • MSt sagte:

      Wenn man durch Frankfurter Luxus-Neubauviertel fährt und sich dort die Schulen anschaut, dann….. sieht man gar keine Schulen, sondern Baustellencontainer, in denen Schulen untergebracht sind…. Und an den Stellen, wo irgendwann mal die Schule stehen sollte, klafft eine Lücke, seit Jahren kein Baubeginn, während Luxuswohntürme ein nach dem anderen fertiggestellt werden. Da sieht man die Priorisierung: erst Luxuswohnungen, damit die Bankerboni gut angelegt werden, dann irgendwann mal die Schule… vielleicht. Wäre interessant zu wissen, ob Herr Dr. Stelter die Deutsche Bank als ein Zombie bezeichnen würde. Wenn ja, dann kann man in Frankfurt vor Ort besichtigen, wie Zombies die Zukunft fressen.

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  2. Wolfgang Selig sagte:

    bto: „Die Zombies müssen erst zittern und einige wirklich sterben, bevor die Notenbanken wieder einen offensichtlichen Grund haben, eine weitere, noch größere Dosis ihrer süchtig machenden und letztlich tödlichen Medizin zu verabreichen, um das Spiel noch eine Runde weiter zu bekommen. Wie gesehen, stehen uns noch weitere radikale Maßnahmen ins Haus auf dem Weg zur völligen Monetarisierung aller Schulden.“

    Was ist die Konsequenz daraus, Herr Dr. Stelter? Sollte man Ihres Erachtens ausnahmsweise vom ewigen Portfolio abweichen? Ich persönlich meine nicht, aber Ihre Meinung dazu wäre sicher interessant. Aktien und Gold sind vermutlich auch bei einer völligen Monetarisierung keine ganz schlechte Idee, aber Immobilien könnten ziemlich kurzfristig einer Substanzbesteuerung (z.B. Lastenausgleich) unterworfen werden und sichere Anleihen bringen keinen realen Zins mehr.

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  3. bondholder sagte:

    Die großen (Kurs-)Verluste bzw. spiegelbildlich hohen Risikoprämien bei Anleihen fallen in einem Moment der Krise an.

    Siehe dazu beispielhaft die Kursentwicklung einer Anleihe des Volkswagenkonzerns während des Abgasskandals 2015:

    https://www.finanzen.net/anleihen/a1ze21-volkswagen-international-finance-anleihe

    Oder die Kursentwicklung einer Anleihe des Automobilkonzerns FORD MOTOR CO. während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008, als der große Konkurrent General Motors insolvent wurde und dies auch bei Ford befürchtet wurde:

    http://markets.businessinsider.com/bonds/6_625-ford-motor-bond-2028-us345370bt64

    Wehe dem, der in diesem Moment größere Beträge neu aufnehmen oder refinanzieren muß.

    Andererseits sind die Renditechancen ab dem jeweiligen Tiefpunkt beachtlich und übertreffen im Fall der Ford-Anleihe die des Aktienmarktes.

    Man bedenke in diesem Zusammenhang die umfangreichen, im Rahmen der Finanzoptimierung bzw. „Financialisation“ aufgenommenen, unproduktiven Verbindlichkeiten vieler großer, börsennotierter Unternehmen heute für Aktienrückkauf, überteuerte Übernahmen oder fremdfinanzierte Dividenden.

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  4. Johannes sagte:

    Solange die Noten- und Geschäftsbanken gemeinsam mit wohlwollender Duldung der Politik so agieren, wie sie agieren, solange wird es „gut“ gehen können.

    Allerdings ist ein langsames Siechtum die Folge, wie im Artikel gut beschrieben. Der bisher erarbeitete Wohlstand wird nicht zu halten sein, die Substanz muss herhalten, bis sie aufgebraucht ist. Was noch eine Zeit brauchen wird. Ein Umsteuern würde m.E: erst nach einem „Unfall“, der zu einem veritablen weltweiten Crash führt, frühestens einsetzen. Wobei: viel „Neues“ gelernt haben die Akteure in Notenbanken, Geschäftsbanken und Politik nichts, wie die Zeit nach Lehmann zeigt. Es wurde im wesentlichen das als Medizin verabreicht, was ursächliche für die Erkrankung war; zuviel Geld, zu billiges Geld…

    Es müsste also ein Crash ganz neuer Art und Qualität her und den will wahrlich keiner erleben. Was widerum zu gewissen Sachzwängen führt und damit zum Erhalt des Status quo.

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    • FX sagte:

      Es wird zukünftig hier auch wie die letzten 25 Jahre in Japan, wo es sich zur Wertaufbewahrung nicht mehr empfiehlt, dauerhaft in der annährend zinslosen und die meiste Zeit schwachen Landeswährung investiert zu sein.

      Da man am Anschauungsbeispiel Japan hierzu viel lernen kann, müssen sich die Bewohner in allen anderen Staaten bzw. Kontinenten mit nationaler Überschuldung und entsprechend totem Geldwesen nicht so viele Gedanken machen.

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    • Johannes sagte:

      „… zum Erhalt des Status quo.“

      Der nach Herrn Krall nicht mehr so lange anhalten soll, wie hier zu lesen ist:

      „Diese Ertragserosion untergräbt die Risikotragfähigkeit der Banken, und damit auch ihre Fähigkeit, Kredite zu vergeben. Damit ist eine Stagnation und spätere Schrumpfung vorprogrammiert, wenn die Erträge soweit gefallen sind, dass eine immer größere Zahl von Banken operativ rote Zahlen schreibt. Nach unseren Schätzungen wird das 2020 der Fall sein.

      Und dazu kommen noch die Zombie-Unternehmen…

      Ja, das ist der zweite Effekt: Die Ansammlung der Zombieunternehmen in den Kreditbüchern der Banken. Sie führen dann zu Verlusten, wenn ihre Ausfälle in einer Pleitenwelle nachgeholt werden. “

      http://www.misesde.org/?p=18207

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  5. Hansjörg Pfister sagte:

    Die „völlige Monetarisierung aller Schulden“ könnte vielleicht sogar funktionieren, nur wäre damit kein einziges Problem nachhaltig gelöst. Man kann so eine Nummer höchstens einmal durchziehen, wenn überhaupt. Das alles erinnert mich sehr an die gute alte Stamokap Theorie, nach der sich der Kapitalimus selbst abschafft, in dem der Staat zunehmend als der ideelle Gesamtkapitalist auftritt. Nur der Sozialismus funktioniert bekanntlich auch nicht. Aber vielleicht kommt doch irgendwie und irgendwann ein schwarzer Schwan um die Ecke und alles kommt anders als wir denken.

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  6. Alexander sagte:

    Bleibt noch die Frage in welchen Branchen sich die Zombies tummeln und wer alles seine Umsätze davon ableiten muss. Halbtote Arztpraxen und mies geführte Gärtnereien dürften nicht das Klumpenrisiko von ansteckender Zombifizierung in sich tragen.
    Vermutlich sind es hohe Prozente des verarbeitenden Gewerbes, wo ohne kreditfinanzierte Anlagen nichts mehr geht. Dabei ist die Abhängigkeit von echten Innovationen tief und Fehlinvestitionen in Scheinverbesserungen extrem tragisch. Spätestens bei der nächsten Rezession übersteigen die regulären Abschreibungen den Gewinn und fressen sich als Leichen in die Bilanz. Hier ist das Steuerrecht wechselwirkend gefährlich, denn kluge Steuerrechtler verschieben die Nutzungsdauern gerne in die Zukunft um gegenwärtig hohe Bilanzgewinne zu erzwingen…Die Abhängigkeit des verarbeitendes Gewerbes von dauerhaft gleichbleibender Konjunktur=Nachfrage ist so groß wie nirgendwo sonst…..alle übrigen Teilnehmer leiten ihren Teil aus diesem Bereich ab, der in der EU Südperipherie vor allem durch die „künstlich“ geschaffene (subventionierte) Autoindustrie vertreten wird…?

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  7. RW sagte:

    Die Zombifizierung der Wirtschaft führt dazu, dass alles im Wert gegen Null tendiert. Betrachtet man die Börsen, müssen die Kurse weiter fallen bzw. zumindest seitwärts tendieren. In dem Szenario kommt es also darauf an, Aktien zu besitzen, die Cashflow abwerfen können und/oder die keine oder nur sehr geringe Schulden aufweisen. Zweitens muss in diesem Szenario jede Möglichkeit genutzt werden, den Wert der gehaltenen Aktien gegen Null zu drücken. Das heißt am Ende des Tages Masse mal Preis und nicht Preis mal Masse ist ausschlaggebend.

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  8. Dietmar Tischer sagte:

    >Das Entstehen der Zombies ist kein Zufall, sondern die logische Folge unserer Politik der letzten Jahrzehnte. Immer, wenn eine Rezession oder eine Krise an den Finanzmärkten drohte, haben die Notenbanken mit großzügigen Liquiditätsspritzen und Zinssenkungen reagiert.>

    Das ist mir zu einfach, um nicht zu sagen, irreführend.

    Es ist, glaube ich, UNBESTREITBAR, dass in den letzten Jahrzehnten der Zins nicht aufgrund einer „logischen Folge der Politik“ kontinuierlich gefallen ist, sondern aufgrund eines realwirtschaftlichen UNGLEICHGEWICHTS zwischen gewünschtem Sparen und antizipiertem Investieren.

    Es wurde die ganze Zeit über zu viel gespart und zu wenig investiert, zumindest in den entwickelten Volkswirtschaften, UNABHÄNGIG davon, welche Politik gemacht worden ist und was die Auswirkungen der getätigten Politik waren.

    Das ist jedenfalls die These u. a. von A. Turner und L. Summers.

    Erst auf DIESER grundlegenden REALWIRTSCHAFTLICHEN Entwicklung kommt Politik ins Spiel – u. a. mit der Folge, dass Zombie-Unternehmen entstanden.

    Ja, es stimmt:

    >Immer, wenn eine Rezession oder eine Krise an den Finanzmärkten drohte, haben die Notenbanken mit großzügigen Liquiditätsspritzen und Zinssenkungen reagiert. Nach der Krise haben sie allerdings die Zinsen nie wieder über das Niveau vor der Krise erhöht.>

    Es stimmt nicht:

    >In der Folge dieser asymmetrischen Reaktion kannten die Zinsen nur eine Richtung: nach unten.>

    Aufgrund des STRUKTURELLEN Ungleichgewichts kannten die Zinsen nur eine Richtung: nach unten.

    Die Interventionen der Notenbanken haben den Trend allerdings institutionell verfestigt.

    >Alleiniges Ziel der Interventionen ist es, die Illusion der Solvenz aufrechtzuerhalten.>

    Nein, sondern:

    Ziel ist es, die SOLVENZ aufrechtzuerhalten – und das aus einem GUTEN Grund:

    >Um jeden Preis soll und muss verhindert werden, dass es zum Offenbarungseid kommt, weil dieser nicht nur für die betroffenen Schuldner und Gläubiger fatal wäre, sondern für die Weltwirtschaft insgesamt. Eine Krise würde die große Depression der 1930er-Jahre locker in den Schatten stellen.>

    Bisher ist es GELUNGEN, die Weltwirtschaft vor einer Krise wie die große Depression der 1930er-Jahre zu bewahren.

    Ist das dargelegt, MÜSSEN allerdings die Konsequenzen der „Rettungspolitik“ erörtert werden, u. a. das Zombie-Phänomen.

    Und dann kann man auch fragen, WAS wir wollen:

    WIE, vom gegebenen Zustand aus, soll – ja MUSS, weil dysfunktional – unser Wirtschaftssystem BEDROHT werden, durch Monetisierung der Schulden oder durch Re-Allokation der Produktionsfaktoren mittels Insolvenzen?

    Ist man bei dieser Fragestellung angekommen, zeigt sich, dass es keine kostengünstige Lösung geben kann.

    Weil es keine kostengünstige geben kann, ist die Mutter aller Probleme:

    Wir weichen einer Antwort auf obige Frage kontinuierlich aus.

    Antworten
    • jobi sagte:

      @DTischer
      „Weil es keine kostengünstige geben kann, ist die Mutter aller Probleme“

      Nein, die Mutter aller Probleme ist die zu hohe Verschuldung und die fortgesetzte Insolvenzverschleppung !
      Und je länger wir auf Zeit spielen desto teuer wird es am Ende für alle.
      Letztendlich zerstören wir damit nicht nur unser Geldsystem sondern setzen auch noch Demokratie und Freiheit aufs Spiel

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        Wenn wir – wie aus Ihrer Antwort hervorgeht – WISSEN, dass die zu hohe Verschuldung und die fortgesetzte Insolvenzverschleppung die Mutter aller Probleme ist, dann ist doch zu fragen:

        Warum beseitigen wir nicht die Mutter aller Probleme durch die BESEITIGUNG der zu hohen Verschuldung und BEENDIGUNG der Insolvenzverschleppung?

        WARUM NICHT?

        Gibt es dahinter vielleicht nicht doch noch ein Problem, ob Mutter oder nicht Mutter aller Probleme, das wir ganz offensichtlich NICHT WILLENTLICH lösen können?

        Vor dieser Frage kann man nicht einfach halt machen.

        Bto. weicht ihr nicht aus.

      • jobi sagte:

        WARUM NICHT ?
        Das Warum Nicht haben Sie hier immer wieder ausführlichst thematisiert und in den meisten Punkten Teile ich Ihre Einschätzung dazu.
        “ Vor dieser Frage kann man nicht einfach hält machen “
        Man darf sich aber auch nicht ewig an dieser Frage aufhalten.
        Wer der Überzeugung ist, dass ein „weiter so“ in der Katastrophe endet, hat die Pflicht, eine Umkehr zumindest einzufordern, selbst wenn die Erfolgsaussichten marginal sein mögen.
        Falls man Hoffnung hat, dass alles irgendwie wieder ins Lot kommt, dann sollte man begründen können, worauf sich diese Hoffnung stützt. Bei bto finde ich immer weniger Hinweise darauf.

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ jobi

        >Man darf sich aber auch nicht ewig an dieser Frage aufhalten.>

        Wenn man Theoretiker ist oder den bestehenden Zustand nicht ändern will, darf man das schon.

        >Wer der Überzeugung ist, dass ein „weiter so“ in der Katastrophe endet, hat die Pflicht, eine Umkehr zumindest einzufordern, selbst wenn die Erfolgsaussichten marginal sein mögen.>

        Ganz richtig, wenn man DIESER Überzeugung ist, MUSS man eine Umkehr einfordern und – mehr noch – auf eine Änderung der Verhältnisse HINARBEITEN.

        Es gibt allerdings einen Vorbehalt:

        Man muss sich klar gemacht haben und sicher sein, dass die Änderung der Verhältnisse NICHT zu einer NOCH GrÖSSEREN Katastrophe führt.

        Ich glaube, dass viele Menschen glauben, dass z. B. der Zerfall der Eurozone für sie eine größere Katastrophe ist als der gegenwärtige Zustand, der – gut zu argumentieren – in die Katastrophe führt.

        Ich bin des Weiteren der Meinung, dass sie damit richtig liegen.

        Und ich glaube zudem, dass sie sich nicht mit einer zukünftigen Katastrophe, wie Sie sehen, befassen wollen.

        Dieser Glaube der Menschen bzw. das daraus resultierende Nichtbereitsein für Veränderungen ist das Problem, an dem wir mit unserem Wissen scheitern.

        Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

        UNABHÄNGIG vom Glauben der Menschen werden sich ihre Lebensbedingungen allerdings kontinuierlich verschlechtern auf den Weg in die Zukunft oder – Ihre Meinung – in die Katastrophe.

        An irgendeinem Punkt werden sie schlecht GENUG sein, um die Änderung zu vollziehen, die sie schon heute fordern.

        Ja, später, teurer und in einer viel schwierigen Situation als heute, aber dennoch: UNWEIGERLICH (wenn das mit dem kontinuierlichen Schlechterwerden stimmt)

        Das ist in etwa auch die Position, die bto. vertritt, wenn ich das richtig sehe.

        Dr. Stelter hat jedenfalls oft genug bekundet, dass die „Lösung“ im Politischen liege, weil die Politik zu einer Lösung nicht fähig sei.

    • Alex sagte:

      Sehr schön aufgezeigt die „Wegdeligierung“ von Verantwortung auf unterschiedliche Marktakteure (Staat, Notenbank, Unternehmen, Bevölkerung etc.).

      Zurzeit scheint der Weg des einfachsten Widerstand die Monetarisierung. Welche Notenbank möchte den tatsächlich den schwarzen Peter haben, die eigene Wirtschaft geschädigt zu haben?

      M.A.n würde ich die kostengünstige Lösung auch noch um den Passus Stabilität ergänzen.

      Ich sehe dabei eine befremdliche Ignoranz in Deutschland, als ob die Probleme einen nicht betreffen. Diese Problematik wird in einer globalisierten und vernetzten Welt auch Deutschland einholen.

      Antworten
    • Axel Jung sagte:

      Das ist brilliant, Herr Tischer. Insbesondere Ihr Hinweis auf das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Sparen und Investieren kommt mE normalerweise zu kurz, dürfte aber eine der Haupttriebkräfte sein. Und dieses Ungleichgewicht können wir sowohl innerhalb der Volkswirtschaften als auch zwischen den Volkswirtschaften (in Form von Leistungsbilanzüberschüssen und -defiziten) beobachten.

      Antworten
  9. René Bolliger sagte:

    Herr Stelter beschreibt hier treffend eine Zwickmühle, einen negativen Feedback Loop, Altdeutsch Teufelskreis.
    Dazu kommt zu allem Elend, wie hier schon öfters beschrieben, die Demographie: weniger Erwerbstätige, mehr Rentner, abwandernde Hochqualifizierte, zuwandernde Unqualifizierte, immer schlechtere PISA-Ergebnisse.
    Dann der EURO-Spaltpilz, und und und ……
    Die Einschläge kommen näher, es wird Zeit für die Zukunft Alternativen zu planen.

    Antworten
    • Carsten Pabst sagte:

      Hallo Herr Bolliger,
      vielen Dank für die Antwort. Über das Bildungssystem in Deutschland lässt sich eigentlich nicht diskutieren. Da ist vieles verbesserungsfähig. Ich warte schon seit langem vor den jeweiligen Landes- oder Bundestagswahlen nur auf ein Wahlplakat der Parteien: Maximale Klassengröße 15 Schüler!
      Ist jetzt zwar mal einfach dahingesagt, würde aber sehr viele Probleme an deutschen Schulen lösen. Meine Tochter ist zum Beispiel auf dem Gymnasium mit 34!! Schülern (für alle Gendrifizierer: sind auch Mädels gemeint) in einer Klasse. Soviel zur Bildungsrepublik Deutschland.
      Wo ich Ihnen aber zum Teil widerspreche ist im Bereich Ausbildung, insbesondere dort im Bereich Handwerk. Sie werden auf diesem Planeten neben den Schweizern, Österreichern und uns keine bessere Ausbildung im Bereich Handwerk finden. Da ich selbst in einem Ausbildungszentrum Maurer- und Betonbauer unterweise und ausbilde, kann ich das recht gut beurteilen. Eine so qualifizierte Ausbildung finden Sie in keinem anderen Land der Erde, auch wenn die Jungs und Mädels vielleicht etwas schwieriger auszubilden sind aufgrund der Schulbildung als früher. Aber, und das ist das Wichtigste: Sie wollen!
      Deshalb einfach halten wie Einstein:
      “Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man all das, was man in der Schule gelernt hat vergisst”
      Und das geht am besten durch Reisen und Arbeiten in fremden Ländern. Und wenn Sie das nur oft genug machen, werden Sie feststellen: Soviel Länder gibt es nicht auf diesem Planeten, in denen Sie besser leben als in Deutschland. Bei allen Problemen, die dieses Land hat. Wir haben aber keine Naturkatastrophen (die CDU zähle ich nicht dazu!), fruchtbares Land, hohe Umweltstandards und eine gute Infrastruktur. Und wenn Sie wie ich schon einmal in Sambia von Lusaka nach Livingstone mit dem Auto gefahren sind, werden Sie verstehen, was ich unter guter Infrastruktur verstehe.
      Insofern finde ich das Gesamtpaket BRD ganz angenehm und wüsste nicht, in welchem Land es als GESAMTPAKET besser sein soll. Bei allen Problemen. Aber Probleme sind dafür da, gelöst zu werden. Was also macht (sollte) der (staatliche) Handwerker (machen)? Er macht Schulden auf Teufel komm raus, kauft das beste Werkzeug und Maschinen, renoviert die Bude und bringt seine Gemarkung auf den neuesten Stand und legt sich hochwertiges Material in den Vorgarten. Und bildet seinen Gesellen vorzüglich aus. Dann klappt es auch mit dem Neustart, wenn mal wieder ein paar Nullen gestrichen werden.
      Freundliche Grüße
      Carsten Pabst

      Antworten
  10. Harge sagte:

    Welche Länder betreiben denn eine vernünftige Politik? Und wie sieht die Sache aus, wenn man die globalen Effekte eines Systemzusammenbruchs berücksichtigt?

    Auswandern löst das Problem m.M.n. nicht und selbst falls es eine Linderung geben sollte, dann bleiben möglicherweise nur Länder übrig in die man ohne Druck nicht auswandern will. Ausserdem stellt sich noch die Frage, ob das Zielland einen auch haben will.

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