Die Highlights vom Dezember und aus 2025

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PODCAST bto

Themen des wöchentlichen bto-Podcasts im letzten Monat waren:

  • Im Dschungel des Sozialstaats – Der Sozialstaat ist so komplex geworden, dass kaum noch jemand die tatsächlichen Leistungen und ihre Anreizwirkungen überblickt. Hunderte Transfers und extrem hohe Grenzbelastungen machen Arbeit unattraktiv und erschweren Reformen. Neue Studien zeigen, dass Vereinfachungen Milliarden sparen und zusätzliche Arbeitskräfte mobilisieren könnten. Über konkrete Lösungsansätze diskutierten wir mit Prof. Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.
  • Unendliche Abhängigkeit – Europa strebt nach strategischer Autonomie, bleibt militärisch jedoch stark von US-Technologie abhängig. Viele europäische Waffensysteme enthalten kritische Komponenten aus den USA – echte Unabhängigkeit ist daher schwer erreichbar. Welche Schritte Europa dennoch gehen kann, erklärte Prof. Guntram Wolff, und General a.D. Christian Badia schilderte die strukturellen Defizite und den Modernisierungsbedarf der Bundeswehr.
  • Die Podcast-Highlights vom letzten Jahr – In den letzten beiden Ausgaben des Jahres unter dem Titel „Was für ein Jahr 2025“ blickten wir auf die vergangenen Episoden zurück. Für neue Hörer des Podcasts eine gute Möglichkeit, einzusteigen. TEIL 1 & TEIL 2

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 11. Januar, um 9 Uhr.

 

bto REFRESH

EU behindert Entwicklung Afrikas – Europa spricht über Partnerschaft, doch ein koloniales Relikt bindet 14 afrikanische Staaten weiterhin faktisch an den Euro. Die feste Währungsanbindung verfestigt Handelsstrukturen, beschneidet geldpolitische Spielräume und erschwert wirtschaftliche Entwicklung – rund 500 Millionen Menschen sind so unfreiwillig Teil einer „heimlichen Eurozone“. Darüber sprachen wir in Folge 134 mit dem Schweizer Ökonomen Beat Kappeler – ein Gespräch, das heute erneut aktuell ist.

Rente ist Betrug à la Ponzi – Die Politik verspricht eine „sichere Rente“, doch tatsächlich basiert das System auf immer stärkerer Umverteilung von immer weniger Erwerbstätigen zu immer mehr Rentnern. In einer alternden Gesellschaft nähert sich die Logik einem Ponzi-Schema, das nur funktioniert, solange genügend Junge einzahlen. Über diese Dynamik und die politischen Hintergründe sprachen wir in Folge 203 mit Dr. Tobias Kohlstruck von der Stiftung Marktwirtschaft – und die jüngsten Rentenbeschlüsse machen das Thema wieder brisant.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 14. Januar, um 9 Uhr.

 

HANDELSBLATT-KOLUMNE

Reformen statt Feiertag!

Nach Berechnungen von Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft bringt ein zusätzlicher Arbeitstag 5 bis 8,6 Milliarden zusätzliches BIP. Der Wegfall eines oder mehrerer Feiertage ist jedoch keine Lösung für unsere Probleme. So lagen die Sozialversicherungsbeiträge noch vor zehn Jahren 2,4 Prozentpunkte tiefer als heute, was überschlägig rund 22 Milliarden Euro oder drei bis vier Feiertagen entspricht. Statt also Feiertage abzuschaffen, muss die Politik endlich eine Reform der Sozialversicherungssysteme angehen.

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Die drei bitteren Wahrheiten des Donald Trump

Kurz vor Jahresende sorgt Donald Trump noch einmal für Aufregung in Europa. Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA geht mit Europa hart ins Gericht. Dabei ist es falsch, von einer „Scheidungsurkunde“ zu sprechen, wie es der eine oder andere Politiker und Kommentator getan hat. Die neue Sicherheitsstrategie ist vielmehr zu sehen wie das Schreiben eines sehr besorgten Freundes, der darauf hinweist, dass der Lebenswandel nicht geeignet ist, ein langes und gesundes Leben zu sichern.

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Es ist dumm, für die Ukraine zu zahlen, während andere das Geschäft machen

Ob es gelingt, 2026 zu einem Frieden in der Ukraine zu kommen, ist völlig offen. So sehr es dem geschundenen Land zu wünschen ist. Nicht offen ist hingegen die Frage, wie es nach einem Waffenstillstand oder gar Frieden weitergeht. Das Land wird mit Milliardenhilfen aus der EU und damit vor allem Deutschland wieder aufgebaut werden. Ob und inwieweit sich Russland an diesen Kosten beteiligt, ist völlig offen, wobei an dieser Stelle Skepsis mehr als angebracht sein dürfte.

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Wortbruch wird zur teuren Regel

Noch im Mai 2025 hat Bundeskanzler Friedrich Merz ein klares Nein zu dauerhafter EU-Gemeinschaftsverschuldung beteuert. Keine sieben Monate später hat er auch hier sein Wort gebrochen: Die EU nimmt einen Kredit über 90 Milliarden Euro auf, um der Ukraine beizustehen. Was wie eine Lappalie klingt, ist in Wahrheit ein nächster Schritt in Richtung einer Schulden- und Transferunion zulasten der deutschen Steuerzahler. Ohne vertragliche Grundlage und ohne politische Diskussion hierzulande.

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ZU GAST BEI SWR Kultur Forum

Die blockierte Republik – Kann Deutschland sich neu erfinden?
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ZU GAST BEI Table Today

Können die Grünen noch gewinnen, Herr Özdemir?
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ZU GAST BEI Welt TV

Wir haben eine reformunfähige Regierung. Wo hat eigentlich die SPD mal was getan?
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ZU GAST IN DER phoenix runde

Ringen um den Sozialstaat – Wie einig ist die Koalition beim Bürgergeld?
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Die Highlights des Jahres 2025

Hier meine Auswahl:

Atomkraft wird schlechtgerechnet

Der Norweger Jan Emblemsvåg, Professor an der Norwegian University of Science and Technology in Ålesund, hat es gewagt, die Frage aufzuwerfen, was wäre, wenn Deutschland vor 20 Jahren nicht beschlossen hätte, aus der Kernenergie auszusteigen, um stattdessen auf die Dekarbonisierung mit zusätzlichen AKW zu setzen. Das ernüchternde Ergebnis seiner Untersuchung: Nicht nur hätten wir bereits eine CO2-freie Stromerzeugung, wir hätten auch noch hunderte Milliarden Euro gespart.

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Wachstumsverzicht ist Wunschdenken statt Wissenschaft

Eine umfassende Metastudie von Ivan Savin und Jeroen van den Bergh zeigt: Fast 90 Prozent der 561 untersuchten Degrowth-Studien basieren auf Meinungen, nicht auf belastbaren Analysen. Quantitative Modelle? Fehlanzeige. Repräsentative Daten? Mangelware. Stattdessen dominieren kleine Fallstudien – bevorzugt auf Inseln mit wenigen Tausend Einwohnern. Die Übertragbarkeit auf komplexe Volkswirtschaften? Praktisch null.

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Wir können uns unser Gesundheitswesen nicht mehr leisten

Das deutsche Gesundheitssystem verfügt über erhebliche Effizienzreserven. Spricht man mit Vertretern wie Jens Baas, dem Vorstandsvorsitzenden der Techniker Krankenkasse, muss man zu dem Schluss kommen, dass wir es auch hier – wie in so vielen Bereichen, in denen der Staat das Sagen hat – nicht mit einem Erkenntnis-, sondern mit einem Handlungsproblem zu tun haben.

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Reform der Schuldenbremse – aber richtig!

Wie eine intelligente Reform der Schuldenbremse aussehen könnte, zeigt eine aktuelle Studie des Leibniz-Zentrum Für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim. Die Autoren plädieren für eine Reform der Schuldenbremse, die es Ländern und Bund nur erlaubt, mehr Schulden zu machen, wenn diese in klar definierte Zukunftsausgaben wie Investitionen, Bildung, Forschung und Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Verteidigung fließen. Dabei dürften Schulden nur in dem Maße aufgenommen werden, wie die Ausgaben über dem gleitenden Zehnjahresdurchschnitt liegen.

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Digitalisierung „made in Europe“ ist die letzte Chance

In den 1980er-Jahren gelang es Europa, einen globalen Standard zu etablieren. Der Mobilfunkstandard GSM setzte zum Siegeszug an. Dabei war es zu Beginn des Prozesses keineswegs ausgemacht, dass es gelingen würde, gegen die technologisch und finanziell stark aufgestellte US-Konkurrenz zu bestehen. Dass es dennoch gelungen ist, GSM als globalen Standard zu setzen, lag am gemeinsamen europäischen Vorgehen und daran, dass man sich darauf konzentrierte, Standards zu definieren. Für Alexander Markowetz, Professor für Informatik an der Universität Marburg, zeigt das Beispiel GSM, was auch heute in Europa möglich wäre.

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Wirtschaftskriege sind die Regel, nicht die Ausnahme

Werner Plumpe, Wirtschaftshistoriker und emeritierter Professor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, liefert in seinem neuen Buch „Gefährliche Rivalitäten“ eine ebenso ernüchternde wie notwendige Analyse: Wirtschaftskriege sind kein Ausnahmezustand, sondern die Regel. Während Politik und Öffentlichkeit oft von einer „regelbasierten Weltwirtschaft“ träumen, zeigt Plumpe, dass Rivalität und Konflikt die eigentlichen Konstanten sind – und Zeiten der Kooperation stets fragil. Geordnete Kooperation nützt zwar allen, aber eben nicht in gleichem Maße.

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Der Euro ist keine Alternative zum Dollar

Was zu tun wäre, um dem Euro zu mehr Gewicht zu verhelfen, erklären die Ökonomen Jens van ’t Klooster und Steffen Murau in einer aktuellen Studie. Die Autoren sehen zwar auch die Notwendigkeit eines europäischen „Safe Assets“, betonen jedoch, dass selbst dann die Internationalisierung einer Währung kein Selbstläufer ist. Sie erfordert eine aktive Rolle des Staates, insbesondere in der Gestaltung von Rahmenbedingungen für die Offshore-Schöpfung von Kreditgeld und die Bereitstellung von Sicherheiten und Liquiditätslinien.

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Der wahre Grund für Europas Innovationsrückstand

Es gäbe einen billigeren und effektiveren Weg, die Innovationskraft der EU zu steigern, wie Oliver Coste und Yann Coatanlem in einer vom Institut für europäische Politikgestaltung der Mailänder Bocconi Universität veröffentlichten Studie erklären. Das Kernproblem Europas sind demnach die zu hohen Kosten des Scheiterns. Ein Punkt, den auch der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU anspricht.

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Warum Deutschland seine besten Ideen verschenkt

Deutschland ist zwar europäischer Patentmeister, doch beim Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und erfolgreiche Unternehmensgründungen landen wir nur im Mittelfeld. Die Transformation von Wissen in Wachstum gelingt zu selten. Das ist gefährlich – gerade jetzt, wo unsere klassischen Industrien schwächeln und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz weltweit die Spielregeln verändern.

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