Fakten zur Pleite der Euroländer, die die GroKo mit unserem Geld „retten“ will

Letzten Montag habe ich die unsinnigen und realitätsfernen Vorschläge deutscher und französischer Ökonomen zur Sanierung der Eurozone diskutiert. Heute Morgen haben wir gesehen, dass der IWF nirgendwo eine positive Konvergenz in der Eurozone erkennen kann. Jede Konvergenz ist eine auf Gebieten, die wir nicht gebrauchen können.

Mit keinem Wort erwähnen die Ökonomen, dass wir es eigentlich in weiten Teilen schon mit dem Zustand der Überschuldung zu tun haben. Dabei gibt es Studien zuhauf, so den cepDefault-Index. Im letzten Jahr hier schon präsentiert: → Entwicklung der Kreditfähigkeit der Euro-Länder 

Bevor ich die aktuellen Daten zusammenfasse, an dieser Stelle ein Vorgeschmack zur wirklichen Diskussion in Brüssel. Da kommen Merkel und Scholz mit prall gefülltem Koffer unseres Steuergeldes und wollen so tun, als hätten sie gerne eine Gegenleistung für die Großzügigkeit. Zum Beispiel eine „Konkursordnung“ für Euroländer. Zu hören bekommen sie dann (wie die FT berichtet):

  • „France’s finance minister has hit out at German-backed plans to impose debt writedowns on investors in bailed out countries, warning that the issue was a red line for Paris in talks on eurozone reform. (…)  France was opposed to any automatic mechanism that would force private sector holders of sovereign debt to take losses when a eurozone country applies for a bailout. He said the step would make the euro area more vulnerable and fuel Eurosceptic populism.“ bto: Warum sollte auch jemand Pleite machen, jetzt wo wir für alles bezahlen?
  • „The Germany finance ministry argued in a paper last year that it would force investors to be more careful when buying up eurozone sovereign debt, increasing market discipline on member states and reducing the size of taxpayer-funded bailouts. The idea is strongly backed by the Dutch government. (…) Opponents of the measures, who include many eurozone finance ministers, argue automatic writedowns such as maturity extensions would create a self-fulfilling cycle of crises and spark investor panic.“ bto: Man macht es ja auch, damit die Märkte mehr Druck auf schlechte Schuldner ausüben!

Das Problem ist aber schon da! Und es ist riesig, weshalb sich die Südstaaten inklusive Frankreich auch so freuen und auch deren Gläubiger. Über die (dumme) Großzügigkeit der deutschen Politik:

Zunächst zur Methodik:

  • Der cepDefault-Index misst, wie sich die Fähigkeit eines Landes zur Rückzahlung der Auslandskredite und damit die Kreditfähigkeit entwickelt. Dies hängt nicht nur von der Verschuldung des Staates ab. Vielmehr ist die Solidität der gesamten Volkswirtschaft ausschlaggebend. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Weltmärkten beeinflusst die Kreditfähigkeit eines Landes. So führt eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit regelmäßig zu höheren Importen und geringeren Exporten und damit zu Leistungsbilanzdefiziten. Deren Kehrseite ist eine zunehmende Verschuldung der privaten Wirtschaftsakteure im Ausland. Der cepDefault-Index berücksichtigt daher neben den Staatshaushalten auch das Kreditverhalten der Banken, Unternehmen und Konsumenten und misst entsprechend die Entwicklung der Kreditfähigkeit des Landes insgesamt.““– bto: Das ist ein guter Ansatz. Was natürlich fehlt, ist die Frage nach der Gesamthöhe der Verschuldung. So mag eine Verbesserung noch lange nicht bedeuten, dass das Land wirklich in der Lage sein wird, seinen Verpflichtungen nachzukommen.
  • Der Index setzt an zwei auf das Kalenderjahr bezogenen und in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemessenen Größen an: (1) am Niveau der kapazitätssteigernden Investitionen (Ik) und (2) am Gesamtwirtschaftlichen Finanzierungssaldo (GFS). Von Bedeutung für den Index ist außerdem (3) die Summe aus beiden Größen.“ – bto: eine konsequente Delta-Betrachtung.
  • Zu den kapazitätssteigernden Investitionen zählen die Nettowerte (nach Abschreibungen) der Anlageinvestitionen der Unternehmen sowie der öffentlichen Hand. Der Wohnungsbau zählt jedoch nicht dazu, da er zu keiner Ausweitung des Produktionspotenzials führt.“ – bto: Das ist absolut richtig. Ich würde sogar so weit gehen, dass hohe Wohnungsbauinvestitionen ein Signal für abnehmende Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sind.
  • Der Gesamtwirtschaftliche Finanzierungssaldo bildet ab, wie viel Geldkapital eine Volkswirtschaft netto aus dem Ausland benötigt bzw. in das Ausland transferiert. Ein negativer GFS, also ein Nettokapitalimport, kann insbesondere folgende Ursachen haben: Erstens kann er durch – mangels Wettbewerbsfähigkeit auftretende – Leistungsbilanzdefizite des Inlands entstehen, die durch ausländische Kredite finanziert werden. Zweitens kann er entstehen, wenn Ausländer im Inland mehr (Direkt-)Investitionen tätigen als umgekehrt und dies mit den entsprechenden Geldtransfers finanziert wird. Drittens kann er entstehen, wenn Inländer in großem Umfang Kapital aus dem Ausland abziehen (Kapitalflucht) und ins Inland zurückholen.“ – bto: Er geht – bekanntlich – mit entsprechenden Handelsbilanzen einher. Kapitalimport = Defizit, Kapitalexport = Überschuss.

Jetzt aber die Ergebnisse:

  • „Die Kreditfähigkeit Frankreichs ist erstmals seit 2014 wieder gesunken. Grund hierfür ist, dass Frankreich einen – wenn auch sehr geringen – Teil seiner Nettokapitalimporte nicht für kapazitätssteigernde Investitionen verwendete.“ – bto: Konsum statt Investition.
  • Griechenland ist nach wie vor nicht kreditfähig und eine Trendwende ist nicht absehbar. Im Gegenteil: Der Abbau des Kapitalstocks hat sich im ersten Halbjahr 2017 beschleunigt. Die Konsumquote ist immer noch deutlich zu hoch und im ersten Halbjahr 2017 sogar wieder kräftig gestiegen.“ – bto: Ich dachte, die sparen (dachte ich natürlich nicht, sollte ich aber bei der Lektüre der Medien denken).
  • „Die Kreditfähigkeit von Italien verfällt seit 2010. Grund hierfür sind seit 2013 mangelnde Investitionen, die zu einem Abbau des Kapitalstocks führen. Der Abbau ist sowohl auf fehlende öffentliche als auch negative private Nettoinvestitionen zurückzuführen.“ – bto: Deshalb sollen wir sie retten ungeachtet der Tatsache, dass die italienischen Privathaushalte deutlich vermögender sind, als die deutschen.
  • „Die Kreditfähigkeit von Lettland sinkt schon seit 2000. Insbesondere mangelnde private Investitionen führen dazu, dass der lettische Kapitalstock seit 2009 – mit einer Ausnahme – schrumpft. Ein Grund hierfür ist die zu hohe Konsumquote Lettlands.“ – bto: o. k. Was kümmert uns Lettland.
  • „Die Kreditfähigkeit von Portugal verfällt seit 2004. Grund sind ebenfalls ein Abbau des Kapitalstocks aufgrund mangelnder privater und öffentlicher Investitionen sowie eine zu hohe Konsumquote.“ – bto: Und erst letzte Woche wurde von dem neuen Start-up-Wirtschaftswunder in Portugal berichtet. Oh man.
  • „Die Kreditfähigkeit Sloweniens nimmt seit 2012 ab. Ursächlich ist ein schrumpfender Kapitalstock aufgrund mangelnder privater Investitionen. Die öffentlichen Investitionen und die Konsumquote sind im Gegensatz zu vielen anderen Problemländern keine Krisenursache.“ – bto: aber es ist wichtig, weil ein Privatsektor der sich falsch verhält am Ende das Land runterzieht.
  • „Die Kreditfähigkeit von Spanien verbessert sich seit 2012 kontinuierlich. Im Gegensatz zu den Vorjahren hat sich diese Verbesserung im ersten Halbjahr 2017 aber nicht mehr beschleunigt. Mittelfristig könnten die seit 2012 negativen öffentlichen Nettoinvestitionen ein Wachstumshindernis sein.“ – bto: und die Demografie, ein Punkt der hier vernachlässigt wird.
  • „Die Kreditfähigkeit Zyperns verfällt – mit einer Ausnahme – seit 2004. Dies setzte sich auch 2016 fort. Der Abbau des zyprischen Kapitalstocks wurde zwar gestoppt; Zypern verwendet aber immer noch Teile seiner Kapitalimporte für den Konsum.“ – btoKlartext, Konsum auf Pump.
  • „Die Kreditfähigkeit von Belgien und Finnland hat sich unbestimmt entwickelt, die von Deutschland, Estland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich und der Slowakei ist gestiegen.“ – bto: aber nur, wenn man die gestiegenen Verpflichtungen aus der Zuwanderung und für die Euro „Rettung“ unterschlägt!

Quelle: cep

  • „Auch der aktuelle cepDefault-Index zeigt, dass die Euro-Zone noch nicht stabil ist: Die Kreditfähigkeit der Euro-Länder entwickelt sich weiterhin stark unterschiedlich. So nimmt die Kreditfähigkeit von zwei Dritteln der Euro-Länder stetig zu, während sie in anderen Euro-Ländern kontinuierlich abnimmt oder bereits verloren ist. Zur Gruppe der Euro-Länder mit schon seit Jahren erodierender oder erodierter Kreditfähigkeit zählen Griechenland, Italien, Lettland, Portugal, Slowenien und Zypern. Mit Ausnahme von Zypern ist der Verfall der Kreditfähigkeit in diesen Euro-Ländern auf eine negative Investitionsquote zurückzuführen. Dies ist besonders problematisch, da ein Abbau des Kapitalstocks zur Verarmung der Volkswirtschaft führt, wenn er über längere Zeit anhält. Der Abbau des Kapitalstocks zeigt, dass die betroffenen Euro-Länder potentiellen Investoren keine wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen bieten können. Das oberste Ziel struktureller Reformen muss daher die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder sein.“ – bto: Bingo! Und natürlich eine Restrukturierung der Schulden. Dazu in dem Papier der deutschen und französischen Ökonomen – siehe Montag letzter Woche- kein Wort.

Als Beispiel hier nur Italien genauer, mit Blick auf die Wahlen im März:

Quelle: cep

  • „Italien weist seit 2013 eine negative Investitionsquote auf, (…). Im ersten Halbjahr 2017 schrumpfte der Kapitalstock im Umfang von 0,4% des BIP. Hauptgrund ist der starke Rückgang der öffentlichen Nettoinvestitionen. Diese sind seit 2012 – mit zunehmender Tendenz – negativ. Dies ist auf die hohe öffentliche Verschuldung des Staates und die dadurch bedingte hohe Zinslast zurückzuführen; der Anteil der öffentlichen Ausgaben für Zinsen ist der zweithöchste in der EU. Dieses Geld fehlt für öffentliche Investitionen. Doch auch die privaten Investitionen tragen zum Abbau des Kapitalstocks bei, denn seit 2013 sind auch sie negativ, wenn auch mit abnehmender Tendenz.“ bto: womit auch das künftige Wachstum geringer ausfällt.
  • „Während Italien von 2002 bis 2012 per saldo Kapital importierte, verlässt seit 2013 Kapital das Land. Da gleichzeitig der italienische Kapitalstock schrumpft, ist der Kapitalexport kein Zeichen hoher Wettbewerbsfähigkeit, sondern ein Zeichen von Kapitalflucht. Kapital, das dringend für Investitionen benötigt wird, verlässt das Land.“ bto: und führt bei uns zu explodierenden Target2-Salden.
  • „Die italienische Konsumquote lag von 2010 bis 2013 oberhalb der Schwelle von 100% des verfügbaren Einkommens. Von 2014 bis 2016 sank die Quote wieder auf 97,7% und stagnierte dort im ersten Halbjahr 2017. Damit liegt sie immer noch 5,1 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des Euro-Raums von 92,6%.“ bto: Und dennoch ist die Stimmung im Land schlecht, was wir bei den Wahlen im März sehen werden.

Fazit: hier liegen die Probleme der Eurozone, nicht bei den Themen der Ökonomengruppe, die Macron dient und die deutschen Politiker anruft …

cepDefault-Index 2018, Januar 2018

FT (Anmeldung erforderlich) 8. Februar 2018

18 Kommentare
  1. Johannes sagte:

    „Fakten“ spielen bei der politischen Diskussion rund um den Erhalt, bzw. Ausbau der Euro-Zone eine eher nachgeordnete Rolle. Deutschland würde diese Diskussion in Richtung Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und Portugal gerne stärker faktenbasiert führen; das glaube ich gern. Nur: wir setzten uns damit nicht durch. Entfernt erinnert mich diese ganze „Eurorettung“ an eine Gruppe aus mehreren Wölfen und einem Schaf, die ganz „demokratisch“ darüber abstimmen, was es zu essen gibt. Der Unterschied ist: hier, also bei der „Eurorettung“ „würzt“ sich das Schaf laut Koalitionsvertrag auch noch selbst…

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  2. SB sagte:

    bto: o. k. Was kümmert uns Lettland?

    Die Frage geht darüber hinaus: Was kümmert „uns“ – also unsere größenwahnsinnigen Politiker – der Rest der Welt? Woraus leiten die ihre Zuständigkeit dafür ab, „Konvergenz“ herzustellen, die ohnehin nicht herstellbar ist, wie sich in EU und Eurozone überdeutlich zeigt. Deutschland geht einfach extrem unclever vor: Es baut riesige Außenhandelsdefizite gegenüber einer Vielzahl von Ländern auf und macht sich damit erpressbar, da die Schuldner in der Überzahl sind. Wenn sie nicht zahlen wollen, zahlen sie eben nicht. Damit kein Unfrieden entsteht, überweist D ihnen noch zusätzlich Geld, damit die Schuldner weiterhin fröhlich konsumieren können (dann noch nicht mal mehr auf Kredit). Viel dümmer geht’s wirklich nicht mehr. Der ordinäre Steuerzahler haftet zum Schluss obendrauf auch noch für die Kredite der deutschen Exportwirtschaft (wann hat dieser Wahnsinn eigentlich angefangen: mit den hermes-Bürgschaften?). So fehlt ihm die Kohle hinten und vorne und er gehört im Durchschnitt zu den ärmsten Würstchen in Europa: https://www.stern.de/wirtschaft/geld/vermoegensschock–die-deutschen-sind-die-armen-wuerstchen-der-eu-7780210.html

    Kann man überhaupt annehmen, dass es sich hierbei um eine Politik handelt, die von „unseren“ Politikern für „unser“ Land gemacht wird? Ich komme mir ehrlich gesagt verraten und verkauft vor.

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  3. Wolfgang Selig sagte:

    bto: „Von 2014 bis 2016 sank die Quote wieder auf 97,7% und stagnierte dort im ersten Halbjahr 2017….Und dennoch ist die Stimmung im Land schlecht, was wir bei den Wahlen im März sehen werden.“
    Ich würde umgekehrt argumentieren: die Konsumquote in Italien sinkt m.E., weil die Stimmung schlecht ist. Wer Angst vor der Zukunft hat, beginnt seinen Konsum einzuschränken. Wenn ich glaube demnächst arbeitslos zu werden, kaufe ich weder ein neues Wohnzimmersofa noch ein neues Auto; dann behalte ich die alten Sache solange wie möglich und schaue wie es weitergeht. Der Hintergrund ist m.E., dass die Italiener nur zu genau spüren, dass die Investitionen zurückgehen, weil es an Zukunftsfähigkeit mangelt. M.E. wäre nach der Wahl am besten eine Koalition aus M5S und Lega Nord ohne die anderen Parteien. Dann würde der Süden schrittweise von Inlandssubventionen, die eh versanden, befreit (zumindest würde darin eingestiegen) und über eine eigenständige Währung nachgedacht werden. Alles andere ist nur dahinvegetieren und ein langsamer, aber stetiger Rückschritt. Hoffentlich machen die Italiener den Anfang. Bisher war mit Großbritanniens Brexit ja leider nur ein Nicht-Euro-Mitglied zum Ausstieg aus der EU mit Neuverhandlungen über die Zukunft bereit.

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    • Johann Schwarting sagte:

      „Hoffentlich machen die Italiener den Anfang.“

      Vorsicht – darf Italien austreten? Think big!

      Ich denke, dass der Blick über die reine Betrachtung der Verschuldungsproblematik der europäischen Staaten und Unternehmungen hinausgehen muss – es ist die Bewusstwerdung der geopolitischen Situation. Bulgarien als griechisch/russisch-orthodoxes Land darf die EU nicht verlassen und die anderen Balkanstaaten müssen aufgenommen werden, um sie nicht in die eurasisch-chinesische Einflusssphäre abdriften zu lassen (Stichworte: Einnahmeverzicht nach dem Scheitern der Nabucco-Pipeline, neue Seidenstraße). In welche Richtung würde sich Griechenland nach einem eventuellen EU-Exit wenden?

      Die deutsche Prinzessin Sophia von Anhalt-Zerbst hat als Katharina die Große das Wort ‚Eigentum‘ erst in die russische Sprache eingeführt. Ich habe irgendwo gelesen, dass im 19. Jahrhundert 20-30 Prozent der zaristischen Beamten aus Preußen kamen. Ein Scheitern des Euro als politisches Projekt mit der Gefahr, dass sich Deutschland politisch und wirtschaftlich gen Russland wenden würde, wäre für die westeuropäischen Staaten und für das US-Imperium unerträglich! Der Welt wäre die deutsche Rationalität (Maschinenbau) mit den russischen Ressourcen nicht zumutbar und ein Gräuel.

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      • Wolfgang Selig sagte:

        An Ihrer geopolitischen Argumentation ist was dran, aber wäre die chinesische Einflusssphäre wirklich so schlimm? Leistungslose Transfers aus China wie in der EU wären für arme Länder nicht zu erwarten, aber Leistung gegen Gegenleistung. Und das würde Europa m.E. nicht schaden. Man sieht in Teilen Afrikas, dass Handel manchmal besser wirkt als eine korruptionsfördernde Entwicklungshilfe. Ich will China nicht schönreden, denn unsere Auffassungen bei Menschenrechten unterscheiden uns. Aber ich fände es gut, wenn der europäische Gedanke auf seine Wurzeln zurück geführt werden würde.

      • Christian Caire sagte:

        Ihre Hinweise teile ich. Wesentliche Bestrebungen der USA sowie der anderen Siegermächte haben seit nun 100 Jahren vor allem ein Ziel und das besteht in der Unterbindung einer engen Kooperation von D und Russland. Die Ukraineproblematik ist nur ein jüngerer Punkt, der dies illustriert. Nordstream 2 ganz aktuell. Die Überschrift dieser Bestrebungen heißt „Securing the baltic gap“.

  4. Christian sagte:

    Ich sehe – angesichts der deutschen Geschichte und der daraus resultierenden Verantwortung für das Gelingen eines vereinten, friedlichen Europas – die Gefahr, dass im Falle des Scheiterns des Euro und/oder der EU ganz besonders Deutschland sich nicht nachsagen lassen möchte, dass es mangels der Bereitstellung deutscher Finanzmittel dafür maßgeblich mitverantwortlich war. So wie es (nach meine persönlichen Empfinden) im Rahmen der Migrationskrise ein von Deutschland gezeigtes Übermaß an Humanität gibt, so gibt es in der Frage der Euro-Rettung eine von der deutschen Politik im Übermaß empfundene Verantwortung. Ich habe nichts gegen Solidarität und Humanität in einem vernünftigen Maß. Ein vernünftiges Maß definiert sich für mich dadurch, dass keine (gesellschaftliche und finanzielle) Überforderung eintritt und nationale Interessen sowie die derer, die unsere Solidarität und Humanität verdienen, gleichberechtigt nebeneinander stehen. Woran liegt es, dass die deutsche Politik in vielen Punkten stets darüber hinausschießt? Ist es der Wunsch dem Rest der Welt zu beweisen, dass Deutschland seine Politik der nationalen Egoismen endlich abgelegt hat? Ich bin fest davon überzeugt, dass deutsche Politiker (mit Ausnahme der AfD, die jedoch auch keine brauchbaren Lösungsvorschläge unterbreitet) auch dann noch an dem in seiner aktuellen Verfassung zum Scheitern verurteilten Gemeinschaftsprojekt namens Euro festhalten wird, wenn andere Länder sich aus ökonomischem Sachverstand und der resultierenden Einsicht daraus bereits verabschieden. Die Zahlungsbereitschaft Deutschlands wird fast an die Grenze der finanziellen Selbstaufgabe gehen und die anderen Euro-Länder wissen dies sehr genau!

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      • Dietmar Tischer sagte:

        Meinem Verständnis nach gibt es grundsätzlich zwei Lösungen:

        a) Wenn genügend Mittel verfügbar sind, um die Eurozone nicht zerfallen zu lassen, dann werden sie eingesetzt, weil ein Zerfall der Eurozone – begründbar – als ein möglichst zu vermeidender Schadensfall angesehen wird.

        Das wie immer geartete Fortbestehen der Währungsunion ist eine Lösung.

        und

        b) Wenn nicht genügend Mittel verfügbar sind, weil ein Großteil der überhaupt vorhandenen für die Stabilität unserer Gesellschaft eingesetzt wird, dann zerfällt vermutlich die Währungsunion.

        Der Zerfall ist auch eine Lösung.

        Das ist die Erklärung, wie es OPERATIONAL zu einer Lösungen kommt.

    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Christian

      >So wie es (nach meine persönlichen Empfinden) im Rahmen der Migrationskrise ein von Deutschland gezeigtes Übermaß an Humanität gibt, so gibt es in der Frage der Euro-Rettung eine von der deutschen Politik im Übermaß empfundene Verantwortung.>

      „Im Übermaß empfundene Verantwortung“ ist ein Kriterium, das sie subjektiv für sich gelten lassen können.

      Ansonsten ist es unbrauchbar.

      Denn es erklärt nicht das Prinzip, dem die Politik folgt, um die fortwährend an sie von außen und innen gestellten Ansprüchen gerecht zu werden:

      Sie wählt die Handlungsoptionen, die ihrer Einschätzung nach die vorteilhaftesten sind. Dazu gehört auch, dass sie bei „kleinen“ Problemen bzw. aus ihrer Sicht zu vernachlässigenden Ansprüchen überhaupt nicht reagiert.

      Das ist fortlaufend der Fall:

      Im Sept. 2015 z. B. war es die Grenzöffnung, jetzt – nachdem sich andere Probleme daraus entwickelt haben – sind es Abschiebungen und Begrenzungen …

      Ebenso wird mit der „Euro-Rettung“ verfahren:

      Wenn Griechenland am Rande der Staatsinsolvenz steht und die Eurozone dadurch gefährdet ist, wird gehandelt.

      Wenn die EZB ihr QE auslaufen lässt, damit die Finanzierung teurer wird und die Risiken steigen, wird der ESM zum Währungsfonds aufgeblasen und evtl. eine Bankenunion vereinbart.

      Das geht immer so weiter, bis – idealtypisch – die Politik irgendwann vor der Entscheidung steht:

      Wenn ich eine Option wähle, kann ich wegen begrenzter Mittel nicht die andere wählen.

      Das ist ÜBERFORDERUNG.

      Welche wähle ich, wenn die jeweils nicht wahrgenommene zu einem Desaster führt?

      Das ist die Frage, an der sich Verantwortung bemisst – Verantwortung für WAS, beispielsweise:

      Verantwortung für die Stabilität der Nation oder für die Stabilität des Währungsraums?

      Die Beantwortung der Frage und entsprechende Entscheidungen haben nichts mit Empfindungen zu tun, sondern mit der ABWÄGUNG der beiden Schadensfälle und der Konsequenzen, die bei Eintreten des einen oder anderen zu erwarten sind.

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  5. Zerbricht der Euro, stirbt Europa gerade nicht! sagte:

    Zum – erneuten – Schwur wird es in einer zukünftigen Krise kommen.

    Diese kommt auch ganz sicher, speziell im hochverschuldezen Südeuropa, schon wegen den ungedeckten sozialen Lasten aus Renten und Krankenversicherung in naher Zukunft und den damit einhergehenden Haushaltsdefiziten aus der bekannten demographischen Entwicklung.

    Wenn es tatsächlich weiterhin bei der Einheitswährung Euro bleibt, was m. E. nicht sicher ist, ist der Weg in die aktuelle finanzielle Lage Japans vorgezeichnet: anschreiben von Haushaltsdefiziten in Form von unverzinslicher Verbindlichkeiten, die die Notenbank aufkauft.

    Da nicht alle Euro-Länder diesen Weg gehen müßten und eine Staatsinsolvenz mit Neuanfang immer eine wirtschaftliche Alternative ist, bin ich mir nicht sicher, ob alle – zukünftige Geber- wie Nehmerländer – sich an dem weiteren Bau des europäischen Schuldenturms beteiligen wollen.

    Man muß einfach akzeptieren, daß der Euro eine falsche Idee war, die Europa in der Summe einen großen wirtschaftlichen Nachteil gebracht hat, so daß man sich heute in wirtschaftlich guten Zeiten und ohne Handlungszwänge besser wieder davon trennt.

    Immobilien werden auch nicht dadurch wertvoller, daß sie in einem großen Armenhaus stehen.

    Das bemerkten schon Spanier und Italiener, aktuell die Briten und zukünftig noch weitere Nationalitäten:

    http://www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-3601681/The-great-celebrity-house-price-slump-Suddenly-stars-t-shift-mansions-no-matter-millions-lop-price-Hankies-out.html

    Also lassen wir den unseligen Euro endlich sterben, damit Europa in Zukunft wieder besser leben und wirtschaften kann und aller diesbezüglicher Streit endet.

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  6. Dietmar Tischer sagte:

    Der cept-Index demaskiert das Gerede von der Austeritäts-Politik.

    Wenn z. B. Griechenland seit 205 eine Konsumquote von mehr als 100% des verfügbaren Einkommens aufweist, kann von Austerität keine Rede sein.

    Vielmehr wird der FALSCHE Maßstab angelegt:

    Man bezieht sich mit Austerität auf den Konsum, der bei mehr als 10% Staatsdefizit möglich war, als die Banken, an vorderster Front die französischen, derartige staatliche Ausgabenexzesse finanziert hatten.

    Auch in anderen Ländern, etwa den gewichtigen Frankreich und Italien ist der Konsum zu hoch.

    Der zu hohe Konsum in diesen Ländern ist NICHT uns anzulasten, vielmehr ist er ein Problem dieser Länder.

    Für die Transferpolitik, die jetzt von der GroKo forciert wird, gibt es keine ökonomische Begründung.

    Es gibt nur die politische:

    Ohne Transfers fliegt die Eurozone auseinander.

    Antworten
    • Alexander sagte:

      >Ohne Transfers fliegt die Eurozone auseinander
      Richtig, wobei sich Transferleistung großzügiger liest, als es in Wirklichkeit auf dem Tisch der Bürger ankommt.
      https://www.querschuesse.de/griechenland-einzelhandelsumsaetze-juni-2015/
      https://www.querschuesse.de/griechenland-niip-q1-2016/

      Gepampert werden die, für die Krise verantwortlichen Strukturen. Strukturen, die so alt sind wie die betreffenden Nationalstaaten. Deutsche Dummheit ist ebenso historisch.

      Welcher Freund profitiert von der europäischen Tragödie?

      Antworten
    • Michael Stöcker sagte:

      „Ohne Transfers fliegt die Eurozone auseinander.“

      Ja, das ist vermutlich so. Aber diese Transfers hat es auch schon zuvor gegeben (nicht nur im Rahmen der EU sondern insbesondere gegenüber den USA, als es noch in den 60er und 70er Jahren die Dollarbindung gab und die Bundesbank permanent zu Gunsten des Dollars am Devisenmarkt intervenieren musste: damalige Dollarreserven = heutige TARGET-Salden). Persistente LB-Überschüsse waren eben schon immer eine dumme Strategie. Aber das werden unsere Spezialisten aus dem Finanz- und Wirtschaftsministerium wohl nie lernen; wie auch, wenn Frau Zypries auf der diesjährigen Pressekonferenz zum Jahreswirtschaftsbericht als Antwort auf diese virulente Problematik die 150-jährige deutsche Überschussgeschichte zum Besten gibt. Vom asketischen SchuKNECHT ganz zu schweigen: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/EN/Standardartikel/Topics/Featured/letter-from-the-chief-economist/2017-02-24-dont-slam-germanys-trade-surplus.html. Seit Schiller leider kein ökonomischer Sachverstand mehr weit und breit (Stichwort Stabilitätsgesetz von 1967).

      Je höher allerdings die inländischen Investitionen in Bildung und Infrastruktur, desto stärker fällt die Lohnentwicklung in Deutschland aus. Dann reicht es auch bei dem einen oder anderen wieder für einen zusätzlichen Urlaub in Griechenland und Italien. Wenn nicht, dann wird Deutschland ein weiteres Mal für die Zerstörung Europas – und insbesondere auch des eigenen Landes – die Hauptverantwortung tragen. Die deutsche Konjunktur läuft doch nur deshalb so gut, weil die anderen die Schulden machen (einer muss dies immer tun in einem Kreditgeldsystem! OK, man könnte es natürlich auch über eine (neo)liberale Erbschaftssteuer finanzieren und somit das fiktive Kapital eliminieren). Statt realem Wohlstand gibt es aber mit dieser asketischen SchuKNECHT-Politik nur monetäre Illusionen. Und diese schwäbischen Ökonomie-Trottel haben das kollektive Gedächtnis programmiert und bewirken somit dieses kollektive Versagen. Da hilft auch kein Fach Wirtschaft in NRW, wenn dort solcher Unsinn kolportiert wird.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        > Aber diese Transfers hat es auch schon zuvor gegeben …>

        Stimmt – und:

        Es kann Transfers auch geben, soll sie auch geben, aber NUR unter der Bedingung, dass sich die Empfänger wettbewerbsfähig machen.

        Sie müssen also dazu in der Lage sein und es auch wollen.

        Das baut dann auch die Leistungsbilanzüberschüsse ab.

        >Je höher allerdings die inländischen Investitionen in Bildung und Infrastruktur, desto stärker fällt die Lohnentwicklung in Deutschland aus.>

        Bei Vollbeschäftigung wie wir sie nahezu haben, steigt die Inflation.

        Das ist, wenn sie zu hoch steigt, also sagen wir deutlich die knapp 2% des EZB-Ziels überschießt, kontraproduktiv.

        Denn wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit durch Inflation VERSCHLECHTERN, helfen wir den anderen nicht, SICH SELBST in ein bessere Position zu bringen.

        >Die deutsche Konjunktur läuft doch nur deshalb so gut, weil die anderen die Schulden machen (einer muss dies immer tun in einem Kreditgeldsystem! OK, man könnte es natürlich auch über eine (neo)liberale Erbschaftssteuer finanzieren und somit das fiktive Kapital eliminieren).>

        Das ist immer wieder IHR Fehler:

        Sie suchen die URSÄCHLICHKEIT im Geldsystem.

        Die deutsche Konjunktur läuft deshalb so gut – vom für uns zu billigen Euro einmal abgesehen –, weil wir BEGEHRENSWERTE Produkte und Dienstleistungen anbieten. Wäre das nicht so, würde sich keiner für unsere Angebote verschulden.

        Verschuldung ist das Mittel, kaufen zu können, aber nicht die URSACHE dafür, warum es dem Anbieter gut geht.

        Warum sie das nicht endlich einmal begreifen wollen.

        Hier die fundamentale Einsicht:

        Das Kreditgeldsystem wirkt ASYMMETRISCH.

        Kreditvergabe beruht auf Kreditnachfrage, d. h. darauf, REALWIRTSCHAFTLICHE Absichten realisieren zu wollen. Die Ursache für die Kreditvergabe liegt also in der Realwirtschaft.

        Zu HOHE Kreditvergabe, d. h. zu hohe Verschuldung, kann allerdings REALWIRTSCHAFTLICHE Absichten gar nicht erst entstehen zu lassen bzw. sie verhindern – so wie das hier am Blog immer wieder thematisiert wird. Die Ursache für nicht stattfindende Kreditvergabe und Dämpfung realwirtschaftlicher Aktivitäten liegt also im Geldsystem.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Es kann Transfers auch geben, soll sie auch geben, aber NUR unter der Bedingung, dass sich die Empfänger wettbewerbsfähig machen.“

        Meinen Sie wettbewerbsfähig oder aber produktiv?

        „Das ist, wenn sie zu hoch steigt, also sagen wir deutlich die knapp 2% des EZB-Ziels überschießt, kontraproduktiv.“

        Nein, ganz im Gegenteil. Da der Süden wegen der verlorenen Wettbewerbsfähigkeit unter 2 % liegen muss, muss Deutschland über einen längeren Zeitraum über 2 % liegen. Nur so kann das durchschnittliche Ziel von 2 % erreicht werden. Die Geldpolitik wird für den gesamten Euroraum gemacht und nicht nur für ein einzelnes Land.

        „Denn wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit durch Inflation VERSCHLECHTERN, helfen wir den anderen nicht, SICH SELBST in ein bessere Position zu bringen.“

        Verstehe ich nicht. Genau deshalb ist doch Deutschland heute in der besseren Position, weil der Süden insbesondere bis 2008 stärker inflationiert hatte.

        „Warum sie das nicht endlich einmal begreifen wollen.“

        Sie basteln sich mal wieder etwas zurecht. Selbstverständlich gehören auch gute Produkte dazu. Das wurde und wird von mir keinesfalls ausgeblendet: https://zinsfehler.com/2013/11/03/euroland-im-dauerkrisenmodus/.

        „Hier die fundamentale Einsicht:

        Das Kreditgeldsystem wirkt ASYMMETRISCH.“

        Noch fundamentaler: Die Kreditvergabe ERFOLGT asymmetrisch.

        „Kreditvergabe beruht auf Kreditnachfrage, d. h. darauf, REALWIRTSCHAFTLICHE Absichten realisieren zu wollen.“

        Schön wär‘s: Der größte Teil der Kreditvergabe zielt auf den geleveragten Erwerb von Bestands-Assets ab. Denn in der Realwirtschaft lassen sich wegen der zu geringen Massenkaufkraft keine Gewinne mehr realisieren.

        LG Michael Stöcker

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Ich meine wettbewerbsfähiger, was produktiver beinhalten kann.

        >Da der Süden wegen der verlorenen Wettbewerbsfähigkeit unter 2 % liegen muss, muss Deutschland über einen längeren Zeitraum über 2 % liegen.>

        Ihre Behauptung ist zwar richtig, wenn darauf gezielt wird, die Währungsunion zu stabilisieren. Blanchard und andere haben sogar Zahlen genannt – eine Inflationsrate von 4 – 5 % in Deutschland über einen längeren Zeitraum.

        Dieses Ziel ist NICHT systemkonform mit Wirtschaften unter WETTBEWERBSBEDINGUNGEN:

        Der Süden muss sich RUNTERBRINGEN auf die 2% und wir, zugegeben, etwas rauf in Richtung der 2%.

        >Verstehe ich nicht. Genau deshalb ist doch Deutschland heute in der besseren Position, weil der Süden insbesondere bis 2008 stärker inflationiert hatte.>

        Das ist richtig.

        Es war aber FALSCH, uns SO in eine bessere Position zu bringen – schädlich für den Süden und auch nicht hilfreich für uns, weil wir uns nicht SELBST in eine bessere Position haben bringen müssen.

        Der Süden muss seinen Fehler zu hoher Inflation KORRIGIEREN – und nicht wir müssen ihn KOMPENSIEREN.

        >Schön wär‘s: Der größte Teil der Kreditvergabe zielt auf den geleveragten Erwerb von Bestands-Assets ab.<

        Richtig, jedenfalls in der gegenwärtigen Situation.

        Warum glauben Sie aber, dass der Erwerb von Bestands-Assets KEINE realwirtschaftliche Absicht sein können?

        Nicht nur Konsum und Investitionen sind realwirtschaftliche Absichten.

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