Deutschland und Europa: Zeit für eine „britische Rolle“ Deutschlands

Morgen geht es in meinem Podcast erneut um das Thema Euro und Europa. Trifft die Rezession Deutschland, trifft sie auch Europa. Und damit eine Region, die

  • sich bis heute nicht von den Folgen von Finanz- und Eurokrise erholt hat.
  • noch immer nicht wahrhaben will, wie sehr der Brexit die Gemeinschaft schwächt.
  • bei den zentralen Versprechen der Schaffung von Wohlstand und der Sicherung der Außengrenzen offensichtlich versagt.
  • weiterhin die politischen Schwerpunkte falsch setzt.

Die Eurozone, aber auch die EU sind denkbar schlecht auf eine neue Rezession vorbereitet. Die politischen Spannungen werden sich intensivieren und es wird für die EZB zu einer immer größeren Aufgabe, das politische Konstrukt des Euro zu verteidigen. Fällt Deutschland in eine Krise (konjunkturell, aber vor allem strukturell, Stichwort Automobil) und damit als Anker von Euro und EU aus, dürfte es turbulent werden. Hier rächt sich, dass in den letzten zehn Jahren keine ernsthaften Fortschritte gemacht wurden.

Kurze Erinnerung: Warum der Euro nicht funktioniert

Leser von bto wissen, warum der Euro nicht funktioniert. Nach einer Studie der US-Bank JP Morgan haben die Mitgliedsländer der Währungsunion weniger miteinander wirtschaftlich gemein als eine hypothetische Währungsunion aller Länder der Welt, die mit einem „M“ beginnen. Gemessen wird dies an Kriterien wie der Wettbewerbsfähigkeit – vor allem an den Lohnstückkosten, den Löhnen und der Produktivität, dem Gleichlauf der Wirtschaftszyklen und der Frage, ob sich die Mitgleisländer hier annähern, also, ob sie „konvergieren“.

Verschiedene Studien kommen zum gleichen Schluss. Hatten wir ab dem Beschluss der Einführung des Euro tatsächlich eine „Konvergenz“, entwickeln sich die Mitgliedsländer mehr auseinander. Starke Länder – weil relativ produktiver und innovativer – werden immer stärker, schwache schwächer. So der Befund des Internationalen Währungsfonds.[i]

Die Geschichte des Euro ist schnell erzählt. Wer sie genauer nachvollziehen will, kann das hier tun:

STELTERS MAILBOX: Wie rette ich mein Geld vor dem Eurocrash?

  • Mit der Einführung des Euro begannen die Zinsen in ganz Europa zu sinken – in Richtung des immer schon deutlich tieferen deutschen Niveaus. Dahinter stand die Erwartung, dass der Euro ebenso stabil sein würde wie die D-Mark, also die Inflationsrate deutlich stabiler und tiefer als zuvor in Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Da die Inflationsraten aber nicht genauso schnell sanken, wie die Zinsen, wurden die Realzinsen – also der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate – negativ, was einen starken Anreiz gab, sich zu verschulden.
  • Während Länder wie Italien die Zinssenkungen dazu nutzen, den Staatshaushalt zu entlasten und so weniger Anpassungsdruck verspürten, kam es in anderen Ländern – vor allem in Portugal, Irland und Spanien – zu einem privaten Verschuldungsboom. Damit einher ging ein Boom im Immobilienmarkt, weil Banken nichts lieber finanzieren als vermeintlich risikoarme Immobilien. Damit kam ein sich selbst verstärkender Boom in Gang. Die Immobilienpreise stiegen, zeigten, wie sicher die Spekulation auf weiter steigende Preise war und führten so zu mehr kreditfinanzierter Nachfrage. Zugleich begann ein Bauboom, der wiederum die gesamte Wirtschaft stimulierte und die Nachfrage nach Immobilien weiter befeuerte.
  • Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese Blase platzen musste. Auslöser – aber nicht Ursache! – war das Eingeständnis Griechenlands, deutlich höhere Staatsschulden zu haben als offiziell zugegeben. Die einsetzende Vertrauenskrise in den Euro konnte erst gestoppt werden, als Mario Draghi sein berühmtes Versprechen abgab, „alles Erdenkliche zu tun“, um den Euro zu verteidigen, nicht, ohne zuvor grünes Licht aus Berlin dafür bekommen zu haben. Da niemand erfolgreich gegen eine Notenbank spekulieren, die beliebige Mengen an eigener Währung in die Märkte pumpen kann, endete die Eurokrise damit. Zumindest der sichtbare Teil. In Wahrheit schwelt die Krise weiter und zwingt die EZB zu anhaltender Niedrigzinspolitik.

Seit Beginn der Eurokrise versuchen die Länder, die Folgen der schuldenfinanzierten Party zu bereinigen. Dies bedeutet, die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen, die Banken finanziell wieder zu gesunden und die faulen Schulden, die sich im Boom angehäuft haben, abzubauen. Dieser Prozess ist schmerzhaft und dauert. Vor allem führt er nicht zu einer weiteren Annäherung, sondern zu Divergenz.

Die Euro-Länder haben immer weniger miteinander gemein. Auf der einen Seite haben wir

  • Italien, das bereits auf zwei verlorene Jahrzehnte zurückblickt und im eigenen „japanischen Szenario“ geringen Wachstums feststeckt;
  • Spanien, dass die Staatsschulden deutlich erhöhte, um so den tiefsten Einbruch zu verhindern;
  • Portugal, wo Staat und Private hoch verschuldet sind und das die geringste Innovationskraft aller Euroländer aufweist
  • und schließlich Griechenland, das trotz Schuldenschnitt und Hilfe der anderen Euroländer immer noch eine hohe Staatsverschuldung vor sich herschiebt.[ii]

Auf der anderen Seite haben wir Länder wie die Niederlande und Deutschland, die auch dank des Euro an internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Frankreich hängt dazwischen, nicht so schwach wie die Krisenländer, nicht so stark wie die östlichen Nachbarn.

Wie schon bei der lateinischen Münzunion von 1865 muss man feststellen, dass sich heterogene Staaten mit nationaler Souveränität nicht über ein Geldsystem integrieren lassen. Und wie damals kann man davon ausgehen, dass der Euro noch länger existiert, weil die Mitgliedsländer die Kosten eines Austritts scheuen.[iii]

Die Lateinische Münzunion: ein Präzedenzfall für den Euro

Auch heute wären die Kosten eines ungeordneten Zerfalls der Eurozone enorm. Ernsthafte Studien rechnen mit einem Schock für das Weltfinanzsystem und die Weltwirtschaft, der größer wäre als die Finanzkrise. Deutschland wäre in mehrfacher Hinsicht schwer getroffen. Die Exporte würden angesichts einer relativen Aufwertung der Deutschen Mark einbrechen, während zugleich die aufgebauten Forderungen – nicht nur aber auch die TARGET2-Forderungen der Bundesbank – deutlich an Wert verlören.[iv]

Es kann nicht wundern, dass die Politik dieses Szenario scheut. Das Problem ist nur, dass sie nicht handelt, um es zu verhindern. Alle Bemühungen, über gemeinsame Haftung (ESM, Bankenunion) und über mehr Umverteilung (gemeinsame Arbeitslosenversicherung) den Euro zu stabilisieren, müssen scheitern, weil sie nicht das erforderliche Volumen erreichen können, so der IWF[v], und weil sie nichts an den grundlegenden Konstruktionsmängeln des Euro ändern. Damit ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis es zu neuen Spannungen und Krisen kommt. Eine Situation, die nachhaltig nicht funktionieren kann, wird auch nicht auf Dauer funktionieren.

Dabei wird das Problem über Zeit nicht kleiner, sondern größer. Die Schulden bleiben weiterhin auf zu hohem Niveau, die Wirtschaft wächst angesichts stagnierender und bald schrumpfender Erwerbsbevölkerung und geringen Produktivitätsfortschritten immer weniger. Eine Entwicklung, die nicht zum Happy End führen kann, wenn man nicht entschieden und deutlich gegensteuert. Im eigenen Interesse muss Deutschland handeln und eine Sanierung der Eurozone voranbringen.

Kurze Erinnerung: Warum die EU nicht funktioniert

Bevor wir dazu kommen, die mögliche Rolle Deutschlands bei der Überwindung der Eurokrise zu definieren, ein ebenfalls kurz gehaltener Blick auf den Zustand der EU.

Die EU hat es in den letzten 20 Jahren nicht geschafft, die selbst gesetzten Ziele zu erreichen. Im März 2020 haben die europäischen Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel in Lissabon ein Programm verabschiedet, mit dem die EU bis zum Jahr 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“. Ziel war es, die Produktivität und Innovationskraft relativ zu Japan und vor allem den USA zu verbessern.

Nachdem die Ziele nicht erreicht wurden, verabschiedete die EU eine „Nachfolge-Strategie“, um bis 2020 die Ziele doch noch zu realisieren: EUROPA 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.[vi] Doch der Erfolg blieb aus.

  • Die Forschungsausgaben sollten EU-weit bei drei Prozent vom BIP liegen. Tatsächlich betragen sie 2,07 Prozent. Nur Schweden, Österreich, Dänemark und Deutschland liegen über der geforderten Schwelle.[vii]
  • Auch bei der Anzahl der Patente relativ zur Bevölkerungszahl liegen die Staaten der EU deutlich hinter den Wettbewerbern in Asien, den USA aber auch der Schweiz.[viii]
  • Nur zwölf der führenden 100 Technologiekonzerne der Welt haben ihren Sitz in einem EU-Land. In den USA sitzen 45, in Japan und Taiwan jeweils 13.[ix]
  • Die Zahl der Schulabbrecher sollte EU-weit nicht mehr über zehn Prozent liegen. Deutschland, aber noch mehr Spanien, Portugal und Italien rangieren deutlich über dem Niveau.
  • Es ist nicht gelungen, Universitäten aus der EU in den Top 20 der weltbesten Universitäten zu haben. Nach dem Brexit befindet sich keine EU-Universität unter den Top 20, Kopenhagen ist auf Platz 26.[x]
  • Auch vom Ziel eines Breitbandanschlusses für jedermann im Jahr 2013, sehr viel höheren Internet-Geschwindigkeiten –30 Mbps (oder mehr) – bis 2020 und einen Internetanschluss von über 100 Mbps für 50 Prozent oder mehr aller europäischen Haushalte sind wir weit entfernt.
  • Das Wachstum der Produktivität war in der EU noch schlechter als beim Rest der Welt. Seit dem Jahr 2000 stieg das reale Pro-Kopf-Einkommen in Süd-Korea um 63 Prozent, in den USA um 27 Prozent und sogar in Japan um 17 Prozent. Die Niederlande sind das einzige der größeren EU-Länder,  das mit einem Zuwachs von 18 Prozent halbwegs mithalten kann. Frankreich und Spanien schafften 14 Prozent, Deutschland 13 Prozent und in Italien sank das Pro-Kopf-Einkommen seit dem Jahr 2000 real um drei Prozent![xi]

Es dürfte unstrittig sein, dass die EU in den letzten Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verloren, nicht gewonnen hat. Als Indikator mag die Entwicklung des Anteils am Welt-BIP dienen: Er muss sinken, weil die Schwellenländer, namentlich China und Indien, so stark aufholen. Dennoch zeigt der Marktanteilsverlust der EU von weit über 20 Prozent auf heute rund 16 Prozent deutlich, dass sie aufgrund des Versagens bei der Erhaltung von Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftskraft auf der internationalen Bühne rasch an Gewicht verliert.

Für die Bürger bedeutet das konkret, dass ein wesentliches Versprechen der EU nicht eingelöst wird: die Schaffen von weiterem Wohlstand. Im Gegenteil, die EU steht vor denselben existenziellen Herausforderungen wie Deutschland: absehbar schrumpfende Erwerbsbevölkerung, ungedeckte Versprechen für die alternde Gesellschaft in Billionenhöhe[xii], fehlende Produktivitätszuwächse und Innovationskraft.

Nicht wenige Beobachter sehen deshalb die EU auf dem Weg in ihr eigenes „japanisches Szenario“. In der Tat sind die Parallelen zu Japan immer deutlicher – neben den bereits genannten, auch die hohe Verschuldung und die fehlende Bereitschaft, ein offensichtlich krankes Bankensystem ernsthaft zu sanieren. [xiii]

Investoren und Finanzmärkte stellen sich immer mehr darauf ein. Dabei hinkt der Vergleich mit Japan in entscheidenden Dimensionen:

  • Die EU ist nicht ein einzelner Staat, sondern ein Zusammenschluss verschiedener Staaten, die zunehmend mehr auf die eigenen Interessen achten.
  • Die Bevölkerungen der Mitgliedsländer sind nicht so homogen und vermutlich auch nicht so leidensbereit wie die Japaner.
  • Der Euro legte den Mitgliedsländern ein straffes Gerüst an, das Anpassungen noch schwerer machte und deshalb das japanische Szenario weiter verschärft.
  • Packen wir dazu noch das Versagen der Politik, eine strategische Antwort auf den sich verschärfenden Migrationsdruck – hier Schrumpfvergreisung, jedoch vor unseren Toren Bevölkerungsexplosion – zu finden, sind wir nicht weit von einer existenziellen Krise der EU entfernt.

Trotz aller berechtigten Kritik an der EU, ist es jedoch in unserem größten Interesse, eine Krise und einen perspektivisch absehbaren Zerfall der EU zu verhindern.

Deutschland muss führen, aber anders als früher

Die wirtschaftliche Logik für eine enge Zusammenarbeit der Europäer liegt auf der Hand. Gemeinsam haben sie politisch international mehr Gewicht, der Binnenmarkt ist der größte der Welt und damit stellt sich jedes Land besser als allein.

Der Austritt Großbritanniens widerspricht dieser Logik offensichtlich. Dennoch kam es bekanntlich zum Brexit und auch wenn es Hoffnung gibt, das Land künftig nahe an der EU zu halten – gerade wegen der enormen militärischen Bedeutung und der engen Handelsbeziehungen –, ist der Austritt ein Warnsignal für die EU. Scheitert sie weiter dabei, den theoretischen Nutzen praktisch zu realisieren und für die Bürger spürbar zu machen, wird der Druck wachsen. Ein wirtschaftlich erfolgreiches Großbritannien nach dem Austritt ist zweifellos einer der größten Albträume in Brüssel.

Deutschland muss deshalb seine in den letzten Jahren für gewöhnlich abwartende Rolle aufgeben und versuchen, die EU und eng damit verbunden, den Euro zu sanieren. Dies aber meiner Meinung anders, als es hier politisch diskutiert wird. Ein breiter Konsens unter deutschen Politikern lautet: Wir brauchen mehr Integration bei jedem Problem der EU und wir sollten bereit sein, mehr in den Gemeinschaftstopf einzuzahlen. Begründet wird das mit dem großen wirtschaftlichen Nutzen, den wir aus der EU (und dem Euro) zögen.

Abgesehen davon, dass es mit dem wirtschaftlichen Nutzen keineswegs so eindeutig ist, wie behauptet[xiv], sind erhebliche Zweifel angebracht, dass die Probleme der EU mit mehr Umverteilung und mehr Integration wirklich zu lösen sind. Die Argumentation der Politik erinnert an den Philosophen Paul Watzlawick, der treffend feststellte, dass, wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, in jedem Problem einen Nagel sieht. Für die EU und die EU-fokussierten Politiker ist die Antwort auf jede Krise ein „Mehr“ an Integration. Doch das ist weder richtig, noch entspricht es den Wünschen der Bevölkerung.[xv] Aus diesem Grunde muss die EU dringend umsteuern, will sie sich selbst erhalten und den Nutzen für die Bürger, den es gibt.

Mit dem Weggang Großbritanniens fehlt auf Ebene der EU eine wichtige Stimme für den Gedanken des Wettbewerbs, der Marktwirtschaft und der Subsidiarität. Die Mehrheit der Mitgliedsstaaten steht in einer eher planwirtschaftlichen und zentralistischen Tradition. Nicht zufällig hat der Ökonom Hans-Werner Sinn gefordert, den Vertrag von Lissabon zu ändern, um den veränderten Stimmgewichten in der EU nach dem Austritt Rechnung zu tragen. Ohne Großbritannien liegt die Mehrheit der Stimmen eher bei den südlichen Ländern und Frankreich.

Für Deutschland bedeutet dies, dass wir uns nicht mehr wie früher hinter den Briten verstecken können, wenn es um bestimmte Themen geht. Vor allem bei Budgetfragen und Versuchen, mehr Macht nach Brüssel zu verlagern, war in dieser Hinsicht auf die Briten Verlass. Da es offensichtlich ist, dass die Probleme der EU sich nicht einfach nur durch mehr Geld und mehr Zentralisierung lösen lassen, muss nun Deutschland die Rolle der ökonomischen Vernunft einnehmen. Ein erheblicher Rollenwechsel – dessen bin ich mir bewusst – aber nur so dürfte es gelingen, die EU erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Konkret bedeutet dies natürlich, dass wir zunächst unsere Hausaufgaben im Inland machen. Denn nur, wenn wir den Wohlstand und die Wirtschaftskraft Deutschlands erhalten, hat die EU eine Zukunft. Die Erwartung, dass künftig die anderen Länder Transfers nach Deutschland leisten, ist eine Illusion. Ohne ein starkes Deutschland ist die EU Geschichte.

Damit haben wir aber auch den erforderlichen Hebel für Reformen. Diese umfassen:

  • Steigerung des Wirtschaftswachstums durch Strukturreformen, die den Namen verdienen. Weitere zehn Jahre, in denen die EU, die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht, können wir uns nicht leisten.
  • Priorität auf Schaffen von Wohlstand durch eine Änderung der politischen Agenda der EU. Das heutige Zielsystem fokussiert auf Regulieren, Planwirtschaft (siehe Klimapolitik) und Unterdrücken von Wettbewerb.
  • Dezentralisieren statt Zentralisierung von Entscheidungen in Europa. So viel Subsidiarität wie möglich. Programm für das Rückführen von Aufgaben auf das Niveau der Nationalstaaten.
  • Bund von Nationalstaaten statt Superstaat durch Aufgabe der Idee der zunehmenden Zentralisierung. Die Bürger müssen mehr an Entscheidungen beteiligt werden.
  • Mehr Wettbewerb statt weniger zwischen den Mitgliedsländern. Es muss sich lohnen, Initiative zu ergreifen und den eigenen Standort zu stärken. Gerade der intensive Wettbewerb der Länder Europas in den vergangenen Jahrhunderten dürfte ein Grund für den wirtschaftlichen Aufstieg der Region gewesen sein.
  • Wirksames Begrenzen der Zuwanderung durch Schutz der Außengrenzen und Orientieren der Zuwanderung an den eigenen ökonomischen Interessen.
  • Demokratisieren der Institutionen: Es kann es nicht sein, dass die Stimmen der einzelnen Bürger im EU-Parlament so unterschiedliches Gewicht haben. Dies geht vor allem dann nicht, wenn man dem Parlament mehr Rechte einräumen möchte.

Zielbild wäre eine EU, die sich auf wenige Kernaufgaben beschränkt, vor allem den Binnenmarkt, gemeinsamen Schutz der Außengrenzen und Verteidigung. Dieser Wandel wäre möglich, allerdings setzt er eine Abkehr der EU-Eliten vom bisherigen Kurs voraus. Wahrscheinlicher ist, dass die EU am bestehenden Kurs festhält und damit scheitert – mit weitaus verheerenderen Konsequenzen als ein freiwilliger Wandel je haben könnte.

Zwingende Voraussetzung für eine Reform der EU muss eine Korrektur des Eurofehlers sein. Denn wie gezeigt, bewirkt der Euro mehr eine wirtschaftliche – und damit absehbar auch politische – Spaltung der EU als eine engere Bindung. Zwar ist die Eurokrise erst mal vom billigen Geld der EZB unterdrückt, doch kann die EZB die zugrunde liegenden Probleme damit nicht lösen. Wir brauchen eine Lösung, die die unzureichende Wettbewerbsfähigkeit einzelner Mitgliedsländer und das Problem der hohen Verschuldung von Staaten und Privaten bereinigt.

Keine einfache Fragestellung, vor allem aus Sicht der Politik, da jeder Versuch in Richtung einer Lösung zu gehen, höchst unpopulär sein dürfte. Deshalb auch das derzeitige Spiel auf Zeit, in der Hoffnung, dass ein Wunder geschieht und das Problem verschwindet. Das wird aber nicht passieren.

Seit Jahren plädiere ich für einen europäisch koordinierten Schuldenschnitt. Mittlerweile hat sich die EZB so weit von ihrem ursprünglichen Mandat – Sicherung der Geldwertstabilität – entfernt.  Maßnahmen wie Helikopter-Geld, also die direkte Finanzierung von Staatsausgaben durch die EZB, sind absehbar. Deshalb liegt es nahe, die Idee eines europäischen Schuldenfonds wieder aufzugreifen. Dabei vereinen die Euroländer Staats- und Privatschulden oberhalb eines bestimmten Niveaus in einem gemeinsamen Topf, der von der EZB refinanziert wird. Dabei kann die Notenbank auf Zins und Tilgung verzichten und so die Schulden faktisch ausbuchen. Diese Überlegung findet international immer mehr Anhänger und dürfte von der Bank of Japan als erste der großen Notenbanken schon in diesem Jahrzehnt vorgemacht werden. Die Eurozone sollte denselben Weg gehen.

Ich weiß, dass derartige Überlegungen gerade in Deutschland auf heftigen Widerspruch treffen. Vor allem wird es als ungerecht empfunden, wenn jenen, die sich selbst in Not gebracht haben, so geholfen wird. Auch befürchtet man eine Wiederholung. Dem könnte man entgegentreten, indem Deutschland ebenfalls entsprechend Schulden in den Fonds einbringt und zum anderen, indem man die Verträge der EU und des Euro so klärt, dass es eindeutig eine Einmalaktion bleibt.

Außerdem sollte die EU einführen, dass Parallelwährungen in den Mitgliedsländern ermöglicht werden, eventuell sogar in allen. Der Euro bliebe erhalten, aber es wäre ein halbwegs eleganter Weg, um eine größere Schwankungsbreite zwischen den Währungen und damit ein Ventil zur Anpassung wieder zu öffnen, das seit der Euroeinführung verstopft ist. Schnell würden die lokalen Währungen dominieren.

Der Traum der Europäer, neben dem US-Dollar eine dominierende Weltwährung zu schaffen, ist gescheitert. Der Euro hat heute einen Anteil an den Weltwährungsreserven, der dem der D-Mark vor der Euroeinführung entspricht. Der praktische Nutzen einer einheitlichen Währung ist in der heutigen Welt globaler Kapitalmärkte begrenzt, können Unternehmen sich doch gegen Wechselkursrisiken absichern.

Die Alternative zur faktischen Auflösung der Eurozone wäre eine verkleinerte Währungsunion jener Länder, die ökonomisch gut zusammenpassen. Um Deutschland herum wären das vor allem die Niederlande und Österreich. Frankreich ist als Grenzfall zu sehen.

Ist es nicht möglich, den Euro auf diese Weise geordnet abzuwickeln, sollte Deutschland den Schwerpunkt der Anstrengungen auf die Reformen der EU und den Schuldentilgungsfonds legen. Höhere Wachstumsraten dank höherer Produktivität und Innovationskraft in allen Mitgliedsländern, könnten helfen, den Euro zu stabilisieren. Wahrscheinlich ist dies angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre nicht.


[i] Internationaler Währungsfonds, „Economic Convergence in the Euro Area: Coming Together or Drifting Apart?“, 23. Januar 2018, abrufbar unter: https://www.imf.org/en/Publications/WP/Issues/2018/01/23/Economic-Convergence-in-the-Euro-Area-Coming-Together-or-Drifting-Apart-45575

[ii] Bei Griechenland ist allerdings anzumerken, dass die Schulden real deutlich geringer sind, wenn man sie statt zu nominellen Werten zu Marktpreisen bewertet. Dies liegt daran, dass Zinsen und Tilgungen sehr großzügig vereinbart wurden, worin ein faktischer, aber für die Bürger der Kreditgeberländer, allen voran wir Deutschen, nicht offensichtlicher Schuldenerlass liegt. Nachzulesen bei beyond the obvious, „Die Lüge von der gewinnbringenden Rettung“,  Juni 2018, abrufbar unter: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/best-of-bto-2018-griechenland-die-luege-der-gewinnbringenden-rettung/

[iii] Flossbach von Storch, „Die lateinische Münzunion – ein Präzedenzfall für den Euro“, 16. Mai 2019, abrufbar unter: https://www.flossbachvonstorch-researchinstitute.com/fileadmin/user_upload/RI/Studien/files/studie-190516-die-lateinische-muenzunion.pdf

[iv] Deutsche Bank, „Understanding Euro-Zone break-up – How much would the Euro drop”, 9. März 2017, abrufbar unter: https://think-beyondtheobvious.com/wp-content/uploads/2017/03/DB-Understanding-Eurozone-break-up-09.03.17.pdf

[v] Internationaler Währungsfonds, „Towards a fiscal Union for the Euro Area“, 25. September 2013, abrufbar unter: https://www.imf.org/en/Publications/Staff-Discussion-Notes/Issues/2016/12/31/Toward-A-Fiscal-Union-for-the-Euro-Area-40784

[vi] Europäische Kommission, EUROPA 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“, 3. März 2010, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/eu2020/pdf/COMPLET%20%20DE%20SG-2010-80021-06-00-DE-TRA-00.pdf

[vii] Eurostat, „Leichter Anstieg der FuE-Ausgaben in der EU im Jahr 2017 auf 2,07 % des BIP“, 10. Januar 2019, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/9483602/9-10012019-AP-DE.pdf/054a5cb0-ac62-4ca4-a336-640da396b817

[viii] WIPO World Intellectual Property Organization, „World Intellectual Property Indicators 2019“, abrufbar unter: https://www.wipo.int/edocs/pubdocs/en/wipo_pub_941_2019.pdf

[ix] Thomson Reuters: „The Top 100 Global Technology Leaders“, abrufbar unter: https://www.thomsonreuters.com/content/dam/ewp-m/documents/thomsonreuters/en/pdf/reports/thomson-reuters-top-100-global-tech-leaders-report.pdf

[x] Shanghai Index, „Academic Ranking of World Universities“, abrufbar unter: http://www.shanghairanking.com/ARWU2019.html

[xi] Gemäß Daten der Weltbank. Zur Berechnung siehe beyond the obvious, „10 Jahre Lissabon-Vertrag – Wie ist die wirtschaftliche Lage der EU heute? Fakten zum Nachlesen“, 1. Dezember 2019, abrufbar unter: https://think-beyondtheobvious.com/10-jahre-lissabon-vertrag-wie-ist-die-wirtschaftliche-lage-der-eu-heute-fakten-zum-nachlesen/

[xii] European Commission, „Fiscal Sustainability Report 2018“, Januar 2019, abrufbar unter: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/economy-finance/ip094_en_vol_1.pdf

[xiii] beyond the obvious, „Folgt Europa Japan in das deflationäre Szenario?“, 6. Mai 2019, abrufbar unter: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/folgt-europa-japan-in-das-deflationaere-szenario-i/

[xiv] Ausführlich in: Daniel Stelter, „Das Märchen vom reichen Land“, Finanzbuch Verlag, München 2018

[xv] Das ist zumindest der Schluss, den man aus Umfragen ziehen muss. Während 76 Prozent der Deutschen in der Mitgliedschaft in der EU etwas Gutes sehen, sind es nur knapp mehr als 50 Prozent der Franzosen und 36 Prozent der Italiener. Damit ist die Unterstützung nicht so stark, wie man sie erwarten müsste mit Blick auf die Herausforderungen, vor denen die EU steht. European Parliament, „Spring Eurobarometer 2019“, S. 16, abrufbar unter: https://www.europarl.europa.eu/at-your-service/files/be-heard/eurobarometer/2019/closer-to-the-citizens-closer-to-the-ballot/report/en-eurobarometer-2019.pdf

 

 

 

Kommentare (22) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Bernhard K. Kopp sagte:

    Für einen Staatenbund ist ein EU-Parlament, als erste Kammer der Gesetzgebung, völlig überflüssig. Nur ein Staatsvolk kann sich in freien und fairen Wahlen ein repräsentatives Parlament zur Gesetzgebung wählen. EU-27 ist aber kein Staat, es gibt kein EU-27-Staatsvolk, keine gemeinsame Öffentlichkeit in 22 Sprachen, und jede Menge andere Unterschiede. Die EU-Gesetzgebung sollte und könnte über vernetzte EU-Ausschüsse in den nationalen Parlamenten organisiert werden. Auf EU-Ebene kann man sich einen Senat/Bundesrat vorstellten, der aber nicht mehr als 3 Abgeordnete pro Mitgliedsland hat. Der Europäische Rat „ER“ (Regierungschefs) ist kein Gesetzgebungsorgan und sollte deshalb aus der Gemeinschaftsgesetzgebung ausgeklammert werden. „ER“ wäre die politische Führung der Kommission, die keine Regierung sondern eine Verwaltungsbehörde wäre. Initiativrecht für Gesetzgebung könnte in den Parlamenten, dem Senat, und dem „ER“ sein. Eine andere EU ist möglich, auch wenn dies nur eine sehr grobe Skizze sein kann.

    Antworten
  2. Avatar
    Wolf Palmer sagte:

    @ Allmächtiger!

    Da haben sich unsere Zins-Mystiker, Wirtschafts-Philosophen und Geschwurbel-Denker alle Mühe gegeben, den totsicher kommenden Zerfall des Wahnsinns-Konstruktes EU mit seiner Schrottwährung und der überbordenden Dummheit und Inkompetenz seiner Führer zu zerreden und noch mehr Verschuldung zu fordern.

    Hat denn keiner den hervorragenden Beitrag von Dr.Stelter richtig gelesen?

    Antworten
    • Avatar
      Wolf Palmer sagte:

      UND je LÄNGER wir in der TRANSFER-UNION der Pleitegeier verharren, desto SCHLIMMER sind die FOLGEN eines UNKONTROLLIRTEN ZERFALLS dieses WAHNSINNS-KONSTRUKTES EU.

      Antworten
      • Avatar
        Gast sagte:

        Ja natürlich! Aber was sollen die Bürger tun? Sollen sie auf die Straße gehen, was sollen sie dann fordern?

  3. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    >Fällt Deutschland in eine Krise (konjunkturell, aber vor allem strukturell, Stichwort Automobil) und damit als Anker von Euro und EU aus, dürfte es turbulent werden.>

    Das sieht auch ein Blinder mit Krückstock so.

    Was ist aus deutscher Sicht zu tun?

    Die EU darf nicht aufgegeben werden, weil wir – so das gängig gepflegte Narrativ – von ihr profitieren.

    Andererseits ist Einsichtigen völlig klar:

    >… sind erhebliche Zweifel angebracht, dass die Probleme der EU mit mehr Umverteilung und mehr Integration wirklich zu lösen sind.>>

    Nur mal hier reinschauen, insbesondere die blauen Balken in der Grafik „Budgetposten“ ansehen:

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/eu-gipfel-endet-ohne-haushaltsplan-fuenf-antworten-zum-eu-treffen-ld.1541682

    Der mehrjährige Finanzrahmen 2014 bis 2020 weist für die Landwirtschaft mehr als 350 Mrd. EUR und für die Unterstützung ärmerer Regionen (Kohäsion) mehr als 300 Mrd. EUR auf.

    Geringste Änderungsvorschläge daran für das Budget ab 2021 haben zum Abbruch des jüngsten Budget-Gipfels geführt.

    1. Zwischenfazit:

    Es gibt nicht nur erhebliche Zweifel, sondern es ist klar, dass es ein NUR-Weiter so nicht geben kann.

    Was ist daher zu tun auf Basis dieser Erkenntnis?

    >Da es offensichtlich ist, dass die Probleme der EU sich nicht einfach nur durch mehr Geld und mehr Zentralisierung lösen lassen, …

    ist die Schlussfolgerung von bto:

    … muss nun Deutschland die Rolle der ökonomischen Vernunft einnehmen.>

    Stimmenverhältnisse hin oder her, wir könnten es ja mal versuchen.

    Voraussetzung dafür:

    > Konkret bedeutet dies natürlich, dass wir zunächst unsere Hausaufgaben im Inland machen.>

    Richtig, weil man nur aus einer Position der Stärke heraus führen kann.

    Wohin soll geführt werden?

    >Zielbild wäre eine EU, die sich auf wenige Kernaufgaben beschränkt, vor allem den Binnenmarkt, gemeinsamen Schutz der Außengrenzen und Verteidigung.>

    Beurteilung:

    Erstens:

    Das ist SCHLÜSSIG, weil weniger Umverteilung damit verbunden wäre (siehe oben).

    Zweitens:

    Und es ist zugleich eine ILLUSION sondergleichen.

    Begründung dafür:

    a). Wir werden unsere Hausaufgaben im Inland nicht machen.

    Ich verstehe nicht, wie man auch nur glauben kann, dass dies möglich ist, wenn wir eine derart gespaltene Gesellschaft sind, die lediglich noch nicht weiß, wie sie am besten ihre Wohlstandsbasis mit der Energiewende demontieren soll.

    b) Die Beschränkung auf „wenige Kernaufgaben“ wäre für eine Vielzahl von Staaten der Verzicht auf Zuwendungen aus den Umverteilungstöpfen der EU mit der Folge von sich nochmals verstärkender Instabilität in diesen Ländern.

    2. Zwischenfazit

    Deutschland wird nicht in der Lage sein, zu führen.

    Und die anderen EU-Länder würden sich auch nicht führen lassen von einem starken Deutschland, das auf weniger Umverteilung besteht.

    Wie geht es weiter?

    a) die EU darf nicht scheitern, weil – das WAHRE Narrativ – ein Scheitern uns zunächst und auch längere Zeit enormen Wohlstand KOSTEN würde.

    Niemand bei Sinnen will das, weil dadurch das RISIKO, dass Deutschland auf eine nicht mehr kontrollierbare DESTABILISIERUNG zusteuert, erheblich steigen würde.

    und

    b) es muss mit Umverteilung weitergehen, aber ANDERS als NUR mit Umverteilung der bisher praktizierten Art.

    Der LÖSUNGSANSATZ, der verfolgt werden soll:

    Die EU erhält mit der ENERGIEWENDE eine EIGENSTÄNDIGE Agenda, die als wirtschaftliches GROSS-PROJEKT die Defizite nationaler Wirtschaftspolitik zwar nicht eliminieren, aber ÜBERSPIELEN soll. Finanzierungsbasis: EZB

    „überspielen“ heißt:

    Es sollen POSITIVE Rückkopplungseffekte für die nationalen Volkswirtschaften entstehen, in die eingegriffen werden muss. Die EU operiert ja nicht im luftleeren Raum.

    Das wird aus folgendem Grund scheitern:

    Die mit die Wahl des EU-Parlaments INSTITUTIONALISIERTE Verschiebung richtungsweisender Wirtschaftspolitik auf die EU-Ebene wird nicht durch den für entsprechende Umsetzung erforderlichen MACHTZUWEIS legitimiert.

    Das ist so, weil der RAT der EU dispositive Veto-Vollmacht durchsetzen wird, um die EIGENEN Volkswirtschaften stabil zu halten.

    FAZIT:

    MODIFIZIERTES Weiter so mit zunehmenden Wohlstandsverlusten und Spaltungstendenzen hin zu einer letztlich bestenfalls supranationalen „Restpolitik“, etwa Sicherung der Außengrenzen.

    Deutschland wird diese Entwicklung AKTIV voranbringen, aber dabei keine „britische Rolle“ spielen.

    Diese wird AUSSERHALB der EU jenseits des Kanals wahrgenommen.

    Antworten
  4. Avatar
    weico sagte:

    Eine Diskussion über „Warum der Euro nicht funktioniert“ und über Alle weiteren „EU-Probleme“ und wie man Diese „lösen“ könnte,ist sicherlich sehr interessant.Leider aber wohl rein THEORETISCHER Naturund damit wohl auch vergebene Müh . Ein halbwegs informierter Bürger, wird sicherlich nur eine WIRKLICH PRAKTIKABLE Alternative,für seine EIGENE Zukunft erkennen, und die hat Herr Heinsohn (in seinem neusten Kommentar) absolut TREFFEND ausgedrückt:
    „Da es in jedem Fall ungemütlich ausgehen wird, müssen die Restvernünftigen umso dringlicher daran arbeiten, in eine der Kompetenzfestungen zu entkommen.“

    https://www.achgut.com/artikel/der_bericht_zur_fluechtlings_weltlage/P10#comment_entries

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    Michael Stöcker sagte:

    „Damit ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis es zu neuen Spannungen und Krisen kommt. Eine Situation, die nachhaltig nicht funktionieren kann, wird auch nicht auf Dauer funktionieren.“

    So ist es, Herr Dr. Stelter. Was ist aber das Hauptproblem, das HEUTE gegen Nachhaltigkeit spricht? Es sind die persistenten LB-Ungleichgewichte. Und damit sind alle Analysen von Ökonomen, die diesen Fakt ignorieren nicht nur wertlos, sondern deren Empfehlungen führen auch in die völlig falsche Richtung (Sinn, Homburg et al.).

    Wir brauchen an aller erster Stelle die Erkenntnis, dass die Rezepte von gestern nicht die Probleme von morgen lösen können, da wir nicht mehr in der Welt von Friedman leben, sondern seit einigen Jahren in der Welt von Keynes. Damit ändern sich aber zugleich FUNDAMENTAL die politischen Handlungsempfehlungen. Wenn von Weizsäcker mit seinen Analysen richtig liegt – wovon ich ganz fest ausgehe – dann brauchen wir mehr Staatsverschuldung in den Ländern mit LB-Überschüssen. Dass ein großer Teil dieser Schulden insbesondere in Deutschland auch in Investitionen fließen sollte, dürfte angesichts der Defizite bei Bildung und Infrastruktur offensichtlich sein.

    Wichtig hierbei: Es geht um ZUSÄTZLICHE Staatsverschuldung und NICHT um Umschichtung, wie Merz & Co. fordern.

    Von daher hier nochmals der Hinweis auf das hochkarätige Symposium mit Issing, von Weizsäcker, Sinn, Burda, Homburg, Hüther, Mayer und Krahnen: https://zinsfehler.com/2020/03/02/fiskalische-konterrevolution/

    Es ist DIE zentrale intellektuelle Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert, deren Bedeutung noch herausragender sein wird als die kopernikanische Wende. Bevor diesen Thesen/Theorie von von Weizsäcker nicht konsensual beantwortet sein wird, wird nicht nur die Politik weiterhin völlig orientierungslos durch die Landschaft irren, da der ökonomische Kompass neu kalibriert werden muss.

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        Alexander sagte:

        @ Michael Stöcker

        Wenn Kruse richtig liegt und Gesellschaften mit steigender Komplexität = Inhomogenität nicht mehr linear beherrschbar sind, ist die Hoffnung dieselben Gesellschaften mittels Gesetzen/Steuern/Geldpolitik zu beherrschen eine irre.

        Kruse folgert aus Vernetzungdichte eine zunehmende Stärke des Informationsnachfragers und vergisst für einen Moment seine eigene Sorge um den Bildungsstandort DEUTSCHLAND.

        Wer, wie Manfred Spitzer bejammert nicht fähig ist richtige Suchbegriffe zu formulieren (YT, digitale Demenz), wird niemals Stärke aus Informationsvorsprung generieren – sondern wird hochgradig manipulierbar – für jede Angst die daherkommt.

        Was wir nach Masseneinwanderung von humanen Individuen beobachten sind Integrationsmisserfolge aufgrund überschäumender Weisheit auf beiden Seiten der Übung. Man lebt lieber seine Simulationen (vgl. Jean Baudrillard) und ergözt sich in Feindbildern von vorgestern.

        Anders als eingefleischte Bundesrepublikaner glauben lässt sich die Geschichte nicht aufhalten. Ein buntes Europa der national finanzierten SuperSozialstaaten wird es in einer globalisierten Welt niemals geben…..soviel Kaufkraft kann niemand schöpfen.

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        ruby sagte:

        @Alexander
        „Where is the degree of technological sophistication, where is the ‚high fidelity‘ threshold beyond which music as such would disappear? For the problem of the disappearance of music is the same as that of the disappearance of history: it will not disappear for want of music, it will disappear for having exceeded that limit point, vanishing point, it will disappear in the perfection of its materiality, in its own special effect (beyond which there is no longer any aesthetic judgment or aesthetic pleasure, it is the ecstasy of musicality and its end).““
        aus:
        https://www.indiepedia.de/index.php?title=Jean_Baudrillard_zur_Musik
        Persönlich erlebte ich Mono, Stereo, Quadrophonie, HighFidelty, Dolby Sourround, 7.0, Subwoofer…
        Jeder Mensch kann sich bis zum „beyond“ durch hören, studieren, entwickeln, wirtschaften.
        Und er wird immer in ein Lebensumfeld hinein geboren…sozialisiert…gewirtschaftet mit Familie, Freunden, Grosseltern, Eltern, Kindern, Enkeln.
        Perfektion gibt es niemals aber es gibt die Begrenztheit im Menschen, in der Mathematik und der Wirtschaftsmodellierung, zeitlich + physisch.
        Entscheidend scheint mir, daß die individuelle Freiheit das Erfahren bis hin zu den Grenzen erst diesen Erkennungsprozeß ermöglicht.
        Das bedeutet für mich angewandt auf Europa und eine Weltvorherrschaft, diese bleiben Trugbilderschlüsse.
        Klassik und handwerkliche Instrumente führen zu Natürlichkeit und Wohlklang, was wir als Wohlstand, Wohlfahrt in Analogie im Wirtschaftssystem vielleicht als Gleichgewicht darzustellen versuchen?

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ruby

        Danke.

        Wenn individuelle Freiheit immer Grenzerfahrung ist gehört dieses Erlebnis zur Erziehung bevor man Verantwortung übernimmt. Alle Versuche zur Entgrenzung sind damit zuerst ein Entwicklungsproblem von Menschen ohne das Wissen um „Begrenztheit“.

        „Natürlichkeit und Wohlklang“ + „Wohlstand, Wohlfahrt“ erscheinen im Rückblick „vielleicht als Gleichgewicht“ während sie zu jeder Zeit ein zähes „handwerkliches“ ringen um „Erkennungsprozeße“ waren.

        Ich bedaure den Umstand, dass Europa anstelle sein Erbe zu entwickeln lieber nach Weltvorherrschaft suchte um gegenwärtig zu scheitern.

        Europa ist mehr als die Geschichte seit Karl dem Großen, wenn die Fernhandelsbeziehungen über die Alpen nach der letzten Eiszeit bis in die Eisenzeit zurückreichen…. dazu Dieter Wieland über den Fernpaß (1975) https://youtu.be/CEX7RyiNIGs

        „Wenn Katastrophen den kulturellen Koordinatenrahmen zerstören, mit welchem eine uralte Tradition den Problemen eine Bedeutung zuweist, öffnen wir plötzlich die Augen und sehen die Welt verängstigt und verständnislos wie das Tier, das von Irrenhäuslern gequält wird.“ (Nicolas Gomez Davila)

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Alexander
        In der mehrteiligen Serie der Kulturen Amerika zeigte die Heiligenstadtkonstruktion wie durch Röhren und Tunnel der Priester die Stammesmitglieder beschwor.
        Medien gehörten der Regierung dieser Kultur und erreichte den Einzelnen vierte Gewalt inklusive.
        Was wird in Europa wo Spaltung/Trennung die Rückbesinnung auf den eigenen Kulturkreis sich verstärkt?
        Nordische Hanse – Britannien – Slawenostregionen – Vorgebirgler – Mittelmeerer –
        Grenzgebietler.
        Zentrum und Peripherie abgelöst durch Stadtregionen mit Landräumen, wie ganz früher?
        Oder beherrschen weltweitvernetzte Technologiegiganten alle obigen durch gezielte Versorgung und Gewaltordnungen?
        Rolle von Währung und Realität der Wirtschafsräume wären mein Studiengebiet wie die Münzunion im Artikel herleitet.
        Köstlich wie die EZB ihre Mitarbeiter zum Corona-Sabbitacal nach Hause schickt, um Donnerstag zum Großen Rat zu rufen.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ruby

        Können „weltweit“ vernetzte Technologiegiganten ohne billige Energie und kulturelle Infrastruktur länger überleben als ihre Beherrschten? Stirbt der von Yuval Noah Harari angekündigte Transhumanismus mit seinen Priestern an der Wirklichkeit mangelhafter Wertschöpfungsketten einer deindustrialisierten/globalisierten Welt, ohne Fähigkeit Hühner, Schweine, Schafe oder Gemüse zu bewirtschaften?

        Ist die Lüge um das CO² die letzte Station vor einem kulturellen Einbruch, aufgrund hochgradig vernetzter Inkompetenz unter Überbrückung aller Warnsignale durch Ausgrenzung allen Flehens um maßvolle Eingriffe? = Steht Europa näher am „black out“ als dem Schritt in einer bessere Zukunft aus Industrialisierung 4.0?

        Testet Corona gerade internationale Abhängigkeiten und Schwächen im Sinne zukünftiger Ereignisse?

        Die Abhängigkeiten aller Wirtschaftsräume (Alpen, Grenzen, Küsten, Binnen) von staatlichen Transferzahlungen muss erst überwunden werden, bevor man sich Gedankenspielen über Bündnisse und Kooperationen hingeben darf (?)…..denn autark ist heute niemand mehr.

        Der Brexit hat die politischen Zeitfenster deutlich verkürzt, die Überforderung aus Vor-/Zwischen-/Nachkalkulation ist offensichtlich; Disfunktion droht.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Alexander
        Energie: wird sich kostengünstig technikabel vor Ort anwendungsbezogen durch parallelen Wandel durchsetzen ist meine Überzeugung. Der Blick auf die Menschen in den Verkehrswegen zwischen ihren Lebensbereichen zeigt den Willen und Kampf in den Augen und Bewegungen. Werden dort keine ausreichenden Wertschöpfungen geschaffen vergehen die Infrastrukturen damit versiegen ausreichende Transfergeber und Empfängerziele.
        Lübeck mit Umland flickt Restsubstanzen um nicht den sofortigen Stillstand zu erleben. Die Villenviertel verzichten mangels Masse auf Strassenausbaubeiträge auf Unterhaltung. Althafenflächen und Abrissflächen werden mit Abschreibungsluxusimmos auf Hochpreissegment getrimmt.
        Attraktivität für Weltbürgertranshumanisten singuläre Insellage ohne massentauglichkeiten.
        Bundesweit reichen die Handelsbilanzüberschussvernichtungspotenziale eher für kontrollierte Schrumpfungen.
        Die zentralen Klima-Deal-Projekte ermangeln konkrete Nutzanwendungen bei den Wirtschaftsprozessen sowie den Wohn- und Kultutzonen. Beispiel Streetscooter…

        Blackout für Industrie 4.,5 ?
        https://www.deutschlandfunk.de/sozialgeschichte-technik-im-wandel.1148.de.html?dram:article_id=471839
        Bei der aktuellen Bildungsentwicklung und Schulleistungsergebnisse sowie Sozialstrukturperspektiven, scheint eine konzertierte Gesellschaftsaktion über diverse Milieuklientels für eine Binnenkonjunkturexplosion zur Stabiliesurung eines Europa als Netzwerk eine Illusion.
        Dazu wären Gleichzeitigkeiten in den betroffenen ökonomischen, technologischen, sozialen, politischen, rechtlichen Systemen und Untersystemen nötig. Quantensprünge versus Kontinuums.
        Ein Ansatzz ideologische Abhängigkeiten und Spaltungen zu überwinden ist, mit Rußsland vertrauenvoll zusammen zu operieren – Schattensprung, negativer Timetunnel:
        Kontinentaleuropa bedingungslos operational. Mit Russland sind Sicherheitskapazitäten sowie Autarkieniveau garantiert dagegen verliert der transatlantische Finanzkapitalismus die Superiorität, welche er im Inneren der Gesellschaften bereits verloren hat und nur noch Vermögensständen und Wachstumsdifferenz (Gewinn/Kurse vs. Zins/Anleihen) Spekulationen eine Runde weiter retten versucht.
        Ein Industrialworldfonds aus Vergangenheitskonten zur Auflösung in Kapitalflüsse der neuen Zukunftswirklichkeiten. Gegenstandspfade statt Zeitfenster, Basiswerte statt Ableitungen, Fundamenten statt Funktionen.
        Leistungen und Produkte von und für Menschen sind die Eröffungssalden.
        Das soll keine Vision sondern freie Handlungspolitik eröffnen – notwendend und hinreichend.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ruby

        „Energie: wird sich kostengünstig technikabel vor Ort anwendungsbezogen durch parallelen Wandel …. Blackout für Industrie 4.5?“

        Energie für ausgetüftelte Luxusimmobilien von weltbürgertranshumanistischen HipsterPosern samt E.Scooter gerne, aber eben nicht massentauglich…schon gar nicht ohne Quersubvention für mittellose Zuwanderer.

        Der vom Deutschlandfunk abgebildete Kuka Robot hat einen Anschlusswert von 7.5 kVA und produziert nichts, er stapelt um. Für echte Industrie sind die benötigten Energiemengen kostengünstig nur zentral rentabel herstellbar und über Netze zu verteilen, alles andere halte ich für nicht durchführbar. Der Anschlusswert einer (1) modernen Werkzeugmaschine zur Herstellung von transhumanistischen Ersatzteilen (Sprunggelenke, Hüftgelenke, Zahnersatz, Knochenschrauben etc…) schnellt ohne Robot rasch auf 70kVA https://youtu.be/fIagk2J83PM

        Ohne industrielle Wertschöpfung keine Transferleistungsgesellschaft, d.h. zahllose Unternehmen die zeitnah hochflexibel den Anforderungen folgen und Beiträge erwirtschaften….in China stehen in verarbeitenden Unternehmen durchaus 1000 solche Maschinen in Reihe und Glied.

        Während Inselimmobilien einem blackout trotzen fällt die Industrie ins Zeitalter der Transmissionswelle zurück, d.h. Dampfmaschine Industrie 1.0 youtu.be/q5QKvH-O3gA

        Im Falle eines ernsten Zusammenbruchs durch Pfusch im Energiesektor könnte halb Europa zum Übernahmekandidaten werden, wie seinerzeit Osteuropa für den Westen – nur anders herum. Russland wird sich gerne engagieren um seine Ressourcen rentabler zu nutzen und chinesische Abhängigkeiten besser zu beherrschen….

        Der „transatlantische Finanzkapitalismus“ verliert seine Kriege und ist zu schwach ein Europa aus Problemen zu erlösen, die er verursachte. Ob die USA nicht selbst gegen Zerfallserscheinungen zu kämpfen haben, man wird es erleben. Corona prüfte gerade die chinesischen Einwanderer in Californien, man ist verwundbar.

        In der Hoffnung auf “ freie Handlungspolitik eröffnen – notwendend und hinreichend“ begrüße ich den anstehenden Absturz lieber heute als morgen. Noch leben hinreichend viele Fachleute, noch könnte man sich wehren…

        Alle angesprochenen Punkte ***********

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        „Für echte Industrie sind die benötigten Energiemengen kostengünstig nur zentral rentabel herstellbar und über Netze zu verteilen, alles andere halte ich für nicht durchführbar. Der Anschlusswert einer (1) modernen Werkzeugmaschine zur Herstellung von transhumanistischen Ersatzteilen (Sprunggelenke, Hüftgelenke, Zahnersatz, Knochenschrauben etc…) schnellt ohne Robot rasch auf 70kVA“

        Tja, Transhumanismus ohne sichere, grundlastfähige Stromversorgung wird ein ziemlich trauriges Dahinvegetieren. Kein Strom für die Fertigung der ganzen coolen Cyborg-Chips, die Super-KI muss dauernd neu hochgefahren werden und in den Cryo-Zellen gammeln die Halbaufgetauten vor sich hin.

        Ob die Soziologen und Philosophen eine Lösung für diese Probleme finden werden? :D

    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael Stöcker

      >Was ist aber das Hauptproblem, das HEUTE gegen Nachhaltigkeit spricht? Es sind die persistenten LB-Ungleichgewichte.>

      Nehmen wir einmal an, dass das RICHTIG ist.

      Was folgt daraus:

      Das Hauptproblem, also die LB-Ungleichgewichte müssen beseitigt werden.

      Was Deutschland betrifft:

      >… dann brauchen wir mehr Staatsverschuldung in den Ländern mit LB-Überschüssen>

      Ist das MÖGLICH (mit welcher ERKENNTNIS auch immer)?

      JA – definitiv.

      Und es ist REALISTISCH.

      Denn die Staatsverschuldung wird STEIGEN in Deutschland und zwar wie gewünscht mit ZUSÄTZLICHER Verschuldung, weil die Überschüsse wegen abnehmender Wettbewerbsfähigkeit ERZWUNGEN und wegen des demografischen Wandels GEWOLLT abnehmen MÜSSEN. Von der Energiewende muss man dabei nicht einmal reden.

      Durch diesen WANDEL wird sich die Wirtschaftskraft derart schwächen, dass Deutschland auf Dauer nicht in der Lage sein wird, nachhaltig Spannungen und Krisen in Europa und anderswo zu verhindern.

      Fazit:

      >DIE zentrale intellektuelle Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert, deren Bedeutung noch herausragender sein wird als die kopernikanische Wende>

      ist es NICHT, die Thesen/Theorie von Weizsäcker, die die MENSCHEIT(!!) nicht einmal beachten, geschweige denn „konsensual beantworten“ wird, zu erkennen, sondern:

      Die Herausforderung IST, zu erkennen, dass es für Europa FAKTISCH nur eine Nachhaltigkeit hin zu relativer Bedeutungslosigkeit geben kann.

      Es kommt LEDIGLICH darauf an, diese einigermaßen verträglich zu gestalten.

      Alles andere ist Wunschdenken.

      Antworten
      • Avatar
        Horst sagte:

        „Die Herausforderung IST, zu erkennen, dass es für Europa FAKTISCH nur eine Nachhaltigkeit hin zu relativer Bedeutungslosigkeit geben kann.“

        Das ist keine Herausforderung, sondern Wahrsagerei; vielleicht sollten Sie sich den Palmers anschließen.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        Dass der Weg für Europa in die geopolitische Bedeutungslosigkeit führt, ist doch völlig offensichtlich.

        Das bedeutet natürlich auch, dass auch die Rolle als Weltmoralführer mit vorbildlicher CO2-Einspar- und Alle-Migranten-Reinlass-Politik nicht mehr lange ausfüllbar sein wird, die ganzen naiven Weltrettungsversuche sind schlicht zu teuer.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Horst

        >Das ist keine Herausforderung, sondern Wahrsagerei;…>

        Bravo, Sie sind auf dem richtigen Weg zu Erkenntnis.

        Denn es ist WAHRSAGEREI, was ich betreibe.

        Allerdings ist es keine mit der Glaskugel.

        Ich beziehe mich auf REALE Sachverhalte.

        Geben Sie sich einfach noch etwas Mühe, dann begreifen Sie den Unterschied.

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