„Wealth per Capita by Country in Europe: The Map“

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Den Credit Suisse Wealth Report habe ich diverse Male an dieser Stelle kritisiert, weil darin die wichtige Bedeutung des Leverage-Effektes, also der zunehmenden Verschuldung, für die gestiegenen Vermögen völlig vernachlässigt wird.

Heute aber etwas anderes. Es heißt bekanntlich immer, dass wir Deutschen, weil wir so „reich“ sind, sowohl die Last der Flüchtlingskrise wie auch der Eurorettung doch bitteschön tragen sollen. Dabei zeigt ein Blick auf das Privatvermögen pro Kopf, dass verlorene Kriege, geringer Immobilienbesitz (und die Arbeit mit wenig Leverage) und falsche Geldanlage zu einem geringeren Vermögen führen, als in anderen Ländern.

Reicher sind:

  • Island (!): Da sieht man, wie man die Wirtschaft richtig rettet! Nicht so wie die „Euroretter“ es getan haben.
  • Norwegen: O. k., das ist zu erwarten.
  • England: Sie nehmen übrigens 20.000 Syrer über vier Jahre auf. Liegt natürlich an der massiven Verschuldung zum Kauf von dadurch überteuerten Immobilien.
  • Schweden: genau das Gleiche wie in England, Immobilien auf Kredit.
  • Luxemburg: absolut halt recht klein, weshalb ich mich immer frage, weshalb der dortige Außenminister in den deutschen Medien so viel Aufmerksamkeit bekommt.
  • Frankreich: Wieso sollen dann wir die Transferunion wollen, wenn doch die Franzosen ihre Probleme selber lösen können?
  • Belgien: interessant, wobei hier die Daten am ehesten verzerrt sein könnten.
  • Italien: „Weshalb sollten wir zahlen, solange es die Provinzen tun?“ meinte ein italienischer Bekannter in aller Offenheit. Provinzen sind übrigens wir.
  • Österreich: nur noch knapp vor uns
  • Irland!: Da glaube ich die Daten auch nicht so ganz. Aber auch hier spielt der Immobilienmarkt eine Rolle
  • Holland: erstaunlich gering angesichts der Immobilienbedeutung, allerdings sinken die Werte bereits.

Das sollten wir im Hinterkopf haben, wenn deutsche Politiker mit Scheckbuch-Diplomatie versuchen, Probleme zu lösen.

Wealt per Adult

If you want the share the map, please, share a link to this article rather than just the picture. Note: The underlying blank map was made by Tindo and licensed from fotolia.com. – bto: der Link ist natürlich auch hier:

→ Jakub Marian: „Wealth per Capita by Country in Europe: The Map“, Oktober 2015

2 Antworten
  1. Katalin says:

    Guten Tag,

    trau keiner Staatistik die du selber nicht gefälschst hast.
    Die Deutschen als ganzes sind nicht Reich, sondern wenige Großfamilien, die einen Traum vom Europa als Großmacht unter der Führung der deutschen Eliten, träumen.

    Warum werden nicht die richtigen Fragen gestellt;
    1. Wo in Europa gibt es die meisten Milliardäre und wie hat sich das Vermögen dieser „Oligopolgarchen“ in letzten Jahren entwickelt und warum.
    2. Warum ist BRD so Exportfokussiert, obwohl es einen vergleichsweise großen Binnemarkt hat und wem nützt diese Exportfokussierung.
    3. Die Bevölkerung welches Landes schrumpft am schnellsten, während die Bevölk. vom FR wächst.
    Jeder der jemals in Paris war, weiß es ganz genau, dass FR niemals, niemals die deutsche Führung akzeptieren wird, wie in Moment, da es Bevölkerungsmäßig noch kleiner ist und da BRD durch seine Industrie seinen Hinterhof Osteuropa dominiert. Mit seinen Satellitenstaaten (AT, Luxemburg, LI, NL, BE, HU) plus Osteuropa (Ziel der BRD Politik seit 1871) hat es FR in Europa marginalisiert.
    Siehe LE Pen in EU Parlament: „Vizekanzler aus der Provinz Frankreich“
    Da die Finanzkrise die erhoffte Zuwanderung aus Südeuropa nicht gebracht hat, versucht man anscheinend den Bevölkerungsschwund mit den Flüchlingen zu stoppen.
    Warum vergeht den kein einziger Tag, ohne dass ein Repräsentant der dt. Industrie die Flüchtlingspolitik der Regierung, lobt.

    Gruß

    Katalin

    Antworten
  2. Dietmar Tischer says:

    Keine Frage, Immobilien sind ein wesentlicher Faktor für das Privatvermögen pro Kopf.

    Aber Immobilien sind nicht Immobilien.

    Was ist mit Spanien?

    Wie erklärt sich die Zahl, wo doch dort wie verrückt gebaut wurde in der Vergangenheit und zwar nicht nur für deutsche und britische Ruheständler?

    Die deutsche Politik der Scheckbuch-Diplomatie wird m. A. n. spätestens dann zum Auslaufmodell, wenn unser ach so tolles Wachstum stagnieren oder gar negativ werden sollte. Denn bevor die gesetzlich festgeschriebenen Leistungen des Staates spürbar gekürzt werden, wird woanders gespart. Bei den Infrastruktur- und Bildungsinvestitionen ist aber praktisch nichts zu sparen, weil daran schon die letzten Jahre gespart wurde. Bleibt bei stagnierenden oder gar fallenden Steuereinnahmen nur das Scheckbuch, wenn sich nicht dem Verschuldungswettlauf anschließen will.

    Antworten

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