FT: Die globale Geldordnung ist am Ende

Dieser Gastbeitrag in der FINANCIAL TIMES (FT) ist so gut und bringt quasi die Gedankenwelt von bto auf den Punkt. Klar und deutlich wird aufgezeigt, dass wir uns am Ende einer jahrzehntelangen Fehlentwicklung befinden, die nur in einem großen Knall, verbunden mit einem Reset des Systems, enden kann und wird:

  • „While many investors are fretting over what stage of the business cycle we are in, the global monetary system is collapsing — with a whimper initially, but ultimately a bang. The whimper is causing losses for equity investors. The bang will impact global asset prices as much as the end of the Bretton-Woods system or the end of the gold standard.“ bto: Das ist natürlich starker Tobak, entspricht aber dem, was man bei nüchterner Betrachtung sagen muss. 
  • „The system that is ending has no name. It is a system patched together in the embers of the Asian economic crisis, when many countries intervened in the foreign exchange markets to prevent the appreciation of their currencies. The impacts for investors were profound. The roughly $10tn rise in world foreign exchange reserves between 1999 and 2014 resulted in the forced purchasing of US Treasuries. Foreign central bankers owned just 13 per cent of the Treasury market in 1995, but held a third of it by 2014.“ bto: Das ist das, was Leute wie Ben Bernanke und Larry Summers als “global savings glut” bezeichnen. Es war eine Verzerrung der Finanzmärkte. Dennoch denke ich, dass die Notenbanken einen erheblichen zusätzlichen Anteil an der Entwicklung haben!
  • „This monetary system thus provided a funding holiday for global savers, freeing them to focus on funding the private sector instead. Meanwhile, central bank liabilities increased by $10tn. What could be better for global investors than a monetary system that depressed the global risk-free rate while boosting growth through an explosive rise in the money supply of emerging markets, particularly China? For equity investors the combination of a low discount rate and high growth rate drove prices and valuations higher until 2014.“ bto: in der Tat eine super Kombination, deren fatalen Folgen wir in den kommenden Jahren äußerst schmerzhaft spüren werden.
  • „(…) as foreign exchange reserves have stopped climbing, the job of funding the US government has fallen to savers, not central bankers. Foreign central bank ownership of US Treasuries has fallen from a third five years ago to just under a quarter today. Savers must take up the funding slack, while also buying the Treasuries now being sold by the Federal Reserve. This structural shift in the demand for Treasuries comes as supply is boosted by the Trump administration’s fiscal policy. Savers now have to fund the US government, and to do so they have to either sell other assets or save more.“ bto: Es ist kein Wunder, dass die Zinsen (etwas) gestiegen sind und zugleich die Assetmärkte unter Druck kommen.
  • „The whimper is evident, but how will the bang look? Lower growth, lower inflation, lower asset prices and the prospect of declining cash flows will always raise questions about solvency. The global ratio of non-financial debt to gross domestic product is 234 per cent, compared with 210 per cent in December 2007, just before the last credit crisis. If the bang of credit default was possible 12 years ago, how much more likely is it today? For 10 years the growth of debt has outstripped growth in broad money and nominal GDP. Central bankers have bought growth by sacrificing financial stability.“ – bto: Sie haben weitere Blasen aufgepumpt und alles getan, um den Schuldenturm vor dem Einsturz zu bewahren. Damit haben sie aber auch die weiteren Stockwerke finanziert.  
  • „(…) problems are particularly acute in China, with broad money growth at its lowest in the post-Mao era. The country’s debt-to-GDP ratio is rising at probably the fastest rate ever for a big economy in peacetime. This is the economy that we are told is de-gearing and reflating! It is not, and the burden of the economic adjustment enforced by theend of the growth in its foreign exchange reserves, and hence money supply, will probably be deflationary and will involve debt default. China will probably move to a flexible exchange rate, thus creating the freedom to grow and inflate away these debts.“ bto: Und damit wird Deflation in die Welt exportiert und alle Schuldner sind in Schwierigkeiten.
  • „The key consequence of this collapse will be the destruction of the euro. The expected success of the far-right and far-left in the European parliamentary election in May this year augurs the beginning of the end for the currency union. Both extremes share a commitment to the return of sovereignty to their parliaments that is incompatible with a single currency. That end will come even more quickly with the resultant economic pain from the collapse of the global monetary system (…).“ bto: Diese These habe ich bei bto schon mehrfach diskutiert. Die Eurozone überlebt die nächste normale Rezession vielleicht. Auf keinen Fall überlebt sie einen deflationären Schock – ausgelöst von China.
  • „(…) it is likely to begin with the imposition of capital controls by key eurozone countries. In the financial, political and social maelstrom of a eurozone dissolution, investors should not expect property rights to be respected.“ bto:  Das kann man gar nicht laut genug betonen. Schon jetzt will Berlin Immobilieneigentümer enteignen und zwar ohne volle Entschädigung (Artikel 15 GG). Was wird da erst kommen, wenn es richtig losgeht?
  • Und dann ein durchaus richtiger Hinweis auf Großbritannien: „The UK, where democracy and the rule of law will remain largely unchallenged, will become an attractive safe-haven investment for European investorsfacing increasingly authoritarian regimes and property sequestration on the mainland. Monetary collapses bring social and political ruptures and we now face two such collapses. It would be naive for any investor to assume that ‘government of the people, by the people, for the people’ will survive such ruptures. The risks remain highest in Europe.“ bto: Und leider ist es genau so!
66 Kommentare
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    Wolfgang Selig sagte:

    bto: „Was wird da erst kommen, wenn es richtig losgeht?“

    Das Übliche, das wir schon in früheren Zeiten (z.B. 1914, 1923, 1948, 1990) „erfolgreich“ eingesetzt haben: Lastenausgleich, Hypothekengewinnabgabe, Währungsumstellungen zu unterschiedlichen Tauschverhältnissen (d.h. Ersparnisse werden anders umgerechnet als private oder gar öffentliche Verbindlichkeiten), Kapitalverkehrskontrollen, Börsenumsatzsteuer, Verstaatlichungen, Wettbewerbseinschränkungen, Monopolbildungen, Entstehung von Schwarzmärkten, viele Arbeitslose, etc.

    Nichts Neues unter der Sonne, ausgenommen vielleicht, dass der Staat die hervorragenden Möglichkeiten der Digitalisierung zur Vermeidung von Bargeldtransaktionen und zur Überwachung der Bevölkerung in der Krise nutzen kann., was ihm die letzten Male so noch nicht möglich war. Der Begriff „Krisengewinnler“ wird wohl in geänderter Semantik zu neuer Blüte kommen. Artikel 14 Abs. 3 und Art. 15 Grundgesetz kommen zur Blüte:

    Art 15
    Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.

    Art. 14 Abs. 3:
    Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf
    Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen

    Wir sind juristisch wie immer gut auf alles vorbereitet. Und ganz ehrlich: Was soll ein neuer Politiker mit einer Erblast aus Jahrzehnten jetzt auch noch machen?

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      Thomas M. sagte:

      Wow, auf bto lernt man jeden Tag etwas Kurioses.

      Lastenausgleich für Immobilien kannte ich ja schon, aber ich fragte mich, was eine Hypothekengewinnabgabe sein könnte und hab das kurz gegoogelt. Den Wikipediatext hab ich nicht auf Anhieb verstanden. Wohl aber das kurze Beispiel:

      Beispiel: Der Schuldner zahlte 1000 RM als 1000 DM zurück, von denen 100 DM an den Gläubiger und 900 DM die Staatskasse gingen.

      Auf diese Art der Tilgung muss man erst einmal kommen. So viel zur Strategie „sich verschulden und auf die Hyperinflation setzen“. Also dann doch lieber vor der Währungsumstellung noch rasch die Schulden tilgen – so möglich.

      „dass der Staat die hervorragenden Möglichkeiten der Digitalisierung zur Vermeidung von Bargeldtransaktionen und zur Überwachung der Bevölkerung in der Krise nutzen kann., was ihm die letzten Male so noch nicht möglich war.“

      Das könnte sich dann sogar noch als Sand im Getriebe herausstellen, wenn der Staat so einen Neustart erschwert, wo man früher Fünfe hat gerade sein lassen.

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        Wolfgang Selig sagte:

        @Thomas M.: Das wird ganz sicher zu Sand im Getriebe, weil dann Schwarzmärkte und Bartergeschäfte nötig werden. Hatten wir auch schon in Form von Zigaretten als Währung vor 1948. Nur ist man halt außerhalb des einmaligen privaten Tauschgeschäfts heutzutage ruckzuck in der Umsatzsteuerproblematik.

        Ich sehe noch keine vernünftige Lösung für das Problem, da dazu erst einmal die Einsicht auf staatlicher, gesellschaftlicher und medialer Seite da sein müsste, dass wir („wir“ im erweiteren Sinne!) es schuldentechnisch zu weit getrieben haben. Das von Herrn Stöcker propagierte „beautiful deleveraging“ sehe ich als hübsche Utopie, die aber aufgrund fehlenden gesellschaftlichen Konsenses m.E. niemand wird umsetzen können. Ich hoffe nur, dass ich mich diesbezüglich irre, aber optimistisch bin ich nicht…^^

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        Thomas M. sagte:

        Zum „beautiful deleveraging“: Ich hatte das frei verfügbare Dalio-Buch auch einmal quergelesen und zumindest in den Schlüsselelementen nachvollziehen können. Das beautiful deleveraging scheint ja schon für einzelne Staaten schwer zu sein, denn sonst würde es ja öfter funktionieren und die Überschuldung nicht so oft im wirtschaftlichen Crash münden.

        Für ein heterogenes Staatengebilde wie die EU erscheint mir das rein „regeltechnisch“ unmöglich (was geldpolitisch für das eine Land gerade richtig ist, ist für das nächste schon wieder falsch)… Meine bescheidene Laienmeinung. Wie stets lasse ich mich gerne eines Besseren belehren – aber in diesem Falle nur von der Realität :)

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      markus sagte:

      Im Prinzip gibt es doch nur drei Alternativen (in jedem menschlichen Wirtschaftssystem, aber beim Kapitalismus ist das sehr gut zu erkennen).

      a) Der Wohlstand wird zu jeder Zeit (oder in kleineren Abständen) fair verteilt. Im Kapitalismus bedeutet das, dass die Kapitaleigner genau den Ausgleich für das eingegangene Risiko + einen (kleinen) angemessenen Anteil am Produktivitätsfortschritt bekommen.

      b) Die Gesellschaft ist statisch und stagniert. Es gibt eine große verelendete Unterschicht und wenige Reiche.

      c) Es kommt in großen Abständen zu großen (oft gewalttätigen) Verwerfungen, die zumindest die größten ökonomischen Spannungen beseitigt.

      Ich würde stark für a) votieren, aber das ist ja bisher nicht geschehen und widerspricht auch dem menschlichen Charakter. Es wird auf c) hinauslaufen, denke ich. b) ist langfristig die schlechteste Wahl (außer vielleicht, die Menscheit schafft sich im Zuge von c) selbst abzuschaffen).

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        globalvoterorg sagte:

        Hoch lebe das Halbwissen und die Illusion!
        Der Wohlstand ist eine solche Illusion, weil die Macht nicht, allein, Aktiva bedeutet, sondern die Liquidität daraus. Diese MachtMatrix wurde von Menschen geschaffen, in genial pyramidaler Struktur, wie alle Geheimdienste und Gemeindienste (Banker, Gelddrucker und Sekten)! Darin, kommt die Gemeinwohlwirtschaft, der angemesse Anteil, garnicht vor! Hier die Illusion!
        Verblüffend ist, daß die beteiligten Wirtschaftssubjekte, sich nicht klar darüber werden wollen, was Subjekte, wirklich, in diesem Theater sind? SKLAVEN!
        Wir werden als Wirtschaftsuntertane, unter der falschen Prämisse der Freiheit, belogen. So, daß heute die Weltwirtschaft, übrigens seit 1971, zum Faß ohne Boden geworden ist, zur Euphorie aller Spekulanten! QE, ist das seriös? Der Kreditleverage, denn!? Die Geld- und Wohlstandsillusion, vielleicht!?
        Keiner, will wahrhaben, daß, uns, wirtschaftlich, median, garnichts gehört, bedroht noch dazu vn der moralwidrigen Rechtsverdrehung der Regierungsvasallen und sogenannten Grundrechten. Keiner will wahrhaben, daß wir, Alle, in einer absoluten Wirtschaftsdiktatur existieren, seit 2008, zu mindestens!
        Wohin soll diese Diktatur führen? Zum „fatalen“ Crash und damit zur erhofften Destabilisierung des System´s, der Dominanz!? Freiheit!? WELCH grundlegender Irrtum, welch Fehleinschätzung. Die aktuelle Diktatur führt, einzig und allein, zu mehr:
        Der „Virtuellen DiktaturTotal Orwell 3.0“. Bye,bye Bargeld, Hello, Chip!

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        markus sagte:

        @globalvoterorg:
        Was dann wohl Fall b) bedeutet, oder? Vielleicht leicht abgewandelt, weil aufgrund von Automatisierung und „Artificial Intelligence“ weniger Menschen nötig sind und deswegen vielleicht keine völlige Stagnation vorliegen muss. Stellt sich die Frage, ob die „normale“ Bevölkerung wirklich so überflüssig ist, wie angenommen…

        https://fr.wikipedia.org/wiki/La_France_p%C3%A9riph%C3%A9rique

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        globalvoterorg sagte:

        Man sieht vor lauter Bäumen, den Wald nicht! Es geht nicht ums Geld und/oder VolksWirtschaft, sondern, nur, um die Macht, eben, das „andere“ Volk zu unterdrücken! Frage: Hatte die Welt mit 1x Millarde Einwohner wirtschaftsliche Probleme!?Mitnichten! Wird sie mit 11 Milliarden Einwohnern Probleme bekommen!? Vielleicht, aber längst nicht gesichert! Die „sogenannte“ Wirtschaftskrise, ist, lediglich, eine Finanzkrise! Die Krise der Elite, die dieses System „mänaged“.
        Dazu folgendes: Seit 70+ Jahren wird weggeblendet, daß wir, alle, unter dem Damokles Schwert der nuklearen Vernichtung (8x) leben! Geht´s noch!!!??
        Warum will die Dominanz diesen „Overkill“ nicht zur Kenntnis nehmen!? Weil, mit der Ablegung der (Atom-) Waffen die gesamte Militärsstruktur in die Kritik geraten könnte! Mehr nicht!? Das Militär, aber, braucht die Dominanz, um dieselbige gegenüber dem Volk durchzusetzen. Sieht das keiner !?
        Die Dominanz, wiederum, ist, allein, auf dem Schuldgeld (FIAT Money) basierend. Mehr Schulden = mehr Dominanz. Dazu wurden die HOAX des „Sozialismus“, des „Kommunismus“ und der „Demokratie“ erdacht, um zu verschleiern, wie die Dominanz (übrigens, mit der Mittäterschaft, Aller!) funktioniert! Eben, zum Wohle der Finanzeliten und zum relativen Nachteil der Völker! Dieses monetäre System ist hochkriminell ungerecht und hat seit 2008 alle roten Linien überschritten (10x Jahre) WIE, seit 70x Jahren, die Militärsmacht abgeschafft hätte werden müssen, ist die Finanzkrake am Ende!
        NICHT die Wirtschaft, sondern die Macht, daraus, ist in der Krise! Klar, für die „Erbsenzähler“, gibt es eine Korrelation von Finanzen/Schulden und Wirtschaft! Aber, in der Quintessenz, sind die 2x Säulen der Domianz in der Existenzkrise. Militärsmacht und Finanzmacht, die ohne den anderen nicht ungesetzt werden könnten! Wann, endlich, wird VWL der Dominanz zur friedliche Gemeinwohlwirtschaft der Menschenfamilie, OHNE links und rechts Gesülze und Subventionen, sondern, aus Gerechtigkeit und des natürlichen menschlichen gesunden, konfliktfreien Menschenverstandes, wo die Menschen zwar gleich sind, aber der Unterschied belohnt wird, ohne, ideologisch, untertrieben zu werden! Friedliche Gemeinwohlwirtschft und Verwaltung von unten, nach oben!

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Wolfgang Selig

      Zustimmung – es ist angerichtet.

      Die umsichtigen Menschen, die das GG formulierten haben, wussten aus ERFAHRUNG von der Zerbrechlichkeit sozialer und politischer Ordnung und haben daher für den Fall der Fälle den RECHTLICHEN Boden bereitet.

      JEDE Regierung in einem gut organisierter Staat wie die Bundesrepublik Deutschland wird dann schnell handeln und wie erforderlich Schritt für Schritt die entsprechenden Maßnahmen einleiten und durchsetzen.

      Da sollte man keine Illusionen haben.

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        m. sastre sagte:

        Diejenigen, die das GG formuliert haben, hatten aber offensichtlich keine Vorstellung davon, mit welcher berechnenden Bösartigkeit ein Zerbrechen sozialer und politischer Ordnungen vorbereitet wird.
        Wenn es soweit kommt, daß der Staat mit solch rigorosen Massnahmen durchgreift, dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Ob es sinnvoll ist, ein solches Gesellschaftsexperiment dann noch fortzuführen und ob ein in solcher Weise handelnder Staat nicht zwangsläufig zu dem Staat würde, den das GG verhindern sollte, müsste diskutiert werden.
        Wie so häufig in der Geschichte, werden die Mechanismen, die in Demokratie und Rechtstaat geschaffen wurden, in einem totalitären System zum Bumerang. Wir werden derzeit doch zum Zeugen, wie seit ca. 2008 alle Rettungsmassnahmen zum Schutze des Bestehenden, tatsächlich genau jene neue Ordnung erschaffen, die zu verhindern sich frühere Demokraten zur Aufgabe gemacht hatten.

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    Helmut Heinz Nater sagte:

    Ein Bonmot muß ich kritisieren in diesem guten Beitrag.
    „Großbritannien wo Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weitgehend unangetastet bleiben“.Ist das wirklich so?
    Denken wir an die Skripalgeschichte und jetzt das Verweigern des Eigentums von Venezuela herauszugeben.
    Das ist wohl alles eine Frage der Definition,oder?

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    Michael Stöcker sagte:

    TARGET-Nachlese vom Donnerstag/Freitag

    @ Horst

    Erstaunlich ist doch eher, dass van Suntum & Co. so lange gebraucht haben, den Scheinriesen als das zu interpretieren, was er eigentlich ist. Es wirft ein schales Licht auf den monetären Sachverstand unserer Ökonomen.

    @ Wolfgang Selig

    Die TARGET Debatte war keinesfalls sinnlos, sehr wohl aber Sinnloose (ok, das Wortspiel hätte ich wohl etwas deutlicher deklarieren müssen). Der Ober-Looser in der Debatte war HWS und somit zugleich der übergroße Teil dieser Gesellschaft, der den Worten des „Experten“ vertraut hat. HWS war und ist aber keine Geldexperte; seine Qualitäten – die ich keinesfalls bestreiten möchte – liegen in anderen Bereichen. Er hat damit aber die Debatte unnötig aufgeheizt und das angeschlagene Ansehen der Ökonomen noch zusätzlich beschädigt.

    „Bitte gestehen Sie anderen Leuten zu, dass sie noch nicht das Endstadium persönlicher Weisheit erreicht haben.“

    Das gestehe ich selbstverständlich jedem zu; aber nicht den Ökonomen, die es eigentlich besser wissen müssten. Statt sich zuerst bei monetären Schwergewichten im stillen Kreise zu informieren und dann die eigene Position kritisch zu hinterfragen, hat sich HWS durch sein forsches öffentliches Auftreten selber in eine Zwickmühle gebracht, aus der er nicht mehr unbeschadet heraus kommen konnte.

    „Deswegen darf man Leute wie U.v.S. natürlich dennoch kritisieren, aber das Prädikat „sinnlos“ finde ich unangebracht.“

    Wie gesagt, das „Sinnloose“ war nicht gegen U.v.S. gerichtet. Ganz im Gegenteil: van Suntum hat den von Jan Pieter Krahnen ins Spiel gebrachten Tur-Tur-Vergleich aufgegriffen und in seine Headline integriert, damit aus dem Kummerland vielleicht doch wieder ein Lummerland werden kann.

    @ Alexander

    „Diskreditierung von Personen mit infantilen Vergleichen (Jim Knopf) und Wortspielen „sinnlos“ als wissenschaftlichem Beleg.“

    Infantil ist hier lediglich Ihre gekränkte Reaktion, weil dieser Diskussionskonsens nicht in Ihr Weltbild passt. Michael Ende hat von (Geld)Ökonomie mehr verstanden als die meisten Ökonomen. Aber der Prophet gilt im eigenen Lande bekanntlich wenig. Die Japaner hatten Michael Ende eine 100 minütige Fernseh-Reportage gewidmet. Wer seinen Blickwinkel auf „eigentümlich freie“ Informationen einengt, der setzt sich der Gefahr des Pippi-Langstrumpf-Syndroms aus.

    Hier die Reportage aus dem Jahre 1996 mit der zentralen Aussage von Ende/Onken bei Minute 24:40, die ich in Gänze teile: https://youtu.be/6E8he7kLkRM?t=1482 . Lohnt allerdings von Anfang bis Ende. Gut investierte Zeit auf dem Lebenszeitkonto; denn es ist höchste Zeit aus der unendlichen Geschichte finanzieller Krisen zu entfliehen und Momo nicht nur zu lesen, sondern auch umzusetzen; nämlich in Form einer Monetären Modernisierung; aka Momo.

    LG Michael Stöcker

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      Alexander sagte:

      @ Michael Stöcker

      Schon wieder glatte Ablenkung, ich bestreite van Suntum – nicht Michael Ende.
      Kein Wort zur USA und ihrer Ablehnung innerstaatlicher targetSalden + bei Konsum außerstaatlicher Leistungbilanzdefezite über Jahrzehnte mit allen Folgen für Kriege weltweit.

      Japan ist kein Vorbild, weil auch dort die sozioligischen Auswirkungen nicht zukunftsfähig sind, wie ich bereits hier versuchte zu benennen:
      https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/darum-glaube-ich-an-japan-und-nicht-an-deutschland/#comment-35377

      Des weiteren können sie gerne Antwort geben auf die Frage, was für eine Funktion Zinsen/Ersparnisse noch haben. Der Zins ist abgeschafft und die Ersparnis nicht mehr notwendige Grundlage für Giralgeldschöpfung….#whatever it takes

      Zur Tilgung als notwendigem Bestandteil von Kreditgeldystemen vermisse ich auch noch Antwort. Damit meine ich Schlusstilgung, nicht rollieren von Krediten.
      Wichtig erachte ich diese Funktion, weil sie den Schuldner für neue, preiswertere Verschuldung frei macht, in einer Welt MIT Zinsen…..

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Alexander

        “Schon wieder glatte Ablenkung, ich bestreite van Suntum – nicht Michael Ende.“

        Und was bitte schön bestreiten Sie bei van Suntum?

        „Kein Wort zur USA und ihrer Ablehnung innerstaatlicher targetSalden + bei Konsum außerstaatlicher Leistungbilanzdefezite über Jahrzehnte mit allen Folgen für Kriege weltweit.“

        Das war aber nicht das Thema. TARGET-Salden sind die ZWINGENDE Folge bei LB-Ungleichgewichten. Wer den Exportweltmeister lobt und zugleich die TARGET-Salden kritisiert, der sollte einfach mal einen Einführungskurs „Buchhaltung“ besuchen.

        „Japan ist kein Vorbild,“

        Wer auch immer das behauptet haben mag; ich jedenfalls nicht.

        „Des weiteren können sie gerne Antwort geben auf die Frage, was für eine Funktion Zinsen/Ersparnisse noch haben.“

        Das habe ich doch nun schon so oft erläutert. Lesen Sie sich doch einfach mal in die Basics ein: https://zinsfehler.com/2013/08/21/zinsmythen/

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        Michael Stöcker sagte:

        Auch das Eichhörnchen hat eine negative Rendite, da es mehr Früchte des Waldes versteckt, als es wieder findet, muss deswegen aber trotzdem nicht verhungern. Nehmen Sie Gesell und Ende ernst: Geld muss rosten; und das geht nur über einen negativen Zins. Am einfachsten und friedlichsten über eine leichte Inflation von 2 %; dann klappt es auch mit der unendlichen Geschichte bzw. dem Debitismus ad infinitum: https://zinsfehler.com/2016/11/27/debitismus-ad-infinitum/

        „Zur Tilgung als notwendigem Bestandteil von Kreditgeldystemen vermisse ich auch noch Antwort. Damit meine ich Schlusstilgung, nicht rollieren von Krediten.“

        Mir ist nicht bekannt, dass diese Gesellschaft zu einem plötzlichen Stillstand führt; es sei denn, man provoziert es durch eine Nicht-Revolvierung. Wer dauerhaft Verlust macht, der ist irgendwann auch mit noch so viel Bankkredit überschuldet und wird via Insolvenz liquidiert. Ich denke, ich muss Ihnen die zwei Insolvenzgründe nicht detailliert erläutern.

        Privatschulden müssen getilgt werden, Staatsschulden solider Staaten werden entweder revolviert oder aber über das Steuersystem wieder vernichtet.

        „in einer Welt MIT Zinsen…..“

        Es gibt keine Welt OHNE Kreditzinsen, sehr wohl aber ohne Guthabenzinsen. Der Zins ergibt sich aus der Wettbewerbsintensität der Banken. Da wir overbanked sind, benötigen wir eine strukturelle Bereinigung. Sie kennen ja vielleicht mein Bonmot dazu: Banker in die Pflege; da können sie ganz sozialverträglich so richtig auf die Kacke hauen.

        LG Michael Stöcker

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        Alexander sagte:

        @ Michael Stöcker

        Die nächste Unterstellung – den Exportweltmeister loben – lenkt davon ab, dass die keine Anwort auf das US Beispiel zu geben verstehen.

        Japan ist nur in Sachen Geldpolitik ein Vorbild, Herr Stöcker?
        Vorbild immer nur, wenn es der eigenen Agenda dient…

        Der nächte Kunstgriff, die Unterteilung in tilgbare private Schuld und nicht tilgbare staatliche SOLIDER Staaten. Das nennt man Ablenkung durch Worthülsen und es negiert die Folgen von moral hazard auf politische Entscheidungsträger, welches wir vergangene Woche am Beispiel Berlin durchexerziert haben – ihre Antwort noch offen.
        https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/berlin-als-warnung-fuer-alle-transfereuropaeer/

        Niemand hat behauptet eine Gesellschaft käme plötzlich zum Stillstand – im Zusammenhang mit Tilgung. Ganz im Gegenteil kommt die Konjunktur zum stehen, weil alles wirtschaftliche Handeln ERSTARRT – als Folge von Endlosrettung, Nullzins, Aufschuldung = Zerstörung von Preisfindung.

        Das mit den „Bankern in die Pflege“ ist Vorbote unserer Kulturrevolution, umfirmiert als große Transformation.

        Ich bin davon überzeugt, dass alle -wirklich alle – ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Das Eichhörnchenbild passt, genau dort wird der Absturz zum stehen kommen… beim graben nach Nahrungsmitteln.

        Sie können gerne weitere Hilfestellung von Autoren wie Michael Ende, Enzensberger, Pratchet oder Tolkien nehmen.
        Weil ich den Unterschied zwischen Parabeln/Märchen und Wirklichkeit kenne, lese ich bei Stelter…

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Alexander

        „Die nächste Unterstellung – den Exportweltmeister loben – lenkt davon ab, dass die keine Anwort auf das US Beispiel zu geben verstehen.“

        Diese Antwort hatte ich Ihnen schon vor einem halben Jahr gegeben. Da Ihr Erinnerungsvermögen aber durch die Irrungen und Wirrungen von HWS immer noch überlagert wird, hier nochmals die Aussage von Barry Eichengreen bei Braunberger:

        „Die Praxis des täglichen Saldenausgleichs war mehr Schein als Realität. In der Praxis führten Liquiditätsprobleme und Bankruns in einem Distrikt der Federal Reserve zu einer Ausweitung der gemeinsamen Unterstützung durch andere Distriktbanken. Die Distriktbanken vergemeinschafteten ihre Goldreserven in Notfällen…Die Goldbewegungen zwischen diesen Distrikten in Notzeiten waren in ihrem Geist den Liquiditätsbewegungen zwischen ‚Kern-‚ und Peripherieländern im Target-2-System sehr ähnlich.“

        Und als Fußnote merkt Braunberger an:

        „2. Sinn/Wollmershäuser schrieben 2011: „Goldzertifikate sind goldbesicherte Wertpapiere, die vom US-Finanzministerium ausgegeben werden und einen Rechtsanspruch auf sofortigen Umtausch gegen Gold begründen. Es handelt sich dabei um sichere, marktgängige Papiere deren Rendite vom Goldpreis abhängt und die nicht von der regionalen Fed selbst geschaffen werden können.“ An dieser Beschreibung ist fast alles falsch. Die Zertifikate von 1934 begründen keinen Rechtsanspruch auf sofortigen Umtausch gegen Gold. Vielmehr schreibt die Fed das genaue Gegenteil: „Gold certificates do not give the Federal Reserve any right to redeem the certificates for gold.“ Im gleichen Sinne äußert sich das Schatzamt zu den Verpflichtungen der Fed: „Not present any of these Gold Certificates to Treasury for ‚redemption‘.“ Es handelt sich auch nicht um „marktgängige“ Papiere, denn sie werden nur für Buchungen zwischen Fed und Schatzamt und zwischen Fed-Distriktbanken verwendet. Das Schatzamt untersagt der Fed sogar, die Zertifikate an Dritte abzugeben: „The 1934 Gold Series Certificates were issued only to FRBs and were not circulated among the general public. This series cannot be legally held by individuals.“ Es ist uns auch nicht gelungen, irgendeinen Hinweis auf eine „Rendite, die vom Goldpreis abhängt“ zu finden, da der Goldpreis, zu dem die Zertifikate bewertet werden, gesetzlich fixiert wurde und die Fed konstatiert: „The statutory price of gold is set by law. It does not fluctuate with the market price of gold and has been constant at $42 2/9, or $42.2222, per fine troy ounce since 1973. The book value of the gold held by the Treasury is determined using the statutory price.“ Die Zertifikate sind nicht handelbar und solange die Fed-Banken keinen Zugriff auf das Gold haben und es nicht zum deutlich höheren Marktpreis verkaufen können, werden sie keinen Gewinn realisieren können.“ Link am Ende des Kommentars.

        „Japan ist nur in Sachen Geldpolitik ein Vorbild, Herr Stöcker?
        Vorbild immer nur, wenn es der eigenen Agenda dient…“

        Sie müssen hier irgendetwas falsch verstanden haben. Für mich ist Japan kein Vorbild – dazu kenne ich die japanische Kultur etc. viel zu wenig – sondern „the canary in the mine“.

        „Das nennt man Ablenkung durch Worthülsen und es negiert die Folgen von moral hazard auf politische Entscheidungsträger,“

        Schon wieder fantasieren Sie sich etwas zusammen. Dieses Problem wurde von mir immer wieder thematisiert; allerdings nicht nur einseitig wie bei Ihnen beim Thema Staatsschulden, sondern bei mir eben auch beim freiheitlichen Markt für private Schulden. Das Problem mit den Libertären ist das gleiche wie mit den Sozialisten: Sie sind immer auf einem Auge blind.

        „…ihre Antwort noch offen.“

        Welche sollte das sein?

        „Ganz im Gegenteil kommt die Konjunktur zum stehen, weil alles wirtschaftliche Handeln ERSTARRT – als Folge von Endlosrettung, Nullzins, Aufschuldung = Zerstörung von Preisfindung.“

        Falsch: Die Konjunktur kommt zum Stehen (Wachstumsrate = 0,00), weil die Kreditexpansion stagniert. Sie stagniert, weil alle gesunden Systeme nicht endlos real wachsen. Die Geldakkumulation in den Händen weniger verstärkt diesen Effekt und kann zum deflatorischen Systemabsturz führen.

        „Weil ich den Unterschied zwischen Parabeln/Märchen und Wirklichkeit kenne, lese ich bei Stelter…“

        Es wäre schön, wenn Sie das Gelesene auch durchdenken würden und Wahrheit von Fiktion zu trennen verstünden. Die TARGET-Debatte von HWS inkl. ISA gehört in das Reich der Mythen und Märchen. Auf Basis solcher Irrtümer kann HWS & Co. dann viel weiteres Seemannsgarn spinnen:

        „Ich bin Kapitän Ahab der Volkswirtschaftslehre, und mein Moby Dick ist die Ignoranz der Politikermeere“: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/orden-kapitaen-ahab-wirtschaft-4739846.html

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        Alexander sagte:

        @ Michael Stöcker

        Von einem Extrem ins andere. Niemand spricht von täglichen Saldenausgleichen, aber US Bundesstaaten dürfen unverändert nicht jahrelange Bilanzdefizite aufbauen – ohne Insolvenz….wie es die US Bundesregierung mit dem Ausland macht.

        Wenn man Salden aufbaut, d.h. der dt. Autowerker sein Geld bekommt und der Kunde in Italien auf Kredit kauft wirkt das Geld 2x als Umsatz, eine Neutralisierung findet nicht statt, weil es keine umgekehrten Geschäfte nach Italien gibt. Beide Märkte werden in ihrer Preisfindung gestört.

        Das Saldierungsverbot blenden sie ebenso erhaben aus, wie die Buchungssätze der Bundesbank, die H.W. Sinn bestätigen.

        Von irgendwelchen Goldabsicherungen sprach und spricht niemand, das dient ihnen nur mich als Austran auszugrenzen. Vergessen sie es.

        > moral hazard auf politische Entscheidungsträger,“

        ….dieses Problem wurde von mir immer wieder thematisiert; allerdings nicht nur einseitig wie bei Ihnen beim Thema Staatsschulden, sondern bei mir eben auch beim freiheitlichen Markt für private Schulden. <

        Allerliebste Umkehr der Beweislast. Der freiheitliche Markt hat ein Problem mit der Liquidierung fauler privater Schulden…. es gibt keinen freiheitlichen Markt und ihre Aussage ist Ausflucht um den politischen Murx nicht eingestehen zu müssen.

        Zur zerstörten Preisfindungen können sie nichts sagen, weil es keine freie Preisfindung in ihrer Welt gibt.

        Geldhortung ist ein neuerlicher Diffamierungsversuch, wo die Geldhalter und ihre "Ersparnisse" vollkommen uninteressant geworden sind…bei der EZB Bilanzausweitung #whatever ist takes.
        In das selbe dumme Horn blasen die "ZinsesZins" Vermögenseffekte, die man steuerlich bekämpfen muss. Einfach man den ZinsesZins von 0% berechnen.

        Ich erwarte von ihnen nichts anders mehr als die Wiederholung der immerselben Lügen und unhaltbaren Versprechen. Einzige Veränderung ist der Gebrauch von Jugendliteratur….

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      Horst sagte:

      ad Herr Stöcker:

      Sie Wort-Akrobat, resp. Meister der Wortgirlanden.

      Momo als Akronym für Monetäre Modernisierung. Das gefällt mir sehr.

      Der japanische Fernsehfilm ist mehr als wichtig. Sie sollten es sich zum Projekt machen, diesen ins Deutsche zu synchronisieren und vehement für die Aufnahme ins curriculum deutscher Schulen für die Jahrgangsstufen 8 – 10 bemühen – Volks- und finanzwirtschaftliche Grundlagen als Schulfach.

      https://www.lehrplanplus.bayern.de/sixcms/media.php/72/GS_3_4_Ku_LB5_MeineStundenblume.pdf

      Stattdessen wird das Buch in Bayern in der 3. und 4. Klasse besprochen – Schüler sollen dann die Phantasiewelten im Kunstunterricht interpretieren.

      Jedem empfehle ich zudem den Schriftwechsel zwischen Ende und Onken, der im Internet auffindbar ist. Wie Sie sagten, wertvoll investierte Zeit.

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    SB sagte:

    bto: Das kann man gar nicht laut genug betonen. Schon jetzt will Berlin Immobilieneigentümer enteignen und zwar ohne volle Entschädigung (Artikel 15 GG). Was wird da erst kommen, wenn es richtig losgeht?

    Der Sozialismus braucht „Futter“ zum Verteilen. Da sein Geschäftsmodell nur aus planwirtschaftlicher Misswirtschaft besteht (bestes Beispiel in D ist Berlin, wo die Unfähigen regieren) muss er das Futter aus dem Bestand anderer Leute nehmen, also von den Eigentümern. Es ist immer wieder dasselbe Spiel. Hier ein interessanter Artikel dazu mit Blick auf das sozialistische Venzulea und schwerpunktmäßig auf Chile, das die Folgen des Sozialismus mit dem Wiederbeleben des Kapitalismus überwunden hat: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/chile-die-kapitalistische-alternative-zu-venezuela-in-lateinamerika/

    Zu GB: Einen interessanten Hinweis zum Wert dessen Mitgliedschaft in der EU gibt es hier: https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/geldanlage/boerse-eine-zeitung-gegen-eine-bank-wer-hat-recht/
    „…Interessant ist, dass es durchaus ökonomische Ursachen für einen EU-Austritt der Briten gibt. So hat das Vereinigte Königreich zuletzt von der EU nicht so stark profitiert wie andere Länder: Die Messung von Handelsströmen der letzten Jahrzehnte zeigt, dass in den 90er-Jahren der Höhepunkt des EU-Anteils im Handel des Vereinigten Königreichs erreicht war. „Dieser Vorteil ist in den letzten 20 Jahren wieder auf das Niveau des Jahres 1973 gesunken, dem EU-Beitrittsjahr des Vereinigten Königreichs“, so Gabriel Felbermayr, Leiter des Ifo Zentrums für Außenwirtschaft, bei einer Tagung des Spängler IQAM Research Center. Dagegen hat der Nettobeitrag, den das Vereinigte Königreich in das EU-Budget leistet, im Jahr 2015 mit zwölf Milliarden Euro sein höchstes Niveau erreicht, das entspricht 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit war die Mitgliedschaft im Jahr vor dem Referendum so teuer wie noch nie und der Wert der Mitgliedschaft historisch niedrig.“

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    Michael Stöcker sagte:

    „Savers now have to fund the US government, and to do so they have to either sell other assets or save more.”

    Nein, diese Aufgabe kann auch das Bankensystem übernehmen. Der „Sparer“ verfügt dann über höhere Giralgeldguthaben und/oder geringeren Dispokredit. Wer anders argumentiert, der hat unser Geldsystem mit den unterschiedlichen Layern immer noch nicht verstanden: https://zinsfehler.com/2019/01/23/warum-konnen-wir-unser-geldsystem-nicht-richtig-verstehen/

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    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      Ich bleibe dabei: Wir benötigen ein Beautiful Deleveraging über ein zentralbankfinanziertes Bürgergeld (dann klappt es via Inflation auch mit dem Schwundgeld von Gesell/Ende) sowie eine ex post Abschöpfung des fiktiven Kapitals über die Erbschaftssteuer. Diese wird nun sogar vom Economist präferiert: „How to tax the rich – and how to limit the economic damage: https://www.economist.com/leaders/2019/02/02/how-to-tax-the-rich

      LG Michael Stöcker

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        MFK sagte:

        Das zentralbankfinanzierte Bürgergeld hat ja viele Gesichter, wie wir jetzt wieder bei Heils Vorstoß zur Rente sehen. Es wird im massendemokratischen Wohlfahrtsstaat auch nicht „beautiful“ bleiben. Politiker werden dieses Instrument missbrauchen.

        Ihrer Erbschaftssteuer kann ich durchaus etwas abgewinnen. Der Zinseszinseffekt, der große Vermögen fördert, kann dadurch abgemildert werden. Ich denke aber, dass weder der poltische Wille dazu vorhanden ist, noch dass die Ministerialbürokratie in der Lage ist, ein Gesetz dazu zu formulieren. Wir sehen das ja gerade bei den cash GmbHs. Ihre Staatsgläubigkeit wundert mich schon angesichts der derzeitigen Zustände bei Infrastruktur, Bildung, Energiewende etc. Und diese unhaltbaren Zustände sind nicht durch fehlende Finanzmittel verursacht.

        Für mich ist das wesentliche immer noch, darauf zu achten, dass nicht wieder die Profiteure des Finanzkapitalismus auf Kosten des Steuerzahlers gerettet werden. Ich befürchte allerdings, dass beim nächsten Abschwung oder sogar Zusammenbruch, diejenigen erneut relativ am wenigsten verlieren werden, die vom derzeitigen System am meisten profitiert haben.

      • Avatar
        Horst sagte:

        Damit das zentralbankfinanzierte Bürgergeld auch kreative Energien freisetzt (ergo nicht nur beschränkt ist auf Konsum, sondern bspw. auch dazu beiträgt, Kleinstunternehmen zu gründen) muss m.A.n. auch das private Insolvenzrecht entschärft werden. Hierüber habe ich in letzter Zeit häufiger gegrübelt.

        Just heute ein hierzu passender Artikel aus der FAZ:

        https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/versichern-und-schuetzen/eu-will-dauer-von-privatinsolvenzen-verkuerzen-16023308.html

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        Richard Ott sagte:

        Scharlatanerie. Angeblich kann man die Früchte vom wunderbaren „Magic Money Tree“ schütteln (ob es nun „zentralbankfinanziertes Bürgergeld“ heißt oder „bedingungsloses Grundeinkommen“) und alle sind glücklich – aber am Ende läuft es doch immer darauf hinaus, dass es genug Dumme gibt, die mehr produzieren als sie konsumieren und das hinnehmen weil sie sich von den Wortgirlanden der Finanz-Alchemisten beeindrucken lassen. Oder die nicht merken, wie ihr Geld, das sie für ein stabiles Wertaufbewahrungsmittel halten, schleichend weginflationiert wird beziehungsweise die Inflationsrate schlicht unterschätzen.

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        Evi Dent sagte:

        Damit ist der Begriff „Wertaufbewahrungsmittel“ als absurdum enttarnt. Besonders, wenn nun angedacht wird Immobilien zu vergemeinwohlen.
        Kryptowährungen bleiben für mich kryptisch und dem Fiatgeld unterlegen.
        Edelmetalle und -steine dampfen auf ihren Restwert ein, sobald der Verdurstende ein Glas Wasser kaufen möchte. Was bleibt also übrig?

        Die Erbschaftssteuer zahlt auch „der Steuerzahler“. Sie ist besonders hinterhältig, wenn über Generationen hinweg verantwortungsvoll Vermögen aufgebaut wurde. Dies unter teilweise erheblichem Verzicht und mit dem Wunsch die eigenen Nachkommen über weitere Generationen hinweg abzusichern. Bereits mehrfach Versteuertes soll immer wieder versteuert werden. Geniales perpetuum mobile!
        Lotteriegewinne sind z.B. steuerfrei. Erbschaft und Lotterie sind zwar nicht dasselbe, dennoch sei der Vergleich erlaubt: Ein Lotteriegewinner zahlt erst Steuern, wenn dieses Vermögen Einkünfte erzielt, ein Erbe ist oft genug gezwungen das Erbe zu veräussern um die Beamten und Politiker auszuzahlen.
        Es ist an der Zeit, dass diejenigen, welche (gesetz-)gebend in unkündbarer Stellung mit gesicherten Pensionen sich besser stellen und mit allerlei Ausnahmeregelungen versehen anfangen die eigene Nase anzulangen.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Evi Dent

        „Was bleibt also übrig?“

        Konzentration auf das Wesentliche, Abschied vom goldenen Kalb.

        „Dies unter teilweise erheblichem Verzicht und mit dem Wunsch die eigenen Nachkommen über weitere Generationen hinweg abzusichern.“

        Mir kommen die Tränen: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/bmw-eine-milliarde-euro-fuer-stefan-quandt-und-susanne-klatten-a-1139896.html. Womit hatte der alte Quandt noch gleich sein Vermögen gemacht unter strengsten asketischen Entbehrungen?

        LG Michael Stöcker

    • Avatar
      Bernhard-Albrecht Roth sagte:

      @ Michael Stöcker

      Ich glaube hier liegt ein Mißverständnis vor, deshalb habe ich den Abschnitt von oben übersetzt und interpretiert:
      „Da die Devisenreserven nicht mehr steigen, ist die Finanzierung der US-Regierung den Sparern und nicht der Zentralbank überlassen. Der Besitz von US-Staatsanleihen durch ausländische Zentralbanken ist von einem Drittel vor fünf Jahren auf heute knapp ein Viertel gesunken. Sparer müssen die Finanzierungslücke schließen, indem sie die Staatsanleihen kaufen, die jetzt von der Federal Reserve verkauft werden. Diese strukturelle Verschiebung der Nachfrage nach Staatsanleihen kommt zustande, da die Fiskalpolitik der Trump-Administration das Staasdefizit erhöht. Sparer müssen nun die US-Regierung finanzieren, und dazu müssen sie entweder andere Vermögenswerte verkaufen oder mehr sparen.“

      Meine Interpretation dieser Aussage ist, dass Zentralbankgeld, welches als Guthaben auf den Zentralbankkonten der Geschäftsbanken bei der FED lagert, frei werden muss, um entweder Staatsanleihen welche die FED schon in ihren Büchern hat zu übernehmen, oder dazu verwendet wird, die neuen Staatsanleihen zu kaufen.

      Nachdem die FED gerade ihre Bilanz verkürzt, will sie nicht, dass die Geschäftsbanken die Staatsanleihen kaufen, da das bei 0% risikogewichteter Aktiva zumindest teilweise wieder zu einer Bilanzverlängerung bei ihr führen könnte bzw. ihr Bestreben der Bilanzverkürzung unterminieren würde.

      Damit beide Ziele – Bilanzverkürzung der FED und Absatz der neuen Staatsanleihen der Regierung – erreicht werden können, muss – wie bei den Kriegsanleihen nach dem 2. Weltkrieg – sichergestellt werden, dass der FED durch den Verkauf alter Staatsanleihen in ihren Büchern und durch die neuen Staatsanleihen der Regierung 100% Zentralbankgeld zufließt.

      Vor diesem Hintergrund wäre es schön, wenn Sie Ihre verkürzte Darstellung

      „Nein, diese Aufgabe kann auch das Bankensystem übernehmen. Der ‚Sparer‘ verfügt dann über höhere Giralgeldguthaben und/oder geringeren Dispokredit.“

      noch einmal verdeutlichen würden!

      Beste Grüße,
      Bernhard-Albrecht Roth

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        Michael Stöcker sagte:

        Schon richtig, Herr Roth, aber wenn es keine Käufer geben sollte zum „gewünschten Zins“, dann verbleiben sie in den Bilanzen der Geschäftsbanken. Nicht mehr, aber auch nicht weniger wollte ich zum Ausdruck bringen. Und die Bilanz der Fed und aller anderer Notenbanken wird niemals auf das ursprüngliche Vorkrisenniveau zurück kehren. Da die Amerikaner aber beim Zins noch Luft nach unten haben, sehe ich das Problem aktuell nicht. Erst am ZLB sind Anleihen und Zentralbankgeld beinahe perfekte Substitute.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        guguk sagte:

        „Ein Lotteriegewinner zahlt erst Steuern, wenn dieses Vermögen Einkünfte erzielt, ein Erbe ist oft genug gezwungen das Erbe zu veräussern um die Beamten und Politiker auszuzahlen.“

        Was hat der Irlmaier vorhergesagt?
        „Man wird die Beamten gleich in den Amtsstuben ans Fensterkreuz nageln“

        Hihihi!

  6. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    >Die globale Geldordnung ist am Ende>

    Ich würde sagen:

    Nicht erst jetzt, schon lange.

    Andererseits hat sich das MONETÄRE System seit Jahren als so „leistungsfähig“ erwiesen, dass es immer noch genug Geldordnung gibt, die Verschuldung – auch eine steigende Verschuldung zum Welt-GDP – zu finanzieren.

    Ich würde nicht darauf wetten, dass es diese Leistungsfähigkeit verliert, weil die Verschuldung weiter wächst.

    Im Gegenteil, man kann auch sagen:

    Das weitere Wachstum der Verschuldung zeigt die Leistungsfähigkeit des monetären Systems.

    Deshalb scheint mir folgende Auffassung wichtiger:

    >The expected success of the far-right and far-left in the European parliamentary election in May this year augurs the beginning of the end for the currency union. Both extremes share a commitment to the return of sovereignty to their parliaments that is incompatible with a single currency.>

    Für diese Entwicklung braucht es keinen Kollaps des globalen monetären Systems.

    Es ist bereits hinreichend belegt, dass immer mehr Regierungen der europäischen Nationalstaaten nicht mehr willens oder nicht mehr in der Lage sind, die für die Funktionalität der Währungsunion notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Das gilt sowohl für die Restrukturierung der jeweiligen Volkswirtschaften wie auch für die Organisation eines institutionalisierten Transferwesens.

    Die Schlagzeilen an diesem Morgen zeigen, dass wir in Deutschland mit Riesenschritten aufholen:

    Grundsicherung ohne Nachweis der Bedürftigkeit für „Lebensleistung“, Energiewende mit Verödung ganzer Regionen und exorbitanter Steigerung der Stromkosten, Demontage der Automobilindustrie …

    Dies alles, als hätten wir nicht genug Probleme wie das Bildungswesen oder die Infrastruktur.

    Die Verwerfungen, die hier angezettelt worden sind, werden Konsequenzen auf der Straße und in der Wahlkabine haben derart, dass wir irgendwann als „Retter“ der Eurozone POLITISCH ausfallen werden.

    Ich sehe jedenfalls nicht, wie es ANDERS kommen kann.

    „Unfälle“ wie ein harter Brexit würden diese Entwicklung nur beschleunigen, aber nichts an ihr ändern.

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      Alexander sagte:

      @ Dietmar Tischer

      >Die Verwerfungen, die hier angezettelt worden sind

      …verkürzen die Lebensdauer unseres Geldsystemes erheblich. Mich würde interessieren, ob sie meine Beoachtung teilen, dass die Anzettler der Verwerfungen aus dem gleichen Lager stammen, wie die Protagonisten des Nullzinses/Notenbank-Staatsfinanzierung/staatl. Finanzierung mit ewiger Laufzeit.

      Mir ist kein Austrian, Libertärer oder Konservativer bekannt, der die Klimahysterie, Refugeelüge, Deutschland EU Profiteurschwindel, Energiewende und alle ihre Spielarten teilen würde.

      Die von ihnen genannten Verwerfungen gleichen dem Totalumbau unserer Gesellschaften und der Kollaps ist programmiert, denn die Kräfte für Engagement/Preisfindung/Haftung sind so gut wie tot.

      Antworten
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      guguk sagte:

      Jetzt, weil diese verlogenen Lumpen bei 16-17% angekommen sind, lassen sie über diese unfähige Figur an der Spitze neue Wohltaten verkünden, die ihre eigenen, früheren Schandtaten wie dieses elendige H4 durch Schröders SPD beenden, um so die Doofen wieder zu sich zu treiben.
      Wer diese Pharisäer dennoch wieder wählt, soll und wird wahrscheinlich in der nahen Zukunft einfach verhungern, wenn man ihm nicht zuvor den verblödeten Schädel einschlägt.

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    Zweifler sagte:

    Anstatt daß hier einer mal ganz praktische Vorschläge macht, wie man (=du und ich und er…) möglichst heil durch den großen Knall kommen könnte, geben sich immer dieselben üblichen Herren Kommentatoren mit ausgefeilter Dialektik ihren akademischen, sprachlich höchst gewandten, nur zum Selbstzweck dienenden Ergüssen hin. Man hört sich gerne reden, aber der praktische Wert ist gleich Null.
    Die einzige Pragmatiker hier, scheint Herrn Stelter selbst zu sein.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Zweifler

      Sie WARTEN auf Vorschläge.

      Wie wäre es denn, wenn Sie einmal das Szenario des „großen Knalls“ BESCHREIBEN.

      Ich bin ganz sicher, dass es dann genügend „übliche Kommentatoren“ geben wird, die Ihnen Vorschläge unterbreiten können, wie Sie heil durch den großen Knall kommen könnten – falls das überhaupt möglich sein sollte.

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        Evi Dent sagte:

        @ Zweifler
        für diese Feststellung wurde ich hier schon einmal zurechtgewiesen. Gerade weil ich selber keinen Fahrplan für den grossen Knall habe, was ich auch Ihnen unterstelle, suche ich z.B. hier nach Rezepten.
        @ Dietmar Tischer
        Ich bekomme zuhauf Spam-mails wo die „grosse Alles-Blase“ oder ein über 90%iger Vermögensverlust und ähnliches kurz vor der Tür stehen soll. Soviel zum Szenario des grossen Knalls.
        Bis zum Ende durchgelesen beschränkt sich das auf unzählige Andeutungen und Warnungen, dass nun keine Zeit mehr zu verlieren ist.
        Greifbar Substantielles suchte ich bislang vergebens. Ich schrecke davor zurück den schließlich angebotenen Informationsbrief als Katze im Sack zu kaufen, da ich hinsichtlich der versprochenen Rettung skeptisch bin.

        Ich mache einen Vorschlag, wie man und frau heil durch dem Knall kommen könnte: Einstampfen der gesamten Bürokratie mitsamt allen durch Worte, wie, „Service“, „Center“, „Büro“, „Partner“,… camouflagierten Behörden.
        Das Verhältnis derer, die für die Steuer leben müssen, gegenüber denen, die von der Steuer alimentiert werden ist extrem verschoben und muss wieder auf ein gesundes Mass gebracht werden.
        Erzieherische Meinungsbildung durch Medien aller Art muss auf sachliche und neutrale Darstellung der Inhalte hingeführt und beschränkt werden.
        Ich bitte weitere Kommentatoren diese Liste zu ergänzen.

        Wenn diese Punkte schon viel früher beachtet worden wären, dann stünde auch jetzt kein grosser Knall an. Ob noch Zeit dazu ist sie zu beachten bezweifle ich.

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        Zweifler sagte:

        @Dietmar Tischer,
        die „Knall-Szenarien“ wurden ja schon tausendmal beschrieben!Ja ich warte auf Vorschläge. Ein Arzt der leidenschaftlich Diagnosen stellt, aber keine Therapien weiß, ist kein guter Arzt.
        „Grau ist alle Theorie, mein teurer Freund, und grün des Lebens goldner Baum“

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Evi Dent

        Jetzt müssen Sie nur noch erklären, wovon dann alle ex Bullshit-Jobber (David Graeber) in dieser Transformationsphase leben sollen; denn ansonsten könnte der Worst Case doch sehr schnell eintreten und die Untergangspropheten Recht behalten.

        Für alle Pessimisten hilft nur der ultimative Ratschlag von Fritz Glunk:
        „Kaufen Sie Handfeuerwaffen und Konservendosen“: https://youtu.be/6HQdjvYvx0c?t=470

        Ich würde ergänzen:
        Nudeln, Linsen…
        Schnaps, Rotwein…
        Wasservorrat (nicht das „teure“ für 19 Cent plus Flaschenpfand, sondern mehrere große 20 und 50 Liter Kanister mit Leitungswasser für 0,2 Cent)
        Notstromaggregat mit Dieselvorrat
        Solarpanel
        niedrigwertige Goldmünzen (Krügerrand etc.)
        intaktes lokales Netzwerk/Freunde.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        Ergänzung:

        Falls es Bürgermeister unter den Lesern geben sollte: Setzen Sie sich noch heute mit den Konzepten des Regionalgeldes auseinander. Oder aber informieren Sie Ihre Bürgermeister über ein solches Worst Case Szenario, damit die lokale Wirtschaft wieder schnell aufblühen kann. Dümmer wird dabei jedenfalls keiner. In jedem Fall gut investierte Zeit. Ein Hallenser Pfarrer hatte zu Beginn der 90er Jahre, als alles zusammen brach, die döMak eingeführt: http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/doemak.html

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Christian sagte:

        @Evi Dent:

        schöne, pragmatische Sichtweise. Crash-Propheten gibt es zuhauf, und Ungleichgewichte werden aufgebauscht, um das eigene Buch zu verkaufen. Die allermeisten Probleme lösen sich auch wieder ohne tiefe Finanzkrise – wir Menschen sind einfach schlecht im Prognostizieren und neigen dazu, Innovation und Fortschritt nicht ausreichend zu berücksichtigen.

        Mit etwas Distanz betrachtet kaufe ich meinen bevorzugten ETF aktuell zu einem KGV von 14,3 (https://www.de.vanguard/web/cf/professionell/de/produktart/detailansicht/etf/9505/EQUITY/portfolio), die darin enthaltenen Unternehmen hatten letztes Jahr ein Gewinnwachstum von 8,4%, was ungefähr der langfristigen Aktienrendite entspricht (siehe bspw. Renditedreieck vom DAI). Die viel gescholtenen Staatsschulden sind zwar höher als früher, entscheidend ist jedoch die daraus resultierende Zinsbelastung. Und diese dürfte in den meisten Ländern geringer sein als in den vor-Euro-Zeiten, leider wird dies nicht für Investitionen in Bildung und Infrastruktur verwendet.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Evi Dent, Zweifler

        Wenn der große Knall erfolgt – und ich rede jetzt vom GROSSEN – ist es zu spät für alles, was früher hätte erfolgen müssen.

        Man muss in einer SITUATION sein, in der man überleben kann.

        Der Grundgedanke ist AUTARKIE.

        Heißt:

        Irgendwo auf dem Land – es darf sehr gern dort sein, wo es besonders billig ist – einen Acker besitzen, Kartoffeln und Gemüse anbauen, dazu ein paar Hühner, Karnickel und ein oder zwei Ziegen anschaffen. Wer es sich zutraut: Es dürfen auch ein paar Schweine dazukommen.

        Außerdem:

        Einen Brunnen bohren lassen, weil beim großen Knall nicht sicher ist, dass noch etwas aus der Leitung kommt.

        In der Freizeit sollte Holz gesammelt werden, weil man nicht mit Öl und Gas rechnen kann beim großen Knall.

        Das war es dann schon.

        Denn wer sich so einrichtet, braucht noch nicht einmal Kerzen.

        Noch Fragen?

      • Avatar
        Jacques sagte:

        @ Dietmar Tischer:

        Naja jetzt wollen wir mal nicht übertreiben hinsichtlich Autarkie und die Apokalypse heraufbeschwören. Nur weil der Euro kollabiert, bricht hier nicht der Bürgerkrieg aus und die gesellschaftliche Ordnung zusammen. Es ist „nur“ eine Währung und man macht einen Reset. Eine Hyperinflation wäre da ein anderes Kaliber. Außerdem passieren derartige Umwälzungen ja nicht von heute auf morgen. Der Euro wird nicht zusammenbrechen, sondern gewisse Länder mit genug Leidensdruck austreten. Der Euro verbleibt dann bei Deutschland und anderen geeigneten Staaten wie Niederlande und Österreich.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Jacques

        Ich übertreibe nicht, sondern beschreibe nur die sichere Seite.

        Das Problem liegt bei denen, die vom großen Knall reden, ihn aber nicht meinen, sondern von einem Szenario ausgehen, bei dem etwas zu retten sei, wenn man es nur clever genug anstellt.

        Das gibt es natürlich auch.

        Möglicherweise ist dann auch so etwas wie ein Reset möglich.

        Denkbar ist vieles.

        Aber es wäre ehrlich zu sagen, dass NIEMAND weiß, wie sich die Dinge entwickeln, wenn z. B. der Euro kollabiert.

        Oder WISSEN Sie, was passiert, wenn die Banken reihenweise insolvent sind oder auch nur die Kette vorlegen, weil der bank run so gewaltig ist, dass die Scheine ausgegangen sind?

        Ich weiß es jedenfalls nicht.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Evi Dent, Zweifler

        Ich hatte vergessen, Ihnen zu sagen, woran Sie erkennen, dass sich die Staubwolke des GROSSEN Knalls gelegt hat.

        Hier also der Hinweis:

        Das Land ist nach dem großen Knall auf dem Weg zu geordneten Verhältnissen und voraussichtlich neuem Wohlstand, wenn keiner mehr bei Ihnen auf dem Land vorbeikommt und eine Handvoll Goldmünzen für ein paar Eier oder einen halben Sack Kartoffeln tauschen will.

      • Avatar
        Jacques sagte:

        Wieso sollten die Banken insolvent gehen wenn es eine Zentralbank gibt? Möglichweise dann eben wieder die Deutsche Bundesbank als Verantwortliche?
        Die Banken gehen ja auch nicht alle plötzlich in die Insolvenz, sondern es gibt immer Notfallmaßnahmen in der Schublade.

        Da brauchen wir aber jetzt noch nicht diskutieren, so weit sind wir nicht.
        Wichtiger als ein privater Bauernhof ist eher ein Bankkonto in der Schweiz!

      • Avatar
        Bernhard-Albrecht Roth sagte:

        @ Michael Stöcker

        „Falls es Bürgermeister unter den Lesern geben sollte: Setzen Sie sich noch heute mit den Konzepten des Regionalgeldes auseinander. Oder aber informieren Sie Ihre Bürgermeister über ein solches Worst Case Szenario, damit die lokale Wirtschaft wieder schnell aufblühen kann.“

        Konnten Sie Herrn OB Hilbert von den Vorteilen des Regiogeldes für Dresden überzeugen? Das sollte Ihnen doch leichter fallen als den Initiatoren des Elbtalers!

        Beste Grüße,
        Bernhard-Albrecht Roth

        PS: Ich stimme Ihnen jedenfalls zu, dass wir ein Beautiful Deleveraging sowie eine ex post Abschöpfung des fiktiven Kapitals brauchen!

    • Avatar
      Bernhard-Albrecht Roth sagte:

      @ Zweifler

      Ich sehe den Sinn der Diskussion hier hauptsächlich darin, die eigene Sichtweise ständig einer Prüfung zu unterziehen. Denn eine wesentliche Voraussetzung für sinnvolle Lösungsvorschläge ist das Verständnis der komplexen Gesamtzusammenhänge in Abhängigkeit des herrschenden Geldsystems, und da haben wir alle hier und anderswo einen mehr oder weniger großen Nachholbedarf.

      Es ist nicht zutreffend, wie Sie es darstellen, dass hier nicht auch über Lösungen diskutiert werden würde, denn immer wieder wurden Maßnahmen wie die von Michael Stöcker angeregte Erbschaftssteuer als mögliche Lösung thematisiert.
      Die Lösung ist also denkbar einfach aber nicht gewollt: die Umverteilung von unten nach oben zu beenden!

      Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Szenarien: Einen Paradigmenwechsel oder den Crash. An einen noch rechtzeitigen Paradigmenwechsel glaube ich nicht, weil das einerseits einen breiten Konsens über die komplexen Gesamtzusammenhänge in der Wissenschaft und der Politik, sowie andererseits die Bereitschaft zum Verzicht auf Vermögen und Einfluss bei den obersten 1% erfordern würde.

      Beste Grüße,
      Bernhard-Albrecht Roth

      Antworten
      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bernhard-Albrecht Roth

        Sehe das im Prinzip so wie Sie.

        Was @ Zweifler und andere offensichtlich nicht mit einkalkulieren wollen:

        Ein Crash wird so gewaltig auf das Vermögen einwirken– nicht nur monetär, sondern im Doppelsinn zu verstehen –, dass wir nicht wirklich sagen können, was REAL wirklich geschehen wird, falls er eintritt.

        Die Fallhöhe ist jedenfalls gewaltig.

        Ich habe vermutlich mehr an sozialen und politischen Veränderungen erlebt als die meisten hier und kann mit Blick darauf nur feststellen:

        Wir erleben Dinge, die so vor ein paar Jahren nicht vorstellbar waren.

        Und keine falschen Vergleiche:

        Die Gelbwesten in Frankreich sind nicht mit dem Studentenaufstand eines Cohn-Bendit zu vergleichen. Und wann hat es zuletzt Hamsterkäufe in Europa gegeben wie jetzt in GB?

        Ich sage nichts voraus und es kann alles besser kommen als man denkt.

        Aber für eine „gesellschaftliche Besinnung“, die einen Paradigmenwechsel auslösen könnte, fehlt mir einfach die Fantasie.

        Man zeige mir den Strohhalm – ich greife sofort danach.

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Zweifler: Das liegt an den Interdependenzen zwischen den Menschen und sozialen Gruppierungen. Selbst Superreiche, die sich irgendwo in einer Steueroase oder sonstigen Umgebung ihre private Insel kaufen oder ihr gesichertes Cottage in Neuseeland, haben das Problem. Angefangen vom fehlenden aber nötigen Ersatzteil für die eigene Yacht über die Lieferung befristet haltbarer Medikamente bis zur Zuverlässigkeit bewaffneten Wachpersonals – sie können sich vor einer globalen Krise mit Geld besser schützen als ohne aber nicht absolut. die Zugehörigkeit zu den 1% ist keine Garantie für die Zukunft. Manchmal ist es sogar riskanter. Zahlreiche schlimme Vorfälle beweisen das: Herr Oetker, Herr Albrecht, Herr Herrhausen, usw.

      Die Antworten sind daher m.E. nicht unbeholfen, wie Sie konstatieren. Sie bestätigen nur die alte Weisheit, dass man nicht ruhig schlafen kann, wenn der eigene Nachbar nicht weiß, ob seine Kinder nächsten Tag ein Frühstück bekommen bzw. ein Dach über dem Kopf haben. Da heißt es gedanklich flexibel zu bleiben und das versuchen die Foristen hier. Das muss nicht der Untergang sein. Aber eine deutliche Veränderung des Systems ist es ziemlich sicher.

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        Axel Jung sagte:

        @ Wolfgang Selig:
        Ihr Hinweis auf Interdependenzen ist ein wichter Hinweis.
        Der „moderne Mensch“ fühlt sich frei und unabhängig und lebt in dem Glauben nichts und niemanden zu brauchen. In Wahrheit ist er selbst für die normalsten Alltagsdinge auf die Zuarbeit von Millionen anderen Menschen, teilweise auf der anderen Kontinenten, angewiesen. Die arbeitsteilige Organisation unserer Wirtschaft ermöglicht für vermutlich alle ein höheres materielles Wohlstandsniveu als dies in einer Selbstversorgerwirtschaft möglich wäre. Der Preis dafür ist eine extreme Abhängigkeit, die allerdings meist nicht so wahregenommen wird. der Gebrauch von Geld hilft uns, unsere Illusion von Unabhängikeit aufrecht zu erhalten.

        Einige Kommentatoren sollten sich dessen bewusst sein, bevor sie wieder einmal den totalen Zusammenbruch fast schon herbeisehnen. Der Preis wird furchtbar sein. Und allein deshalb lohnt sich mAn jede Anstrengung, einen solchen Zusammenbruch zu vermeiden. Auch wenn dafür Prinzipien über Bord geworfen werden müssen.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig, Axel Jung

        @ Zweifler muss man zustimmen, wenn er sagt:

        >Alle wissen haargenau, wie wir ins Unglück hineinschlittern werden, aber keiner wie wir herauskommen.>

        Ich behaupte, dass wir nicht wissen können, wie wir aus der Malaise herauskommen, weil es keinen erkennbaren Weg gibt, herauszukommen.

        Denkmodelle wie die von M. Stöcker sind kein Weg, weil es keinen Mechanismus gibt, mit dem sie umzusetzen wären. Zu DENKEN, dass es so ginge, ist kein REALER Mechanismus, sondern eben ein gedachter Mechanismus, der nur real würde, wenn ALLE oder mindestens eine MEHRHEIT an ihn glaubten. Das ist absehbar nicht der Fall.

        Es gibt möglicherweise Lösungsansätze oder Lösungen, d. h. real wirksame Mechanismen für einige Probleme, wobei fraglich ist, ob diese mehr als Teilprobleme sind oder zu neuen, möglicherweise zusätzlichen Problemen führen:

        Hier ist einer für das Problem staatlicher Verschuldung:

        https://www.welt.de/finanzen/article188261147/Staatsschulden-Fuer-das-globale-Schuldenproblem-gibt-es-nur-eine-Loesung.html

        Japan macht es vor mit einem real wirksamen Mechanismus.

        Will man diesem Weg folgen, muss man über die Konsequenzen nachdenken.

        Einige Anmerkungen zu Ihren Auffassungen:

        Nicht nur die 1% oben, sondern viele % darunter sind sich völlig klar darüber, dass sie ohne die Aktivitäten von anderen eine fundamentale, nachhaltige Krise nicht überleben könnten.

        Insofern halte ich die folgende Auffassung @ Axel Jung für falsch:

        Der „moderne Mensch“ fühlt sich frei und unabhängig und lebt in dem Glauben nichts und niemanden zu brauchen.

        Solange eine solche Krise allerdings nicht eingetreten ist bzw. nicht unmittelbar bevorsteht, sieht der „moderne Mensch“ keine Veranlassung für sich, irgendetwas grundlegend zu ändern – die Dinge funktionieren doch einigermaßen leidlich, so die ERFAHRUNG.

        Dieses subjektive, durch Erfahrung verfestigte Bewusstsein besagt natürlich nichts darüber, ob es derartige Krisen geben kann oder nicht und, wenn es sie geben kann, unter welchen Bedingungen es sie geben wird.

        Millionen können IGNORANT sein, VERDRÄNGEN oder auch IRREN!

        Ja, der Preis für einen totalen Zusammenbruch wird furchtbar sein.

        Die Konsequenz @ Axel Jung

        >Und allein deshalb lohnt sich mAn jede Anstrengung, einen solchen Zusammenbruch zu vermeiden. Auch wenn dafür Prinzipien über Bord geworfen werden müssen.>

        Diese Auffassung kann man teilen,

        ABER:

        Die Menschen müssten davon ÜBERZEUGT werden, dass es angesichts eines derartigen Zusammenbruchs BESSER für sie wäre, dass sie – um ihn zu verhindern – Prinzipien über Bord werfen MÜSSEN.

        Die Prinzipien sozusagen diktatorisch an den Menschen vorbei über Bord zu werfen, wird nicht gelingen. Sie oben Erfahrung und Bewusstsein. Es würde Aufstände geben.

        Sie zu überzeugen, wird auch nicht gelingen.

        Daher wird die Politik einen noch oder gerade noch tolerierbaren Weg beschreiten, den Zusammenbruch zu vermeiden, etwa durch „weiche Regelbrüche“.

        Das ist risikobehaftet, aber unter den Umständen kein irrationales Unterfangen.

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    D.H. Bauer sagte:

    Lesetip: ich lese gerade Edward Gibbon, Verfall und Untergang des Römischen Reiches. Dieses Buch wurde vor rd. 200 Jahren geschrieben, ist mutatis mutandis immer noch lesenswert, da es eindringlich beschreibt, wie die dominante Hochkultur der (damals bekannten) Welt unter gewaltigen Zuckungen verfiel und von mindestens 1000 Jahren Finsternis abgelöst wurde. Die Parallelen sind verblüffender als man zunächst denkt. Rom zerfiel weitgehend an inneren Kräften, die man hereingelassen, bzw. geduldet hat, um das süsse Wohlleben (panem et circenses) noch etwas länger zu genießen. Erst in der Endphase wurde Rom durch äussere Kräfte überrannt.

    Soviel zum Katastrophenszenario.

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