Grant Williams: The Consequences Of Economic Peace

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Der Titel ist vielleicht irreführend. Doch der Vortrag von Grant Williams, auf den ich hier schon hingewiesen habe, lohnt sich sehr. Er beginnt mit einem Rückblick auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, beschreibt die Folgen des Versailler Vertrages und kommt letztlich zum Schluss: Heute wird von den Notenbanken alles getan, um den „wirtschaftlichen“ Frieden zu erhalten. Doch wird das auf Dauer funktionieren? Lohnenswerte 30 Minuten an einem trüben Winterabend.

Zero Hedge: Grant Williams: The Consequences Of Economic Peace, 25. November 2014

3 Antworten
  1. Dieter Krause says:

    „Man mußte kein Bismarck sein, um diesen dümmsten aller Krieg zu verhindern.“ Albert Ballin (Generaldirektor der HAPAG, 1914)
    Die Londoner City war Ende Juli/Anfang August 1914 ENTSETZT, als sie sah, wie Großbritannien und der Kontinent in den Krieg drifteten. Alle Rettungsversuche – u.a. von Albert Ballin in London – umsonst! Am Ende des Krieges waren dreiviertel des deutschen Volksvermögens im Krieg verbrannt (Inflationierung der nationalen Anleihenschulden dann in der Hyperinflation ab 1922).

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  2. Justus B says:

    Sehr geehrter Herr Stelter,
    danke für die interessanten Artikel. Ich fasse einmal zusammen, wie ich Ihre Ausführungen bzw. die der verlinkten Beiträge verstehe: Seit der Aufhebung des Goldstandards ist die Geldmenge weltweit sehr viel schneller gestiegen als die BIP. Hier wird oft von Schulden gesprochen, doch Geld entsteht nur durch Kreditvergabe. D.h. die weltweite Verschuldung ist durch eine exessive Kreditaufnahme entstanden. Begünstigt durch die Politik der Notenbanken und der fehlenden Regeln zur Geldschöpfung. Nun sind durch das viele Geld Blasen ,vorallem am Finanzmarkt, entstanden. In der Finanzkrise platzte diese Blase. Den vielen Geldforderungen bzw. Geldverbindlichkeiten standen nun deutlich weniger Buchwerte als angenommen gegenüber. Die Verbindlichkeiten konnten nicht zurückgezahlt werden, da die Forderungen mittlerweile anderen Personen gehörten und die Buchwerte vermindert waren. So hat z.B. der deutsche Staat sehr hohe Verbindlichkeiten, während die Bürger durch die Staatsverschuldung Geldvermögen aufbauen konnten. D.h. wir befinden uns in einer Vermögensillusion. Eigentlich müssten wir durch Umstrukturierung der Schulden die Geldmenge wieder verringern bzw. die Staatsverschuldung abbauen. Dies ist jedoch nicht vermittelbar. Daher wird weiter fleißig Geld geschöpft bzw. man versucht es. Dies reicht jedoch nicht aus, da die Privatleute und Unternehmen weiter sparen. D.h. hier findet durch eine Abnahme der Geldmenge nahezu eine Deflation statt. Das durch die Notenbanken in den Markt gedrückte Geld führt lediglich zu einer Inflation an den Finanz- bzw. Immobilienmärkten. Ich frage mich jedoch, warum Privatleute und Unternehmen weiter eine Entschuldung anstreben. Eigentlich sind die Privaten Haushalte doch Nutzniesser der ständigen Geldschöpfung. Nur durch die exessiven Staatsschulden konnten sie derart hohe Geldvermögen aufbauen. Bei den Unternehmen frage ich ich ähnliches. Wie konnte es hier zu einer Überschuldung kommen. Es können doch nicht Unternehmen, Private Haushalte und der Staat überschuldet sein. Irgendjemand muss auch die entsprechenden Forderungen dazu besitzen. In meinen Augen sind dies hauptsächlich die Haushalte. So wundere ich mich auch über die Problematik der Generationengerechtigkeit und Staatsverschuldung. Ist nicht erst durch eine hohe Verschuldung des Staates bei Banken das Geld enstanden, welches wir heute auf unseren Konten haben?
    Ich bin mir sicher, ich habe das ganze Thema noch nicht 100% verstanden. Vielleicht können Sie meine Ausführungen bei Gelegenheit kommentieren und für etwas Klarheit sorgen.
    Besten Dank und weiter so!

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    • Daniel Stelter
      Daniel Stelter says:

      Lieber Herr Justus B,

      sehr gute Zusammenfassung. Trifft es auf den Punkt genau. Zu Ihrer Frage: Es ist eine Verteilungsfrage zwischen Sektoren (Staat Schulden, private HH, aber auch zunehmend Unternehmen, Nettosparer) und innerhalb von Sektoren. Letzteres in zweierlei Hinsicht: international (Deutsche geben Kredite an Spanier etc., weil wir Handelsüberschüsse haben.) und national (die Vermögenden den Nicht-Vermögenden bzw. bei den Vermögenden jene, die mit Leverage arbeiten). Wenn nun Staaten (und wo nötig Unternehmen) nicht bezahlen können, verlieren die privaten HH. Als Sektor und per Definition nur die, die Vermögen besitzen, inkl. Lebensversicherungen etc. Wenn private HH nicht mehr bezahlen können, verlieren andere private HH.

      O. k.?

      LG, DSt

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