„Das könnte Peter Thiel zu Deutschland sagen“

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Nun ist die Krönungsmesse der CDU vorbei. Grund genug heute einen Beitrag zu bringen, der bei manager magazin online kurz vor der Wahl in den USA erschienen ist. Donald Trump, der von Peter Thiel unterstützt wurde, hat die Wahl gewonnen. Ich würde mir eine Rede von Peter Thiel zu Deutschland, wie ich sie unten beschreibe, sehr wünschen, gerade auch mit Blick auf die Aussicht auf weitere fünf Jahre mit der derzeitigen Regierung. Die Diskussion der IYI (siehe Beitrag vom 9. November) in den Medien nach der Wahl in den USA unterstreicht die Notwendigkeit, auch bei uns einen Politikwechsel zu bewirken.   

Mit seiner Unterstützung für Donald Trump hat Peter Thiel, der deutschstämmige Paypal-Gründer und Facebook-Investor der ersten Stunde für große Aufregung gesorgt. In einer Rede legte er nun pointiert nach und begründete seine Unterstützung für einen Außenseiter im politischen System der USA mit einem breiten Versagen der politischen Elite.

Die USA seien ein Land, in dem die Alten nicht für den Ruhestand vorsorgen können und die Jungen unter enormen Schulden für die Ausbildung leiden. Das überteuerte Gesundheitssystem mag zwar den Rest der Welt subventionieren, die breite Mittelschicht, die seit Jahren mit stagnierenden Einkommen zu kämpfen hat, werde jedoch zusätzlich belastet. Eine Mittelschicht, die im Unterschied zur Elite eben nicht von der Globalisierung profitiert habe, sondern unter Lohndruck und Arbeitsplatzverlusten leidet.

Die Antwort der Elite war – wie es Thiel nennt – „Bubble Thinking“. Blasen an Aktien- und Immobilienmärkten sollten über die stagnierenden Einkommen hinwegtäuschen.
Trotz stagnierender Einkommen haben die USA ein chronisches Handelsdefizit und statt als reichstes Land der Welt anderen Ländern Kapital zu leihen für deren Entwicklung ziehen die USA Gelder an, um die eigenen Defizite zu finanzieren und um Vermögenswerte in den USA zu steigern. Außerdem führe das Land fünf Kriege zeitgleich, und obwohl die Elite immer wieder den Sieg verspreche, sei ein solcher nirgends in Sicht. Statt Demokratie habe man Chaos exportiert, so Thiel. All dies führt bei Thiel zu der Schlussfolgerung, Donald Trump zu unterstützen.

Unabhängig davon, ob man diese Folgerung unterstützt oder nicht, hat Thiel auf jeden Fall die relevanten Themen angesprochen. In der Tat gibt es chronische Missstände in den USA, eine direkte Folge der Politik der letzten Jahrzehnte, die auf Schulden und Blasen gesetzt hat, statt auf echte Reformen.

Eine Rede für Deutschland

Bevor wir nun abschätzig auf die USA blicken, stellt sich die Frage, wie denn eine Rede von Peter Thiel zu Deutschland aussehen könnte im Sommer 2017, passend zur Bundestagswahl. Vielleicht so?

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie wissen, lebe und arbeite ich in den USA und habe deshalb einen Blick von außen auf mein Geburtsland Deutschland. Zunächst erfüllt mich dieser Blick mit Freude. Deutschland ist ein Land, das vielen als Vorbild dient, demokratisch gefestigt und wirtschaftlich erfolgreich. Made in Germany gilt zu Recht noch als Gütesiegel in der Welt. Dennoch droht dem Land ein beispielloser Niedergang, und es wird höchste Zeit, dass sich die politischen Eliten der Realität stellen.

Als Technologie-Investor weiß ich, dass nichts so wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung von Wohlstand ist wie eine führende Stellung in den Industrien der Zukunft. Gerade diese Stellung ist in Deutschland immer weniger gesichert. Die Industrien, auf denen Deutschlands Wohlstand heute beruht, stammen allesamt noch auch der Kaiserzeit. Chemie, Maschinen- und Anlagenbau und auch die Vorzeigebranche Automobil sind über einhundert Jahre alt. Bislang ist es gelungen, jeden Wandel erfolgreich zu gestalten. Doch ob dies auch für die Zukunft gilt, ist zunehmend fraglich. Gerade die Automobilbranche steht vor erheblichen Herausforderungen.

Ob begründet oder nicht, wird sie als Hauptverantwortliche für den Klimawandel ausgemacht. Andere Länder können mit Umweltschutzargumenten faktisch protektionistische Maßnahmen ergreifen und damit einen Wettbewerber schwächen, der in der traditionellen Technologie des Verbrennungsmotors einen uneinholbaren Vorsprung hat. Skandale wie jener von Volkswagen liefern dafür zusätzliche Munition. Doch auch ohne diesen technologischen Wandel droht der Branche Ungemach. Selbstfahrende Autos, Carsharing und eine abnehmende Bedeutung als Statussymbol könnten der Vorzeigebranche Deutschlands erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

Derweil sind neue Industrien nicht in Sicht. Die technologische Revolution spielt sich woanders auf der Welt ab. Im Silicon Valley, zunehmend auch in China und den aufstrebenden Regionen der Welt. Ausnahmen wie SAP und ein paar E-Commerce-Start-ups in Berlin ändern an dieser Tatsache nichts. Deutschland braucht ein neues Geschäftsmodell für die Zukunft und die Grundlage dafür kann nur gemeinsam von Wirtschaft und Politik gefunden werden.

Konsum statt Investitionen 

Bis jetzt sieht es nicht so aus, als habe die deutsche Politik diese existenzielle Bedrohung in ihrer Dramatik erfasst. Hätte sie es, würde der Staatshaushalt ganz anders aussehen. Statt immer mehr Geld für die Verteilung von sozialen Wohltaten zu verwenden, würde der deutsche Staat mehr in die Infrastruktur investieren. Neben dem allseits bekannten Instandhaltungsstau bei Straßen, Brücken und Bahninfrastruktur denke ich dabei vor allem an ein modernes Breitbandnetz, welches die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften im 21. Jahrhundert ist.

Auch in einem anderen Bereich zeigt sich, dass die Politik die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Nicht nur ist es bis heute nicht gelungen, ein bundesweit einheitliches Schulsystem zu etablieren. Noch schlimmer wiegt, dass das schulische Niveau im internationalen Vergleich bestenfalls mittelmäßig ist. Darüber dürfen einige Ausnahmen wie Bayern und Sachsen und eine leichte Verbesserung in den PISA-Ergebnissen nicht hinwegtäuschen. Im internationalen Wettbewerb geht es vor allem um die Leistungen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Denn diese Fächer und die darauf basierenden Studiengänge sind es letztlich, die die technologische Leistungsfähigkeit bestimmen. An der Spitze stehen hier die asiatischen Länder wie Singapur und China. Auch in der Schweiz liegt der Anteil der Spitzenleister in Mathematik bei 43 von 1.000 Schülern, in Deutschland nur bei 26.

Die weltbesten Universitäten sind ebenfalls nicht hierzulande beheimatet. Die USA und Großbritannien sind führend, wenn es um die Spitzenbildung geht. Und wenn jetzt der Einwand kommt, dass auch diese Länder im Schulsystem erhebliche Schwächen haben, so ist das zutreffend. Jedoch gelingt es vor allem den USA nach wie vor, die besten Talente der Welt anzulocken. Diese kommen zum Studium in die USA und bleiben auch oft. Die Start-up-Szene im Silicon Valley wäre ohne diese Zuwanderung der Klügsten der Welt undenkbar.

Zuwanderung kann keine Lösung sein

Deutschland gelingt es jedoch nicht annähernd, im gleichen Maße für die Spitzenleister attraktiv zu sein. Im Gegenteil: Schätzungen gehen dahin, dass jedes Jahr 140.000 Deutsche das Land verlassen tendenziell eher die gut gebildeten und leistungsorientierten. Eine sehr schlechte Entwicklung gerade mit Blick auf die rasch einsetzende Vergreisung. Ohne Einwanderung fällt die Zahl der 20- bis 65-Jährigen zwischen 2015 und 2060 von 48 auf 28 Millionen. Dieser Verlust an qualifizierten Erwerbstätigen ist eine zusätzliche ernsthafte Bedrohung für die hiesige Wirtschaft. Jeder Unternehmer ist gezwungen, sich auf diese Herausforderung einzustellen. Was im Klartext eine Verlagerung von Produktion in das Ausland bedeutet damit auch das Verlagern von Forschung und Entwicklung.

Die Demografie ist leicht zu prognostizieren und nur schwer zu ändern. Wer davon träumt, diese Lücke durch Zuwanderung zu schließen, muss nüchtern konstatieren, dass Deutschland bisher im globalen Wettbewerb um die besten Talente weit abgeschlagen ist. Die bisherige Zuwanderung hat nicht den Erfordernissen der hoch technisierten Wirtschaft entsprochen. Im Schnitt sind die Zuwanderer weniger produktiv und haben eine geringere Erwerbsbeteiligung als die einheimische Bevölkerung. Die Nachkommen der Zuwanderer bleiben zudem bislang in der Schule weit zurück.

Anzeichen für eine Besserung sind nicht in Sicht. Die Flüchtlingswelle des Jahres 2015 wird die demografischen Probleme nicht lösen, sondern verschärfen. Die Flüchtlinge werden eine dauerhafte finanzielle Belastung darstellen. Zudem bedeutet es eine sehr ineffiziente Mittelverwendung, weil die Kosten der Versorgung in Deutschland bei dem 100-Fachen der Kosten einer Versorgung in der Herkunftsregion liegen dürften. Ein weiteres Beispiel für eine Politik, die nicht die langfristigen Folgen des eigenen Handelns bedenkt.

Besser wäre es, in einer Welt, die insgesamt älter wird, konsequent auf neue Technologien zu setzen. Statt die Hoffnung auf Zuwanderung zu legen, sollte sich Deutschland ein Beispiel an Japan nehmen und ein Vorreiter für Automatisierung sein. Gerade der Rückgang der Erwerbsbevölkerung ist eine enorme Chance. Die Roboter nehmen niemandem Arbeit weg. Statt diese positiven Aspekte nach vorne zu stellen, schürt die Politik die Ängste der Bevölkerung und fördert so eine Technologiefeindlichkeit, die wiederum den Innovationsstandort Deutschland schwächt.

Die EU hängt an Deutschland

Europa hat nur gemeinsam eine Zukunft in der Welt. Doch um Europa steht es schlecht. Der Brexit ist ein fatales Zeichen und wenig spricht dafür, dass die EU-Bürokraten die Signale verstanden haben. Sie versuchen, viel mehr die EU zu einer europäischen Version des von den Eagles besungenen Hotel California zu machen. Man kommt hinein, jedoch nicht wieder hinaus. Doch ein nur mit Zwang und Drohungen zusammengehaltenes Gebilde hat keine Zukunft. Die EU braucht eine Vision, eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. Deutschland müsste führen, doch tut genau das Gegenteil. Einsame Entscheidungen in der Flüchtlingsfrage haben den deutschen Einfluss und den Zusammenhalt in der EU geschwächt.

Schon zuvor hat die deutsche Haltung eine Lösung der Eurokrise verhindert. Wir alle wissen, dass es ein Fehler war, den Euro einzuführen, ohne eine entsprechende wirtschaftliche Integration. Nun, wo wir ihn haben, müssen wir mit den Folgen der falschen Entscheidung konstruktiv umgehen. Dazu gehören die Bereinigung der Folgen des Schuldenbooms in einem gemeinsamen Ansatz und eine Neuordnung der Eurozone, um Ländern, die im Korsett des Euro nicht wieder wettbewerbsfähig werden können, die Chance für eine Erholung zu geben. Deutschland muss hier die Führung übernehmen und akzeptieren, dass dies finanzielle Lasten bedeutet. Im Gegenzug wären dann wirkliche Reformen möglich, um Wachstumskräfte zu stärken. Dabei geht es weniger um Arbeitsmarktreformen als um Bildung, Innovation und Automatisierung. Hier sollte die EU den Schwerpunkt legen.

Abschied vom Fetisch des Exportweltmeisters 

Im Unterschied zu den USA hilft Deutschland anderen Ländern bei der wirtschaftlichen Entwicklung durch den Export von Ersparnissen. Kredite und Investitionen im Ausland sind das Spiegelbild der Exportstärke und natürlich der schlechteren Wachstumsaussichten im Inland. Auch mit Blick auf die Versorgung einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung ist es richtig, Auslandsvermögen aufzubauen.

Doch leider gelingt dies nicht wie erhofft. Deutschland legt seine Exporterlöse denkbar schlecht an. Alleine im Zuge der Finanzkrise haben deutsche Kapitalsammelstellen mindestens 400 Milliarden Euro verloren. Weitere Verluste sind mit Blick auf die Überschuldung der Welt zu befürchten. Deutschland sollte deshalb die Handelsüberschüsse durch mehr Investitionen im Inland auf ein vernünftiges Maß reduzieren die für 2016 erwarteten neun Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind definitiv viel zu hoch und sich am Vorbild anderer Staaten orientieren und einen Sovereign Wealth Fund gründen, der das Vermögen professionell anlegt.

Illusion von Wohlstand

Von alledem wollen deutsche Politiker nichts wissen. Geblendet von der guten Konjunktur denken sie, es würde ewig so weitergehen. Nur so kann es zu der Vorstellung kommen, man könne das Rentenalter und das Rentenniveau unverändert lassen, obwohl die Lebenserwartung ständig steigt. Nur so kann die Politik ernsthaft eine Beitragssteigerung auf 23 Prozent für die Rentenversicherung ins Auge fassen, mit der dann Renten für eine Generation finanziert werden, die selbst nur 19 Prozent eingezahlt hat.

Da kann ich nur daran erinnern, dass die künftigen Beitragszahler in anderen Ländern mit offenen Armen empfangen werden. Eine Überlegung, die deutschen Politikern natürlich völlig fremd ist. Schon heute schätzt der Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn, dass es nur rund 15 Millionen außerhalb des staatlichen Sektors tätige Nettosteuerzahler sind, die den Karren gegen die globale Konkurrenz ziehen. Eine Zahl, die rasch schrumpft. Je größer die Last für die kleine Gruppe der Leistungsträger wird, desto schneller wird sie schrumpfen.

So kritisch ich die Leistung der politischen Elite der USA sehe, die USA haben noch immer eine wachsende Erwerbsbevölkerung, technologische Führerschaft in den Schlüsselindustrien der Zukunft, die besten Universitäten, das stärkste Militär und den alles entscheidenden Vorteil: Sie sind und bleiben das attraktivste Einwanderungsland der Welt.

Deshalb können die USA das Versagen der politischen Elite verkraften. Deutschland kann das definitiv nicht. Diese Wahl ist die letzte Möglichkeit für einen Kurswechsel.“

So könnte sich eine Rede von Thiel im Sommer 2017 anhören. Es wäre zu hoffen, es gäbe sie und sie würde erhört. Sein Auftritt vom Montag, 7. November 2016, hatte innerhalb von 24 Stunden immerhin mehr als 160.000 Zuschauer auf Youtube.

→ manager-magazin.de: „Das könnte Peter Thiel zu Deutschland sagen“, 2. November 2016

13 Antworten
    • Michael Stöcker says:

      Ex Goldman Carney beruft sich auf Marx und die Marxistin Wagenknecht auf den libertären Peter Thiel, dessen Investmentstrategie auf der Idee des Monopolkapitalismus basiert: http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-5-6-sahra-wagenknecht-ueber-das-ende-des.1184.de.html?dram:article_id=370810. Jetzt müssen Thiel und Wagenknecht nur noch das realexistierende Geldsystem in ihre Überlegungen integrieren und können dann gemeinsam die LMP (Liberal Marxistische Partei) gründen; Klingt immerhin besser als der Parasitenverein MLP und hätte durchaus eine gemeinsame Grundschnittmenge mit der ungarischen LMP (Lehet Más a Politika).

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Dietmar Tischer says:

        Wusste ich es doch:

        Jetzt, da die Milch sauer wird, will man der Mumie Marx wieder Leben einhauchen.

        Das ist die reine Hilflosigkeit angesichts dessen, dass das Urteil über ihn längst gesprochen ist.

        Kurz gefasst:

        a) Er war ein sehr genauer Beobachter und scharfer Analytiker, einer der quasi mit dem Zyklopenauge seherische Fähigkeiten offenbarte. Die Sätze über China im Kommunistischen Manifest könnten morgen in jeder Zeitung stehen – und sie wären richtig. Oder wie wäre es damit: „Was die Arbeitsteilung in der modernen Gesellschaft charakterisiert, ist die Tatsache, dass sie Spezialisten, die Fachleute und mit ihnen den Fachidiotismus erzeugt.“ Gleich danach: „Die automatische Fabrik beseitigt die Spezialisten und den Fachidiotismus“. Geschrieben vor mehr als 150 Jahren.

        b) Er hat eine Theorie wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung erarbeitet, die an ihren EIGENEN Behauptungen und Prognosen gemessen, schlichtweg falsch ist. Das Proletariat, d. h. die abhängig Beschäftigten, ist nicht auf Subsistenzniveau geblieben und auch nicht trotz sondern WEGEN des technischen Fortschritts in großer Mehrheit zu Wohlstand deutlich über dem Subsistenzniveau gekommen. Daher ist es geschichtlich als revolutionäres Subjekt, das sich durch Vergemeinschaftung die Produktionsmittel aneignet, ausgefallen. Von dem der kapitalistischen Produktionsweise angeblich innewohnenden Wirkmechanismus hin zum Sozialismus ist weit und breit nichts zu sehen. Es gibt ihn nicht.

        c) Marx muss man DENNOCH eine der bedeutendsten intellektuellen Leistungen zuschreiben. Er, der nie mit Moral argumentiert und den Begriff meines Wissens nicht einmal benutzt hat, schafft es immer wieder, dass sich Menschen auf ihn berufen, wenn sie gesellschaftliche Ungerechtigkeit erkennen. Das ist einzigartig und wird ihm kaum einer nachmachen.

        Das war es auch schon, wenn man nicht in den Krümeln suchen will.

  1. Dr. Peter Dauerer says:

    Sehr geehrter Dr. Stelter,

    zuerst viel Lob und besten Dank für Ihre Seite.

    „In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.“ George Orwell

    Dass Sie in diesem Sinne einmal ein Revolutionär werden, haben Sie sich vor zwei Dekaden wohl auch nicht vorstellen können.

    Dass sich in Deutschland mit den Fetischen EU, EURO und Migrantenaufnahme irgendetwas ändern wird in absehbarer Zeit und OHNE vorherigen Zusammenbruch, glaube ich nicht. Gemeinsam bis zum Endsieg!

    Wer von den Lesern oder auch Sie ist optimistischer?

    Antworten
  2. weico says:

    Aus dem Artikel:

    „So kritisch ich die Leistung der politischen Elite der USA sehe, die USA haben noch immer eine wachsende Erwerbsbevölkerung, technologische Führerschaft in den Schlüsselindustrien der Zukunft, die besten Universitäten, das stärkste Militär und den alles entscheidenden Vorteil: Sie sind und bleiben das attraktivste Einwanderungsland der Welt.

    Deshalb können die USA das Versagen der politischen Elite verkraften. Deutschland kann das definitiv nicht. Diese Wahl ist die letzte Möglichkeit für einen Kurswechsel.“

    Hauptsächlich liegt diese Führerschaft aber daran,dass die USA (noch) führend in den Finanzkriegen sind. Aber auch diese „Führeschaft“ schwindet ,wie auch die „Schlüsselindustrien“, ,rapide in Richtung China.

    Herr Prof. Stadermann schreibt dazu treffend:

    „Auf dem Planeten Erde unterdrücken das Finanzzentrum in New York und das politische Zentrum in Washington der USA systematisch jeden Versuch, sie dem Wettbewerb auszusetzen. Das geschieht mit Institutionen, die fast überall auf dem Planeten einen guten Namen haben. Ob Care, ERP-Programm, Weltbank, IWF oder BIZ alle verfälschen den Wettbewerb auf den Märkten zugunsten der USA.“

    http://www.unser-geld.com/home/der-freihandel-amerikas/

    weico

    Antworten
  3. Ralph Klages says:

    Es ist so wie Sie es beschreiben. Und läßt sich um so Manches noch ergänzen, die (Fehl-)Ausgaben der Sozialversicherung haben Sie noch gar nicht ins Blickfeld genommen, von den Steuerverschwendungen …… ach, egal.
    „…..dass sich die politischen Eliten der Realität stellen.“ Da musste ich allerdings laut lachen!
    LG

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  4. Dietmar Tischer says:

    Diese Rede ist von Besorgnis um die Zukunft Deutschlands getragen. Man wird auch sagen können: Es ist tiefe Besorgnis.

    Sie verweist auf eine Vielfalt unbestreitbarer Sachverhalte, die diese Besorgnis unwiderlegbar begründen.

    Sie ist damit zugleich ein Appell an die Elite des Landes, umzusteuern.

    Was ist daran zu kritisieren?

    Nichts.

    Und dennoch würde ich eine andere Rede halten bzw. P. Thiel empfehlen, eine andere zu halten.

    Er sollte mit dieser Rede beginnen und dann DEUTLICHER als hier geschehen die Konsequenzen darlegen, also dass es nicht nur darum geht, die „Illusion von Wohlstand“ zu entlarven und auf die ZUKÜNFTIG fehlende Basis für Wohlstand zu verweisen.

    Die rein ökonomische Dimension damit verbundener Folgen ist dramatisch genug. Es geht aber um mehr. Wenn schon das, was wir haben, nämlich verglichen mit der Vergangenheit quasi Stillstand beim Wachstum, zu derartiger politisch-gesellschaftlicher Destabilisierung führen kann, wie wir sie zunehmend im eigenen Land und viel dynamischer in anderen mit mehr oder weniger fundamental gleichen Lage erleben, darf der Verweis auf das TOTAL-Risiko nicht fehlen: auf die Gefahr, dass die stabilisierende gesellschaftliche Konsensbildung durch dominierende Konfrontation zur Auflösung gesellschaftlicher Kohärenz mit nicht mehr beherrschbaren Zerstörungspotenzial abgelöst wird. Die Möglichkeit wurde im letzten Jahrhundert Wirklichkeit und zwar – kaum zu glauben, aber bittere Wahrheit – in der „Kulturnation Deutschland“. Geschichte wiederholt sich nicht. Deshalb wird sich das damals Geschehene nicht wiederholen. Es gibt jedoch keine HINREICHENDE Begründung dafür, dass es sich wiederholt – noch schlimmer, noch ungeheuerlicher. Dass wir uns das heute nicht vorstellen können und es DAHER nicht dazu kommen kann, ist ein Trugschluss.

    Das gesagt, muss die Rede eine tieferliegende Thematik anschneiden.

    Ja, wir müssen auf neue Technologien setzen; ja, wir müssen eine führende Stellung in den Industrien der Zukunft einnehmen; und ja, wir müssen die positiven Aspekte nach vorne stellen, statt Ängste zu erzeugen (dabei aber nicht mit Schönrednerei wie „die Roboter nehmen niemanden Arbeit weg“ – hier auch noch fälschlich der Politik statt richtig der Wissenschaft zugeordnet. Selbstverständlich nehmen Roboter manchen Menschen die Arbeit weg. Positiv sein, heißt: Es wird immer etwas Sinnvolles und daher wie auch immer vergolten auch LOHNENDES zu tun geben)

    SELBST wenn wir mit äußersten Anstrengungen, darunter auch VERZICHTLEISTUNGEN (Investitionen statt Konsum) erreichen, was zu erreichen ist, ist überhaupt nicht sicher, dass wir nicht Wohlstandsverluste erleiden werden. Soweit die Megatrends (Globalisierung, demografische Entwicklung, Digitalisierung/Vernetzung, Klimawandel) Wohlstandsverlust befördern (verstanden als abnehmendes Wachstum) – das haben sie in der Vergangenheit und werden sie, da nicht umkehrbar per Saldo weiterhin –, bekommt VERSAGEN ein zusätzlich andere, weitreichender Bedeutung.

    Wir versagen – WIR, nicht nur die Eliten –, wenn wir uns angesichts DIESER Tendenzen nicht gesamtgesellschaftlich klar darüber würden, welche ZIELE wir in dieser sich verändernden Welt erreichen können und wollen.

    Ziele heißt hier in erster Linie nicht BIP in Zahlen. Es geht vielmehr um eine Neuadjustierung, möglicherweise auch Umformung QUALITATIV konstitutiver Lebensweisen. Davon wären u. a. auch ökonomisch relevante Präferenzen betroffen und selbstverständlich das, was im ökonomischen Kontext als Allokation der Ressourcen verstanden wird.

    Das ist, so ausgedrückt, natürlich nicht sehr konkret. Kann es aber auch nicht sein, weil die thematisch-Inhaltliche Konkretisierung durch den ÖFFENTLICHEN Diskurs erfolgen müsste. Geschieht dies nicht, würden Unzufriedene wiederum sagen: Die Eliten haben versagt.

    Der Anspruch, der mit meiner Rede gestellte würde ist hoch: Denn meine wäre keine „Rede für Deutschland“, sondern eine „Rede an die Deutschen“, die diesen viel abverlangen würde. Sie müssten u. a. begreifen, dass die Maximierung (materiellen) Wohlstands nicht das Ziel sein muss, sondern auch Mittel für die Umgestaltung zu ganz andere Zielen sein kann.

    Der Anspruch ist so hoch, dass er entsprechend meiner hier wiederholt geäußerten Skepsis, solche Diskussionen überhaupt in Gang zu bringen zu können, als zu hoch eingeschätzt werden muss.

    Ich wünsche mir daher, dass eine solche Rede als Maßstab für das verstanden wird, was zumindest ansatzweise erforderlich ist, um mehrheitlich GEWOLLT statt von den Umständen ERZWUNGEN, zu einem gesamtgesellschaftlich verträglichen Miteinander zu kommen.

    Antworten
  5. Dr.(H).Gisela Werling says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    können wir endlich begreifen worum es geht.
    Haben Sie nicht gemerkt, dass wir in Deutschland schon Diktatur haben?
    Langsam und schleichend, sogar mit unsere Zustimmung.
    In der Politik gibt es keine Zufälle, alles geplant.
    A Politiker arbeiten nicht für uns, sondern für die amerikanische Großkapitalisten, und für dessen Weltherrschaft.
    Wäre schon Zeit die in die Wüste zu schicken.
    Die eigene Meinung ist verboten, bzw. als rechte .eingestuft.
    Auf Grund „Terrorismus“ werden wir immer strenger kontrolliert.
    Zb.dank DSL sind meine Telefonverbindungen im Net.
    Die Presse ist auch kontrolliert. Alle „etablierte Parteien“ haben kaum Unterschiede über die größte Probleme..
    Die einzige, die AfD die uns noch retten kann.
    Die sind keine rechte.
    Egal welche Partei gegründet wird, werden sogenannte „Nazis“ eingeschleusst
    die von der Regierung bezahlt werden.
    Wiir stehen zw. den USA und Russland.
    Wenn wir überleben wollen gibt uns keine andere Wahl, als uns zu Russland nähern.
    Die deutsche Industrie mit dem russischen Rohstoffen
    wäre Weltmacht.
    Die USA will uns verbieten mit Russland Geschäfte machen, aber die haben ihre mit 10 % erhöht.
    Haben Sie in Europa auch die alte gute methode „Divide et Impera“ eingeführt.
    So lange wir mit unsere innere Probleme beschäftigt sind können wir nicht um die wichtigste,
    unsere Überleben konzentrieren..
    Wie lange wollen wir es zulassen?
    Unsere Interesse ist in Friede leben und arbeiten.
    Deutschland nicht untergehen lassen.
    Liebe Grüße an Alle.

    Antworten
    • NoFiatMoney says:

      Zitat:
      „Wie lange wollen wir es zulassen?
      Unsere Interesse ist in Friede leben und arbeiten.
      Deutschland nicht untergehen lassen.“

      Verwundert Sie, daß niemand hier auf Ihren Appell ansprang?

      Mich nicht. Die Mehrheit hier sieht keine Zusammenhänge zwischen Geldsystem, repräsentativer Demokratie, Geopolitik und Interessen sich selbst zu Eliten erklärter und Profiteuren der Systeme gemachter Kreise. Viele nur neu lackierte International-Sozialisten sind hier unterwegs. Einige von denen merken -hoffentlich, da ich andernfalls Vorsatz annehmen müßte- nicht einmal ihre Nähe zu Überlegungen der National-Sozialisten.

      Berechtigt aber in den -kollektivistischen/sozialistischen -Wind geschrieben, wird keine ausreichende Zahl von Menschen hören (wollen), was Sie -zu Recht- schrieben, sehr geehrte Frau Dr. Werling.

      Antworten
  6. Wolfgang Selig says:

    Herr Dr. Stelter, ich weiß zwar nicht, ob sich Herr Thiel noch für Deutschland interessiert, aber damit könnten m.E. auch Sie selbst eine Bewerbung für ein hohes politisches Amt einreichen.

    Antworten

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