Schwellenländer: Krisenherd – ja oder nein?

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Viele Beobachter sehen eine Wiederholung der Asienkrise am Horizont. Ausgelöst durch das „Tapering“ der US-Fed drohen die Kreditblasen, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind, zu platzen und nicht nur diese Länder sondern gleich die ganze Weltwirtschaft in die nächste Rezession zu stürzen:  mit verheerenden Folgen für die überschuldeten Länder des Westens. Deflation wäre spätestens dann ein akutes Thema. Heute verlinke ich zwei sehr unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema. Zum einen äußert sich der Chef des sehr renommierten Wirtschaftsforschungsinstituts Capital Economics (die unter anderem die Studie zu den Wirkungen eines Austritts von Holland aus der EU und dem Euro gemacht haben) und zum anderen ein sehr erfolgreicher Fondsmanager aus Asien. CAPITAL ECONOMICS hält jeden Vergleich mit der Asienkrise für übertrieben. Zum einen handelt es sich um Staaten, die seit Jahren chronisch schlecht geführt werden (Argentinien, Ukraine und Venezuela), zum anderen um einige Länder (Peru, Chile, Südafrika,Türkei),  die etwas über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die Masse der Staaten sei stabil und deshalb die Krise auf wenige Länder beschränkt und keineswegs eine Bedrohung für die Weltkonjunktur.

Der Fondsmanager hingegen sieht gerade in Osteuropa – auch als Folge der sich wieder zuspitzenden Eurokrise – erhebliche Gefahren und beziffert den potentiellen Schaden für Europas Banken auf einem Niveau des Lehman Crashs, was angesichts der dünnen Kapitaldecke hiesiger Banken erhebliche Folgen hätte. Bleibt zu hoffen, dass CAPITAL ECONOMICS recht behält.

The Telegraph: Don’t blame the Fed for growth slowdown in emerging markets, 10. Februar 2014

FINANZ und WIRTSCHAFT, Eine Osteuropakrise mit Lehman Potenzial, 8. Februar 2014

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