Bremst China haut es wirklich rein

Schon 2014 habe ich die Entwicklung in China mit der Schuldenwirtschaft im Westen verglichen:

→ China: Schuldenwirtschaft nach westlichem Vorbild

Wirklich geändert hat sich seither nichts. Im Gegenteil, das Land hat sich genauso wie der Westen immer mehr in die Ecke manövriert, gefangen in immer höheren Schulden und der Notwendigkeit, immer größere Dosen einzusetzen, um die Wirtschaft wieder auf Trapp zu bekommen.

Doch was wäre, wenn das Land wirklich versuchen würde, die Schulden abzubauen? Michael Pettis, immer wieder auch bei bto zitiert …

→ China muss die Schuldenlast reduzieren und Vermögen umverteilen

→ „Does It Matter If China Cleans Up Its Banks?“

… diskutiert das Szenario in einem Gastbeitrag für Bloomberg:

  • „(…) China has met its GDP growth targets only because soaring debt allowed it to capitalize non-productive activity, i.e. value it at cost rather than its real economic value. The target could be 6 percent just as easily it could be 7 or even 8 percent: As long as local governments and state-owned enterprises had debt capacity, they could generate enough activity to meet almost any target.“ – bto: Auch bei uns nährten die Staaten und die Privaten die Einkommensillusion.
  • „(…) if China begins a serious deleveraging, reported GDP growth rates will fall by a lot more than expected – by more than the amount of non-productive activity that had formerly been capitalized. This is clear from the historical precedents. In every modern case where countries enjoyed similar investment-driven growth ‘miracles’ and then suffered painful adjustments, medium- and long-term GDP growth rates slowed much more than even the most pessimistic projections.“ – bto: natürlich! Das wissen wir seit Irving Fisher und den Debt-Deflations. Es findet eine Kettenreaktion nach unten statt. Was vorher den Boom verstärkte, verstärkt jetzt den Abschwung, was am Leverage-Effekt liegt, der nun mal in beide Richtungen wirkt.
  • Sieht auch Pettis so: „The reason is that a reversal of the balance-sheet dynamics that had boosted growth during the expansionary phase forced GDP growth down during the contractionary phase. There are at least two ways in which this works. First, many years of excessively high GDP growth targets create an overstatement of total assets and total wealth.“ – bto: weil alle Vermögenswerte und Investitionen durch den Leverage nach oben getrieben werden.
  • Dann kommt Pettis mit einem sehr guten Beispiel: „If a loan funds a $100 dollar investment in a project that creates only $60 of value, for example, there is a $40 loss that should normally reduce the value-added component of the GDP calculation. But, if this loss is capitalized and the investment carried at cost, the full $100 expenditure is added to GDP and the total amount of real wealth in the economy is overstated by $40. This overstatement doesn’t last forever. Once debt stops growing, this $40 will effectively be written down in the form of lower future GDP growth, in part because real growth is being measured relative to an artificially high base.“ – bto: Es gibt also einen weiteren Verzerrungseffekt, den ich nicht auf dem Radar hatte. Weil das Wachstum auf einer zu hohen Basis fortgeschrieben wird, vergrößert sich der Fehler! Das erklärt auch die erhebliche Abweichung, die wir heute Morgen gesehen haben.
  • „After many years of overstatement, then, reported GDP growth rates will begin to understate real growth in the underlying economy. This can happen quickly in the form of a crisis or, as is more likely in China’s case, it can take place over many years as seems to have happened in Japan.“ – bto: weil die Abschreibungen das aktuelle BIP belasten, eigentlich aber nur die Korrektur früherer Verzerrungen sind.
  • „The second way in which balance-sheet dynamics will push down growth is by forcing a heavily indebted economy to absorb what finance specialists refer to as “indirect” financial distress costs. (…) these costs mount when rising fears of bankruptcy encourage stakeholders to protect themselves in ways that reduce or destroy economic value. (…) This can happen because of substantial uncertainty about how future debt-servicing will be allocated. Once debt is no longer rolled over, debt-servicing costs must be absorbed directly or indirectly by one sector of the economy or another, causing each to try to minimize its losses.“ – bto: so, wie wir individuell versuchen, die Verluste der sich abzeichnenden Fortsetzung der Euro-Krise zu vermindern.
  • „These two phenomena – financial distress costs and the amortizing of overstated wealth — could drive down GDP growth to below half current levels. What’s more, their impact is a function of the amount of bad debt that’s previously been accumulated. The more debt China builds up and the longer it takes to shrink the pile, the lower we should set our long-term growth projections. Just as high reported GDP growth rates today make the economy’s performance look better than it is, low reported growth rates tomorrow will paint a much bleaker picture.“ – bto: weshalb die „säkulare Stagnation“, wie ich immer wieder geschrieben habe, die Folge der Schulden ist und nicht umgekehrt. Was Pettis hier zu China schreibt, gilt ebenso für Japan, weite Teile Europas und zunehmend auch die USA. Keine guten Aussichten.

→ bloomberg.com: „Don’t Breathe Easy About China Yet“, 4. April 2019

24 Kommentare
  1. Avatar
    Patrik sagte:

    Ein ganz anderer und unkonventioneller Gedanke: Weil China kein demokratisches Land ist, kann die kommunistische Partei zur Entschuldung auch unkonventionelle Massnahmen durchsetzen (eine andere Art einer kulturellen Revolution, einen Kurzkrieg gegen einen Nachbarn und während diesen 1-3 Jahren Krieg die Gelegenheit nutzen um Schulden zu streichen, per Dekret einen Notstand ausrufen und 20% aller Schulden streichen, etc.). Das würde die Welt in eine Krise stürzen, von der sich China dann als erste erholt und dann gegenüber den anderen Volkswirtschaften gestärkt hervor treten wird.
    Das sind Optionen, die wir in der westlichen Welt nicht haben.

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      weico sagte:

      @Patrik
      Sehe ich sehr ähnlich.
      China als Gläubiger hat ja genügend Schuldner in der „Nachbarschaft“, die man bei allfälligen „innenpolitischen Problemen“ militärisch disziplinieren könnte.Im absoluten Notfall kann man ja immernoch Taiwan zum Mutterland „zurückholen“.
      Diese Option wurde ja schon deutlich ausgesprochen:
      https://www.youtube.com/watch?v=TUzD2_GQkME

      China wird sicherlich als deutlicher Gewinner, aus einer grösseren Weltwirtschaftskrise, hervorgehen.

      China’s Regierung hat aber noch ein riesiges Potential, um im eigenen Land an „Geld“ zu kommen und das soziale Gefälle zwischen Stadt-Land zu mildern.
      Eine z.B. „gesteuerte“ Landreform für Bauern (oder gewisse Regionen), würde gewaltiges Eigentum/Kapital in die Hände der zurzeit vernachlässigten Landbevölkerung bringen,dass dann wiederum über Steuern (Einkommenssteuer,Grundstücksteuer,Vermögenssteuer usw.) wieder in die Staatskasse zurückfliesst.
      Der Vorteil von solchem Eigentum/eigenem Boden muss ja nicht weiter erklärt werden (verkauf,belehnung,mehrertrag usw.) .
      Der jetzige Weg von Landnutzungsrechten mag in städtischen Gebieten seine berechtigung haben aber nicht für den ländlichen Agrarraum .
      Fall sich China wirklich einmal dazu entschliessen sollte,dann würde wohl ein weiterer Turbo „gezündet“…
      https://de.wikipedia.org/wiki/Immobilienmarkt_in_China#Grundst%C3%BCcksmarkt

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Patrik, weico

      Es ist sicher richtig, dass China andere und weitreichendere Möglichkeiten als die westlichen Gesellschaften hat, auf Krisen zu reagieren.

      Unter welchen Bedingungen es welche davon einsetzen würde, wissen wir nicht.

      Möglich ist auch folgendes Szenario:

      China wird als Wirtschaftsmacht so dominant, dass seine Währung zur Leitwährung wird.

      Dann hätte sie die Option, die den USA mit dem USD heute hat:

      In großem Umfang sich in aller Welt verschulden zu können, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

      Aber natürlich:

      Dieses Privileg muss man sich erst einmal erarbeiten.

      Oder die anderen müssen es einem durch „Abdankung“ schenken.

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      • Daniel Stelter
        Daniel Stelter sagte:

        Masse ist nicht Klasse. Aber was die Kommentare bei bto betrifft, gilt das nicht. Ich finde die Diskussion an dieser Stelle immer sehr erhellend. Vielen Dank dafür. Deshalb freue mich mich auch darüber, dass dies hier der 24998 Kommentar ist und wir morgen die symbolische Marke von 25.000 erreichen. Und dies mit Klasse. Danke an alle Kommentatoren! DSt

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    Axel sagte:

    @ Richard Ott

    Meine Idee ist ja auch nicht wirklich ernst gemeint. Natürlich würden wir ja auch weiterhin erfinden, produzieren und Geld erwirtschaften. Viele Menschen haben einen innewohnenden Gestaltungsdrang und sie würden ein nimmerendendes Dolce Vita garnicht aushalten.

    Dennoch zeigen die Staatsfonds von Norwegen, Japan und der Schweiz, wohin die Reise gehen kannn. Die Idee, Alles aufzukaufen, ohne daß andere etwas mitkriegen, auf dasselbe Pferd setzen oder diesem Treiben ein Ende setzen, ist in der Tat unrealistisch.

    Andererseits kauft China aber nach und nach mit auf Knopfdruck generierter Währung nützliche Firmen und Rohstofflagerstätten einfach über Marktwert auf und profitiert von dem Know-How und den Gewinnen. Ist China für sein Verhalten abgestraft worden? Gibt es deshalb eine Hyperinflation des Remninbi? Wird der Remninbi nicht sogar gerade wegen seiner rohstoffgedeckten Währung zur nächsten Weltleitwährung gekürt?
    Und welchen Wahrheitsgehalt haben chinesische Bilanzen eigentlich?
    In Ansätzen passiert also bereits genau das, was ich beschrieben habe!

    Geht die Shopping Tour diverser Länder aber ungebremst weiter, kommt bei den anderen Staaten unweigerlich Neid und Wut auf, und man wird untereinander in Konkurenz um die besten Assets treten.
    Mein Gedankenspiel ist demnach nur die provokativ auf die Spitze getriebene Version eines entfesselten Geldsystemes, in dem Geld von allen hemmenden theoretischen Bedenken abgekoppelt ist…

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    Dietmar Tischer sagte:

    @ DenkBloßNix, Alex

    Ich glaube, dass wir im Grund die Dinge ähnlich sehen.

    Mein Ansatz ist, dass die Regierungen die GETRIEBENEN sind.

    Habe gerade den denkwürdigen Satz gelesen:

    „REGIEREN bedeutet, die WUT der Bürger zu AKZEPTIEREN“

    Macron hat mit diesem Satz den Franzosen gesagt, was sein Politikverständnis ist und zugleich, was sie von ihm erwarten können:

    Bringt Eure Wut zum Ausdruck, dann wird DARAUFHIN regiert.

    Wenn man dann noch vernimmt, was das sachlich beinhaltet, kann man nur den Kopf schütteln. Das passt hinten und vorne nicht zusammen – und lässt sich auch nicht realisieren im GELTENDEN Finanzierungssystem.

    Hier:

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/macron-will-einkommensteuer-deutlich-senken-16157856.html

    Des Weiteren sind folgende Zeilen in unserm Zusammenhang bemerkenswert:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article192119353/US-Wahlkampf-Andrew-Yang-fordert-Freiheitsdividende-fuer-alle.html

    Hier geht einer ins Rennen um die Präsidentschaft, der allen Amerikanern $ 1000/Monat als bedingungsloses Grundeinkommen zukommen lassen will. Die Finanzierung soll durch eine Besteuerung von Google, Amazon, Facebook und dgl. erfolgen.

    Der gemeinsame Nenner:

    Wünsch Dir was, es ist machbar. Die Finanzierung ist kein Problem.

    Es wird mehr davon geben, die bisher verschämten Ansätze hierzulande sind nicht das letzte Wort.

    Was ich aus all dem und anderem schließe:

    Die westlichen Gesellschaften sind in einer derartig tiefen Krise, dass sie ORIENTIERUNGSLOS die Basis ihres Wohlstands aufgeben.

    Die Illusion scheint zu sein, dass der Wohlstand so nachhaltig GESICHERT ist, dass er jedem ein Auskommen auf akzeptabler Basis ermöglicht werden kann.

    Die Demokratie wird anscheinend als das Verfahren angesehen, mit dem sich ein derartiges Ziel GEORDNET erreichen lässt.

    Denn, wohlgemerkt:

    Hier sind nicht Spinner am Werk, sondern Leute, die an der Macht bleiben wollen bzw. diese zu erreichen suchen und dabei MEHRHEITLICHE AKZEPTANZ brauchen.

    Da WEISS man, was man den Leuten bieten muss.

    Wir sollten uns nicht mehr so viele Gedanken an die Eiszeit verschwenden, sondern mehr darüber nachdenken, worauf die bereits ERKENNBAREN Risse im Eis deuten und welche Bruchstellen sie markieren.

    Nach allem, was ich zur Kenntnis nehme, glaube ich jedenfalls nicht, dass die Eiszeit einfach so wegtaut.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      „Hier geht einer ins Rennen um die Präsidentschaft, der allen Amerikanern $ 1000/Monat als bedingungsloses Grundeinkommen zukommen lassen will. Die Finanzierung soll durch eine Besteuerung von Google, Amazon, Facebook und dgl. erfolgen.“

      Eigentlich sind das 2 Vorschläge, die miteinander verbunden werden, obwohl sie inhaltlich nicht viel miteinander zu tun haben.
      1. Bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 USD/Monat für jeden Erwachsenen – unklar ob nur für US-Staatsbürger oder wirklich für jeden der sich in den USA aufhält (da wartet halb Mittelamerika auf eine entsprechende Klarstellung…)
      2. Eine neue USA-weite Mehrwertsteuer von 10% einführen (gibt es bisher nur in bestimmten Bundesstaaten, mit unterschiedlichen Sätzen), um 1. zu finanzieren. https://www.yang2020.com/policies/value-added-tax/

      Yang suggeriert, dass dadurch auch die Tech-Konzerne, die ihre Gewinne in Steuerparadiese auslagern, endlich ihren „fairen Beitrag“ leisten, hat aber offensichtlich nicht begriffen, wie eine Mehrwertsteuer tatsächlich funktioniert.

      Leider ein weiterer Spinner, der sich aber recht gut verkauft und den Zeitgeist anspricht, mit viel modischem „Disruptions“-Blabla, und er redet sogar von „KI“, wie unsere hochkompetente Bundesregierung. ;)

      Ich wünsche ihm übrigens viel Erfolg, je mehr sich die Demokratische Partei in den USA selbst zerfleischt, umso beser.

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      Hansjörg Pfister sagte:

      „Wir sollten uns nicht mehr so viele Gedanken an die Eiszeit verschwenden, sondern mehr darüber nachdenken, worauf die bereits ERKENNBAREN Risse im Eis deuten und welche Bruchstellen sie markieren.“
      Mich erinnert das Ganze an die diversen antiken Verfassungskreisläufe, z.B. den des Polybios. Nach der Demokratie kommt die Ochlokratie (da sind wir jetzt) und danach die Tyrannis (weil einer ja wieder „aufräumen“ muss).
      Konkret: Die Politik wird immer ochlokratischer (populistischer) bis die Not und das Chaos so groß ist, dass wieder welche an die Macht kommen, die „aufräumen“ wollen. Wie das „Aufräumen“ aussehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Es kann von links kommen – das führt uns dann erst recht in den Sumpf – oder von „rechts“ – das wäre stabiler (ob es auch „besser“ ist sei dahingestellt). Die liberale bürgerliche Gesellschaft wäre aber auf jeden Fall erstmal perdu, da ihre Voraussetzungen durch die gewollte und forcierte Spaltung der Gesellschaft (vor allem von den Linken und Grün*innen betrieben) unterminiert wurden.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Hansjörg Pfister

        Sehe ich der Tendenz nach nicht anders.

        Die bereits einsetzende Entwicklung zeigt bemerkenswerte Züge:

        Die Parteien der Mitte, demokratische Parteien ihrer Legitimierung nach, Macht auszuüben, nennen rechtspopulistische Parteien, die GLEICHERMASSEN legitimiert sind, undemokratisch bzw. rassistisch.

        Ich bin nun wahrlich kein Unterstützer der AfD und es ist richtig, dass sie Leute in ihren Reihen hat, die rassistisches Gedankengut hegen, aber:

        Diese Partei ist DEMOKRATISCH legitimiert.

        Die AUSGRENZUNG, die hier betrieben wird, ist fatal und verheißt nichts Gutes.

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      Axel sagte:

      @ DT
      „Wünsch Dir was, es ist machbar. Die Finanzierung ist kein Problem.“

      Das ist der Anfang vom Ende, da dies eine Lawine lostreten wird, die nicht mehr zu stoppen ist!
      Was ist Geld und woher erhält es seinen Wert?
      Für mich ist Geld nicht nur “ ungedecktes Fiatmoney“, sondern erhält seinen Wert dadurch, daß es gespeicherte Arbeitskraft ist.
      Wenn ich ein Kredit aufnehme, um damit mein Haus zu bezahlen, geht das Geld in die Arbeitskraft der Architekten und Bauarbeiter.
      Macht ein Staat Schulden, geht das Geld in die Hände der Innovateure und Beamten.
      Zwar geht das Geld auch in die Sozialhilfe, wo zwar nichts produziert wird, aber hinter den Schulden steht immer (theoretisch) das Versprechen, daß diese Schulden nichts weiter als in Zukunft zu leistende Arbeit ist.
      Arbeit ist m.E. also der Anker der Geldwertstabilität in nicht Rohstoffgebunden Währungen.
      MMT würde diesen Anker lichten und die Baumwolllappen über kurz oder lang tatsächlich auf seinen legänderen intrinsischen Wert zurückführen.

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      DenkBloßNix sagte:

      @ Dietmar Tischer

      GETRIEBENE sind Regierungen in Sachen Wohlstandsversprechen. Wenn wir ehrlich sind, gelingt das seit dem Fall der Mauer nicht mehr für die breite Masse, sondern nur für bestimmte Klientelkreise. Insofern spezialisierten sich alle Parteien, wobei die Lüge von Wohlstandssicherung für @alle Konsens ist.
      Die Stammwähler der SPD sind seit 1989 die Verlierer, weil das Sozialsystem und der Wohlstand seiner Beitragszahler nicht in diese globalisierte Welt passen.
      Ganz allmählich erwischt es auch die Wähler der übrigen Parteien, wenn die Kinder ihrer Stammwähler trotz höherer Bildungsabschlüsse nicht am Besitzwohlstand der Elterngeneration anknüpfen können.

      Verlierer radikalisieren sich automatisch, wenn es keine anderen Lösungswege gibt und man dank Massenmedien/-indoktrination eine sehr konkrete Vorstellung seiner Zukunft hat. Radikale scheren sich nicht um Realtität.

      Sollten diese Kinder auch mit diversen Ängsten vor Weltuntergängen aufgezogen worden sein (Waldsterben, saurer Regen, Ozonloch, Eiszeit, Klimaerwärmung, CO², Imperialismus, Koloniallismus, Chauvinismus, Sexismus, Rassismus…), dann wundert mich der neue Infantilismus nicht.

      Der Wandel fand auch innerhalb der Parteien statt. Die Nachkriegsgeneration tritt langsam ab. Auch wenn ein Helmut Kohl nicht der Verantwortungsethik von Frontkämpfern (Schmidt, Dregger, Mende) nachkam, wußte er um die Zerbrechlichkeit von Wohlstand, d.h. Wohlstand hat nichts mit Nationalgrenzen zu tun.

      Die heutigen Verantwortungsträger in den Parteien verdanken ihre Karrieren keiner Leistung mehr, nur dem Opportunismus ihrer Förderer = Verpflichtung. Ich meine damit nicht nur die kleinen Strippen auf Landesebene sondern auch die Förderprogramme der Atlantikbrücke, wo Nachwuchskräfte wie Gutenberg und Özdemir dieselbe Schulbank drückten.

      Ich bedaure einen Abfall von Niveau, der uns ganz sicher nicht aus der Eiszeit führen wird, egal wie heiß die Krise und der Klimawandel werden.

      Früher hätte ich auch geglaubt, dass hier keine Spinner am Werk sind. Das hat sich geändert, denn man lebt den Demokratismus so intensiv, dass man glaubt die Mehrheit hätte immer Recht – auch wenn Aufklärung und Physik dagegen sprechen.

      Was Sie als Orientierungslosikgkeit attestieren, nenne ich Entgrenzung. Man anerkennt gar keine Grenzen, schon gar keine eigenen persönlichen. Es regiert überschäumende Weisheit mithilfe ihrer Berater(verträge).

      Bislang konnte man viel Unfug machen und scheinbar nichts geschah, aber so verliefen die Atomreaktorunglücke immer. Wenn die Kernschmelze dann nicht mehr zu stoppen ist, folgen die Opfer – und es trifft immer Unschuldige.

      Kommt es zum Kollaps aufgrund der erdrückenden Kompetenz wandern nicht nur die Hochbegabten ab, sondern auch viele deren Eltern noch ein anderes Land ihre Heimat nannten. Dann verliert Europa nicht nur Matheasse sondern weite Teile seiner gwerblichen Infrastruktur, die zunehmend von Migranten erhalten wird.
      Die zweite Sprache spricht man sowieso, das EFH am Balkan etc… hat man geerbt und die Chancen für Heimkehrer mit dt. Wissensstand sind besser als die BRD glaubt.
      -> man darf nämlich nicht vergessen, dass viele Zuwanderer mit/ohne dt. Pass kein Interesse an dt. Politik/Schuldkult/Energiewende/Multikulti/Quersociety haben….sie treten im öffentlichen Raum (TV, Zeitungen, Literatur) so gut wie nicht in Erscheinung und machen einen bedeutenden Teil der Bevölkerung aus.

      Ja Herr Tischer, im Grunde sehen wir die Dinge ähnlich, nur dass ich nichts mehr von diesen Spinnern erwarte als weitere Zerstörung. Leider glauben viele Optimisten diese Phase aussitzen zu können – was ich als fatalen Irrtum bewerte.

      „Derweil“ steigert die Zentralbank unsere Vermögenspreise und erhält das Märchen vom reichen Deutschland.

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    Axel sagte:

    @ DT

    „Denn die Notenbank kann kaufen, WAS und SOVIEL sie will, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.“

    Das habe ich letzte Woche auch schon halb läppisch und ohne Reaktion in den Raum geschmißen.

    Da Geld nicht etwas ist, was verdient oder erst noch produziert werden muß, sondern nur gedruckt oder elektronisch generiert und wieder sterilisiert werden kann, was hält eine Notenbank davon ab nicht nur öde Staatsanleihen, sondern auch sämtliche verfügbaren Rohstoffe und Aktien zu kaufen?
    Inflation? Wahrscheinlich, aber immerhin wäre die Währung ja durch alle möglichen Assets gedeckt!
    Und wenn auch. Nach dem Erwerb aller Güter wird die hyperinflationäre Währung eben abgeschafft und durch eine neue, dann stabile Währung ersetzt. Die Firmen, Gold und Öl, etc. bleiben aber selbstverständlich in Staatsbesitz!
    Und dann lehnen wir uns entspannt zurück und finanzieren unser Luxusleben von den Dividenden…

    Läßt sich die Welt das gefallen? Wahrscheinlich nicht und es wird mit Krieg gedroht werden.
    Ist die Idee naiv? Natürlich, aber letztendlich ist sie der Kummulationspunkt einer konsequent zu Ende gedachten MMT.
    MMT ignoriert die Funktion des Geldes als Motivations- und Innovationsmotor.
    Wie groß dieser Mechanismus ist, läßt sich an Flüchtlingsströmen und auf deutschen Baustellen beobachten.

    Wenn das Argument „Dafür ist kein Geld da“ wegfällt, weil ein Staat sich nicht mehr durch Arbeit, Exporte und Steuern finanzieren muß, sondern alles und jeden auf Knpfdruck alimentieren kann, fällt der psychologisch und fiskalisch begrenzende Faktor des Schuldenargumentes weg.
    Der Schrei nach bedingungsloser Alimentation wird nach anfänglicher Zurückhaltung mit Verweis auf die Geldwertstabilität immer lauter. Und es werden sich Parteien finden, die dieses Elysium umzusetzen versprechen…Der Anfang vom Ende.

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Axel: sehe ich ähnlich wie Sie. Die Schuldenmacher und auch breite Bevölkerungsschichten werden es ohne starke inflationäre persönliche Erfahrungen nicht kapieren. Ich weiß nur nicht, wo die Lernkurve liegt. Lernen die Leute ab 8 % Preissteigerung p.a.? 10 %? 30 % Mehr?

      Irgendwann wird der Ruf nach einem neuen Paul Volcker laut werden. Aber dafür reichen die aktuellen Preissteigerungen bei den Vermögenswerten (die Verbraucherpreise steigen ja noch langsamer) leider noch nicht aus.

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      Richard Ott sagte:

      @Axel

      „Läßt sich die Welt das gefallen? Wahrscheinlich nicht und es wird mit Krieg gedroht werden.“

      Nein, aber die effektivste Gegenmaßnahme ist keine Kriegsdrohung. Man kann sich einfach weigern, die in unendlichen Mengen erschaffene Währung zu akzeptieren. Das wiederum kann natürlich von dem Staat mit der durchgeknallten MMT-Zentralbank als Casus Belli aufgefasst werden – es gibt schon genug Beispiele, wo die Weigerung, einen bestimmten Rohstoff in einer bestimmten Währung abzurechnen entsprechende Militäraktionen motiviert hat.

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        Axel sagte:

        @ Richard Ott

        Wenn uns (oder jemand anderes) weltweit Unmengen an Assets gehören, wozu brauchen wir dann noch Devisen, wenn einem sowieso alles , also auch Rohstoffe wie Öl und seltene Erden gehören? Wir könnten damit ebenso wie mit Gold bezahlen, daß ja uns gehört!

        Abgesehen davon werden die Dividenden der Unternehmen ja in den entsprechenden Landeswährungen herausgegeben, so daß uns reichlich Divisen zur Verfügung stehen würden.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Axel

        „Wenn uns (oder jemand anderes) weltweit Unmengen an Assets gehören, wozu brauchen wir dann noch Devisen, wenn einem sowieso alles , also auch Rohstoffe wie Öl und seltene Erden gehören? Wir könnten damit ebenso wie mit Gold bezahlen, daß ja uns gehört!“

        Eine charmante Idee, aber das funktioniert nur höchstens einmal, und auch nur dann, wenn die anderen Länder die große Gelddruck-Aktion nicht mitbekommen haben und ihre Assets bereitwillig gegen die dann wertlosen Papierschnipsel getauscht haben.

        Danach müssen Sie schon ihre Assets selbst zum Tausch anbieten, um ihren eigenen Konsum weiter finanzieren zu können.

        „Abgesehen davon werden die Dividenden der Unternehmen ja in den entsprechenden Landeswährungen herausgegeben, so daß uns reichlich Divisen zur Verfügung stehen würden.“

        Bei weitem nicht reichlich genug. Nur damit die Relationen mal klar werden: Die DAX-Unternehmen haben in 2018 insgesamt ungefähr 40 Milliarden Euro an Dividenden ausgeschüttet. Verglichen mit der Größe der deutschen Volkswirtschaft (3390 Milliarden Euro BIP in 2018) sind die Dividenden, die die Unternehmen eines Landes ausschütten, viel zu wenig um damit die Konsumwünsche eines ganzen Landes finanzieren zu können – auch wenn es ein anderes Land von ungefähr gleicher Größe ist.

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        Richard Ott sagte:

        @Thomas M.

        „Wenn der Kurse dank ZB steigt, warum sollte sich der Aktionär und CEO dann beschweren?“

        Weil die Kurssteigerungen nur nominal sind in einer Währung, die durch eine „Wir-drucken-Geld-und-kaufen-alles“-Politik der Zentralbank entwertet wird. Real, also inflationsbereinigt betrachtet, bringt das überhaupt nichts. Und auf die nominalen Gewinne müssten dann sogar noch Kapitalertragssteuern gezahlt werden, in Deutschland zum Beispiel 25% plus Solidaritätszuschlag plus gegebenenfalls Kirchensteuer.

        Schauen Sie sich mal den Chart vom Aktienindex in Zimbabwe während der Hyperinflation in den 2000er Jahren dort an: https://www.goldonomic.com/ZimbabweIndustrialIndex2007.GIF

        Damals hat keiner von den Aktionären gejubelt, ganz im Gegenteil.

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        jobi sagte:

        Es sind diese „balance sheet dynamics“, die Pettis beschreibt und deren Wirkmechanismen m.A.n völlig unterschätzt werden.

        Die Notenbanken wissen das und reagieren deshalb sehr sensibel auf das Marktsentiment.
        Aber können sie wirklich mehr tun als proaktiv die Märkte bei Laune zu halten? Ich befürchte nein.

        Man muß nicht einmal nach China schauen; ein genauerer Blick auf den breiten US-Aktienmarkt verdeutlicht das Problem.

        Dort haben mittlerweile 25% der Unternehmen im Russell3000 außer steigende Umsätze nichts vorzuweisen, wie damals die HighTechs während der dot-com-Bubble.
        Meist im Dienstleitungsbereich unterwegs, bewegen sie sich mit ihren Geschäftsmodellen auf sehr dünnem Eis. Mit ihren internetbasierten Vertriebsmodellen übrigens alles Kunden von Microsoft, Google, Amazon ..

        Entscheidend aber: sie werden nicht von staatlichen Banken finanziert wie in China sondern bereitwillig durch HighYield, private und public equity, ein Großteil davon „thumb money“ über passive Investments und aus Mangel an Alternativen.

        Stellen diese Investoren den Schalter plötzlich auf risk-off, würde ein Lawine ausgelöst, gegen den auch die Notenbanken machtlos sein könnten.

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Richard Ott

        Richtig: Im Hyperinflations-Szenario kommen auch Aktien unter die Räder.

        Wenn aber die Kurse sukzessive nach oben getrieben werden, profitieren die Eigentümer, da sie sehr nah an der Quelle des „neuen“ Geldes sitzen und Anteile zu höheren Preisen verkaufen können, als der unbeeinflusste Markt zu zahlen bereit wäre. Sie kommen damit als erste in den Genuss des frischen Geldes. Die Inflation passiert ja zeitverzögert.

        Ggf. muss man noch nicht mal so weit denken: Höherer Kurs ist erstmal immer gut: Depot ist mehr wert. CEO-Bonus steigt. Stimmung im Quarterly Call ist gut.

  5. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    >As long as local governments and state-owned enterprises had debt capacity, they could generate enough activity to meet almost any target.“>

    generate enough activity:

    Darauf kommt es an, wie jedes Kind weiß – man muss in die Pedalen treten, damit das Fahrrad rollt und nicht kippt.

    Wie sichert man die Fähigkeit sich (weiter) zu verschulden?

    Die Notenbank kauft bestehende Schulden auf und sterilisiert sie.

    Das kann sie im Prinzip mit JEDER Art von Schulden und sie muss sich daher nicht auf die Schulden von untergeordneten Regierungsbehörden und Staatsunternehmen beschränken.

    Der Effekt:

    Die Verschuldung läuft unverändert mittels konventioneller Kreditvereinbarungen zwischen der Finanzwirtschaft und der Realwirtschaft, wird aber nicht zum Systemkollaps an der Schuldenmauer führen.

    Denn die Notenbank kann kaufen, WAS und SOVIEL sie will, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.

    Ich bin mehr und mehr überzeugt davon, dass das die „Lösung“ ist, nach der gegriffen wird.

    Das Schöne daran:

    Wo immer es eine Notenbank gibt, kann es diesen Rettungsmechanismus geben.

    WELCHE Aktivitäten dabei zustande kommen, spielt letztlich keine Rolle, solange der Systemkollaps vermieden wird und die Aktivitäten hinreichend generiert werden, d. h. Arbeitslosigkeit vermieden wird.

    Glänzende Aussichten für die REALWIRTSCHAFT, aber das GELDSYSTEM kann man damit natürlich ruinieren – und dann würde auch die Realwirtschaft ruiniert sein.

    Das wäre aber erst SPÄTER der Fall, kein heutiges Problem also.

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    • Avatar
      DenkBloßNix sagte:

      @ Dietmar Tischer

      -Denn die Notenbank kann kaufen, WAS und SOVIEL sie will, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.

      Bsp.: SNB, Stand Juni 2018:
      – Fremdanleihen 660.7Mrd. CHF davon 560.3 Mrd. CHF in Staatsanleihen
      – 3.1 Mrd.$ Apple Aktien
      – 2.4 Mrd.$ Microsoft Aktien
      – 2.3 Mrd.$ Amazon Aktien
      – BIP 2017 – 679 Mrd.$
      (Quelle Querschüsse)

      Gunnar Heinsohn nannte diesen Vorgang den Wettlauf der Ruchlosen und natürlich haben diese Rettungsmassnahmen eine Wechselwirkung in die Gesellschaft, deren Währungshüter die betreffende Zentralbank ist.

      Diese Wechselwirkungen zu diskutieren bringt nichts, denn die Optimisten des „immer weiter so“ überwiegen mit ihrer Ansicht es ginge noch 9 x 999 Jahre so fort.

      Zum Glück für die Optimisten gilt der politische Einfluss auf die Tätigkeit der Zentralbanken nicht allein dem Systemerhalt als Fortsetzung der Vergangenheit mit allen Mitteln.
      Nein unsere weisen Führerinnen und Vorausdenker ergreifen solch eine Gelegeheit beim Schopfe und schaffen eine ganz neue Welt. Verfolgt man die Verlautbarungen aus den Massenmedien wird die Zukunft zwischen Industrie 4.0, Multikultur/Quersociety, NullCO², NullVerbrennung, NullBildung und vielleicht etwas Lichtnahrung ihre neue Mitte finden.

      Alles wird viel besser….als je zuvor.

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      Thomas M. sagte:

      >Denn die Notenbank kann kaufen, WAS und SOVIEL sie will, ohne in Schwierigkeiten zu kommen.
      >Ich bin mehr und mehr überzeugt davon, dass das die „Lösung“ ist, nach der gegriffen wird.

      Ist der Ansatz am Ende des Tages – so man das System nicht grundlegend ändern will/kann ohne Kollaps – nicht sogar der beste?

      Ganz kompakt:
      Der Gläubiger hat keinen Ausfall.
      Der Schuldner wird frei gestellt – wenn sich die Zentralbank großzügig zeigt.
      Bedeutet: Die Maschinen laufen weiter, die Jobs bleiben erhalten, der Staat kann die Bürger mit Geld versorgen; langfristig wird vielleicht vieles weniger wettbewerbsfähig, weil die unsichtbare Hand des Marktes geschwächt wird. Aber das System läuft und der Schaden ist kurzfristig und im Mittel über alle nur gering! Ist das nicht sogar utilitaristisch geboten?

      Und zumindest der aufmerksame Sparer bekommt genug Zeit, sich auf Inflation einzustellen und kann in Sachwerte umschichten.

      Ist doch eine halbwegs runde Sache in Anbetracht der Lage?!
      Wer will schon Kollaps mit unkalkulierbaren Kettenreaktionen.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        >Aber das System läuft und der Schaden ist kurzfristig und im Mittel über alle nur gering! Ist das nicht sogar utilitaristisch geboten?>

        GENAU das ist die Begründung, wobei von Schaden kaum jemand reden wird.

        Es ist eine Begründung, die NICHT zu widerlegen ist.

        Dass es LÄNGERFRISTIG unweigerlich zu einer zerstörerischen Inflation kommen kann und mentalitätsgetrieben sehr wahrscheinlich auch zu einer kommen wird – es kostet ja nichts, d. h. es wird keinem etwas gekürzt, Geld BELIEBIG zu verteilen – interessiert nicht.

        Es würde wie IMMER sein:

        Was nicht passt, wird ausgeblendet.

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