Recovery stalls in Europe as austerity grinds on

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Deutschland boomt – trotz der schlechten Politik der großen Koalition, wie der Leitartikler der F.A.Z. heute so treffend zusammenfasst – und trotz verheerender Unter-Investition in private und vor allem öffentliche Infrastruktur. Der Blick auf den Rest Europas zeigt hingegen eine immer weitgehendere Tristesse. Hier die „Highlights“:

  • Im ersten Quartal fiel Finnland in eine Rezession, Holland schrumpfte um 1,4 Prozent, Portugal um 0,7 Prozent und Italien um 0,1 Prozent.
  • Frankreich stagnierte im ersten Quartal, und die Einsparungsbemühungen dürften die Wirtschaft in den kommenden Monaten in die Rezession zurückführen.
  • Spanien ist real um 0,4 Prozent gewachsen, nominal wegen fallender Preise jedoch geschrumpft.
  • Nur Deutschland wächst mit 0,8 Prozent.
  • Die Kreditvergabe in der Eurozone ist weiterhin rückläufig und die Inflationsrate ist auf 0,7 Prozent gefallen.

Ein ehemaliger holländischer Notenbanker fordert den Ausstieg Hollands aus der Eurozone (auf eine Studie, die den Vorteil eines solchen Austritts vorrechnet, hatte ich schon vor einigen Monaten verwiesen). Die Immobilienpreise sind in Holland um 20 Prozent gefallen, und immerhin 25 Prozent der Hypotheken übersteigen den Wert des Hauses. Die Schuldenlast der privaten Haushalte von 250 Prozent des verfügbaren Einkommens wird immer schwerer zu tragen. Das Risiko einer Deflation wird auf 70 Prozent geschätzt, womit Holland die Seite von den soliden Kernstaaten zu den Krisenstaaten Europas wechselt.

Übrigens: Portugal – was schon für gerettet erklärt wurde – meldet fallende Exporte und Deflation. Bei fast 400 Prozent Schulden vom BIP. Klingt nicht nach gelungener Krisenbewältigung.

The Telegraph: Recovery stalls in Europe as austerity grinds on, 15. Mai 2014

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