Deutschland droht erdrückende Schuldenwalze

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Schon im Jahre 2009 wurde die wahre Verschuldung Deutschlands auf über 400 Prozent des BIP geschätzt. Wieso? Ganz einfach, man hat für den Staat eine ordentliche Bilanzierung vorgenommen und dabei die verdeckten Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dabei geht es um Renten, Pensionen und Gesundheitsleistungen für unsere alternde Gesellschaft, dies vor den neuen Versprechen der großen Koalition. Dabei ist es ein schwacher Trost, dass es in anderen Ländern wie den USA, UK und Japan noch schlimmer aussieht.
Die Welt berichtet von einer neuen Studie zu dem Thema. Der Tenor ist derselbe: „Der Schuldenstand Deutschlands droht demnach bis 2060 zu explodieren. Selbst im günstigsten Fall muss der Staat sofort und dauerhaft 17 Milliarden Euro im Jahr einsparen, um seinen langfristigen Verbindlichkeiten nachzukommen. Im ungünstigen Fall kommen gar 82 Milliarden Euro zusammen. Und in dieser Rechnung sind die aktuellen Rentenreformen noch nicht einmal enthalten. (…) Der Grund dafür: Deutschland hat eines der massivsten Alterungsprobleme weltweit. Während in anderen Ländern die Geburtenrate langsam abgefallen ist, ist sie in Deutschland bereits in den 70er-Jahren eingebrochen.“
Der Forscher wird mit den Worten zitiert: Er habe sich daher immer gefragt, warum Deutschland in der Finanzkrise von Investoren für so stark gehalten wurde. „Eigentlich stehen wir da wie ein nackter Kaiser.“

DIE WELT: Deutschland droht erdrückende Schuldenwalze, 11. Mai 2014

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