Janet Yellen warnt vor zunehmender Ungleichheit

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Die F.A.Z. befasst sich erneut mit dem Thema Piketty. Dabei wird die Kritik an seinen Daten und vor allem an der Behauptung, wonach die Kapitalerträge immer über der Wachstumsrate des Volkseinkommens liegt,  deutlicher. (F.A.Z.: „In einer aktuellen Umfrage der Universität Chicago glaubt nur eine Ökonomin, dass der Zins nach Steuern größer als die Wachstumsrate ist und die Ungleichheit treibt. 27 der befragten 43 Ökonomen oder 63 Prozent halten das aber für falsch.“) Die Präsidentin der US-Fed sieht naturgemäß keine Verantwortung der Notenbank für die Ungleichverteilung (ich schon), warnt aber dennoch vor den Folgen zunehmender Ungleichverteilung. Selbst jene, die die Forderungen von Piketty unterstützen, sehen zunehmend die Schwächen in seiner Argumentation. Die F.A.Z. berichtet: „Die Rezeption des Buches folgt dabei manchmal merkwürdigen Wegen. Christine Lagarde, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, zeigte sich neulich vor Studenten erstaunt, dass jemand das fast 700 Seiten dicke Buch ihres Landsmanns von vorne bis hinten gelesen habe. Lagarde hat es nach eigenem Bekunden nicht, was sie aber nicht davon abhielt, ein großes Lob für die Analyse Pikettys auszusprechen.“ (bto:Wow.)

Egal, wie schon mehrfach geschrieben: Für die Regierenden spielt es keine Rolle, ob eine Theorie richtig oder falsch ist – sie muss nützlich sein.

F.A.Z.: Janet Yellen warnt vor zunehmender Ungleichheit, 20. Oktober 2014

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