Die Lehren aus der Inflation der 1970er

Nicht wenige Beobachter vergleichen die heutige Inflationssituation mit jener der 1970er-Jahre. Doch, welche Lehren sollte man daraus ziehen? Die FINANCIAL (FT) und die FINANZ und WIRTSCHAFT (FuW) mit ihrer Einschätzung.

Zunächst zu den Aussagen der FT:

  • For the past year, politicians and policymakers have watched the rising inflation on both sides of the Atlantic with growing disquiet. Rapidly increasing prices are the unavoidable result of the pandemic, they have said, before adding that at least the situation is nothing like the disastrous inflation of the 1970s.“ – bto: Das konnten wir gerade auch in Deutschland beobachten. Es wurde gar von Kampagnen gegen die EZB gesprochen. Allen voran die „Elite“ der deutschen Wirtschaftswissenschaft …
  • Consumer price inflation in March hit a fresh 40-year high of 8.5 per cent in the US this week and a 30-year high of 7 per cent in the UK. It has two main causes, and bears many similarities to the first oil shock of late 1973. Then, as now, both the US and UK labour markets were showing signs of excess demand.“ – bto: Deshalb wird ja behauptet, es wäre in Europa kein Problem, weil die Arbeitslosigkeit noch so hoch ist. Vergessen wird, dass ein guter Teil dieser Arbeitslosen nicht einsetzbar sind für die unbesetzen Stellen.
  • Inflation in the US and the UK is therefore both a demand-pull and a cost-push phenomenon, just like it was in the 1970s, requiring us all to relearn the lessons of that decade.”
  • „(…) we have come to relearn that excessive fiscal and monetary stimulus alongside rapidly growing employment and nominal wages do not make middle-class Americans better off in aggregate if prices rise faster than incomes. (…). Despite the UK’s extremely strong labour market, real household disposable incomes are on track this year to suffer their largest fall since comparable records began in 1956.“ – bto: Das ist natürlich eine sehr unpopuläre Entwicklung. In Deutschland dürfte es nicht so schlimm sein, aber es geht in die gleiche Richtung.
  • The second lesson was reiterated by one of the founding fathers of the European single currency this week. Criticising the European Central Bank for being too slow to increase interest rates, Otmar Issing noted that the Bundesbank was by far the most successful in the 1970s when it acted decisively to bring inflation down and West Germany suffered only a mild downturn. ‘The Fed waited too long’, he said, resulting ‘double-digit inflation and a deep, deep recession’. The UK authorities made even greater mistakes.“ – bto: Und was ist mit der EZB? Ist sie wirklich in einer ganz anderen Lage als die Fed? Abgesehen von der Schuldensituation in der Eurozone?
  • Given the history and the current circumstances of excess demand, it is evident that the Federal Reserve and the Bank of England need to tighten monetary policy considerably, removing much of the stimulus that currently exists. The difficulty, as Issing himself noted, was knowing how much to remove and how quickly.“ – bto: Und wie soll man das machen? Vor allem angesichts der Politisierung der Notenbanken?
  • The global supply shock element of higher energy, fuel and food prices will naturally reduce domestic demand, and by more in countries, such as the UK, which are net importers of these products. (…) Calibrating policy as successfully as the Bundesbank did back then is extremely difficult and will require as much luck as judgment. The risk of recession on both sides of the Atlantic is now very high.“ – bto: Auf die Rezession wird dann mit noch mehr Geld reagiert werden. Wir sind am Ende des Weges angelangt und es stellt sich die Frage nach dem Wert von Geld.
  • Perhaps it is already too late, the inflation genie is out of the bottle and monetary policy needs to generate a recession to drive it out of the system. Alternatively, policymakers will be too cautious, too slow and allow inflation to persist and embed itself in the economy with the same ultimate consequences.“ – bto: Oder die Inflation erzeugt noch schlimmere Effekte.

Soweit die FT. Doch was sind die Folgen dieser Entwicklung für die Kapitalmärkte? Vergessen wir nicht, dass wir es mit so hohen Schulden und so hoch bewerteten Vermögensmärkten zu tun haben, dass wir neben dem inflationären Szenario immer auch jenes eines deflationären Kollapses auf dem Tisch haben. Hier denke ich aber, dass die Angst vor dem deflationären Szenario – verständlicherweise – so groß ist, dass es nur zu einem noch stärkeren Push in Richtung Inflation führen wird.

Die FuW fasst die Folgen der 1970er-Inflation für die Aktienmärkte zusammen:

  • „Über Jahrzehnte haben wir uns an einen ziemlich stabilen Geldwert gewöhnt. (…) Die Geldwertstabilität begünstigte auch den Trend fallender Zinsen, der von den Zentralbanken noch verstärkt wurde, etwa, indem während Krisen die Leitzinsen gesenkt und die Geldschleusen weit geöffnet wurden in der Hoffnung, so die Wirtschaft schnell wieder in Gang zu bringen. Das gelang im Nachgang der Dotcom-Krise um die Jahrtausendwende, und es gelang in der Finanzkrise nach 2008. Und immer blieb trotz Geldschwemme ein Anstieg der Inflation aus.“ – bto: Aber die Vermögenspreise gingen weiter nach oben und die Schulden stiegen.
  • „(…) diesmal trifft die Geldschwemme auf Strukturen in der Logistik und der Produktion, die nach Jahren der Optimierung nicht mehr die nötige Elastizität haben, um ein schnelles Einpendeln von Angebot und Nachfrage möglich zu machen. Während der Pandemie wurden Investitionen zurückgefahren und Kapazitäten reduziert, um Kosten zu sparen. Der Krieg in der Ukraine führt zu zusätzlicher Disruption. In Europa wird nun für den Frühling eine Inflationsrate von 9% erwartet. In den USA dürfte sie ebenfalls um dieses Niveau herum liegen.“ – bto: Hinzu kommt der monetäre Überhang, der in den Jahren davor geschaffen wurde. Dieser kann nun „entzünden“, so auch die Argumentation von Prof. Sinn in meinem Podcast und seinem Buch.
  • In den 1970er Jahren war es so: „Auslöser für den Preisauftrieb in den USA waren damals primär die bekannten zwei Ölpreisschocks 1973 und 1979. Doch auch der Staatsschuldenaufbau durch den Vietnamkrieg, der schwache Dollar und die in den Sechzigerjahren auf breiter Front gestiegenen Realeinkommen, die den Konsum in den Industrieländern ankurbelten, dürften eine Rolle gespielt haben. Die Inflation gemessen an der Konsumentenpreisentwicklung stieg 1975 in den USA auf rund 12% und erreichte 1980 gar 15%. (…) Die US-Notenbank Fed verteuerte das Geldangebot durch die Erhöhung des Leitzinses auf bis gegen 20%. Das provozierte zwei scharfe Rezessionen, 1980 und 1982. Erst damit gelang es, die Inflationsmentalität zu brechen.“ – bto: Derzeit werden wir solche Zinsen nicht erreichen können. Zahlenbeispiel: 1983 lag die US-Verschuldung bei 170 Prozent des BIP, 1999 bei 260 Prozent und jetzt bei 350 Prozent. Steigt die Zinsbelastung auf diese 83 Billionen Dollar Schulden um einen Prozentpunkt, entspricht das 3,5 Prozent vom BIP.

Die FuW zeigt die damaligen Folgen:

  • „(Der) Aktienmarkt (…) kam kaum vom Fleck. Der S&P 500 notierte 1979 nur gerade 3% höher als zu Anfang der Dekade. Doch ging es den Unternehmen in dieser Zeit nicht schlecht, die Gewinne der S&P-500-Unternehmen stiegen deutlich, wenn auch die Inflation kräftig mithalf. Steigende Gewinne und stagnierende Kurse führten dazu, dass die durchschnittliche Kurs-Gewinn-Bewertung (KGV) der S&P-500-Titel von 1970 bis 1982 von knapp 20 auf rund 8 absackte – ein historisches Tief.“ – bto: Jetzt wird man sagen, dass das nicht wieder passieren (kann). Doch wieso? Die Anleger werden real weniger Geld haben und dann mehr in Sachwerte gehen.
  • „Kein Wunder titelte das US-Wirtschaftsmagazin «Business Week» im Sommer 1979 einen Artikel mit «The Death of Equities» – der Tod der Aktien. Das sollte sich allerdings bald als Trugschluss erweisen. Der sinkende Inflations- und Zinstrend ab Anfang der Achtzigerjahre läutete eine Zeitenwende ein. 1982 startete eine markante Aktienhausse – und dies, obwohl die Gewinne der S&P-500-Unternehmen in den folgenden zehn Jahren kaum stiegen. Das KGV nahm bis Anfang der Neunzigerjahre wieder auf über 20 zu.“ – bto: Auch hier würde ich mit der Analogie zu heute vorsichtig sein. Die Schuldensituation macht alles anders.
  • „Die Situation heute lässt sich bewertungsmäßig sowohl mit jener von Anfang der Siebziger als auch jener Anfang der Neunziger vergleichen. Die KGV-Bewertungen sind hoch, die Leitzinsen niedrig. In den Siebzigern stagnierten in der Folge die Aktienkurse, die Neunziger dagegen bescherten weitere hohe Kursgewinne, trotz schon stolzer Bewertung. Grund für die unterschiedliche Entwicklung, wie wir mittlerweile wissen: die Inflation.“ – bto: Inflation wirkt also negativ auf die Bewertungen.
  • „Ob es heute tatsächlich zu einer längeren Inflationsphase kommt, ist freilich noch unklar. (…) Die hohe Staatsverschuldung und die vielerorts stagnierende Reallohnentwicklung dürften schnell Widerstände aufkommen lassen, falls eine hartnäckig hohe Teuerung eine kompromisslose Inflationsbekämpfung seitens der Notenbanken nötig machen würde. Ein zu zaghaftes Vorgehen der Notenbanken könnte der Inflationsmentalität aber Vorschub leisten.“ – bto: Vor allem der Euro dürfte hier ein zusätzliches Problem sein.
  • „Dazu herrscht heute, anders als Anfang der Neunzigerjahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, ein weit weniger positives Wirtschaftsklima vor: Handelsdispute, der Krieg in der Ukraine, die Herausforderungen des Klimawandels, die steigenden Einkommensungleichgewichte und der hohe Investitionsbedarf in Kapazitäten und Lieferketten mahnen eher zur Vorsicht. Vielleicht muss es an den Börsen erst abwärts gehen, bevor neuer Optimismus aufkommen kann.“ – bto: Der Optimismus käme dann aber aus der erneut aggressiven Geldpolitik. Ob das wirklich gut ist?

ft.com (Anmeldung erforderlich): „It is time to relearn the painful inflation lessons of the 1970s“, 15. April 2022

fuw.ch: „Was uns die Siebzigerjahre sagen“, 8. April 2022

Kommentare (35) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    “Die Schuldensituation macht alles anders.”

    Das ist einer der entscheidenden Punkte. Es ist eine Folge der Finanzialisierung und des “billigen Geldes” und hat zu einer Umverteilung des Volksvermoegens zu den Reichen und der “Finanzinduztrie” gefuehrt.
    Dazu kommt die Spaltung der Gesellschaft in vielen Staaten, in denen als Folge von technischem Fortschritt, Globalisierung und einem traegen politischen System, das nicht mehr auf die Beduerfnisse der Masse reagiert, die Mittelklasse ausgehoehlt wurde.

    Damit treten diese Gesellschaften geschwaecht und zum Teil im Innern zerrissen, in die Phase der notwendigen Konsolidierung ein.

    Es muesste nicht nur die Inflation bekaempft werden, sondern die Auswuechse der Globalisierung besser kontrolliert und die “Finanzindustrie” an eine wesentlich kuerzere Leine gebunden werden. Waehrend das erste vielleicht moeglich ist (wobei die populistischen und z.T. rechtsradikalen Parteien, die sich diesem Ziel verschreiben, mit ihren Rezepten mehr Schaden als Nutzen anrichten werden), halte ich das zweite gegeben die Macht dieser Branche fuer wenig wahrscheinlich.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Rolf Peter

      >“Die Schuldensituation macht alles anders.”

      Das ist einer der entscheidenden Punkte.>

      An der OBERFLÄCHE ist es einer der entscheidenden.

      Mit Blick auf die REALWIRTSCHAFT ist die Schuldensituation zwar nicht nur ein Symptom – weil es RÜCKWIRKUNGEN der Schuldensituation auf die Realwirtschaft gibt –, aber in gewisser Weise verstanden ist sie nur ein INDIKATOR.

      Der WIRKLICH entscheidende Punkt ist ein anderer.

      Denn die Schulden werden NICHT originär der Schulden wegen geschaffen, sondern weil ihre Generierung REALWIRTSCHAFTLICHEN Entwicklungen mit sich ändernden Bedingungen unterliegen.

      Daher:

      Schön und gut, was Sie zu bekämpfen wünschen.

      WENN man es denn derart bekämpfen WÜRDE, käme man zu noch MEHR Spaltung der Gesellschaften.

      Denn man müsste MASSIV so in die Realwirtschaft eingreifen, dass die DAMIT verbundenen ANSPRÜCHE und ERWARTUNGEN der Menschen so sehr verletzt würden, dass sie sich VERWEIGERTEN, d. h. Unregierbarkeit die Folge wäre.

      Kurzum:

      Es gibt nur Pseudo-Lösungen, also „Lösungen“, aber nicht DIE LÖSUNG.

      Antworten
  2. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “Derzeit werden wir solche Zinsen nicht erreichen können.”

    Das ist nicht mehr als ein frommer Wunsch. Die Realzinsen sind die nominalen Zinsen minus Inflation. Und niemand weiß, wie stark genau die Inflation noch steigen wird. Es ist sehr wohl möglich, dass die Nominalzinsen Höhen erreicht, die sich so gut wie kaum jemand bisher vorstellen kann.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      >Und niemand weiß, wie stark genau die Inflation noch steigen wird.>

      Das ist richtig.

      Daher kann ich Sie verstehen und auch ich halte die Aussage von Dr. Stelter:

      >“Derzeit werden wir solche Zinsen nicht erreichen können.”>

      zumindest für gewagt.

      Denn ich glaube nicht daran, dass der Verschuldung im Verhältnis zum BIP das Kriterium ist für das, was wir sehen oder nicht sehen werden bezüglich der Leitzinsen der Notenbanken.

      M. A. n. ist das Kriterium ein anderes:

      Wenn wir in unseren westlichen Gesellschaften die Inflation nur mit Leitzinsen in Höhe von bis zu 20% bekämpfen KÖNNTEN, müsste die Bevölkerung zuvor eine Inflation von ca. 18% akzeptiert haben (um bei den Volcker-Jahren zu bleiben).

      Das halte ich nicht für möglich in den HEUTIGEN demokratischen Gesellschaften.

      Es müsste zuvor durch Notstandsverordnungen etc. ein anderes gesellschaftliches Miteinander ERZWUNGEN worden sein.

      Ich habe keine Vorstellung, wie dies DURCHZUSETZEN sein könnte, wenn bereits die Impfpflicht an einem Pieks SCHEITERT.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @ pieksen for freedom

        Quelle:
        https://investors.biontech.de/de/static-files/e862a8ea-5d90-4672-acfb-34de57b58806

        Risk Factors Summary – page 6
        • We may not be able to demonstrate sufficient efficacy or safety of our COVID-19 vaccine to obtain permanent regulatory approval in the United States, the United Kingdom, the European Union, or other countrieswhere it has been authorized for emergency use or granted conditional marketing approval.

        Schlüsselstelle übersetzt
        “nicht in der Lage sein, eine ausreichende Wirksamkeit oder Sicherheit unseres Impfstoffs COVID-19 nachzuweisen”

        Nächste Karrierestation für die politischen Täter – Den Haag.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Es müsste zuvor durch Notstandsverordnungen etc. ein anderes gesellschaftliches Miteinander ERZWUNGEN worden sein. Ich habe keine Vorstellung, wie dies DURCHZUSETZEN sein könnte, wenn bereits die Impfpflicht an einem Pieks SCHEITERT.”

        Haha, Sie wollen “gesellschaftliches Miteinander” durch Notstandsgesetze erzwingen?

        Das ist ja noch viel naiver als der blinde Glaube an einen Impfstoff, der nicht einmal sterile Immunität bewirkt aber trotzdem per Impfpflicht in die Arme gedrückt werden soll – was Sie offensichtlich nicht für einen Widerspruch in sich halten.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Haha, Sie wollen “gesellschaftliches Miteinander” durch Notstandsgesetze erzwingen?>

        WO steht, WAS ich WILL?

        Nirgends.

        Lassen Sie sich in der Klippschule für einen Anfängerkurs im Lesen anmelden.

        Allein werden Sie das nicht schaffen, weil Sie das Antragsformular überfordern dürfte.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Ist die Klippschule so blind staatstreu wie Sie?

        Da müsste schon durch Notstandsverordnungen etc. ERZWUNGEN werden, dass ich mich für so einen Kurs überhaupt erst anmelde…

  3. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >„Inflation in the US and the UK is therefore both a demand-pull and a cost-push phenomenon, just like it was in the 1970s, requiring us all to relearn the lessons of that decade.”>

    Das ist richtig für die 1970er Jahre, aber NICHT die richtige ERKLÄRUNG dafür, WIE Inflation entsteht.

    Die richtige Erklärung ist:

    STEIGENDE Nachfrage bei einem gegebenen Angebot oder GLEICHBLEIBENDE Nachfrage bei einem sich VERRINGERNDEM Angebot.

    Man muss BEIDE Aspekte betrachten.

    Insofern ist zwar nicht falsch, was die FT sagt, nämlich:

    >Then, as now, both the US and UK labour markets were showing signs of excess demand.“>

    Es ist aber ALLEIN aus der Betrachtung des Arbeitsmarktes NICHT zu schließen, dass Inflation vorliegt.

    Es läge keine vor, wenn das ANGEBOT an Gütern und Dienstleistung entsprechend ZUGENOMMEN hätte.

    Das hat es nicht und man kann dies stillschweigend voraussetzen.

    Man muss aber WISSEN, dass man es voraussetzt.

    >bto: Deshalb wird ja behauptet, es wäre in Europa kein Problem, weil die Arbeitslosigkeit noch so hoch ist. Vergessen wird, dass ein guter Teil dieser Arbeitslosen nicht einsetzbar sind für die unbesetzen Stellen.>

    Richtig und es wird in Deutschland immer DRAMATISCHER, wobei hinzuzufügen ist:

    Die Arbeitslosen generieren Nachfrage, OHNE das dafür erforderliche Einkommen durch Erwerbstätigkeit erzielt zu haben und damit zur ANGEBOTSERWEITERUNG beigetragen zu haben.

    Sie generieren Nachfrage mit den TRANSFERS des Sozialstaats und das bei einem nicht steigenden und möglicherweise sogar fallenden Angebot.

    Mit EXPANDIERENDER Fiskalpolitik finanzierte Transfers sind daher TENDENZIELL ein Inflationstreiber.

    >”Given the history and the current circumstances of excess demand, it is evident that the Federal Reserve and the Bank of England need to tighten monetary policy considerably, removing much of the stimulus that currently exists. The difficulty, as Issing himself noted, was knowing how much to remove and how quickly.“

    Wenn man es GENAU nimmt, liegt Issing falsch, WEIL es ein solches WISSEN nicht geben und daher auch eine solche Schwierigkeit nicht geben kann.

    Es kann das Wissen nicht geben, weil man die genaue WIRKUNG der Geldpolitik, hier von Leitzinserhöhungen, NICHT kennen kann.

    Man kennt sie nur der TENDENZ nach – und das genügt NICHT für ein WISSEN von „how much“ und „how quickly“.

    Daher ist JEDE Entscheidung der Notenbanken letztlich eine POLITISCHE (was nicht heißt, dass es eine von regierenden Politikern ist).

    >The risk of recession on both sides of the Atlantic is now very high.“>

    Richtig.

    Und wenn jeden Tag Schlagzeilen vom Krieg dominieren, ist das RISIKO noch größer.

    Daher:

    >policymakers will be too cautious, too slow and allow inflation to persist and embed itself in the economy with the same ultimate consequences.“>

    Was die EZB betrifft, auf jeden Fall.

    Die Fed hingegen wird auch vorsichtig sein, aber deutlich mutiger als die EZB.

    Die EZB wird dies einzubeziehen haben – siehe den die Inflation treibenden Absturz des Euro gegenüber dem USD.

    Antworten
    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Dietmar Tischer

      “EXPANDIERENDER Fiskalpolitik…sind … ein Inflationstreiber”

      Weil staatliche Kreditaufnahme niemals durch Tilgung neutralisiert wird und das Geld immer weiter nach Anlage sucht, Ersparnisüberhang. Diese Ersparnis kauft auch deshalb immer weiter, weil sie über das Geldsystem als Giralgeld weitere Geldschöpfung anregt….

      Besteuerung wie von MMT Magiern als Gegenmittel bepriesen, spült das Geld nur zurück in die Kassen des Staates, welcher sogleich konsumiert und neue Ersparnis anfüttert.

      Nichts bekämpft Inflation besser als Tilgung, wenn der Zins zu hoch für Prolongation gestiegen ist.
      Manchmal tilgt man sogar 0% Kredite lieber, als der Vermögenspreisdeflation ausgeliefert zu sein.

      Läuft.

      Dirk Müller
      Aktien vs. Anleihen – Crash-Szenario ist reine Börsenmathematik
      https://youtu.be/aXXHgKSoQ5o

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        >Weil staatliche Kreditaufnahme niemals durch Tilgung neutralisiert wird …>
        Das ist nicht generell, sondern nur für den Sozialstaat in den entwickelten Volkswirtschaften richtig.

        Es muss daher heißen:

        WENN staatliche Kreditaufnahme nicht durch TILGUNG neutralisiert oder STAATSBANKROTT eliminiert wird.

        Letzteres hat es gegeben und wird es wieder geben.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Staatsbankrott einer -entwickelten- Volkswirtschaft hat das 20.Jahrhundert nur einen gesehen, nach einem verlorenen Weltkrieg.

        Staatsbankrotte gering entwickelter Volkswirtschaften haben wir viele gesehen, wenn mächtige Gläubiger gegen das unbesicherte Geld keine Waren mehr liefern wollen.

        Den Entwicklungsstand kann man jederzeit verspielen, vgl. Argentinien zu Beginn und Ende des 20. Jahrhunderts.

        Kreditaufnahme entwickelter Sozialstaatsgesellschaften dient nur zum geringsten Teil der Finanzierung von Sozialleistungen, wenn Steuern und Beiträge bis zu 80% privater Einkommen in die Staatskassen zahlen. Die Zweckentfremdung von Beiträgen der Sozialversicherung dient wie immer der Systemstabilität.

        Bsp.: die USA schöpfen jährlich den doppelten Militärhaushalt aus der Notenpresse…..die soziale Not ist dieser Supermacht unwürdig.

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @ Alexander

        Seit einiger Zeit finde ich die wenig beachteten, diskutierten und Überblick verschaffenden Zeiträume bemerkenswert, die alle debitistischen Gesetzmäßigkeiten beinhalten, an deren ENDE das Preisniveau genauso hoch war wie zu BEGINN – in Dottores Worten, “dass in der Geschichte nach bestimmten Phasen wieder die früheren Preise erreicht wurden – auch wenn der Langfrist-Trend in Schüben immer weiter nach oben zeigte”.

        – Die Preise in Babylon waren 1650 BC wieder so hoch wie 1800 BC, obwohl sie sich 1700 BC gegenüber 1750 BC verdreieinhalbfacht hatten.
        – Die Preise für Gerste und Öl in Griechenland lagen 300 BC wieder so hoch wie ca. 350 BC, obwohl sie sich zwischendurch ca. verfünffacht hatten.
        – So waren die Preise in Augsburg 1660 exakt wieder so hoch, wie sie 1600 gewesen waren, obwohl sie sich zwischenzeitlich bis zu versechsfacht hatten.
        – Die Preise in England waren 1825 wieder auf dem Niveau von 1770/75.

        In Babylon umfasste diese Phase 150 Jahre, in Griechenland 50 Jahre, in Augsburg 60 Jahre und in England um die vorvorletzte Jahrhundertwende 50 Jahre. Dottore hat leider auf “zahlreiche weitere Beispiele, vor allem in Zeitläuften, die sich durch sehr starke Schübe ausgezeichnet hatte” verzichtet.

        “Weil staatliche Kreditaufnahme niemals durch Tilgung neutralisiert wird und das Geld immer weiter nach Anlage sucht, Ersparnisüberhang. Diese Ersparnis kauft auch deshalb immer weiter, weil sie über das Geldsystem als Giralgeld weitere Geldschöpfung anregt …”

        Den BEGINN der aktuellen – von starken Schüben gekennzeichnete – Preisrevolution setzte ich mit 1970 an, dem Jahr vor dem Zeitpunkt 15. August 1971, der den Abschied vom amerikanischen Goldstandard markiert und dem Anfang des reinen von Dottore und seinen Mitdiskutanten im alten EWF beschriebenen heute weltweit bestehendem KGS mit den Kreditpyramiden, deren Weiterbau allein die enorme Dynamik des Systems begründen.

        Im Vergleich zu dem Goldstandard:

        “Man hat sich also ganz anders verhalten als Großbritannien nach der Napoleonischen Zeit; damals ließ man alles – starke Politik! – komplett ausschwitzen und ausheilen (siehe die Grafik in Teil I) – unter Inkaufnahme natürlich diverser ‘destabilisierender’ Elemente (Arbeiterbewegung, Gewerkschaften als Kartell gegen Lohnsenkungen, Fabianismus, Parlamentsreform, etc.).”

        schreibt Paul C. Martin in seinem sehr anspruchsvollen Beitrag:

        “Wir haben es heute nicht mit der allmählichen Fortschreibung alter und beherrschbarer Zustände zu tun, sondern mit einem absolutem Novum der Weltgeschichte (auf eine Beinahe-Parallele in Babylon, das irgendwie ‘rätselhaft’ und ‘plötzlich’ verschwunden ist, komme ich in einem weiteren Posting noch zu sprechen).”

        “Dieses Novum (‘Kredit-auf-Kredit-System’) mit den Mitteln zu ‘steuern’ versuchen, die aus alten Zeiten abgeleitet werden, ist komplett absurd.”

        “Allein schon der Gedanke an ‘Geld’ als etwas ‘Beherrschbarem’ (Quantitätstheorie, Monetarismus, Neo-Klassik, Voll- oder Freigeld- oder Gesellgeld-Vorstellungen, usw.) geht am wirklichen Problem in einer geradezu atemberaubenden Art und Weise vorbei.”

        Quelle: https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=69048

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @ Alexander

        “Weil staatliche Kreditaufnahme niemals durch Tilgung neutralisiert wird und das Geld immer weiter nach Anlage sucht, Ersparnisüberhang. Diese Ersparnis kauft auch deshalb immer weiter, weil sie über das Geldsystem als Giralgeld weitere Geldschöpfung anregt …”

        Zum Beginn des ENDES der jetzt mehr als 50 Jahre andauernden Preisrevolution lesen wir:

        “Es will sich einfach niemand vorstellen, dass die Energie- und Rohstoffpreise in diesem Umfeld dann ganz plötzlich und entgegen aller Erwartungen brutal (Dottore: ‘schubweise’) fallen werden.”

        “Deshalb: Ich habe vor der großen Welle 2 mein Immobilienvermögen liquidiert. Man kann es natürlich auch mit allen Risiken und sozialistischen Premieren dieses großen Umbruches aussitzen und sich auf die danach aufwartenden, heute noch undenkbaren Jahrzehnte des Aufschwungs (große Welle 3) freuen.”

        Quelle: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=606550

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Johann Schwarting

        Danke.
        Sehe ich ganz genauso,
        möchte mich aber darüber hinaus -hier- nicht angreifbar machen 😎

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @ Alexander

        “7. Der Abgang vom Goldstandard (in Etappen um 1970). Damit waren die letzten Taue, die die Nummer noch an einen Warengeld-Standard hielten gekappt, wobei ein Warengeldstandard davon lebt, dass sich die Warenpreise untereinander letztlich nicht allzu weit voneinander entfernen können (was auch die Geschichte über lange Strecken bewiesen hat, siehe Teil I), jedenfalls nicht so und vor allem nicht so rasant, wie es anschließend in den letzten 30 (DREISSIG!) Jahren erlebt wurde.”

        Inflation und Deflation – was die Geschichte lehrt (Teil I):
        https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=69001

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Johann Schwarting

        “– So waren die Preise in Augsburg 1660 exakt wieder so hoch, wie sie 1600 gewesen waren, obwohl sie sich zwischenzeitlich bis zu versechsfacht hatten.”

        Dazwischen lag der Dreißigjährige Krieg.

      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Dazwischen lag der Dreißigjährige Krieg.”

        Wenn keine “normale” Seuche oder Hungersnöte den Frieden heimsuchten …dann war ein Krieg ja meistens die Ursache für demografische Veränderungen ….!

        Die Liste der bekannten Kriege ist ja schon ziemlich lang….

        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen

        ..und dabei sind kleinere militärische Scharmützel und regionale Fehden nicht mal aufgeführt.

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @ weico

        “Die Liste der bekannten Kriege ist ja schon ziemlich lang … und dabei sind kleinere militärische Scharmützel und regionale Fehden nicht mal aufgeführt.”

        “In der historisch belegten Menschheitsgeschichte sollen knapp 14.400 Kriege stattgefunden haben, denen ungefähr 3,5 Milliarden Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Da bisher schätzungsweise 100 Milliarden Menschen gelebt haben, würde dies bedeuten, dass jeder dreißigste Erdenbürger sein Leben durch kriegerische Handlungen verlor.”

        Die Welt ist ein ‘Slaughterhouse’.

        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg

  4. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “Auslöser für den Preisauftrieb in den USA [und in Europa genauso…] waren damals primär die bekannten zwei Ölpreisschocks 1973 und 1979.”

    Deshalb ist es von der EU besonders schlau, jetzt vom russischen Energielieferanten wieder hin zu Lieferanten im Nahen Osten zu wechseln. Die sanktionieren feindseliges Verhalten des Westens bestimmt nicht mit der Einstellung ihrer Energielieferungen – und es ja auch nicht so, dass 1973 oder 1979 dafür historische Beispiele wären. :D :D :D

    Antworten
  5. Alexander
    Alexander sagte:

    1970er Inflation durch den Versuch der Selbstbefreiung (OPEC) einiger Ölstaaten aus kolonialer Hegemonie, mit allen Folgen (Lohnpreisspirale, Automatisierungsdruck, Massenarbeitslosigkeit).

    2020 Inflation durch Selbstentwertung aus Kriegsführung gegen Supermächte und Drosten Viren Varianten.
    Militärische Lösung als ultimatives Ziel einer Republik, die nicht einmal ihre 185td. Personen Armee funktionsfähig halten wollte. Nicht eine ökonomische Kennzahl verrät die verkündete Potenz einer Atommacht mit einem Millionenheer die Stirn zu bieten UND man macht es trotzdem.
    https://youtu.be/p6hRbq_vvaM

    Nachdem die Vorbereitung eines Angriffskrieges in der BRD keine Straftat mehr ist und das Volk seine Blutgier allabendlich aus den öffentlich rechtlichen Informationskanälen begreift, besteht erst Hoffnung wenn alle Zombies tot sind.
    heise.de/tp/features/80-StGB-Vorbereitung-eines-Angriffskriegs-ist-seit-1-Januar-2017-gestrichen-3590763.html

    So kann man seine Finanzkrise auch bekämpfen,
    totsicher erfolgreich.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @Alexander

      “Nicht eine ökonomische Kennzahl verrät die verkündete Potenz einer Atommacht mit einem Millionenheer die Stirn zu bieten UND man macht es trotzdem.”

      Dank der “nuklearen Teilhabe” darf Deutschland die amerikanischen “kleinen B61-Bömbchen” dann sogar SELBER im “Feindgebiet” abladen….!

      “Nach übereinstimmenden Aussagen von Verhandlern verschiedener Parteien ist damit auch gemeint, dass die auf dem Fliegerhorst Büchel stationierten taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61 nicht in absehbarer Zeit abgezogen werden. Das hatte sowohl SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich im Wahlkampf gefordert als auch die designierte Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen. Deutschland hat sich in der Nato verpflichtet, im Krisenfall diese Bomben mit eigenen Kampfjets ins Ziel zu bringen.”

      https://www.sueddeutsche.de/politik/ampel-koalitionsvertrag-atomwaffen-1.5473253

      Frage an Radio Eriwan:
      Warum nochmal, ist man in Deutschland gegen die Kernenergie…?!

      Antworten
    • Namor
      Namor sagte:

      @alexander
      Kaiser Wilhelm soll in die Kriegsvorbereitung kaum eingeweiht worden sein. Er plauderte zu gerne aus dem Nähkästchen. Und heute werden sicherheitsrelevante militärische Belange über die Medien ausdiskutiert?! Wer es glaubt. Wenn die Zeitung schreibt: “das deutsche Militär ist marode”, dann weil man genau dies der Bevölkerung glauben machen will.

      Schwere Waffen an die Ukraine bringen denen wenig, man braucht Personal und Lufthochheit. Ich vermute die entscheidende Unterstützung durch die Nato kommt durch Aufklärung (Incirlik lässt grüßen) und Drohnen.

      Etwas blumig zu den Drohnen: Wenn man eine Roboterarmee hat und Teile dieser an eine Kriegspartei verkauft. Dann ist das ähnlich dem Einsatz eigener Truppen in fremden Kriegen. Also eben ein Kriegseintritt.

      Potente Drohnen samt Aufklärungsdaten und wenige Fachkräfte können fast unbegrenzt Schaden anrichten. Wohingegen ein gefangengenommener Kampfpilot nicht mehr fliegt und nicht so ohne weiteres ersetzt werden kann.

      “Man sieht nur antizipatorisch gut, das Wesentliche ist für die Herde unsichtbar.”

      Man kann sich halt auch immer schwer irren.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Namor

        Wiederholung:
        In einer Rede vor Kadetten und Dozenten in West Point beschreibt Dr. Phillip Karber, was er auf seinen dreißig Reisen in die Ukraine, darunter sechs Monate an der Front des Krieges im Osten des Landes, über die russische Art des Krieges gelernt hat. (2018)

        – Russland verfügt über die fortschrittlichste und dichteste datenverknüpfte Luftverteidigung auf Erden
        – In einem Krieg gegen Russland kann die US-Armee zumindest in den ersten Wochen kaum mit Luftunterstützung rechnen. Selbst Tarnkappenflugzeuge werden aus verschiedenen Gründen nicht von großem Nutzen sein, erklärt er
        – Die russische elektronische Kriegsführung ist viel fortschrittlicher und “kampferprobter” als die der USA. Die RF setzt sie in Kampftruppen ein, während die USA kaum über sie verfügen und nur auf Divisionsebene
        – Die russische EW schaltet die gesamte Kommunikation in großen Gebieten entlang der Front ab, keine Handys, Militärradios usw. Sie unterbrechen GPS-Verbindungen mit Drohnen, so dass diese unbrauchbar werden, und können sogar die Zünder von Artilleriegranaten während des Fluges durchbrennen lassen.
        – Die US-Armee strahlt 10 Mal so viele Frequenzen ab wie eine ukrainische Brigade, was sie für alle Arten von russischen EW, Drohnen und hochentwickelten Waffen extrem sichtbar machen würde.
        – Russland verfügt über weitaus mehr Artillerie als die USA und eine weitaus größere Vielfalt an Munitionstypen.

        https://www.youtube.com/watch?v=_CMby_WPjk4&t=1578s

        Die Bundeswehr ist am Ende weil man aus ihr eine Unterschichtarmee gemacht hat und zwar mit Genuß + Freude + Glück. Dazu Michael Wolffsohn:
        welt.de/politik/deutschland/article4368744/Die-Bundeswehr-ist-eine-Unterschichtenarmee.html

        Praktisch wird keine Waffenlieferung das Zielgebiet erreichen, weil zerstört wird was die Grenze übertritt. Je weiter der Krieg eskaliert, desto mehr Opfer und mehr Schäden werden alle Beteiligten davontragen.

        Als “Putinversteher” sehe ich das Entsetzen in den Augen des Kremlzaren, niemals hätte der gedacht wie verrückt dieses Kamikaze Europa nach Immunisierung ist; alle Ängste überwunden.

        Witz v. 2021:
        Putin mobilisiert für den Einmarsch in der BRD nicht die rote Armee sondern die freiwillige Feuerwehr Moskau.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        “Praktisch wird keine Waffenlieferung das Zielgebiet erreichen, weil zerstört wird was die Grenze übertritt. Je weiter der Krieg eskaliert, desto mehr Opfer und mehr Schäden werden alle Beteiligten davontragen.”

        Ding Ding Ding – Jackpot.

        Die Russen haben vor einigen Tragen die Trafostationen für den Betrieb elektrischer Lokomotiven im ukrainischen Eisenbahnnetz zerstört; damit bleiben für den Transprt großer Mengen schwerer Waffen nur noch Dieselloks als realistische Option übrig – was in einem Land mit schwerer Treibstoffknappheit ein kaum lösbares logistisches Problem ist.

        https://www.moonofalabama.org/2022/04/ukraine-railway-hits-us-war-aims-ops-report.html#more

        Die westlichen Moralisten sind mal wieder besonders dumm: Die Waffen werden ihren Zweck nicht erfüllen, aber sie zu liefern, ist natürlich ein klar feindseliger Akt gegenüber Russland, der uns tiefer in diesen Krieg hineinzieht.

        @Namor

        “Wenn die Zeitung schreibt: ‘das deutsche Militär ist marode’, dann weil man genau dies der Bevölkerung glauben machen will. ”

        Eine clevere Idee, aber das deutsche Militär ist wirklich marode, das ist keine besonders raffinierte Täuschungsstrategie ala Sun Tsu (“Erscheine schwach, wenn du tatsächlich stark bist. Erscheine stark, wenn du tatsächlich schwach bist.”)

        Jeder Offizier und sogar jeder Zeitsoldat wird es Ihnen bestätigen.

      • Namor
        Namor sagte:

        @alexander @witz

        Bismarck soll sich ähnlich gegenüber England geäußert haben. Wenn ich mich richtig erinnere, meinte er, die preußische Polizei sollte für England reichen.

        Ich lese gerne hier, mache mir meine Gedanken und bleibe dabei maximal ambiguitätstolerant.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Namor

        “Bismarck soll sich ähnlich gegenüber England geäußert haben. Wenn ich mich richtig erinnere, meinte er, die preußische Polizei sollte für England reichen.”

        Mhmmm, schon sehr vollmundig. Aber das Problem damals war halt, dass die preußische Polizei lange vor dem Anlanden per Boot in England durch die britische Flotte in Stücke geschossen worden wäre…

        “Ich lese gerne hier, mache mir meine Gedanken und bleibe dabei maximal ambiguitätstolerant.”

        Denken Sie mal so: Wenn nicht genügend auf jeder Seite davon überzeugt wären, dass sie gerade den Krieg gewinnen, dann müsste es schon längst mindestens einen Waffenstillstand oder Friedensverhandlungen geben. Irgendeine Seite liegt mit ihrer Einschätzung also falsch, aber es ist noch nicht für alle offensichtlich, welche. Das ist aber in jedem Krieg so, manchmal dauert es auch mehrere Jahrzehnte, bis die Erkenntnis einsetzt. (An dieser Stelle Grüße an die Taliban-Regierung in Kabul!)

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @weico, Richard Ott

        Bitterer Ernst aus der einzig verbliebenen Supermacht https://www.bitchute.com/video/vxzXiBt1r5qR/

        Der simulierte Frieden des Westens hat seine Bürger schlecht vorbereitet fuer die Konflikte der Zukunft. Realität entsteht nicht vom Schreiben oder Leugnen.

        Europa ist schlicht nicht attraktiv fuer Russia, zu gross seine Probleme. Invasoren kommen eher per Schlauchboot und werden als Befreier gefeiert.

        Laeuft.

      • Charlotte Aust
        Charlotte Aust sagte:

        @Richard Ott

        “damit bleiben für den Transprt großer Mengen schwerer Waffen nur noch Dieselloks als realistische Option übrig – was in einem Land mit schwerer Treibstoffknappheit ein kaum lösbares logistisches Problem ist.”

        Sollte Treibstoffknappheit für den Transport bereits ein Problem darstellen, sehe ich den effizienten Einsatz von Panzern ebenfalls als fragwürdig an.

  6. @foxxly
    @foxxly sagte:

    die “experten” und die politik haben in den letzten jahrzehnten viele mittel und wege gefunden, das finanz-geld- und wirtschaftsystem zu verlängern.

    der große IRRTUM ist, dass nahezu jetzt alle glauben, man kann dieses schuldgeldsystem immer so weiter “verlängern”.

    ja, es gibt viele auswüchse, bereicherungen, korruptionen und interessen, welche das finanzsystem zusätzlich überspannen.

    aber grundsätzlich hat dieses schuldgeldsystem extreme negative/fatale eigenschaften:
    -die zinsen für kredite müssen kreditiert werden, also eine weitere neuverschuldung
    -arbeitsleistung ist eine kreditschuld
    -grenzenloses kumulieren von kapital in immer wenigeren händen
    (um nur einiger wichtige parameter zu nennen)

    alleine schon diese drei parameter lassen keine rettung des geld- und finanzsystems zu.

    was bitte soll/kann man aus vergangenen inflations (-perioden) lernen? NICHTS !
    nichts, weil dieses wirtschaftssystem aus verschuldung aufgebaut ist, kann es keine rettung geben,- allenfalls eine zeitverlängerung bis zum exetus. (- im sinne von herrn tischer)

    da an dem system selbst nichts geändert wird (wurde), gibt es auch keine aussicht auf eine rettung vor zunehmend hoher inflationierung.
    es ist eine illusion zu glauben, dass ein freier (funktionierender ) zins die negativen parameter des geldsystems heilen könnten.

    es gibt große interessen für dieses system, weil es ein machtwerkzeug/-mittel ist.
    und, es gibt große dummheit der masse diese wiederholung von ausbeutung, krisen, kriege, elend usw. weitgehend durch dieses schuldgeldsystem verursacht, ständig zu ertragen und weiter mit zu machen.

    alle anstrengungen an diesen geldsystem” rum zu flicken” und heilungsversuche, scheitern langfristig.
    warum haben wir daraus nichts gelernt?

    Antworten

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