Den Noten­banken er­geht es wie dem Zauber­lehrling

Goethes Zauberlehrling ist eine treffende Analogie, wenn es um die Politik der Notenbanken geht. Mit ihren Interventionen haben sie in den letzten Jahrzehnten die Welt immer mehr in einen Morast an Schulden, ausufernder Spekulationen und Finanzkapitalismus geführt. Nun bekommen sie die Geister, die sie riefen, nicht mehr unter Kontrolle.

Und richtig los geht es mit Corona: „Die Geldmenge im Euroraum ist im Juli auffällig stark gewachsen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, legte die breit gefasste Geldmenge M3 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,2 Prozent zu. Das war der höchste Anstieg seit Mai 2008. Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 beschleunigte sich ebenfalls. Die Rate stieg von 12,6 auf 13,5 Prozent. Die Kreditvergabe der Geschäftsbanken an private Haushalte wuchs wie im Vormonat um 3 Prozent. Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen schwächte sich leicht ab, von 7,1 auf 7 Prozent.“ So vermeldet es die F.A.Z.

Zunächst die bekannte Erkenntnis, dass die Notenbankbilanzen seit Jahren wachsen. Die Fed holt die EZB gerade ein:

Quelle: Yardeni

Es kann auch nicht wundern, dass das Wachstum der Bilanzsummen stark gestiegen ist. Interessanterweise gab es Ende 2018 einen Rückgang: Wir erinnern uns an den Einbruch an den Vermögensmärkten Ende 2018, was das Jahr zu einem der schlechtesten der Geschichte macht. 2019 ging es dann hoch – vor allem als die Notenbankbilanzen wieder wuchsen:

Quelle: Yardeni

Relativ zum BIP betrachtet, bleibt Japan Spitzenreiter. Die Chinesen wirtschaften – auch relativ gesehen – solider, und die EZB steht in ihrem Kampf für das Überleben des Euro. Wir sehen aber, die EZB hat noch viel Luft nach oben:

Quelle: Yardeni

Und natürlich gibt es eine Korrelation mit dem S&P. Nun ist Korrelation nicht gleich Kausalität, aber …

Quelle: Yardeni

Niemand wird die gegenwärtige Politik kritisieren. Aber es ist eine Politik, die auch deshalb nötig ist, weil wir seit Jahrzehnten die Verschuldung des Systems fördern und die Notenbanken dabei eine erhebliche Mitschuld tragen. So folgerte auch die FT kürzlich,  dass die Notenbanken in der Verschuldungsfalle gefangen sind:

  • „It is the Catch-22 of post-2008 policymaking, and of now post-pandemic policymaking, too. To stave off a debt crisis, monetary policymakers create conditions that allow companies to borrow even more, increasing the potential severity of the next crisis. No central banker wants to encourage excessive borrowing but, equally, no central banker wants to stand by while companies default, increasing unemployment and throttling economic growth.“ – bto: Deshalb ist es richtig, vom Zauberlehrling zu sprechen, der die Geister, die er rief, nicht unter Kontrolle bringt.
  • „‘The chosen solution to a debt crisis is more debt,’ said Hans Mikkelsen, a credit strategist at Bank of America. ‘There is no escaping it. You cannot cut it back unless you can create a tremendous amount of economic growth to offset it. There is nothing the central banks can do.’“ – bto: Das war mit der Inflation auch so. Die FED entschloss sich trotz der kurzfristig negativen Folgen für einen harten Kampf. Heute dürfen wir dies nicht erwarten, weshalb wir nicht nur Schulden fördern, sondern am Ende auch Inflation zulassen müssen.
  • „More US dollar corporate bonds have been issued so far this year than in the whole of 2019, according to data from Refinitiv. More debt will come due next year than ever before. And leverage is rising. Top-rated companies’ net debt to ebitda — a common measure of the weight of a business’s debts — reached more than 2.4 times at the end of the second quarter, the highest level on record in BofA data going back 19 years. The bank’s analysts predict it will peak at 3.2 times at the end of this year.“ – bto: Nachdem die Zinsen aber in den USA weiter sinken werden und weltweit nie wieder steigen – ich erinnere an die 700-Jahresstudie –, ist doch alles in Butter. Wenn man das glaubt.
  • „(…) the mounting debt burden of businesses curtails policymakers’ room to raise interest rates, for fear of dramatically increasing refinancing costs. (…) To prop up an ailing economy following the 2008 financial crash, the Fed dramatically lowered interest rates and embarked on quantitative easing (…) The total number of US corporate bonds outstanding doubled in the decade since the 2008 financial crisis to more than $12tn (…).“ – bto: Und das billige Geld ist auch für die Staaten wichtig.
  • „Every six months in its financial stability report beginning in November 2018, the central bank noted rising business debt and its potential to exacerbate an economic downturn. In September of last year Fed governor Lael Brainard told a congressional subcommittee that “excesses in corporate debt markets could amplify adverse shocks and contribute to job losses”. (…) Without growth and inflation to offset the rise in indebtedness, the central bank has little choice, analysts say, other than to keep the show on the road by making sure businesses can refinance their new debts. ‘If they can’t do that, it’ll be massive defaults and a depression,’ said Mr Mikkelsen.“ – bto: Da die nächste Krise sicher kommt, wissen wir auch, in welche Richtung es geht mit den Bilanzsummen und der Verschuldung.
    Doch wie weit noch?

faz.net: „Die Geldmenge in Europa steigt um zehn Prozent“, 28. August 2020

Yardeni Research: „Central Banks Monthly Balance Sheets“, 28. August 2020

ft.com:“Central bankers are caught in a leverage trap“, 8. August 2020

Kommentare (24) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    asisi1 sagte:

    Was hier anscheinend von keinem Kommentator berücksichtigt wird, sind ganz einfach die hohen Kosten für das „Soziale“! Mittlerweile sind wir bei 1 Billion Euro angekommen. Rechnet man jetzt noch die kommenden geschätzten 800.000 Pleiten hinzu, wird einem Angst und Bange.
    Der Fehler der Regierungen der letzten 40 Jahre war der ausufernde Sozialstaat für ALLE! Die Kosten wurden zum größten Teil durch Schulden finanziert. Aus dieser Falle kommt der Staat ohne große Blessuren aber nicht hinaus. Ich nenne es einfach, ein selbst gemachtes Leiden.

    Antworten
  2. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    Das GRUNDPROBLEM ist leicht zu verstehen:

    Das enorme WACHSTUM, das der Kapitalismus entwickelt hat, beruht – was die Finanzierung betrifft – auf dem SCHULDGELDSYSTEM.

    Wenn sich das Wachstum nachhaltig erheblich abschwächt aufgrund von REALEN Gegebenheiten (abnehmender Bedarf, zu große Kapazitäten, Migration der Investitionen etc.), entsteht ein Problem:

    Die BEDIENUNG der Schulden wird schwierig bis unmöglich, weil diese nominal FIXIERT sind und sich nicht mit abschwächen, d. h. auf den Schuldner bezogen sich verringern.

    Was kann man tun?

    Wenn man keine RADIKALLÖSUNGEN der Entschuldung will, also Kriege, Insolvenzen, einseitigen Gläubigerverzicht UND das Geldsystem nicht wechseln kann, gibt es nur ein WEITER SO der Verschuldung:

    NEUE Schulden und IMMER MEHR neue Schulden, um die Schulden zu bedienen.

    Denn die VERTRÄGLICHE Lösung – Wirtschaftswachstum MIT Inflation – ist ja real bedingt nicht möglich (Der Staat durch seine Nachfrage ist z. Z. KEINE derartige Lösung und es ist mehr als fraglich, ob er je eine sein wird. Aber auch er MÜSSTE sich verschulden).

    Die Zentralbanken sind die Institutionen, die dafür sorgen können und auch sorgen, dass dieser MECHANISMUS funktioniert.

    Daher:

    > … the central bank has little choice …. other than to keep the show on the road by making sure businesses can refinance their new debts.>

    Zu ergänzen wäre, dass die Zentralbanken AUCH dafür sorgen müssen, dass hoch verschuldetet STAATEN ihre neuen Schulden REFINANZIERNEN können.

    Würden sich die Notenbanken WEIGERN oder dabei VERSAGEN, dann erfolgte dies:

    >‘If they can’t do that, it’ll be massive defaults and a depression,’>

    Das wäre eine Radikallösung, die KEINER will.

    Fazit:

    Angesichts der systemischen Alternativen ist die Geldpolitik der Notenbanken so etwas wie DETERMINIERT.

    Insofern finde ich, dass der Bezug zu Goethes ZAUBERLEHRLING völlig UNZUTREFFEND ist.

    In der Ballade von Goethe ist der Zauberlehrling einer, der seine Fähigkeiten selbstgefällig überschätzt und die Kontrolle über sein Handeln verliert.

    Die führenden Notenbanker sind von einem ganz anderen Schlag.

    Sie haben NICHT „Geister gerufen“ – siehe oben, das sich abschwächende Wachstum.

    Sowohl Draghi wie die von mir zuletzt zitierte Yellen wissen, wo die GRENZEN der Notenbanken liegen und was sie NICHT bewirken können.

    Sie haben es immer wieder ausgesprochen und Yellens Nachfolger hat es kurz und bündig auf den Punkt gebracht:

    “We can lend, but not spend“.

    Antworten
      • Avatar
        Horst sagte:

        Indebtedness and Inequality Rise Together // Grafik 2

        Wer hätte das gedacht? Die „zusätzliche“ Staatsverschuldung seit 1947 geht Hand in Hand mit den Einkommenszuwächsen der 1%.

        Wer noch immer sich gegen (1) Erbschaftssteuern und (2) Vermögenssteuern, die alle Mitglieder einer jeden Gesellschaft erfasst, ausspricht, gleichzeitig jedoch über (3) höhere Staatsverschuldungen klagt, merkt offensichtlich nicht, dass es der eigene Ast ist, an dem er sägt.

        Wer sich gegen (1) und (2) und für (3) ausspricht, betreibt Lobbyismus ganz im Sinne der 1%.

        Wer sich für (1) und (2) und (3) in einem moderaten Rahmen (bis zum Erreichen des Schnittpunktes in 1947) ausspricht, betreibt Lobbyismus ganz im Sinne der 99%.

      • Avatar
        Rolf Peter sagte:

        Grosses Blogtheater, mal wieder. Oben auf einen Beitrag verlinken, der auf die Komplexität des Systems verweist, und dann mit einem Vorschlag aufwarten, der ein einziges Element aus einem komplexen Steuersystem herausgreift und das ändert.
        Sollen dann auch Zinseinkünfte von der Besteuerung ausgenommen werden? Wie sieht die Bemessungsgrundlage genau aus? Steuer auf die ausgeschütteten Gewinne? Haben Sie die Folgen Ihres Vorschlages durchdacht.

        Der gute alte Tauschökonom Hans-Werner Sinn hat das in seinen jüngeren Forscherjahren ausführlich untersucht und in seiner Habilitationsarbeit dokumentiert. Zusammengefasst in einem Aufsatz: Systeme der Kapitaleinkommensbesteuerung – ein allokationstheoretischer Vergleich.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Rolf Peter

        Danke :o)

        Schumpeter war auch ein Sozialist und die Abschaffung der Betriebsausgabe Zinsen trifft zwar Finanzierungskniffe, die aber nur aufgrund mangelnder Einkommensteuerreformen genutzt werden – bei Großen wie Kleinen…

        Kleine EKSt. und allen Tricks ist die Rendite entzogen, mit Sozialisten ist das allerdings nicht zu machen.

        @Menéndez
        Eigenkapitalförderung nach meinem Guto wäre der Ersatz des Kontos „Afa“ durch „Tilgung“. Vom Gewinn kann man nicht mehr Betriebsausgaben absetzen, als Fremdkapital getilgtzu tilgen ist – danach greifen bei echten Gewinnen echte Steuern. Die Streckung von Risiko über die Distanz der Abschreibungstabellen (gemauerte Gebäude 50Jahre) entfiele. Vor 10 Jahren hätte man so finanziellen Speck für eine Pandemie ansetzen können….

        Der Preis gesunder Unternehmen wäre natürlich ein Einbruch der bilanzierten Gewinne, also doch lieber Zombienomics….

    • Avatar
      Frank Präuner sagte:

      Sehr geehrter Herr Stöcker,
      Was ist das neoliberale Paradigma? Die Theorien von Mises, Hayek und Co? Aber Hayek würde der These von Herrn Bill White zustimmen, dass die kapitalistische Wirtschaft, ein hoch komplexes, adaptives System ist. Immerhin ist Hayek der Mitbegründer der Evolutionsökonomik! Neoliberale Politik im Sinne von Mises und Hayek ist in den letzten 40 Jahren mit Sicherheit nicht praktiziert worden. Jede Minikrise bzw. Großkrise in den letzten 40 Jahren wurde mit drei Mittel durch den Staat bekämpft: Schulden machen, Gelddrucken und Risiko und Haftungsfunktion des Marktes dem Steuerzahler aufbürden. Jetzt kommt wahrscheinlich dadurch das „End Game“!!! oder die „Eiszeit“.
      Die beiden großen Antipoden Keynes und Hayek waren sich ja in einer Sache einig: Was ist das Problem in einer kapitalistischen Wirtschaft, der Boom oder die Rezession? Antwort von beiden: der Boom. Schumpeter besetzte sogar die Begriffe Krise/Rezession positiv: Schöpferischer Zerstörung! Die hat man jedoch in den letzten Jahrzehnten nie zugelassen hat. Somit kann ich leider nicht sehen, wo in den letzten Jahrzehnten, außer Deregulierung in vielen Bereichen der Wirtschaft, eine neoliberale Politik im Sinne der österreichischen Schule betrieben worden ist.
      Ich würde es eher als negativen keynesianischen, negativen hayekianischen Bereicherungslobbyismus bezeichnen. Die Politik hat sich von beiden “ die schlechtesten Seiten“ ausgesucht!

      Antworten
      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        Am besten kann man die Ergebnisse der neoliberalen Konterrevolution an diesen zwei Grafiken ablesen: https://www.barrons.com/articles/its-time-to-narrow-the-income-gap-future-prosperity-depends-on-it-51598650331. Das heiß nicht, dass von Mises, Hayek & Co. in allen Punkten falsch liegen. Im Gegenteil: Es gibt Aspekte, da bin selbst ich ein Austrian.

        Wenn wir es schaffen, die Einkommenskurven schon via Primärverteilung wieder mehr anzugleichen, um auf diese Weise den von Ihnen völlig zu Recht beklagten „Bereicherungslobbyismus“ zurück zu drängen, dann müssen wir auch ex post weniger reparieren und uns mit Finanz- und Wirtschaftskrisen herumplagen.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Frank Präuner

        >Neoliberale Politik im Sinne von Mises und Hayek ist in den letzten 40 Jahren mit Sicherheit nicht praktiziert worden. Jede Minikrise bzw. Großkrise in den letzten 40 Jahren wurde mit drei Mittel durch den Staat bekämpft: Schulden machen, Gelddrucken und Risiko und Haftungsfunktion des Marktes dem Steuerzahler aufbürden.>

        Ich stimme Ihnen zu.

        >Schöpferischer Zerstörung! Die hat man jedoch in den letzten Jahrzehnten nie zugelassen hat.>

        Auch das ist völlig richtig.

        Nicht widersprechend, sondern nur ergänzend würde ich sagen:

        Dass man in den letzten Jahrzehnten keine neoliberale Politik im Sinne von Mises und Hayek zugelassen hat, liegt an der ZUVOR sehr erfolgreichen neoliberalen Politik:

        Wenn Menschen fast nichts haben oder so wenig, dass schöpferische Zerstörung des Wenigen als CHANCE für mehr begriffen werden kann, dann muss der Staat wenig bekämpfen, sondern sollte schöpferische Zerstörung besser befördern – durch ein NICHT-EINGREIFEN.

        Wenn hingegen viele Menschen relativ viel zu verlieren haben und der mögliche Verlust durch schöpferische Zerstörung nicht zu verhindern ist, sondern eher beschleunigt wird, RUFT alles nach dem Staat, um ihn zu verhindern.

        Das ist der Paradigmenwechsel.

        Insofern:

        Das neoliberale Paradigma ist kein „falscher Analyserahmen“, sondern bei einem ANDEREN Problemverständnis ein UNGEEIGNETER.

        Im Übrigen zu Bill White:

        Es ist ja richtig auf die KOMPLEXITÄT der Wirtshaft zu verweisen.

        Aber aller Erfahrung nach kommt man mit Komplexität PRAKTISCH am besten zurecht, wenn man DEZENTRALISIERT.

        Das liegt dann wieder nahe bei von Mises und Hayek.

      • Avatar
        Frank Präuner sagte:

        Sehr geehrter Herr Tischer,
        ich stimme ihnen zu 100% zu! Vor allem in dem Punkt Dezentralisation! Wir Deutsche als Bundesstaat sollten uns mehr an der Schweiz orientieren und die Hoheitsrechte wie Besteuerung etc. an die Länder wieder zurückgeben. Durch derartige Dezentralisierungsmaßnahmen kommen unglaubliche Lernprozesse in Gang.
        Gleiches gilt natürlich für die Europäische Union!

  3. Avatar
    Seuchenvogel sagte:

    Hallo,

    wieso war eigentlich noch nie ein Deutscher Präsident der EZB, aber schon das zweite Mal aus Frankreich?

    Ich würde gern Marcel Fratzscher vorschlagen :)

    Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @Seuchenvogel

      Fratzscher? Oh Gott.

      Dann lieber Jürgen Schneider, für den ist die Eurorettung „Peanuts“. So einen brauchen wir! ;)

      Antworten
      • Avatar
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Weder Schneider noch Fratzscher sind geeignete Kandidaten. Ich sage Anna-lena Baerbock.

        Erstens ist sie eine Frau, zweitens ist sie grün (für den Zeitgeist) und drittens pflegt sie erstklassige Kontakte zu Kobolden. Und die leiten mit Gringotts aus Harry Potter die am besten geführte Bank der Welt…^^

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Susanne Finke-Röpke

        Sehr gute Wahl, ich schließe mich an.

        Diese Frau passt perfekt zum Land.

        Hier ein Kommentar dazu mit großem Befähigungsnachweis:

        https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-blabla-baerbock-die-gefuehlte-wirklichkeit-der-gruenen-chefin_id_12372421.html

        Daraus, Baerbock:

        „Wir stehen klar auf dem Boden nicht nur des Grundgesetzes, sondern der Menschenrechte“, sagte sie. „Und das bedeutet: Jeder Mensch hat ein Recht auf Asyl.“

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Nein, die Baerbock geht gar nicht. Ihre Kobold-Kontakte nützen ihr nichts weil die Darstellung der Gringotts als kleine geldgierige verschlagene Männchen antisemitisch ist (die sind ja quasi das Goldman Sachs der Zauberwelt…) und daher aus Gründen der politischen Korrektheit gecancelt werden muss.

        Außerdem ist Baerbock schon ganz schön alt, wenn sie nicht eine Frau wäre, könnte man sie bald einen alten weißen Mann nennen. Jetzt muss die Klimajugend ran, Luisa Neubauer ist studierte Geographie-Bachelorette und kennt sich gut mit Zahlen aus, die kann auch EZB, und als junge grüne Frau sowieso alles:

        https://www.danisch.de/blog/2020/08/30/luisa-und-ein-paar-hunderttausend-kilometer/

      • Avatar
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Widerspruch zu Ihrem Antisemitismusvergleich! So hat es Frau Rowling nicht dargestellt und so war es bestimmt auch nicht gemeint, da bin ich mir sehr sicher. Er passt meiner Meinung nach auch weder als Witz noch Ernst gemeint in diesen Blog und schadet dem Ruf von Frau Rowling.

        Ich denke eher, dass die Kobolde von Gringotts eine Phantasielebensform darstellen, die über ein eigenes Wertesystem verfügen, das Menschen nur schwer beurteilen können.

        Sie verfolgen m.E. einerseits einfach in Teilen die österreichische Schule der Nationalökonomie und sind abschnittsweise klassische Libertäre. Sieht man am beinharten Respekt gegenüber eigenem und fremden Privateigentum bei Bankangelegenheiten, der Einstellung zum Bankgeheimnis, der Konzentration auf Edelmetalle (kein Fiat-Geld) und der Nichteinmischung in menschliche Angelegenheiten. Andererseits haben sie Probleme mit der Weitergabe oder dem Weiterverkauf von Koboldwaren von einer menschlichen Hand zur nächsten trotz vorangegangenem Kauf. Warum und wie die Kobolde in diesem Punkt denken, erschließt sich denke ich niemandem außer Frau Rowling ganz. Es passt in kein Schema, da es anscheinend ein „inneres Koboldthema“ ist, denn dann dürfte man solche Gegenstände an Menschen erst gar nicht verkaufen, sondern müsste einen glasklaren Vertrag aufsetzen.

        Auch ein Vergleich der Kobolde mit Goldman Sachs scheidet meines Erachtens aus. Goldman Sachs ist im Wesentlichen eine US-amerikanische politische Vereinigung mit angeschlossener Investmentbank zur Ausbildung einflussreicher Politiker, wie z.B. Herrn Draghi oder Herr Paulson. Darüber gibt es unterschiedliche Wertungen (und beileibe nicht nur positive), aber im Gegensatz zu Goldman Sachs spielen Kobolde im menschlichen Zaubereiministerium oder anderen politischen Organisationen von Menschen keinerlei Rolle.

        Und jetzt hören wir m.E. mit Vergleichen zu Gringotts lieber auf, sonst schmeißt uns Herr Dr. Stelter noch raus oder fordert uns auf, einen Wirtschaftsblog für Fantasyautoren zu gründen…^^

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        Sie scheinen ja ein echter Fan zu sein – ich hab bloß die Filme gesehen und irgendwann den Überblick verloren, welche der Figuren alle im Nachhinein für schwul erklärt wurden.

        Aber falls Sie glauben, das sei alles meine Idee gewesen:

        Die linksradikalen Jungpropagandisten unserer Qualitätszeitungen („jetzt“ ist die Kinderseite von der „Süddeutschen Zeitung“) streiten schon lange darüber, wie reaktionär Rowling ist – und finden immer mehr Beispiele:

        „Mit ihren wiederholt kritischen Äußerungen bezüglich trans*Menschen auf Twitter sorgte Schriftstellerin J.K. Rowling in den vergangenen Wochen für Aufsehen. Nicht nur aus der LGBTQ-Community hagelte es heftige Kritik. (…) Als rassistisch kritisiert wird beispielsweise die Figur der asiatischen Hogwarts-Schülerin Cho Chang. In den geldgierigen, hakennasigen Kobolden aus der Zaubererbank Gringotts meinen manche, antisemitische Stereotype zu erkennen. Dass dicke Menschen nicht besonders gut wegkommen, lässt sich beim Anblick der Dursley-Familie, Malfoys fiesen Freunden Crabbe und Goyle und der ‚fetten Dame‘ nur schwer leugnen.“

        https://www.jetzt.de/digital/darf-man-harry-potter-noch-gut-finden

        Transfeindlich, rassistisch (aber zum Glück bloß gegen Asiaten und nicht gegen Schwarze…), antisemitisch und auch noch mit Fatshaming. Pfui, pfui, pfui, pfui.

    • Avatar
      Felix sagte:

      Sorry, aber da wünsche ich mir lieber Horst Schlemmer. In der Bibel steht ja viel Wahres, ua. dass man die richtigen Menschen am neumodisch gesagt „Erfolg“ erkennen soll. Wann hat denn Herr Fratscher mal richtig gelegen? ich lass mich gerne informieren.

      Antworten
  4. Avatar
    Richard Ott sagte:

    „no central banker wants to stand by while companies default, increasing unemployment and throttling economic growth.“

    Das glaube ich nicht. Wenn irgendwo kleine Unternehmen pleite gehen, ist das den Zentralbänkern egal. Die interessieren sich nur dafür, dass große Konzerne – und vor allen Dingen große Banken und Versicherungen – jedes Mal „gerettet“ werden, nachdem sie sich verspekuliert haben.

    Es war kein Zufall, dass nach der Finanzkrise mit Mario Draghi ein ehemaliger Vice President von Goldman Sachs zum EZB-Präsidenten wurde.

    Antworten

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.