Die High­lights vom März

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bto – DER ÖKONOMIE-PODCAST

Themen des wöchentlichen bto-Podcasts im letzten Monat waren:

Divergierender Währungsraum – Der Euro vereint Volkswirtschaften, die sich immer weiter auseinanderentwickeln. Statt der erhofften Konvergenz nehmen Unterschiede bei Wachstum, Schulden und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu. Eurobonds erscheinen politisch als Lösung, vermeiden aber vor allem notwendige Reformen in den Mitgliedstaaten. Über die strukturellen Probleme der Währungsunion und ihre wachsenden Spannungen sprachen wir mit Prof. Gunther Schnabl von der Universität Leipzig.

Die Iran-Frage dreht sich um China – Der Konflikt mit dem Iran ist Teil des größeren Machtkampfs zwischen den USA und China, während Europa zunehmend an Einfluss verliert. Gleichzeitig zeigt sich Europas Schwäche auch technologisch: starke Forschung, aber zu wenig Umsetzung in wirtschaftliche Stärke. China geht gezielter vor und baut strategische Industrien auf. Welche Konsequenzen das für Europa hat, erläuterte uns Dr. Alicia García-Herrero, ausgewiesene China-Expertin und Senior Fellow bei Bruegel.

Economic Statecraft – Neuordnung der Weltwirtschaft – Was wie isolierte Entscheidungen wirkt, könnte Teil einer umfassenden Strategie sein: Die USA versuchen, Chinas Zugang zu Energie und Rohstoffen gezielt zu begrenzen. Militärische Konflikte und wirtschaftspolitische Maßnahmen greifen dabei ineinander. Die geopolitische Logik dahinter verändert die Weltwirtschaft grundlegend. Über diese These und ihre Implikationen diskutierten wir mit Michael Every, Global Strategist bei der Rabobank.

Die große Veruntreuung – Ein Großteil der Mittel aus den Sondervermögen wird nicht für Investitionen genutzt, sondern für laufende Ausgaben umgewidmet. Die Folge ist nicht nur steigende Verschuldung, sondern vor allem ein schwindender Reformdruck. Statt Probleme zu lösen, werden sie vertagt. Warum diese Entwicklung langfristig gefährlich ist, besprachen wir mit Prof. Dr. Lars Feld von der Universität Freiburg.

Ohne Reformen wächst nur die Inflation – Trotz Rekordausgaben für Verteidigung und Infrastruktur bleibt fraglich, ob staatliche Investitionen allein das Wachstum ankurbeln können. In einer alternden Gesellschaft mit knappen Arbeitskräften stoßen sie schnell an Grenzen und können ohne begleitende Reformen sogar kontraproduktiv wirken. Wir betrachteten die strukturellen Ursachen für das schwache Potenzialwachstum in Deutschland und diskutierten mit Kai Behrens, Ökonom beim Europäischen Stabilitätsmechanismus, ob ein grundlegender wirtschaftspolitischer Kurswechsel notwendig ist.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 12. April, um 9 Uhr.

 

bto REFRESH

Endlich deutsches Gas fördern – Deutschland verzichtet weiterhin auf eigene Gasförderung, obwohl sie zur Versorgungssicherheit beitragen und Abhängigkeiten reduzieren könnte. Die Debatte um Fracking ist stark von Ängsten geprägt, obwohl Studien auf beherrschbare Risiken hinweisen. Gerade in einer geopolitisch unsicheren Welt gewinnt die Nutzung heimischer Ressourcen an Bedeutung. Über die Chancen und Risiken der Gasförderung sprachen wir in Episode 161 mit Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel. Seine Einschätzung liefert wichtige Argumente für die aktuelle energiepolitische Debatte.

Energie ist die Achillesferse der Wirtschaft – Der Krieg im Iran macht erneut deutlich, wie verletzlich moderne Volkswirtschaften durch Energieabhängigkeit sind. Steigende Preise treffen Deutschland besonders hart und verschärfen bestehende Wettbewerbsnachteile. Energie bleibt der zentrale Faktor für Wohlstand und industrielle Stärke. Welche wirtschaftlichen Folgen hohe Energiepreise haben, dazu sprachen wir in Folge 267 mit Prof. Tom Krebs. Die aktuellen Entwicklungen bestätigen seine Analyse in aller Deutlichkeit.

Europäische Traumtänzerei – Europa unterschätzt weiterhin die Realität globaler Wirtschaftskonflikte. Historisch sind Wirtschaftskriege die Regel, nicht die Ausnahme – oft begleitet von militärischen Auseinandersetzungen. Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie schnell sich diese Dynamiken entfalten und Preise sowie Lieferketten unter Druck geraten. Über diese Zusammenhänge sprachen wir in Folge 306 mit Prof. Dr. Werner Plumpe. Seine historische Perspektive hilft, die Gegenwart besser zu verstehen.

Wir haben kein Geld – Die sichtbare Staatsverschuldung ist nur ein Teil des Problems – der Großteil liegt in versteckten Verpflichtungen für Rente, Gesundheit und Pflege. Die tatsächliche Belastung für kommende Generationen ist um ein Vielfaches höher als offiziell ausgewiesen. Damit wird deutlich, wie groß der Reformbedarf ist. Über die Dimension dieser verdeckten Schulden sprachen wir in Folge 228 mit Prof. Bernd Raffelhüschen. Seine Zahlen verändern den Blick auf die finanzielle Lage grundlegend.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 15. April, um 9 Uhr.

 

HANDELSBLATT-KOLUMNE

Nicht „mehr“ Europa, sondern ein besseres

Mit Null- und Negativzinsen, gigantischen Anleihekaufprogrammen und Target-2-Salden wurde der Euro zusammengehalten, aber um den Preis von Vermögensinflation, Fehlanreizen und wachsender politischer Polarisierung. Was wäre zu tun? Ideal wäre eine echte politische Union mit einer gemeinsamen Fiskal- und Sozialpolitik, europäischem Finanzausgleich und einer europäischen Arbeitslosen- und Rentenversicherung.

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Innovations­agenda statt Protektionismus

Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz bei Unitree Robotics im chinesischen Hangzhou ist mehr als ein nettes Bild mit tanzenden Robotern – er ist ein Weckruf an Europas wirtschaftliche Stärke. Am 26. Februar 2026 verfolgte Merz in der Zentrale des chinesischen Robotik-Pioniers, wie humanoide Maschinen boxen, Kung-Fu vorführen und parallel an der Produktionslinie Sortieraufgaben übernehmen – eine selbstbewusste Vorstellung der Innovationskraft Chinas.

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Economic Statecraft – und warum Europa nur zuschaut

Mehr als zwei Wochen nach Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffs gegen den Iran zeichnet sich ab, dass dies keine Episode ist, die man aussitzen können wird. Die Märkte haben die erste Schockwelle verarbeitet, der Ölpreis hat sich auf hohem Niveau eingependelt, die Straße von Hormus bleibt de facto geschlossen. In Brüssel diskutiert man Deeskalation und Völkerrecht. Was man aber nicht diskutiert, ist die strategische Logik hinter dem amerikanischen Vorgehen.

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Sondervermögen zweckentfremdet – jetzt droht eine Schuldenkrise

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in einer Studie berechnet, dass 86 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen im Jahr 2025 zweckentfremdet wurden. Das Ifo-Institut kommt sogar auf 95 Prozent. Die tatsächlichen Investitionsausgaben des Bundes stiegen laut IW nur um zwei Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr – „gerade genug, um die Inflation auszugleichen“. Der Rest ist im altbekannten Verschiebebahnhof verschwunden: Ausgaben, die zuvor aus dem Kernhaushalt finanziert wurden, wanderten ins Sondervermögen, und die frei gewordenen Mittel flossen in konsumtive Ausgaben.

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Wenn Geld allein nicht reicht

Die Bundesregierung ringt um Reformen. Die Tatsache, dass dies erst jetzt geschieht – fast ein Jahr nach der Regierungsbildung – zeigt überdeutlich, wie falsch es war, erst Schulden zu machen und dann darauf zu hoffen, die Reformen würden kommen. Die Metapher vom vollen Bauch, der nicht gern studiert, lässt sich offensichtlich auch auf Politiker mit Geld, die nicht gerne reformieren übersetzen. Die Sondervermögen, deren Mittel statt für die versprochenen Investitionen für noch mehr staatlichen Konsum verwendet werden, passen da nur zu gut ins Bild.

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>> DIE MARKTLÜCKE FÜR DIE FDP IST RIESENGROSS – WIE KANN MAN SIE NICHT VERMISSEN?

 

IM INTERVIEW BEI DER AKTIONÄR TV

>> ANSEHEN: Was, wenn der Irankrieg länger dauert?

 

ZU GAST BEI RONZHEIMER.

>> ANSEHEN: Wie Deutschland seine Wirtschaft ruiniert

 

IM INTERVIEW BEI Balthasar Becker

>> ANSEHEN: Der deutsche Absturz – was wirklich dahintersteckt

 

ZU GAST BEI WeLT TV

>> ANSEHEN: Hin und her macht Taschen leer

>> ANSEHEN: Der Staat hat die Taschen voll, die Bürger haben die Taschen leer

 

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