Die Highlights vom Juni
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bto – DER ÖKONOMIE-PODCAST
Ohne Ziel ist alles Wurscht – Deutschlands wirtschaftliche Probleme sind strukturell, doch die politischen Antworten bleiben oft auf einzelne Reformmaßnahmen beschränkt. Ohne ein überzeugendes Zukunftsbild fehlt die Orientierung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Über die Bedeutung langfristiger Visionen und die Grenzen klassischer Reformpolitik diskutierten wir mit Dr. Jochen Andritzky, Mitgründer der Zukunft-Fabrik.2050 und ehemaliger Generalsekretär des Sachverständigenrates.
Heuschrecken als Aufbauhelfer – Privates Beteiligungskapital ist ein wichtiger Baustein für Innovation und wirtschaftlichen Wandel. Während Deutschland über große Kapitalreserven verfügt, fehlt es vielen Unternehmen an Finanzierung für Wachstum. Wie sich mehr privates Kapital mobilisieren ließe und welche Rolle Venture Capital und Private Equity dabei spielen, erörterten wir mit Ulrike Hinrichs, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Beteiligungskapital.
Arme reicher machen statt Reiche ärmer – Die Debatte über Vermögenssteuern konzentriert sich häufig darauf, Reichtum umzuverteilen. Historische Erfahrungen sprechen jedoch dafür, dass Wohlstand vor allem durch den Aufstieg breiter Bevölkerungsschichten wächst. Über Vermögensverteilung, soziale Mobilität und die Wirksamkeit unterschiedlicher Konzepte sprachen wir mit Prof. Daniel Waldenström, einem der führenden Experten für historische Vermögensforschung.
Digitale Kolonie Europa – Europa droht bei Künstlicher Intelligenz weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Hohe Regulierung, zu wenig Kapital und mangelnde Investitionen bremsen Innovationen, während andere Regionen ihre technologische Führungsrolle ausbauen. Wie Deutschland den Anschluss noch schaffen kann, diskutierten wir mit Johannes Reck, Mitgründer und CEO von GetYourGuide sowie Mitglied der KI-Kommission des Bundeswirtschaftsministeriums.
Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 12. Juli, um 9 Uhr.
bto REFRESH
Vom radikalen Neustart zur Ernüchterung – Deutschland bleibt bei den dringend notwendigen Strukturreformen weit hinter den Erwartungen zurück. Statt den Reformstau aufzulösen, wachsen Schulden und Sozialausgaben weiter. Welche wirtschaftspolitischen Weichen tatsächlich gestellt werden müssten, diskutierten wir in Episode 277 mit Prof. Dr. Hans-Werner Sinn. Seine damalige Analyse ist heute aktueller denn je.
Politik ohne Kompetenz – Deutschland fehlt es nicht nur an Reformen, sondern auch an den Voraussetzungen für gute politische Entscheidungen. Das bestehende System begünstigt Karrierewege innerhalb der Parteien und erschwert den Zugang von Führungskräften mit Erfahrung aus Wirtschaft und Wissenschaft. Über die Folgen dieser Entwicklung sprachen wir mit Thomas Sattelberger. Seine Kritik ergänzt die aktuelle Debatte über den Reformbedarf der Politik.
Offene Schranken statt Gegen-Zölle – Europa steht vor der Herausforderung, auf zunehmenden Protektionismus die richtigen Antworten zu finden. Neue Handelshemmnisse schaffen meist neue Probleme, während Freihandel Wachstum und Wohlstand fördern kann. Über eine zukunftsfähige europäische Handelspolitik sprachen wir bereits 2025 mit Prof. Gabriel Felbermayr. Seine Position gewinnt mit seiner Berufung in den Sachverständigenrat zusätzlich an Bedeutung.
Europa klar im Vorteil – Europa bietet technologieorientierten Unternehmen mehr Chancen, als oft angenommen wird. Internationale Talente, qualifizierte Fachkräfte und stabile Strukturen können wichtige Standortvorteile sein. Über den Aufbau von GetYourGuide und Unternehmertum in Europa sprachen wir in Episode 200 mit Johannes Reck. Dieses Gespräch bildet den Auftakt zu seinem erneuten Besuch bei bto.
Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 8. Juli, um 9 Uhr.
HANDELSBLATT-KOLUMNE
Die EU gehört auf Diät gesetzt
Wozu braucht die EU eigentlich so viel Geld? Sie braucht es, weil sie sich in immer mehr Bereiche einmischt, die eigentlich nicht zu ihren Kernaufgaben gehören. Epicenter, ein Netzwerk europäischer Denkfabriken, rechnet in einer Studie vor, dass die EU immerhin rund 220 Milliarden Euro weniger bräuchte als von der Kommission gefordert, wenn sie sich auf ihre eigentlichen Aufgaben beschränken würde.
Wir werden zu unfreiwilligen Mitfahrern nach unten
Das Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrats zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kommt zu einem wenig überraschenden und dennoch erschütternden Befund: Die seit sieben Jahren anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft ist nicht konjunkturell bedingt, sondern hat strukturelle Ursachen. Trotz der Absage an Reformen sah der Kanzler „keinen Grund für Pessimismus und Schwarzmalerei über die Zukunft unseres Landes“.
Deutschen Start-ups droht immer noch das „Tal des Todes“
Für viele junge Tech-Unternehmen bleibt die Finanzierung der zentrale Engpass: 48 Prozent der deutschen Start-ups planen in diesem Jahr eine Kapitalaufnahme und wollen im Schnitt rund vier Millionen Euro einwerben. Die Unzufriedenheit mit dem hiesigen Venture-Capital-Angebot ist groß – nur 17 Prozent halten es laut Bitkom Research für ausreichend –, sodass inzwischen rund jedes vierte Start-up erwägt, Deutschland wegen fehlender Finanzierung zu verlassen.
Wir brauchen mehr Milliardäre
Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Milliardäre. Sie sind die Leuchttürme eines Landes, das eigene Innovationen großmacht. Aus der Tatsache, dass in Deutschland ein weitaus größerer Anteil der Milliardäre ihr Vermögen ererbt hat als in anderen Ländern, ist nicht der Schluss zu ziehen, „diese abzuschaffen“, sondern mehr Self-made-Milliardäre zu ermöglichen.
Die Debatte über KI verläuft naiv, einseitig und in Teilen fehlgeleitet
Während in den Vereinigten Staaten der Energiebedarf von KI-Rechenzentren binnen drei Jahren rund zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs betragen wird, während China in der industriellen KI-Anwendung längst die USA, Deutschland und Japan überholt hat, während die amerikanischen KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic Finanzierungsrunden über je 100 Milliarden Dollar abschließen – debattieren wir die Klimabilanz von ChatGPT-Prompts.
MAKE ECONOMY GREAT AGAIN
>> GESCHÄFTSMODELL ARMUT: WENN GROSSZÜGIGKEIT ALS UNGERECHTIGKEIT VERBUCHT WIRD
>> RENTENREFORM, LINKE ALGEN-ANTRÄGE UND PANIK BEI BMW
IM INTERVIEW BEI Money Train – Der Aktienexpress
>> ANSEHEN: Deutschland braucht radikale Reformen
ZU GAST BEI Alles auf Aktien
>> ANHÖREN: Stelter vs. Schularick: Showdown um Deutschlands Zukunft
ZU GAST BEI Tage wie diese
>> ANSEHEN: Haben wir die Zukunft verspielt?
Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte folgen Sie mir auch weiterhin.

