Im deflationären Umfeld wird Geld immer wertvoller

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Deleveraging wirkt tendenziell deflationär. In der Tat haben wir es mit einem Kampf zwischen den deflationären Tendenzen einer überschuldeten Wirtschaft und den „Reflationierungs“-Bemühungen der Notenbanken und Staaten zu tun. Die aktuellen Diskussionen zur Wirksamkeit von QE und den Möglichkeiten der EZB, ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, unterstreichen genau diesen Konflikt. Professor Malik – mein Doktorvater – bezieht eindeutig im Lager der Deflationsanhänger Stellung. Sollte er recht behalten und QE damit scheitern, stehen wir vor einer anhaltenden Phase von Preisverfall und Konkursen. Die Schuldner werden immer weniger in der Lage sein, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen. Ich halte es für ein durchaus denkbares Szenario, dem allerdings ein wildes Gelddrucken entgegengehalten wird. Je aggressiver die Politik der Notenbanken, desto höher auch das Risiko eines völligen Vertrauensverlustes in Geld. Stürmische Zeiten.

NZZ: „Im deflationären Umfeld wird Geld immer wertvoller“, 26. November 2013

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