Eurozone banks set to borrow € 250bn in cheap money from ECB

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Angesichts der ungelösten Probleme der europäischen Banken (rund 800 Milliarden dürfen fehlen) und der absehbaren Notwendigkeit, den Stresstest weniger stressig zu gestalten, gibt es wenigstens gute Nachrichten von der EZB: viel frisches Geld. Bis zu 250 Milliarden werden die Banken, vor allem aus den Krisenländern, im September und Dezember bei der EZB abrufen. Mario Draghi hält sogar ein Volumen von 850 Milliarden für denkbar. (bto: nicht verwechseln mit den fehlenden 800 Milliarden, denn es sind vorerst nur Kredite der EZB und kein Eigenkapital …). Übrigens werden die Banken das Geld nicht in die Wirtschaft leiten. Angesichts der bereits hohen Schulden dürfte die Nachfrage verhalten und die Risiken dürften zu hoch bleiben. Dann doch lieber weiter den „Sarkozy-Trade“: direkt in die Staatsanleihen, was die gegenseitige Abhängigkeit von Banken und Staaten weiter verstärkt.

→ FT (Anmeldung erforderlich): Eurozone banks set to borrow €250bn in cheap money from ECB, 17. August 2014

Auch indirekt bahnt sich Hilfe für die Banken an. Weil die Zinsen für Staatsanleihen schon so tief sind, bringt Quantitative Easing der EZB durch Aufkauf von Staatsanleihen wenig. Bankanleihen bieten sich als Alternative an. In der Tat sind Bankaktien seit ihrem Tief vor einigen Wochen bereits deutlich gestiegen. Klares Signal, dass die Kapitalmärkte auf die indirekte Hilfe spekulieren. Was soll die EZB auch machen: Alle Banken schließen, nur weil diese eigentlich insolvent sind?

→ FT (Anmeldung erforderlich): Compelling stimuli for bank debt issuance, 26. August 2014

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