Die unsichtbare Mauer zwischen Arm und Reich

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Die Entwicklung der Schwellenländer hat eine immer größere Bedeutung für die Weltwirtschaft. Umso wichtiger ist zu verstehen, was nötig ist, damit diese auch ein nachhaltig höheres Niveau der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erreichen. Dabei geht es um eine nachhaltige Steigerung des BIP pro Kopf. (Generell zum Problem der abnehmenden Produktivität siehe hier). Nachdem die ersten einfachen Erfolge erreicht wurden (Industrialisierung, Wachstum der Städte), muss nun die nächste Phase folgen: Innovation, höherwertige Produkte, Dienstleistungen. Dazu müssen sie eine „Wachstumsmauer“ überwinden. Diese liegt zwischen 10.000 und 17.000 US-Dollar BIP pro Kopf. Nur Japan und Südkorea ist es in den letzten 100 Jahren gelungen, diese magische Grenze nach oben zu durchbrechen und von einem Schwellenland zu einer Industrienation zu werden. Andere wie Argentinien und die Sowjetunion sind an „der Mauer abgeprallt“ und wieder zurückgefallen. Ursache: Bis zur Wachstumsmauer haben eher autokratisch geprägte Wirtschaften einen Vorteil. Um aber das neue Niveau zu erreichen, sind die Sicherung von Eigentumsrechten, Rechtsstaatlichkeit und Förderung von Innovation und Kreativität (was hoch mit persönlicher Freiheit verbunden ist) wichtige Voraussetzungen. Eine aktuelle Studie von Morgan Stanley kommt zu dem Schluss, dass keines der untersuchten zwölf Schwellenländer die erforderlichen Reformen vornimmt. Gerade für Brasilien sind die Autoren sehr skeptisch. Chancen werden Mexiko und China eingeräumt. Zurecht?

DIE WELT: Die unsichtbare Mauer zwischen Arm und Reich, 3. April 2014

Die Banker von Morgan Stanley sind nicht die ersten, die sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Bereits 2012 hat George Magnus (ich hatte ihn bereits) einen sehr lesenswerten Aufsatz dazu geschrieben:

UBS: Asia: Is the miracle over?, Oktober 2012

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