Wozu noch ein Blog?

Noch ein Blog, der sich mit der Finanzkrise beschäftigt? Wozu, werden viele fragen. Einige, weil sie wirklich davon überzeugt sind, dass das schlimmste der Krise hinter uns liegt, andere, weil sie die Flut an Informationen zur Krise in den verschiedenen Medien nicht mehr verarbeiten können und wollen. In der Tat ist die Frage berechtigt, was ein weiterer Blog zu der Diskussion um Krisenverlauf und mögliche Lösungswege beitragen kann.

Mit beyond the obvious geht es mir darum, einen Schritt zurückzutreten und die tagtäglichen Ereignisse und Meldungen in einen Gesamtzusammenhang zu stellen. Wir haben es nicht mit einer Eurokrise zu tun, auch nicht mit einer Staatsschuldenkrise. Wir haben es mit einer Krise unserer Gesellschaft zu tun, die viel weitgehender ist. In den kommenden Jahren werden wir die Rechnung dafür präsentiert bekommen, dass wir in den westlichen Ländern jahrzehntelang über unsere Verhältnisse gelebt haben. Schulden in untragbarer Höhe, ungedeckte Versprechen für Renten und Gesundheitsversorgung und eine nachfolgende Generation, die nicht nur kleiner ist, sondern auch weniger gut vorbereitet auf die Anforderungen einer globalisierten Welt. Wie alle Krisen wird sich auch die Krise, in der wir uns befinden, wellenartig verschärfen und zeitweise entschärfen. Doch der Trend geht in Richtung Endspiel. Noch haben wir Zeit, gegenzusteuern. Schmerzfreie Lösungen gibt es nicht mehr, aber wir können den Schaden noch in Grenzen halten. Dafür will beyond the obvious werben und zugleich offen und unerschrocken die Wellen der Krise kommentieren. Willkommen auf meiner Seite.

10 Kommentare
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    Wolfgang Selig sagte:

    Lieber Herr Dr. Stelter,

    vielen Dank für die vergangenen fünf Jahre und herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Leider findet ein solcher Blog naturgemäß kein millionenfaches Publikum und daher freue ich mich umso mehr, dass sie der Versuchung „Quote vor Qualität“ immer widerstanden haben, auch wenn das vermutlich wirtschaftlich im Vergleich zu anderen eher populären Mahnern wie Professor Otte oder Dirk Müller ein Zuschussgeschäft war. Dafür haben Sie sich m.E. um unser Land verdient gemacht und werden hoffentlich einst von den richtigen Stellen um Rat gefragt werden, wenn der margin call die Politik „unerwartet“ auf dem falschen Fuß erwischt. Wenn nicht, haben Sie zumindest Ihren Lesern sehr weitergeholfen. Alles Gute für eine hoffentlich noch sehr, sehr lange Zukunft!

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    Axel Jung sagte:

    Na dann: herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Und ein dickes Lob an den Blogger, Herrn Stelter! Es gibt ja hunderte Blogs, aber nur wenige, die es wert sind, gelesen zu werden. Und dieser hier gehört in diese Kategorie – auch und vor allem, weil er ein breites Sprektrum an kontroversen Sichtweisen auf die Dinge aufgreift und kommentiert.

    Auch wenn ich Ihre Meinung nicht immer teile, so lese ich die Artikel und Kommentare hier doch immer mit Gewinn.

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    Andreas Ullmann sagte:

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter,
    über Ihre Kolumnen in der Wiwo und bei Cicero bin ich vor ca. 1,5 Jahren auf Ihren Blog aufmerksam geworden. Seit dem bin ich interessierter Leser Ihres Blog’s. Auch wenn ich nicht immer alles im 1. Step verstehe und manche Sachverhalte nicht Überblicke, helfen mir Ihre Beiträge, aber auch die darauf folgenden Kommentare oftmals dabei, div. Sachverhalte zu verstehen, aber noch viel wichtiger, mir zu vielen Entwicklungen eine eigene Meinung bilden zu können.
    Dafür Ihnen vielen, vielen Dank, aber auch den zahlreichen Kommentatoren danke ich.
    Ich hoffe und wünsche mir, dass Sie auch zukünftig weiter durch die ausgesuchten Beiträge und Kolumnen auf „Wunden“ im kleineren und großen Weltgeschehen aufmerksam machen und Ihre Finger auch dort hineinlegen.
    Viele Grüße
    A. Ullmann

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    Carsten Pabst sagte:

    Hallo Herr Stelter,
    herzlichen Glückwunsch zum 5-jährigen Jubiläum und den dazugehörigen 2500 Beiträgen. Es ist mir immer wieder eine Freude, ihre Artikel zu lesen. Es verändert die Sicht auf viele Dinge und regt zum Nachdenken an. Ihr Blog ist in meinen Augen der Leuchtturm, dessen Licht ich normalerweise von unseren etablierten Medien bei rauer See erwarte. Dort scheinen aber alle Birnen durchgebrannt zu sein.
    Also bitte weiter so!! Ich freue mich schon auf die nächsten 2500 Artikel. Dank auch an dieser Stelle an viele Foristen, die mit Ihren Leserbriefen diesen Blog ebenfalls zu etwas besonderem machen.
    Kleiner Vorschlag am Rande. Da ihr Blog ja kostenfrei ist, rufen Sie doch einfach zu einer Spende für eine Institution, Verein oder sonstige Organisation auf. Dies ist heute doch über das Internet ohne Probleme möglich. So könnte sich der geneigte Leser für 5 Jahre bedanken und es würde einen guten Zweck erfüllen. Ich denke, da kommt bestimmt eine kleine Summe zusammen und man könnte sich für Ihre geleistete Arbeit erkenntlich zeigen.
    Freundliche Grüße
    Carsten Pabst

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    Achim S sagte:

    Guten Abend Herr Stelter,

    ich habe durch Zufall Ihre Seite gefunden und wollte mich nur kurz für Ihre Arbeit bedanken!

    Ich verfolge seit einigen Wochen aktiv Ihre Beiträge und hoffe das Sie dies beibehalten!

    Eine sachliche Betrachtung der aktuellen Entwicklungen als auch der dadurch implizierten Gefahren ist immer schwerer zu finden. Die blendende Presse trägt leider ihr Übriges dazu bei.

    Beste Grüße
    A.S.

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