Merkel ruiniert uns: Endlich trauen sich mehr seriöse Leute das offen zu sagen

Sicherlich haben alle Leser von bto das Interview schon gelesen. Dennoch verlinke ich es hier. Ich war von der Klarheit der Aussagen begeistert, sind sie doch zu 100 Prozent deckungsgleich mit meinen Aussagen der letzten Jahre. Wäre ich arrogant, würde ich denken, Malcolm Schauf, der neue Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte, würde bto lesen. So eingebildet bin ich dann doch nicht, aber zufrieden. Endlich wird ausgesprochen, wie Deutschland durch inkompetente Politiker – ja, die Mehrheit hat die gewählt ruiniert wird. 

Meine Kommentare kennen Sie, dennoch hier zwei:

„Wie Euro, EZB und Politik Deutschland ruinieren“

Denkt an das Land! – Neustart ohne Merkel

Doch nun zu Malcolm Schauf:

  • Merkel (…)  tut Dinge, die Deutschland schaden. In Unternehmen ist das auch oft so, dass Vorstandschefs nur von dem profitieren, was ihre Vorgänger getan haben. Die negativen Auswirkungen der Politik Merkels spüren wir jetzt noch nicht. Aber wir werden sie in einigen Jahren schmerzlich spüren. Manche Wähler, habe ich den Eindruck, wollen geradezu belogen werden.“ bto: BINGO!
  • Merkel ist Deutschlands großes Problem – für den Wirtschaftsstandort ebenso wie für die Gesellschaft. Sie ist der Grund dafür, dass die AfD so stark ist. Die CDU könnte ohne Merkel die konservativen Wähler abgreifen, was jetzt selbst der CSU nicht gelingt. Leider herrscht in der Union immer noch die Duckmäuserei. Wenn ich mit CDU-Politikern privat spreche, ziehen sie über Merkel her, doch in der Öffentlichkeit hört man von ihnen keinen Ton. Daher kann Merkel einfach weitermachen wie seinerzeit Helmut Kohl. Aber solche Rückgratlosigkeit tut nicht gut – nicht in Unternehmen und nicht an der Spitze von Staaten.“ bto: Das habe ich in meiner Beratungstätigkeit viel erlebt. 
  • Zu den Plänen Macrons: Das ist eine „Transferunion. Ich fürchte, den meisten Deutschen ist überhaupt nicht klar, was das bedeutet. Nämlich die finanzielle Entmachtung der Nationalstaaten in der EU. Für Deutschland wird das sehr teuer. Der europäische Gedanke hat zwei Aspekte. Einerseits den kulturellen. Natürlich ist es wunderbar, nicht mehr nur in Nationalstaaten zu denken. Aber das Ökonomische muss man davon trennen. Die EU war von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Viele Ökonomen haben das ja auch kritisiert. Überschuldete Staaten wie Griechenland oder Italien haben gar keine Anreize zu Reformen, wenn sie wissen, dass sie das fehlende Geld ohnehin kriegen. Warum wohl setzt sich Macron so sehr für die weitere Vergemeinschaftung ein? Weil Frankreichs Schulden weiter steigen. Frankreich wird demnächst sehr viel Geld brauchen. Viele Geschäftsleute und Ökonomen, die ich im Ausland spreche, sehen Deutschland als dummes Schaf. Kein Mensch kann verstehen, warum die Deutschen dieser europäischen Vergemeinschaftung der Schulden zustimmen.“ bto: Und die SPD macht das noch zur Voraussetzung für eine neue Regierung!!??? Für wen machen die Politik?
  • Auch die Bundeskanzlerin hat den ökonomischen Sachverstand eines Grundschülers. Ihr scheint ja auch überhaupt nicht klar gewesen zu sein, welchen volkswirtschaftlichen Schaden sie mit der plötzlichen Energiewende verursacht hat. Leider sind regierende Politiker für ihre Taten nicht in persönliche Haftung zu nehmen. Ein Geschäftsführer einer GmbH müsste nach solchen Fehlentscheidungen vermutlich ins Gefängnis.“ – bto: Bei uns wird er wieder gewählt … Wahnsinn.
  • Ein Gefühl der gesellschaftlichen Verantwortung für das Land ist bei heutigen Konzernlenkern nicht weit verbreitet. Die sind international orientiert. Mir sagte neulich noch ein Vorstandschef, für ihn sei das ohnehin nicht so wichtig, was hier gesellschaftlich passiert. Wenn es schlecht läuft, zieht er privat eben weg.“ – bto: Das hat mir in meiner aktiven Zeit bei BCG genauso einer der am höchsten angesehenen Top-Manager eines DAX-Konzerns ins Gesicht gesagt.
  • Natürlich brauchen wir aus ökonomischen Gründen Einwanderung, grundsätzlich egal woher. Aber es kommt auf die Qualifikation an. Ich habe mich schon vor zweieinhalb Jahren sehr gewundert, dass deutsche Unternehmen so euphorisch waren angesichts der Flüchtlingswelle. Es gab überhaupt keine empirischen Gründe dafür. Im Gegenteil. Es gab ja Informationen über die schwachen Bildungssysteme und den verbreiteten Analphabetismus in Syrien, Nordafrika und den anderen Herkunftsländern.“ – bto: Ich habe das damals schon offen gesagt und geschrieben. Für mein Streitgespräch im SPIEGEL mit Fratzscher wurde ich viel angefeindet, auch gerade von ehemaligen Kollegen und aus der Wirtschaft. Es herrschte eine kollektive Hysterie vor. Übrigens: Keiner hat sich bisher entschuldigt.→ Streitgespräch Fratzscher – Stelter: „Ihre Botschaft ist fatal“
  • Merkel überfordert mit ihrer Flüchtlingspolitik Deutschland. Der soziale Friede ist daher gefährdet. Und der ist ein wichtiger Standortfaktor. Ich bin gespannt auf die nächste Statistik zum Wanderungssaldo bei Hochqualifizierten. Ich vermute, dass viele von ihnen Deutschland verlassen aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung. Aus meinem persönlichen Umfeld zumindest höre ich oft von Auswanderungswilligen. Wenn wir die Eliten verlieren, sieht es für Deutschland nicht gut aus.“ – bto: Das deckt sich mit meiner Erfahrung und auch ich habe davor immer wieder gewarnt. Bei uns herrscht kollektive Idiotie. 

WiWo.de: „Merkel ist Deutschlands großes Problem“, 24. Januar 2017

55 Kommentare
  1. Christoph Jacob sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,
    ich sehe dies genauso wie Sie. Ich kann es bis heute nicht begreifen mit welcher Hysterie und Idiotie wir diese nicht einfache Themen bis heute begleiten. Eine sachliche Diskussion ist jetzt erst langsam möglich. Vor 2 Jahren war dies noch undenkbar. Ich bin selber mit einer Ausländerin verheiratet und reise beruflich viel um die Welt und kann die Sichtweise des Autors bestätigen. Ich tue mir ehrlich gesagt immer schwerer uns Deutschen zu verstehen….

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  2. Wolff Baer sagte:

    Herzlichen Glückwunsch, sg H Dr.Stelter!

    Aus dem besten, im Netz befindlichen Makro-Blog ist jetzt offiziell (und auch schon früher) auch eine politische Meinungs-Plattform entstanden.

    Die Finanz-Theorien in Ehren, aber das Ungemach kommt von unseren Politikern, die bisher von den Foristen viel zu wenig „gebasht“ wurden.

    Immerhin haben sich schon 13% der Wähler von dem System Merkel und ihrer Helfershelfer verabschiedet.

    Und je länger die katastrophale GroKo-Politik fortgeführt wird, desto schlimmer wird es uns ergehen.

    Danke für Ihre Initiative!!

    LG W.Baer

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    • Michael Stöcker sagte:

      Das Merkel-Bashing ist mir dann doch ein wenig zu einseitig, lieber Herr Baer. Bei der Flüchtlingsproblematik sind wir uns wohl hier an diesem Blog weitgehend einig. Aber die anderen ökonomischen Probleme haben sich sukzessive seit den 80er Jahren ihren Weg gebahnt. Merkel exekutiert hier nur weiterhin die neoliberalen/neoklassischen Irrlehren ihrer Vorgänger: https://zinsfehler.com/2016/12/01/das-kollektive-versagen/ und vertritt damit nolens volens die Interessen der 1 %.

      LG Michael Stöcker

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      • Walter Roth sagte:

        Schon tut ers wieder, der Stöcker……
        .
        Das Kokettieren mit dem linken Gesäusel…. von wegen Neo-Liberalismus und Neo-Klassik.
        Neoliberalismus / Klassik und die Folgen für die Wirtschaft sind dem linken Einfluss zu verdanken.
        ————————–
        Nur hat es nichts damit zu tun was sie Begrifflich im Tittel führen.
        ————————–
        Und das wir eine Wirtschaft haben die ihr imaginäres 1 % bevorzugt, das ist auch Links zuzuschreiben.
        Eine Marktwirtschaft haben wir keine mehr.
        „Neo“, ist dabei ein unsinniges Wort.
        Und es geht ja auch nicht darum als Konservativer den Manchester Kapitalis muss neu zu erschaffen, wie es die Linken uns immerzu unterstellen.
        Dabei war der Manchester Kapitalismus als eine Ausprägung der Wirtschaft nötig und richtig, ja ein Stein auf dem Weg zur Lösung des damals einsetzenden Bevölkerungswachstums samt seinen Versorgungsproblemen.
        Die Wirtschaften / Gesellschaften musste ja Zeit haben einen Weg zu finden die neuen Massen zu versorgen.
        Das es dabei zu Fehlern kommt ist nur richtig, musste so sein.
        Aber der Prozess führte zu unseren Wohlstandsgesellschaften von heute.
        Links hätte das nie geschafft, ja hat seit 1917 beweisen das sie es niemals schaffen.


        Was wir Heute in Deutschland haben ist ein Biotop in dem sich die Mächtigen ans System anschmiegen, ja darin prächtig gedeihen können, weil linke Regierungen immer mehr Geld brauchen als sie haben. Die wissen das sie nicht geschlachtet werden können…….

        Wer die Massen mit unfinanzierbaren Wohltaten zuschütten will, braucht Geld. Links braucht es also so dringend wie der Junkie den nächsten Schuss.
        Dabei gehen die ganz Hemmungslos vor und ihre Ideologie ist dabei nur das Erziehungsmittel für die Massen, nicht aber für sie selber, also die Politiker.
        Und eben, sie gehen auch immer einen Verbund mit der Wirtschaft und deren Eliten ein, die sich zu Gunsten ihres Unternehmens mit überhaupt allen ins Bett legen.
        Sehen sie sich an wie es im dritten Reich gelaufen ist, genauso ist es Heute wieder, ……genau so.

        Unsere heutigen Wirtschaftsführer haben nahezu alle an Universitäten studiert, in denen linke Professoren fast durchwegs den Ton angeben.
        Es fällt ihnen so sogar ziemlich leicht, Global zu denken und dabei auch noch zu glauben, sie täten damit gutes fürs Volk.

        Echte Wirtschaftsführer mit einem Bewusstsein was wirklich gut für die Menschen ist, die haben wir kaum noch.
        Hier in der Schweiz gibt’s noch ein paar, Blocher zum Beispiel.

        Merkel ist die Folge des Systems, ja sie ist die höchste Blüte davon.

        Den Deutschen Wähler, das Schaf welches sich seinen Metzger selber suchte und sich dabei noch Hochmoralisch fühlt…….
        Wollen wir hoffen das Merkel Deutschland in den nächsten Jahren noch ganz in den Abgrund fährt, denn nur was ganz unten angelangt ist kann den Aufstieg anpacken.

  3. SB sagte:

    Die Internationalsozialisten sind eine Sekte! Sie haben ihre globalistisch ausgerichtete Ideologie (Agenda) mit dem Endziel der Eine-Welt-Ordnung. Deshalb gibt es für sie auch keine Gesellschaften mehr, deren Interessen es zu vertreten gilt. Und genau in diesem Sinne wird D von Merkel geführt.

    Herr Schauf: „Natürlich brauchen wir aus ökonomischen Gründen Einwanderung, grundsätzlich egal woher.“

    Dieses Statement teile ich nicht. 1. Brauchen wir in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Erde wirklich aus ökonomischen Gründen Einwanderung? Oder brauchen unsere hocheffektiven Unternehmen nur neue Konsumenten? 2. Es ist nicht egal, woher die Einwanderung kommt. Für den Erfolg der Einwanderung im Sinne von Integration kommt es ganz entscheidend auch auf die kulturelle Abstammung der Einwanderer an. Bei zu großen Gegensätzen kommt es zur Bildung von Parallelgesellschaften, wie es (auch) das Beispiel Deutschland überdeutlich zeigt und vor allem auch schon vor der Migrationskrise gezeigt hat.

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    • Jacues sagte:

      Der Professor ergänzt doch das es auf die Qualifikation ankommt. Meine Erfahrung ist: je höher die Qualifikation, desto geringer ist die Bedeutung der Kultur! Böse gesagt: Ein deutscher Akademiker hat genauso wenig zu tun mit einem deutschen Langzeit Hartz-IV Empfänger, beide leben in völlig verschiedenen Welten. Wirklich hochqualifizierte Menschen wissen um die Vorteile einer liberalen Gesellschaft wie in Deutschland und passen sich dementsprechend an.

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      • Wolff Baer sagte:

        Ich lebe als Rentner im schönen Westerwald.

        Kur-Luft-Qualität und spottbillige Grundstücke.

        Nahezu 50% der Langzeit-Arbeitslosen und Hartzer arbeiten hier schwarz.

        Beweis: Fast alle Bauarbeiten im Umkreis von 10 km von meinem Wohnsitz werden BAT (bar auf Tatze) erledigt.

        Gaz-Gerd alias Alt-BK Schröder hat vor vielen Jahren die Agenda 2010 eingeführt (Slogan: Fördern und Fordern), von deren Vorteile heute noch Merkel und ihr Politbüro profitieren, und wurde danach prompt abgewählt.

        Diese Leute und die Millionen nicht integrierbaren, illegalen (§ 16a Grundgesetz – sichere Drittstaaten-Regelung) Zuwanderer werden unsere Sozial-Systeme kollabieren lassen und dem doofen Deutschen (sorry sgH Stöcker) eine Armuts-Rente verschaffen.

      • Michael Stöcker sagte:

        „Wirklich hochqualifizierte Menschen wissen um die Vorteile einer liberalen Gesellschaft wie in Deutschland und passen sich dementsprechend an.“

        So ist es, Jacues. Und ja, sie leben weitgehend in einer Parallelwelt, die mit einem großen Teil der Bevölkerung keine gemeinsame Schnittmenge mehr hat; und das natürlich nicht nur in Deutschland. Ich empfehle allen Foristen noch einmal ausdrücklich den Vortrag von Jacob Augstein: https://youtu.be/xAYDBHYOzoE?t=292 und Adair Turner.

        LG Michael Stöcker

      • SB sagte:

        @Jaques: „„Wirklich hochqualifizierte Menschen wissen um die Vorteile einer liberalen Gesellschaft wie in Deutschland und passen sich dementsprechend an.“

        Dieser Einwand ist unter den gegebenen Umständen (Zuständen) nicht relevant. Nach D gibt es ganz überwiegend keine Einwanderung von Hochqualifizierten (ganz im Gegenteil: diese Leute wandern ab; es wandern quasi nur Unqualifizierte ein). Herr Schauf hat auch nichts dazu geschrieben, sondern lediglich, dass Deutschland aus ökonomischen Gründen Einwanderung brauche.

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >… wirklich hochqualifizierte Menschen … sie leben weitgehend in einer Parallelwelt, die mit einem großen Teil der Bevölkerung keine gemeinsame Schnittmenge mehr hat; und das natürlich nicht nur in Deutschland.>

        So ist es. Und das hat erst einmal nichts mit Zuwanderung zu tun.

        Dr. Stelter greift zu kurz, wenn er meint, dass sich Qualifizierte deutlich besser integrieren.

        Das stimmt natürlich, ist aber nur die halben Miete, wenn diese Integration in einer Parallelwelt stattfindet.

        Die Parallelwelten sind das Problem, wo auch immer, wie auch immer.

        Jemand an einem Terminal in einem Frankfurter Bankhochhaus dürfte in aller Regel jedenfalls nicht die geringste Beziehung zu einem in der Lausitz Abgehängten haben und noch nicht einmal ein Interesse zeigen, irgendeine für sich gelten zu lassen – außer vielleicht die, dass er unverschämt hohe Steuern für diese Leute zahlen müsse.

        Das wird sich noch verstärken.

        Weil das so ist, hat es auch die Politik, egal wer die Macht ausübt, schon heute nicht eben einfach, und es wird vermutlich immer schwieriger für sie, das Land zusammenzuhalten. Und das auch ohne „Fehler“.

        Zu Augstein:

        Augstein gibt sich medienkritisch und verneint, dass wir den Begriff der Wahrheit im öffentlichen Diskurs brauchen.

        Er falle aus für das Gewissheitslieferantengeschäft.

        Da es Grund für Scham gibt, liefert er dann AUSGEWÄHLTE Fakten als SEINE Wahrheit.

        Er ist einer jener Schwätzer, die u. a. nicht zwischen Meinungs- und Faktenjournalismus unterscheiden können.

    • juergen Hienzsch sagte:

      SB, sehr guter Beitrag: Auch das muß man aussprechen dürfen:
      Der soziale Frieden bei uns ist in Gefahr. Er ist wegen der Zuwanderung kulturfremder Menschen in Gefrahr.
      Deshalb brauchen wir Zuwanderung ausschließlich von qualifizierten und kulturkonformen Menschen.
      Wir stehen heute tatsächlich kurz vor bürgerkriegsartigen Zuständen in Deutschland.

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  4. P.S. sagte:

    Das Interview ist unbedingt lesenswert. Erwähnenswert ist noch der Interviewer Ferdinand Knauß dessen Artikel auf wiwo.de inhaltlich herausragen.

    “Merkel überfordert mit ihrer Flüchtlingspolitik Deutschland. Der soziale Friede ist daher gefährdet. Und der ist ein wichtiger Standortfaktor“
    Deutsche Produkte werden nicht ausschließlich aufgrund hoher Qualität sondern auch wegen des (idealisierten) Bildes über Deutschland gekauft, dies gilt m.E. auch wenn diese nicht im Land selbst gefertigt werden.
    Kippt der soziale Frieden in D. dann hilft auch die Produktion vor Ort (bspw. Autohersteller in China) nicht den Ansehensverlust zu kompensieren.

    P.S.

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  5. Johannes sagte:

    Den Artikel von Schauf kannte ich und habe ihn „fleißig“ verteilt.

    Ich hoffe, dass viele Entscheider in der Wirtschaft diesen Artikel lesen und der Vorsitzenden der CDU sowie „ihrer“ Partei ihre Unterstützung entziehen und so Druck aufbauen. Die CDU muss sich zurück in die mehrheitlich konservativ ausgerichtete Mitte bewegen – sonst nimmt sie das Schicksal, dass die SPD mit der Partei „Die Linke“ erteilt hat. Sie bewegt sich auf die 20%-Marke zu (wobei die SPD die inzwischen ja nach unten gerissen hat). Zum Thema, was Politker bei dem Thema Asyl meinen sich „erlauben“ zu können und wie inzwischen der Richter des OVG Rheinland-Pfalz sich äußert, ist schon fast als sensationell in seiner Offenheit zu bezeichen:

    „Brocker muss sich am Montag regelrecht in Rage geredet haben. „Das Ministerium kann eine politische Entscheidung treffen und zum Beispiel eine Abschiebung zurücknehmen, aber es darf nicht unsere Entscheidung uminterpretieren“, so ein weiteres Zitat Brockers, der auch Präsident des Verfassungsgerichthofs ist.

    Brocker: Hier wurden Grenzen überschritten “

    http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/oberster-richter-ruegt-rheinland-pfaelzische-integrationsministerin-anne-spiegel_18490968.htm

    Es ist übrigens dasselbe OVG, dass jüngst in einem Urteil festhielt, dass die rechtsstaatliche Ordnung in Deutschland bei diesem Thema in Teilen zusammen gebrochen ist.

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  6. wir schaffen uns sagte:

    Im Grunde ist spätestens seit der Eurokrise 2011 klar, daß die EU in der heutigen Form keine Zukunft mehr hat.

    Anstatt dies anzunehmen und nach besseren Lösungen zu suchen wurden bisher nur Reparaturlösungen erdacht, um den durch normale Wirtschaftstätigkeit nicht mehr aufrecht zu erhaltenden status quo vorläufig dennoch weiterzuführen.

    Wenn Deutschland angeblich der Zuwanderung bedarf in der dilettantischen Form jenseits nationalen Rechts wie von Frau Dr. Merkel initiiert, wie sollen in zwanzig bis dreißig Jahren die Staatshaushalte Südeuropas finanziert werden, d. h. die Altersversorgung der heute im Berufsleben stehenden Generation, wo ein Teil der Jugend – vielfach die besonders Befähigten – inzwischen das Land verlassen hat?

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  7. Hansjörg Pfister sagte:

    Dem Artikel ist natürlich vollkommen zuzustimmen. Das grundsätzliche Problem ist einerseits die weitverbreitete Biedermeier- und Untertanenmentalität (alles was von oben kommt ist immer richtig und gut), sowie unsere 30 sek. Kultur (alles was nicht innerhalb von dreißig Sekunden erklärbar ist, verdient keine Aufmerksamkeit). Andererseits ist da die dysfunktionale Rekrutierung unserer sog. „Eliten“ in Poltik aber auch den Medien usw. Da haben Leute das Sagen, die intellektuell und charakterlich für ihren jeweiligen Job gar nicht geeignet sind. Eine fürchterliche Melange, hier wird sich erst etwas ändern, wenn es den Leuten deutlich schlechter geht als jetzt, was allerdings nur eine Frage der Zeit sein dürfte.

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  8. Enka Latineg sagte:

    Ea wäre mal interessant zu erfahren, in welche Richtung dieses Land verlassen wird. sehr wahrscheinlich steht der Maghreb oder Vorderasien nicht ganz oben auf der Liste, obwohl gerade dort qualifizierte Ingenieure für allerlei Infrastruktur- und andere Aufbauarbeiten benötigt werden.
    Die von dort Gekommenen scheinen auch kein übermäßiges Interesse zur Rückkehr dahin zu haben.

    Was ist so schwer daran, wenn schon „wir“ als Einwanderungsland proklamiert werden, Einwanderung gemäß den klassischen Einwanderungsländern zu betreiben und die Rosinen heraus zu picken? Z.B. schafft ein Herr Trump gerade eine Einwanderungslotterie ersatzlos ab, und das zu Recht! Er zieht eine Notbremse, die in Deutschland bereits stillgelegt und verschrottet worden ist. Schlimm genug, dass in Deutschland , auch mit hinkendem Vergleich zur Lotterie, jedes Los gewinnt und es keine Nieten gibt..
    Mir scheint, hier sollen bahnbrechende neue Wege gegangen werden, wobei die über die Köpfe hinweg Entscheidenden ihre Rückversicherung in Form von vorbereiteten Exilen, natürlich nicht in den eingangs erwähnten Weltgegenden, abgeschlossen haben. Zur Rechenschaft gezogen werden sie sicher nicht.

    Wenn ich ein sinkendes Schiff verlasse , dann ist es mit total egal, ob ein Schaf noch „Ratte“ hinterher schreit.

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    • Dietmar Tischer sagte:

      >Wenn ich ein sinkendes Schiff verlasse , dann ist es mit total egal, ob ein Schaf noch „Ratte“ hinterher schreit.>

      So ist es.

      Sie müssen aber auch irgendwo ankommen.

      Da ist es Ihnen sicher nicht egal, wer sie mit welchem Geschrei empfängt oder, gar die Tür weist.

      Was ich sagen will:

      Die Medaille hat auch hier zwei Seiten, wobei ich natürlich auch dafür bin, dass wir uns vor allem um die kümmern, die uns hierzulande betrifft.

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  9. Dietmar Tischer sagte:

    Wir werden also ruiniert.

    Von Merkel, wem sonst.

    Wir ruinieren uns doch nicht selbst, woher denn.

    Ein paar Bemerkungen zu den Auffassungen von M. Schauf soweit sie hier stehen.

    >„Merkel (…) tut Dinge, die Deutschland schaden. Die negativen Auswirkungen der Politik Merkels spüren wir jetzt noch nicht. Aber wir werden sie in einigen Jahren schmerzlich spüren.>

    Das ist so, ohne Wenn und Aber.

    >Manche Wähler, habe ich den Eindruck, wollen geradezu belogen werden.“>

    Den Eindruck teile ich nicht.

    Denn betrogen zu werden wollen, setzt voraus, dass man die WAHRHEIT kennt.

    Mein Eindruck ist, viele kennen sie nicht, sondern ahnen höchstens, dass es mit einem Weiter so nicht gut gehen kann.

    >Die CDU könnte ohne Merkel die konservativen Wähler abgreifen, was jetzt selbst der CSU nicht gelingt. Leider herrscht in der Union immer noch die Duckmäuserei. Wenn ich mit CDU-Politikern privat spreche, ziehen sie über Merkel her, doch in der Öffentlichkeit hört man von ihnen keinen Ton. Daher kann Merkel einfach weitermachen wie seinerzeit Helmut Kohl.>

    Hier offenbart sich MANGELDES Politikverständnis.

    Die CDU kann ohne Merkel keine konservativen Wähler abgreifen, weil sie – bei Neuwahlen z. B., falls die z. Z. ausgehandelten Koalitionsvereinbarungen von den SPD-Mitgliedern abgelehnt werden – KEINEN geeigneten Kandidaten aufstellen kann.

    Wenn Merkel verbrannt ist oder in die Wüste geschickt wird, geht ihre gesamte Truppe mit, u. a. Altmaier, von der Leyen …

    Schäuble ist zu alt, Merz wird nicht wollen und ein anderer ist nicht aufgebaut worden.

    Es braucht mindestens zwei Jahre bis er MEDIAL die „Reife“ hat, als Kandidat ernst genommen zu werden. Dafür muss er Minister, in Krisenzeiten am besten auch mit außenpolitischer Ausstrahlung oder wenigstens ein einigermaßen präsenter Chef einer Landesregierung sein.

    >Leider sind regierende Politiker für ihre Taten nicht in persönliche Haftung zu nehmen. Ein Geschäftsführer einer GmbH müsste nach solchen Fehlentscheidungen vermutlich ins Gefängnis.>

    Schauf blendet die Realität aus.

    Es ist ein mittlerweile ein Kennzeichen des Systems, dass praktisch kein ENTSCHEIDER mehr für seine Handeln HAFTET.

    Wenn Geschäftsführer aufgrund von Fehlentscheidungen – was keine VERBRECHEN sein müssen –, scheitern, müssen sie nicht ins Gefängnis, sondern gehen mit einer ordentlichen Abfindung nachhause. Und Konzernlenker sogar mit Millionen.

    Es ist ein gesamtgesellschaftlicher Skandal, dass Fehlentscheidungen durchweg NUR die Wähler und Arbeitnehmer auszubaden haben.

    >Ich habe mich schon vor zweieinhalb Jahren sehr gewundert, dass deutsche Unternehmen so euphorisch waren angesichts der Flüchtlingswelle.>

    Wie kann man so naiv sein.

    Wenn das Volk jubelt und die Kanzlerin sagt, dass wir das schaffen, wird kein deutscher Unternehmer von Rang den Spielverderber mit „Wir schaffen das nicht“ abgeben wollen.

    Die hängen doch mittlerweile so sehr von der Regierung ab, dass sie bei ihr antreten müssen, wenn sie betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen. Siehe Siemens/Görlitz.

    Dort, wo die Leute AfD-Kandidaten statt CDU-Parteisoldaten DIREKT in den Bundestag wählen, kann man nicht einfach einen Standort aufgeben. Da wird die Politik streng und kann dann auch mal hinter geschlossenen Türen Sanktionen andeuten.

    >Der soziale Friede ist daher gefährdet. Und der ist ein wichtiger Standortfaktor.>

    Der soziale Friede ist auch ohne Merkel gefährdet.

    Die Zahl derer wächst, die glauben, dass er mit ihr mehr gefährdet ist.

    Deshalb wird sie, wenn es gut für sie läuft, gerade noch zwei Jahre Kanzlerin sein.

    Zu den Plänen Macrons: Das ist eine „Transferunion. Ich fürchte, den meisten Deutschen ist überhaupt nicht klar, was das bedeutet. Nämlich die finanzielle Entmachtung der Nationalstaaten in der EU. Für Deutschland wird das sehr teuer.

    Das ist richtig und absehbar – auch für Merkel und Nachfolger auf ihrer Position sowie für JEDEN Regierungschef jeden anderen Landes in der EU.
    Soweit Transfers angesagt sind, wird Macron daher auch nur Stabilitätszugeständnisse erhalten, aber keinen INSTITUTIONALISIERTEN EU-Finanzminister, der die Nationalstaaten finanziell entmachtet und dadurch in noch GRÖSSERE Schwierigkeiten als die, die sie bereits haben, bringt.

    Wenn Macron nicht bald in FRANKREICH liefert, kann es aus mit ihm sein.

    Dass es im Augenblick niemanden gibt, der ihm dort gefährlich werden kann, ist zwar richtig, blendet aber die übergreifend gute Konjunktur und die Straße aus, die gerade in Frankreich mobil machen kann …

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    • wir schaffen uns sagte:

      Letztlich wird Europa auf Sicht von 20 Jahren in finanzieller Hinsicht den Weg gehen, auf dem Japan bereits 20 Jahre Vorsprung hat.

      D. h. über ständige Haushaltsdefizite eine Vervielfachung der Staatsschulden mit der latent schwachen Nullzinswährung Euro, um alle sozialen Verpflichtungen trotz zu geringem Steueraufkommen erfüllen zu können.

      Die wirtschaftlichen Kraftzentren der Welt verschieben sich vom Westen zum Osten, im Grunde schon seit längerer Zeit.

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        Mag schon sein, dass Europa den finanziellen Weg geht, auf dem Japan geht.

        Aber Europa ist längst nicht so homogen wie Japan.

        Es kann durchaus sein, dass dieser Weg für Europa irgendwo politisch ganz schnell endet.

        Muss nicht so sein, kann aber so sein und wird vermutlich so sein.

    • markus sagte:

      Dietmar Tischer:
      „‚Manche Wähler, habe ich den Eindruck, wollen geradezu belogen werden.‘
      Den Eindruck teile ich nicht.
      Denn betrogen zu werden wollen, setzt voraus, dass man die WAHRHEIT kennt.“
      Den Eindruck teile ich wiederum nicht. Die Leute interessiert es einfach nicht oder sie denken man kann einen Staat wie eine Firma lenken. Ist wie jemandem Nachhilfe in Mathematik zu geben, der entweder kein Interesse hat oder meint eh alles besser zu wissen. Punkt. Ich sage schon seit ca. 10 Jahren, dass es Scheiße läuft, wie es läuft. Es interessiert keinen. Ist den Leuten zu anstrengend. Für mich ist das sehr sehr nahe an belogen werden wollen.

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      • Dietmar Tischer sagte:

        >Die Leute interessiert es einfach nicht oder sie denken man kann einen Staat wie eine Firma lenken.>

        Das unterschreibe ich sofort.

        Und ich würde auch der Auffassung zustimmen, dass es am ENDE, bezüglich des ERGEBNISSES von Politik praktisch keinen Unterschied macht, ob die Leute betrogen werden wollen, weil – so verstanden – sie z. B. der Politik alles abnehmen, oder nicht an dem interessiert sind, was abläuft.

        Dennoch:

        Die EINSTELLUNG der Leute ist unterschiedlich und wenn man darüber nachdenkt, was es heißt, GEWOLLT betrogen zu werden, dann muss man schon ernsthaft daran zweifeln, ob das richtig ausgedrückt ist für so etwas wie „blindlings alles glauben, was die Politik ihnen vorsetzt.“

  10. Tyler sagte:

    Es kommentieren hier viele kluge Leser, aber den meisten – wenn nicht allen fehlt es an Wissen und Weitblick, die aktuelle Situation und ihre Hintergruende zu verstehen und richtig einzuordnen.

    Da werden Dinge geschrieben wie:

    „Ein deutscher Akademiker hat genauso wenig zu tun mit einem deutschen Langzeit Hartz-IV Empfänger, beide leben in völlig verschiedenen Welten. Wirklich hochqualifizierte Menschen wissen um die Vorteile einer liberalen Gesellschaft wie in Deutschland und passen sich dementsprechend an.“

    Das ist ja so, als gaebe es keine Harz 4 beziehenden Akademiker. Und dass den Deutschen Akademikern einfach nur noch das Gehirn mit bloedsinniger Ideologie zugekleistert wird (sie also zu ideologischen Dummbeuteln studiert werden), bleibt auch unerwaehnt.

    Weiterhin ist es gerade die gelobte Liberale Gesellschaft, welche die aktuellen Zustaende ja erst ermoeglicht hat. Man befreie einfach alles und mache es liberal:

    – Gestattung der Abtreibung, um der liberalen Frau in der liberalen Gesellschaft entgegenzukommen.

    Mit dem Ergebnis, dass zwar jaehrlich 100.000 Kinder abgetrieben werden, aber dafuer unsere tollen Politiker die daraus resultieren Demographische Entwicklung als Anlass nehmen, einen „Fachkraqftmangel“ zu attestieren und Millionen Kulturbanausen aus Muselhausen ins Land zu winken.

    – Gestattung der Ehescheidung (Scheidung fuer alle, juchee):

    Ja, so faehrt man eine Gesellschaft an die Wand. Die Auswirkungen sind richtig uebel fuer alle – finanzielle Schaeden, Schulden, die armen gestoerten Kinder aus diesen geschiedenen Ehen, und so fort.

    Es ist also nicht schwer, zu verstehen, dass diese Liberalitaet, diese Befreiung von den „vermeintlichen Zwaengen“, zwar individuell seine vorteile haben mag, aber gesellschaftlich gesehen genau dazu fuehrt, was wir jetzt sehen: naemlich die Zerstoerung unserer Gesellschaft.

    Und wer ein bisschen belesen ist, der weiss auch, wer diesen ungebremsten Liberalismus erdacht und zu welchem Zwecke ueber die Voelker gebracht hat. Der Liberalismus erfuellt genau seinen angedachten Zweck.

    Ich kann euch auch sagen, wie die Zukunft wird – naemlich 100% nicht liberal. Sie wird entweder moslemisch (was ja an sich nicht liberal ist), teils teils (mit permaenten ethnischen Spannungen und Gewalt), oder aber sie wird Deutsch. Das wuerde aber auch Voraussetzen, dass die Zuegel gestrafft werden, weil wie kriegt man sonst Millionen von Fremden aus dem Land?

    Wir sind nach wie vor im Wuergegriff einer oder mehrerer sinistrer Maechte. Ein sehr kluger Kopf sagte einmal, dass Macht nur durch Macht gebrochen werden kann. Ob das vielleicht stimmt…?

    Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      @Tyler: Ich zitiere Sie jetzt mal: „Es kommentieren hier viele kluge Leser, aber den meisten – wenn nicht allen fehlt es an Wissen und Weitblick, die aktuelle Situation und ihre Hintergruende zu verstehen und richtig einzuordnen.“

      Dazu könnte ich jetzt viel schreiben, denn m.E. sprechen viele Argumente für und viele gegen Ihre Ansichten, doch fehlt höchstwahrscheinlich auch mir Wissen und Weitblick. Ich zitiere daher einen Autofahrer, der vor ein paar Jahren auf der A 3 Radio gehört hat und den Verkehrsfunk parallel angeblich wie folgt kommentiert haben soll: „Die mit ihren komischen Durchsagen sind heute doch total blind! Da ist nicht ein Geisterfahrer auf der A 3, das sind bis jetzt schon mindestens 20 gewesen…“
      In diesem Sinne: Vielleicht gibt es ja auch noch andere Meinungen als Ihre. Und vielleicht sind sie nicht alle falsch.

      Antworten
    • Thomas sagte:

      „Ja, so faehrt man eine Gesellschaft an die Wand. Die Auswirkungen sind richtig uebel fuer alle – finanzielle Schaeden, Schulden, die armen gestoerten Kinder aus diesen geschiedenen Ehen, und so fort.“

      Und ungewollte Kinder in gesellschaftlich erzwungenen Ehen wachsen seelisch gesund auf? Das entspricht wohl kaum den Fakten…

      Die Macht ist doch komplett beim Volke und so könnte das Volk denn – wenn es nur wollte – die „finsteren“ Mächte brechen. Das Volk kann jedem Politiker, jeder Partei die Stimmen entziehen und sie so zerstören und jedes Unternehmen pleite gehen lassen durch Kaufverweigerung. Und wenn wir morgen nicht zur Arbeit gehen, werden wir auch nicht ausgepeitscht oder erschossen. DAS ist die große Errungenschaft des Liberalismus (im ursprünglichen Sinne).

      Leider scheint das in der Breite nicht mehr bewusst zu sein. Sowohl räumlich wie auch zeitlich haben wir bezogen auf die Menschheitsgeschichte riesiges Glück gehabt, in Deutschland im ca. zweiten 20. Jahrhundert gelandet zu sein. Freie Berufswahl, freie Ortswahl, freie Partnerwahl, freie Wahl der politischen Gesinnung: Alles keine Selbstverständlichkeit! Das ist liberal.

      „Weiterhin ist es gerade die gelobte Liberale Gesellschaft, welche die aktuellen Zustaende ja erst ermoeglicht hat.“

      Nur weil man liberal ist, lässt man ja nicht sein Land verlottern. Liberal sein heißt nicht „anything goes; mir egal“, sondern das man ablehnt, das einzelne Gruppen die Route vorgeben und es dem Individuum erlaubt sich persönlich – aber eben nicht auf Kosten der Gesellschaft – zu entfalten.

      Bzgl. „einzelne Gruppen geben die Route vor“: Aber genau das wird gerade gemacht in Sachen Öko, EU, Familie, Zuwanderung durch große privaten Medien, öffentlich-rechtlichen Sender und großen Parteien. Da gibt es ganz klare Kommunikation, was richtig und was falsch ist. Also gerade das Gegenteil von „liberal“.

      Wir haben nicht zu viel „Liberalität“, sondern viel zu wenig liberalen Diskurs.

      Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Tyler

      >Es ist also nicht schwer, zu verstehen, dass diese Liberalitaet, diese Befreiung von den „vermeintlichen Zwaengen“, zwar individuell seine vorteile haben mag, aber gesellschaftlich gesehen genau dazu fuehrt, was wir jetzt sehen: naemlich die Zerstoerung unserer Gesellschaft.>

      Das ist eine steile These, aber auch eine vertretbare, selbst wenn man zu dem, was die ZERSTÖRUNG einer Gesellschaft herbeiführt, vieles sagen könnte.

      Ich antworte Ihnen mit folgender:

      Wenn wir uns KONSEQUENT der Liberalität versagt hätten, dann gäbe es in unserer globalisierten Welt nicht dieses Deutschland.

      Und dann würden wir vermutlich über ganz andere Dinge reden als über Akademiker und Hartz-IV-Empfänger.

      Ich will damit nicht sagen, dass wir uns darüber unterhalten müssten, warum es zu Weihnachten nur 3 statt 4 Apfelsinen gibt.

      Ich sage nur, dass wir nicht das Luxusproblem hätten, über das Verhältnis von Akademikern und Hartz- IV Empfängern zu diskutieren.

      Antworten
    • markus sagte:

      „– Gestattung der Abtreibung, um der liberalen Frau in der liberalen Gesellschaft entgegenzukommen.

      Mit dem Ergebnis, dass zwar jaehrlich 100.000 Kinder abgetrieben werden, aber dafuer unsere tollen Politiker die daraus resultieren Demographische Entwicklung als Anlass nehmen, einen „Fachkraqftmangel“ zu attestieren und Millionen Kulturbanausen aus Muselhausen ins Land zu winken.

      – Gestattung der Ehescheidung (Scheidung fuer alle, juchee):

      Ja, so faehrt man eine Gesellschaft an die Wand. Die Auswirkungen sind richtig uebel fuer alle – finanzielle Schaeden, Schulden, die armen gestoerten Kinder aus diesen geschiedenen Ehen, und so fort. “

      Da sehe ich das wie Thomas, der hat ja schon ersten Punkt schon etwas gesagt.

      Zum zweiten Punkt:
      Ich halte, die Möglichkeit sich scheiden zu lassen für einen Gewinn. Wenn keine Kinder im Spiel sind, warum dann weiter zusammen zu leben? Und wenn Kinder im Spiel sind: Meinen sie allen Ernstes, dass die weniger leiden, nur wenn die Ehe nicht geschieden ist? Und warum sollen Scheidungen schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung sein? Die Leute können dann wieder flexibler den Arbeitgebern hinterher ziehen und obendrein fließt das, was die Scheidung teuer macht, mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit nicht ins Ausland (–>Anwaltskosten) und bleibt daher makroökonomisch gesehen in D.

      Dass sich liberale Zeitalter mit nicht liberalen Zeitaltern abwechseln, ist wohl historischer Fakt. Da stimme ich mit Ihnen überein. Aber über das „wie“ würde ich mich hier nicht festlegen.

      Dass es Hartz4-empfangende Akademiker gibt und dass Akademiker auch beeinflusst werden von den Medien oder Meinungsströmungen steht außer Frage, da gebe ich Ihnen Recht.

      Antworten
  11. Alexander sagte:

    Bisher war Auswanderung keine schwere Übung, denn die Heimat blieb als Rückzugsoption immer offen und kulturelle Infrastruktur nutzbar. Wer an Weihnachten vor Heimweh mal schnell nach Nürnberg zum Lebkuchenessen wollte oder nach Bremen ins Konzert – kein Problem. Nicht ohne Grund vermittelt der Ehemann von Sawsan Chebli reichen Arabern medizinische Versorgung in DEUTSCHLAND.

    Fällt Europa dem marxistischen Nihilismus zum Opfer – und so sehen die Weichenstellungen u.a. einer DDR Physikerin in Berlin aus, dann entwickelt sich Auswanderung zur Flucht, wie 1938 von Juden. Dann entfällt die Infrastruktur der Heimat, dann muss alles Vermögen aus der toten Währung mit allen Preisrisiken in der Wahlheimat investiert werden.

    Ob sich Währungen und Vermögen aus zerfallenden Systemen so einfach konvertieren lassen bezweifle ich total.

    Ob Zielstaaten an solchen Einwanderern überhaupt interessiert sind bezweifle ich ebenso. Mittellose Manager sind so attraktiv wie Architekten von mitteleuropäischen Einfamilienhäusern, Steuerberater, Anwälte, App Programmierer, Premium-Kfz-Ingenieure oder Radiologen, wenn das Zielland zweite, dritte Welt ist. Man braucht die Leute schlicht nicht und ohne Zulieferer sind sie wirkungslos, von den dann dort geplatzten Vermögenspreisblasen zu schweigen….

    Ob man als fremder Flüchtling ohne Netzwerk in Asien (u. überhaupt) -einfach so- Fuß fassen wird, bezweifle ich.

    Fällt Europa, dann ändert sich diese Welt und unsere Sorgen von heute sind gar nichts.

    Trotz flexibler Qualifikation möchte ich erst versuchen meine Heimat vor der Dummheit zu retten, bevor ich nach einer neuen suche. Mein Engagement bisher war immer einsam und leicht zu negieren, von allen Altparteien.

    Europa braucht jetzt keine letzten Alternativen, sondern einen Aufstand der Vernunft ohne parteipolitische Altlasten.

    Der Bundestagswahlkampf fand ohne nennenswerte Veranstaltungen statt. Man meidet seine Wähler und zeigt sich nur der Partei….

    Es wäre ein Zeichen für Hoffnung, wenn nicht mehr Einzelne Rechenschaft von ihren Parlamentariern fordern – sondern alle, überall, jederzeit.

    Vielleicht trifft man sich.

    Antworten
  12. vielosoof sagte:

    Diesen Kommentar las ich kürzlich bei zerohedge. Er bringt es auf den Punkt:

    „Nobody in Europe has been more brainwashed than the Germans. Everyone else was having a party spending Euros like they were Drachmas and you guys just kept going to work building cars to sell them on credit from your banks. All the while you were busy giving away the freedom that you earned by losing the last war in spectacular fashion. You vote for an old Communist hag multiple times and call her mommy. Only in Germany.“

    Das Gleiche denke ich auch immer, wenn ich aus Langeweile oder aus Versehen „heute“ einschalte.

    Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      Ja, und das hat nicht viel mit dem letzten verlorenen Krieg zu tun. Heinrich Mann schrieb schon vor über 100 Jahren „Der Untertan“. Ich wusste in der Schule nicht, warum uns unser Deutschlehrer das lesen ließ. Heute weiß ich es und schüttele den Kopf, wie wenig sich geändert hat, aber ich bin ihm auf ewig dankbar dafür, sonst würde ich unser Land nicht verstehen. Eigentlich ist inzwischen nur der Monarch halt weiblich und hat einen anderen, nicht-erblichen Titel. Aber die Mentalität der Untertanen ist immer noch dieselbe.

      Antworten
      • Hansjörg Pfister sagte:

        So ist es, das beobachte ich in meinem Umfeld. Alles was von oben kommt ist gut und richtig und wenn anschließend das Gegenteil gemacht wird und dann das Gegenteil vom Gegenteil, ist es immer noch gut und richtig. Das ist die eine Fraktion. Die andere Fraktion sind diese ganzen intellektuellen Idioten, die klug sein wollen, in dem sie jene Narrative nachplappern, die dem Zeitgeist gemäß als klug und gebildet gelten und dabei noch allen Ernstes glauben, sie hätten das selber durchdacht. Sollen sie doch besser sagen: „Ich weiß es nicht“. Aber das geht natürlich gar nicht, schließlich muss man zu den Klugen und neuerdings vor allem auch zu den „Guten“ zählen, sonst ist die eigene schwache Identität als Kluger und Guter perdu, was zu allerhand persönlichen Krisen Anlass gäbe.

    • Stony sagte:

      @vielosoof: Sehr treffend der von Ihnen zitierte Kommentar. Was die „heute“-Nachrichten und dergleichen anbelangt, kann ich aus persönlicher Erfahrung feststellen, dass diese Art von Gehirnwäsche bei der politischen Meinungsmache anscheinend exzellent funktioniert. Jeden Tag gibt es in der politischen Berichterstattung von ARD und ZDF mehr oder weniger subtile Manipulation in kleinen Dosen mit großer Langzeitwirkung. Ein Beispiel für die Manipulation: die lange Zeit praktizierte Terminologie, alle hier ankommenden Migranten pauschal als „Flüchtlinge“ (neuerdings auch gerne: „Schutzsuchende“) zu bezeichnen. Oder der einseitige Umfang der öffentlichen Sender mit der neuen politischen Konkurrenz zum Partei-Establishment namens AfD. In der Ära Merkel haben sich diese Sendeanstalten für meine Begriffe in politischer Hinsicht zu einem Regierungsfernsehen entwickelt und sie haben – leider – immer noch viel politischen Einfluss, vor allem bei der älteren Generation, die sich eher vom TV passiv berieseln lässt, als interaktiv das Internet zu nutzen. Und auch wer sich seine politische Meinung nur bei ZDF und ARD bildet, darf wählen gehen. Wir haben es in Deutschland m. E. mit einem politisch-medialen Kartell zu tun, das die Geschicke des Landes in einer diesem abträglichen Weise lenkt. Es gibt aber glücklicherweise zunehmend Gegenbewegungen auch dank des (hoffentlich auch in Zukunft) weitgehend freien Internets.

      Antworten
  13. Klaus Samer sagte:

    Amerika du hast es besser, bei Trump ist klar wann dessen Amtszeit spätestens endet, eine Einrichtung um die ich die Amerikaner beneide.

    Zuletzt hat man von der FDP gehört das sie etwas ähnliches für Deutschland begrüßen würde.

    Eine von mir diesbezüglich eingereichte öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag wurde, aus naheliegenden Gründen, nicht zugelassen.

    Sollte also jemand die Begrenzung der Amtszeiten für den Bundeskanzler auf 2 Amtsperioden fordern und daraus eine öffentliche Petition machen würde ich sofort unterschreiben. Auch das habe ich schon versucht. leider scheiterte es an der Plattform.

    Das wäre doch mal ein wenig aufwendiges Projekt über das man sich über alle Partei- und ideologischen Grenzen schnell verständigen könnte.

    Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      In Bayern hat gerade der designierte Ministerpräsident Söder einen solchen Vorschlag für eine verfassungsmäßige Begrenzung der Amtszeit auf zehn Jahre, also zwei Legislaturperioden, gebracht. Ist m.E. u.a. wegen Frau Merkel in den Medien viel zu kurz gekommen, obwohl es ihn selbst vermutlich betreffen wird. Das wäre auch für das Kanzleramt gut.

      Antworten
  14. Bakwahn sagte:

    Eine bewegende Diskussion. Bei vielen offenbart sich – heglianisch „entäußert“ sich – eine Art „unglückliches Bewußtsein“ (Hegel).
    Zu Merkel: sie ist eigentlich nur das, was Marx eine „Charaktermaske“ nennt. In der Figur Merkel und ihren politischen Entscheidungen bündelt sich der politische Wille ihrer Partei und Fraktion. Außerdem hat sie das unverschämte Glück, daß große Teile der deutschen Wirtschaft, sehr viele aus Wissenschaft und Kultur (Intellektuelle), sowie fast der gesamte mediale Mainstream auf ihrer politischen Linie liegt und sie stützt, ja ihr geradezu frenetisch Beifall klatscht. Energiewende, Eurorettung, offene Grenzen. Das alles mit „Wir schaffen das“.

    Live aus Buxtehude-Altkloster – 1. Februar 2018 – 4.25 Uhr spät, zu spät!
    Felix Haller alias Bakwahn

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  15. Bakwahn sagte:

    Zur wilden unkrontrollierten Zuwanderung: Es ist ganz einfach. Die ist gewollt!

    Merkel sagte bei Anne Will sinngemäß, es gehe ihr darum „möglichst viele Menschen in Deutschland zu haben.“ Schulz verlangt deutlich mehr Einwanderung wegen des Mangels an Arbeitskräften. Beide stellen keinerlei Anforderungen an die Zuwanderer; etwa Kriterien individueller Qualifikation und Eignung (wie etwa Bildung, Ausbildung, Sprachkompetenz, berufliche Tätigkeit und Erfahrung, Anpassungs- und Integrationfähigkeit und Alter). Nichts dergleichen. Warum? Die Eliten in Politik, Staat, Wissenschaft und Gesellschaft wissen, daß zu uns keine wirklich Qualifizierten kommen; z.B. Informatiker, Softwareentwickler, Netzwerkspezialisten, Hardwareentwickler, Ingenieure der Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik etc. Spitzenkönner meiden uns. Die Steuern und Sozialabgaben liegen bei 46 – 50 %. Deutschland? Nein danke.

    Die politischen, journalistischen, intellektuellen, kulturellen und wirtschaftlichen Eliten wollen einen multiethnischen, multikulturellen, multireligiösen Staat, den One-World-Staat erzwingen, der in absehbarer Zeit in den vereinigten Staaten von Europa aufgehen soll. Man will die weitere millionenfache Zuwanderung, um die demographischen Lücken bei uns aufzufüllen.

    Merkel spricht schon seit mehreren Jahren nicht mehr vom „deutschen Volk“, von „den“ oder „uns Deutschen“, sondern sie verwendet stattdessen neutrale Formulierungen wie „die Menschen in Deutschland“, „die, die schon länger hier leben“ oder „die Bevölkerung hier“ und ähnliche indifferente Wendungen. Das Papier der Türkin Özuguz „Miteinander in Vielfalt – Leitbild und Agenda für die Einwanderungsgesellschaft.“ war kein Betriebsunfall oder eine Panne, sondern ist offizielles Regierungsprogramm! Deutschland als Nationalstaat soll abgeschafft werden, das ethnisch deutsche Volk, die deutsche Nation, seine über 1000jährige Geschichte, seine Kultur, Traditionen, sein Eigensinn und seine Eigenart, kurz seine Identität. Das soll alles verschwinden und in einem bunten Europa aufgehen.

    Live aus Buxtehude-Altkloster – 1. Februar 2018 – 4.25 Uhr spät, zu spät!
    Felix Haller alias Bakwahn

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    • Wissbegierig sagte:

      Gebe Ihnen vollkommen recht, dieser Wahnsinn ist gewollt!
      So dumm und fahrlässig – dahinter steckt ein perfider Plan!
      ABER: das dt. Volk, die die schon lange oder immer hier leben/lebten hätte es in der Hand gehabt indem sie endlich die Verfassung für D mittels Volksabstimmung einfordern! Nur, die wenigsten schon lange in diesem Land Lebenden haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt, wollen es nicht wissen, glauben es einfach nicht etc. Wenn D nun endgültig in der EU aufgegangen ist, ist auch diese Chance endgültig vorbei und darauf wird im Eiltempo hingearbeitet! Es gäbe so viele Aufklärungsbücher von Staatsrechtlern und politisch versierten Personen -aber der dt. Michel schläft weiter uns sieht lieber DSDS, Dschungelkamp usw. Die Gehirnwäsche, von den USA für die Germans bereits Ende der 40er Jahre entwickelt und umgesetzt, ist somit ein voller Erfolg! Probleme in der Mitte auffangen zu wollen, hat noch nie funktioniert – man muss an den Anfang und den Faden aufrollen um zu verstehen was hier wirklich abgeht. Und genau diesen Anfang gilt es von Seiten der Verantwortlichen ,mit aller Macht zu verschleiern. Ein Volk ohne wirkliche Staatsanhörigkeit/bürgerschaft hat keine Heimat, keine Demokratie, es ist Staatenlos und kann somit jederzeit vertrieben oder ausgerottet werden! Nein ich bin KEIN Reichsdeutscher, ich bin AUSLÄNDER, ich habe mich nur informiert, gelesen und nachgefragt um diesen Wahnsinn zu verstehen!
      5 (6%!) Millionen „echte Deutsche“ könnten diesen Irrsinn noch stoppen, aber sie wissen es nicht sondern jammern statt dessen! UNGLAUBLICH

      Antworten
  16. Bakwahn sagte:

    zum deutschen Wähler, Souverän dieses Landes:
    Was auf Dauer in einer Demokratie passiert, verantworten letztlich die Wähler; diese akzeptieren eine weitere Zuwanderung von 300.000 und mehr Mohammedanern und Schwarzafrikanern jährlich (die so genannte Obergrenze). Große Teile der deutschen Bevölkerung scheinen damit weitgehend einverstanden zu sein; sie revoltieren jedenfalls nicht, und wenn, dann viel zu zaghaft (12,6 %).
    Daraus folgt, daß der Souverän grundsätzlich auch einverstanden ist mit dem Umbau hin zu einer multiethnischen, multikulturellen Gesellschaft mit all ihren absehbar negativen Konsequenzen.
    „Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.“ sagte Helmut Schmidt.
    Eine alternde, schwache Gesellschaft ergibt sich gefügig in Demut. Seit etwa 12 Jahren hat sich eine besinnungslose Gesinnungsethik durchgesetzt, die, wie R.P. Sieferle feststellt, „letztlich Ausdruck einer tieferliegenden fundamentalen Infantilisierung der Bevölkerung“ ist.

    Live aus Buxtehude-Altkloster – 1. Februar 2018 – 4.25 Uhr spät, zu spät!
    Felix Haller alias Bakwahn

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    • Dietmar Tischer sagte:

      >Was auf Dauer in einer Demokratie passiert, verantworten letztlich die Wähler;>

      Richtig.

      >diese akzeptieren eine weitere Zuwanderung von 300.000 und mehr Mohammedanern und Schwarzafrikanern jährlich (die so genannte Obergrenze).>

      Müssen sie vorläufig akzeptieren, weil die Parteien, die sie verantwortlich zur Regierungsbildung beordert haben – eine andere ist offensichtlich nicht möglich – es so wollen.

      >Große Teile der deutschen Bevölkerung scheinen damit weitgehend einverstanden zu sein; sie revoltieren jedenfalls nicht, und wenn, dann viel zu zaghaft (12,6 %).>

      Ob große Teile damit weitgehend einverstanden sind, ist mehr als fraglich.

      Sie müssen es aber sein, weil sie die Parteien – aus vielerlei Gründen, nicht nur der Migrationsfrage wegen – in der Stärke in den Bundestag gewählt haben, die diese haben, um eine Regierung zu bilden oder auch nicht zu bilden.

      GEGEN praktisch jegliche Zuwanderung, abgesehen aus humanitären Gründen, haben 12,6 % gestimmt.

      >Daraus folgt, daß der Souverän grundsätzlich auch einverstanden ist mit dem Umbau hin zu einer multiethnischen, multikulturellen Gesellschaft mit all ihren absehbar negativen Konsequenzen.>

      Das folgt nicht daraus.

      Daraus folgt vielmehr, dass der STIMMVERLUST der regierungsbildenden Parteien sie dazu veranlasst hat, Migration sehr viel restriktiver zu handhaben als vor der Wahl.

      „Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.“ sagte Helmut Schmidt.

      Das ist falsch.

      Sie ist die praktisch über viele Jahre DURCHGESETZTE Idee von Gutmenschen, denen vor Augen schwebte, dass jede Ungerechtigkeit dieser Welt mit offenen Armen zu beseitigen ist.

      Reinrassiger Prototyp: C. Roth von den Grünen (ich hoffe, dass ich gerade noch „reinrassig“ sagen darf, auch wenn ich damit selbstverständlich schon auf dem Weg zum Rassisten bin)

      Richtig ist, und wenn er dies meint, hat Helmut Schmidt recht, dass das FUNKTIONIEREN einer multikulturellen Gesellschaft zumindest unter den Bedingungen, unter denen sie bei uns stattfindet, eine Illusion ist.

      Antworten
  17. Veking sagte:

    ökonomischer Sachverstand eines Grundschülers“

    Aus meiner Sicht ist problematisch, daß Diskussionen zur performance von Politikern oft die Abkürzung nehmen, derjenige sei dumm. Niemand in diesen Positionen ist ungebildet oder geistig beschränkt.
    Nach meiner mehr als 10 Jahre langen Tätigkeit für eine amerikanische Investmentbank bin ich in die deutsche Verwaltung gewechselt (also im Kleinen der umgekehrte Friedrich Merz) und kann sagen, daß in der deutschen Politik der Pluralismus gelebt wird. Da werden alle Wünsche und Belange eingefangen und so gut es geht umgesetzt. Wirtschaftliche Belange sind dabei halt nur von niedriger Priorität, wenn sie überhaupt eine Priorität haben. Oft werden sie einfach als Mittel zum Zweck verstanden und aus einer rein kurzfristigen Warte betrachtet. Wenn Frau Merkel mit ihrer Politik zum Schuldenaufbau in Deutschland beiträgt, dann nicht, weil ihr der Sachverstand fehlt, sondern einfach deshalb, weil sie sich für soziale oder andere Aspekte entschieden hat, die ihr kurzfristig wichtiger waren. Das kann man dann für gut oder schlecht halten, aber letztlich entscheidet ja jeder selbst, wie oder ob er wählt und ob er sich dabei an kurz- oder langfristigen Erwartungen orientiert.
    Bei Vorgaben aus der Politik ist es vergleichbar mit den Vorgaben eines Geschäftsführers einer privaten Firma. Wenn das nicht vernünftig vorbereitet ist, überfordert man die Mitarbeiter. Wenn ein CEO sagt, ab morgen machen wir Digitalisierung, verabreicht seinen Mitarbeitern einen dreistündigen excel-Kurs, wird das auch nicht funktionieren. Und wenn Frau Merkel sagt, dieses Jahr kommen Flüchtlinge, dann steht der Verwaltungsbeamte da und denkt: der Nutzungsdruck im Park hat schon ganz schön zugenommen (früher hat man dazu noch Vandalismus gesagt), eigentlich bräuchte ich Mittel für einen weiteren Park, aber Geld ist nicht da. Frau Merkels performance könnte also besser sein, würde sie nicht von ihren Mitarbeitern allein gelassen werden. Und das macht es dann wiederum nötig, soziale und nicht wirtschaftliche Schwerpunkte zu setzen.
    Was ich bei Firmen-Chefs, die bereits länger am Ruder waren, häufiger beobachten konnte, war, daß sie etwas lockerer mit dem Firmenvermögen umgegangen sind. Wenn es dem privaten Ansehen nutzte, wurde auch schon mal eine Million für ökonomisch nicht sinnvolle Zwecke ausgegeben. Sollte Frau Merkel bestimmte Ambitionen haben, z.B. den Friedens-Nobel-Preis verliehen zu bekommen, dann wäre auch verständlich, wenn die ein oder andere Milliarde aus Steuergeldern entsprechend verwandt wird.

    Es gibt mit Sicherheit Gründe, so zu wirtschaften. Aber fehlender Sachverstand ist es nicht.

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  18. cisplatin sagte:

    Zu schön, um wahr zu sein: herrscht im öffentlichen Diskurs nicht eher eine Diffamierung der Meinungen, die im besten demokratischen Sinne Opposition verbalisieren? Kein Pluralismus.
    Gab es eine parlamentarische Kontrolle der getroffenen Entscheidungen? Diese Entscheidungen waren von historischer Tragweite, gewiss nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Gerade da sieht die Verfassung Kontrollmöglichkeiten vor. Die Verfassungswirklichkeit – so medial kolportiert – ist jedoch zu einer onewomanshow mutiert. Kein Pluralismus.
    Die Folgen dieser Entscheidungen sind enorm und betreffen fast alle Lebensbereiche. Leider nicht nur in Höhe der einen „oder anderen Milliarde aus Steuergeldern“, wie Sie schreiben.
    Um so frappierender, dass wir als Erklärung „Nun sind sie halt da.“ erhalten. Zu platt, um wahr zu sein.

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  19. Michael sagte:

    Merkel und ihresgleichen tun Alles um den Deutschen zu schaden und die Deutschen, Stück für Stück auszuweiten… so langsam glaube ich immer mehr, dass Verschwörungstheoretiker mit den Plänen von Hooton, Morgenthau und Kalerghi vielleicht doch recht hatten und die Altparteien gerade dabei sind, diese Pläne umzusetzen…

    Antworten
  20. Michael sagte:

    Merkel und ihresgleichen tun Alles um den Deutschen zu schaden und die Deutschen, Stück für Stück auszurotten… so langsam glaube ich immer mehr, dass Verschwörungstheoretiker mit den Plänen von Hooton, Morgenthau und Kalerghi vielleicht doch recht hatten und die Altparteien gerade dabei sind, diese Pläne umzusetzen…

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  21. Stony sagte:

    Habe das Interview mit Malcom Schauf vor einigen Wochen auch mit Genugtuung gelesen. Schauf besitzt den Mut, klar auszusprechen, was für jeden Menschen mit ein wenig ökonomischen Verständnis auf der Hand liegen muss. Deutschland befindet sich dank Merkel und ihresgleichen ohne Kurskorrekturen auf einer abschüssigen Bahn, was derzeit noch durch die vor allem geldpolitisch verursachte gute Konjunktur überdeckt wird. Und Merkels Macht und ihre anscheinend immer noch bestehende, gewisse Popularität dürfte maßgeblich auf der noch günstigen wirtschaftlichen Situation beruhen.

    Die Frage ist: Wie konnte es soweit kommen, dass derart massive und weitreichende politische Fehlentscheidungen von Energiewende über GR-Alimentierung bis Grenzöffnung getroffen wurden? Dazu fällt mir das Stichwort der Dekadenz ein: geht es einer Gesellschaft zu lange sehr gut, geraten mitunter die Grundlagen von Prosperität, Frieden, Sicherheit etc. aus dem Auge und in Gefahr. Die gegenüber Merkel unkritischen Medien mit Linksdrall, die überwiegend schweigende Klasse der Intellektuellen und wohl auch ein weitreichender Mangel an ökonomischem Verständnis bei politischen Journalisten und Bürgern haben m. E. einen großen Anteil an der Fehlentwicklung. Herrn Schaufs Äußerungen oder auch dieser Blog sind rühmliche Ausnahmen in der Medienlandschaft. Allmählich meine ich allerdings, mehr kritische Stimmen in der Öffentlichkeit wahrnehmen zu können. Die Folgen der Merkel-Politik werden die Deutschen früher oder später aus ihrem Wohlstandsschlaf reißen. Die Rechnung kommt bekanntlich immer und die von allen zu tragende Rechnung für Merkels Bestellungen dürfte hoch ausfallen.

    Antworten
  22. michael sagte:

    Zitat: „Wenn es schlecht läuft, zieht er privat eben weg.“ – bto: Das hat mir in meiner aktiven Zeit bei BCG genauso einer der am höchsten angesehenen Top-Manager eines DAX-Konzerns ins Gesicht gesagt.“

    Interessant wäre zu Wissen, wo solche Leute hin gehen, wenn sie auswandern ?

    Ich bin geschäftlich beispielsweise oft in UK und muss folgendes feststellen:

    1.) Die Gehälter im Ingeniersbereich sind in UK niedriger als in D.
    2.) Die Eigenheimpreise im Großraum London sind höher als in den meisten Städten in D und dies bei i.d.R. schlechterer Bausubstanz.

    Für einen DAX Vorstand und andere Höchstverdiener mag das keine Rolle spielen. Für viele andere Qualifizierte hingegen schon …

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  23. Dr. Waltraud Berle sagte:

    Großartiger Artikel und intelligente interessante Kommentare – wie kriegt man diese Merkel weg???? Das ist die prioritäre Frage, so scheint mir. Und nicht nur sie, die ja nur die Faulblüte eines Denksystems ist, eines linksfaschistischen, poststalinistischen Netzwerks korrupter Seilschaften komplett Unfähiger und sachlich jeweils kenntnisloser Individuen. Ganz ernste Frage an Herrn Dr. Stelter: wie kriegt man das weg? Und wie kriegt man die rein ideologischen Studienabbrecher von Rot-Grün aus dem Bundestag wieder raus? Wie ersetzt man das durch Sachverstand – auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Faulblüte über Wählerwillen einfach hinwegsetzt (sie hat ja bei weitem keine Mehrheit) und der anderen Tatsache, dass die Wahlberechtigten ganz offenbar komplett begriffsstutzig (und-oder manipuliert) sind, weil sie die Person mit ihren Mannschaften sonst im Herbst 2017 ein-eindeutig abgewählt hätten.

    Antworten

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