Italien ist mit und ohne Euro ein Sanierungsfall

Italien ist für mich einer der Hauptkandidaten für einen Euroaustritt. Nicht sicher ist jedoch, ob dieser Austritt dem Land wirklich helfen würde. Ich denke schon, andere argumentieren dagegen. So ein Professor meiner Alma Mater in einem Gastbeitrag in der FINANZ und WIRTSCHAFT:

  • „Die Staatsverschuldung Italiens liegt auf 130 % des Bruttoinlandprodukts (BIP). Dabei hatte das Land die Schuldenquote seit 1995 bis zum Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 langsam von über 120 auf etwa 100 % reduziert. Seitdem ist sie stark gestiegen. Es ist kein Geld da für öffentliche Investitionen und Vorleistungen, die das Wachstum stützen könnten. Es fehlt jeder Spielraum, um in einer Rezession gegenzusteuern, weil die Schuldentragfähigkeit ausgereizt ist.“ – bto: wie unmodern. Andere Staaten würden sich einfach bei ihrer Notenbank bedienen.
  • „Die Banken Italiens können keine neuen Schocks mehr vertragen. Sie sind mit faulen Krediten beladen und müssen im Fall einer Rezession Schlimmes befürchten. Der Anteil der schlechten Kredite lag vor der Krise auf akzeptablen 6 %, ist jedoch ab 2008 auf etwa 18 % gestiegen.“ – bto: Außerdem haben sich die Banken noch mit Staatsanleihen vollgesogen.
  • „Der Realwirtschaft geht es nicht besser. Geplagt von hohen Lohnstückkosten, hoher Steuerbelastung und überbordender Bürokratie, ist ihre Wettbewerbsfähigkeit schwer beeinträchtigt. Investition und Wachstum lahmen. So kann die hohe Arbeitslosenrate nicht sinken. Die Italiener bezahlen es mit schleichendem Einkommensverlust.“ – bto: und merken das. Folge: Sie wählen entsprechend.
  • „Während seit der Einführung des Euros Anfang der Nullerjahre in Deutschland das reale Pro-Kopf-Einkommen 23 % und in der gesamten Eurozone 15 % gestiegen ist, muss Italiens Bevölkerung etwa 5 % Verlust beklagen. Der Wohlstand ist geringer als vor zwanzig Jahren!“ – bto: nicht gerade das Rezept, um Wähler glücklich zu machen.
  • „Das Land steht an einer Weggabelung. Entweder es findet Kraft und Ausdauer für radikale Reformen, oder es riskiert den Euroaustritt: Ein plötzlicher Vertrauensverlust auf den Finanzmärkten könnte ihn herbeizwingen – oder die Politik könnte ihn mit dem verführerischen Versprechen einer schnellen Lösung der Probleme durch den Austritt selbst provozieren.“ – bto: Noch kann man mit dem Versprechen eines Euro-Austritts keine Wahlen gewinnen. Das ist nur eine Frage der Zeit.
  • „Sobald sich erste Gerüchte über den Austritt verbreiten, wird in Erwartung einer starken Abwertung der neuen Lira schlagartig eine riesige Kapitalflucht einsetzen. Argentinien musste nach der Aufgabe der Dollarbindung in den ersten Monaten 2002 kumuliert über 80 % abwerten. Ähnliches wäre wohl für Italien zu erwarten.“ – bto: Deshalb muss es a) überraschend passieren, b) mit Kapitalverkehrsbeschränkungen einhergehen.
  • Der panikartige Abverkauf italienischer Staatsanleihen würde die Zinsen hochschnellen und die Kurse ins Bodenlose stürzen lassen. Der Staat wäre insolvent und auf die Finanzierung mit der Notenpresse angewiesen. Die Banken könnten dieser Wucht nicht standhalten und nur mehr mit einer massiven Liquiditätszufuhr der Notenbank überleben. Dies würde einen grossen Inflationsschock auslösen, der die Vermögenden faktisch enteignet. In einer scharfen Krise würde die Arbeitslosenquote massiv steigen.“ – bto: Es würde das geschehen, was bei einer Insolvenz passiert. Die Gläubiger würden enteignet. Hier übrigens vor allem die inländischen Gläubiger. Die Alternative ist, dass die ausländischen Geldgeber die Verluste tragen – also dann wohl wir, die wir von unseren Politikern zu einer als „Bankenunion“ verbrämten Rettungsaktion für die doppelt so vermögenden Italiener verpflichtet wurden. Was ist denn da wohl besser?
  • „Die Folgen könnten gelindert werden, wenn es gelingt, mit einer mehrwöchigen Schließung der Banken und strikten Kapitalverkehrskontrollen die Kapitalflucht wenigstens teilweise zu unterbinden. Es ist allerdings zweifelhaft, dass eine Entscheidung von solcher Tragweite völlig überraschend kommen könnte. Eine Kapitalflucht wäre nur teilweise zu verhindern.“ – bto: es ist aber unstrittig, dass wir Kapitalverkehrsbeschränkungen im Zuge der nächsten Eurokrise ohnehin bekommen werden.
  • Es ist auch nicht denkbar, dass Italien seine TARGET2-Verbindlichkeiten gegenüber der EZB erfüllen könnte.“ – bto: da kann man nur lächeln. „Denkbar“? Nein, das ist schon jetzt sicher und Teil des Spiels.
  • „Nach dieser Schocktherapie wäre mit der hohen Abwertung und dem Reallohnverlust die preisliche Wettbewerbsfähigkeit hergestellt. Italien könnte wieder schneller wachsen, auch weil sich Staat, Unternehmen und Haushalte nach einer Schuldenbereinigung in besserer Lage präsentieren. Das Land könnte die Zins- und Geldpolitik auf die eigenen Verhältnisse zuschneiden, um die Konjunktur zu stabilisieren. Und es könnte wieder auf Wechselkursanpassungen als Ausgleichsmechanismus vertrauen.“ – bto: und dies sind alles sehr starke Argumente für Politiker in diese Richtung zu gehen, nachdem sie zuvor von Deutschland und den anderen Zahlungen erpresst und bekommen haben.
  • „Aber die Probleme verschwinden nicht einfach mit dem Euroaustritt. (…)  Finden die notwendigen Reformen nicht statt, ist der wirtschaftliche Niedergang programmiert. Ob mit oder ohne Mitgliedschaft in der Eurozone, das Schicksal zukünftiger Generationen in Italien entscheidet sich an der Fähigkeit der Politik zu nachhaltigen Reformen.“ – bto: ja, aber sind die innerhalb des Euro mit der untragbaren Schuldenlast und dem insolventen Bankensystem wahrscheinlicher? Ich denke nicht.

→ fuw.ch: „Italien und der Euro“, 27. Februar 2019

25 Kommentare
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    troodon sagte:

    Vorweg, ich bin selbstverständlich nicht der Auffassung, ital. Banken seien über den Berg.

    Angesichts von in der Höhe nicht genau abschätzbaren Krediten an Zombie Unternehmen, möglichen neuen NPL im lfd. Abschwung, Staatspleite oder Euro Austritt wäre dies absolut fehl am Platz.
    Wobei man sich schon fragen kann, ob es denn jemals in der stark geleveragten Welt das Bankensystem wieder über den Berg sein kann, denn jede Rezession wird die Banken hart treffen…

    Trotzdem sollte man aktuelle, richtige Zahlen nennen . Man muss es nicht noch schlimmer erscheinen lassen, als es ohnehin schon ist.

    „Der Anteil der schlechten Kredite lag vor der Krise auf akzeptablen 6 %, ist jedoch ab 2008 auf etwa 18 % gestiegen.“

    Per 30.9.2018 beträgt das NPL Ratio der von der EZB überwachten Banken BRUTTO noch 9,35%. Coverage Ratio ungefähr 50%, zusätzlich noch Sicherheiten über deren Wert man definitiv streiten könnte. Insgesamt reden wir hier aber „nur“ noch von einem Verlustrisiko bei den betrachten Banken von EVENTUELL 15-25% vom Brutto NPL, was dann rd. 23-38 Mrd.€ wären.
    Hinzu kommen aber noch notleidende „Exposures“ die keine Kredite sind…

    Gewinn vor Steuern bei den entsprechenden Banken im Jahr 2018 per 30.9 schon bei 9,6 Mrd €, Eigenkapital rd. 160 Mrd. Die alten NPL sind m.E. nicht mehr das wirkliche Problem.

    Die italienischen Banken stehen deutlich weniger schlecht dar, als noch vor einigen Jahren und Dank der neuen TLTRO’s bekommen Sie zusätzliche Jahre Zeit, die Bilanzen weiter aufzuräumen. Sie sind aber nicht über den Berg, was aber wie eingangs bereits geschrieben wohl auch gar nicht mehr möglich ist.

    Sobald der Italexit kommt oder die Abstufung die Ratingagenturen für Italien auf Ramsch erfolgt, ist es vorbei mit der Solvenz.

    Trotz alledem sollten aktuelle Zahlen verwendet werden.
    Denn sollte sich der italienische Staat (in einem positiven Szenario für die Banken) weiter durchmogeln mit seiner Verschuldung und man findet „kreative“ Lösungen in Europa z.B. z.L D, dann stünden die Italo Banken gar nicht so schlecht dar. Ein staatlich organisierter 1:1 Merger einer neuen „Deutschen Commerz“ und der Unicredit in einigen Jahren, wäre EINE Variante…

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    Franz Mlynek sagte:

    Mir als kleinen Mann, bin jetzt 68 Jahre alt und arbeite noch in Teilzeit, haben die Politiker 50% der Rente gestohlen. Mein Einkommen hat sich die ganzen Jahre nicht erhöht, da ich immer wieder von den Politnullen die Worte , wie Solidargemeinschaft, wir müssen der Welt helfen und von klugen Experten, welche im Staatsdienst sind, tolle Vorschläge gehört habe. Alles ein einziger Blödsinn. Mit meinem kleinen Geld, habe natürlich auch wenig zu verlieren, warte ich auf einen richtigen großen Knall, wo es auch einmal die Richtigen trifft! Erst wenn die Bande die uns das eingebrockt hat, samt Sippen, tot oder eingekerkert sind, gibt es ein Umkehren!

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Frank Mlynek: ich kann Ihren Zorn verstehen, aber Ihr Wunsch ändert m.E. nichts. Dann würde nur die nächste „Bande“ -wie Sie es nennen- kommen. Solange die Deutschen die Einstellung behalten, dass an ihrem Wesen die Welt genesen solle, ändert sich nichts. Früher waren es militärische Abenteuer, heute finanzielle. Aber der Größenwahn und der Hang zu Sozialismus und Romantik ist uns wohl immanent. Anders sind die Wahlergebnisse, vor allem aber der gesellschaftliche Diskurs der letzten Jahre nicht zu verstehen. Oder um es kurz zu machen: solange Blätter wie der derzeitige „Spiegel“ nicht mangels Nachfrage geschlossen werden, ändert sich nichts. Und das ist im Wesentlichen meiner Meinung nach nicht einmal die Schuld des Spiegel, denn er schreibt, was viel zu viele Leute hören wollen. Sondern des Wahlvolks. Mein Vorschlag: hören Sie auf, die „da oben“ zu beschimpfen und engagieren Sie sich politisch. Erst, wenn das genügend Leute machen, bekommen wir Veränderungen. Auch mit 68. Einen bequemeren Weg gibt es nicht. Sie befinden sich in einem Verteilungskampf, dessen Höhepunkt noch nicht erreicht ist.

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        Johannes sagte:

        @ WS: „Sie befinden sich in einem Verteilungskampf, dessen Höhepunkt noch nicht erreicht ist.“

        So ist es! Und hier ist zu lesen, dass der Verteilungskampf um unsere Gelder eine neue, gesteigerte Qualität erreicht:

        „«Wir werden einen grossen Fortschritt machen bei der Diskussion über das Euro-Zonen-Budget», sagte der deutsche Finanzminister Olaf Scholz am Montag. Er zeigte sich am Rande eines Treffens mit seinen Amtskollegen aus den Euro-Ländern zuversichtlich, dass es in dem umstrittenen und lange etwas diffusen Dossier nun vorangeht. Vereinfacht gesagt geht es bei diesem Budget um die Frage, wozu die Euro-Länder einen neuen Geldtopf in Brüssel gebrauchen könnten und wie sich dieser füllen lässt.“

        https://www.nzz.ch/wirtschaft/ein-neuer-geldtopf-fuer-die-euro-laender-ld.1466468

        Im wesentlichen geht es darum den südeuropäischen Eurozonen-Ländern verstärkten Zugang zu unseren Geldern und unserer Verschuldungskapazität zu verschaffen. Damit der Euro „gerettet“ wird. Die SPD (aber auch die Parteien die dies goutieren)) „verrät“ dabei ein weiteres Mal ihre ursprüngliche Stammwählerschaft (zu der vielleicht auch „Franz Mlynek“ gehört).

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    Dietmar Tischer sagte:

    Der Artikel stellt sehr gut heraus, dass in Italien ALLES zusammenpasst:

    Extrem hohe Verschuldung, die Banken mit hohem Anteil fauler Kredite, die Realwirtschaft ohne Wachstum, verarmende Bevölkerung.

    Und, nicht zu vergessen, eine Regierung die mit NEUER Verschuldung die Lage noch schlimmer macht.

    >„Das Land steht an einer Weggabelung. Entweder es findet Kraft und Ausdauer für radikale Reformen, oder es riskiert den Euroaustritt:>

    Diese Weggabelung existiert m. A. n. längst nicht mehr.

    Ich sehe es so:

    Der „Kanal“ Staatsanleihen von den Banken gekauft und weiter gereicht an die EZB wird bald verstopft sein. Wir haben vor kurzem darüber gesprochen, dass die Ratingagenturen das Stoppschild setzen werden. Sie sind schon nahe am untersten Investmentgrad bei der Bewertung der Staatsanleihen und können sich nicht ewig zieren, wenn sich der Staat zügig so weiter verschuldet. Und das wird er tun, schließlich müssen Wahlversprechen eingelöst werden.

    Was dann kommt, ist in der Tat eine Schocktherapie.

    Richtig ist:

    >Italien könnte wieder schneller wachsen, auch weil sich Staat, Unternehmen und Haushalte nach einer Schuldenbereinigung in besserer Lage präsentieren>

    KÖNNTE.

    >Finden die notwendigen Reformen nicht statt, ist der wirtschaftliche Niedergang programmiert. Ob mit oder ohne Mitgliedschaft in der Eurozone, das Schicksal zukünftiger Generationen in Italien entscheidet sich an der Fähigkeit der Politik zu nachhaltigen Reformen.“>

    Es wäre natürlich einfacher mit Wechselkursanpassungen.

    Die Italiener müssten sich allerdings ändern BEVOR ihre Politiker nachhaltige Reformen angehen können.

    Warum SOLLTEN sie sich ändern?

    Sie wären erst einmal weitgehend entschuldet.

    Damit lebt es sich viel leichter – wer braucht da noch Reformen?

    Ich glaube eher, dass sie mehr oder weniger so weiter machen wie bisher.

    Habe jedenfalls noch nie von einem Volk gehört, dass sich freiwillig reformiert hat.

    In der nicht zu weit zurückliegenden Vergangenheit waren es jedenfalls Veränderungen, die durch verlorene Kriege erzwungen wurden.

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      Alexander sagte:

      @ Dietmar Tischer

      – Habe jedenfalls noch nie von einem Volk gehört, dass sich freiwillig reformiert hat.

      Freillige Reform soll wer einleiten? Die Profiteure der Entwicklung zu ihren Lasten – durch Einsicht? Oder sollen die Verlierer des Geschehens mit der Macht ihrer Überzeugungskraft die Gewinner zur Bescheidenheit mahnen? Dabei ist Politik immer so angelegt, dass die Looser in der Minderheit bleiben – um ungestört weiter machen zu können.

      Dieser Vorgang hat sich in jedem Land, welches demokratische Regeln befolgt so durchgesetzt. Lösung gibt es keine, d.h. es ändert sich erst wenn die Mehrheit zu Verlierern wurde….und darin ist Europa auf gutem Weg.

      Die Verlierer waren sogar einsichtig und schwiegen über ihre Unfähigkeit zur Anpassung an diese globalisierte Welt – aber ihre Kinder hatten genügend Zeit zur Umstellung und wählten entsprechende Berufungen.

      In der bunten Republik Deutschland war die Wahl in BBW der point of no return, als 30% trotz Verfassungsbruch Grenzöffnung „grün“ wählten. Das Ländle mit Mittelstand bis zum Dachfirst war umgefallen und der Bruch ist demographisch, wenn die Beamtung als Lehrer attraktiver ist, als Unternehmensnachfolge, die Alten dienen nur noch als Verebende.

      Es war falsch unrentable Sektoren aufzugeben, mit der Begründung der Strukturwandel würde es erfordern.
      Jetzt wo der Bankensektor kein Geld mehr verdient mit Kreditvergabe und spekulieren muss, kommt auch niemand auf die Idee diesen Sektor zu globlsieren….weil (fast) allen klar ist, dass Nullrendite eine Fehlentwicklung ist.

      Für ein inne halten und Problemanalyse ist es zu spät, die Schäden sind eingetreten, die Politik hat sich verrannt und die Lebensjahre der Leute sind aufgebraucht.

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        troodon sagte:

        @ Alexander
        „Jetzt wo der Bankensektor kein Geld mehr verdient mit Kreditvergabe und spekulieren muss, “
        So weit sind wir noch nicht, die Zahlen geben das bisher jedenfalls nicht her.
        In D sind die Kosten der Banken deutlich zu hoch. CIR in D bei den EZB überwachten Banken 80%, in Italien 63%, NL 58%, AUT 62%.

        Bei den von der EZB überwachten Banken ist der Zinsüberschuss per Q1-Q3/18 insgesamt ggü Q3/17 stabil, ggü Q3/15 nur um rd. 2,8% rückläufig.
        Bilanzsumme ist dabei ebenfalls ggü. Q3/15 um rd. 1,8% rückläufig gewesen.
        Noch ist es also nicht so weit mit dem von Dr. Krall vorhergesagten dramatischen Bankensterben aufgrund einbrechenden Zinsüberschüssen…. Aber den hat er ja auch erst für „spätestens“ März 2020 im März 2018 vorhergesagt. Kein Wunder, dass er da jetzt schon etwas zurückrudert und inzwischen von „wahrscheinlich zweite Hälfte 2020“ spricht.

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        Alexander sagte:

        @troodon

        Ich würde der These von Krall zum Bankensterben auch widersprechen wollen und wie immer macht man sich lächerlich mit Zeitangaben jeder Art.

        Als Vertreter der Banken muss Krall so argumentieren und aus seiner Sicht ist das nicht falsch. Aus meiner Sicht versuchen die Banken ihre Kosten zu senken und lagern Leistungen bereits aus, so gut es geht. Die Abbauprozesse sind allerdings noch Sternensysteme weit von den Notwendigkeiten entfernt, die andere ehemalige Wohlstandinseln (heute globalisiert) bereits hinter sich haben.

        Da die Banken defacto ohne Rettungsmassnahmen der EZB schon über den Styx wären, spielt es keine Rolle mehr ob ihr Eigenkapital aufgebraucht ist oder nicht. Man wird durch neue Tricks den Anschein gestzlich aufrecht erhalten…..

        Was mir Sorgen macht sind die Zombieunternehmen und zwar jene, deren Management nicht so taff ist wie es die Lage erfordert hätte. Viele kleine sind im Bällebad des billigen Geldes abgetaucht, begründet ohne Verstand und viel Optimismus. Haftungsbegrenzung mag privat schützen, aber nicht die Gesellschaften/Arbeitsplätze/Kreditlinien. Wir können uns keine Rezession leisten, weil der Nullzins im Sektor der Investitionsmittel schlimmere Spuren hinterlassen hat – als im Geldverleih.
        Diesen Umstand hat Krall nicht auf dem Schirm – warum auch…

        Diese Überlegung stelle ich für alle Staaten der Eurozone an, insbesondere für das „erfolgreiche“ Deutschland. Fahre ich durch die Gewerbegebiete und betrachte die frisch hinzugekommene Kapazität der vergangenen 10 Jahre wird mir „schlecht“…

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      troodon sagte:

      @ D.T.
      Der wirtschaftliche Absturz wäre zunächst extrem. Es ist sind auch die Inländer von den Schuldenschnitten und Bankenpleiten betroffen. Die Vermögenden Italiener, die viel zu verlieren haben, würden das auch nicht so ohne weiteres hinnehmen.
      Die italienischen Privathaushalte sind relativ gering verschuldet, den brauchen die mit neuem Lira Kapital ausgestatteten Banken ihre alten € Schulden nicht im gleichen Umfang erlassen.

      Wer leidet am meisten, wer profitiert, ist kaum abzuschätzen.

      Wer will als Politiker diese Entscheidung treffen ohne wirklich zu wissen was tatsächlich passiert? Dagegen erscheint mir der Brexit doch als Fliegensch…
      Eine Phase extremer Unsicherheit, ohne zu wissen ob und für wen es danach wirklich wieder besser wird…

      „Ich glaube eher, dass sie mehr oder weniger so weiter machen wie bisher.“
      Es kann irgendwann besser werden, muss es aber nicht.
      Wenn dem so ist, wo liegt dann der letztlich der Vorteil?

      Da kann man ebenso gut den Euro behalten und HOFFEN, dass die eigene italienische Regierung finanzielle Unterstützungen der anderen Mitgliedsstaaten erreicht/erpresst. Denn die wollen das Projekt Europa nicht scheitern lassen !

      Ein Flugzeugträger reicht da zwar nicht aus, aber es zeigt möglicherweise den Weg. Großprojekte starten, D u.a. anteilig bezahlen lassen, aber z.B. Italien (und Frankreich -in diesem konkreten Fall evtl. Naval Group and Fincantieri ) deutlich stärker profitieren lassen. Alles keine Lösung, aber man kommt evtl. wieder eine Runde weiter… Der Kreativität der Rettungsmaßnahmen sind wenig Grenzen gesetzt, dass es jetzt schon zu einem Ende kommen muss.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        >Wer will als Politiker diese Entscheidung treffen ohne wirklich zu wissen was tatsächlich passiert? Dagegen erscheint mir der Brexit doch als Fliegensch…>

        Sehe ich auch so.

        Deshalb haben die cleveren Politiker im GB lieber das Volk für den Brexit entscheiden lassen als ihn selbst zu wollen. 

        Die arme May muss halt nur die Suppe auslöffeln, die ihr das Volk eingebrockt hat.

        Im Ernst:

        Ich kann mir den Zerfall der Eurozone auch als „Unfall“ vorstellen – keiner hat ihn gewollt, plötzlich ist er da. Als das Attentat von Sarajevo geschah, hat vermutlich auch niemand an WKI gedacht.

        Flugzeugträger als Weg, eine Runde weiter zu kommen:

        Es geht um gut bezahlte Arbeitsplätze in deinen oder meinen Werften. Da wird ganz sicher um jede Schweißnaht gerungen. Ich sehe das nicht.

        Außerdem und nebenbei frage ich mich, warum AKK einen Flugzeugträger bauen lassen will. Bin zwar kein Militärexperte, riecht mir aber sehr nach Einsatz vor Afrika oder im Südchinesi-chen Meer.

        Na gut, stimmt – da waren wir noch nicht richtig tätig. 

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    Lentz sagte:

    Italien ist ein Sanierungsfall, soviel ist klar. Ich gehe aber davon aus, dass es innerhalb des Euros keine Rettung gibt. Die dürfte dann doch eher außerhalb liegen. Aus meiner Erinnerung lief es in Italien vor dem Euro so schlecht nicht. „Man hatte sich arrangiert“, ich denke, das trifft es am ehesten. Das Problem ist die Entscheidung des Exits, die zunächst schmerzhaft sein wird, aber langfristig die Wende zum Besseren.

    Bei genauer Betrachtung dürfte das sogar für alle Euro-Beteiligten zutreffen, auch für Deutschland. Unsere angeblich so gut laufende Konjunktur der letzten Jahre ist auf geringe Zinskosten und Target-II zurück zu führen. Die geringen Löhne ein weiterer.

    Das Euro-Experiment wird früher oder später in einem Desaster enden. Das Positive ist, wir sind Teilnehmer der größten Insolvenz in der Geschichte der Menschheit, hat ja auch was.
    Die Zauberlehrlinge lassen grüßen.

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      Eva Maria Palmer sagte:

      Der wackere Dr.Krall, der nach eigenen Aussagen die Risiko-Tragfähigkeit-Systeme der Banken mitentwickelt hat, eckt natürlich an allen Kanten des Systems an und wird teilweise als Spinner mit destruktiven Theorien bezeichnet, wie viele Anhänger der österreichischen Schule.

      In einer „Tichys Einblick“-Sendung wurde neben Tichy als Moderator auch ein EZB „General-Direktor für neue Produkte“ als Gegenpart von Dr.Krall eingeladen.

      Diesem Herrn sind während der Diskussion des öfteren sämtliche Gesichtszüge entgleist und seine Verteidigung der desaströsen EZB-Politik war so schlecht, daß ich mich fragen muß, welche „Fachleute“ die EZB eigentlich noch als „General-Direktoren“ benötigt, wenn es lediglich darum geht, Nullzinsen, Negativ-Zinsen und QEs konzeptionell einzusetzen.

      Nach diesem beschämenden Auftritt habe ich den Rest des Vertrauens in das Management der EZB verloren, obwohl die eigentlich nur als Exekutive der Politik der dilettantischen und verantwortungslosen politischen Euro-Romantiker handelt.

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        troodon sagte:

        @ EMP
        Damit Sie mich bzgl. Dr.Krall nicht missverstehen, er legt m.E. an vielen Punkten den Finger richtigerweise in die Wunde. Beim Thema Eintritt seiner Prognosen unterscheidet er sich aber nicht, von denen anderer. Kann sein, dass die Prognosen eintreten, muss aber nicht. Man sollte sich entsprechend nicht zu sehr darauf verlassen.

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        Alexander sagte:

        @troodon

        Wenn man in Sachen Finanzkrise bei seinen Lieben um Achtsamkeit bittet/wirbt, hat man schon großes Glück – nicht sofort als „Saudepp“ belächelt zu werden. Wer durch diese Handlung seinen Spielraum noch nicht verbraucht hat, verliert ihn spätestens bei Unfähigkeit einen Termin zu benennen. Der Termin hat auf die Woche exakt zu sein, alles andere stört die Lebensplanung.

        Ich würde nie wagen einen Termin zu benennen, weil der Wirtschaftsraum viel zu komplex für Progrnosen ist und wir nicht wissen aus welchem Stockwerk des Turmes von Babylon wir gerade vorbei stürzen.

        Nachdem genau -null- Probleme einer Lösung näher gekommen sind, freue ich mich jetzt schon auf die Termine – an denen das Ende der Krise angekündigt wird, Termine die verstreichen müssen…..der Lebensplanung zum Trotz.

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        troodon sagte:

        @ Alexander
        “ freue ich mich jetzt schon auf die Termine – an denen das Ende der Krise angekündigt wird, “
        Da musste ich sofort an Yellen denken.
        Juni 2017: „Keine weitere Finanzkrise „zu Lebzeiten“
        Dezember 2018: Yellen sieht Gefahr neuer Finanzkrise

        Zustimmung bei: „Ich würde nie wagen einen Termin zu benennen, weil der Wirtschaftsraum viel zu komplex für Prognosen ist“
        Der Wunsch der Menschen nach Sicherheit ist aber offensichtlich größer, als die Bereitschaft Unsicherheit als etwas normales zu akzeptieren und sich mit ihr bestmöglich zu arrangieren. Wohl auch deshalb werden Prognosen mit Zeitangabe leider so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sie sind aber auch unterhaltsamer und spannender…

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Eva Maria Palmer

        „Diesem Herrn sind während der Diskussion des öfteren sämtliche Gesichtszüge entgleist und seine Verteidigung der desaströsen EZB-Politik war so schlecht, daß ich mich fragen muß, welche „Fachleute“ die EZB eigentlich noch als „General-Direktoren“ benötigt, wenn es lediglich darum geht, Nullzinsen, Negativ-Zinsen und QEs konzeptionell einzusetzen.“

        Die Gesichtszüge sind mAn Ulrich Bindseil zu Recht entgleist, da Markus Krall leider nur sehr wenig Ahnung von Geld und Geldpolitik hat. Die Kompetenz liegt eindeutig bei Bindseil und nicht bei Krall; auch dann nicht, wenn Krall viele Dinge zu Recht kritisiert. Aber wo sind seine Lösungen?

        Mit dieser Aussage schießt sich jeder klar denkende Mensch sicher ins geldpolitische Aus:

        „Ich halte eine Rückkehr zum Goldstandard für vernünftig.“ https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/risikomanager-markus-krall-ultimative-rueckversicherung/23756344-2.html

        Der Goldstandard war, ist und bleibt eine infantile Micky-Maus-Phantasie. Da können einem nur die Gesichtszüge entgleisen. Krall und Malte Fischer sollten sich besser mit den Realitäten auseinander setzen und das disfunktionale System evolutorisch vorwärts entwickeln und nicht reflexhaft zurück in archaisch-barbarische Zeiten von König Midas regredieren.

        LG Michael Stöcker

  5. Avatar
    Eva Maria Palmer sagte:

    Dr.Krall hat das Euro-Experiment als den größten Hedge-Fond bezeichnet, der jemals aufgelegt wurde.

    Wenn dieser Hedge-Fond erwartungsgemäß kollabiert, sind sämtliche Ersparnisse der Deutschen und anderer Staaten verfrühstückt.

    Ich wußte garnicht, daß unsere Ersparnisse überhaupt noch tatsächlich vorhanden sind.

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Frau Palmer:

      Sie schreiben: „Ich wußte garnicht, daß unsere Ersparnisse überhaupt noch tatsächlich vorhanden sind.“

      Bis zur Insolvenz eines Schuldners sind die Forderungen eines Gläubigers auf dem Papier immer noch vorhanden. Außerdem kann ein Gläubiger, der sein Geld selbst schaffen bzw. beschaffen kann, die Ersparnisse immer noch durch Inflation entwerten und dadurch nominell seine Versprechen einhalten.

      Bewährt nach dem Motto von Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher“ (unausgesprochen dazugedacht: „,aber die Preise halt nicht.“)

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    Eva Maria Palmer sagte:

    Ich muß noch einmal auf die Prognosen von Dr.Krall zurückkommen.

    Er behauptet, daß wir innerhalb 2 Jahren „alles“ verlieren werden.

    Er begründet dies mit dem Kollaps vieler Banken wg. fehlender Zinsmargen und notleidender Kredite an Zombie-Unternehmen, von denen viele insolvent werden.

    Wenn es aber länger als 2 Jahre dauern sollte, bis wir „alles“ verlieren, bin ich deswegen Dr.Krall nicht böse.

    Es gibt hier eine Reihe von Kritikern von Dr.Kralls Thesen.
    Die Wortreichsten von ihnen haben, genauso wie Merkel die Sarrazin-Bücher nicht gelesen hat, auch Kralls Bücher nicht gelesen, wissen aber ganz genau, was in den Krall-Büchern drinsteht.

    Sie sagen, das stimmt so nicht und selbst wenn was dran wäre, ist es nicht hilfreich.
    (Weil es uns ja nicht bekümmert, ob wir „alles“ verlieren werden).

    Bevor ich derart vehement gegen einen der besten Bankenkenner argumentiere, lese ich wenigstens seine Bücher und sage nicht, es reicht mir, was ich im Internet von ihm gehört habe.

    Im Gegensatz zu seinen Internet-Auftritten, begründet er seine Thesen fundiert und detalliert in seinen Büchern.

    Sein enormes Wissen haben mich wieder auf den Weg gebracht……….Sie ahnen es schon…….zum Geldautomaten um mein zu Null-Zins und Ausfall-Risiko gefährdetes Geld zu retten und wie immer zu meinem Golddukaten-Händler zu gehen und das einzig wahre Geld zu kaufen.

    Jetzt bin ich wieder zufrieden, genau wie meine Klienten, deren schlechte Prognosen nicht eingetroffen sind, weil sie später kommen, als gedacht.

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    • Avatar
      troodon sagte:

      Nochmal:
      Ist die Nullzinspolitik für die Zinsmarge der Banken negativ? Ja
      Werden weitere Bankfilialen in D und Europa schließen? Ja (weiterhin overbanked)
      Werden weitere Banken (auch offiziell) insolvent? Ja (hoffentlich, die Bilanzsummen der Banken sind m.E. im Verhältnis zur realen Wirtschaft viel zu hoch)
      Gibt es Zombieunternehmen? Ja
      Wird es im nächsten/laufenden Abschwung wieder neue NPL/NPE geben? Ja
      Stellen diese neuen NPL/NPE eine Gefahr für die Solvenz der Banken dar? Ja
      Ist es möglich, dass die Prognosen von Dr. Krall eintreffen ? Definitiv JA
      Ist es deshalb so, dass die Prognosen von Krall eintreffen MÜSSEN ? NEIN

      Mit geht es um eine differenzierte Sicht der Dinge, anstatt irgendwelche Aussagen einfach zu übernehmen.

      Schreiben Sie doch, warum Ihrer Meinung nach meine Posts falsch sind. Antworten Sie doch z.B. auf den ersten Post hier im Thema:
      https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/italien-ist-mit-und-ohne-euro-ein-sanierungsfall/#comment-63435
      oder auf den hier:
      https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/europa-auf-dem-weg-nach-japan-nur-schlimmer/#comment-63896

      DAS würde mich freuen, weil es mich weiterbringen könnte.
      Stattdessen kommt von Ihnen eigentlich sinngemäß nur „Dr.Krall hat es gut begründet, also kommt es auch genau so.“
      Wenn Sie nur hier im Blog sind, um zu hoffen, dass ihre vorgefertigte Meinung bestätigt wird, dann ist das Ihr gutes Recht. Und wenn Sie dann noch bei Google nach Beiträgen suchen, die Ihre Meinung bestätigen sollen, werden Sie selbstverständlich auch genügend finden.

      Das ist definitiv nicht mein Weg und ich möchte hierzu den Post von Hr. Präuner zitieren, der wiederum Popper zitiert:

      „Wie die Gesellschaft nur aus ihren Irrtümern lernen kann, so kann auch der einzelne nur auf dem Weg durch falsche Schritte, aus denen er lernt, vorankommen. Wer immer nur mit seinesgleichen umgeht, nur mit Menschen diskutiert, die sowieso schon die gleiche politische Meinung haben, wird immer auf der Stelle stehen bleiben. Er kann seine Argumente nicht in der Argumentation überprüfen auf Stichhaltigkeit und Triftigkeit. Denn er wird so immer nur bestätigt. Lernen können wir nur von unseren Gegnern. Deswegen ist es so wichtig, sich mit allen Meinungen und Überzeugungen auseinanderzusetzen.“
      https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/schlechtes-chance-risiko-verhaeltnis-an-der-wall-street/#comment-64015

      Und zum Abschluss:
      Sehe ich eine Gefahr, dass wir in D unser Wohlstandsniveau (absolut aber insbesondere relativ zu anderen Ländern/Regionen) gefährden ?
      Definitiv JA !
      Ist dies überwiegend die Schuld der Geldpolitik und von Herrn Draghi persönlich ?
      Aus meiner Sicht: Klares NEIN !

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      • Avatar
        Eva Maria Palmer sagte:

        Danke, @ troodon für Ihren Post, indem ich viele Übereinstimmungen sehe.

        Deswegen möchte ich das Thema Dr.Krall nicht weiter verfolgen.

        Keiner hat ein Interesse daran, daß seine Prognosen auch wirklich eintreffen.
        Und wenn, dann habe ich persönlich keine großen Probleme wirtschaftlicher Art, denn vielen Leuten, die sich jetzt an mich wenden, kommt es so vor, als ob Deutschland in einem permanenten Ausnahmezustand wäre.
        Mein Auftragsbuch ist voll.

        Meine Klienten haben Angst vor der Zukunft.

        Zu ihrer letzten Bemerkung,die (verfehlte) Geldpolitik gäbe es nicht und Herr Draghi wäre auch nicht schuld an der katastrophalen Entwicklung der EU-Finanzpolitik sage ich nur, die Enteignung der Sparer, Nullzinsen und Negativzinsen, fast billionenschwere Targetsalden, Überschuldung des ClubMed, Rettungsschirme die 100 Jahre nicht zurückgezahlt werden etc., sind sicherlich keine einsamen Entscheidungen von Herrn Draghi, sondern er ist der Komplize unserer verantwortungslosen Politiker und handelt in ihrem Auftrag.

        Was Deutschland betrifft, haben 30 Jahre Kohl, Merkel und ihre Koalitionäre Deutschland so nachteilig verändert, daß man am liebsten auswandern würde.

        2017 hat BK Merkel in Israel bei einem Interview mit den „Jewish News“ sinngemäß erklärt, Deutschland würde ein islamischer Staat werden und die Deutschen müßten das akzeptieren!
        Müssen wir das wirklich?

        Dr.Stelter hat sehr oft die katastrophalen Leistungen unserer Politiker kritisiert und hat festgestellt, daß alleine die verfehlte Politik ihrer fast 4 Amtszeiten von Merkel & Co. einen Billionenschaden für die deutsche Volkswirtschaft verursacht hat.

        Ein weiteres Riesenproblem ist die ungesteuerte Migration, für die Frau Merkel in erster Linie verantwortlich ist und die uns langfristig weitere Billionenschäden für unsere Volkswirtschaft bescheren wird und möglicherweise unsere Sozialsysteme irreparabel beschädigen wird.

  7. Avatar
    Eva Maria Palmer sagte:

    Meine Volksbank im Westerwald, wo ich ein Konto unterhalten habe, mußte wegen roter Zahlen mit einer größeren Raiffeisenbank fusionieren.

    Zwei weitere Genossenschafts-Banken werden diesen Schritt ebenfalls gehen müssen.

    Ich möchte nicht wissen, was diese Banker von Draghi und seiner famosen Enteignungsbank halten.

    Antworten
  8. Avatar
    Eva Maria Palmer sagte:

    Wenn man in Google eingibt:

    „Banken leiden unter niedrigen Zinsmargen“,
    erhält man seitenlang den Beweis dafür, daß Dr.Kralls Thesen so abwegig nicht sind.

    In der FAZ zum Beispiel steht, daß deutsche Banken besonders betroffen sind.

    Auf die Erklärungsversuche, daß dies mit den Thesen von Dr.Krall nichts zu tun hat, bin ich gespannt.

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