Der demografische Niedergang bestimmt alles – nur die Politik macht weiter wie bisher!

Um es gleich vorwegzuschicken. GEFIRA ist eine problematische Quelle. Sie wird mit identitären Bewegungen in Verbindung gebracht, und weil die Aussagen nicht politisch opportun sind, wird alles, was aus diesem Hause kommt, sofort diskreditiert. Nachdem ich bei einem kleinen Versuch, hiermit zu argumentieren, gleich heftig angegriffen wurde, wollte ich eigentlich Abstand nehmen, diesen Beitrag und das Material zu posten. Andererseits ist es tendenziell auf jeden Fall richtig. Vor allem macht es nochmals deutlich, weshalb es eine Illusion ist, zu glauben, Deutschland könne die Eurozone über Transfers stabilisieren. Das ist eine Illusion!

  • Since the German population is declining at a staggering pace, before the end of the century there will only be 22 million indigenous Germans left. Currently the working population has already begun to shrink. This drop is still moderate compared to what will come after 2020. The disappearing of the nation that has just begun will have catastrophic consequences.“ bto: Im Mainstream wird das „Verschwinden einer Nation“ natürlich entweder begrüßt, geleugnet oder aber als hetzerische Aussage abgetan. Deshalb diese Problematik.
  • „The German government recorded a large budget surplus last year, a sign that the authorities are not willing or able to invest in their own country. Germany lacks health care professionals, road construction workers and teachers, but allocating more tax money to this sector makes no sense because there are simply no people available. (…) In order to find consumers and labourers, the German industry is investing in new factories abroad.“  bto: was ich nur jedem empfehlen kann!


Quelle: GEFIRA, Zero Hedge

  • „In the past, the German economy was able to attract employees from Southern, Eastern and Central Europe, but at present the demographic situation in states such as Spain, Portugal, Italy and Poland – which have long provided Germany with workforce – has worsened, so for all practical purposes these sources of labour have all but dried out.“ bto: Spanien steht ebenfalls vor einem demografischen Niedergang, der schlimmer ist als zu Zeiten der Pest.
  • „The financial sector depends on a growing economy, but – apart from periods of temporary increase – there is no significant growth, and banks have to unwind their positions by selling their assets and returning cash to their clients.“  bto: Die richtige Aussage ist, dass unser Wirtschaftssystem aufgrund der Schuldendynamik Wachstum braucht.
  • „When the ageing population tries to sell its investments – stocks, obligations or companies – after 2020 they will find a declining working age population that is willing and able to buy these assets. It is already difficult for German business owners to find successors.“  bto: auch schon hier kommentiert, siehe „Sandwich-Generation“.

Quelle: GEFIRA, Zero Hedge

  • „The profitability of the German automotive industry depends on China, a country with the fastest growing car market. Germans, however, are only allowed to have plants in China as joint ventures with Chinese partners. As President Trump rightly noticed, German car sales come at a cost which is the transfer of knowledge. Within a couple of years, the Chinese, adopting the Japanese model, will have developed their own car industry, supplanting Volkswagen and BMW from the world markets.“ bto: Und die Elektroautos sind der entscheidende Hebel, um die technologische Dominanz der Deutschen zu brechen.
  • „The German society is like most of the Western communities heavily indebted. The growing pension obligation makes German debt obligation in the long run unsustainable. The German economy is facing the same problems as the Japanese economy, which has not grown for twenty years. Japan, Italy, and Spain (the world’s third, ninth and fourteenth economies) are experiencing the demographic winter with all attendant problems. Germany, the world’s fourth largest economy, is next in line.“  bto: Und wir betreiben die völlig falsche Politik in dieser Hinsicht.
  • Academic economists are still blind to what demographers can easily see: after 200 years of continuous growth, the population in the industrial world is decreasing. To put it simply: you cannot have your economy twice as big while at the same time having your population twice as small. Even if productivity quadrupled, there would still be too few consumers of goods and services.“  bto: außer man setzt noch mehr auf Exporte …
  • „In conclusion, Germany’s problems will only start to accelerate after 2020 when every year the working age population will be reduced by 400 thousand people; by 2028 this number will amount to three-quarters of a million. The disappearance of the German nation will entail the next systemic crisis.“  bto: Das will keiner hören, darf keiner sagen. Ist aber so. Egal, ob die Zahlen oben nun etwas übertrieben schlecht sind oder nicht.

Doch was schert das die Politik? Nichts! So titelt die (sonst in Geldsachen immer überaus großzügige) SZ: „Rentenpläne der Koalition sind unbezahlbar„, um dann das Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München zu zitieren:

  • „(…) schon von 2023 an würde die Haltelinie für das Rentenniveau, die die Koalition von derzeit 43 auf 48 Prozent anheben will, unterschritten. Zwei Jahre später würde dann der Beitragssatz von 20Prozent überschritten. Damit würde Geld fehlen: 2025 wären das elf Milliarden Euro im Jahr, 2030bereits 45 Milliarden Euro, 2035 80 Milliarden Euro und 2048 mehr als 125 Milliarden Euro im Jahr. (…) Danach müsste die Mehrwertsteuer von heute 19 Prozent 2030 um drei Prozentpunkte erhöht werden, bis 2036 wären es schon sechs Prozentpunkte, langfristig müsste die Steuer bei 26Prozent liegen. (…)  Schon heute überweist der Bund gut 90 Milliarden Euro im Jahr an die Rentenversicherung; bald dürften die Bundeszuschüsse 100 Milliarden Euro erreichen. Doch auch Alternativen wären politisch heikel. Würde die Koalition das Renteneintrittsalter erhöhen, müsste dieses bis 2030 auf 69 und bis 2045 auf 71 Jahre angehoben werden. Das gilt als nicht durchsetzbar.“  bto: was für Traumtänzer und Illusionisten uns regieren!

zerohedge.com: „GEFIRA: In 2020, German Society Will Start Collapsing“, 10. April 2018

sueddeutsche.de: „Rentenpläne der Koalition sind „unbezahlbar““, 23. April 2018

67 Kommentare
  1. Johannes sagte:

    Mir gefällt es Herr Stelter, dass Sie die Versuche, das Sagbare einzuhegen nicht unterstützen (genauso wenig wie die Versuche das Sagbare grenzenlos auszudehen).

    Ja, die Demographie spricht klar gegen Deutschland, daran gibt es nichts zu rütteln. Ein Baustein der Abhilfe würde ein „Einwanderungsgesetz“ sicher darstellen; dass ließe sich m.E. problemlos auf der Grundlage der gegenwärtigen „Blue-card“ Regelungen entwickeln.

    Warum die „Traumtänzer und Illusionisten“ in der Politik und der Bundesregierung dies nicht mit Nachdruck angehen ist DAS große Geheimnis schlechthin. Denn die Bevölkerung hätte sie mehrheitlich sicher hinter sich.

    Ich verstehe die Untätigkeit unserer Bundesregierung und weiter Teile des deutschen Bundestages bei diesem u.a. Themen auch schon lange nicht mehr.

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    • Michael Stöcker sagte:

      Qualifizierte Einwanderung ist grundsätzlich ok, wichtiger ist jedoch eine kinderfreundliche Gesellschaft. Und das Problem ist selbstverständlich nicht nur links-grüner Zeitgeist sondern vor allem auch rechtskonservative Restauration. Dazu auch Adair Turner:

      „Intelligent policy should therefore identify and remove any barriers unnecessarily depressing birth rates, such as labor-market discrimination, limited parental leave, or inadequate childcare facilities, which make it difficult for women to combine careers with having as many children as they wish. The Scandinavian countries are exemplary in this respect, though fertility rates there have not returned to replacement levels, but only to about 1.75-1.9.

      Similar policies in the US might marginally increase the fertility rate from today’s 1.75, with a mildly beneficial net effect. But the predominant response to America’s recent fertility decline should be to accept it as inevitable and to stop worrying about it.” https://www.project-syndicate.org/commentary/america-declining-fertility-rate-by-adair-turner-2018-06

      LG Michael Stöcker

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      • markus sagte:

        @Michael Stöcker

        „Qualifizierte Einwanderung ist grundsätzlich ok, wichtiger ist jedoch eine kinderfreundliche Gesellschaft. Und das Problem ist selbstverständlich nicht nur links-grüner Zeitgeist sondern vor allem auch rechtskonservative Restauration.“

        Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Sonderlich kinderfreundlich ist Deutschland nicht. Kinder werden eher als Störenfriede denn als Bereicherung empfunden (Wohnungssuche: Nichtraucher, keine Haustiere, keine Kinder…).

        Wenn sich Leute beschweren, dass zu wenig Kinder geboren werden und gleichzeitig aber gegen Kinderspielplätze (bzw. die Stadt) geklagt wird, dann ist das ganz ähnlich wie für unbegrenzte Zuwanderung zu sein und aber gleichzeitig kein Asylheim in der näheren Nachbarschaft haben zu wollen.

  2. SB sagte:

    bto: was für Traumtänzer und Illusionisten uns regieren!

    Würde D nicht die halbe Welt alimentieren (ob im Aus- oder im Inland) und das so verplemperte Geld für seine Bürger in werthaltigen Assets anlegen, wie es die Schweizer Nationalbank vormacht, sähe die Rechnung ganz anders aus. Die herrschende linksgrüne Politik dagegen enteignet die Deutschen in ungeahntem Ausmaß für ihre internationalsozialistischen Pläne und sorgt dafür, dass sie über TARGET 2-Salden wertlose Forderungen gegen EU-Länder aufbaut. Das hat nichts mit Traumtänzern und Illusionisten zu tun, sondern mit bewusster Zerstörung Deutschlands mit dem Ziel der Abschaffung dieses Landes. Mehr dazu hier: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/die-cdu-und-europa-deutschland-ist-ueberwunden/

    Man kann sich der Probleme eines Landes eben auch in der Form entledigen, dass man einfach das Land abschafft. Die Menschen werden dann zu schlichten Weltbürgern, die wie viele andere auch, Probleme mit dem Einkommen und der Altersversorgung haben. Wen kümmerts dann noch? Tuts ja jetzt schon keinen…

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  3. Hansjörg Pfister sagte:

    „Um es gleich vorwegzuschicken. GEFIRA ist eine problematische Quelle. Sie wird mit identitären Bewegungen in Verbindung gebracht, und weil die Aussagen nicht politisch opportun sind, wird alles, was aus diesem Hause kommt, sofort diskreditiert.“
    Ich möchte dazu auf meinen Beitrag hier bei bto vom 25. Mai verweisen. Die „Guten“ setzen sich gar nicht mehr argumentativ mit den „Bösen“ auseinander, den „Guten“ genügt es die Moral scheinbar auf ihrer Seite zu haben, die Konsequenz ist deren Verblödung. Zu den Identitären: Diese sind zwar rechts (ja und?), nach meinem subjektiven Empfinden aber nicht mal radikal und auf keinen Fall extremistisch. Es ist völlig legitim ein Identitärer zu sein. Argumente zu diskreditieren, nur weil diese von „Rechten“ stammen oder von solchen, die man dazu machen möchte, ist absurd.

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  4. Ondoron sagte:

    Herr Stelter, ich finde es peinlich, wenn Sie sich von Political Correctness einlullen lassen. Forschen Sie doch mal ein bisschen weiter. Lesen Sie, was offizielle anglo-amerikanische Think Tanks über Deutschland schreiben. „Replacement Migration“ ist ein geopolitisches Ziel. Die Re-Education der Deutschen nach dem Krieg – auch Ihre! Wer in solchen Narrativen gefangen ist, versteht nicht viel. Wer an Wahrheit interessiert ist, muss über den Tellerrand schauen.

    Sarrazin hat recht: Deutschland schafft sich ab – wird abgeschafft. Und damit ist die „deutsche Frage“ vor der Geschichte endgültig gelöst. Fragen Sie sich doch mal, warum die dicke Frau im Kanzleramt mitmacht.

    Das Dichotom recht-links in der Politik ist unbrauchbar. Es geht nur um frei-unfrei. Ob die NationalSOZIALISTEN eine „rechte“ Partei war ist fraglich. Lesen Sie mal Goebbels „Der Nazi-Sozi“ von 1930 – ich weiß, eine Zumutung! Aber darin beschreibt Goebbels die politischen Antagonisten der Nazis. Bei der dortigen Beschreibung könnte man meinen, er beschreibe die AfD. Vergleichen Sie das Kommunistische Manifest mit der Programmatik der NationalSozialisten: 85% Deckungsgleichheit; Rahim Taghizadegan hat sich die Mühe gemacht in seiner Monographie „Rechts-Links“. Man muss nur die verblödenden Narrative des Mainstreams hinter sich lassen.

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  5. Jacques sagte:

    Sehr geehrter Herr Stelter,

    ich halt die demografischen Prognosen für ausgemachten Schwachsinn.
    Die Grafik von GEFIRA ist doch jetzt schon total falsch!
    Frankreich erlebte von 1870 bis 1914 auch eine demografisch katastrophale Entwicklung und drohte „auszusterben“. Die Prognosen nehmen einen Trend und schreiben ihn einfach in die Ewigkeit fort, aber das machen seriöse Ökonomen doch sonst auch nicht.
    Wer sagt denn das dieser Trend so weitergeht? Was passiert wenn die „Alten“ sterben und dadurch deutlich mehr Wohnraum frei wird? In manchen Regionen – sogar in Regionen im Westen – ist das doch bereits heute ein Problem. Die Alten wollen ihre Häuser verkaufen aber treffen auf dem Land auf ein Überangebot an Häusern und müssen riesige Abschreibungen auf den Preis in Kauf nehmen. Meiner Meinung nach ist preislich günstig verfügbarer Wohnraum DER entscheidende Punkt für Geburtenraten. Wieviele Paare kenne ich in München, die gerne noch ein Kind haben würden aber einfach nicht können weil sie eine größere Wohnung bräuchten! Und der demografische Wandel wird mit Sicherheit auch die Ballungzentren betreffen! Wenn hier mal Raum geschaffen wird, kann die Geburtenrate schnell mal wieder ansteigen. Vor allem da man vllt wieder mehr auf die Kindern in der Rente angewiesen ist

    Antworten
    • Hansjörg Pfister sagte:

      Selbst wenn sich der Trend umkehrt und die Leute wieder mehr Kinder bekommen, dauert es doch durchschnittlich 20 Jahre bis diese produktiv werden. Im Moment wird der freiwerdende Wohnraum – freilich eher am unteren Ende der Skala – von unseren Zugewanderten beansprucht. Und die meisten dieser Leute fragen nicht lange, ob sie sich noch ein Kind leisten können, schließlich sorgt der deutsche Staat dafür, dass sie es können. Leider bleiben sie und ihre Kinder überpropertional häufig Transferleistungsempfänger. Das funktioniert doch alles nicht!

      Antworten
      • Jacques sagte:

        Das die Sozialleistungen noch heftig gekürzt werden müssen steht sowieso ausser Frage. Damit wird das Land ganz automatisch unattraktiver für Zuzug von Außen.
        Was wir wie in Frankreich brauchen ist ein Steuersystem, bei dem man ab dem dritten Kind keine bzw. kaum Einkommenssteuer zahlen muss. Somit wird Arbeit und Familie gleichermaßen belohnt!
        Zudem ist nicht absehbar wie sich die Politiklandschaft verändert, es könnte auch wieder eine ganz andere Politik gefahren werden!

    • Ulrich Remmlinger sagte:

      @ Jacques
      Wenn Sie Verständnisprobleme haben, dann gehen Sie bitte direkt auf die Webseite von GEFIRA, dort gibt es die Beschreibung des Rechenmodells auch auf deutsch.
      https://gefira.org/de/2018/03/26/gehoeren-die-deutschen-in-naher-zukunft-noch-zu-deutschland/
      Das Modell wurde validiert, indem die Entwicklung von 1965 bis heute berechnet wurde. Das Ergebnis ist auf 1% genau. Da die Frauen, die die Kinder bekommen werden, heute schon alle geboren sind, ist eine Vorhersage über die nächsten 30-40 Jahre sehr genau. Das Reproduktionsverhalten der Frauen ist bekannt. Eine Karrierefrau wird nicht plötzlich zur Hausfrau und Mutter von 4 Kindern mutieren.

      Antworten
      • Wolfgang Selig sagte:

        @Hr. Dr. Stelter: Ich denke, wir unterschätzen die KÜNFTIGE Flucht der jungen Leistungsträger ins Ausland. Bis jetzt ist es so, dass noch viele Informatiker, Ärzte oder Ingenieure hier bleiben, wenn auch schon etliche in die Schweiz, in die USA oder nach UK gehen. Richtig heftig wird es, wenn wir mit der Automobilverbrennungstechnik gegenüber den E-Mobilen einerseits und mit den ungelösten demografischen Problemen andererseits die Lohnnebenkosten plus sonstige Abgaben so in die Höhe schnellen, dass die Arbeitsplätze in Deutschland vollends unattraktiv werden, weil die Abgabenquote auf 70 oder 75 % hochgeht.

      • Jacuqes sagte:

        @Ulrich:
        Warum so aggressiv? Als Ökonom habe ich sicherlich keinerlei Verständnisprobleme. Allerdings habe ich Probleme mit derartigen Prognosen, denn die Demografietrends haben sich bis heute ALLE als falsch erwiesen.
        Es gab auch schon Zeiten in denen die Kinder früher erwachsen sein mussten als heute, da konnte man nicht bis 30 wie heutzutage teilweise rumgammeln! Viele in der Jugend leben im Ungefähren und begrüßen sogar die heutigen Zustände in der Politik! Dementsprechend können sie das auch gerne mit ausbaden und die Konsequenzen davon spüren. Ich bin selbst noch jünger und werde dementsprechend auch das Jahr 2060 noch locker miterleben. Ich bin gespannt und im schlechtesten Fall bin ich eben auch hier weg ;)
        Ich kann mir wenigstens zugutehalten das ich gegen diesen Irrsinn von Frau Merkel war und habe mir deshalb nichts vorzuwerfen und keinerlei Scham dieses Land zu verlassen. Ein Land das die eigenen Bürger nicht schätzt, ist im Grunde nichts wert.

    • markus sagte:

      @jacques:

      Mag sein. Auch werden die zukünftige Menschen vermutlich wieder kinderreicher werden. Einfach weil diejenige, die trotz moderner Verhütungsmethoden (vor allem Pille) Kinder kriegen, übrigbleiben. Quasi evolutionäre Anpassung an Familienplanungsmoglichkeiten. :) ABER: Demographie ist ein schwerer Tanker: Es dauert Dekaden, um die Richtung zu ändern, und noch noch länger bis die Kinder dann erwachsen sind. Spürbare Veränderungen hinsichtlich Geburtenrate erwarte ich sicher nicht für meine Generation und sehr wahrscheinlich auch nicht für meine Kinder.

      Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      @MFK:

      Sie beschreiben es selbst: „ausbildungsfähige“ zukünftige Fachkräfte.

      Das ist nach meinen Erfahrungen v.a. ein Mobilitäts- und Bildungsproblem. Die Jugendarbeitslosigkeit ist nicht so sehr in Paris oder Mailand, sondern vor allem im ländlichen Spanien, in Süditalien und auch in ländlichen bzw. inzwischen deindustriealisierten Teilen Frankreichs. Die jungen Leute müssten dort einfach wegziehen oder konkurrenzfähige Betriebe müssten dort hinziehen. Es passiert aus vielen Gründen nicht.

      Das Hauptproblem ist aber die Produktivität. Es gibt Gründe, warum sich z.B. in Süditalien keine großen Neuansiedlungen finden. Diese Gründe sind gesellschaftlicher Natur, aber auch (das lässt sich eh nicht trennen) politischer Natur. Neben den üblichen Gründen Korruption, Infrastruktur, demographische Perspektive, etc. ist es die Einstellung zu Bildung und High-Tech.

      Reden Sie einfach mal mit einem „Ottonormalverbraucher“ in Kalabrien und nicht mit einem Politiker aus Rom. Dann bekommen Sie auf einmal mit, dass Kinder real nur bis zur 4. Klasse in die Schule geschickt werden und dann in der Landwirtschaft mithelfen müssen oder in der Gastronomie. In der EU! Da brauchen Sie sich über Jugendarbeitslosigkeit nicht mehr wundern, denn faktisch handelt es sich hier um funktionale Analphabeten für Erwachsenentexte, selbst in der eigenen Muttersprache. Natürlich ist das nicht überall so, Spanien ist da wohl besser. Aber Bildungsbegeisterung und Mobilität sieht auch da anders aus.

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      • qed sagte:

        Genau das entspricht der Realität und ist auch der Grund, warum die arbeitslosen Jungen aus den Südländern nicht schon längst in Germoney sind: Sie wissen, daß sie auch hier bestenfalls nur Elendsjobs verrichten können mangels Ausbildung, ja auch Ausbildbarkeit. Ein anderes Phänomen zeigt sich in den skandinavischen Ländern: Dort ist flächendeckend eine sehr gute Schul- und Ausbildung verfügbar, jedoch hat kein Konzern Niederlassungen auf den Lofoten, der schwedischen Tundra oder an den Märchenseen des finnischen Ostens, folglich wandern alle in die Ballungszentren ab- es gibt in diesen Ländern bereits riesige Gebiete, die so gut wie menschenleer sind, die Ortschaften verfallen und sind nach wenigen Jahren wieder Urwald.
        Hoffnung haben die Visegrads: Mit gut steigendem Lebensstandard steigt auch der Strom der Rückkehrer. Und, wenn es hier so weitergeht, die Zahl deutscher Auswanderer.

  6. Gibson sagte:

    Diese düsteren Prognosen halte ich für etwas übertrieben. Die Japaner haben uns doch ganz gut vorgemacht, wie es gehen kann. Ich halte mich aktuell beruflich in Japan auf und alles in allem funktioniert das Land noch ziemlich gut. Erstaunlich, angesichts der Bevölkerungsstruktur und einer um 35% niedrigeren Arbeitsproduktivität im Vergleich zu Deutschland. Will sagen, mit etwas längeren Arbeitszeiten, effizienterem Sozialstaat und sinnvoller Einwanderung, können wir die nächsten Jahrzehnte ganz gut überstehen. Dass Deutschland geopolitisch weiter drastisch an Bedeutung verliert, ist nun auch kein neues Phänomen.

    Wir haben hier das Problem der zunehmenden Heterogenisierung der Bevölkerung, dafür leiden die jungen Japaner unter starren Normen und einer ultrakonservativen Gesellschaft. Beides hat seine Nachteile.

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  7. Alexander sagte:

    Sie alle es noch nicht verstanden und ich danke Herrn Stöcker sehr für seinen erhellenden Link auf
    Noah Hariri, den Bestsellerautor und Historiker.

    Vor Hariri darf man sich gerne die tagesthemen ansehen, wo Yascha Mounk auf das einzigartige Experiment eine monoethnische in eine multiethnischen Demokratie zu verwandeln, verweist: https://www.youtube.com/watch?v=eFLY0rcsBGQ …das Volk hat Frau Merkel schon umdefiniert und die Mannschaft ist erster Werbeträger.

    Nun bietet Noah Hariri die Lösungen auf jene Probleme, die Yascha Mounk aufzählt – insbesondere die Verunsicherung durch Wohlstandsverlust. Die Erfolgsgeschichte des 70.000 Jahre regierenden Homo sapiens soll durch den Homo Deus in 200 Jahren abgelöst werden: https://www.youtube.com/watch?v=lShLOMC9zC8&feature=youtu.be

    Wenn unsere Nachfahren „Cyberwesen“ sein werden, wer braucht dann noch Handwerker oder Arbeiter für Exportindustrien…? Wer wollte noch Bayer oder Pole sein, wenn das ewige Leben lockt? Bildungssysteme sind out, wenn in Zukunft (Hariri) anstelle Nahrungsmittel – Gehirne produziert werden…

    Geld für Rentenzahlen braucht dann auch niemand mehr.

    Diese Utopie ist Mainstream, vollkommen politisch korrekt.

    Derweil finanziert der alte Mensch über die Erträge der Vergangenheit den Schritt in die Zukunft.
    Wer wollte nicht in Biotechnologie investiert sein, 3d Print und KI?
    Ein prominentes Beispiel für ein Genie des MIT: https://youtu.be/nAA0DfAdiIU in Davos.

    Wie rückständig Geldsysteme, Sozialversicherung oder Schuldenstände zu erwägen.

    Antworten
  8. Thomas sagte:

    Noch ein paar unbefleckte Diagramme zum Thema.

    http://www.visualcapitalist.com/germany-scary-demographic-milestone/

    Schön vor allem das Diagramm in der Mitte, wo man selber den Schieberegler betätigen kann. Dieses hatte ich – meine ich – auch vor Jahren schon einmal bei destatis gesehen. Man beachte den „Knubbel“ der Jahrgänge 1950-1970. Wenn man durch die Jahre scrollt, erinnert das etwas an einen Tsunami, was da auf die Rentenkassen zukommt. Und dahinter ist relative Ebbe…

    Nun gut. Das ist Projektion. Die Deutschen, die in 20-30 Jahren Kinder haben, sind heute schon geboren. Die große Frage ist daher: Werden sich Familien wieder mehr Kinder wünschen und sich diese auch leisten können. Und mit leisten ist freilich nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Platz gemeint. Als gestresstes Doppelverdienerpärchen oder – nicht zu unterschätzen die Zahl – Single in überteuerten Großstädten wird’s wohl eher bei 0-1 Kind bleiben. Wenn sich letzteres nicht ändert, dürfte die Projektion für die nächsten 20-30 Jahre schon recht robust sein.

    Ein positives hat das: Selbst mit Mitte 40 werde ich noch als „junger Herr“ angesprochen und fühle mich in unserer Stadt meist auch so…

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  9. qed sagte:

    „Ich denke wir unterschätzen die Flucht der jungen Leistungsträger ins Ausland…“
    Bingo! Jeder der Leistungsträger mit Familie in meinem Bekanntenkreis denkt daran und fördert das Bewußtsein dafür bei seinen Kindern oder Enkeln massiv, ich sehe überall, daß diese in jungem Alter bereits ganz passabel Englisch können und Berufsvorstellungen entwickeln, die weitab von Sozio-Polito- und Genderquatsch liegen, der Sturm auf die Privatschulen spricht für sich. Wer kann, sorgt für eine zweite Staatsbürgerschaft, die in vielen Fällen auch auf die nachfolgende Generation übergehen kann. Insbesondere die stark steigende Zahl abwandernder Millionäre ist ein Alarmsignal erster Ordnung, aber auch ein solider Handwerker hat gute Möglichkeiten in vielen Ländern. Ich bin manchmal verblüfft, wo überall bereits eine deutsche Community existiert. Was noch sehr weh tun wird: Mit ihrem Können gehen auch ihre Spargroschen, weshalb in linken Kreisen längst über eine neue „Reichsfluchtsteuer“ nachgedacht wird. Schland hat fertig. Man weiß es nur noch nicht hier.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article174502114/Zu-und-Abwanderungen-Immer-mehr-Deutsche-verlassen-das-Land.html

    Antworten
    • Thomas sagte:

      >Mit ihrem Können gehen auch ihre Spargroschen, weshalb in linken Kreisen längst über eine neue „Reichsfluchtsteuer“ nachgedacht wird.

      Haben Sie hierzu vielleicht eine Quelle? Mich würde interessieren, ob darüber schon öffentlich diskutiert wird. Das wäre wirklich das Signal zum frühzeitigen … Diversifizieren, wenn man noch andere Länder im Auge hat. Ich kann mir nur keine rechtliche Grundlage hierzu vorstellen, weil es eine Enteignung wäre.

      Aber zum Wohle des Euro ließe sich die „finale Sozialabgabe“ vermutlich schon zusammenkonstruieren. Kapital“flucht“ (ja, in manchen Fällen ist die Globalisierung und freier Verkehr auf einmal doch nicht mehr so wichtig und hohes Gut) kann schon zum Problem für die Eurozone werden. Jetzt läuft es „nur“ national, aber irgendwann gehen die Spar-Euros vielleicht auch aus Nordeuropa nach Übersee.

      Antworten
      • qed sagte:

        Das Kind heißt dann natürlich anders: Ausbildungskostenrückerstattung, in der Privatwirtschaft gang und gäbe. Solche Modelle auch auf die Ausbildung an öffentlichen Einrichtungen zu übertragen, wird in der SPD immer wieder diskutiert. Bei einem Medizinstudium immerhin ein Betrag von 200000 E
        Norwegen hat grob vergleichbares längst: Wegen der geringen Anzahl eigener Studienplätze werden z.B. Medizinstudenten, die im Ausland studieren, mit großzügigen Stipendien unterstützt. Bleiben sie im Ausland, müssen sie es zurückzahlen und zwar zügig. In Norwegen selbst werden die Jungmediziner in entlegene Gebiete zur Aufrechterhaltung der Versorgung kommandiert. Weigern sie sich, sind ebenfalls hohe Beträge fällig.

    • Alexander sagte:

      @qed
      Aus dem link – Zielländer:
      Schweiz (17.650), USA (12.781), Österreich (10.283), Großbritannien (8243), Türkei (6230) und Frankreich (5895).

      Wer auswandert und seinen Lebensstandard nicht verlieren will, hat welche Länder zu Auswahl – ohne dieselben Probleme erneut an zu treffen?

      Geredet wird viel vom Auswandern, aber die tiefe Risikobereitschaft haben die wenigsten. Man wandert im Auftrag eines DAX Konzerns vorübergehend aus oder startet die wissenschaftliche Karriere und hofft am Ende auf die Rückkehr in die Heimat.
      Auswandern ohne Sicherheitsnetz und durch abbrechen aller Brücken hat Seltenheit. Entwickeln sich unsere Gesellschaften weiter wie bisher, wird das nicht besser – ganz im Gegenteil sinkt die Ressource Mensch (vgl. Prof. Kruse) weiter ab, wird das Ausland unsere Männer gar nicht wollen (vgl. Prof. Heinsohn, keine Schweißer für Toronto).

      Dem Epochenwechsel entgeht niemand durch Flucht.

      Antworten
  10. Aghdam's Themenabend sagte:

    Die Freizügigkeit der EU ist für Deutschland gut. Auch wenn es makaber klingt hilft das Siechtum von GR/IT/ES/POR aber auch Bulgarien und Rumänien Deutschland, weil Leute bereit sind aus den perspektivlosen Ländern zu uns zu kommen um zu verdienen. Wenig, aber besser als nichts. Und nur weil Spanien Demografieprobleme hat, heißt es nicht das die Jobs in Spanien alle so gut bezahlt und vorhanden sind, dass alle jungen Leute einen Job vorfinden. Solange man die Struktur stabil hält, kann Deutschland davon demografisch profitieren weil wir den größten Sog haben.
    Wenn die Demografie aus der EU nicht reicht, warum kümmert man sich nicht ernsthafter darum aus Ländern wie Indien Arbeitskräfte anzulocken? Die Sprache ist eine Barriere, aber mir kann keiner erklären dass man nicht genug Chinesen (1379 Mio. Einwohner) oder Indier (1324 Mio. Einwohner) finden kann, die ausgebildet sind und sich sehr gerne im schönen, sicheren und sauberen Deutschland niederlassen wollen. Deutschland hat bei aller Kritik eine extrem hohe Lebensqualität, wenn man von schlechter Laune und schlechtem Wetter absieht.
    Die Grafiken sind nicht aktuell sonst müsste man deutlich erkennen wo die Flüchtlingswelle eingeschlagen ist. Immerhin sind es viele junge Männer im arbeitsfähigen Alter die gekommen sind.
    Bekannt ist, dass die Digitalisierung die meisten Jobs, und am Ende alle Jobs obsolet macht. Angeblich sind wir schon mitten drin und merken es nur nicht, weil wir einen Boom haben. Wenn das der Fall ist, könnte unser demografisches Problem sogar die Übergangsphase hin zu einer vollautomatischen Wirtschaft erleichtern.
    Was die Elektroautos angeht sehe ich es genau so wie Herr Stelter: Die Chinesen setzen es durch und machen die Elektroautos marktfähig und preiswert, der Verbrenner wird keine Chance haben und unsere Autoindustrie bis auf Ausnahmen verschwinden. Das kann einem schon Angst machen. Das heißt wohl, dass Immobilien in Stuttgart überbewertet sind und man sie verkaufen sollte bevor Benz und Porsche das letze Auto verkaufen ;)
    Danke dass sie diese Plattform bereitstellen, und den Menschen Hintergrundinformationen und Wissen vermitteln. Ich habe bis jetzt noch keine bessere Deutschsprachige Seite gefunden.

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  11. Bakwahn sagte:

    In der Tat ist die Bevölkerungsentwicklung für das weitere wirtschaftliche Gedeihen eines Landes von wichtiger Bedeutung. Das weiß auch die deutsche Politik und die Regierung.
    Ich verstehe allerdings nicht, was mit „nur die Politik macht weiter wie bisher“ gemeint sein könnte. Unsere Regierung inklusive der Oppositionsparteien Linke und Grüne lassen jedes Jahr zwischen 300.000 bis 400.000 Menschen einwandern. Die meisten davon junge Männer, denen man dann später erlauben wird, sich Frauen aus ihren Herkunftsländern nachzuholen. Diese sollen bei uns die demographischen Lücken füllen, die wir Deutschen durch unser negatives generative Verhalten der letzten Jahrzehnte selber verursacht haben. Also es passiert doch etwas.
    Ob diese Einwanderer zu uns passen, und ob es die richtigen sind, die wir tatsächlich auch brauchen, wage ich zu bezweifeln.

    Es hat etwa seit Anfang der 1970er Jahre immer wieder sogenannte Enquete-Kommissionen des BT gegeben, deren Aufgabe es war, herauszufinden, was geschehen muß, damit die Deutschen wieder mehr Kinder bekommen. Die haben brauchbare Vorschläge erarbeitet; etliche davon sind durch die Politik auch realisiert worden, nur die Deutschen haben nicht genug gevögelt, diese blöden Verweigerer.
    Herr Dr. Stelter, die Politik macht in der Tat weiter wie bisher, nur wir Deutschen versagen uns fast komplett der Elternschaft. In letzter Konsequenz sind wir es, die sich durch ihr kollektives katastrophale generative Verhalten selber abschaffen.

    Machen Sie eine Umfrage unter ihren Lesern und Kommentatoren.
    Wie viele Kinder und Enkelkinder hat jeder vorzuweisen?
    Die Antworten werden erschreckend sein. Wir alle handeln und haben gehandelt nach dem St. Florian Prinzip „Lieber Florian, laß unser Häusle stahn, zünd andre an.“
    Ich will Karriere machen, will gutes Geld verdienen, will gehobenen Konsum, einen „modernen“ Lebensstil, will mich „selbst verwirklichen“; da stören Kinder nur. Die sollen gefälligst die anderen bekommen. Die „Anderen“ jedoch haben diesen wiederum was gehustet.
    Das Ergebnis haben wir jetzt. Jetzt will es wieder mal keiner gewesen sein.

    Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      @bakwahn: tja, da treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Jeder Erwachsene in der Sahelzone weiß, dass er ohne ausreichend gesunde Kinder und Enkel im Alter ein Versorgungsproblem hat. Das Problem ist die daraus entstehende Überbevölkerung. Nur der Europäer und inzwischen auch etliche andere glauben, dass kleine bedruckte Scheine das ersetzen können. Das umgekehrte Problem ist, dass das mathematisch nicht funktioniert, wenn es die Mehrheit glaubt und danach handelt.
      Beide Arten von Regionen zahlen gerade ihren Preis dafür und er steigt weiter.

      Antworten
      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Wolfgang Selig

        Beide Arten von Regionen zahlen gerade ihren Preis dafür und er steigt weiter.

        So ist es, so nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

        Lassen Sie uns noch die Chinesen, die glauben, dass ihre Alter mit Immobilien zu sichern sei, hinzunehmen. Zusammen mit denen stehen wir vor der GLOBALISIERUNG.2 – eine Demografie-Desaster, wie es die Erde noch nicht gesehen hat.

    • Horst sagte:

      Ein Kind (wird nun eingeschult).
      Kosten pro Monat ab Einschulung für eine private Grundschule (da der Zustand der öffentlichen Schulen im Stadtteil (geprägt durch „gehobenes Bürgertum“ katastrophal ist) ca. 550,00 inkl. Essen und Unterrichtsmittel pro Monat. Dazu kommen weitere Aktivitäten (Klavierunterricht, hin und wieder Reittage, Tanzen, Sport etc.). ca. 250 EUR pro Monat. Keine anteilige Miete, Strom etc., keine Lebensmittel, Kleidung, Familienaktivitäten. Die Familienpolitik ist gescheitert. Meiner Ansicht nach gewollt.
      Wozu auch viele Kinder, wenn die Digitalisierung eine heute nicht zu fassende Anzahl an Jobs „vor allem Niedriglohnsektor“ fressen wird?
      Die Anzahl der Kinder ist eine Perspektive, die Qualität eine andere (was helfen viele Kinder, die den Bildungsansprüchen zudem nicht gerecht werden?).

      Antworten
    • markus sagte:

      „Machen Sie eine Umfrage unter ihren Lesern und Kommentatoren.
      Wie viele Kinder und Enkelkinder hat jeder vorzuweisen?
      Die Antworten werden erschreckend sein. Wir alle handeln und haben gehandelt nach dem St. Florian Prinzip „Lieber Florian, laß unser Häusle stahn, zünd andre an.“
      Ich will Karriere machen, will gutes Geld verdienen, will gehobenen Konsum, einen „modernen“ Lebensstil, will mich „selbst verwirklichen“; da stören Kinder nur. Die sollen gefälligst die anderen bekommen. Die „Anderen“ jedoch haben diesen wiederum was gehustet.
      Das Ergebnis haben wir jetzt. Jetzt will es wieder mal keiner gewesen sein.“

      Genau. So. Ist. Es.

      Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Backwahn

      >In letzter Konsequenz sind wir es, die sich durch ihr kollektives katastrophale generative Verhalten …>

      Genauso ist es.

      Daran ändert die Politik, welcher Couleur auch immer, nichts.

      Sie nimmt den „Trend“ in der Gesellschaft auf und verstärkt ihn:

      Bildung für alle, Emanzipation der Frau, Quoten, Kitas – welche Frau will da noch Kinder? Ja, gut, eines schon, der „Wille zum Kind“ liegt in den Genen. Aber das genügt eben nicht für die Reproduktion.

      Wer hier auch nur mit den Augenbrauen runzelt, ist schon verdächtig:

      Sollen die Frauen wieder zurück an den Herd?

      So nehmen die Dinge eben ihren Lauf.

      Deshalb bringt es auch überhaupt nichts, auf der Politik herumzuhacken.

      Antworten
      • Alexander sagte:

        @ Diemtar Tischer

        >Deshalb bringt es auch überhaupt nichts, auf der Politik herumzuhacken.

        Henne oder Ei, wer war zuerst da?

        Der normale Mensch wird von klein auf zur Anpassung erzogen. Bevor ich die Welt ändere, suche ich meine „Marktchance“. Insofern setzen Politiker tatsächlich Wegmarken und werben damit die Gesellschaft zu verändern. (In jedem Parteiprogramm zu finden).

        Hier kommt die Fähigkeit zur Dekonstruktion ins Spiel. Begriffe zu vergiften, Bilder zu prägen, Vorstellungen und Wünsche zu wecken übernehmen Autoren, Medien, Künstler bzw. ihre Ableger im politischen System.
        Kein Lieschen Müller sitzt bei Markus Lanz zum Interview wg. Klimaschutz, dazu dienen Prominente. Wenn ich nun Picasso nach seinen Meinungen zur Volkswirtschaft befrage ist das Ergebnis weniger brauchbar, als wenn man Prof. Flassbeck oder Sinn befrägt. Meinungsbildend sind leider die Teilnehmer des (Intellektuellen) Dschungelcamps – selbst für Akademiker.

        Ein Beispiel: Seit dem Hollywoodfilm „Ein Schweinchen namens Babe“ (1995) ist Veganismus en vogue. Dass mein Bauch mir gehört, Thema von Alice Schwarzer bis pussy riot.
        Fazit: Fleisch essen ist Mord & Abtreibung ist Menschenrecht.

        Dazu ist nur die westliche Welt fähig und keine Institution leistet Schutz. Anders kann ich es nicht verstehen, dass Papst Franziskus die stolze Initiatorin von >10.000 Abtreibungen (EU Kommissarin a.D.) Emma Bonino dafür auszeichnet schutzsuchende Männer aus dem Mittelmeer zu retten.

        Nun kann ich keinem jungen Menschen einen Vorwurf machen sich dem Zeitgeist an zu passen, wenn es die Eltern- und Großelterngeneration versäumt haben durch ihren Beziehungen und ökonomische Freiheit richtige Werte zu behaupten – demokratisch.

        Was ich heute sehe sind weltgereiste Pensionisten, die noch etwas von ihrem Leben haben wollen. Die erwachten demonstrieren gegen Massenzuwanderung und machen sich vor den eigenen Kindern eventuell lächerlich.

        Überhaupt ist es sehr tragisch, wenn engagierte Eltern beim Abendbrot Streit mit ihren Kindern haben, wenn der Mainstream in der Schule mehr gay ist als zukunftsweisend. (vgl. Hariri)
        Hier greift der Marsch durch die Institutionen, d.h. die Bildungssysteme und die politische Macht Lehrpläne zu gestalten. Mittlerweile brauchen wir „Verrückte“ wie Pirincçi um die Skandale auf zu decken (vgl. GEW LEITFADEN FÜR SEXUELLE VIELFALT)

        Demokratie ist kein Selbstläufer und bietet keinen automatischer Schutz.

        Danke für das Stichwort.

      • SB sagte:

        @Alexander:

        „Der normale Mensch wird von klein auf zur Anpassung erzogen. Bevor ich die Welt ändere, suche ich meine „Marktchance“. Insofern setzen Politiker tatsächlich Wegmarken und werben damit die Gesellschaft zu verändern. (In jedem Parteiprogramm zu finden).“

        So ist es. Die Politik, gestützt auf Ideologie, bestimmt den Zeitgeist, also das, was „zeitgemäß“ ist. Natürlich nur, so weit ihr Einfluss reicht (die „zeitgemäße“ westeuropäische Ideologie – ganz überwiegend linksgrün geprägt – hat auf die Gruppe der hier lebenden Muslime wegen ihres völlig anderen Welt- und Gesellschaftsbildes nur sehr geringen Einfluss). Zu Adolfs Zeiten wurde die Frau als Mutter propagiert. Heute gilt das Selbstverwirklichungs-Mantra mit Blick auf Beruf und Karriere. Die Masse der Menschen lässt sich durch entsprechend nachhaltige Propaganda leicht lenken und folgt dieser in nahezu jeder beliebigen Richtung. Zuletzt gesehen mit der völlig idiotischen Willkommenskultur, die von „Mutti“ vorgegeben wurde.

      • Alexander sagte:

        @ SB

        Aus dem Grund halte ich die Finanzkrise für eine Systemkrise.
        Ganz konservativ und austrian beklage ich falsche Anreize aufgrund falscher Preisfindung. Preisfindung hängt auf das engste mit dem wichtigsten Preis unserer Gesellschaft zusammen, dem Zins. Debitisitisch findet sich der (falsche) Zins in allen Refinanzierungsrunden unserer Wertschöfpungsketten wieder.

        Schlechte volkswirtschaftliche Rendite führt zum Zwang doppelt zu verdienen um im Alter halbwegs auskömmliche Bezüge zu generieren.

        Das Konzert aus schlechter volkswirtschaftlicher Rendite schleift durch alle Bereiche – einschl. der Kosten für Arbeitslosen-, Kranken- , Pflege- und Rentenversicherung. Prof. Goeschl schreibt dazu aufklärende Artikelserien, zuletzt in der Tumult. Hier Beispiele:
        https://www.freitag.de/autoren/asansoerpress35/willkommensputsch-blitzkriegs-wiederholung
        https://linkezeitung.de/2018/02/26/die-vernichtung-der-deutschen-bauernklasse-seit-dem-spaetmittelalter-und-das-einwanderungsdiktat-des-berliner-regimes/

        Alles wird zu einer Frage der monetären Bewertung (vgl. Fritz Glunk, Gazette), dabei verlieren sich jene Werte auf welchen unsere Gesellschaften aufbauen.

        Für Europa ist es zu spät, der Zeitpunkt „of no return“ hinter uns.

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander, SB

        >Der normale Mensch wird von klein auf zur Anpassung erzogen. Bevor ich die Welt ändere, suche ich meine „Marktchance“. Insofern setzen Politiker tatsächlich Wegmarken und werben damit die Gesellschaft zu verändern. (In jedem Parteiprogramm zu finden).>

        Das hat nichts mit meiner Aussage zu tun.

        Jeder wächst in einem System bestimmter Regeln, Sitten und Gebräuche auf und – richtig – indem er in diesem System seine Marktchance sucht und findet, VERÄNDERT er auch das System (mit oder auch gegen alle anderen, die das Gleiche tun).

        Damit ergibt sich eben sozusagen in jedem Augenblick eine gesellschaftliche Befindlichkeit, die von der Politik beachtet, anerkannt und auch „bedient“ wird in dem Maß, in dem sich damit Interessen verbinden.

        Ich sage damit doch nicht, dass die Menschen nicht durch Politik beeinflusst werden, sondern dass VORGÄNGIG vor der Politik immer eine gesellschaftliche Grundbefindlichkeit gegeben ist, auf die sie reagiert.

        Indem sie reagiert INTERAGIERT sie mit der Befindlichkeit der Bevölkerung – es ist einfach falsch, von einer „Einbahnstraßen“-Beeinflussung durch die Regierung zu reden.

        Richtig, aber nicht in AUSSCHLIESSLICHKEIT ist richtig:

        >Die Politik, gestützt auf Ideologie, bestimmt den Zeitgeist, also das, was „zeitgemäß“ ist. Natürlich nur, so weit ihr Einfluss reicht …>

        und, so füge ich hinzu, wie es aus ihrer Sicht für die Stabilität der Gesellschaft erforderlich ist (was nicht in jedem Fall heißt, dass die Gesellschaft DADURCH stabil bleibt oder wird).

        >Die Masse der Menschen lässt sich durch entsprechend nachhaltige Propaganda leicht lenken und folgt dieser in nahezu jeder beliebigen Richtung>

        Sehe ich auch so, wobei ich „Propaganda“ ersetzen würde durch „Propagieren von Main stream-Themen“.

        >Zuletzt gesehen mit der völlig idiotischen Willkommenskultur, die von „Mutti“ vorgegeben wurde.>

        Das ist nun wirklich Propaganda.

        Merkel hat die Willkommenskultur, wie sie im Sept. 2015 zu erleben war, NICHT vorgegeben.

        Wenn sie vorgegeben gewesen sein sollte, dann durch eine insbesondere von den Linken und Grünen, aber nicht nur von denen GEPFLEGETE positive VOREINGENOMMENHEIT für Zuwanderung, die in Deutschland über Jahre ZUVOR kultiviert worden ist.

      • SB sagte:

        @Alexander:

        „Alles wird zu einer Frage der monetären Bewertung (vgl. Fritz Glunk, Gazette), dabei verlieren sich jene Werte auf welchen unsere Gesellschaften aufbauen.“

        Das ist zutreffend, ABER nur auf den westlich geprägten Teil unserer Gesellschaft. Der muslimische Teil der Bevölkerung kennt einen solchen Werteverfall (wie auch immer man zu dessen Werten steht) nicht. Deshalb ist er auch der überlebensfähige Teil.

        @Dietmar Tischer:

        „Merkel hat die Willkommenskultur, wie sie im Sept. 2015 zu erleben war, NICHT vorgegeben.“

        Kannten Sie diesen linksgrünen Kampfbegriff vor dem September 2015 schon? Ich nicht. Es ist richtig, dass den Westlern über Jahrzehnte unkritische „Weltoffenheit“ und bedingungslose „Toleranz“ anerzogen wurde (übrigens wie?…Reeducation). Aber auch die meisten Westler hätten nicht von sich aus „hier“ geschrien, wenn hunderttausendfach illegal die Grenze überschritten wird und Leute, die kein Mensch kennt, darunter viele Kriminelle und Terroristen, das Land überrennen. Und ich bin mir sicher: Hätte Merkel damals die Grenzen geschlossen und es wäre zur Begründung genauso viel für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit (= Rechtsstaat) getrommelt worden, wie andererseits für „Refugee welcome“, hätte der überwiegende Teil der Bevölkerung dies als richtige Politik angesehen.

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ SB

        >Aber auch die meisten Westler hätten nicht von sich aus „hier“ geschrien, wenn hunderttausendfach illegal die Grenze überschritten wird und Leute, die kein Mensch kennt, darunter viele Kriminelle und Terroristen, das Land überrennen.>

        Die meisten?

        Eine vermutlich erhebliche Anzahl hätte nicht Willkommen gesagt, wenn wir GEWUSST hätten, WER auch kommt.

        Und heute wäre es für jede Regierung geradezu unmöglich, unter den gleichen Umständen noch einmal die Grenzen so zu öffnen.

        >Und ich bin mir sicher: Hätte Merkel damals die Grenzen geschlossen und es wäre zur Begründung genauso viel für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit (= Rechtsstaat) getrommelt worden, wie andererseits für „Refugee welcome“, hätte der überwiegende Teil der Bevölkerung dies als richtige Politik angesehen.>

        Ich bin mir dagegen sicher: Hätte Merkel die Grenze geschlossen, wäre sie als KALT, UNMENSCHLICH und das „reiche“ Deutschland als EGOISTISCH gebrandmarkt worden – im eigenen Land und nahezu in der ganzen Welt. Uns wäre zu recht vorgeworfen worden, wir hätten vergessen, dass in der Vergangenheit andere Länder Deutsche aufgenommen hatten, als diese verfolgt wurden und in Not waren.

        „Ordnung und Sicherheit“ taugen als Begründung nicht.

        Denn DAMALS, im Sept. 2015, gab es in der Bevölkerung KEINE Vorstellung, was die FOLGEN der Öffnung der Grenzen bezüglich Ordnung und Sicherheit sein würden.

        Es ergibt keinen Sinn, mit HEUTIGEN Erkenntnissen, die damalige Politik als falsch darstellen zu wollen.

        Man kann sie für falsch halten, muss das aber anders begründen als Sie es hier tun.

      • Alexander sagte:

        @ Dietmar Tischer
        >Denn DAMALS, im Sept. 2015, gab es in der Bevölkerung KEINE Vorstellung
        Falsch.
        Holger Strohm hat dazu im Februar 2016 veröffentlicht, Titel: Asyl.
        Gunnar Heinsohn veröffentlichte ganze Aufsatzserien, schon Jahre zuvor.
        Private Initiativen scheiterten an kollektiver Angst und wurden auf kommunaler Ebene erstickt.

        Keines der Bundesministerien, noch die der Länder waren bei dem Informationshintergrund so naiv, wie es sich eine nur zum Steuern zahlen verpflichtete Bevölkerung leisten kann.

        Jeder Bundeswehrveteran könnte sie heute noch aufklären über die Hintergründe der Gesellschaften, in welchen Dienst geleistet wurde/wird.

        Ein gutes haben die Ereignisse tatsächlich – ein ganzes System hat sich diskreditiert und mit jeder Enttäuschung verliert es sich mehr.

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        >Holger Strohm hat dazu im Februar 2016 veröffentlicht, Titel: Asyl.
        Gunnar Heinsohn veröffentlichte ganze Aufsatzserien, schon Jahre zuvor.>

        Sie wollen es nicht begreifen.

        Wer kennt Holger Strohm oder Gunnar Heinsohn?

        Die breite Bevölkerung kennt sie nicht, will sie nicht kennen und wird sie nicht kennen.

        Solche Leute sind bezüglich der Meinungsbildung in der breiten Bevölkerung völlig belanglos.

        >Private Initiativen scheiterten an kollektiver Angst und wurden auf kommunaler Ebene erstickt.>

        Wenn private Initiativen hinreichend GEWICHT haben, d. h. von einer hinreichend großen Anzahl von Menschen getragen werden, wird nichts erstickt.

        Mitunter wird dann der größte Unsinn beschlossen.

        >Ein gutes haben die Ereignisse tatsächlich – ein ganzes System hat sich diskreditiert und mit jeder Enttäuschung verliert es sich mehr.>

        Noch eine Fehleinschätzung.

        Das System hat sich nicht diskreditiert, sondern es wird NEU adjustiert.

      • SB sagte:

        @Dietmar Tischer:

        „Es ergibt keinen Sinn, mit HEUTIGEN Erkenntnissen, die damalige Politik als falsch darstellen zu wollen.“

        Es gab damals konkrete Pläne zur Grenzschließung. Also gab es auch konkrete Erkenntnisse, warum diese Möglichkeit in Erwägung gezogen wurde. Die Leute standen auch nicht plötzlich vor der deutschen Grenze. Die Sache hatte vielmehr einen ausreichend langen Vorlauf, um Erkenntnisse zu gewinnen, welche Klientel auf dem langen Weg nach D war. Es wäre auch eine weichere Abwehrmaßnahme möglich gewesen, indem man den Zuwanderern deutlichst mitgeteilt hatte, dass es in D keine Sozialleistungen für sie gibt. Vor allem aber hätte Willkommens-Merkel ihre Werbe-Selfies etc. unterlassen müssen. So dumm kann nur jemand handeln, der keine Alternative kennt, weil er sie nicht kennen will. Noch viel einfacher und obendrein viel günstiger wäre übrigens gewesen, die Finanzierung der Flüchtlingslager einstweilen bis zu einer internationalen Klärung allein zu übernehmen. Dann hätte auch niemand der deutschen Regierung Unmenschlichkeit vorwerfen können. All dies spricht dafür, dass die illegale Armutszuwanderung genauso gewollt war, wie sie stattgefunden hat und weiterhin stattfindet.

      • Alexander sagte:

        @ Diemtar Tischer

        Ihre Relativierungen haben System und die Bewertungen wollen etwas suggerieren.

        Obwohl in meinem Heimatort tatsächlich niemand Holger Strohm kennt und Heinsohn nicht verstanden wird – war die Gruppenvergewaltigung vom Juni 2017 doch recht aufklärend. Die Lokalpresse diskreditierte zusammen mit der Bürgermeisterin die zaghafte Unterschriftensammlung verängstigter Bürger.
        Nicht angemeldete Mahnwachen sind eine Ordnungswidrigkeit und Bürgerwehren tabu, so schrieb damals die Zeitung für eine Region von 130.000 Menschen….als Warnung an alle.

        Sie Herr Tischer haben „null Ahnung“ wie weit unser Parteiensystem die Gesellschaft im Griff hat, sonst würden sie verstehen und schweigen.
        Diese Bewertung erlaube ich mir.

        Hätten sie den Debitismus verstanden wüssten sie, dass Vertrauensverlust der Schlüssel zum Kollaps ist. Berlin, Düsseldorf, Stuttgart oder München können justieren soviel sie wollen – die Basis bricht weg. Dazu gehört auch ein Abgasskandal in allen dt. Premiumfabriken…

        Ohne EZB hätten wir Depression, denn die Leistungsträger kennen Strohm und Heinsohn. Leistungsträger sind vor Jahren aufgewacht und nicht bereit Eigentum für lau zu verpfänden. Alles was sich seit 2009 großartig tut ist Zombieökonomie….zuletzt mit direkter Finanzierung aus der EZB.

        Falls junge Menschen das erkennen und ihr Leben nicht als Transferleistungszahler verschwenden wollen wird der Effekt wie bei einem Bienenvolk sein – man nennt das Abschwärmen.
        Dann ziehen alle aus, die noch Zukunft suchen und zurück bleibt ein lebensunfähiger Rest…

  12. Ulrich Remmlinger sagte:

    Man kann mit noch so viel Geld und mit keinen Gesetzen die selbstbewußten Frauen dazu bringen Kinder zu bekommen, wenn diese Frauen lieber studieren und interessante und fordernde Berufe ergreifen wollen. Durch die Pille haben sie die Verfügung über ihre Zukunft (und das ist auch gut so). Der Rückgang der Geburtenrate heißt nicht umsonst Pillenknick. Außerdem werden die jungen Frauen durch den Feminismus in eine Richtung beeinflußt, die die Geburtenraten ebenfalls absinken lassen.
    Es ist eine Ironie der Evolution, daß feministische Gesellschaften mit 1 Kind je Frau gegenüber den islamischen Gesellschaften mit 3-4 Kindern je Frau aussterben werden.

    Antworten
    • markus sagte:

      @Ulrich Remmlinger:

      Warum sollte denn Kinder + Studium + Beruf für Frauen unmöglich sein?
      Das halte ich für ein Märchen.

      Früher wäre es gegangen: Da hat eine Person locker ausgereicht um das Familieneinkommen zu bestreiten. Wenn es gesellschaftlich akzeptiert gewesen wäre, wäre dann ja auch ein 1/2 Einkommen vom Mann und ein 1/2 Einkommen von der Frau o.k. gewesen, oder?

      Heutzutage geht es schwieriger: Gefühlt braucht man 1 1/2 Einkommen im Schnitt für eine Familie. Wenn man dann allerdings genug KiTa-Plätze hätte, ginge das doch auch. Allerdings funktioniert das noch nicht und verursacht viel Stress bei den arbeitenden Eltern (siehe Versorgungsgrad in folgendem Link
      https://www.tz.de/muenchen/stadt/kita-chaos-so-schwierig-ist-suche-nach-einem-betreuungsplatz-in-muenchen-8452548.html ).

      Teuer sind die Dinger natürlich trotzdem (je nach Bundesland, Stadt): an die 500 EUR ohne Essen für die Maximalbelegung (8-9h) bei Krippen von privaten Trägern in Bayern sind Usus. Vielleicht würde eine gerechtere Einkommensverteilung da helfen?

      Auch würde eine bessere Absicherung gegen Schicksalsschläge vielleicht manchen zukünftigen Familienvater besser schlafen lassen: Wieso ist die Erwerbsminderungsrente so niedrig, warum braucht es Berufunfähigkeitsversicherungen, die es früher nicht brauchte?

      Antworten
  13. Dietmar Tischer sagte:

    >Currently the working population has already begun to shrink. This drop is still moderate compared to what will come after 2020.>

    Soweit ich informiert bin, haben wir in den letzten Jahren einen ZUWACHS an Beschäftigung zu verzeichnen.

    Das Problem der Zukunft ist nicht so sehr das Abnehmen der Arbeitsfähigen, sondern das ihrer QUALIFIKATION und – demografisches Problem – die WACHSENDE Zahl derer, die aus dem Erwerbsleben austreten und von den Arbeitsfähigen mit deren Wertschöpfung alimentiert werden müssen.

    >„In the past, the German economy was able to attract employees from Southern, Eastern and Central Europe, but at present the demographic situation in states such as Spain, Portugal, Italy and Poland – which have long provided Germany with workforce – has worsened, so for all practical purposes these sources of labour have all but dried out.“>

    Das ist in dieser Generalisierung sicher falsch.

    Es gibt qualifizierte Menschen, u. a. Ärzte, die aus Osteuropa zu uns kommen. Und es werden mehr gut ausgebildete Menschen gerade in den Dienstleistungsbranchen zu uns kommen, solange die Arbeitsbedingungen und der Verdienst bei uns besser sind. Es ist jedenfalls nicht so, dass in Osteuropa und in der Peripherie nicht auch ausgebildet wird.

    >„When the ageing population tries to sell its investments – stocks, obligations or companies – after 2020 they will find a declining working age population that is willing and able to buy these assets.>

    Kommt darauf an, was verkauft wird.

    Kann sein, dass die Chinesen bei bestimmten Angeboten Schlange stehen, um zu kaufen.

    >Germans, however, are only allowed to have plants in China as joint ventures with Chinese partners.>

    China hat sein Politik geändert.

    Als Kopieren das Geschäftsmodell war, must man Zugriff auf das Unternehmen haben. Der Transfer durch Know-how erfolgt quasi automatisch durch die Beschäftigten.

    >„Academic economists are still blind to what demographers can easily see: after 200 years of continuous growth, the population in the industrial world is decreasing.>

    Jetzt mal nicht übertreiben, so neu ist das alles nicht.

    >The disappearance of the German nation will entail the next systemic crisis.“>

    Deutschland verschwindet nicht, aber schon vorher werden die VERTEILUNGKONFLIKTE systemische Krisen hervorrufen. Wenn die Eurozone nicht schon vorher gescheitert ist, wird sie an den Verteilungskämpfen scheitern, die mit der UNABWENDBAREN demografischen Entwicklung entstehen.

    >bto: was für Traumtänzer und Illusionisten uns regieren!>

    Voll daneben.

    Merkel, Nahles und die Sozialpolitiker ALLER Parteien kennen die Rentenproblematik.

    Das Problem ist daher nicht, dass sie Traumtänzer und Illusionisten sind.

    Das Problem ist, dass LÖSUNGEN ohne Machtverlust nicht durchsetzbar sind.

    Was tut man, wenn man das Problem kennt, aber nichts tun kann?

    Man setzt eine Kommission ein.

    Genau dies ist im vorliegenden Fall geschehen.

    Antworten
  14. Richard Ott sagte:

    Vorab: Ich habe keine Ahnung, ob es eine Verbindung zwischen GEFIRA und Identitären gibt. Ich will aber auf etwas Anderes, Wichtigeres hinaus:

    Von mir aus kann bto auch Artikel aus dem „Neuen Deutschland“ oder von sonstwoher kommentieren und diskutieren – sofern diese interessante Daten und Ideen beinhalten. Dass hysterische Linksradikale nicht mehr dazu in der Lage sind, den Urheber einer Aussage unabhängig von der Aussage selbst zu beurteilen, sollten wir nicht zu unserem Problem hier machen.

    Antworten
    • Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Ott: Ihr Kommentar ist zwar sprachlich korrekt, aber vernachlässigt das Problem der Glaubwürdigkeit bei Aussagen, die nicht jedermann offensichtlich sind.

      Beispiel: 2 plus 2 ist 4 glaube ich auch dem Neuen Deutschland. Es ist offensichtlich richtig. Eigene Recherche ist überflüssig.

      Gegenbeispiel: das von Ihnen zitierte Neue Deutschland behauptet, ein öffentlich unbekannter Wissenschaftler habe ein revolutionär aussichtsreiches Krebsmedikament quasi im Alleingang entwickelt. Da würde ich schon gerne auch mal in der ZEIT, auf Cicero oder noch besser von der europäischen Zulassungsbehörde für Medikamente etwas Bestätigendes lesen wollen, bevor ich es einfach glaube.

      Das Problem steigert sich m.E. noch, wenn es um volkswirtschaftliche oder soziologische Themen geht, bei denen auf allen Seiten die stärkere Gefahr besteht, dass ideologische Aspekte in die Aussage eingeflossen sind.

      Antworten
  15. mg sagte:

    Der Planet ist überbevölkert und wir verbrauchen zu viele Resourcen. Dies vorausgesetzt, ist es sinnvoll und notwendig, dass die Bevölkerungszahl in welchem Land auch immer schrumpft und nicht wächst.

    Was die Rente angeht, werden wir wohl länger arbeiten müssen. Das liesse sich durch Verringerung der Wochenarbeitszeit und Ausdehnung des Jahresurlaubs bis weit ins 8. Lebensjahrzehnt leistbar und interessant gestalten.

    Was unsere Produktivität angeht: angesichts vieler überflüssiger Jobs gibt es dort noch sehr viel ungenutztes Potential um Arbeitskraft in produktive Beschäftigung zu leiten. Btw, eine Übersicht zur zahlenmässigen Entwicklung der Papiertiger und Sesselfurzer über die letzten Jahre fände ich mal interessant. Vielleicht hat DeStatis auch dazu eine Beweggrafik. ;-)

    Antworten
  16. ikkyu sagte:

    Das größte zukünftige Problem der Menschheit ist sicher nicht das Geldsystem oder die Demographie in Deutschland, sondern das globale „Energie-Problem“, das durch die Überbevölkerung der Erde noch potenziert wird.

    Jeder Europäer beschäftigt im Durchschnitt etwa 100 Energiesklaven.
    Nur dadurch ist die Aufrechterhaltung unseres komplexen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems überhaupt möglich.

    Wird die Energie zu teuer, bricht das System zusammen und die Menschen stehen wieder mit Harke und Spaten auf dem Acker. Dann geht´s wieder Richtung Feudalsystem.

    Die Diskussion ist in dieser Hinsicht auch nicht konsistent:

    Einerseits soll in Deutschland die Zahl der Wohlstandskinder- und damit der Energiebedarf-erhöht werden, andererseits haben die Menschen Angst vor der Klimakatastrophe.

    z.B. schreibt Hr. Selig in einem anderen Blog:
    „„Ich glaube selbst auch nicht daran, denn wenn die Klimaerwärmung so weiter geht, haben wir schon in dreißig Jahren Umweltprobleme, gegen die die Schwierigkeiten der Sowjetunion ein Witz waren.“
    https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/die-warnungen-des-baerenmarktes-der-1970er/

    Der Ökonom Nicholas Georgescu-Roegen hat erkannt, dass die Grundgesetze der Thermodynamik auch die natürlichen Grenzen für das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem festlegen.

    „All diese Erkenntnisse von Physik und Biologie blieben der Ökonomie jedoch fremd, kritisiert Georgescu-Roegen. Erstaunlicherweise, schließlich handle das Entropiegesetz ja von nutzbarer Energie, es stelle somit nichts anderes als eine „Physik des ökonomischen Wertes“ dar. Bis heute sprechen die Ökonomen vom Wirtschaftskreislauf und Gleichgewichtsmärkten mit Gleichgewichtspreisen – so als sei die Wirtschaft ein Perpetuum mobile. Sowohl die Standardökonomen als auch die Marxisten träumten den Traum ewiger Prosperität oder eines „Reiches der Freiheit“. Sie konnten es nur deshalb, weil die Entdeckung riesiger neuer Energiequellen in den vergangenen hundert Jahren die Illusion zuließ, Rohstoffe und Energie seien unbegrenzt verfügbar.
    ….
    Der Wirtschaftsprozess besteht aus einer kontinuierlichen Umwandlung von niedriger in hohe Entropie, also in nicht wiederverwertbaren Abfall, oder, um einen geläufigen Begriff zu verwenden, in Umweltverschmutzung.“

    „Wenn wir über Details hinwegsehen, können wir sagen, dass jedes heute geborene Baby ein menschliches Leben weniger in der Zukunft bedeutet. Aber auch jeder Cadillac, der irgendwann einmal produziert wird, bedeutet weniger Leben in der Zukunft.“

    https://www.zeit.de/1993/09/vor-uns-der-niedergang

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