Klimaschutz-Plan­wirt­schaft gefähr­det EU und Euro

Folgender Kommentar erschien bei manager magazin und danach bei FOCUS:
Ursula von der Leyen hat in der vergangenen Woche in ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union große Ziele verkündet. Das prominentestes war sicherlich die Erhöhung der Einsparungsvorgabe für den CO2-Ausstoß auf 55 Prozent bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Obwohl noch offen ist, wie genau diese Einsparungen erreicht werden sollen, sickern erste Informationen durch. So soll die Automobilindustrie nach bisher unbestätigten Berichten den CO2-Ausstoß ihrer Neufahrzeuge von 2021 bis 2030 im Durchschnitt um rund 50 Prozent statt wie bisher 37,5 Prozent senken müssen. Sogar über ein Verbot des Verbrennungsmotors wird in der EU-Kommission nachgedacht.

Die Erhöhung der Klimaschutzziele wird breit begrüßt. Endlich – so die Einschätzung – nehmen es die Europäer ernst mit dem Klimaschutz und treten der größten Herausforderung der Menschheit entgegen. Wer sollte schon dagegen sein?

Klimaschutz als Konjunkturprogramm

Schon vor Corona habe ich an dieser Stelle erklärt, dass man aus wirtschaftlichen Gründen den Klimawandel hätte erfinden müssen, gäbe es ihn nicht schon. Warum? Der Klimawandel gibt eine perfekte Möglichkeit, die jahrelange Stagnation in Europa zu überwinden und die Inflationsraten nach oben zu treiben. Beides genau das, was sich Regierungen und EU-Kommission dringend wünschen. Auch ist schon länger klar, dass die EZB, die sich selbst in einer tragenden Rolle bei diesem Thema sieht, die staatlichen Programme großzügig finanzieren würde.

Jetzt, wenige Corona-Monate später, befinden wir uns in genau dieser neuen Welt: Die direkte Finanzierung von Staaten durch die Notenbanken wird auch in der Eurozone nur noch spärlich kaschiert. Große Ausgabenprogramme und sogar die gemeinsame Verschuldung auf EU-Ebene, noch vor Kurzem heftig umstritten, sind durch Corona plötzlich Realität. Was für das Bekämpfen der Pandemiefolgen genutzt wurde, kann doch für den Kampf gegen den Klimawandel nicht schlecht sein, wird argumentiert und damit einer Politik notenbankfinanzierter Programme die Tür geöffnet.

Der Charme der neuen Schulden? Sie tun zunächst niemandem weh. Mehr Geld kommt in den Kreislauf, die Nachfrage steigt und die politisch Verantwortlichen können sich als Retter feiern lassen – und nebenbei vergessen machen, dass sie nicht unerheblichen Anteil an der Krise haben.

Dabei verfolgt die Politik in der EU einen Ansatz, den man kaum anders als zentralistisch-planwirtschaftlich bezeichnen kann. Politiker glauben offenbar, dass sie besser als der Markt wüssten, auf welchem Weg sich die Klimaschutzziele erreichen ließen: durch Vorgaben, die sogar so weit gehen, dass bestimmte Technologien zentralistisch festgelegt werden, beispielsweise Elektroauto. Dass es alternative Kraftstoffe gibt, die aus erneuerbaren Energien hergestellt werden, wird dabei verdrängt.

Natürlich wird dem entgegengehalten, dass die Anforderungen an den Umbau so gigantisch sind, dass wir es uns nicht leisten können, mit vielen verschiedenen Technologien Zeit zu verlieren. Wollen wir schnell und effizient sein, dann geht das nur, wenn die „Planbehörde“ in Brüssel den Weg vorgibt. Ich bezweifle dies.

Vorreiter muss man sich leisten können

Getragen wird das Verschärfen der Klimaschutzziele von der Überzeugung der Europäer, eine weltweite Vorreiterrolle einnehmen zu müssen – und zu können. Dass allein in Japan bis 2025 über 20 neue Kohlekraftwerke ans Netz gehen? Egal. Dass weltweit über 150 neue Kohlekraftwerke in Vorbereitung sind? Auch egal. Die erneuerbaren Energien werden – so die hiesige Hoffnung – schon bald die fossilen Energieträger überflüssig machen. Zudem wird erzählt, dass sie schon heute günstiger seien als die alten Kraftwerke – allerdings ohne zu erwähnen, dass die erneuerbaren Energien nicht immer zur Verfügung stehen und wir wegen fehlender Speichermöglichkeiten einen fossilen oder nuklearen Back-up brauchen. Deshalb müssen die Stromkosten auch steigen, je höher der Anteil der erneuerbaren Energien ist. Zu beobachten gut in Deutschland, dem Land mit den höchsten Strompreisen Europas, trotz, nein wegen des hohen Anteils der erneuerbaren Energien.

Soll man diesen Weg deshalb nicht gehen? Nein, natürlich müssen wir Maßnahmen ergreifen, um den CO2-Ausstoß zu senken. Wir müssen dabei aber aufpassen, dass wir uns nicht durch zu ambitionierte Ziele und vor allem durch einen planwirtschaftlichen Ansatz ökonomisch übernehmen.

Gerade die EU sollte davor Angst haben. Die Europäische Union verdankt ihren Erfolg dem massiven Wohlstand, den sie für die Bürger der beteiligten Staaten gebracht hat. Viele Studien unterstreichen diesen Befund, zeigen aber auch, dass es vor allem der Binnenmarkt ist, der den Wohlstand aller Nationen mehrt.

Der Euro hingegen hat zu einer immer tieferen Spaltung der EU beigetragen, weil die stärkeren Länder darin immer stärker und die schwächeren Länder immer schwächer werden. Übertüncht wird diese Entwicklung seit Jahren durch die Politik der EZB, die zunehmenden Ungleichgewichte im europäischen Zahlungssystem TARGET2 und die immer weiter steigende Staatsverschuldung. Nur so gelang es, die Illusion von Wohlstand halbwegs zu erhalten.

Mit der Corona-Krise traten die Probleme wieder offen zutage und führten zum Dammbruch: dem offenen Eintritt in eine Transfer- und Schuldenunion. Beides funktioniert nur, weil die wirtschaftliche Leistungskraft Deutschlands nun zur Besicherung zur Verfügung steht. Die Möglichkeit des deutschen Staates, die hiesigen Bürger und Unternehmen in Zukunft zu belasten, verleiht der EU-Kreditwürdigkeit. Im Klartext: Solange die deutsche Wirtschaft läuft, hält die EU zusammen.

Deutschland vor massiven Problemen

Die Fähigkeit Deutschlands, dauerhaft der Finanzier und Garant einer zunehmend schwächelnden EU zu sein, wird weder in Brüssel noch in Deutschland bezweifelt. Zu sehr sind wir getragen von den guten zehn Jahren, die hinter uns liegen, ohne zu erkennen, dass diese die Folge des billigen Geldes und des schwachen Euro waren. Die Produktivitätsfortschritte – also das Wachstum des Wohlstands – sind seit Jahren deutlich rückläufig. Die Industrie verlagert zunehmend Produktion ins Ausland und bei wichtigen Themen wie der digitalen Infrastruktur hinken wir weit hinterher. Die Energiewende – das Wall Street Journal spricht von der „dümmsten Energiepolitik der Welt“! – entwickelt sich immer mehr zur existenziellen Gefährdung für den Standort.

Es wäre also höchste Zeit für die Politik hierzulande und in der EU, sich darüber Gedanken zu machen, wie man die deutsche Wirtschaft fit macht für die Zukunft: im eigenen Interesse und um die Kreditwürdigkeit der EU und anhaltende Transfers von Deutschland in die anderen Länder zu sichern. Stattdessen passiert das Gegenteil. Die Politik überbietet sich mit Eingriffen in den Markt, die den Niedergang beschleunigen werden, und setzt auf Vorgaben und Einzelmaßnahmen, gestützt auf Studien wie diese von Greenpeace, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Kernaussagen:

  • Bis 2040 halbiert sich der Bestand an Automobilen in Europa.
  • Diese Autos müssen alle elektrisch fahren.
  • Diese sind klein und leicht, das heißt keine Elektro-SUVs.
  •  Spätestens ab 2028 sollen keine neuen Diesel, Benziner oder auch Hybride als Neuwagen zugelassen werden.
  • Bis 2040 müssen alle Pkw mit Verbrennungsmotoren von der Straße verschwinden.

Die Folgen sind eindeutig: Der Markt für Autos wird sich in Europa nach diesen Forderungen mehr als halbieren. Außerdem werden diese Autos im Kleinwagensegment konzentriert sein – Ausnahmen für Politikerlimousinen? Die Batterie ist die Kernkomponente und ihre Herstellung sehr energieintensiv – und damit teurer in Europa! Und da die dafür benötigten seltenen Erden überwiegend in China sind, können wir davon ausgehen, dass der Markt dann von asiatischen Herstellern dominiert wird. Das offizielle Ziel Chinas, schon 2025 die Hälfte der weltweit produzierten Elektrofahrzeuge herzustellen, ist durchaus realistisch und zeigt, wohin die Reise geht.

Die deutsche Automobilindustrie ist für diesen Wandel nicht gut aufgestellt. Geld wird heute mit großen und schweren Fahrzeugen verdient, nur so sind auch die relativ hohen Gehälter zu bezahlen. Gibt es nur noch elektrobetriebene Kleinfahrzeuge, wird die Luft dünn. Vermutlich zu dünn.

So wundert es nicht, dass sich die Entlassungsankündigungen häufen. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer rechnete schon im Zuge der Corona-Krise mit 100.000 verlorenen Arbeitsplätzen. Dabei wird es nicht bleiben. Aus Sicht der Unternehmen ist es höchst rational, massiv deutsche Arbeitsplätze abzubauen und die ausländischen Standorte zu schonen oder gar aufzubauen. Dort sind perspektivisch die Rahmenbedingungen günstiger, kann doch davon ausgegangen werden, dass andere Regionen nicht ähnlich drastisch gegen die Industrie vorgehen werden.

Technischer Fortschritt braucht Zeit

Ist das also ein Plädoyer für eine Abwrackprämie? Auf keinen Fall! Denn worin liegt der Sinn, den Verkauf von Produkten zu fördern, die man verbieten will? Ist das ein Plädoyer, den Klimaschutz nicht ernst zu nehmen? Auch nicht! Es ist ein dringender Appell anzuerkennen, dass technologischer Fortschritt Zeit bedarf. Wenn man ohnehin schon schwer erreichbare Ziele verschärft und so den Druck erhöht, bringt das nur etwas, wenn die technologische Entwicklung so rasch verläuft, dass man die Ziele erreichen kann. Sonst schadet sie nur.

Womit wir beim Kernproblem der Klimaschutzpolitik in Europa sind: Die Politik beschränkt sich nicht auf die Zielsetzung (- 55 Prozent CO2), sondern will auch noch entscheiden, auf welchem Weg dieses Ziel erreicht wird. Besser wäre es, diesen Entscheid dem Markt zu überlassen. Das Vehikel dafür haben wir schon erfolgreich genutzt: den Handel mit CO2-Zertifikaten. Der Zertifikatshandel sollte in der EU auf alle Sektoren der Wirtschaft ausgedehnt werden. Die Preise für die Zertifikate sollten planbar und deutlich steigen und die Einnahmen daraus an die Bürger in Form von Steuersenkungen verteilt werden, überproportional auf die kleineren und mittleren Einkommen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Markt würde sehr schnell entscheiden, wo es am effizientesten ist, CO2 einzusparen. Gut möglich, dass die Automobilhersteller dann auf einer weniger schnellen Kurve ihren CO2-Beitrag reduzieren müssten, einfach deshalb, weil es in diesem Bereich schon jetzt besonders teuer und aufwendig ist.

Eines steht fest: Es nutzt dem Weltklima herzlich wenig, wenn der CO2-Ausstoß in anderen Regionen der Welt erfolgt, statt hier. Ebenso steht fest, dass die EU als Wohlstandsgemeinschaft keine Chance hat, wenn die Wirtschaftskraft Deutschlands wegfällt.

Wirtschaft und Klima verbinden

Das bedeutet aber auch nicht, dass man nichts tun soll. Natürlich müssen wir handeln und natürlich kann Europa einen wichtigen Beitrag leisten. Dieser Beitrag muss aber marktwirtschaftlich erfolgen durch eine spürbare und nachhaltige Bepreisung von CO2. Wir haben das Instrument erfolgreich in Europa genutzt und es war die Politik, die den Fehler gemacht hat, den Verkehrssektor nicht von Anfang an mit einzubeziehen. Noch kann die EU entscheiden, wie sie die CO2-Ziele erreichen will. Mit oder ohne Erhalt der Union. Doch ich fürchte, die Hybris der Akteure ist zu ausgeprägt, um den effizienten und effektiven Weg zu beschreiten.

Am Ende werden wir kein Ziel erreichen – weder den Klimaschutz noch den Erhalt von Wohlstand und auch nicht den Zusammenhalt der Europäer.

manager-magazin.de: „Klimaschutz-Planwirtschaft gefährdet EU und Euro“, 20. September 2020

Kommentare (37) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Christian Anders

      Danke.

      Das predigen wir hier schon die ganze Zeit.

      Aber was will man machen, wenn der GLAUBE an die Wissenschaft die Rolle der herrschenden RELIGION spielt (Carl Friedrich von Weizsäcker).

      RELIGIÖS Gläubige IRREN notwendigerweise.

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      ruby sagte:

      @CA
      „Some Trillion $ damages“,
      was sind die gegen 192 Billionen der Vermögenden (neuer Global Wealth Report), die lachen sich doch schlapp über Kritiker.

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    Rolf Peter sagte:

    Die Argumente (und Beleidigungen) hier im Blog sind allmählich so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang. Den meisten hier passt eben die ganze Richtung nicht. Der menschenverursachte Klimawandel erfordert eben grundlegende und weitreichende kollektive Entscheidungen, wenn man katastrophale Szenarien in der Zukunft verhindern und nachfolgenden Generationen Handlungsoptionen offenhalten will. Diese kollektiven Entscheidungen werden aus eine Kombination von Marktpreiskorrekturen (CO2-Bepreisung oder Zertifikate), Grenzausgleichsmechanismen und Regulierungen bestehen.
    Es handelt sich um eine langfristige, auf Jahrzehnte angelegte Strategie. Da immer an einzelnen Elementen rumzumäkeln hilft auch nicht weiter.
    Frueher wurde hier beklagt, dass Deutschland im Alleingang nichts erreichen könne. Jetzt zeichnet sich eine europ. Strategie ab, und es wird wieder gemeckert.
    Es draengt sich immer mehr der Eindruck auf, hier versuchte man verzweifelt den Status Quo zu verteidigen.
    Wenn ich mir dagegen die vorwärtsgerichtete Diskussion im neuen Economist anschaue (geostrategische Folgen der Energiewende; China als „Electrostate“ mit einer beherrschenden Position), dann liegen da Welten zwischen dem Blog hier und dem aktuellen Stand der Diskussion.
    Es sind tatsächlich Besitzstandswahrer und Staus Quo-Verteidiger, nicht die Grünen und „Gretischisten“, die die Verantwortung dafür tragen, wenn Deutschland den Anschluss an moderne Entwicklungen verliert aus Angst, „Schlüsselindustrien“ wie die verbrennerbasierte Automobilindustrie zu verlieren.

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      Richard Ott sagte:

      @Rolf Peter

      „Die Argumente (und Beleidigungen) hier im Blog sind allmählich so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang.“

      Vorhersehbar ist auch, dass Sie immer genau so argumentieren wie die Bundesregierung und die aus der Bundesregierung nach Brüssel abgeschobene korrupte McKinsey-Gouvernante.

      „Es handelt sich um eine langfristige, auf Jahrzehnte angelegte Strategie. Da immer an einzelnen Elementen rumzumäkeln hilft auch nicht weiter.“

      Die EU hatte 2001 auch beschlossen, mit Hilfe der „Lissabon-Strategie für mehr Wachstum und Beschäftigung“ bis 2010 die „dynamischste Wirtschaftsregion der Welt“ zu werden. Das hat nicht besonders gut funktioniert, oder?

      „Frueher wurde hier beklagt, dass Deutschland im Alleingang nichts erreichen könne. Jetzt zeichnet sich eine europ. Strategie ab, und es wird wieder gemeckert.“

      Ja, gemeckert wird, weil die europäische Strategie völliger Blödsinn ist und unseren Lebensstandard ruinieren wird (vielleicht mit Ausnahme einiger Beamter und anderer Regierungs-Günstlinge…).

      Können Sie mir eigentlich verraten, was unsere Uschi mit diesem rätselhaften Satz hier gemeint hat?

      „Und wir wissen, der Bausektor könnte sogar CO2 aufnehmen statt es auszustoßen, wenn ökologische Baustoffe wie Holz und kluge Technologien wie Künstliche Intelligenz eingesetzt werden.“

      Häuser können also CO2 aufnehmen wenn man KI einsetzt? Klingt ja so, wie wenn ein Junior Consultant Bullshit-Bingo gespielt hat, fehlt nur noch, dass alles per „Blockchain“ dokumentiert wird…

      „Grenzausgleichsmechanismen“

      Mit diesem geplanten CO2-Zoll werden wir garantiert wirtschaftlich vom Rest der Welt abgehängt werden. Die Chinesen müssen sich sehr darüber freuen, dass die Uschi die chinesischen Wirtschaftsinteressen so gut in Europa vertritt, ob nun aus ihrer eigenen Dummheit oder aus Hybris oder aus purer Bösartigkeit.

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      Dr. Eduard Belotti sagte:

      Sehr geehrter Herr Peter,

      Sie haben vollkommen Recht. Ich schaue nur selten herein und bin jedesmal abgestoßen von dem Umgangston, den hier viele „Diskussionsteilnehmer“ pflegen. Leider ist die Häme gegenüber Andersdenkenden, vor allem Politikern, auch ein Mittel, das der Blog-Betreiber gerne benutz. Und was die Psoitionen betrifft: Ein großerTeil der Diskutanten scheint aus dem Lager der Besitzstandswahrer und Zukunftsverweigerer zu kommen. Ich wünsche Ihnen viel Stehvermögen. Ich selbst werde den Blog erst mal nicht mehr besuchen.

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        ruby sagte:

        @Dr. Belotti

        „Besitzstandwahrung“ ist doch das, was Sie auf Ihrer Website mit „Nachhaltigkeit“ verkaufen wollen.

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        Richard Ott sagte:

        @Dr. Belotti

        Tja, wer die Hitze nicht aushält, soll sich aus der Küche fern halten…

        Herzliche Grüße aus Sachsen, wir Andersdenkende von dort sind Häme schon seit 2015 gewohnt, da bekommt man ein dickes Fell. Sie sollten sich auch eines zulegen.

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    Gast sagte:

    Rainer Mausfeld, Angst und Macht
    ://m.youtube.com/watch?v=-S5WhBxQUHg

    MAn kann nur direkt Demokratie die Lösung sein. Und wenn Mausfeld Minute 36 davon spricht, dass die abstiegsgefährdete Mittelschicht zunehmend die ärmere Bevölkerungsschicht verachtet,.. dann hat das vor allem damit zu tun, dass sich die ( bezugnehmend auf die politischen Verhältnisse im Grunde viel zu ) gutmütige Mittelschicht nicht mehr in der Lage sieht, die Sozialsysteme aufrecht zu erhalten und nach wie vor verzweifelt versucht, alles richtig zu machen, obwohl es nicht mehr geht.

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    Wolf Palmer sagte:

    Die Klimaziele ins Nichts (Zitat Sinn) von unseren unsäglichern Politik-Dilettanten lautstark programmiert, werden dennoch teilweise ihre Wirkung erreichen.

    Ein Staatenbund, der von solchen Einfaltspinseln „regiert“ wird, muß scheitern.

    Millionen neue Arbeitslose und viel Platz auf den Autobahnen sind sicher gut für das Klima, genauso wie abgewrackte, neuerbaute Kreuzfahrt-Schiffe, für die unsere Politversager 2stellige Milliarden-Bürgschaften erteilt haben.

    Wenn man noch die Butan-Emissionen der 4 Milliarden Rindviecher abschafft, indem man den Fleischgenuß verbietet, können Emissionen eingespart werden, die großen Teilen des Kfz-Umweltschadens entsprechen.

    Ich wundere mich, wieso nur die Grünen diese Politik gerne vertreten und nicht auch unsere Großschaden-Koalitionäre, deren übermotorisierte Dienstwagen große Umweltschäden verursachen.

    Die von unseren erleuchteten Wirtschafts-Strategen mit mehr als doppeltem Börsenwert eingekaufte Lufthansa gehört dennoch nur zu 20 dem Staat.

    Die von der verfemten AfD-Politikerin, Frau Weidel geäußerte Festellung, daß wir von Idioten regiert werden, halte ich für richtig.

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    Petersen sagte:

    Unterstellt man einmal, dass die EU-Lander ihre CO2-Emssionen tatsächlich erheblich reduzieren müssen oder unbedingt wollen, dann sollte man zunächst die Frage klären:

    Wie geht das am kostengünstigsten?

    Es ist NICHT rational, sektorale Ziele festzulegen, wie zB den CO2-Ausstoss des Verkehrs um 50% zu reduzieren, weil CO2 und seine Reduzierung nur insgesamt zählen. Die CO2-Preosei auf der Emissionshandelsbörse zeigen an, wie teuer die Reduzierung um eine Tonne CO2 im Energiesektor ist: Momentan € 25,25.

    Wenn die Maßnahmen im Verkehr teurer sind, wird Volksvermögen verschleudert. Wenn zB für ein Batterieauto € 5.000 Steuersubventionen sowie unendlich viele andere Invesitionen ausgegeben werden, um die Emissionen eines VW Golf Diesel von jährlich (12.000 km, 5 l/100km, 2,64 kg CO2 je Liter) 1,584 Tonnen zu reduzieren, dann sieht man auf dem ersten Blick, dass diese Minderungskosten oberhalb denen der Emissionszertífikate liegt.

    (Unterstellt man, dass die Subvention über 5 Jahre abzushreiben ist (- ua weil dann eine neue Batterie in der Kostenhöhe fällig wird), dann ergibt das allein schon rd. € 630 Minderungskosten pro Tonne CO2. Dann läuft ja ein E-Auto nicht CO2-frei, sondern aus der Stromherstellung resultieren mindestens 30 g CO2 je km, also 0,36 t jährlich. Dann wären Energiebilanzen für die Batterieherstellung zu berücksichtigen … Kurz: Der Weg „CO2-Reduzierung“ über Batterie-Autos ist so ziemlich der teuerste, den man im Moment gehen kann.

    Ausserdem soll es ja schnell gehen mit der Klimarettung per CO2-Reduktion, und wir haben in D momentan nun einmal eine Sromproduktion zu rd. 380 g CO2 äquiv je kWh. Das wird bis 2030 auch nicht viel besser – vielleicht auf 250 g je kWh.

    Fazit: Wirtschaftlich reduziern lässt sich CO2 nur dadurch, dass ALLE Sektoren in den Zertifikatshandel und deren Ausgabebegrenzungen einbezogen wird – auch der Verkehr.

    PS
    Die Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Neufahrzeuge gehört zu den naivsten Maßnahmen: Der Fzg.-Bestand wälzt sich nur lansam um; zu mehr als 90% werden Altwagen gefahren. Das lässt sich auch schon aus sozialen Gründen nicht verbieten. (Auch steht internationales recht dagegen.) Wenn die Neufahrzeuge nicht gekauft, sondern die Lebensdauer der älteren von den Kunden verlängert werden, ist die Autoindustrie ruiniert und der CO2-Ausstoß bleibt unverändert. Auch hier gibt es nur eine Lösung: Sektorübergreifende CO2-Zertifikate.

    PS2
    Kommission und andere Klimapolitiker halte ich für dämlich.

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      Richard Ott sagte:

      @Petersen

      „Der Weg ‚CO2-Reduzierung‘ über Batterie-Autos ist so ziemlich der teuerste, den man im Moment gehen kann.“

      Aber wie soll Tesla jemals mit seinem operativen Geschäft Gewinne machen, wenn dieser Weg nicht planwirtschaftlich vorgegeben wird? ;)

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Der Weg MUSS planwirtschaftlich, besser: durch interventionistischen Zentralismus vorgegeben werden, wenn Tesla oder andere Hersteller JEMALS mit Batterie-Automobilen Gewinn erzielen sollen.

        Es werden bei weiterem Betreiben der Energiewende auf diesem Weg – Antrieb auf Basis von E-Batterien – GEWINNE zu erzielen sein.

        Es KANN, muss aber nicht sein, dass Tesla der ganz große Gewinner wird.

        Musk hat jedenfalls klar erkannt und arbeitet wie besessen daran, leistungsfähigere Batterien zu entwickeln und in seine Automobile einzubauen.

        Die Batterie ist im E-Automobil das ÄQUIVALENT zum Verbrennungsmotor konventioneller Automobile.

        Das ist die große Achillesferse der deutschen Hersteller – die hinken bei der Batterietechnologie MEILENWEIT hinterher.

        Musk aktuell:

        https://www.welt.de/wirtschaft/article216350636/Teslas-Battery-Day-Elon-Musk-verkuendet-technologische-Revolution.html

        Davon unabhängig sind die NOCH ungelösten Probleme:

        Erzeugung von regenerativer Energie und die Ladestationen-Infrastruktur.

        Auch das MUSS interventionistisch durch die Politik vorgegeben werden.

        Die Märkte werden sich darum kümmern, aber NUR, weil die Politik das ERZWINGT.

        Gäbe es den Interventionismus nicht, würden die Märkte weder für regenerative Energie noch für eine Ladestationen-Infrastruktur sorgen.

        Es bestünde bis auf weiteres jedenfalls keine hinreichende Nachfrage dafür.

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        Richard Ott sagte:

        „Gäbe es den Interventionismus nicht, würden die Märkte weder für regenerative Energie noch für eine Ladestationen-Infrastruktur sorgen.“

        Wenn die Elektroantriebs-Technologie sooo toll wäre, dann würde sie sich von ganz alleine am Markt durchsetzen. Das tut sie aber nicht.

        „Es bestünde bis auf weiteres jedenfalls keine hinreichende Nachfrage dafür.“

        Wenn die Regierung per Gesetz vorschreiben würde, dass jeder beim Einkaufen und in Bus und Bahn einen lustigen roten Hut tragen müsste, dann gäbe es auch plötzlich ganz viel Nachfrage für lustige rote Hüte.

        Darüber freut sich der lustige rote Hut-Hersteller natürlich sehr, aber sonst hat niemand einen Vorteil von diesen Zwangsmaßnahmen.

        „Musk hat jedenfalls klar erkannt und arbeitet wie besessen daran, leistungsfähigere Batterien zu entwickeln und in seine Automobile einzubauen.“

        In den deutschen Haltungsmedien wird mittlerweile jede Flatulenz von Musk zur genialen Technologie-Innovation hochgejubelt, aber der „Battery Day“ bestand nur aus der Wiederholung von alten Ankündigungen. Die deutliche Kostenreduktion bei den Batterien hat er schon 2018 für spätestens 2021 versprochen – jetzt macht er dasselbe 2020 nochmal für 2023. Ist wohl anscheinend doch nicht so einfach wie gedacht…

        https://www.zerohedge.com/markets/tesla-tumbles-after-underwhelming-battery-day-musk-promises-25000-ev-three-years

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    markus sagte:

    Zum Verkehr:

    – Kleine und leichte Autos sind super für das Klima, reduzieren den Rohstoffverbrauch und Müll und daher trotz geringerer Wertschöpfung sehr zu begrüßen.
    – Die Versteifung auf E-Autos und null Emission ist kontraproduktiv m.M. nach.
    – Anstatt Flottenvorgaben zu machen, könnte man auch mit Bonus-/Malus-Systemen für den Erstkäufer ähnlich wie in F arbeiten. Wer letzlich überzeugt werden muss, ist der Käufer. Der Hersteller wird mittelfristig das machen, was verlangt wird. Das Bonus-/Malus-System kann auch aufwandsneutral gestaltet werden (Summe aller Boni = Summe aller Mali) und sollte natürlich möglichst lobbyunabhängig nur auf den Verbrauch pro zu erwartenden (Mit-)Fahrer abzielen (z.B. durchschnittlich 1,2 Fahrende im Kleinwagen und 2 Fahrende in der Familienkutsche). Man kann zwar nicht alles gerecht machen, aber das wäre dafür relativ klar.

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      Petersen sagte:

      Im Grunde stimme ich Ihnen zu. Ein paar Anmerkungen:

      – Etwa 50% der Neuwagen-Zulassungen entfallen auf Firmen, Dienstwagen. Man müsste die steuerlich zu kleineren, leichteren Autos anreizen.

      – Kleinere Fahrzeuge sind unsicherer. Das ist unschön zu erwähnen, ist aber so.

      – Leichtbau kostet kostet kostet, wenn man gleiche Sicherheit erreichen will, zB mit viel Carbon.

      – Ich bin seit Jahrzehnten für Temporeduzierung, T100 auf BAB und 80 auf zweispurigen Bundes-/Landstrassen. Letzteres wäre auch wichtig für Unfallreduktion. Tempobgrenzung müsste wie bei schweren LKW technisch mit Begrenzern durchgsetzt werden.

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        Richard Ott sagte:

        @Petersen

        „Ich bin seit Jahrzehnten für Temporeduzierung, T100 auf BAB und 80 auf zweispurigen Bundes-/Landstrassen. Letzteres wäre auch wichtig für Unfallreduktion. Tempobgrenzung müsste wie bei schweren LKW technisch mit Begrenzern durchgsetzt werden.“

        Einfach nicht mehr in die Instandhaltung von Straßen investieren, dann reduzieren die Autofahrer das Tempo automatisch.

        Zusätzlicher Vorteil: Der Eselskarren als alternatives und CO2-neutrales Transportmittel wird so automatisch von Jahr zu Jahr attraktiver! ;)

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    Alexander sagte:

    Nachdem man sich auf keine Tatsachenwahrheit mehr einigen kann, treffen Politik und Wähler alle Entscheidungen per Emotion – denn rationell sind die Widersprüche der erlittenen Entscheidungen schon länger nicht mehr begründbar. Das Vertrauen an diese Führungen wird aus Angstgefühlen und Sicherheitsbedürfnissen geschöpft. Ganze Gesellschaften streben ihrem Finale entgegen, das Selbstvertrauen von v.d.Leyen/Merkel/Altmeier & europ. Collegen täuscht über ihre Ahnungslosigkeit…

    Konkurrierende Wirtschaftsräume werden nichts unternehmen um Europa von seinem Kurs abzuhalten.

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    Dietmar Tischer sagte:

    >Am Ende werden wir kein Ziel erreichen – weder den Klimaschutz noch den Erhalt von Wohlstand und auch nicht den Zusammenhalt der Europäer.>

    DARAUF läuft es hinaus – und zwar UNVERMEIDBAR.

    Wie im Artikel dargelegt, basiert diese Aussage auf öffentlich zugänglichen Daten, erkennbar defizitärer Technologie und einfachster Ökonomie.

    Wir laufen also mit der „dümmsten Energiepolitik der Welt“ SEHENDEN Auges gegen eine Wand, an der wir uns nicht nur eine blutige Nase holen werden, sondern um die EXISTENZ, d. h. einen noch verträglichen Wohlstand bangen müssen.

    Mir fehlen jegliche Vergleiche.

    Wie bei der Energiewende war auch der Auszug der Israeliten aus Ägypten mit einer VERHEISSUNG versehen, nämlich dass man ins GELOBTE Land gelangen werde.

    Es war aber NUR eine Verheißung.

    Wir dagegen haben WISSEN – und nutzen es, um ein DESASTER anzurichten.

    Was soll man daraus schließen?

    Eine naheliegende Antwort:

    Je MEHR wir wissen, desto UNVERNÜNFTIGER werden wir.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      „Was soll man daraus schließen?“

      Eine bestimmte Klientel kann sich heute viel Einfluss und Geld für sich damit verschaffen, das zu zerstören, was Generationen vor ihr für die ganze Gesellschaft aufgebaut haben.

      Vermutlich ist das ein Produkt der Wohlstandsverwahrloung unserer Zeit. Eine Ursula von der Leyen mit ihren gouvernantenhaften Umwelterziehungsplänen hätte in den 1950er Jahren niemand ernst genommen – oder sie wäre schon bei ihrer ersten Korruptionsaffäre im Gefängnis gelandet.

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        Horst sagte:

        „Eine bestimmte Klientel kann sich heute viel Einfluss und Geld für sich damit verschaffen, das zu zerstören, was Generationen vor ihr für die ganze Gesellschaft aufgebaut haben.„

        Was auch immer Sie insinuieren möchten, diese Generationen dachten bei dem Aufbau von Wohlstand ganz bestimmt zuletzt an die Gesellschaft als Ganzes, als eher an den eigenen und den der Erben.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        „diese Generationen dachten bei dem Aufbau von Wohlstand ganz bestimmt zuletzt an die Gesellschaft als Ganzes, als eher an den eigenen und den der Erben.“

        Egal woran die vergangenen Generationen vielleicht gedacht haben und was sie motiviert hat, das Ergebnis war, dass der Wohlstand für alle deutlich wuchs. Auch ein Hartz4-Empfänger hat heute einen deutlich besseren Lebensstandard als jemand in vergleichbarer Stellung in den 1950er Jahren.

        Wenn wir mit der Klimaschutz-Planwirtschaft so weitermachen, dann wird sich diese Entwicklung in Zukunft umkehren. Bereichern wird sich dann nur noch die neue Nomenklatura der klimasozialistischen Einheitspartei und ihre diversen Erfüllungsgehilfen, während der Rest der Bevölkerung verarmt. Das ist die zwingende Konsequenz aus der Zersetzung unseres Energieversorgungssystems und unserer Industrie.

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        H. Hoffmeister sagte:

        Herr Ott,
        so ist es. Mir scheint, dass eine kollektive „Baerbockisierung“ des politmedialen Mainstreams stattgefunden hat und unsere „Eliten“ endlich die störenden Naturgesetze und unbequemen Erkenntnisse der Wirtschaftswissenschaften als das erkannt haben, was sie sind: Fake News, verbreitet von AfD und Trump. Unter tosendem Beifall der wohlstandsverwahrlosten Gutmenschenfraktion, deren Alimentierung in der Regel von dritter Seite erfolgt, wird nun die böse Industrie abgewickelt und das öksozialistische Paradies eingeläutet. Das ganze garniert mit einer bunten Gästeschar aus aller Herren muslimischer Länder, deren Strauss lustiger Ansprüche von begeisterten Willkommensbürgern umgehend erfüllt wird.

  8. Avatar
    @Dr. Lucie Fischer sagte:

    Zum Thema “ Klima-Wandel“: Zuletzt gelesen, sehr zu empfehlen:

    Fritz Vahrenholt, Sebastian Lüning: Unerwünschte Wahrheiten. Was Sie über den Klimawandel wissen sollten.

    Besonders hilfreich : die Darstellung von Klima- Veränderungen in den letzten 15 000 Jahren. Das notorische Desinteresse des Weltklima-Rates ( IPPC) an den Millenium-Klima-Zyklen wird dokumentiert:
    Warum war die Sahara noch vor 5000 Jahren grünes Weideland mit Krokodilen und Flussläufen?
    Was hat das “ thermische Maximum im Holozän ( HTM) verursacht 8500-5500 v. Chr.?
    Römische Warmzeit-Periode ( RWP) 250-400 n.Chr.,- Ursachen?
    Mittelalterliche Wärmeperiode ( (MWP 800-1300 n.Chr) ?
    Kleine Eiszeit ( 1300-1850),
    über alle diese Zyklen geht der IPPC lässig hinweg. Was nicht thematisiert wird ,ist inexistent.
    Am Erschreckensten finde ich, wie global, umfassend, lückenlos und vernetzt Propaganda organisiert ist.
    Es scheint, als könnten nur Denker im Ruhestand ( wie etwa Prof.Püschl, der gegen das Obduktions-
    “ Verbot“ des RKI revoltiert) geistige Unabhängigkeit beweisen. Was mich tröstet:
    Von der Leyen wirkt bei ihren Reden BEBEND vor Zucht und Disziplin, DEEH-nend ihre Worte und um so unglaubwürdiger. Frisur :Haarspray- betoniert, so wird das grüne Matriarchat nicht überzeugen.

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      Christian Anders sagte:

      @Dr. Lucie Fischer

      Gibt es einen Grund AUßER der Behauptungen von Vahrenholt und Lüning, der Sie meinen lässt, dass die Klimaforschung (und der diese zusammenfassende IPPC)
      „über all diese Zyklen lässig“ hinweggeht?

      Ein Blick in die Fachliteratur offenbart das Gegenteil. Die Zyklen sind erforscht, dokumentiert und man hat ihre Ursachen mit recht guter Wahrscheinlichkeit eingegrenzt.

      Alldieweil: Es handelte sich um lokale Phänomene, die nur geringen bis keinen Einfluss auf das globale Temperaturmittel hatten – genau dieses ist aber Hauptthema wenn von GLOBALER Erwärmung die Rede ist.

      Dann interessiert mich noch, WOFÜR diese historischen Daten ein Argument sind? Welchen Punkt kann man damit machen?

      Ich werde das neue Buch nicht lesen. Begründung: Der Vorgänger „Kalte Sonne“ war ein methodisch falsch analysierendes Buch mit manipulativen Trickgrafiken, falsch wiedergegebenen Aussagen aus Studien und schlussendlich einer Prognose, die von der Wirklichkeit völlig widerlegt wurde. Die Autoren spulen dieses Programm trotzdem bis heute weiter ab.

      Wer es liest dem sei empfohlen, a) Primärquellen selbst zu suchen und b) bei angegebenen Quellen selbst nachzulesen. Das Wissen darüber, WIE Daten grafisch richtig aufbereitet werden sollten (und wie genau nicht), ist ebenfalls hilfreich.

      Außerdem findet man erstaunlicherweise in den IPPC-Berichten ganz oft jene Dinge, die angeblich nicht drin stünden und folglich ignoriert würden.

      Ein Buch mit 2000(!) Quellen erweckt übrigens den Anschein besonders gründlicher Recherche, kann aber auch dazu dienen, das zu verschenkende Buch in der Bibliothek zu verstecken. Seriöse Didaktik geht anders – sofern es denn darum gehen sollte.

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      Petersen sagte:

      Meine Leseempfehlung: „Grün und dumm“ von Hofmann-Reinecke.
      Der ist nicht ganz so selbstsicher wie Vahrenholt, sondern abwägender und konzentriert sich auf die Minderungsmöglichkeiten.

      Dass anthropogenes CO2 zum Klimawandel beitragen könnte, halte ich auch für möglich. Deshalb sollte man – kosteneffektiv – CO2 reduzieren, sozusagen als „no-regret“-Strategie.

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        Christian Anders sagte:

        @Petersen

        „Dass anthropogenes CO2 zum Klimawandel beitragen könnte, […]“

        KÖNNTE?

        Ne. Es TUT es. Es ist physikalisch unmöglich, dass es das nicht tut.
        Das ist auch kein umstrittener Punkt, wie immer wieder gerne suggeriert wird. Da ist nichts mit „no regret“.

        OB die gefahrene Gegenstrategie sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Ich finde nicht. Hat nur mit o. g. Punkt nichts zu tun.

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        Richard Ott sagte:

        Wieso überhaupt „regret“?

        Wenn es dank der Klimaverbesserung aus welchem Grund auch immer 1 bis 2 Grad wärmer wird, hat das hier in Deutschland mehr Vorteile als Nachteile – zumindest so lange wir unsere Grenzen schützen und nicht jeden dahergelaufenen „Klimamigranten“ reinlassen und alimentieren.

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        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Es besteht aber die Gefahr des umgekehrten Falls für Deutschland. Es ist hier ohnehin weit wärmer, als es dem Breitengrad im Mittel entspricht. Liegt am Golfstrom.

        Dieser wird durch weniger arktisches Eis und insgesamt wärmeres Oberflächenwasser aber abgeschwächt. Die paradox klingende, aber mögliche Folge: Deutliche Abkühlung hier, WENN die „Wärmepumpe“ Golfstrom defekt wird – WEGEN der Erwärmung insgesamt.

        Das ist dann aber ein ganz anderes Szenario als „bloß etwas wärmer“.

        Wobei die besonders warmen Jahre in D bisher auch besonders trocken waren, was die positiven Effekte einer bloßen Erwärmung unter c. b. Bedingungen eh relativiert.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        „Die paradox klingende, aber mögliche Folge: Deutliche Abkühlung hier, WENN die „Wärmepumpe“ Golfstrom defekt wird – WEGEN der Erwärmung insgesamt.“

        Na umso besser, falls es tatsächlich so kommt – dann können wir in Deutschland wieder einen Kohleeinstieg machen, und zwar aus Klimaschutzgründen!

        Schützenswert ist ja offensichtlich genau dasjenige Klima, das zufällig so circa um 1970 herum vorherrschte.

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    Al sagte:

    „Am Ende werden wir kein Ziel erreichen – weder den Klimaschutz noch den Erhalt von Wohlstand und auch nicht den Zusammenhalt der Europäer.“

    Ich weiß nicht, ob dieses Fazit gut oder schlecht ist.
    Hoffentlich kommt das Scheitern schnell, dann bleibt weniger Zeit um Schaden zu verursachen und der Wideraufbau kann etwas früher beginnen.

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    Richard Ott sagte:

    bto: „Spätestens ab 2028 sollen keine neuen Diesel, Benziner oder auch Hybride als Neuwagen zugelassen werden.“

    Mhmm, dann hat die europäische Autoflotte ein paar Jahrzehnte später einen geradezu kubanischen Charme, nur noch Oldtimer unterwegs. Optisch sicherlich sehr reizvoll.

    Es lebe die sozialistische EU unter der richtigen und klaren Führung der EU-Kommission! Laßt uns weiterhin entschlossen das Banner des Sieges im Kampf gegen den Klimawandel hochhalten, die Energiewende fortführen und den Sozialismus weiter aufbauen! Freundschaft!

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Herrn Richard Ott:

      Ich gebe Ihnen ja recht, aber wer ist denn aktuell bitte der Klassenfeind? Der ADAC? Die AFD? Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall? Keine Ahnung. Aber es gilt: Kein anständiger Sozialist ohne Klassenfeind. Die Bourgeoisie ist ja heute als Begriff eher nicht mehr so bekannt (ich hoffe, bei mir stimmt wenigstens noch die Orthographie, nutze das Wort selbst schon länger nicht mehr…^^). Wissen Sie es?

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        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        „aber wer ist denn aktuell bitte der Klassenfeind?“

        Natürlich der „alte, weiße Mann“, der -und das ist das Neue an diesem Sozialismus- schon aufgrund seiner Identität die feindlich-negative Einstellung zum Sozialismus hat und bekämpft werden muss, wenn er sich nicht umerziehen lässt.

        Dass der oft auch Autofahrer (ADAC), rechts (AfD), Kapitalist (Arbeitgeberverband Gesamtmetall) oder auch nur industriefreundlich (dito) ist, zeigt ja schon, wie treffend das neue Konzept vom Klassenfeind ist, wobei der ja eigentlich keine feindliche Klasse sondern eine feindliche Identität hat. ;)

        Kritisch für den identitären Sozialismus und sein Weltbild wird es dann, wenn junge nicht-weiße Frauen die Ideen des alten, weißen Mannes verteidigen, dann eskaliert es ganz schnell. In der neuen Ideologie ist einfach nicht vorgesehen, dass solche Leute überhaupt existieren könnten. Hier ein extremes Beispiel aus den USA:

        https://www.youtube.com/watch?v=Q1KXKCWvSMs

      • Avatar
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Huch, was mache ich denn da als alte weiße Frau, die zu 50 % von einem alten weißen Mann abstammt? Meine Großmutter brauchte bei den nationalen Sozialisten noch einen Ariernachweis, weil sie als Halbjüdin ihren Beruf nicht hätte ausüben dürfen. Gibt es das dann bei den identitären Sozialisten wieder? Ich hatte schon so ein dumpfes Gefühl, dass mich der Status „Frau“ nicht endgültig schützen könnte…

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