Die High­lights vom Februar

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bto – DER ÖKONOMIE-PODCAST

Themen des wöchentlichen bto-Podcasts im letzten Monat waren:

(Ir)rationales Gold – Steigt der Goldpreis wirklich, oder verliert Papiergeld immer schneller an Wert? Hohe Verschuldung und geldpolitische Unsicherheit lassen Zweifel am globalen Finanzsystem wachsen. Gleichzeitig steckt Deutschland in einer Erneuerungskrise mit zu wenig Investitionen und schwacher Gründungsdynamik. Über industriepolitische Perspektiven diskutierten wir mit Prof. Dr. Enzo Weber. Über das „Schuldenendspiel“ und die Rolle von Gold als monetären Anker sprachen wir mit Ronald-Peter Stöferle, Managing Partner bei Incrementum.

Zukunftsrepublik statt Schuldenrepublik – Die Staatsausgaben wachsen schneller als die Wirtschaftsleistung – doch investiert wird zu wenig in Bildung, Infrastruktur und Zukunftstechnologien. Studien zeigen einen klaren Zusammenhang: Je höher die Schuldenquote, desto geringer die Zukunftsorientierung der Haushalte. Europa lebt zunehmend von der Substanz. Wie sich eine echte Zukunftsorientierung durchsetzen ließe, erörterten wir mit Prof. Dr. Friedrich Heinemann vom ZEW Mannheim.

Kommunale Schuldenfalle – Nach Jahren der Überschüsse rutschen die Kommunen tief in die Defizite. Nicht sinkende Einnahmen, sondern rasant steigende Ausgaben bringen Städte und Gemeinden an ihre Grenzen. Am Beispiel Erlangen zeigt sich, wie ambitionierte Projekte, Pflichtaufgaben und wegbrechende Gewerbesteuern die Handlungsfähigkeit untergraben. Über Ursachen und notwendige Prioritäten sprachen wir mit OB-Kandidat für Erlangen, Prof. Dr. Holger Schulze.

Das Guns-and-Butter-Modell – Europa rüstet auf, ohne den Sozialstaat anzutasten. Das historische Muster lautet: mehr Verteidigung plus mehr Wohlfahrt bedeutet mehr Schulden. Gleichzeitig sind Staatsanleihen in Krisenzeiten weniger sicher, als viele glauben. Ob sich eine solche Politik langfristig tragen lässt, diskutierten wir mit Dr. Christoph Trebesch vom IfW Kiel.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Sonntag, dem 8. März, um 9 Uhr.

 

bto REFRESH

Die veraltende Wirtschaft – Deutschlands Kapitalstock altert, Investitionen bleiben seit Jahren zu niedrig. Staat und Unternehmen modernisieren zu wenig, das Wachstumspotenzial sinkt und Produktivitätsfortschritte bleiben aus. Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand geraten dadurch unter Druck. Wie es um die Substanz unserer Volkswirtschaft tatsächlich steht, dazu sprachen wir in Episode 196 mit Dr. Claus Michelsen vom Verband forschender Arzneimittelhersteller. Seine Analyse hilft, die aktuelle Investitionsschwäche besser einzuordnen.

Alles halb so schlimm? – Staatsschulden sind nicht automatisch schädlich, entscheidend ist ihr Zweck. Historisch konnten sie Wachstum stabilisieren, wenn sie produktiv eingesetzt wurden. Doch bei explodierenden Defiziten und schwachen Zukunftsinvestitionen stellt sich die Frage nach den Grenzen neu. Über diese Zusammenhänge sprachen wir im April 2022 mit Barry Eichengreen von der University of California in Berkeley. Seine Argumente gewinnen angesichts der heutigen Haushaltslage deutlich an Gewicht.

Die gefährliche Eurobonds-Falle – Gemeinsame Schulden erscheinen vielen als Lösung europäischer Probleme, schaffen aber neue Haftungsrisiken und schwächen fiskalische Eigenverantwortung. Steigende Verschuldung und ungelöste Strukturprobleme im Euroraum verschärfen diese Gefahr. Wie eine stabilere Finanzarchitektur mit klarer Marktdisziplin aussehen könnte, dazu sprachen wir in Folge 242 mit Dr. Jörg König von der Stiftung Marktwirtschaft. Die aktuelle Eurobond-Debatte zeigt, wie relevant seine Reformvorschläge sind.

Mehr Verteidigung ohne Schuldenunion – Europa muss seine Verteidigungsfähigkeit stärken, doch eine weitere Vergemeinschaftung von Schulden ist nicht der einzige Weg. Gefragt sind Modelle, die Aufrüstung ermöglichen, ohne neue dauerhafte Haftungsrisiken zu schaffen. Über das Konzept einer Defense, Security and Resilience Bank sprachen wir in Episode 284 mit Rob Murray vom Atlantic Council. Die jüngsten sicherheitspolitischen Entwicklungen verleihen diesem Ansatz neue Aktualität.

Die nächste Folge erscheint am kommenden Mittwoch, dem 4. März, um 9 Uhr.

 

HANDELSBLATT-KOLUMNE

Industriepolitik erfordert Kompetenz

Der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber rechnet vor, dass außerhalb der Industrie mehr als sieben Prozent der Erwerbstätigen in Unternehmen arbeiten, die in den vergangenen fünf Jahren gegründet wurden, während dieser Anteil im industriellen Sektor bei nur rund zwei Prozent liegt. In einer Phase, in der alte Geschäftsmodelle zurückgehen, reicht das nicht, um die Verluste zu kompensieren, was sich an einem schrumpfenden Industriesektor zeigt. Das ist auch deshalb so bedauerlich, weil Gehälter und Produktivitätsniveau in der Industrie weit überdurchschnittlich sind.

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Wie die Veruntreuung von Investitionen unsere Zukunft verspielt

Unsere Politiker haben es bisher geschafft, die Zukunft zu vernachlässigen, ohne zugleich viel Schulden anzuhäufen. Das ändert sich mit „Sondervermögen“ und kreativer Buchführung nun rapide. Die fiskalische Flexibilität wird missbraucht, um Reformen zu verschleppen, statt Zukunftsprojekte zu finanzieren. Dass sich mit immer neuen Schulden Wachstum erzeugen lässt, glaubt der Finanzminister vermutlich nicht mal selbst.

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Die Krise der Kommunen steht als Symptom für die Krise des Staates

Deutschland erlebt eine Zeitenwende der Kommunalfinanzen. Hatten die Kommunen zwischen 2015 und 2022 noch über 40 Milliarden Euro an Überschüssen erzielt, fahren Städte und Gemeinden seit 2023 immer größere Defizite ein. Für das abgelaufene Jahr 2025 und die kommenden Jahre werden Defizite von über 30 Milliarden pro Jahr erwartet.

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Düstere Aussichten mit höheren Steuern und Inflation

Mit dem Ende des Kalten Krieges sanken die Verteidigungsausgaben in den westlichen Staaten deutlich, in Europa bis 2015 im Schnitt um rund 25 Prozent gegenüber 1990. Diese „Friedensdividende“ wurde jedoch nicht genutzt, um Staat und Abgabenlast zu reduzieren, sondern um den Wohlfahrtsstaat auszubauen. Beispiel Deutschland: Pro Kopf legten die Sozialausgaben inflationsbereinigt um 82 Prozent zu. Angesichts der geopolitischen Zeitenwende liegt es auf der Hand, dass wir diese Entwicklung umdrehen müssen.

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>> ARBEITSLOSE AKADEMIKER, MUTLOSE CDU UND EHRLOSE KI

 

IM INTERVIEW BEI tagesschau.de

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ZU GAST BEI Northern Finance

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ZU GAST BEI WeLT TV

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