Wiederaufbaufonds: 140 845.07 Euro pro Einwohner für den Erhalt eines Bergdorfes

Der Wiederaufbaufonds soll ja bekanntlich die EU voranbringen. Wachstum und Wohlstand fördern, Klima schützen. Skeptiker wie der Bundesrechnungshof dürften sich angesichts der tatsächlichen Mittelverwendung bestätigt sehen.

Bundesrechnungs­hof warnt ein­drücklich vor Wieder­auf­bau­fonds

Aktuelles Beispiel: das Dorf Trevinano in Italien. Immerhin 140 845.07 Euro pro Kopf Subventionen aus dem Topf müssen nun schnell ausgegeben werden. Die NZZ berichtet:

  • Wie zwanzig andere winzige Dörfer in Italien hat Trevinano mit seinen 142 Einwohnern den Zuschlag für Mittel aus dem europäischen Wiederaufbaufonds erhalten – und muss ganz schnell entscheiden, was es mit dem vielen Geld machen will.“ – bto: ist das nicht toll, die EU wirkt.
  • Und nun also diese 20 Millionen Euro. Sie sollen das Dorf mit seinen gerade noch 142 Einwohnern vor dem Aussterben bewahren. So hat es kürzlich das Kulturministerium in Rom beschlossen. Die Mittel stammen aus dem PNRR, dem «Piano nazionale di ripresa e resilienza», wie die Regierung von Mario Draghi den Plan nennt, mit dem sie die Italien zugesprochenen 191 Milliarden Euro aus dem europäischen Wiederaufbaufonds sinnvoll verteilen will.“ – bto: ich bin ganz sicher, dass die anderen 190 Milliarden sinnvoll ausgegeben werden….
  • Im letzten Dezember habe er die Ausschreibung im Internet gesehen, (…) Sofort habe man sich an die Arbeit gemacht, eine Projektskizze entworfen und diese mit den Verantwortlichen der Region Lazio besprochen. Profitiert habe man von Vorarbeiten, die Terrosis Mitte-links-Allianz für das Programm des Gemeindewahlkampfs vom letzten Herbst gemacht habe. Unterstützt wurden die Behörden des Ortes von einer gut vernetzten Arbeitsgruppe aus Architekten, Ingenieuren, Vertretern des Tourismus, der Gastronomie und weiteren Interessenten aus der Gegend.“ – bto: gibt es einen schöneren Beweis, dass die Menschen sich durchaus motivieren lassen?
  • Gesamthaft 420 Millionen Euro aus dem PNRR will Draghis Regierung für die Rettung und die Wiederbelebung sterbender Dörfer zur Verfügung stellen; jede Region wurde damit beauftragt, jeweils ein Projekt auszuwählen, das mit 20 Millionen gefördert wird.
  • “Die Namen der Sieger des Wettbewerbs werden nun schrittweise veröffentlicht. Und mit jeder Bekanntgabe gehen lebhafte Diskussionen einher: Warum gerade dieses Dorf und nicht jenes? Warum keine Aufteilung der 20 Millionen auf mehrere Ortschaften? Warum andere Vergabekriterien in jeder Region?“ – bto: ein Einfallstor für Korruption. Ein wahres Fest!
  • Was aber macht man mit 20 Millionen? Würde man den Gesamtbetrag auf die Bewohner Trevinanos verteilen, würde jede und jeder 140 845.07 Euro erhalten. Doch die Gemeinde hat andere Pläne: Unter dem Titel «Re-Wind» wird das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Infrastruktur und vor allem auf die Schaffung einer Ausbildungsstätte für Studenten gelegt. (…) Die umliegenden Wälder und der Naturpark böten den künftigen Studierenden hervorragendes Anschauungsmaterial, ist die ausgebildete Agrarwissenschafterin Terrosi überzeugt. Und damit die Studenten auch untergebracht werden können, müssten einige der leerstehenden Häuser umgenutzt werden. Ausserdem will die Bürgermeisterin den Ort kulturell beleben. Man stehe bereits mit dem Maxxi, dem von Zaha Hadid gebauten nationalen Museum für zeitgenössische Kunst in Rom, in Verbindung. Mit all den Plänen sei sichergestellt, dass die ganze Region profitiere.“ – bto: wie diese Ausgaben das Wachstumspotenzial Italiens steigern sollen, ist mir schleierhaft.
  • Trevinano wird es vielleicht schaffen. Oder versickert auch hier, wie so oft in Italien, das Geld irgendwo? «Wir wissen, was auf dem Spiel steht», entgegnet die Bürgermeisterin, «wir tragen die Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit dem Geld.»“ – bto: hhm.

NZZ (Anmeldung erforderlich): „Es regnet Geld auf Trevinano: Warum ein kleines Bergnest in Italien auf einen Schlag 20 Millionen Euro erhält“, 2. Mai 2022

Kommentare (25) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. jobi
    jobi sagte:

    @ foxxly
    “dieses spiel läuft weiter und hört wohl nie auf.”

    Ihre Beobachtung gründet auf der Effektivität einer perfektionierten Transferunion. Spätestens seit Merkels Entscheidung, Griechenland im Euro zu halten, gibt es in Euroland keine politischen Mehrheiten mehr für eine Beendung.

    Aber ich kann Sie beruhigen – mit der Begeisterung, mit der hierzulande die Deindustrialisierung voran getrieben wird, dürften die Quellen der Transfers bald trocken gelegt sein, wahrscheinlich schneller, als die meisten es sich vorstellen können.

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ jobi
      richtig!
      .. dann werden die bisher begünstigten länder (wieder) über deutschland herfallen, weil wir den verfall ursächlich hergestellt haben.

      Antworten
  2. Hans-Jörg Gerdey
    Hans-Jörg Gerdey sagte:

    „Wie zwanzig andere winzige Dörfer in Italien …”
    Das sind nur 20 Dörfer mal 20 Millionen. Also nur 400 Millionen von 191000 Millionen. Wie der Puderzucker auf dem eigentlichen Kuchen, den sich die Eliten teilen…

    Antworten
  3. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    „Und nun also diese 20 Millionen Euro. Sie sollen das Dorf mit seinen gerade noch 142 Einwohnern vor dem Aussterben bewahren. So hat es kürzlich das Kulturministerium in Rom beschlossen.“

    Ich weiß nicht, was die Aufregung soll.

    Es sollte doch jedem klar sein, was geschehen muss, wenn Lebewesen vom Aussterben bedroht sind:

    Aufpäppeln.

    Bewahrung der Schöpfung, Erhaltung der Arten … hat doch jeder irgendwann einmal mitbekommen.

    Wenn es nicht anders geht, muss man eben einen Zoo bauen, selbstverständlich mit modernster Infrastruktur − weniger geht nicht in diesen heruntergekommenen Zeiten.

    Ist natürlich nicht gerade billig, aber hat schon was:

    Als Besucher kann man live zumindest erahnen, wie es in freier Wildbahn war und die Bewohner vermitteln in aller Regel den Eindruck, dass sie zufrieden sind.

    Das macht schon Sinn, die Profis vom Kulturministerium in Rom wissen, was sie tun.

    Und:

    Hat irgendjemand von uns DESHALB einen einzigen Cent weniger in der Tasche?

    Also ruhig bleiben.

    Wir sind auch damit auf einem guten Weg in die Sackgasse.

    Denn eines ist ganz sicher:

    Gelungene Beispiele sprechen sich herum und werden Nachahmung finden.

    Antworten
  4. Bauer
    Bauer sagte:

    Es wird schon einen Grund haben, warum es in Trevinano nur mehr 142 Einwohner gibt. Solche Entwicklungen kann man nicht mit “noblen” Projekten aufhalten. Mein geübtes Auge sieht auf Google Earth auch, dass in Trevinano schon eine Menge Geld verbaut wurde. Was soll’s also.

    Der bayrische Wald nahe der tschechischen Grenze war nach WW2 ähnlich gottverloren und entvölkerte sich rapide. Als junger Ingenieur, gerade aus Asien zurück, habe ich damals geholfen, das zu ändern. Es ist gelungen, der Einwohnerschwund wurde aufgehalten und sogar umgedreht. Der Schlüssel zum Erfolg waren Verbesserung der Infrastruktur und die Ansiedelung von Arbeitsplätzen. Für Schnickschnack gab es damals keinen Pfennig.

    Antworten
  5. PhilSt
    PhilSt sagte:

    Wer sich dieses kleine Örtchen anschaut, so wie viele Deutsche Dörfer erkennt, das es eigentlich alles hat um eine schöne Heimat zu sein. Gerade in einer Zeit in der man dezentraler Leben könnte durch IT.
    Warum es dafür kaum entwürfe gibt wie man große Unternehmen überzeugen könnte solche Dörfer wieder zu beleben ist mir ein Rätsel.
    Ob die Büros von FIAT (als Bsp.) direkt am Betriebsgelände sind oder in solchen Örtchen spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig sind nur das unterschiedliche Bereiche zusammenbleiben können.

    Für staatliche Angestelle ähnlich. Warum muss irgendwo wieder ein neues hässliches Rathaus hingezimmert werden. Die Technik macht es möglich.
    Meine Erfahrung: Menschen leben gerne in der Natur. Man muss es sich aber leisten können. In dem man die möglichkeit hat einen Job zu haben.
    In solchen Orten kann man mit dem Schlagwort “Tourismus” nochsoviel Geld reinpumpen. Den Leuten wird es aber nicht helfen. In kleinen Ortschaften hier in Deutschland macht man das auch gerne.

    Das ist weder Kreativ, innovativ, noch sinnvoll.
    Bei soviel Tourismusregionen wie wir haben, können wir gar nicht nicht urlaub machen.

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @PhilSt

      “Wer sich dieses kleine Örtchen anschaut, so wie viele Deutsche Dörfer erkennt, das es eigentlich alles hat um eine schöne Heimat zu sein.”

      Aus der Sicht von Oben (google maps) ist es eine wirklich liebliche Gegend am Rande eines Nationalparks . Hat schon einige Agriturismo und Podere und auch einen See in der Nähe (Lago di San Casciano) usw..
      Als ruhige Ferien-und Wandergegend sicherlich schön.

      Nebenbei:
      In Deutschland könnte man das Dörfchen/Gegend ja vermarkten, mit dem für Deutsche Bürger sicherlich schon fast unglaubwürdigen Slogan ….garantiert keine Grosswindräder im Umkreis von 2 Fahrstunden !

      Antworten
      • PhilSt
        PhilSt sagte:

        Ich würde in jedes europäische Land Geld schleppen wenn es mich vor ideologisierter Politik bewahrt und deutsch/englisch als Sprache in diesem Land weitverbreitet sind.
        Ich will eine verfassung was meine Grundrechte garantiert und meine verdammte ruhe vor irgendwelchen Oligarchen oder Politiker die mir meinen Wohlstand rauben wollen.

  6. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ bto: “ein Einfallstor für Korruption. Ein wahres Fest!”

    Ja, so wird es sein. Mafia, Camorra und andere edle Gesellen werden die Früchte mit einem großen subventionierten Fest feiern, gemeinsam mit den ihnen zugewandten korrup… Politikern. Das ist nicht etwa nur ein Beispiel aus einem südlich fernen Land, nein, auch im Norden funktioniert ein solches Schauspiel.

    Gewiss mit anderen Nuancen, aber nach denselben Prinzipien der edlen Gesellschaft. Man braucht als schmieriger Lieferant von gasiger Substanz nur einen ausrangierten Bundesk… einkaufen, und eine getreue Landesmu…. Sodann lässt man das Heil verkünden, denn es braucht auf lange Zeit niemand mehr zu frieren, oder wie im Beispiel: die Studenten werden zukünftig gut versorgt in Scharen kommen ins einsame Nest.

    Was solchen Freudenfesten auf den Fuße folgt, kann man heute schon mit Blick über die Ostsee gen Osten ahnen, denn Korruption macht anfällig, vor allen Dingen erpressbar. Da wird ganz schnell am Ventil gedreht, und schon frieren alle, die sich vor lauter Naivität von den Akteuren haben den Bären aufbinden lassen, dass das alles so sein muss.

    Clevere ziehen, zumindest zeitweise um, in eines dieser Bergdörfer oder Küstendörfer und nehmen teil an Freudenfesten. In Italien unter dem Olivenbaum noch viel lieber als an der windigen Ostsee.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      “Gewiss mit anderen Nuancen, aber nach denselben Prinzipien der edlen Gesellschaft. Man braucht als schmieriger Lieferant von gasiger Substanz nur einen ausrangierten Bundesk… einkaufen, und eine getreue Landesmu…. Sodann lässt man das Heil verkünden, denn es braucht auf lange Zeit niemand mehr zu frieren, oder wie im Beispiel: die Studenten werden zukünftig gut versorgt in Scharen kommen ins einsame Nest.”

      Tja, der Unterschied ist aber: Wenn wir die russischen Gasdeals laufen lassen, dann braucht tatsächlich für lange Zeit niemand in Deutschland im Winter zu frieren (außer vielleicht Obdachlose, wieder ein anderes Problem) weil das Gas aus Russland viel günstiger ist als aus anderen Quellen und bisher auch immer zuverlässig geliefert wurde, sogar während des Kalten Krieges. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Wochen, dann müssen Sie sich im Herbst am brennenden Eifer Ihrer Moraltraktate wärmen.

      Welche Gegenleistung bekommen wir eigentlich aus Italien? Schicken die uns auch günstige Rohstoffe? Oder stecken die einfach nur unser Geld ein?

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        ” ..weil das Gas aus Russland viel günstiger ist als aus anderen Quellen und bisher auch immer zuverlässig geliefert wurde, sogar während des Kalten Krieges. ”

        Zurzeit gibt es ja einige “Störungen”, die die Ukrainer den Russen anlasten.

        Zum Glück hat man ja Nord Stream 1 gebaut , um solche “Zwischenfälle” von bzw.in den Durchleitungsländern …. auszuschliessen.

        Nebenbei:
        Warum der Bau von Nord Stream 2 plötzlich die “nationale Sicherheit” der USA tangierte…ist wohl mittlerweile (hoffentlich) “vielen” klar geworden.

    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      JürgenP

      Das

      “Mafia, Camorra und andere edle Gesellen werden die Früchte mit einem großen subventionierten Fest feiern, gemeinsam mit den ihnen zugewandten korrup… Politikern. Das ist nicht etwa nur ein Beispiel aus einem südlich fernen Land, nein, auch im Norden funktioniert ein solches Schauspiel.”

      ist eben das grundsätzliche Schauspiel – Korruption und Betrug sind Teil des Systems selbst.

      Es ist schwer zu ertragen – trotzdem müssen wir die Beobachtung und Deutung der Wirklichkeit als unsere Realität erkennen und akzeptieren. Die sizilianische Mafia z. B. war ursprünglich eine Inkasso-Gesellschaft für Abgaben der feudalen Grundherren, deren Vorfahren ihr ‘feudum’ von früheren Herrschern erhalten hatten. Nach der Grund- und Boden-Reform hat sie ihr Geschäftsmodell den neuen Gegebenheiten anpasst.

      Mit der (debitistischen) Deutung der Welt wird uns selbst eine vollständig andere Erklärung des Systems bewusst. In Relation zu ‘Dunbar’s number’ als theoretische ‘kognitive Grenze’ der Anzahl an Menschen, mit der eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann, markiert die nichttilgbare Erstverschuldung, die die Grundlage aller weiteren Verschuldungen ist, den Übergang von egalitären Stammesgemeinschaften hin zu hierarchischen auf Abgabenzwang beruhenden überwiegend patriarchalischen Zivilisationsgesellschaften. Ohne Staat gäbe es weder Geld noch Wirtschaft, sondern nur Produktion, Wirtschaften und damit Geld als Abgabenmittel nicht. Seit der Zerschlagung des gemeinschaftlichen Miteinanders trägt der Mensch kein ‘eigenbestimmtes Potenzial’ mehr in sich, da seine Potenziale systematisch von einer zentralinstanziellen Ordnung geraubt werden. Uwe Wesel zeigt, dass alle Rechte in dieser Ordnung auf Machtzessionen der Zentralmacht – als Struktur einer Ordnung von Potenzialen und Möglichkeiten – beruhen. Die abgabenpflichtigen Untertanen befinden sich gegenüber der Zentralmacht letztendlich in einer Ohnmachtsposition.

      Dieser den Untertanen auferlegte Zwang zur Abgabeneinheit zwecks notwendiger Besicherung der nichttilgbaren Erstverschuldung – oder äquivalent die Erstfinanzierung refinanzierbar – zu halten, kann einerseits gedeutet werden als das zivilisatorische ‘Urverbrechen’ – in Baudrillards Sinne als ‘Perfektes-Verbrechen’ – oder andererseits jenseits der ‘Dunbar Zahl’ als evolutionäre Notwendigkeit zur Sicherstellung der Tilgung der menschlichen Subsistenzen. Die entstehende neue Ordnung ist nicht als ‘bottom-up’ Ergebnis aus ‘Gesellschaftsverträgen’, volonté géneral oder ‘Verfassungen’ des zwischenmenschlichen Konsenses der Untertanen zu verstehen, sondern als ‘Triple-down’ Ereignis der Zwangsgewalt des Staates (coercive power): Macht → Abgaben → Geld → Wirtschaften mit Geld und Zins und Preis. Die neue Ordnung wird zentralinstanzlich durch die Waffe erzwungen durch die Worte charismatischer Führer mit ihrer Entourage in die Zukunft getragen.

      Überlebenszeit und -fähigkeit der Ordnung können nur aus ‘auf Gewalt’ basierenden Verschuldungs- und Besicherungsfähigkeiten ableitet werden. Die den Bürgern mittels Machtzessionen eingeräumten Rechte sind Simulationen – sie dissimulieren nur die wahren Hintergründe des aus Gewalt hervorgegangenen und auf Gewalt beruhenden Systems. Sie haben aus debitistischen Gründen keinen dauerhaften Bestand.

      “Also könnte der Betrug nur in der Ausgabe liegen. Da der Staat aber kein Staatspapiergeld ausgibt (auch wenn er es später zum vollen Nennwert wieder annimmt, ja annehmen muss, wie ebenfalls in der Geschichte durchgehend, was aber hier nicht weiter interessiert), sondern das Geld über den ZB-Mechanismus erscheint, was nichts anderes ist, als letztlich die Verausgabung von Steuern, die er noch nicht abgefordert hat, liegt der Betrug darin, dass jemand (Staat) auf Einnahmen zieht, die er nicht nur noch nicht hat (das war im Goldstandard ganz genau so, weil die ZBs damals Wechsel rediskontierten, also ebenfalls Papier herausgaben, dessen Gegenleistung noch nicht erbracht war), sondern die er niemals haben wird. Sub summa aller Staaten, notabene.”

      “So ist das heutige Geld nicht nur eine Quittung für eine noch nicht erbrachte Steuer, sondern für eine niemals zu erbringende Steuer. Der Betrug liegt nicht im Geld oder Geldmaterial, sondern im unerfüllbaren Zahlungsversprechen des Staates – egal auf welches Geld oder Geldmaterial es lautet.”

      Re: Trostlose Theorien und Frage an Dottore https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=281047

      Antworten
  7. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Ich schätze, dass die für die wirklich zerstörten Dörfer in der Ukraine nichts übrig bleibt. Ist ja nicht im Euroraum…^^

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      Bas fordert mehr Tempo bei EU-Beitritt der Ukraine
      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/russlands-angriff-baerbel-bas-spd-fordert-mehr-tempo-bei-eu-beitritt-der-ukraine-a-2cd73e3e-3626-4005-a6cb-517be8557fb6

      Bald schon. Die SPD-Quotenfrauen und auch die aus Überzeugung agierenden US-Marionetten in unserer Regierung drängeln beharrlich auf den EU-Beitritt, und darauf folgt selbstverständlich der Beitritt zur Eurozone, denn das Ziel der EU ist die “immer tiefere Union”.

      Freuen Sie sich etwa nicht, dass Sie dann noch mehr “Solidarität” zeigen können?

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @Richard Ott

        “Bald schon. Die SPD-Quotenfrauen und auch die aus Überzeugung agierenden US-Marionetten in unserer Regierung drängeln beharrlich auf den EU-Beitritt, und darauf folgt selbstverständlich der Beitritt zur Eurozone, denn das Ziel der EU ist die “immer tiefere Union”.”

        Ich denke,dass es nur schon beim “Status eines Beitrittskandidaten”, zu einigen “Abweichlern” kommen wird . Schliesslich muss man auf die “Einhaltung der Regeln” achten:):)

        “Wenn die Einschätzung der Brüsseler Behörde positiv ausfällt, könnte die Ukraine im Anschluss den Status eines EU-Beitrittskandidaten bekommen – vorausgesetzt alle EU-Staaten stimmen zu. Der Status wiederum ist Voraussetzung für den Start von Beitrittsverhandlungen.”

        https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-eu-beitritt-antrag-101.html

    • weico
      weico sagte:

      @Susanne Finke-Röpke

      “Ich schätze, dass die für die wirklich zerstörten Dörfer in der Ukraine nichts übrig bleibt. Ist ja nicht im Euroraum…”

      Nur keine Angst.
      Den Deutschen wird noch sehr tief in die Tasche gegriffen werden. Die (Rest)Ukraine gehört ja dann zum westlichen “Wertegebilde” .
      Die Bringschuld der Deutschen ,gegenüber der Ukraine (und der Welt), ist ja bekanntlich UNERMESSLICH.

      Aber vor dem Ukraine-Aufbau noch schnell “Innehalten” .. und endlich das Mahnmal für die ukrainischen Opfer des NationalSOZIALISMUS bauen:

      https://www.stern.de/gesellschaft/regional/berlin-brandenburg/ukrainischer-botschafter-melnyk–denkmal-fuer-ukrainische-opfer-des-ns-regimes-31841268.html

      Antworten
    • PhilSt
      PhilSt sagte:

      Lieber füttert ich als deutscher Steuerzahler ein paar Mafiosis und alte italienische Omas mit durch als das Asow Battalion mit Waffen auszurüsten.

      Antworten
      • Susanne Finke-Röpke
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @PhilSt: Keine Sorge, das Regiment Asow dürfte unter dem Stahlwerk von Mariupol langsam ausgedünnt werden. Ist zwar brutal, aber nach diesem Krieg dürfte es nicht mehr existieren.

  8. @foxxly
    @foxxly sagte:

    es werden prestige-objekte in IT gesucht und finanziert, mit hauptsächlicher beteiligung der doofen deutschen (oder doch sogar gewollt?)
    bei dem lockeren geld aus D spielt immer noch das schuldgefühl der vergangenheit und das verlangen der betroffenen mit.

    dieses spiel läuft weiter und hört wohl nie auf. dafür wird schon ausreichend gesorgt.
    wie oft und wieviel müssen wir noch bezahlen/finanzieren?

    Antworten
    • weico
      weico sagte:

      @foxxly

      “dieses spiel läuft weiter und hört wohl nie auf. dafür wird schon ausreichend gesorgt.
      wie oft und wieviel müssen wir noch bezahlen/finanzieren?”

      Bis eine Deutsche Regierung einmal …NEIN …sagt .
      Aber bis dahin, verdienen wohl noch viele Politiker an der “Kollektivschuldbeackerung” mit.

      https://www.youtube.com/watch?v=kpHF_IPQrG0

      Antworten
  9. Wolfgang Selig
    Wolfgang Selig sagte:

    Na ja, das Kind braucht halt einen Namen. Man kann das Geld ja schlecht für deutsche marode Autobahnbrücken ausgeben, dann wäre ja der länderüberschreitende Transfer nicht mehr gegeben, weswegen der Euro eingeführt wurde. Da hätten wir ja gleich die Mark behalten können…^^

    Antworten
  10. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    Toller Artikel. Es ist schon bemerkenswert, wie teuer der “Wiederaufbau” eines Dorfes in Italien sein kann, obwohl es vorher nicht einmal zerstört wurde…

    Antworten

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.