Wie QE die US-Börse treibt

Eine Frage, die immer wieder im Raum steht, ist die nach der Wirkung der Geldpolitik auf die Vermögenspreise. Während es immer noch Vertreter gibt, die behaupten, die Geldpolitik hätte keine Auswirkungen auf die Vermögenspreise, spricht doch viel für das, was man intuitiv annehmen sollte. Billiges Geld führt zu tieferen Abzinsungssätzen und damit überproportional steigenden Vermögenspreisen, je länger und sicherer die Cashflows umso mehr …

Die Analysten von Société Générale haben mal nachgerechnet, wie QE in den USA gewirkt hat. „SocGen strategists Sophie Huynh and Charles de Boissezon calculate that nearly half of the U.S. benchmark’s current level is due to quantitative easing, while claiming that the impact of QE on the Nasdaq was even higher at 57%, with small cap less affected.“ So berichtet Zero Hedge:

  • „(…) before QE, US equities were more often the driver of US bonds, as investors would add either more or fewer bonds to their portfolios in response to the risk-on/off signals provided by the equity complex. However, this causality has totally changed since QE: US equities have been increasingly driven by US bond yields.“ – bto: wie diese Abbildung unterstreicht:

Quelle: SocGen via Zero Hedge

  • „SocGen find that for all US equity indices – from large, mid and small caps to the more tech-focused Nasdaq 100 – the US bond yield has played an increasing role in equity returns. Since 2009 until today, bonds have driven the S&P 500 32% of the time (on daily data), S&P 400 Midcaps 38% of the time, the Russell 2000 36% of the time and the Nasdaq 100 25% of the time. ‘All in all, the causality relationship of bonds driving equities was approximately two times more frequent than in the pre-2009 period’, according to SocGen.“ – bto: Und das ist sehr einleuchtend. Man kauft vor allem stabile Werte, die überproportional von einem geringeren Diskontierungsfaktor profitieren.
  • Zunächst geht es um die Wirkung von QE auf die Zinsen der zehnjährigen US-Staatsanleihe: „Since 2009, the cumulative impact of the different waves of QE on UST 10y bond yield was approximately 180bp. In other words, without QE, 10Y Yields would have been around 2.8%, a number which many would claim is unthinkable in the current environment.“ – bto: Das ist ein deutlicher Unterschied und der muss eine Auswirkung auf die anderen Assets haben.

Quelle: SocGen via Zero Hedge

  • Dann geht es um die Wirkung auf die Aktien: „Using the bank’s equity risk premium framework and work on the impact of QE on UST 10y allows it to understand how the different US equity indices have been impacted since 2009: there is a huge dispersion among the equity indices under review: the Nasdaq 100 has been the most impacted – and even more so this year – versus the S&P 600 Small Caps, which has been the least impacted. As of Oct-2020, the Nasdaq 100 price level was 57% explained by QE.“

Quelle: SocGen via Zero Hedge

  • „Having quantified the past, SocGen next looks at the future, and says that it expects 10-year Treasury yield to reach 1% by year-end and 1.2% by mid-2021 on less Fed intervention, increasing the need for earnings to deliver to justify valuations. For S&P 500 to ‘weather’ a 10-year yield of 1%, expected EPS growth in 2021 would need to be at least 38% vs current expectation of 24%; more ominously, for the Nasdaq 100, a doubling of the 2021 EPS growth would not be sufficient to absorb a UST 10y yield of 1%. In the case of mid and small caps, it would be considerably less. Needless to say, this suggests that if yields do indeed rise even modestly, there will be lots of pain for growth/tech/momentum names.“ – bto: was aber voraussetzt, dass die Zinsen steigen. Vielleicht steigen sie ja nicht, sondern rutschen ins Negative?

Quelle: SocGen via Zero Hedge

  • „Going forward, SocGen believes that currently causality order will hold and US Treasuries should continue to drive US equities, which is bad news for those who believe a continued rise in yields will not impact stocks: according to SocGen the impact will be very pronounced unless companies succeed in boosting their EPS well beyond current consensus estimates.“ – bto: wobei man ein Szenario steigender Zinsen nur in einem Umfeld besserer Konjunktur und damit höherer Unternehmensgewinne sehen kann. Oder?
  • „(…) aside from SocGen’s analysis which may be off by a few percentage points but is directionally accurate, the fact that Fed, through, QE now holds trillions in equity value hostage is also who Powell and his successors will never again dare to tighten financial conditions as the resulting asset price crash would have catastrophic consequences for both capital markets and US household net worth, which is roughly 70% in the form of stocks, bonds, financial assets, and other non-tangibles.“ – bto: ein ewiger Fed-Put. Was soll schon schiefgehen?

zerohedge.com: „SocGen Calculates The S&P Would Be At 1,800 Lower Without QE“, 6. November 2020

Kommentare (50) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Michael Stöcker sagte:

    @ foxxly

    Wenn Sie hier als Diskussionspartner ernst genommen werden wollen, dann müssen Sie sich schon mit meinen drei Punkten auseinandersetzen und diese widerlegen. Vielleicht starten Sie aber zuvor mit einer Begründung Ihrer These, dass eine Bank durch eine Kreditgewährung angeblich reicher wird. Bei der Falsifizierung könnten diese FAQs hilfreich sein: https://www.bundesbank.de/resource/blob/614528/7722969d34f6d4b355fd9ebdbd362601/mL/haeufig-gestellte-fragen-geldschoepfung-data.pdf

    LG Michael Stöcker

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    Dietmar Tischer sagte:

    Ich muss jetzt mal mit einem starken O. T. reingrätschen, weil es hier um handfeste REALITÄT geht.

    Macron hat die Katze wie noch nie aus dem Sack gelassen.

    Und er redet nicht um den heißen Brei herum.

    Hier sein heute veröffentlichtes Interview:

    https://legrandcontinent.eu/fr/2020/11/16/macron/

    Daraus:

    „Pour la première fois, nous décidons de nous endetter ensemble, pour dépenser ensemble de manière hétérogène dans les régions et les secteurs qui en auront le plus besoin. C’est-à-dire, d’avoir une Union de transferts, reposant sur une signature commune, et un endettement commun. Et donc c’est véritablement un point clé pour bâtir cette souveraineté de l’euro et en faire une vraie monnaie qui ne dépend pas, ou qui dépendra beaucoup moins des autres, et créer en notre sein une souveraineté budgétaire.”

    Übersetzung:

    „Zum ersten Mal beschließen wir, uns gemeinsam zu verschulden, gemeinsam in heterogener Weise in den Regionen und Sektoren auszugeben, die es am meisten brauchen werden. Das entspricht einer Transferunion, die auf einer gemeinsamen Unterschrift, einer gemeinsamen Verschuldung beruht. Dies ist also ein wirklich entscheidender Punkt, um die Souveränität des Euro aufzubauen und ihn zu einer echten Währung zu machen, die nicht oder deutlich weniger von anderen abhängt, und um innerhalb unseres Bündnisses eine Haushaltssouveränität zu schaffen.“

    „TRANSFERUNION“:

    Klare Aussprache, deutlicher geht es nicht.

    Verschuldungsgemeinschaft, um den Systemzerfall zu verhindern.

    Wenn unsere Politiker jeder Couleur aufspringen, WISSEN sie, wohin die Reise geht.

    Und wir natürlich auch.

    Sie werden aufspringen, denn JEDER will den Systemzerfall verhindern.

    Daher de facto ALTERNATIVLOS.

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      ruby sagte:

      @ Herr Tischer
      Macron und Sie haben wohl verpaßt, daß Ungarn und Polen ihre Vetos eingelegt haben.
      Und außerdem hat diese Person nur noch in Frankreich etwas zu melden, wie lange noch geben die Ereignisse in der zukünftigen Republik Amerika vor.
      Also bis bald und den Holzlöffel für den Emailletopf in vergessen
      https://youtu.be/ZXeGm7u0gMY

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ ruby

        Die Vetos habe ich nicht übersehen.

        Merkel muss jetzt halt schauen, wieviel es KOSTET, die beiden Regierungen umzustimmen.

        Wenn das nicht funktioniert, was ich nicht für ausgeschlossen halte, werden die blockierenden „rechtsstaatlichen Standards“ eben auf die lange Bank geschoben.

        Polen und Ungarn brauchen dringen die EU-Gelder.

        Aber die Südstaaten VIEL dringender – so pokern sie jedenfalls.

        Und damit das Geld für diese locker gemacht werden kann, MUSS Einstimmigkeit herrschen.

        Macron?

        Keine Ahnung, bei den Franzosen kommen die entscheidenden Umbrüche quasi aus dem NICHTS.

        Da kann schon morgen alles anders aussehen.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Wenn die Einmischungsversuche der EU unerträglich werden, dann bleibt nur noch der EU-Austritt. UK hat es vorgemacht.

        Manchmal geht es nicht um Preise oder Kosten oder Subventionen, sondern ums Prinzip. Polen und Ungarn wurden lange genug von sozialistischen Regierungen fremdbestimmt um das zu wissen.

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        foxxly sagte:

        @ ott 9:24 im prinzip richtig. aber da haben wir die rechnung ohne den wirt gemacht. denn die eliten wollen genau diesen schritt nicht. sie hängen dermaßen an ihrer idee, dass sie damit europa, aber in erster linie deutschland in den abgrund steuern. die geschichte wiederholt sich! mag sein, das es da einen plan gibt?

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Ich würde es so sagen:

        Wenn die Preise und vor allem die Kosten für zu viele zu HOCH werden, wird das „Prinzip“ in den Vordergrund geschoben.

        Der Brexit ist m. A. n. ein Beispiel dafür.

        Es wird ab Januar 2021 mit informativem Anschauungsmaterial darüber hinaus das Beispiel dafür sein, wie die Sache mit den Kosten und Preisen aussieht, NACHDEM man den Austritt vollzogen hat.

        Viele auf dem Kontinent werden über den Kanal blicken und AUCH:

        Viele werden sich auf dem Kontinent umschauen müssen, WIE es weitergehen kann.

  3. Avatar
    foxxly sagte:

    @@ irgendwie muss ich bei einigen herren auf eine wunde stelle treffen, weil sie gar so ….. reagieren, wie ein angeschoosener hund. manche erklärungen gehen daneben und abweichend. verteidigen sie ihren stand. und ich meinen! sie wollen gerne das system verteidigen, bzw noch repaieren, wo es nichts mehr zu reparieren gibt. das wäre nun wieder typisch deutsch, mit hura in den endsieg?

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  4. Avatar
    Michael Stöcker sagte:

    „Wie QE die US-Börse treibt“

    QE treibt nicht die Börse, sondern vielmehr die Fantasien monetärer Voodoo-Priester: https://alhambrapartners.com/2020/06/03/from-qe-to-eternity-the-backdoor-yield-caps/

    Richtig ist, dass niedrige Zinsen zu höheren Assetpreisen führen, da die zukünftigen Werte nun geringer abdiskontiert werden. Falsch ist hingegen, dass die Zentralbanken die Zinsen bestimmen. Das macht immer noch der Markt: ZUERST sinken die Anleiherenditen und danach REAGIEREN die Zentralbanken und passen sich dem Marktniveau an. Und nein: Ich werde nicht widerrufen! Mal schauen, wie lange es noch beim Mainstream dauert.

    LG Michael Stöcker

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Stöcker

      „ZUERST sinken die Anleiherenditen und danach REAGIEREN die Zentralbanken und passen sich dem Marktniveau an. Und nein: Ich werde nicht widerrufen! Mal schauen, wie lange es noch beim Mainstream dauert.“

      Tja, Bernie Maddoff und die Wirecard-Boys haben auch nie widerrufen – und wurden vom Mainstream sogar jahrelang abgefeiert. Betrüger und Marktmanipulatoren scheitern selten an ihren eigenen Selbstzweifeln oder an mangelndem Rückhalt im Mainstream.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Michael Stöcker

      Ich bin völlig d’accord mit Ihnen, dass – bedingt durch REALWIRTSCHAFTLICHE Entwicklungen – die langfristigen Zinsen GESUNKEN und dadurch URSÄCHLICH für die gestiegenen Assetpreisanstiege sind.

      Auch richtig, dass die Zentralbanken darauf bezogen nur REagieren.

      ABER:

      QE treibt NICHT nur die Phantasien monetärer Voodoo-Priester, sondern bestimmt auch die REALITÄT.

      Über den Ankauf von Staatsanleihen HOCHVERSCHULDETER oder sogar INSOLVENTER Staaten wird das SYSTEM stabilisiert.

      Ich verweise auf unsere Diskussion am anderen Thread zum Vorschlag von Wolfgang Selig.

      Der Mechanismus, den ich dort dargelegt habe, ist NICHT für ungültig erklärt worden.

      Also, einfach etwas MEHR differenzieren.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Das Problem bleibt das gleiche, egal ob die Fed oder die EZB den Markt für Staatsanleihen mit ihren Käufen manipulieren.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Wohl wahr. Umso bemerkenswerter, wenn es doch geschieht.

        Der größte Unterschied zwischen uns scheint zu sein, dass Sie bei Marktmanipulation gerne wegschauen, wenn die Betrüger ideologisch mit Ihnen auf einer Linie sind oder Sie irgendwie die Erwartung haben, dass der Betrug auch in Ihrem eigenen Interesse liegen könnte.

        Daher weigern Sie sich auch beharrlich zu begreifen, dass massenhafte Staatsanleihenkäufe der Zentralbanken den Zins beeinflussen.

        Irgendwie traurig, aber auch sehr menschlich.

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      Alexander sagte:

      @Michael Stöcker

      „ZUERST sinken die Anleiherenditen und danach REAGIEREN die Zentralbanken und passen sich dem Marktniveau an.“

      Ah ha.

      „Das Volumen der Staatsanleihen stieg global von 18 Billionen Dollar nach dem Dotcomcrash 2001 über 28 Billionen 2006 bis auf 50 Billionen Dollar Ende 2012 …
      Fast alle diese Schulden werden von Regierungen begeben, deren Steuerbürger älter, arbeitsloser und oft auch weniger werden, weshalb es um ihre Ertragsaussichten noch schlechter steht als bei Aktien. Hinter letzteren steht immerhin die Leistungskapazität aus Firmen und ihren Arbeitskräften – in welchen Territorien auch immer die tätig sind. Die Staatsschulden hingegen bleiben ohne direkte Berührung mit dem Leistungssektor….
      Weil das so ist, lassen sich Papiere der leistungsschwachen Nationen am freien Markt nicht zum Nennwert verkaufen. Griechenpapiere im Nennwert von 10.000 Euro etwa lagen gelegentlich bei nur 2.000 Euro Marktpreis – eine wuchtige Deflation. So genannte sichere Papiere wie die der amerikanischen Regierung bringen annualisiert 2012 als Monatsläufer 0,05% und als Zehnjahresläufer 1,7%. Die würde man nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, wenn man für das dafür eingesetzte Geld bei der Zentralbank 4% Zins entrichten müsste. Bei einem solchen Zinssatz würden sie unverkäuflich, weil die plötzlich um einen Faktor 80 steigenden Zinskosten (für Monatsläufer) die US Regierung zahlungsunfähig machen würde. Ihre ausstehenden Zins- und Tilgungsversprechen würden unerfüllbar. Treasury Bills müssten im Preis genauso fallen wie Griechenpapiere.
      Die ZB´s haben also auf dem freien Markt nur noch über massive Abschläge (Deflation) verkaufbare Schuldtitel für rund 10 Billionen selbst gekauft. Damit haben sie diese Titel im Preis künstlich hochgetrieben oder hoch gehalten. Und es ist eben diese künstliche Inflation, mit der die reale Deflation maskiert werden soll.Ihre ausstehenden Zins- und Tilgungsversprechen würden unerfüllbar. Treasury Bills müssten im Preis genauso fallen wie Griechenpapiere. “
      Heinsohn: https://www.achgut.com/artikel/deflation_und_inflation_auch_2013_eintraechtig_beieinander/

      Ihre Wahrnehung verhält sich umgekehrt zur Realität:

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        Alexander sagte:

        @Michael Stöcker

        Da Sie vom Fach sind empfinde ich Ihre Vorgehensweise absichtlich irreführend, genau wie früher die Darstellung, dass eine Kredit“Verbindlichkeit“ ein „Guthaben“ an Zahlungsmittel ist.

        Die Preise für Staatsanleihen entstehen durch Handel an freien Märkten, der aufgerufene Zins wird durch die Marktpreise korrigiert. Kaufen Zentralbanken dominieren sie über die Einkaufspreise die realen Zinssätze. …und ja, man kauft über Geschäftsbanken und pampert deren Handelsspannen….

        Da jeder nationale Konzern ein schlechterer Schuldner ist, wie die nationale Regierung profitiert der gesamte Kreditmarkt von niedrigen Zinsen….weil man nur graduell bessere Angebote zu machen braucht.

        Gleichzeitig saugen die Zentralbanken sämtliche Anlagepapiere auf, die somit kein umlaufendes Geld binden können. Das Ziel der Inflation wird nur in den Anlage-Vermögenspreis-Märkten erreicht, weil die dem Markt innewohnende Deflation diese Gelder sonst verbrennt.

        Sie wollen durch Desinformation beeinflussen.

        Danke.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Alexander

        Immer schön beim Thema bleiben: Es geht um den US-Markt und nicht um griechischen Exzeptionalismus.

        „Da Sie vom Fach sind empfinde ich Ihre Vorgehensweise absichtlich irreführend, genau wie früher die Darstellung, dass eine Kredit“Verbindlichkeit“ ein „Guthaben“ an Zahlungsmittel ist.“

        Wo soll ich so etwas behauptet haben???

        „Sie wollen durch Desinformation beeinflussen.“

        Nichts liegt mir ferner. Wir schauen nur mit unterschiedlichen Paradigmen auf die reale Welt. Soll vorkommen. Auch das geozentrische Weltbild hatte wegen des „gesunden Menschenverstands“ seine glühendsten Verfechter.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Michael Stöcker

        Heinsohn schreibt über den US Markt und dekliniert bis nach Griechenland durch.

        Mit „geozentrischen Weltbildern“ möchte der Herr Lehrer wohl von seiner Weltfremdheit ablenken?

      • Avatar
        Joerg sagte:

        Ich versuche mal vermittelnd zu interpretieren:

        @Michael Stoecker hat recht:

        Der „Markt“ denkt, eine Zentralbank (von mir aus die FED) wird wohl die Zinsen senken. Also geht der Zins (VOR der Aktion der ZB) runter.
        Die ZB „folgt“ also nur dem „Markt“.
        Der „Markt“ denkt, oh, eine schlimme Rezession, jetzt muesste eigentlich die ZB riiichtig kraeftig die Zinsen senken (keiner will doch, dass alles an die Wand faehrt, oder?).
        Also sinkt der Zins noch weiter und wieder kann die ZB gar nicht anders, als sich dem Markt zu beugen und senkt die Zinsen kraeftig auf das Niveau, dass der „Markt“ vorweggenommen hatte.

        Der „Markt“ denkt, Mist, die Zinsen koennen nie wieder steigen, sonst geht ja alles kaputt … aber wir sind ja noch nicht bei ~ Minus 1%, dahin werden wir ja noch laufen, oder?
        Jedenfalls, bevor das Digital-ZB-Geld kommt (dann geht noch was?).

        Also bleibt der Zins unten und naehert sich asymptotisch der -1% und tja, die machtlose ZB (Puppentheater) kann gar nicht anders und senkt noch ein bisschen mehr …

        Die armen ZBs :( alles Getriebene, Spielbaelle der „Maerkte“ … Stimmt’s?

        LG Joerg

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Joerg

        Die Marktteilnehmer denken nur eines, wir können kaufen was wir wollen, egal was geschieht, die Zentralbank haut uns raus.

        Die Versuchung des Bankensektors das implizite Rettungsversprechen der Zentralbanken in ihre Risikobewertung einzupreisen….griff bei Ausbruch der CDS Krise 2009. Heute rechnet der Gesamtmarkt einschl. der Häuslebauer mit der to big to fail Rettung.
        Schon jetzt zeigt die Pandemie, dass dieses Versprechen nicht eingehalten werden wird.

        Inflation entstand bisher nur an den Vermögensmärkten, weil die Marktteilnehmer so schlau sind sonst nichts zu riskieren.
        Die Deflation wurde nur aufgeschoben, siehe Heinsohn Text.

        Sie können unbesorgt sein, auf die Schwindeleien von Stöcker ist Verlaß. Seine Spitzen verraten das Ende des Lehrerlateins.

        Tatsächlich erholt sich der Markt erst, wenn die zerstörte Preisfindung wieder einsetzt. Was die Marktteilnehmer erwartet ist die Zerstörung ihrer inflationierten Assets.

      • Avatar
        Joerg sagte:

        @Alexander

        „Heute rechnet der Gesamtmarkt einschl. der Häuslebauer mit der to big to fail Rettung. Schon jetzt zeigt die Pandemie, dass dieses Versprechen nicht eingehalten werden wird.“

        Wieso nicht? Der Zins ist immernoch negativ, die Haeuser in A-Lagen teuer und die Aktienmaerkte haussieren?

        „Tatsächlich erholt sich der [Renten?]Markt [also steigende Zinsen?] erst, wenn die zerstörte Preisfindung wieder einsetzt. Was die Marktteilnehmer erwartet ist die Zerstörung ihrer inflationierten Assets.“

        Ja, falls mal die Welt untergeht bzw nach der Waehrungsreform 2070 der GLOBO kommt? Oder wann sollte das passieren?

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Joerg

        Millionär sind schon [fast] alle Häuslebesitzer der aufgeblasenen Regionen. Der Nachschub an Kaufkraft stockt seit 2 Jahren, das Verbot von Verbrennern in UK bis 2030 schöpft keine Hoffnung auf ein „weiter so“ von vor der Pandemie – die Umstellung auf Elektro ist so ein ungedecktes Versprechen, wie der gesamte new green deal.

        Nachdem sich die Anhänger des CO² verursachten Weltunterganges aus derselben Personengruppe speist, die ganz begeistert die new green deal Produkte nachfragen („Öko Tesla“) um die Wertminderung ihrer Immobilienanlagen durch EEG Gleichstromtrassen zu verhindern….. erwarte ich deren Untergang ziemlich zeitgleich mit dem Kollaps der Transfersysteme NICHT mangels Einzahlern sondern mangels Dienstleistern…..kaufen wollen und nicht können zeichnet das Ende dieser Inflation.

        Die Verdopplung von Handwerkerkosten bei zugleich qualitativ minderwertigen Neubauten weist den Weg, der sich natürlich in die Pflege erstrecken wird. Der Pfusch ist nur für Insider erschreckend. .

        Die meisten Opfer der Pandemie findet man wo…gleich wieder?
        Altenheime?

        Je nach Fortgang der Einschränkungen würde ich nicht von „2070“ sprechen sondern von 2030 oder früher.

        Wir schaffen das 🤩

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Joerg

        >Der „Markt“ denkt,…>

        Es ist richtig, dass die aktiven Marktteilnehmer ein MEINUNG haben bezüglich dessen, was die Notenbanken ZUKÜNFTIG tun werden.

        Die Notenbanken WOLLEN auch, dass sich diese Meinung bildet.

        M. Stöcker schließt das nicht aus, besteht aber auf etwas anderem:

        Die Langfristzinsen sind in den letzten Jahrzehnten dem Trend nach gefallen.

        DARAUF bezieht er sich bei seiner Beurteilung einer REAKTIVEN Geldpolitik der Notenbanken.

        Die Langfristzinsen bestimmen sich zu einem Zeitpunkt aus Angebot und Nachfrage nach KREDITEN.

        Gefallen sind sie vor allem wegen der gefallenen Nachfrage der REALWIRTSCHAFT nach Krediten.

        Daran können die Notenbanken allein NICHTS ändern.

        Das sind die Basics.

        >Der „Markt“ denkt, Mist, die Zinsen koennen nie wieder steigen, sonst geht ja alles kaputt …>

        RICHTIG, das denkt er und die BEGRÜNDUNG dafür ist mit Blick auf die Geldpolitik NICHT wirklich auszuräumen.

        Wie lange der Mart recht hat, ist eine ganz andere Frage.

        Hier geht es lediglich darum, WELCHEN Einfluss QE hat.

        Und da ist meine Auffassung und die anderer über diesem Blog hinaus, dass die NOTENBANKEN mit QE sehr wohl dafür sorgen, dass die Langfristzinsen auch auf den Anlagesegmenten tief BLEIBEN, auf denen sie wegen erodierender Bonität steigenden müssten, etwa bei hochverschuldeten Staaten, damit nicht die möglichen Folge – wie Sie sagen – „alles kaputt geht“ eintritt.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Seit 2009 intervenieren die ZBs „damit nicht alles kaput geht“. Sie kaufen Unternehmensanleihen damit die An- Verkaufs- Märkte nicht illiquide werden und subentionieren den z.B. Kfz Absatz weltweit.
        Gleichzeitig sorgen die ZBs für die Liquidität an den Staatsanleihemärkten und subventionieren reformunfähige Gesellschaften, wobei man lernte dass die schwäbische Hausfrau keine Option für Kreditgeldsysteme ist.

        Bleibt die Frage warum Unternehmen auf andere Produkte umstellen sollen, wenn das „weiter so“ gemeinwohl finanziert wird? Dasselbe gilt für Staaten, deren Wähler sich zu keiner Strukturreform entschließen mögen….“weiter so 2.0″..

        Die UN hat durch ihre Agenda 2030 Ziele beworben, die quasi einen Plan darstellen. Alle Regierungen unterstützen das. Der Umbau wird durch die ZBs finanziert und der Wähler erfährt vom z.B. new green deal…..als Erfolgsmodell.

        Die Pandemie hilft dabei mit alten Zahlungsströmen zu brechen und Konsumentengewohnheiten zu verändern – freiwillig!

        Der Markt hat seine Aufgabe als Entscheidungshilfe durch Preisfindung an den Gewalt-/Geldmonopolisten zurück gegeben, alles weitere befinden die gewählten Vertreter im Einklang mit dem Aufklärungsauftrag der öffentlich rechtlichen Nachrichtenorgane.

        United Nations: https://youtu.be/rnjcyrzZNRs

        So macht man das….

      • Avatar
        jobi sagte:

        @Joerg

        „Ja, falls mal die Welt untergeht bzw nach der Waehrungsreform 2070 der GLOBO kommt? Oder wann sollte das passieren?“

        Sie erinnern mich an den zuversichtlichen Truthahn kurz vor Thanksgiving ..

        Das Agieren von smart money, euphorische Projektionen der Goldmänner und das Flehen J.Powell’s in Richtung Fiskalpolitik sprechen Bände.

        Der Kaiser ist nackt und er weiß es.

        Und der „Markt“ hat seine Preissetzungsmacht eingetauscht gegen überzogene Erwartungen. Willkommen im Notenbanksozialismus.

      • Avatar
        Joerg sagte:

        @Jobi

        Sind das nur Worthuelsen? Was meinen Sie konkret mit:

        „- Das Agieren von smart money,
        – euphorische Projektionen der Goldmänner und
        – das Flehen J.Powell’s in Richtung Fiskalpolitik sprechen Bände.
        – Der Kaiser ist nackt und er weiß es.“

        Weshalb ist das Agieren von Smart Money eine Gefahr, in wie fern und wann genau?

        Wer sollen die Goldmaenner sein und worin bestehen ihre euphorische Projektionen und warum sind die ein Problem fuer die Gesellschaft/das System?

        Fiskalpolitik ist normal und wichtig, das ZBs nicht alleine einen Karren aus dem Sumpf ziehen koennen, ist klar.

        Wer soll bei Ihnen der nackte Kaiser sein?

        Ein bisschen polemisieren macht ja vielleicht Spass ab und an … Aber keine Argumente, Fakten, Zahlen beizutragen
        (wie schon hier: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/mmt-ist-kein-geeignetes-instrument/#comment-167243)
        langweilt …

        LG Joerg

  5. Avatar
    Gerald Baumann sagte:

    Was ist die Konsequent? Mitmachen! Raus aus Liquidität und Anleihen. Alles in Aktien und Immobilien. Solange das Spiel weitergeht ist man dabei und wird nicht abgehängt. Wenn das ultimative weil weltweite Endspiel kommt, sitzt man dann immer noch auf Sachwerten und hat keine wertlosen Zahlungsversprechen im Portfolio. Die Karten werden dann zwar völlig neu gemischt, aber eine Ausgangsbasis bleibt erst mal in großen Teilen erhalten. Und alle, die es erkannt haben, machen es genauso. Anders sind die Entwicklungen der Märkte in den letzten Jahren auch nicht zu erklären.

    Antworten
  6. Avatar
    foxxly sagte:

    QE spaltet die realwirtschaft und die finanzwirtschaft immer mehr. bedingt durch das kreditgeldsystem sind diese geldflutung für das system elementar! ohne weitere flutungen wird alles schnell zusammenbrechen.
    da das finanz-wirtschafts-volumen ein vielfaches der realwirtschaft beträgt, frage ich mich, mit was diese menge geld überhaupt besichert ist, oder sein kann? haben wir letztlich vielleicht kein eigentum mehr, weil alles zur besicherung (mehrfach) verpfändet ist?
    was läuft hier ab?
    jedenfalls wird die realwirtschaft im verhältnis zur übergroßen- geldmenge laufend ärmer! und dies bei einer niedrigen inflation? allerdings wird die laufende geldmengenerweiterung berücksichtigt, dann haben wir aktuell fast 20% inflation! in dieser höhe findet die entreicherung des volkes und der realwirtschaft, statt!!
    das kreditgeldsystem ist der sichere automatismus einer gesellschaft ins verderben; – ausweglos!

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      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      „das kreditgeldsystem ist der sichere automatismus einer gesellschaft ins verderben; – ausweglos!“

      Wieso sind Sie so fixiert auf diese Idee?

      Nein, es ist eben nicht „ausweglos“. Einer der möglichen Auswege, der auch im Rahmen des Kreditgeldsystems funktioniert, heißt „Insolvenz“, oder nennen Sie es von mir aus „Schuldenschnitt“ oder „Haircut“, wenn Ihnen das lieber ist.

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        foxxly sagte:

        @ ott ich habe vor wenigen tagen schon mal erklärt, dass insolvenzen keine lösung des kreditgeldsystems sind. sie würden recht haben, wenn die gesamte wirtschaft pleite ist. aber das meinen sie sicher nicht. wenn eine bestimmte anzahl von unternemen oder p-personen pleite gehen, dann berührt das das kredigeldsystem fast nicht.
        ein unternehmer muss schon mal sicherheiten haben und leisten, damit er kredit bekommt. bei genehmigung und auszahlung wurde diese kredithöhe nahezu zu 100% neues geld gedruckt (ohne gegenleistung, außer verwaltungskosten). der unternehmer zahlt jahrelang zins und tilgung an die bank, bevor dieser pleite ist (in aller regel). also hat die bank immer noch die sicherheit und den bereits geleisteten betrag in ihren händen. die bank bleibt notfalls auf einen kleineren teil der kreditsumme hängen. dies ist vielleicht die mindereinnahme, die aus dem rückzahlungsdefizit entsteht, bei einem gelde, das mit der auszahlung aus dem NICHTS entstanden ist. wo ist also das problem? dazu kommt, das habe ich auch schon geschrieben, dass andere betriebe dieses wachstumsvolumen auffangen, selber dabei in aller regel eine krediterweiterung benötigen.
        wenn nach der pleite durch andere unternehmen die gleiche wirtschaftsleistung erreicht ist, dann ist das kredgeldvolumen trotzdem höher, als vor der pleite des bestimmten unternehmens.
        nochmals, es ist eigentlich einfach: alles geld, welches in den umlauf kommt ist ein kredit, auf dessen zinsen zu bezahlen sind. zu der zinszahlung muss wieder ein neuer kredit aufgenommen werden, weil die wirtschaft kein geld drucken darf. damit entsteht die expotenzialfunktion dieses kreditgeldsystems.
        weiter, haben sie schon mal gehört dass die banken nach der rückzahlung eines kredites, dies geldsumme vernichten, oder aus dem markte nehmen, – ich nicht (habe dazu auch schon experten befragt). mit der genehmigung eines kredites wird diebank auomatisch um diese summe reicher. nach der rückzahlung durch den zins , noch reicher! bei einer unternehmerpleite wird die bank vielleicht vorübergehend, langsamer reicher!
        pleiten haben in der realwirtschaft einen beschleunigten strukturwandel bzw–veränderung zur folge. ja, auch banken können durch sehr große firmapleiten selber pleite gehen. da haben sie wohl die kreditgeldsumme für die firma A, wohl zu früh an einem anderen ausbezahlt, oder selber falsch spekuliert.

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        Michael Stöcker sagte:

        @ foxxly

        Wir haben Ihre MEINUNG nun oft genug zur Kenntnis genommen. Es wäre schön, wenn Sie vor weiteren Meinungsbekundungen doch ein wenig mehr NACHDENKEN, statt nur zu MEINEN und sich mit den Fakten zu Kredit und Zins befassen.

        Es gibt im Kreditgeldsystem KEINEN fehlenden Zins:

        1. Zinsen haben zum einen die Funktion, die Kosten der Bank für ihre Dienstleistung zu decken. Damit werden diese Zinszahlungen via Gehaltszahlungen wieder zur Nachfrage und können auf diesem Wege zum Schuldner als Gewinnaufschlag zurück gelangen.

        2. Zinsen sind zum anderen ein Aufschlag auf 1. für eine potentielle Insolvenz des Kreditnehmers (führt zu Elimination von Forderungen und Verbindlichkeiten und löst sich somit quasi in Luft auf). Es gibt den äußerst seltenen Fall, dass ich Herrn Ott uneingeschränkt zustimme.

        3. Zinsen sind eine Art Kompensation für den Konsumverzicht der Sparer bzw. eine Beteiligung am Wachstum/Gewinn. Da es aber nichts mehr zu verzichten gibt in weitgehend gesättigten Märkten und Wachstum und Gewinne gegen null laufen, sind auch die risikofreien Zinsen für Sparer bei null.

        „(habe dazu auch schon experten befragt). mit der genehmigung eines kredites wird diebank auomatisch um diese summe reicher.“

        Vermutlich kam dieser „Experte“ aus dem Dunstkreis eines gewissen Franz Hörmann. Wer daran glaubt, dass man durch Kreditgewährung reicher wird, der glaubt auch an die unbefleckte Empfängnis. Sorry, lieber foxxly, aber das war, ist und bleibt VÖLLIGER STUSS. Da wir aber in diesem Staate glücklicherweise die freie Religionsausübung hochhalten, dürfen Sie Ihren Glauben gerne weiter zelebrieren. Dieser Blog ist allerdings der falsche Ort. Dr. Stelter hat Besseres verdient.

        LG Michael Stöcker

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ foxxly

        >…ich habe vor wenigen tagen schon mal erklärt, dass insolvenzen keine lösung des kreditgeldsystems sind.>

        Sie haben FALSCH erklärt.

        Denn selbstverständlich sind Insolvenzen eine LÖSUNG des GELDSYSTEMS.

        Die Gesellschaft will aber aus guten Gründen diese Lösung nicht.

        Deshalb wird dem Geldsystem die Insolvenzlösung NICHT im großen Stil, d.h. in sich SELBST entwickelnder Konsequenz „erlaubt“.

        Kurzum:

        >sie würden recht haben, wenn die gesamte wirtschaft pleite ist. aber das meinen sie sicher nicht.>

        R. Ott hat RECHT mit Bezug auf das GELDSYSTEM.

        >… wenn eine bestimmte anzahl von unternemen oder p-personen pleite gehen, dann berührt das das kredigeldsystem fast nicht.>

        Das ist nur dann richtig, wenn die bestimmte Anzahl KLEIN gehalten wird.

        Das tut der Staat.

        Wenn er es nicht täte, hätten wir nach Lage der Dinge – pandemiebedingt nochmals VERSTÄRKT – eine FOLGE von sich vermehrenden Insolvenzen mit wahrscheinlich einem Systemzerfall, d. h. AUCH einem Zerfall des Geldsystems.

        Ihr Fehler ist, dass Sie NICHT Staat und Geldsystem trennen.

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    Ernst S. sagte:

    Höhere Zinsen können auch dadurch entstehen das die Märkte früher oder später das Vertrauen in die Währung verlieren, das hat zur Folge das die Zinsen anfangen zu steigen weil das Geld flüchtet, die Notenbank schreitet noch mehr ein und drückt die Zinsen wieder runter, das verstärkt die Furcht und noch mehr Geld flüchtet, Notenbank versucht alles aber macht es immer schlimmer, zum Schluss gibts Geldentwertung und hohe Zinsen, die Notenbanken stoßen früher oder später an ihre Grenzen. So ungefähr wird es auch kommen, ob das Monate Jahre odor auch mehr wie 10 Jahre dauern wird steht in den Sternen.

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Ernst S.:

      Ja, das haben Sie schön beschrieben, aber das ist für viele Fachleute zu einfach. Da könnte ja auf einmal jeder bei Geldpolitik mitreden. Sie müssen es schon etwas komplizierter machen, um von den Experten ernst genommen zu werden, aber darauf würde ich keinen Wert legen. Wer etwas einfach und dennoch richtig beschreiben kann, hat es wirklich verstanden. Und Sie haben es meiner Meinung nach verstanden. Sie beschreiben astrein die aktuelle türkische Situation.

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      foxxly sagte:

      ……. wenn erstmal das bargeld abgeschafft ist, dass spielt vertrauen fast keine rolle mehr. denn der staat etc. und evtl. andere einrichtungen, könnten sich dann, natürlich legal an jeden konto bedienen.
      wirksam wäre nur noch generalstreik und arbeitsverweigerung.

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    Wolfgang Selig sagte:

    @Herrn Dr. Stelter:

    Sie fragen, ob die Zinsen nur bei besserer Konjunktur und damit höheren Unternehmensgewinnen steigen können? Meiner Meinung nach ja, nur stellt sich die Frage, woher die bessere Konjunktur kommen soll? Durch Produktivitätssteigerung seitens KI, durch politischen Abbau von Regulierungen, durch Helikoptergeld, durch eine höhere Geldumlaufgeschwindigkeit, durch was auch immer?

    Das dürfte die entscheidende Frage sein, denn dadurch beantwortet sich die Frage, ob der Gewinnanstieg gesund ist oder nicht.

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      Michael Stöcker sagte:

      @ Wolfgang Selig

      Hohe Zinsen sind ein Zeichen von hoher wirtschaftlicher Aktivität mit hohen Wachstumsraten und vice versa (siehe auch Jeff Snider weiter oben).

      Insofern stimme ich mit Ihnen und Herrn Dr. Stelter überein, dass zuerst die Konjunktur wieder anspringen muss, BEVOR die Unternehmensgewinne wieder steigen können. Und das geht am besten mit dem Twitter-Motto von Claudia Sahm: GET MORE MONEY OUT! https://www.brookings.edu/research/direct-stimulus-payments-to-individuals/

      Insofern: Ja, Helikoptergeld kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, weil Gewinne immer monetär gemessen werden und nicht gem. sowjetischer Tonnenideologie oder ricardianischer Kornökonomie.

      Und nicht zu vergessen: Investitionen, Investitionen, Investitionen, damit wir nicht nur monetäre Luftnummern generieren, sondern zugleich eine exzellente Infrastruktur, mit hervorragend ausgestatteten Schulen, Freibädern et cetera. pp.

      LG Michael Stöcker

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    Richard Ott sagte:

    Unsere Regierung fängt an, ihre Bevölkerung zu verhöhnen. Langsam werde ich böse.

    „Zusammen gegen Corona #besonderehelden“
    https://www.youtube.com/watch?v=krJfMyW87vU

    Und falls sich jemand fragt, was das mit dem Thema zu tun hat: Ohne QE könnten wir uns die „Corona-Helden“, die auf der Couch als Front gegen „die unsichtbare Gefahr“ des Coronavirus faulenzen sicher nicht leisten, ganz EU-weit definitiv nicht.

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      Thomas M. sagte:

      Herr Ott, nid ufrege, der Kollege auf der Couch hat dem Aussehen nach sicherlich einen Arbeitstag hinter sich. Im Übrigen dürfte das unabhängig von Corona ein authentischer Einblick in viele abendliche männliche Single-Wohnzimmer sein. Das passiert von alleine auch ohne Werbung…

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        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @horst:
        Das GUTE ist, diese Regierungs-Video-Propaganda – IST echt!
        Den “ Nudging“-Experten fällt nichts mehr ein , Zeichen absolut-dumpfer Ratlosigkeit und Inkompetenz. Genau wie das Statement letzte Woche von Prof. Lothar Wieler, Leiter des regierungsabhängigen Robert-Koch-Institutes: “ man müsse noch längere Zeit die PO-BACKEN ZUSAMMEN KNEIFEN“.
        Will ich mir das mit katathymen Bilderleben wirklich vorstellen ?
        Es wird so wie in Erich ´s Zeiten: die Kanzlerin raunt von “ drohendem UNHEIL und vergisst dabei, dass unser Unterbewusstsein kein Negativum wahrnimmt- also wird
        “ HEIL“ der Kanzlerin registriert, das wiederum hinterlässt bösartige Assoziationen.
        Die Panik-Macht-Ergreifungs- Notstands-Programme der Regierung überstürzen sich und zeigen doch nur die Angst vor dem drohenden Kontroll-Verlust.

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Herrn Richard Ott:

      Bitte locker bleiben, Herr Ott. Unsere Steuergelder werden schon für so viel Quatsch verschwendet, da kommt es auf dieses lustige Video auch nicht mehr darauf an. Erinnert mich ein bisschen an die AIDS-Kampagne vor 30 Jahren. Ich glaube ja, viele in der Bundesregierung wünschen sich das Sofa.

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