Potemkinsche Wirtschaft – ein Blick in die USA

Es lohnt sich, einen Blick auf die Treiber der US-Wirtschaft zu werfen. Keine überraschende, aber erschütternde Erkenntnis: Ohne die massiven Staatsdefizite wäre schon lange kein Wachstum mehr möglich gewesen:

  • “Narratives of a booming economic recovery can only mislead the public and investors for so long. Toss in robust economic data, and the façade seems awfully real. Consider the following: Nominal GDP is now 4.5% above the high-water mark set pre-pandemic. Historically, economic recoveries do not get more ‘V-shaped!’” – bto: in der Tat ein beeindruckender Aufschwung:

Quelle: Real Investment Advice

  • “Many other measures of economic activity are fully recovered or will be shortly. The only major economic data point under some pressure is employment. Even that, however, is improving sharply from the Pandemic lows. (…) Supporting our belief is the fact there are more job openings than unemployed people.” – bto: Und die Menschen werden auch wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren.
  • “There is no doubting economic data is incredibly strong. However, what’s essential to understand is whether the economic activity is durable and sustainable or just a flimsy façade propped up by weak timbers that will erode in short order. (…) The pandemic recession was atypical. The global economy shut down in an unprecedented manner. To offset lost activity, the fiscal response from the government was massive. As shown below, Federal Debt outstanding rose by over $5 trillion in a little more than a year. As a comparison, debt increased by a little over $2 trillion during the 2008/09 financial crisis.  Debt has grown at about six times the rate of the economy since the pandemic began. As a percentage of GDP, the current deficit is more significant than during the Civil War, WWI, Great Depression, and the Financial Crisis. Only the deficit funding WWII surpassed current levels. ” – bto: Nun wissen wir, dass es nötig war, zu intervenieren. Dennoch sind die Größenordnungen durchaus beeindruckend, vor allem, wenn sie in Relation zum BIP so sind.

Quelle: Real Investment Advice

  • “Over the last year, the Fed bought more than half of the Federal debt issued. The graph below shows the Fed now holds 25% of all public Treasury debt outstanding. After the financial crisis, the percentage was less than 10 %.” – bto: Das kann Japaner und Europäer nicht wirklich beeindrucken.
  • The resulting rise in annual M2 money supply growth is the largest since at least the Civil War.” – bto: Dies dürfen wir halt nicht vergessen. Es muss zu mehr Geld führen.
  • “The graph below shows how government spending greatly boosted GDP The orange line shows GDP has fully recovered from the pandemic. The dotted-orange line, subtracting government spending from GDP, shows the organic economy is still 5 % below pre-pandemic levels. That is in stark contrast to GDP, which is running almost 5 % above pre-pandemic levels.” – bto: Auch hier kann man nur konstatieren, dass es nichts anderes ist als der erwünschte Effekt.

Quelle: Real Investment Advice

  • “Politicians, economists, and even some Fed Presidents are increasingly concerned inflation may be persistent. (…) Persistent, not transitory, inflation poses significant problems for the Fed. To combat inflation, the Fed needs to raise rates and stop QE. If that doesn’t work, they would likely sell assets on their balance sheet. If the Fed tightens policy via the steps above, the Treasury’s job becomes much more complex and costly.Sustained inflation will weaken the foundation of the facade and blow our Potemkin economic recovery over.” – bto: Aber selbst ohne Inflation bliebe es doch bei der Erkenntnis, dass es dann zwar eine Zeit weiterginge, dennoch kann es nicht ewig so weitergehen.
  • As long as the foundation for the Potemkin economy can withstand economic and market pressures, our façade can last. However, there are limits to what the Fed can do. Inflation is one such limiter. If the Fed can thread the needle and taper QE but still adequately support post-crisis Treasury deficits, the façade may last longer than we think.” – bto: Und dann geht die Party an den Märkten weiter. 

Real Investment Advice: „How Durable Is The Potemkin Economy?“, 17. November 2021

Kommentare (25) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >“There is no doubting economic data is incredibly strong.>

    Und das nahezu UMFASSEND:

    Wachstum (nach dem Pandemieeinbruch 2020 und 2021), Arbeitsmarkt, Staatsverschuldung und Inflation, Geldmengenzunahme M2.

    >“As long as the foundation for the Potemkin economy can withstand economic and market pressures, our façade can last…>

    Man kann darüber diskutieren, ob diese Entwicklung NACHHALTIG ist, d. h. wie auch immer modifiziert in mehr oder weniger stabilen Varianten andauern kann, oder ob sie eine FUNDAMENTALE Schwäche der USA dokumentiert, die letztlich zu deren Unbeachtlichkeit führt.

    Wenn letzteres, wofür m. A. n. tendenziell sehr viel spricht, insbesondere die tiefe, offensichtlich nicht revidierbare Spaltung der Gesellschaft, lässt sich feststellen:

    Die USA werden NICHT mehr über die RESSOURCEN verfügen, die Ordnung herstellende Weltmacht zu sein.

    Im Vietnamkrieg hat sich gezeigt, dass sie es schon damals nicht mehr waren.

    Jetzt noch viel weniger, beispielhaft:

    Für Taiwan gibt es nur eine Sicherheit, von Festlandchina nicht kassiert zu werden.

    Es ist die Stationierung von amerikanischen, japanischen und südkoreanischen Militärangehörigen auf der Insel.

    Wenn deren Blut bei einem Angriff vergossen würde, käme China in eine schwierige Lage.

    Es würde daher vermutlich nicht angreifen und warten – Geduld hat es wie mit Hongkong bewiesen.

    Was heute zum „Schutz“ von Taiwan geleistet wird, u. a. die Entsendung eines Schiffs der Bundeswehr, ist Winke-Winke-Politik.

    Wer hier von GROSSEN Kriegen und dem Einsatz der Navy Seals redet, träumt.

    Die Würfel sind gefallen.

    Es geht nur noch darum, die abnehmende wirtschaftliche und militärische Potenz vor der EIGENEN Bevölkerung zu kaschieren.

    Antworten
  2. weico
    weico sagte:

    Top-Ökonom Hans-Werner Sinn,in einer der grössten Tageszeitungen der Schweiz, über die “Inflation” .
    «Die einfachen Leute von der Strasse verlieren am meisten»

    Da Hier in der Schweiz ja praktisch keine Inflation herrscht, ist es immer interessant….Stimmen aus dem nahen Ausland zu vernehmen…

    https://www.blick.ch/wirtschaft/top-oekonom-hans-werner-sinn-ueber-die-inflation-die-einfachen-leute-von-der-strasse-verlieren-am-meisten-id17147684.html

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    • Tom96
      Tom96 sagte:

      @ jobi
      Genauer der AFS, der mit der BuBank die Datenanalyse dort
      ( Claudia Buch 2021-06-01-afs-pressegespraech-data.pdf *)
      auswertet:
      “In den vergangenen Monaten haben sich zyklische Risiken weiter aufgebaut, die bereits vor der Pandemie bestanden. Dies erhöht die Gefahr, dass die Banken ihre Kreditrisiken unterschätzen und möglicherweise unzureichende Risikovorsorge betreiben. Zudem ist das Finanzsystem verwundbar gegenüber negativen Entwicklungen am Wohnimmobilienmarkt sowie gegenüber Zinsänderungsrisiken. Durch die bestehenden Verwundbarkeiten können sich abrupte Marktkorrekturen negativ auf die Finanzstabilität in Deutschland auswirken. Es könnte zu solchen Korrekturen kommen, wenn beispielsweise Risikoprämien an den Märkten steigen oder die aktuell hohen Inflationsraten unerwartet persistent ausfallen würden.

      Aufgrund der Risikolage soll der antizyklische Kapitalpuffer zum 1. Februar 2022 auf 0,75 % der inländischen Risikopositionen erhöht werden.

      Darüber hinaus sollen die spezifischen Risiken aus Wohnimmobilienfinanzierungen adressiert werden. Aufgrund des lang andauernden Aufschwungs am Wohnimmobilienmarkt haben sich neben zyklischen auch strukturelle Risiken gebildet. Die Preise für Wohnimmobilien sind im dritten Quartal 2021 mit durchschnittlich ca. 12 % und Wohnimmobilienkredite mit im Vergleich zum Vorjahr gut 7 % erneut stark gestiegen. Berechnungen der Bundesbank zufolge liegen die Preise von Wohnimmobilien um 10 – 30 % über dem Wert, der durch Fundamentaldaten gerechtfertigt ist. Setzt sich die Kredit- und Preisdynamik am Wohnimmobilienmarkt in dieser Form fort, birgt dies auch die Gefahr einer größeren Verwundbarkeit für Neukreditnehmer gegenüber Zinsanstiegen oder Marktkorrekturen. …”
      https://www.afs-bund.de/afs/Content/DE/Standardartikel/AFS-Aktivitaten/Makroprudenzielle-Instrumente/2022-01-12-makroprudenzielle-massnahmen.html
      Dazu die Möglichkeiten flexibler Anpassungen sowie die Vorgabe eine Obergrenze für den Fremdkapitalanteil bei Wohnimmobilienfinanzierungen.

      Sehr kryptisch die exzellente Wohrwahl wie “konservieren” für Eigenkapitalaufstockung.
      Scheint die BRD macht wieder in Planwirtschaft von Oben und Aussen oder im EU-Sprech “Makroprudentielle Steuerung” durch EZB

      Die US-Fed-Frau für Inflation hat diese als wichtigste Aufgabe betont und Zinserhöhungen angekündigt.

      “Nominee for the post of Federal Reserve Board of Governors vice chair, Lael Brainard, stressed on Thursday that the Fed’s monetary policy remains to bring down inflation to the 2% target while maintaining a sustainable economic recovery of the United States.

      In a hearing before the Senate, Brainard insisted that the inflation rate in the US is at the moment “too high,” however adding the country is experiencing the “strongest crisis recovery” in the last five decades.

      If approved as Fed’s vice chair, Brainard vowed to respect the principles of transparency and accountability. Senate is expected to approve her later today as Chair Jerome Powell’s second, after both officials were nominated by the Biden administration.

      Baha Breaking the News (BBN) / ND”

      * “3. Resiliente Banken sind zentral, um mit den Folgen der Pandemie und
      dem bevorstehenden Strukturwandel umzugehen.
      • Die Auswirkungen der Pandemie auf die Realwirtschaft könnten dazu
      führen, dass vermehrt Kreditrisiken im Finanzsystem eintreten.
      • Steigende Kreditausfälle und Wertberichtigungen würden das Eigenka-
      pital der Banken unter Druck setzen.
      • Ein Basisszenario steigender Insolvenzen wäre für die Banken ver-
      kraftbar. Adverse Szenarien können nicht gänzlich ausgeschlossen
      werden. Deren Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Banken-
      systems sollten jedoch begrenzt sein.
      • Allerdings: Banken sollten ihre Kapitalpuffer nutzen, um einer übermä-
      ßigen Einschränkung der Kreditvergabe entgegenzuwirken. Durch Nut-
      zung der Puffer können sie Verluste auffangen und gleichzeitig weiter
      Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben.
      • Nach der Pandemie müssen die Puffer wieder aufgebaut werden, um
      die Resilienz der Banken zu stärken.
      o Die Umsetzung des finalen Basel III Reformpakets und des Out-
      put Floor darf nicht weiter verschoben werden.
      o Die makroprudenzielle Politik muss rechtzeitig vom Krisenmodus
      in den Präventionsmodus übergehen.”

      Na dann, auf zur Zeit danach – Hüh und Hott.

      Antworten
  3. Alexander
    Alexander sagte:

    BRD 2020: BIP 3329Mrd.€ Bundeshaushalt 362 Mrd.€,
    gesamtstaatliches Defizit ~190Mrd.€.

    Von Jan.21 – Okt.21 kommen noch einmal 160Mrd.€ Defizit hinzu.

    Bis auf das Baugewerbe sind sämtliche Sektoren der Ökonomie im Minus.
    (Die Mehrausgaben für Gesundheit Teil des Defizits; in wie weit das Baugewerbe durch staatliche Ausgaben wächst bleibt offen)

    Deutlich sichtbar das Fristenproblem einer künstlichen Transformation, wenn alte Steuer- Beitragszahler dem Absterben überlassen werden und noch keine neuen cash cows in Sichtweite von Gründungen stehen; es an Ersatzinnovationen und Ersatzprodukten mangelt.

    Der Ausfall privater Schulddienstleistung, betrifft Unternehmenssektor 99.7%, wird nichht mehr durch zukünftiges Wachstum kompensiert; genauso wenig wie die gesamtstaatlichen Defizite durch spätere Zusatzeinnamen ausgegelichen werden würden.

    Angekündigte Steuererleichterungen nehmen sich beim Ausmaß des Schadens geradezu putzig aus, die Dimension der Abschreibungen nach Inventur zu liquidierender Unternehmen übersteigt alle Erfahrung von 77Jahren BRD.

    Läuft, demnächst in jedem Wahlkreis….

    Antworten
  4. Ticinese
    Ticinese sagte:

    Weltweit nur noch Schuldenblasen. Wird dies die Wahrscheinlichkeit von Kriegen (Osteuropa, Taiwan) als last way out erhöhen?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Ticinese

      ” Wird dies die Wahrscheinlichkeit von Kriegen (Osteuropa, Taiwan) als last way out erhöhen?”

      Nur, wenn keine der jeweils beteiligten Kriegsparteien Atomwaffen hat. Ansonsten führt der “last way out” direkt in die Hölle. Da gehören viele unserer politischen Führer zwar sowieso hin, aber über die Atomkriegsroute nehmen sie uns alle mit. Nicht gut.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott
        Kriege wurden meist gewonnen, wenn eine Partei über neueste Technologie verfügte, Schusswaffen gegen Speere / Kolonisation.
        Seit Entschlüsselung des genetischen Codes /DNA/ durch Watson-Crick wurden epochale Durchbrüche für medizinische Forschung und Therapie versprochen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/War_on_Cancer
        Seit der Jahrtausendwende wurden jedoch eher bio-militärische Forschungsprojekte weltweit forciert, mich hat seit diesen Anfängen beunruhigt, dass ernsthafte öffentliche Debatten über Vernichtungspotentiale von Biowaffen kaum stattfinden.
        Atomwaffen zerstören final Produktionsstätten und verstrahlen Landschaften auf Ewigkeiten.
        Biowaffen dagegen belassen Werte, sie sind- ethnisch spezifizierbar- leise und unauffällig einsetzbar, Beweise können höchstens militärische Spezial-Labors
        erbringen.
        Globale List-Strategien global-vernetzter Player ermöglichen Ablenkungen/ Konfusion:
        nicht ein mit mytologischen Phantasie-Namen belegtes Virus tötet Massen , es könnten angebotene Lösungen sein, die final -exekutiv wirken.
        Drei Fliegen mit einer Klappe:
        1. Gläubiger -Siechtum und Exitus, Schuldenproblematik reduziert.
        2. ” Population-Bomb” entschärft ( s . Paul R. Ehrlich 1972)
        3. Biodiversifität gerettet. : ( Das Ende der Evolution, Matthias Glaubrecht) .

    • Dr. Lucie Fischer
      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Ticinese:
      Wir sind doch schon mittendrin, warfare heisst nur #reset# :

      https://www.konjunktion.info/2022/01/darpa-dokumente-hat-fauci-die-entwicklung-der-biowaffe-sars-cov-2-finanziert/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=www-konjunktion-info-newsletter-einmal-taglich_4

      Lächerliche Vorstellung, dass bei ” neuen Varianten”- nach Sommerberuhigung-
      “booster-shots” oder FFP2-Maskenlappen wirkten.
      Wenn das Meer sich zurück zieht, sollte man rennen um sein Leben,
      Tsunamis ereignen sich ” völlig ” unerwartet.

      Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ ticinese
      ….. ganz klar !! dies war in der historie immer schon praxis.
      die kriege dienten zum reset des geldsystems und zur ablenkung von dessen ursächlichkeit.

      und wiederholt akzeptiert die mehrheit den weg in die zerstörung von mensch, hab und gut!

      unglaublich!

      Antworten
    • Susanne Finke-Röpke
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Ticinese:

      Glaube ich nicht. Solche Kriege kommen dann, wenn die militärische Gelegenheit vermeintlich günstig ist. Also z.B. dann, wenn die Russen glauben, dass der Westen gerade zu schwach ist, um der Ukraine gegen eine Invasion zu verteidigen oder Taiwan gegen die VR China. Denn wie man 1914 in Europa schön sehen konnte, nehmen Ideologien keine Rücksicht auf die aktuelle Wirtschaftslage. Und wenn künftig auch nur ein einziger US-Präsident jemals erklärt, Taiwan sei eine innerchinesische Angelegenheit, landen einen Tag später die rotchinesischen Fallschirmjäger in Scharen in Taipeh, völlig egal, wie gerade der Verschuldungsgrad des Eroberten oder des Eroberers ist. Denn wir reden von Emotionen, nicht von Sachargumenten.

      Antworten
      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Susanne Finke-Röpke

        Westliches Verschulden am Bürgerkrieg in der Ukraine ist so gut dokumentiert, dass Sie das unmöglich verpasst haben können.
        Peter Scholl Latour über den Zangengriff des Westens:
        https://youtu.be/2DstVufWpRg

        Die Impotenz des westlichen Militärbündnisses für einen Krieg an der russischen Grenze kann nur im Schatten westlicher Wahrheitsmedien verborgen geblieben sein….. letzter Beleg der Einsatz russischer Söldner auf Wunsch der neuen Regierung in Mali als Offenbarungseid des europäischen Militäreinsatzes.

        Ein weiterer Realitätscheck über die Fähigkeiten des Westens – der Vergleich von Rekrutierungswerbung als Spiegel des Selbstverständnisses: China vs. Russia vs. USA.
        youtu.be/Kfe6d6MzeLM

        Selten so gelacht.

        Läuft.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Die US Air Force setzt die richtigen Prioritäten und hat ihre Soldat*ixe (m/w/d+) auch schon super auf xiren möglichen Kampfeinsatz in der Ukraine vorbereitet:

        Signature block pronouns now allowed for Airmen [sic ?!?], Guardians
        “A recent update to the Department of the Air Force writing guide, The Tongue and Quill, now allows Airmen and Guardians to include pronouns in their signature block.

        The Tongue and Quill provides formatting standards and guidelines for a number of official documents, including email, memoranda, letters and papers.

        ‘An inclusive force is a mission-ready force, and I’m thankful to the LGBTQ Initiatives Team for helping us realize this opportunity to be a more inclusive force,’ said Under Secretary of the Air Force Gina Ortiz Jones.

        The LGBTQ Initiatives Team, or LIT, a part of the Department of the Air Force Barrier Analysis Working Group, advocated for this change, one of the latest initiatives the DAF undertook to address barriers to service and promote a more inclusive culture.”

        https://www.af.mil/News/Article-Display/Article/2879382/signature-block-pronouns-now-allowed-for-airmen-guardians/

        Da hat das LGBTQ-Team der Air Force aber noch viel zu tun, wenn die Mitglieder und auch die Keinen-Penis-Habenden der Truppe immer noch offiziell “Airmen” heißen – so werden Frauen und Transgender-Soldat*ixe immer noch unsichtbar gemacht. Vielleicht kann man den Kampfeinsatz ja aufschieben, bis alle Guidelines geändert sind?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Stoertebekker

        Fuer politisch korrekte sind unlängst Stellen frei geworden im Heimatschutz.

        Waere Das nichts fuer Sie, wenn der Russe durchbricht im Dienst eines Landesregiments? Von wegen Aermel hochkrempeln, Altersgrenzen wurden aufgegeben, alle Bewerber willkommen, Volkssturm 4.0
        https://youtu.be/nPZkkbUHKAA

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Alexander

        Wenn Sie genauer zuhören würden, wären Ihre Vorschläge andere.

        Bin noch an russischen Funkstationen als Mechaniker und der AK 47 ausgebildet worden, habe einen Basiswortschatz und könnte mich als Dolmetscher für Leute wie Sie durchschlagen. (Und hab am iPad immer noch die russische Tastatur aktiviert – man weiß ja nie.)

        Wer mit Scheuklappen durchs Leben läuft und alles blasenfiltert, schadet seiner Gesundheit. Aber das ist immerhin die eigene Entscheidung, während der Gesundheit russischer Rekruten (die hatten 1987 beim Truppenbesuch noch Fußlappen) durch fremden Willen zugesetzt wird.

        За ваше здоровье!

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Stoertebekker

        Ihr wording passt nicht zum russischen Funkmasten und der AK47. Miese Ausstattung macht die russische Armee bis heute nicht gefährlicher als andere, allein die Söldner der Gruppe Wagner dürfen Kriegsverbrechen – der Effektivität wegen.

        Verständigungsprobleme mit Waffenträgern habe ich keine, aber ganz massive mit Sozialisten, den Freunden privater Freiheiten.

        Aus gesundheitlichen Gründen habe ich während meiner Dienstzeit ein gesundes Misstrauen gegen staatliche Einflälle erworben, was mir bis dato nicht geschadet hat.

        Abraços e saudaçoes

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Alexander

        Ja, sehen Sie, da haben wir ja doch noch was gemein. Dem Staat trau ich auch nicht über dem Weg – aus meiner DDR-Sozialisation heraus. Allerdings hat sich dieses Grundmisstrauen auf Autoritäten aller Art ausgeweitet, inklusive Gurus aller denkbaren Geistesrichtungen.

        Für mich zählt nicht, WER was sagt, sondern WAS gesagt und WIE begründet wird. Und das ist der Unterschied zu Ihnen und den meisten hier. Die späteren DDR-Sozialisten hatten in den 20ern mit ihrem „wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ ja auch recht. Die daraus abgeleitete Legitimation für diverse Unterdrückung war dann leider völlig daneben.

        Und wer als Unternehmer selbst in Unsicherheit agieren musste, verlangt vom Staat auch gar nicht, dass ALLE Entscheidungen ex post richtig sein müssen. Er erwartet aber schnelle Lageübersicht, eine nachvollziehbare Entscheidungsrichtung und ggfs zügige Änderungen. DAS ist meine Kritik.
        (Im Übrigen sorgt diese gesamte Hinterher-Besserwisserei dafür, dass die Verantwortlichen lieber GAR NICHTS mehr machen. Wer nichts macht, kann (meistens jedenfalls) nichts falsch machen.)

        Ob Lockdown oder nicht, ob Impfpflicht oder nicht, ob grüne Energie oder nicht – kann man ja alles diskutieren. Aber bitte mit SAUBERER Argumentation auf beiden Seiten. Und wenn‘s mir nicht passt, kann ich immer noch passiven oder aktiven Widerstand leisten – mit der Gefahr, dass es im Sinne des gesellschaftlichen Konsens auf die Mütze gibt.

        PS Die Unart, Leute persönlich zu beleidigen, wenn einem Argumente nicht passen, greift leider immer stärker um sich. Hab ich hier mal als Tischer-Ott-Diskussionskultur (kurz TOx) bezeichnet. Wobei ich beiden Herren – zumindest in der Diskussion mit mir – zugestehen muss, dass das deutlich abgenommen hat.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Stoertebekker

        Grundrechte sollen dem Gewaltmonopolisten Grenzen setzen, dazu müssen sie über dem Gesetzgeber stehen. Aus diesem Grund werden Beamte und Truppen auf das GG vereidigt und nicht auf den König oder einen Führer – als wichtigtse Lehre aus zwei verlorenen Weltkriegen.

        Die Kette an Verstößen gegen unsere Grundordnung (seit 1989) ist lang und im Konsens aller Parteien erfolgt, zuletzt Einschränkung von Grundrechten auf der Basis von Deutungshoheit + der Macht den Ausnahmezustand zu verhängen.

        Für Lehren aus dem Geschehen wäre längst Zeit gewesen, parlamentatisch, medial und wissenschaftlich. Anstelle dessen wird an der Unfehlbarkeit Einzelner festgehalten unter Ausschluß von Haftung = Verantwortung aller Art.

        Das Gefallen an diesem Umständen sei Ihnen unbenommen, mir sind die langfristigen Konseuqenzen – vor allem der Automatismus für die Ökonomie – klar…..

        Das alles kann ich feststellen ohne persönlich werden zu müssen, ich brauche nicht von Gurus sprechen oder bewerten – kann das auf Wunsch sofort & unbequem liefern….wie gehabt.

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @Alexander

        Das kann alles so sein, meine Urteilsfähigkeit ist da begrenzt. Wer aus einem Staat kommt, in dem man bei Grenzüberschreitungsversuch erschossen oder bei Abgabe des Ausreiseantrags gesellschaftlich geächtet wurde (inkl. Familien“haft“), der kann über das ganze Unwohlsein hier nur lachen.

        Selbstverständlich macht Macht korrupt, im Zweifel hält sich niemand mehr ans GG und alle schönen Lehren aus den Kriegen sind im Eimer. Was immer auch irgendwo niedergeschrieben und wer auch immer irgendwo auf irgendwas vereidigt wurde.

        Wo das ökonomisch hingeht, werden wir sehen. Mauerfall, dotcom-Blase, Finanzkrise, Corona – all das hatte niemand auf dem Radar und so werden wir weiter planlos nach vorn irren. Das sollte man schlicht akzeptieren und seine eigene Lebensplanung drauf einstellen. Zukunft ist und bleibt Nebel.

        Und doch kann ich im Heute bis zum nächsten Desaster mein Leben zufrieden gestalten. Hab gerade „Das schwierige schöne Leben“ geschenkt bekommen – ein wunderbarer Titel.

        PS Mir gegenüber können Sie sich all Ihre Zynismen sparen. Too old a fart to worry.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Stoertebekker

        Das GG ist wertlos, wenn man seine Inhalte nicht verteidigt.
        An der Höhe der Opfer misst sich sein Wert, nach 1945 schien alles für umsonst zu sein – wenn man nur seine Lebenszeit gibt.
        vgl. Egon Flaig, BdK, verspielte Errungenschaften der Aufklärung.

        Mich amüsiert die Wahrnehmung der aktuell regierenden Eliten vor allem, wenn man die Dekonstruktion zurück gibt. Man nimmt Strukturen für sich in Anspruch, die man bis zuletzt noch nach Kräften zerstörte.

        Das Spiel ist aus, es dauert noch bis sich das rumspricht.

        there is no free lunch.
        there is no mercy.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Stoertebekker

        Da sie mich im Zusammenhang mit „Leute persönlich beleidigen, wenn einem die Argumente nicht passen“ bringen:

        Sie VERKENNEN, wie ich hier am Blog agiere.

        Ich gehe auf Behauptungen und Argumente – falls es die denn gibt – ein, wenn ich diese für FALSCH halte.

        Das tue ich mit BEGRÜNDUNGEN – und nicht, wie Sie unterstellen nach dem Motto:

        „passt mir nicht“.

        Mein Motto ist:

        Ist richtig oder ist falsch.

        Und „falsch“ IST für mich FALSCH und „Unsinn“ für mich UNSINN solange mir nicht belegt – belegt, NICHT nur behauptet wird -, dass ich falsch liege.

        Erfolgt dies, bin ich der Erste, der SEINEN Fehler anerkennt.

        Das, würde ich nach eigener Einschätzung sagen, sind so ca. gut 90% meiner Beiträge.

        Wenn NOTORISCH nicht auf meine Auffassungen eingegangen, sondern die Auseinandersetzung damit durch hergeholte Behauptungen erkenntlich neben der Sache VERWEIGERT wird, kommen auch schon mal die anderen 10% in Spiel:

        Dann, aber nur DANN, werte ich diejenigen derart, dass sie sich auch beleidigt fühlen können.

        Sie werden jedenfalls NICHT abstreiten können, dass VERNÜNFTIG postende Diskutanten mit mir einen Austausch von Meinungen pflegen können, an dem sie der Tonalität nach NICHTS auszusetzen haben.

        Die Belege dafür können Sie hier an praktisch jedem Thread aufsammeln.

        Übrigens:

        Fragen Sie sich einmal, wie weit sie von „persönlich“ entfernt sind, wenn Sie Alexander ZYNISMEN unterstellen.

        Ist es das, was Ihnen NICHT passt?

      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @D Tischer

        Wollte mit Ihnen gerade eigentlich keinen Kleinkrieg anfangen. Aber warum Sie mir unterstellen, dass ich Ihre Art zu argumentieren nicht verstehe, weiß ich nicht. Ich meine das zu verstehen und reagiere dann eben entsprechend.

        Die meisten Diskussionen laufen mit Ihnen ja vernünftig, aber ich erinnere an ein langes Wochenende, als es um stoffliche/energetische Verwendung von C ging. Sie hatten es bei mir nicht verstanden, @R Ott hat auch aufgegeben – aber an ein Wort von Einsicht kann ich mich nicht erinnern. (Erinnern Sie sich, dass Sie im Gegenteil MIR den Holzweg vorgehalten haben?) Vielleicht ist mein „Argumente nicht passen“ nicht ganz korrekt formuliert, vielleicht wäre ein „Argumente nicht verstanden haben“ oder „nicht teilen“ besser gewesen…

        Na, ist auch egal. Und bzgl. der Zynismen schauen Sie sich mal den Post vom 14.1. um 23:11 an. Wenn sowas kommt, gestatte ich mir auch eine persönliche Antwort. In meiner Wahrnehmung können aber sowohl @Alexander als auch ich damit ganz ordentlich umgehen.

        Schönen Sonntag.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Stoertebekker

        >… warum Sie mir unterstellen, dass ich Ihre Art zu argumentieren nicht verstehe, weiß ich nicht. Ich meine das zu verstehen und reagiere dann eben entsprechend.>

        Sie MEINEN zu verstehen, verstehen aber NICHT – und wissen nicht, WARUM Sie nicht verstehen.

        Das ist auch bei obigen zwei Sätzen der Fall:

        Denn es geht NICHT um meine Art zu argumentieren, sondern ums ARGUMENTIEREN als ein ANERKANNTES Verfahren, mit dem Meinungen über Sachverhalte geklärt werden und das ich einbringe in die Diskussionen (ohne dabei immer Recht zu haben, mit dem, was ich sage).

        Und dann natürlich auch darum, wie ich reagiere, wenn meine ernsthaften Bemühungen, Verständnis zu erzeugen, permanent negiert werden.

        Zu Ihrer Reaktion auf den Post vom 14.1. um 23:11 kann ich nur sagen:

        Sie waren deutlich, aber auch sehr milde mit „Zynismus“.

        Denn es war das:

        Mit Ihnen diskutieren WOLLEN, aber zugleich sich VERWEIGERN, auf Sie einzugehen.

        Das ist ein Affront, Missbrauch eines anderen, um sich auf einer Spielwiese zu bestätigen.

        Dabei kann es bleiben, ich habe keinen weiteren Diskussionsbedarf und will auch keinen Kleinkrieg mit Ihnen führen.

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