IWF: Das Märchen vom reichen Land ist ein Märchen

Bayern hat gewählt. Und es kam, wie von den Auguren erwartet. Die CSU bekam die Quittung für ihr Lavieren in den letzten Jahren. Nein, es war nicht der Streit der letzten Wochen und es war auch nicht der „Fehler“, sich gegen die Politik der offenen Grenzen gestellt zu haben. Es war der Fehler, es nicht 2015 getan zu haben.

Demnächst, wenn das ganze Ausmaß der Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte offensichtlich wird, dürfte es mit der Union (und der SPD!) noch weiter bergab gehen. Da bleibe ich bei meiner These aus dem Märchenbuch.

Wirklich dramatisch ist, dass vom offensichtlichen Niedergang genau jene politisch profitieren, deren Politik faktisch schon in den letzten Jahren dominiert hat und die wie wohl keine andere Partei das Märchen vom reichen Land glauben und verbreiten: die Grünen. Denn man muss wirklich glauben, sich alles leisten zu können, wenn man Deindustrialisierung, Sozialstaat und offene Grenzen gleichzeitig verfolgt.

Beispiel für die Folgen dieser Politik:

Wobei ich nicht sicher bin, ob dieses sicherlich sarkastisch gemeinte Bild stimmt. Ich habe gehört, dass es beispielsweise in einigen italienischen Gemeinden Einschränkungen geben soll. Auf jeden Fall sollte es zumindest zu denken geben, gerade mit Blick auf Grenzwerte, die eher auf politischen Vorgaben beruhen, als auf wissenschaftlichen.

Setzen wir diese Politik fort – und danach sieht es immer mehr aus – werden wir noch mehr Wohlstand vernichten. In meinem Buch zeige ich, dass die privaten Haushalte und der Staat in Deutschland keineswegs so reich sind, wie allgemein gedacht. Mit Blick auf den Staat zeige ich, dass die schwarze Null eine Lüge ist und wir in Wirklichkeit immer höhere Schulden machen für den Konsum, während Bildung und Infrastruktur verfallen. Mit Blick auf Bayern dürfte es wie in Baden-Württemberg vorexerziert wohl nur eine Legislaturperiode brauchen, bis das Schulsystem auf das deutsche Untermaß abstürzt, sollte die CSU mit den Grünen regieren, wonach es allerdings nicht ausschaut.

Das Märchen vom reichen Land wird nun mit Blick auf die Staatsfinanzen auch vom IWF als solches enttarnt. Ganz offiziell berechnen die Experten, wie schlecht es um Deutschland steht. Dabei blicken sie „nur“ auf die Staatsfinanzen und übersehen damit die fatalen Wirkungen der schlechten Politik, die wir seit Jahren betreiben. Bildung, Migration, …

Viele Leser von bto haben mich auf den Artikel in der WELT dazu hingewiesen. Bei Zero Hedge gab es auch einen Hinweis, vor allem natürlich mit Blick auf die USA. Hier nun Auszüge, auch aus der Originalquelle:

  • „Über die Finanzen der Bundesrepublik wissen die Bürger gefühlt gut Bescheid: Schließlich veröffentlichen die Statistiker hierzulande regelmäßig die aktuellen Zahlen nach den Maastricht-Kriterien. Diese verraten beispielsweise, dass die öffentliche Hand im vergangenen Jahr unter dem Strich keine neuen Schulden aufnehmen musste und sogar einen leichten Überschuss erwirtschaftet hat – immerhin 0,9 Prozent der Wirtschaftsleistung.“ – bto: die berühmte schwarze Null, die ich schon mehrfach als große Lüge entlarvt habe.
  • „Allerdings ist diese Zahl nur eine Momentaufnahme für ein Jahr. Deshalb berechnen die Statistiker auch, wie groß der Schuldenberg ist, den Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung angehäuft haben. Zwei Billionen oder zweitausend Milliarden Euro sind es derzeit nach Maastricht-Rechenweise.“ – bto: Hier beginnt spätestens das Halbwissen der Bürger, die sich nicht interessieren bzw., die sich hinter die Fichte führen lassen.
  • „(…) Ökonomen des  Internationalen Währungsfonds (IWF) [haben] in einem aufwendigen Verfahren die tatsächliche Staatsbilanzen für 31 Volkswirtschaften ermittelt. (…) In diesem internationalen Vergleich schneidet Deutschland allerdings sehr schlecht ab: Selbst wenn man den Besitz der öffentlichen Hand einbezieht, lebt das Land über seine Verhältnisse. Das Netto-Vermögen des deutschen Staates liegt demnach im negativen Bereich. Unterm Strich ist die öffentliche Hand mit 19,5 Prozent der Wirtschaftsleistung verschuldet, selbst wenn die Forscher den gesamten Staatsbesitz einbeziehen.“ – bto: Das kommt davon, wenn man viele untragbare Versprechen macht.
  • „Die Analyse berücksichtigt allerdings nicht künftige Einnahmen des Staates, etwa durch Steuern.“ – bto. aber Achtung! Das ist aus Sicht des Landes nur eine Umverteilung, keine Schaffung von Wohlstand!
  • „(…) die Verpflichtungen der öffentlichen Hand, die in der Zukunft fällig werden, (sind) gewaltig: Etwa die Belastungen aus den Beamtenpensionen. Diese Verpflichtungen berücksichtigt der IWF in seiner Analyse.“

  • Noch schlechter als Deutschland schneiden nur El Salvador, Österreich, Frankreich, Gambia, und Großbritannien ab. Ganz am Ende der Rangliste landet Portugal mit einer Nettoverschuldung von rund 135 Prozent seiner Wirtschaftsleistung.“ – bto: Frankreich und Großbritannien trotz deutlich besserer Demografie!
  • „Die Verpflichtungen der allgemeinen Sozialsysteme, also der Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung sind in dieser Rechnung allerdings noch nicht enthalten. Sie würden nicht formell als vertragliche Verpflichtungen gelten, heißt es beim IWF. Würden sie einbezogen sähe das Bild für Deutschland noch weit düsterer aus.“ – bto: Das muss man sich noch mal durchlesen. Es sähe mit den Renten etc. noch schlimmer aus. Das ist eine Klatsche für die politischen Plaudertaschen, die immer vom „reichen Land“ schwafeln, was sich alles Mögliche leisten könne!
  • „(…) die Untersuchung (liefert) eine überraschend positive Bilanz der Staatsfinanzen weltweit. Demnach kommen nur elf Länder beim Aufrechnen aller Vermögen und Verbindlichkeiten auf ein negatives Nettovermögen – darunter mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Japan fast alle G-7-Staaten. Die übrigen 20 untersuchten Länder haben dagegen unterm Strich mehr Vermögen als Verbindlichkeiten.“ – bto: ohne Sozialkassen allerdings, ich denke, das Bild ist noch schlechter, wenn man diese mit einrechnet.
  • „Das größte Nettovermögen der untersuchten Länder hat Norwegen; das Nettovermögen der öffentlichen Hand ist mehr als viermal so groß wie die Wirtschaftsleistung des Landes. (…)  Russlands Nettovermögen ist rund viermal so groß wie die Wirtschaftsleistung des Landes.; die von Kasachstan ist mehr als dreimal so groß. Beide Länder haben praktisch keine Staatsschulden, dafür aber große Öl- und Gasvorkommen.“ – bto: auf jeden Fall eine interessante Perspektive.
  • „(…) die Analyse (…) zeigt vor allem auf, wie nachhaltig die Staatsfinanzen aufgestellt sind. (…) Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen erstellt regelmäßig eine ähnliche Bilanz, die ebenfalls über die reine Staatsverschuldung hinaus geht. Er addiert dabei neben der ausgewiesenen Staatsverschuldung auch die impliziteStaatsverschuldung.“ – bto: auf die ich auch in meinen Beiträgen abhebe.
  • „Darunter versteht er alle staatlichen Leistungsversprechen, insbesondere der Sozialversicherungen, die durch das heutige Steuer- und Abgabenniveau noch nicht gedeckt sind. Sie beliefen sich bei der letzten derartigen Berechnung für das Jahr 2015 auf 4,6 Billionen Euro. Zusammen mit den ausgewiesenen Staatsschulden von 2,2 Billionen Euro betrug demnach die gesamte Schuldenlast Deutschlands 6,8 Billionen Euro.“ – bto: Und da stellen sich unsere Politiker hin und schwafeln, sie hätten die Rente „sicherer“ gemacht. Wahnsinn. Dafür bekommen die Gehalt, Dienstwagen und Pension?
  • „Bezogen auf das Jahr 2015 entsprach dies einer Staatsschuld von 244 Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Berechnung berücksichtigt zwar künftige Zahlungsströme, allerdings nicht die Vermögenswerte des Staates. Sie ist mit der IWF-Berechnung deshalb nicht vergleichbar – kann sie allerdings ergänzen.“ – bto: Es wird dann aber noch negativer als nach den Zahlen des IWF.

welt.de: „So reich ist Deutschland wirklich“, 10. Oktober 2018

zerohedge.com: „Severe US Recession Would Slash Public Wealth By $5 Trillion: IMF“, 10. Oktober 2018

blogs.imf.org: „The Wealth of Nations: Governments Can Better Manage What They Own and Owe“, 10. Oktober 2018

20 Kommentare
  1. Avatar
    Lenz sagte:

    Krankheitskosten: Bei destatis ist es meistens kostenpflichtig, ich verweise mal auf S. 13 https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Krankheitskosten/Krankheitskosten2120720159004.pdf?__blob=publicationFile

    Zahlen aus 2008 !
    Ich koste die Krankenkasse aktuell 3.000 € im Jahr. Von 65-85 6.720 € im Jahr und ab 85 16.000 € im Jahr

    „Krankheit“ hört sich für mich nach OHNE Pflegekasse an. Als Rentner zahle ich weniger in die Krankenkasse, so über den Daumen sollte meine Krankenkasse für mich 100.000 € an Rückstellungen bilden. Incl. Pflegekasse wird das „Loch“ beim Thema Pflege/Krankheit größer als der in der Rentenkassen.

    Antworten
  2. Avatar
    RW sagte:

    SPD und CDU/CSU haben in den vergangenen Jahrzehnten nichts zur Modernisierung der Gesellschaft beigetragen. Die Grünen-Basher in diesem Forum werden auch noch Grün wählen, denn wenn sie bei Starkregenereignissen aufgrund des Klimawandels absaufen und die Versicherungen nicht mehr zahlen wollen bzw. können, werden sie feststellen müssen, dass FDP und AfD ihnen auch nichts geben werden.

    Antworten
    • Avatar
      SB sagte:

      @RW: Wenn die Apokalypse denn so kommt, wie Sie meinen zu wissen: Sollen mich dann die Grünen retten? Die können doch sonst schon nichts außer infantil-geistlos Dampfplaudern. Aber im Ernstfall retten sie (endlich) die Welt? Hm, wer’s glaubt…
      Bis es soweit ist mit dem Weltuntergang, können Sie sich ja noch den Film „End of Landschaft“ reinziehen. Darin können Sie mal die ganz realen Auswirkungen des neuen linksgrünen Raubtiersozialismus auf die Natur „bewundern“. Gute Unterhaltung!

      Antworten
  3. Avatar
    Evi Dent sagte:

    Solange Autor und Kommentatoren hier immer noch gerne im vereinnahmenden „wir“ schreiben bleibt alles nicht gerade bestens, aber in Butter.

    „Der Reichtum des Landes bzw. das Vermögen der Bürger ist nur insoweit maßgebend, wie durch Besteuerung staatliche Verpflichtungen finanziert werden können.“ (Zitat: Dietmar Tischer)
    In diesem sehr gefährlichen „wir“ schleicht sich schon die Säge an die Stuhlbeine des individuellen Eigentums heran. Kulturmarxistisch liegt das im momentanen Zeitgeist der gerade aufbrechenden politischen Verkrustung.

    Der die tiefstaatlichen Verpflichtungen finanzierende Facharbeiter, welcher nur mit schrumpfender Rentenabsicherung und ohne Pensions- bzw. Ruhegehaltsanspruch Brutto-/Nettovergleiche seines monatlichen Salärs und später der Altersbezüge anstellt merkt, dass wer Pflichten hat nicht zwangsläufig auch Rechte haben muß.
    Es ist heute der Anteil derjenigen, die von der Steuer leben gegenüber denjenigen, die für die Steuer leben müssen in ungesunder Weise verschoben. Deshalb werden Steuern nicht gesenkt. Sie bekommen lediglich andere Namen. Damit bleibt das Land reich bis der Kaiser (bald) neue Kleider bekommt.
    Erschüttert hat mich die Weltkarte der Dieselfahrverbote. Herr Rudolf Diesel hat innerhalb des rot gekennzeichneten Bereiches in Augsburg seinen Motor entwickelt. Geboren ist er in Paris , gestorben zwischen Frankreich und England, ausserhalb der heutigen Verbote seiner Maschine. Hat er was geahnt?

    Übrigens, ich denke intensiv darüber nach, zukünftig im mich schuldfreistellenden „ihr“ zu kommunizieren.

    Antworten
    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Evi Dent

      Schon recht.

      Nur folgende Anmerkung dazu:

      Die allermeisten hier am Blog, sogar durchweg alle bis auf den mit dem 1% zu 99%-Trauma propagieren nicht so etwas wie ein „kulturmarxistisches Eigentumsverständnis“.

      Ich beanspruche für mich jedenfalls meilenweit davon entfernt zu sein, gebe aber zu, dass ich unter den herrschenden Bedingungen, insbesondere bezüglich der Mentalität der allermeisten Menschen, glaube, dass gesellschaftlicher Stabilität wegen nicht vollständig auf Umverteilung verzichtet werden kann.

      Wenn ich „wir“ gebrauche, meine ich wie andere auch die Gesellschaft, wie sie sich darstellt.

      Es ist ein deskriptiver, kein normativer Gebrauch im Sinne von, wie wir uns verstehen SOLLTEN und entsprechen handeln MÜSSTEN.

      Ob wir es wollen oder nicht, unabhängig davon unterliegen wir alle staatlicher Gewalt.

      Wenn die Regierenden es für angebracht halten, können sie prinzipiell immer die Staatsmacht einsetzen, um u. a. auf individuelles Eigentum zuzugreifen. Wenn es sie noch nicht gibt, werden Notstandsgesetze geschaffen und angewendet.

      Darauf bezieht sich der Satz, den Sie zitieren.

      Antworten
  4. Avatar
    ikkyu sagte:

    In der BMW-Stadt München wollen offensichtlich sehr viele Wähler den Verbrennungsmotor bis 2030 abschaffen, die Umweltbelastung und Sozialabgaben durch weiter forcierte Zuwanderung erhöhen und die Landschaft im Rahmen der Energiewende mit Windmühlen verschandeln.

    Bei diesen Wahlergebnissen der Grünen

    München-Mitte: 40,9 %
    München-Schwabing: 34,5 %
    München-Milbertshofen: 33,1 %
    München-Giesing: 31,9 %
    usw.

    fragt man sich schon, wer in der bayerischen Hauptstadt wohnt?

    Zumal sich immer mehr herausstellt, dass die von den Grünen propagierten Lösungskonzepte wie z.B. die Energiewende (Klimaschutz) an der Realität scheitern, weil diese entweder zu teuer sind oder selber negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

    Als Beispiel eine Studie von Forschern der Harvard Universität zur Klimawirkung von Windkraftanlagen in den USA:

    “Climatic Impacts of Wind Power”

    https://www.cell.com/joule/fulltext/S2542-4351(18)30446-X

    Ergebnis:

    Werden 14% des Primärenergiebedarfs der USA durch Windenergie bereitgestellt, ergibt sich im Durchschnitt sofort (!) folgende Erwärmung:

    “The benchmark scenario is warming of 0.24°C over the Continental US and 0.54°C
    over the wind farm region..”

    Der Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Nutzung von Windenergie und dem Anstieg der Temperatur ist dabei „roughly“ linear.

    “Results depend on the wind electricity generation rate,…
    Our results suggest the temperature response is roughly linear to the generation rate and power density.”

    Unter Anwendung der Lineardenker-Methode á la Schellenhuber (der meint, dass der Zusammenhang zwischen Erwärmung und zusätzlichem CO2 linear extrapolierbar ist) komme ich zu folgendem Ergebnis:

    Wenn 100% der Primärenergie durch Windkraft bereitgestellt werden, ergibt sich eine Erwärmung von 1,7 °C over Continental US und 3,8 °C over the wind farm region!!

    Aber es kommt noch schlimmer, weil das gewählte regionale Klimamodell die globale Auswirkung systematisch unterschätzt:

    “The disadvantage of using prescribed boundary conditions is that our simulations
    will underestimate the global-scale climatic response to wind power extraction
    compared with a global model with equivalent resolution, which would allow the
    global atmosphere to react to the increased surface drag over the US and would
    reveal climate teleconnections………
    Removal of the boundary conditions might also increase the warming
    in the wind farm region.”

    Ein Paper mit einem so schlechten Ergebnis lässt sich natürlich bei der aktuellen politischen Agenda nur schwer publizieren und würde die weitere Finanzierung der Forschung eventuell gefährden.

    Um dieses Problem zu entschärfen, nehmen die Forscher einfach einen total realitätsfernen Wirkungsgrad von Photovoltaikmodulen (28%) an und verkaufen das dann als Rettung für die erneuerbaren Energien, weil die resultierende Erwärmung dann angeblich nur 1/10 der Windenergie beträgt.

    „A prior study estimated that radiative forcing per unit generation increased at 0.9
    mWm-2/TWe, in a scenario in which module efficiency reaches 28% in 2100 with
    installations over 20% rooftops, 40% grasslands, and 40% deserts.”

    Wie bei Energiewende-Forschern üblich, werden keine Angaben zur Klimawirkung der zum Bau der riesigen Anlagen und Speicher notwendigen Energiemenge berücksichtigt.

    Die Anlagen sind einfach da!

    Das Fazit lautet dann so:

    „In agreement with observations and prior model-based analyses, US wind power will
    likely cause non-negligible climate impacts. While these impacts differ from the
    climate impacts of GHGs in many important respects, they should not be neglected.
    Wind’s climate impacts are large compared with solar PVs. Similar studies are
    needed for offshore wind power, for other countries, and for other renewable
    technologies. There is no simple answer regarding the best renewable technology,
    but choices between renewable energy sources should be informed by systematic
    analysis of their generation potential and their environmental impacts.“

    Antworten
  5. Avatar
    F. Müller sagte:

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Maschinenbau-hat-Produktivitaetsprobleme-article20670957.html
    Die Arbeitsproduktivität im Maschinenbau liegt einer Studie zufolge derzeit unter dem Niveau von vor der Wirtschaftskrise 2009. „Von 2011 bis 2015 kam es sogar zu einem absoluten Rückgang der Arbeitsproduktivität“,

    Selbst der hochgelobte Maschinenbau scheint zu schwächeln?! Auswirkungen vom schwachen Euro und/oder Nullzins?!

    Antworten
  6. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    Der Fokus muss adjustiert werden.

    Der Reichtum des Landes bzw. das Vermögen der Bürger ist nur insoweit maßgebend, wie durch Besteuerung staatliche Verpflichtungen finanziert werden können.

    Da gilt nach wie vor: Wo nicht viel ist, kann auch nicht viel geholt werden.

    Die Verpflichtungen der öffentlichen Hand mögen gewaltig sein, sind aber letztlich kein Finanzierungsproblem. Inflation einmal ausgeblendet, werden sie durch Gesetz einfach gestrichen. In der Stunde der Not wird es dafür eine Mehrheit geben. Das Problem könnten allerdings vor allem die Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst sein, die sich verar**** vorkommen werden, wenn es mit der Kreuzfahrt im Rentenalter nicht klappt.

    Es kommt viel, viel mehr auf das Volkseinkommen an, das in der jeweils laufenden Periode erwirtschaftet wird. Das ist das deutsche BIP, da wir so sparen, dass kaum Ansprüche aus dem Einkommen, das andere Völker erwirtschaften, geltend gemacht werden können.

    Hier sei wieder einmal an die Mackenroth-These erinnert:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mackenroth-These

    Globalisierung, demografische Entwicklung, Zuwanderung von innerhalb und außerhalb Europas, Stabilisierung der EU/Eurozone in welcher Form auch immer, Digitalisierung etc. – akkumulierte Megatrends – sprechen der bereits erkennbaren Gesamtentwicklung nach dafür, dass wir nicht das Volkseinkommen erwirtschaften werden, mit dem sich die HEUTE aufgebauten ERWARTUNGEN erfüllen lassen.

    Wer heute zu den Alten zählt, kann ruhig bleiben.

    Es betrifft ihn nicht, egal wie gestern gewählt worden ist und morgen gewählt werden wird.

    Zwischenzeitliche Wirtschaftskrisen werden zwar viel durcheinander wirbeln, aber auf das bewährte Rezept von Keynes, kompensierende Staatsausgaben durch Verschuldung zu finanzieren, kann Deutschland vertrauen.

    Denn wir haben bei der Staatsverschuldung noch gewaltig Luft nach oben.

    Wenn es darauf ankommt, ist die gesetzliche Schuldenbremse nur eine Fiktion.

    Antworten
  7. Avatar
    Wolfgang Selig sagte:

    Richtig spannend werden Wahlen in Deutschland erst in der nächsten Wirtschaftskrise. Bis dahin sollten die politischen Verhältnisse so sein , dass die kritischen Stimmen bei allen Parteien geistig darauf vorbereitet sind. Ob Sara Wagenknecht von der Linkspartei oder Frank Schäffler von der FDP, Buschkowsky von der SPD oder Hartmann von der CDU. Dann werden Ereignisse über die deutschen Wähler hereinbrechen, die die meisten sich nicht vorstellen wollen. Und dann kommt auf, wohin das Land driftet. Die Bayernwahl ersetzt aktive CSUler durch ehemalige und potenzielle von den Freien Wählern. Das ist noch nicht der Wandel.

    Antworten
    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      >Und dann kommt auf, wohin das Land driftet.>

      Letztlich: ja.

      Aber da spielt natürlich auch mit, wohin das Land schon heute driftet, also vor der nächsten Wirtschaftskrise. Die Entwicklung bis dahin ist nicht nur eine „geistige Vorbereitung“, sondern auch ein durch Erfahrung geprägter Mentalitätswandel in der Bevölkerung.

      >Die Bayernwahl ersetzt aktive CSUler durch ehemalige und potenzielle von den Freien Wählern. Das ist noch nicht der Wandel.>

      Sehe ich auch so.

      Die bayerische Politik wird sich nicht groß ändern.

      Es wird weiterhin Druck auf die Berliner Politik insgesamt und speziell die CDU ausgeübt werden, jetzt auch noch mit den eurokritischen Freien Wählern – kein Koalitionsgezerre also in der bayerischen Landespolitik – und das, egal ob man Seehofer nun zum Schuldigen macht oder nicht.

      Die CSU muss sich nur um die Städte sorgen (wie die AfD auch). Die wachsen und das dort entstehend Wählerpotenzial ist kontraproduktiv für ihre jetzige Politik.

      Ansonsten:

      Die SPD ist das in nächster Zeit VORRANGIG destabilisierende Element in der deutschen Politik, speziell in der Bundespolitik. Sie ist nur noch insoweit beachtlich. Konstruktives ist bis auf weiteres nicht von dieser Partei zu erwarten.

      Die Grünen werden sich weiter hin zu einer voll ausgewachsenen Volkspartei entwickeln. Denn die „Klimarettung/Energiewende“ wird angesichts der täglichen TV-Bilder von Naturkatastrophen in aller Welt und extremen Wetterkapriolen hierzulande zu gesellschaftlicher HYSTERIE steigern.

      Es wird daher höchste Zeit, dass die Grünen bundesrepublikanische Verantwortung übernehmen, um DADURCH auch für verloren gehende Arbeitsplätze zur Verantwortung gezogen zu werden.

      Anders wächst kein Kraut gegen die Grünen.

      Meine Ahnung:

      CDU/CSU + Grüne + FDP stellen nach den absehbaren Neuwahlen die Bundesregierung. Die FDP kann sich ohne Gesichtsverlust daran beteiligen, weil Merkel weg sein wird. Und die CDU/CSU hat noch nie ein Problem gehabt, mit vaterlandslosen Gesellen zu koalieren. Jetzt eben in anderer Farbe.

      Antworten
      • Avatar
        SB sagte:

        „Die Grünen werden sich weiter hin zu einer voll ausgewachsenen Volkspartei entwickeln.“

        Die Grünen verdanken ihren Höhenflug lediglich ihrer Tätigkeit als Abbruchunternehmen für die SPD. Dabei fischen sie die urbanen Bürgerlichen, die zu den gut bis hoch Verdienenden zählen und denen es materiell an nichts mangelt, von der SPD ab. Überwiegend sind es Leute, die aus Steuern, Gebühren und sonstigen Zwangsabgaben leben und die schon schwer linksgrün indoktriniert aus der Uni gefallen sind. Abbruch funktioniert aber nur auf Zeit. In der Nachabbruchzeit werden die Grün-Wähler_*Innen erkennen, dass die grünen Ökowohlfühlsprechblasen zwar gut klingen, in der Praxis aber eher mehr Unbequemlichkeit zur Folge haben. Soweit es darum geht, dass die Grünen etwas Versprochenes leisten müssen (also nicht bloßes Abschalten z.B. von Atom- und Kohlekraftwerken), stellt sich ohnehin schnell ihre Unfähigkeit heraus (was sie in Berlin und im Ländle schon hinlänglich beweisen).

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ SB

        >Die Grünen verdanken ihren Höhenflug lediglich ihrer Tätigkeit als Abbruchunternehmen für die SPD. Dabei fischen sie die urbanen Bürgerlichen, die zu den gut bis hoch Verdienenden zählen und denen es materiell an nichts mangelt, von der SPD ab

        Lediglich?

        Diejenigen, denen es an nichts mangelt, sind typische SPD-Wähler?

        Das ist falsch.

        Richtig ist:

        Nicht lediglich, sondern: auch, aber nicht nur.

        Schauen Sie die Wählerwanderungen der Bayern-Wahl an:

        Die CSU hat erheblich an die Grünen abgegeben, fast so viele wie die SPD.

        Hier:

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-wahl-csu-verliert-waehler-an-gruene-und-afd-spd-an-alle-a-1233246.html

      • Avatar
        SB sagte:

        @Dietmar Tischer:

        „Die CSU hat erheblich an die Grünen abgegeben, fast so viele wie die SPD.“

        Nominell ja, prozentual nein. Es wäre interessant, welche CSU-Wähler zu den Grünen abgewandert sind – eigentlich ein unglaublicher Vorgang, wenn man den politischen Richtungswechsel dieser Wähler betrachtet. Sind die völlig durchgeknallt?
        Wichtig ist, in der Summe konnte das linksgrüne Lager nicht zulegen, im Gegenteil, es hat leicht verloren. Es setzt sich jetzt allerdings anders zusammen. Die Grünen werden in der Regel nicht von „Otto-Normal-Bürger“ gewählt, sondern von Leuten, die sich diesen postmateriellen und postfaktischen Gutmenschenunfug materiell leisten können, um als Bessermenschen auf andere herabschauen zu können (zum Großteil zwangsfinanziert). SPD-Wähler, die nicht zu dieser Gruppe gehören, tendieren eher in die entgegengesetzte Richtung.
        Ob man die Grünen wirklich an der Regierungsmacht beteiligen sollte, scheint mir äußerst fraglich. Defacto sind sie es über Merkel ohnehin schon, denn Merkel macht nichts anderes als pure linksgrüne Forderungen umzusetzen. Und der Schaden für D ist schon jetzt unermesslich, wie bto immer wieder richtig beschreibt. Was aber würde passieren, wenn die grünen, in jeder Hinsicht unfähigen, aber ideologisch voll auf marxistischer Linie befindlichen Plabbertaschen höchstpersönlich an den Schalthebeln der Macht sitzen? Ich möchte das lieber nicht erleben. Jedenfalls will ich dann nicht in einem Staat mit diesen Hirnverdrehten leben.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ SB

        Es gibt nur einen Grund, aber einen m. A. n. entscheidenden, warum die Grünen an die Macht kommen sollten:

        Die Folgen ihrer Energiepolitik müssen IHNEN zugeordnet werden.

        Der Wahlkampf der Grünen in Bayern mit ihrer Spitzenkandidatin war eine Dauerparty, als wenn die Energiewende kostenlos und mit viel Spaß zu haben sei.

        Ich bin nicht für taktische Spielchen, aber wenn BMW in München Leute entlassen müsste wegen Realisierung der E-Mobilität mit der Brechstange durch die Grünen, hätten wir ganz andere Wahlergebnisse.

      • Avatar
        SB sagte:

        @Dietmar Tischer:

        Ja, Sie haben mit der Zuweisung von Verantwortung an die Grünen schon völlig recht. Diese würde aber – zumindest vorübergehend – noch totalitärere Politik mit sich bringen, die der in Schwede sehr nahe käme, oder diese sogar noch übertreffen würde: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/was-man-in-schweden-nicht-mehr-sagen-darf/
        Wie soll man diesen verdammten Eine-(grüne)-Welt-Schlamassel, den Merkel und ihre linksgrüne Entourage in D angerichtet haben, nur halbwegs vernünftig, d.h. ohne große Verluste wieder auflösen?

  8. Avatar
    Alexander sagte:

    Bayern leidet mindestens seit 2008 an überparteilicher Desinformation. Jede Information erfolgt durch die ÖR Medien und die Zeitungen, wobei der Einfluss der Parteien auf die Rundfunkräte „so wenig“ Rolle spielt, wie die politische Orientierung der Medienmacher.

    Unbequeme Tatsachen werden einvernehmlich weg gelogen und kritische Fragen bei den Versammlungen als Spinnerei von Verwirrten diffamiert. Dabei machen Mandatsträger keinen Unterschied falls sich ein örltiches Parteiurgestein zur Kritik hinreißen lässt.

    Die Geldpolitik war noch nie Thema, auch wenn ihre Auswirkungen durch krebsartiges Wachstum sehr wohl der Heimat schaden. Bsp.: aus dem Bayrischen Rundfunk von gestern: https://www.youtube.com/watch?v=mY0MD_NnK-o

    Der Wähler hat keine Chance, weder im Bund noch im Land – der Winkel zwischen mainstream und Realität ist 180 Grad…

    Antworten
  9. Avatar
    SB sagte:

    bto: „Das ist eine Klatsche für die politischen Plaudertaschen, die immer vom „reichen Land“ schwafeln, was sich alles Mögliche leisten könne!“

    Man konnte es gestern Abend wieder gesehen: Die Wähler, insbesondere die in den Ballungsräumen, wählen mit Vorliebe infantil-dümmliche Plaudertaschen. Sie wollen es so und ich freue mich schon ausgesprochen auf den Tag der Abrechnung.

    Zur Frage Henryk M. Broders im Welt-Artikel: „Brauchen wir den Import von Sozialhilfeempfängern?“

    „Wir“ brauchen diesen Import natürlich nicht. Aber die deutsche Wirtschaft, sowie die Asyl- und Sozialindustrie freuen sich wie Schneekönige darüber. Die fleißigen Deutschen müssen auf diesem Wege zwangsweise und dauerhaft ihre eigentlich möglichen Ersparnisse an diese Profiteure der illegalen Zuwanderung überweisen (= umverteilen). Und diese umfangreiche Gabe ist obendrauf noch ausschließlich für „das Gute“ bestimmt. Aus Sicht der zuvor genannten drei Industriezweige ist das unheimlich clever gemacht, denn was nützen ihr Verbraucher, die nicht genug verbrauchen?

    Antworten
    • Avatar
      MFK sagte:

      Ich sehe das nicht so extrem. Rot/rot/grün hatte bei den vorletzten Bayer Wahlen ca. 32% der Stimmen und nunmehr knapp über 30% der Stimmen. Es hat sich also nicht viel getan. Eine Meldung wird nur dann daraus, wenn man die Grünen ins bürgerliche Lager verschieben müssen. Eine Partei, in der nicht nur Habeck ein massives Demokratieproblem hat, in der sexistisch gegen sogenannte alte weiße Männer gehetzt wird und die es auch sonst mit dem Recht nicht so genau nimmt, wenn das Mittel den Zweck heiligt. Dass die CSU nicht mehr die absolute Mehrheit erreicht ist auch wenig verwunderlich. 10% Freie Wähler und nun auch noch 10% AfD kann sie nicht kompensieren. Was wir sehen ist eine Verschiebung in die radikalen Lager rechts und links. Dies ist natürlich nicht gut. Das ganze hat m.E. wenig mit Reichtum oder Wohlstand zu tun. Unter den derzeitigen Parteien wird sich hieran wohl auch nichts ändern. Sollte es zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommen, wird es wohl noch zu einer Verschärfung der Spaltung kommen. Viele Wähler von rot/rot/grün glauben wohl, dass sie das nicht betrifft, weil sie beschäftigungsmäßig am Staat hängen.

      Antworten

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.