Inflation: Es geht nur mit fallen­den Asset-Preisen

Es wird immer offener ausgesprochen, was Sache ist: Die Party ist zu Ende, die Notenbanken müssen sie beenden, ob sie nun wollen oder nicht, droht doch sonst die Kernschmelze des FIAT-Geldsystems durch Vertrauensverlust. Es sei höchste Zeit, meint die FINANCIAL TIMES (FT), den Bürgern die Wahrheit zu sagen:

  • “(…) the Reserve Bank of New Zealand (…) has often been an unlikely harbinger of bigger global trends. In the late 20th century, for instance, the RBNZ pioneered inflation targeting. More recently, it embraced climate reporting ahead of most peers. Last year, it started tightening policy before most counterparts. And this week it went further: its latest financial stability report warns of a ‘plausible’ chance of a ‘disorderly’ decline in house prices, as the era of free money ends.” – bto: Dazu muss man nun wirklich kein Nobelpreisträger sein. Natürlich kommen Vermögenspreise unter Druck, wenn Geld plötzlich wieder einen Preis hat.
  • “(…) the Kiwi central bankers know they have an asset bubble on their hands, since property prices have jumped 45 per cent higher in the last two years and ‘are still estimated to be above sustainable levels’. This reflects both ultra-low rates and dismally bad domestic housing policies. And it is now telling the public and politicians that this bubble needs to deflate, hopefully smoothly.” – bto: Es kann Blasen geben, die nicht so gut zu sehen sind. Man denke an die Staatsschulden.
  • “(…) Powell did not do was discuss asset prices — let alone admit that these have recently been so inflated by cheap money that they are likely to fall as policy shifts. (…) there is no sign of any fall in American property prices right now. On the contrary, the Case-Shiller index of home prices is 34 per cent higher than it was two years ago, according to the most recent (February) data. However, it beggars belief that Powell could crush consumer price inflation while leaving asset prices intact. After all, one key factor that has raised these prices to elevated levels is that the Federal Reserve’s $9tn balance sheet almost doubled during the COVID-19 pandemic (and has expanded it nine-fold since 2008.)” – bto: Es gibt schöne Charts, die eine Korrelation zwischen der Bilanz und dem S&P 500 zeigen.
  • “(The Fed) pledged to start trimming its holdings of mortgages and treasuries by $47.5bn each month, starting in June — and accelerate this to a $90bn monthly reduction from September. According to calculations by Bank of America, this implies a $3tn balance sheet shrinkage (quantitative tightening, in other words) over the next three years. And it is highly unlikely that the impact of this is priced in. After all, QT on this scale has never occurred before, which means that neither Fed officials nor market analysts really know what to expect in advance. Or as Matt King, an analyst at Citibank, observes: ‘The reality is that tightening hasn’t really started yet.’” – bto: Das gilt erst recht für Europa, wo die EZB immer noch glaubt, die Inflation aussitzen zu können.
  • “(…) the reason why plain speaking is needed is that a dozen years of ultra-loose policy has left many investors (and households) addicted to free money, and acting as if this is permanent. Moreover, since the Fed has repeatedly rescued investors from a rapid asset price correction in recent years — most recently in 2020 — many investors have an innate assumption that there is a Fed ‘put’. So if Powell truly wants to emulate his hero Volcker, and take tough measures for long-term economic health, he should take a leaf from the Kiwi book, and tell the American public and politicians that many asset prices have been pumped unsustainably high by free money.” – bto: In der Eurozone gehört dazu auch, den Politikern zu sagen: Wir können euch nicht dauerhaft finanzieren. Deshalb bringt euer Haus in Ordnung und vor allem saniert den Euro. Aber es ist unwahrscheinlich, dass das passiert.

ft.com (Anmeldung erforderlich): „The Fed owes the American people some plain-speaking“, 5. Mai 2022

Kommentare (20) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Lele Castello
    Lele Castello sagte:

    Bei fallenden Assetpreisen fallen auch die Steuereinnahmen. Das ist, speziell in den USA, problematisch bei dem derzeitigen Staatshaushalt. Halte ich nicht wirklich möglich.

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  2. Marco Polanzke
    Marco Polanzke sagte:

    Man sollte fairerweise dazusagen, daß die Party in USA tu Ende ist. Der DAX und deutsche Assets (außer Immobilien) sind m.E. noch annähernd realistisch bewertet.

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  3. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “In der Eurozone gehört dazu auch, den Politikern zu sagen: Wir können euch nicht dauerhaft finanzieren. Deshalb bringt euer Haus in Ordnung und vor allem saniert den Euro. Aber es ist unwahrscheinlich, dass das passiert.”

    Wer bitte schön soll denn so etwas sagen? Die vom Staat finanziell abhängigen Volkswirtschaftsprofessoren (sofern sie nicht als Pensionisten einer bekannten Schwefelpartei angehören)? Die EU-Hurrapatrioten in fast allen Medien? Die Kapitalsammelstellen mit ihrem Anlagenotstand? Eine junge marktwirtschaftlich orientierte Studentenbewegung? Eine politikferne Gewerkschaftsbewegung? Hahaha.

    Das wird garantiert nicht passieren. Wir schieben jetzt erst einmal alles (nicht ganz, aber teilweise zu Unrecht) auf die Corona-Lieferkettenprobleme wie den Shanghaier Hafen und den Ukrainekrieg und warten ab, bis es finanziell richtig knallt. Dann kommen ein paar Populisten wie zuletzt die linken und rechten Radikalen in Frankreich. Dann bekommen die Kapitalsammelstellen langsam kalte Füße und die Ratingagenturen (erst die kleinen, dann die großen) kippen häppchenweise das deutsche AAA. Danach stürzt der Euro weiter ab, die Inflation geht noch höher und dann schreien alle nach einer schnellen Lösung, die es natürlich nicht gibt.

    Und dann vielleicht, aber nur ganz vielleicht, kommen die ersten Normalbürger auf die Idee, dass man weder steuerfinanzierte Demokratieförderung noch italienische Bergdorfsubventionen noch das zweitgrößte Parlament der Welt noch eine Million anderer Dinge in diesem Staat bzw. dieser EU wirklich braucht, sondern der eine oder andere Bachelor of anything besser Elektriker geworden wäre, dafür mit mehr netto vom brutto. Bis dahin ist es noch ein ganz weiter Weg. Man kann schwerlich Jahrzehnte in die falsche Richtung galloppieren und dann zugeben: “Tschuldigung, geirrt.”

    Daher mein Anlagetipp: Der Optimist kauft Gold und Silber, der Pessmist Konservendosen.

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    • weico
      weico sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      “Wer bitte schön soll denn so etwas sagen? Die vom Staat finanziell abhängigen Volkswirtschaftsprofessoren (sofern sie nicht als Pensionisten einer bekannten Schwefelpartei angehören)? Die EU-Hurrapatrioten in fast allen Medien? Die Kapitalsammelstellen mit ihrem Anlagenotstand? Eine junge marktwirtschaftlich orientierte Studentenbewegung? Eine politikferne Gewerkschaftsbewegung?”

      Die EU und die Mehrheit ihrer Bürger sind halt völlig “gefangen”, wie Hr. Kappeler so schön ausführt, in einer «Mission Creep» -Blase.

      Die EU-Hurrapatrioten werden dank ihrem verblendeten Glauben an ein zentralistisches und undemokratisches EU-Grosseuropa, zum Glück das Gegenteil erreichen ….und das EU-Gebilde zum krachenden Einsturz bringen.

      https://schweizermonat.ch/ploetzlich-liegt-osteuropa-auf-drei-kontinenten/

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  4. PhilSt
    PhilSt sagte:

    Eine Verteuerung von Energie und Rohstoffen wird zu teureren Gütern führen. Eine Verknappung von Waren wird zu teueren Gütern führen. Billiges Geld wird zu teureren Gütern führen.

    Wenn bei diesen ganzen unterschiedlichen Punkten nur über die fehlerhafte Geldpolitik redet, wird man viele andere Punkte “vergessen”. Bei den aktuellen Verbraucherpreisen und nicht den Vermögenswerten, sind eher die fehlerhafte Corona-Politik wie die fehlerhaften Sanktionen an den Preisentwicklungen schuld.

    Die Geldpolitik der EZB vor Corona hätte wahrscheinlich lange noch “funktioniert”, obwohl das auch der falsche Begriff ist.
    Erst durch teuere Lockdowns und außerordentlich hohe Neuverschuldungen kommt da jetzt was beim Bürger an.

    Wie lang die anderen zwei Preistreiber bestehen, ist schwer voraussagbar..
    Wie lange können europäische Politker durch autoritäre Sanktions und Maßnahmenpolitik diese Situation am laufen halten?
    Weder die “(Teil)Lockdowns” und die damit verbunden Kosten noch die Sanktionen sind alternativlos genauso wenig wie das billige Geld.

    Ich glaube eher das akutell nur Durchhalteparolen rausgegeben werden. Die westlichen Staaten und einige Zombieunternhemen können sich auf Kosten der Bürger mittels Inflation entschulden.
    Man wird die Inflation nicht wirklich bekämpfen wollen.
    Spannend wird nur, ob die jenigen die glauben allles unter kontrolle zu haben, wirklich alles unter kontrolle haben.
    Wer mit der Inflation, dem Krieg oder der Gesundheit spielt, kann auch schnell sich verzocken.

    Antworten
    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @ PhilSt

      “Spannend wird nur, ob die jenigen die glauben allles unter kontrolle zu haben, wirklich alles unter kontrolle haben.”

      @ Phoenix5: “Und über allem schwebt der Debitismus, der seine Zyklen abspult, egal welche Tricks die Politik anwendet.”

      Das Augenmerk ist einerseits auf die historischen Preisrevolutionen “What goes up, must come down” mit ihren praedeflationären Inflationen zu richten und den Phasenlängen in: Babylon 150 Jahre, Griechenland BC 50 Jahre, Augsburg 60 Jahre (Dreißigjähriger Krieg), England 50 Jahre (Napoleonischen Kriege) und seit den 1970er Jahren nach der Aufgabe des Goldstandards am 15. August 1971.

      Andererseits ist die von Paul C. Martins dargelegte exponentiell zunehmende Wiederbeleihungsnatur bei der Hereinnahme von Staatsanleihen durch die ZB zu beachten: Wegen der mittlerweile global verstrickten Wiederbeleihungsnatur im System streben die Laufzeiten gegen die chaotischste aller Irrationalen Zahlen ‘Phi’ = ((Wurzel(5) + 1):2 = Goldener Schnitt = Chaos. Er bietet sich als Schnittpunkt von Vergangenheit und Zukunft an – von Evolution und Involution der Vermögenswerte. Der Debitismus zeigt, dass in den letzten Jahrzehnten die wachsenden Verschuldungen mit ihren wachsenden Vermögenszuwächsen in der Wiederbeleihungsnatur mit den immer kürzer und zinstechnisch billiger gewordenen, exponentiell zunehmenden Wiederbeleihungsrunden gründet.

      Gemäß Hans-Peter Dürr ist der Übergang vom statischen, singulären und zeitlich punktuellen ‘Ortsraum’ der an der Materie orientierten Dinge in den ‘Frequenzraum’ der Schwingungen, der Beziehungen, des Prozesshaften und des sich dauernd in diesem Strom Verändernde von wesentlicher Bedeutung. Es gilt, den Frequenzraum der Verschuldungen zu untersuchen.

      Da alles Zivilisatorische vorfinanziert werden muss, ist es damit Teil des Phasenraumes der Verschuldungen – der ‘Exponential Moving Averages’ (EMAs) auf der Grundlage der Fibonacci Zahlen. Das wahrnehmbare Durcheinander ist “keine Frage des gegenwärtigen Handelns, sondern an der Zeit bzw. der Trend nach oben oder unten eine Funktion der Zeit.” (Larry Williams).

      Die EMAs sind ja der Schlüssel zu allem! Im Phasenraum aller Schwingungen, dessen Potenziale allesamt vom Schuldgeldsystem abhängig sind, gelingt es, die EMAs von der Domäne der ‘Zeit’ in die Domäne der ‘Frequenz’ – in den Frequenzraum der Schwingungen überzuführen.

      Alles Potenzial kehrt sich, da es dem Goldenen Schnitt entsprechen muss, im Chaos ins Gegenteil um. “Das, was kurzfristig geschieht, hat keine Ursache im Hier & Jetzt. Es ist in Wahrheit nur eine zwischen Chaos und Harmonie [und umgekehrt] umschlagende, frequenziell höhere Entsprechung der längsten Kontraktlaufzeiten (Finanzierungen wie Refinanzierungsrunden).”

      “Die Pfeile habe ich nur mal eingefügt, um das enorme Abwärtspotential in den länger werdenden EMA-Abstandsbereichen zu verdeutlichen.”

      https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=608571

      Antworten
      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Johann Schwarting
        “Alles Potenzial kehrt sich, da es dem Goldenen Schnitt entsprechen muss, im Chaos ins Gegenteil um. “Das, was kurzfristig geschieht, hat keine Ursache im Hier & Jetzt. Es ist in Wahrheit nur eine zwischen Chaos und Harmonie [und umgekehrt] umschlagende, frequenziell höhere Entsprechung der längsten Kontraktlaufzeiten (Finanzierungen wie Refinanzierungsrunden).”

        Auf die Photosynthese sowie Naturverbrauch angewandt bedeutet dieses “Gesetzmäßigkeit” der Wirklichkeit, daß die gesamten geborgenen Naturressourcen in gedanklich unfassbaren Dimensionen und Arten- und Pflanzenvielfalten in dies Erde gelangen und unser Einsatz einfach nur die Rückgabebewegung darstellt?

        Sie hätten damit den vermeintlich reduktionistischen Widerspruch von Ökologie und Ökonomie explizit erklärt., widerlegt.
        Das zu wenige Denkende und Handelnde dies verarbeiten, zeigt sich erst recht in ihren begrenzten Daseinszeiten.
        Oder positiv – geniessen wir jede Sekunde in Fröhlichkeit – Arbeit – Zusammensein der wundervollsten Ergebnisse, wenn und solange wir können.
        Dankeschön für diese magische Inspiration der Begegnung der Zusammenhänge …

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @Tom96

        “Dankeschön für diese magische Inspiration der Begegnung der Zusammenhänge …”

        Vielen Dank für Ihre anerkennenden Worte.

        Das Zitat, auf das Sie abheben, entstammt aus @Ashitakas Antwort auf meinen Beitrag

        https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=512227

        aus einem Faden mit insgesamt interessanten Postings.

        Es geht um @Phoenix5′ Frage: “Was verdammt nochmal ist Bewusstsein?” mit @Ashitakas Antwort:

        “Das Bewusstsein ist die höchste Frequenz in einem aus allen Zeiten die exponentiell höher werdende Entsprechung suchenden Frequenzspektrum (der Welteneinheit). Vor diesem alles zur exponentiellen Beziehung zwingenden Weltenhintergrund sind wir eins mit allem, was sich bis in die Materialisierungen (Niederwerdungen der Schwingungsgrade) erstreckt. Das Universum wird sich selbst bewusst (so auch Brahman-Atman).”

        All is one – viel Spaß beim Studium.

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @Tom96

        “Das zu wenige Denkende und Handelnde dies verarbeiten, zeigt sich erst recht in ihren begrenzten Daseinszeiten.”

        Vor allem ist der Medienkonsum ein allgegenwärtiges Problem.

        Rolf Dobelli: “News sind für den Geist, was Zucker für den Körper ist.”

        “Dieser Text ist ein Gegengift gegen News. Er ist lang. Wenn Sie es schaffen, ihn zu Ende zu lesen, können Sie sich glücklich schätzen. Sie gehören noch nicht zu den News-Junkies, die so viel von dem Kurzfutter konsumieren, dass sie ihre Konzentrationsfähigkeit verloren haben. Halten Sie also durch. Entzugstherapien sind immer schwer. …”

        https://schweizermonat.ch/vergessen-sie-die-news/

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Johann Schwarting
        Um noch mehr Interdisziplinarität willen Tatsachenwirklichkeiten zur Wettermanipulation.
        Die Argumentationen laufen auf denselben Ebenenmechanismus hinaus.
        https://gegenstimme.tv/w/8zM1sY5ezbkes3Bc2hTqXC
        “Wir bei AUF1 wollen auch jenen Meinungen Raum geben, die in den Mainstream-Medien nicht vorkommen oder die nur mit dem Kampfbegriff „Verschwörungstheorie“ abgetan und lächerlich gemacht werden. Dazu gehört auch die vermutete Wettermanipulation bzw. der Einsatz von Wetterwaffen durch verschiedene Staaten. In den Medien wird diesbezüglich gerne von den sogenannten „Chemtrails“ gesprochen. Bernhard Riegler hat mit dem Experten Werner Altnickel über dieses Thema gesprochen. Er meint belegen zu können, dass derlei Programme nicht Science Fiction sind, sondern tatsächlich existieren und auch praktisch zum Einsatz kommen.”

        Ihnen Dank für Fortschritte beim Studieren der Wirklicheiten Wahrheit sowie Tatsachen.

  5. weico
    weico sagte:

    “the Kiwi central bankers know they have an asset bubble on their hands, since property prices have jumped 45 per cent higher in the last two years and ‘are still estimated to be above sustainable levels’. This reflects both ultra-low rates and dismally bad domestic housing policies.”

    Solche Jammerei hört man ja in einer medialen Dauerschlaufe.
    Ob nun München,Zürich oder Auckland…immer die selbe Leier.

    Neuseeland betreibt ja eine äusserst erfolgreiche Einwanderungspolitik (wie Kanada), die auf Vermögende bzw. gut ausgebildete Leute zielt

    Natürlich gibt es da auch kleine “Immobilien-Nebenwirkungen”, in den beliebten wirtschaftlichen Ballungszentren, wenn zahlungskräftige Einwanderer kommen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/19310/umfrage/gesamtbevoelkerung-von-neuseeland/

    Antworten
  6. philst12
    philst12 sagte:

    Eine Verteuerung von Energie und Rohstoffen wird zu teureren Gütern führen. Eine Verknappung von Waren wird zu teueren Gütern führen. Billiges Geld wird zu teureren Gütern führen.

    Wenn bei diesen ganzen unterschiedlichen Punkten nur über die fehlerhafte Geldpolitik redet, wird man viele andere Punkte “vergessen”. Bei den aktuellen Verbraucherpreisen und nicht den Vermögenswerten, sind eher die fehlerhafte Corona-Politik wie die fehlerhaften Sanktionen an den Preisentwicklungen schuld.

    Die Geldpolitik der EZB vor Corona hätte wahrscheinlich lange noch “funktioniert”, obwohl das auch der falsche Begriff ist.
    Erst durch teuere Lockdowns und außerordentlich hohe Neuverschuldungen kommt da jetzt was beim Bürger an.

    Wie lang die anderen zwei Preistreiber bestehen, ist schwer voraussagbar..
    Wie lange können europäische Politker durch autoritäre Sanktions und Maßnahmenpolitik diese Situation am laufen halten?
    Weder die “(Teil)Lockdowns” und die damit verbunden Kosten noch die Sanktionen sind alternativlos genauso wenig wie das billige Geld.

    Ich glaube eher das akutell nur Durchhalteparolen rausgegeben werden. Die westlichen Staaten und einige Zombieunternhemen können sich auf Kosten der Bürger mittels Inflation entschulden.
    Man wird die Inflation nicht wirklich bekämpfen wollen.
    Spannend wird nur, ob die jenigen die glauben allles unter kontrolle zu haben, wirklich alles unter kontrolle haben.
    Wer mit der Inflation, dem Krieg oder der Gesundheit spielt, kann auch schnell sich verzocken.

    Antworten
  7. Vater Thiel
    Vater Thiel sagte:

    Korrektur, es muss natürlich heissen:
    Ich verkaufe Aktien, Anleihen, löse mein Bankguthaben langsam auf.
    Wenn das viele Millionen machen, fallen die Kurse der Anleihen und STEIGEN damit die mittel- und langfristigen Zinsen.

    Antworten
    • Zweifler
      Zweifler sagte:

      Sie verkaufen Aktien, also Sachwerte in Zeiten von Inflation?
      Wenn Sie das Geld brauchen, weil Sie sonst morgen verhungern, ok. Aber sonst…
      Aktien und Edelmetalle würde ich wohl als Allerletztes verkaufen.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Vater Thiel

      Die meisten Deutschen besitzen direkt gar keine Anleihen, mit deren Verkauf sie die Anleihezinsen beeinflussen könnten. Indirekt in Anleihen investiert sind vor allem ältere Deutsche schon, und zwar über Kapital-Lebensversicherungsverträge, aber die verkauft keiner so schnell, weil das mit großen steuerlichen Nachteilen verbunden wäre…

      Antworten
    • Jacques
      Jacques sagte:

      @Zweifler:

      Ich würde auch überhaupt keine Aktien verkaufen.
      Warum? Weil man Aktien sowieso nur mit Geld kauft, das man nicht braucht.

      Die Kurse korrigieren eben und dann steigen sie wieder. Wrs nicht in der Form wie in den letzten 5 Jahren, aber sinds eben nur 5% p.a. statt 7,5%. Dividende nicht vergessen, das wird jetzt wieder wichtiger.

      Antworten
  8. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    “the Reserve Bank of New Zealand (…) has often been an unlikely harbinger of bigger global trends. In the late 20th century, for instance, the RBNZ pioneered inflation targeting. More recently, it embraced climate reporting ahead of most peers. Last year, it started tightening policy before most counterparts.”

    Vielleicht ist die neuseeländische Zentralbank sogar noch “innovativer” als wir glauben und versucht irgendwann, die Inflation durch Zwangsmaßnahmen wie Rationierung oder Ausgangssperren einzudämmen? Noch besser wäre natürlich die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung, die dann alle Neuseeländer nach parallel erfolgender Bargeldabschaffung zwangsweise benutzen müssten – wie ließe sich Nachfrage besser unterdrücken als durch das simple Verbot, bestimmte Güter überhaupt noch zu kaufen?

    Weitreichende und lange andauernde Zwangsmaßnahmen gab es ja schon beim “Kampf gegen das gefährliche Corona-Virus” in Neuseeland unter der Führung der autoritären Gouvernante Jacinda Ardern, die übrigens auch eine gute Freundin von unserem Davos-Klaus ist…

    Antworten
  9. Vater Thiel
    Vater Thiel sagte:

    Ist es in diesen Zeiten der Angebotsinflation nicht umgekehrt ?
    Die steigenden Verbraucherpreise treiben die Zinsen nach oben und damit die Aktienkurse und (längerfristig) die Grundstückspreise nach unten ?

    Ich persönlich begegne der Verbraucherpreisinflation erst mal mit einer Anpassung meines Warenkorbes.
    Kaufe mehr von Gütern, deren Preise nicht gestiegen sind und verbrauche weniger Güter, deren Preise gestiegen sind.
    Ich nehme an, so machen es viele andere auch.
    Das geht bis zu einer gewissen Schmerzgrenze.
    Danach geht es (bei Leuten, die welche haben) an die Ersparnisse.
    Ich verkaufe Aktien, Anleihen, löse mein Bankguthaben langsam auf.
    Wenn das viele Millionen machen, fallen die Kurse der Anleihen und damit die mittel- und langfristigen Zinsen.
    Durch den Verkauf von Aktien fallen deren Kurse, zusätzlich befeuert durch die steigenden Zinsen.
    All das passiert ohne jegliches Eingreifen der Notenbanken, ohne Leitzinserhöhung und ohne Quantitative Tightening.
    Wenn die Ersparnisse aufgebraucht sind, gewähren die Geschäftsbanken vielleicht Konsumkredite, natürlich zu steigenden Zinsen. Die Zinsen steigen weiter.
    Auch das passiert ohne jegliches Eingreifen der Notenbanken.
    Wenn jetzt alle Notenbanken auch noch den Leitzins erhöhen und die Geldmenge reduzieren, dämpft das wirklich die Inflation ?
    Wenn die Unternehmen die Zinserhöhungen auch noch auf die Preise draufschlagen ?
    Wenn einzelne Notenbanken wie die FED das im Alleingang machen, dämpft es wahrscheinlich die Importgüter-Inflation, zu Lasten der Verbraucher der Exportländer.
    Ist die Inflation der 1970er Jahre vielleicht weniger durch Paul Volcker in die Knie gezwungen worden als durch die Brechung der Macht der OPEC ?

    Antworten
  10. @foxxly
    @foxxly sagte:

    es ist zu bezweifeln, ob die NB`s die für die inflation notwendige zinserhöhungen durchführen.
    denn, dann werden die weiteren staatsfinanzierungen zu starken steuererhöhungen und starken bremsen von sozialleistungen führen.
    und die unternehmen werden ihre investitionen zurückfahren.

    die auswirkungen sind dann wirtschafts-rezession und gesellschaftliche verwerfungen.

    ………..es sei denn der zeitpunkt des abbruchs ist nungekommen. dann sind die auswirkungen gewollt um ein neues system nach klaus schwab zu installieren.

    die katstrophe muss dabei groß genug sein, dann wird jedes noch so dumme system vom volke akzeptiert.

    da dieses geld-und wirtschaftssystem nicht heilbar ist, ist die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der abbruch durch geführt wird.

    die wirtschaftlichen verwerfungen und fehlentwicklungen sind viel zu groß um mit bisherigen zinsmaßnahmen nochmals zeit zu gewinnen.
    eine gewisse alternative wäre eine von zinserhöhungen unabhängige maßnahme der direkten vermögens-enteigungen a la zypern.

    paralelle digitalisierung, überwachungen und bestrafung der bürger bei nichteinhaltungen der regierungsmaßnahmen läuft bereits hervorragend: beispiel, die lockdown-maßnahmen, welche realistisch niemals den tatsächlichen verlauf und wirkung der impfung entsprach.

    wie gut dies läuft zeigt die erfolgreiche indoktrinierung des volkes bei corona.
    reale argumente spielen bei vielen menschen keine rolle mehr.
    super, es läuft!!
    die regierung kann alles mit uns machen, ohne ihren fahrplan ändern zu müssen; auch wenn die personen wechseln: die bürger/schafe machen mit.

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