Kehrt die Vernunft in der Geld­politik zurück?

Die FINANCIAL TIMES (FT) schreibt von der „Rückkehr der Vernunft“ in der Geldpolitik. Hier muss ich gestehen, dass ich nicht so sehr davon überzeugt bin. Es kehrt die Vernunft nicht zurück, wir sammeln eher Kraft für die nächste Phase. Angesichts der Alternativen zur Fortsetzung der Politik des billigen Geldes ist klar, wofür die Notenbanken sich am Ende entscheiden werden.

Dennoch lesen wir mal, was die FT denkt:

  • It took a devastating combination of the pandemic, war in Ukraine and a central banking U-turn on inflation to do it. Since the turn of the year the rules of the game in markets have been dramatically upended. Gone are those notorious acronyms Fomo (fear of missing out), Tina (there is no alternative to higher risk equities and credit) and BTD (buy the dip). (We are now) clearly in a bear market. At least sanity appears to be returning to central bank policymaking.“ – bto: Wir befinden uns also in einem Bärenmarkt, aber immerhin kommt die Geldpolitik zur Besinnung.
  • Having offered no convincing rationale for the continuation of their asset buying programmes long after the 2007-09 financial crisis, the central banks are now committed to raising rates and shrinking their balance sheets. That holds out the hope that after years of overblown asset prices and mispricing of risk, the information content of market prices will once again become meaningful.“ – bto: Ich teile die Hoffnung des Autors nicht. Ja, es wäre sehr wünschenswert, aber es ist unrealistisch. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Notenbanken wieder voll auf das Gaspedal steigen.
  • The biggest indication of a semblance of normality is the decline in the number of negative yielding bonds across the world, down to about 100 compared with 4,500 such securities last year in the Bloomberg Global Aggregate Negative Yielding Debt index. So the morally hazardous practice of paying people to borrow is on the way out, and the need to search for yield regardless of risk is becoming less intense.“ – bto: Das gilt auch, obwohl die Realverzinsung deutlich negativ bleibt.
  • „The big question is whether this all marks the end of asymmetric monetary policy (bto: der Begriff stammt von der BIZ, die seit Jahren diese asymetrische Haltung der Notenbanken kritisiert und darin eine erhebliche Ursache für Verschuldung, Blasen und Krisen sieht) (…) In the short term the answer is yes, at least in the US.“ – bto: Die Frage ist, was ist in der Eurozone zu erwarten? Ich bin skeptisch. Und wie lange halten sie es durch? Da bin ich noch skeptischer!
  • „(…) it is important to note that the real policy interest rate remains negative. (…) So while policy is being tightened it could scarcely be called tight.“ – bto: Das kann man wohl sagen!
  • The risk of policy error is high (…) The fear is that central banks may precipitate a recession at a time when global debt is at record peacetime levels. According to the Institute for International Finance, a trade body, global non-financial corporate debt rose from $81.9tn to a phenomenal $86.6tn between the third quarter of 2020 and the same quarter in 2021. This sum, equivalent to 97.9 per cent of gross domestic product, suggests a greater than usual corporate sensitivity to interest rate increases and a serious vulnerability.“ – bto: Es sind auch die privaten Haushalte hoch verschuldet und die Vermögensmärkte davon abhängig.
  • It may anyway take a recession to bring inflation back under control. (…) The global economic picture is now darkening further in the wake of the pandemic because of China. (…) This is bad news for, inter alia, continental European exporters who are also coping with the loss of the Russian market. The eurozone economy will be hard pressed to avoid stagflation.“ – bto: die aber die direkte Folge der EZB-Politik ist, wie wir wissen.
  • The Fed remains confident it can engineer a soft landing. That will require luck as well as judgment, which has not been much in evidence of late. There remains a real possibility of recession, which could breed panic in central banks and thus a return to asymmetric monetary policy and yet more quantitative easing.“ – bto: Genau darauf setze ich, es wird zum ultimativen inflationären Impuls kommen.
Kommentare (17) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Ueber Zentralbankpolitik und Preiserhoehungen werden zur Zeit Unmengen von Artikeln geschrieben. Dabei ist noch nicht einmal klar, ob es sich bei den beobachteten Preissteigerungen tatsaechlich um Inflation als monetaeres Phanoemen, das auf den Geldmengenueberhang zurueckzufuehren ist, handelt oder um die Auswirkungen realer Angebots- und Nachfrageschocks. Denn dass sich real mit Corona und jetzt dem Krieg einiges geaendert hat, duerfte wohl ausser Zweifel stehen.

    Damit wissen die Zentralbanken zum jetztigen Zeitpunkt nicht, was sie genau wie “bekaempfen” sollen. Dennoch muss jetzt sofort etwas getan werden, um Handlung (-sfaehigkeit) zu demonstrieren, wie jeder gute Unternehmensberater weiss – auch wenn sowohl das Problem und die Loesung unklar sind.

    Versteht man das Problem dann irgendwann, ist es zu spaet, denn Zentralbankmassnahmen wirken normalerweise mit einiger Verzoegerung. Also, was tun?

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Rolf Peter

      >Damit wissen die Zentralbanken zum jetztigen Zeitpunkt nicht, was sie genau wie “bekaempfen” sollen.>

      Das wissen sie sehr wohl.

      Was sie NICHT wissen bzw. kennen:

      Das ERGEBNIS ihrer Maßnahmen.

      Sie kennen es nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt nicht, sondern sie kennen es NIE.

      Sie können es nie kennen, weil andere Akteure auch Maßnahmen ergreifen, die auf ihre Maßnahmen WIRKEN.

      Antworten
  2. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Notenbanken wieder voll auf das Gaspedal steigen.“

    Erst einmal die Frage:

    WAS tun sie jetzt und WARUM tun sie es?

    Zum Was:

    „The big question is whether this all marks the end of asymmetric monetary policy … In the short term the answer is yes, at least in the US.“

    Zum Warum:

    Powell hat gestern die klare Ansage gemacht, dass die Fed eine restriktive Geldpolitik so lange verfolgen werde, bis es klare und überzeugende Anzeichen dafür gebe, dass der Preisauftritt nachlasse. Wenn erforderlich, würde die Fed AGRESSIVER vorgehen, niemand sollte an ihrer Entschlossenheit zweifeln.

    Klingt nach „Whatever it takes …”

    Der Grund ist verständlich:

    Eine NICHT mehr einzufangende Preis-/Lohn-/Preisspirale wäre das größte denkbare Desaster.

    Das sieht auch Frau Schnabel von der EZB so.

    Die EZB wird auch deshalb der Fed folgen, vor allem aber, weil die Abwertung des Euro gegenüber dem USD ein INFLATIONSTREIBER ist.

    Folge:

    “There remains a real possibility of recession, which could breed panic in central banks and thus a return to asymmetric monetary policy and yet more quantitative easing.“

    Das ist überhaupt nicht ausgeschlossen, siehe eingangs zitierte Auffassung.

    Es gibt kluge Leute – Pisany-Ferry und Blanchard − die dies antizipieren und einen AUSWEG suchen:

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/geldpolitik-mit-diesen-radikalen-schritten-wollen-zwei-oekonomen-die-inflation-druecken/28347376.html

    Der Staat solle mit den Tarifpartnern einen Pakt schließen, der diese davon abhält, eine Lohn-Preis-Spirale in Gang zu setzten.

    Leistung des Staats dafür:

    MEHR Staatsverschuldung – was der günstigen Zinsen wegen möglich sei – für die Finanzierung von Entlastung zugunsten der BEDÜRFTIGEN mit der Präferenz von Einmalzahlungen, gemessen an Einkommensschwellen.

    Die Realität:

    In Deutschland und anderswo ist der Staat schon mit ENTLASTUNGSPAKETEN in Vorleistung getreten.

    Was die andere Seite will, hat für die deutschen Gewerkschaften deren neue Chefin Fahimi klar gesagt:

    ZULANGEN – zumindest bei den Lohnforderungen.

    Ist ja auch klar:

    Mit dem Staat MUSS man keinen Pakt schließen.

    Denn der MUSS auch ohne Pakt liefern, wenn er nicht noch den Rest des Vertrauens der Bevölkerung verlieren will.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Der Staat solle mit den Tarifpartnern einen Pakt schließen, der diese davon abhält, eine Lohn-Preis-Spirale in Gang zu setzten.

      Leistung des Staats dafür:

      MEHR Staatsverschuldung – was der günstigen Zinsen wegen möglich sei – für die Finanzierung von Entlastung zugunsten der BEDÜRFTIGEN mit der Präferenz von Einmalzahlungen, gemessen an Einkommensschwellen. ”

      Ein außerordentlich schlechter Deal für die Gewerkschaften. Wieso sollten die so dumm sein, Forderungen nach dauerhaften Lohnerhöhungen im Tausch gegen “Einmalzahlungen” aufzugeben?

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Wie wäre es denn damit, ERST einmal zu verstehen, was der Vorschlag BEINHALTET, bevor geurteilt wird, dass dies eine SCHLECHTER Deal sei.

        Ich versuche, Ihnen darzulegen, WAS hier zu verstehen ist.

        Die Prämisse – ob richtig oder falsch – ist, dass eine Lohn-Preis-Spirale das GRÖSSTE Übel ist (unausgesprochen: für ALLE in der Gesellschaft).

        Also muss es das Ziel derer, die Verantwortung für alle in der Gesellschaft haben, sein:

        Verhinderung der Lohn-Preis-Spirale.

        Daher das Angebot des Staats an beide Tarifpartner:

        Ich, der Staat unterbreite ein Angebot, das euch BEIDEN einen Grund gibt, vom SCHLIMMSTEN für alle – also auch für EUCH – Abstand zu nehmen, d. h. eben keine Lohn-Preis-Spirale in Gang zu setzen.

        Zum Verstehen:

        Wenn eine Lohn-Preis-Spirale in Gang kommt und nicht mehr durch verträgliche Maßnahmen zu bremsen ist, dann wird es JOBVERLUSTE und GEWINNEINBRÜCHE geben, was beide Tarifparteien nicht wollen können.

        Zum Verstehen:

        Das Angebot ist KEINES, das VIEL von den Gewerkschaften vertretenen Arbeitnehmer besserstellt. Wenn überhaupt, stellt es nur die Geringverdiener besser.

        Zum Verstehen:

        Wenn die Tarifparteien das Angebot annehmen, gibt es KEINEN Grund für Lohn- und Preiserhöhungen der am WENIGSTEN Verdienenden wegen.

        Denn die werden ja vom Staat „entschädigt“ für die durch Inflation höheren Lebenshaltungskosten.

        Zum Verstehen:

        Wenn ihr, die Tarifparteien, Eueren Part einlöst, also keine Lohn-Preisspirale in Gang setzt, ist der Masse der Arbeitnehmer zwar augenblicklich, d. h. bei der herrschenden Inflation nicht geholfen, aber da sie NOCH erträglich ist für sie, die nicht Geringverdiener sind, kann der Weg des ABBAUS der Inflation durch MODERATE Lohn- und Preisehöhungen – anhaltende Angebotsverknappung außen vor – ohne NOT eingeschlagen werden Dies auch, wie dargelegt zu euerem Vorteil (Arbeitsplätze und Gewinne).

        Darum geht es im WESENTLICHEN.

        Der Vorschlag ist auf seine STIMMIGKEIT hin zu bewerten.

        Einen Grund, warum die Gewerkschaften ihn vermutlich nicht annehmen werden, habe ich genannt. Er liegt darin, dass m. A. n. das Handeln des Staats bei Inflation ANDERS verstanden werden muss, als es der Vorschlag nahelegt:

        Der Staat wird nicht als VERTRAGSPARTNER verstanden, sondern als LIEFERANT, der kompensieren muss.

        So auch das SELBSTVERSTÄNDNIS der Politiker.

        Lindner nach der NRW-Wahl mit der ERKLÄRUNG für das Debakel der FDP:

        Die Rentner wurden im Entlastungspaket nicht berücksichtigt.

        Kein SPD-Politiker sagt das, sondern LINDNER – soweit sind wir schon.

        Wie auch immer:

        Das KONSTRUKT, auf Lohnerhöhungen zu verzichten, UM SCHLIMMERES zu vermeiden, eben den Verlust von Arbeitsplätzen, haben die Gewerkschaften immer wieder praktiziert in den letzten Jahrzehnten:

        MODERATE Abschlüsse für ARBEITSPATZGARANTIE.

        Das ist VERNÜNFTIG und als vernünftig auch KONKRET einsehbar, wenn der EIGENE Job auf dem Spiel steht.

        Wenn dies nicht die unmittelbar erfahrbare Situation ist, stehen die Chancen eher schlecht, dass Vernunft hier eine Chance hat.

      • markus
        markus sagte:

        @RO:

        Ein ausgesprochen schlechter Deal für die Gewerkschaftsmitglieder, aber ein guter Deal für den Gewerkschaftsboss. Frei nach Neil Armstrong.

      • Joerg
        Joerg sagte:

        @Herr Tischer
        zu “Der Staat wird nicht als VERTRAGSPARTNER verstanden, sondern als LIEFERANT [f. Inflationsausgleich], der kompensieren muss.”

        Naja, LIEFERANT das waere ja noch harmlos.

        Ich wundere mich, warum kaum einer auf das exorbitant hoehere Steueraufkommen (zZ 20% Q1’22 vs Q1’21) des dtsch Staates DURCH die mitverursachte Inflation hinweisst? (zB durch zu strickte/lange Lockdowns, Billigung/Duldung der europ. Geldmengen und Verschuldungsausweitung, kurzsichtige Energiepolitik, Interventionsspiralen)?

        Die steuerlichen Regelungen sind doch absichtlich so gemacht (keine Inflationsausgleiche bei Freibetraegen), dass der Staat sich einerseits mit Inflation entschuldet und andererseits durch hoehere Abgaben/Steuereinnahmen im Geld schwimmt?
        https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen/2022-04-22-steuereinnahmen-1-vierteljahr.pdf?__blob=publicationFile&v=3

        Den Vogel schiessen mal wieder manche Politikerinnen ab, die aktuell trotzdem noch Steuererhoehungen fordern …

        LG Joerg

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Joerg

        Der Staat könnte die inflationsbedingten steuerlichen MEHREINNAHMEN zurückvergüten.

        Dies ohne großen administrativen Aufwand, ziemlich genau und mit einem Ausgleich für diejenigen, deren Einkommen zu gering ist, um besteuert zu werden.

        Das ist politisch aber nicht realisierbar.

        Im WETTBEWERB der Parteien werden ALLE Einnahmen gebraucht, um GEZIELT die jeweilige Klientel zu bedienen.

        Den Leuten formelpauschal zurückzuerstatten, lässt nicht genügend Raum für Profilierung.

        Das ist nur mal ein erster Gedanke.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        Ich habe die Idee hinter dem Vorschlag schon verstanden. Vollkommen realitätsfremd ist er trotzdem.

        Sie machen mich aber neugierig: Wären Sie als Rentner bereit, reale Einbußen von ungefähr 10% Ihrer Rente hinzunehmen -und zwar als dauerhafte Absenkung Ihres Rentenniveaus, nicht nur für 1 Jahr – um die Entstehung dieser gefährlichen Lohn-Preis-Spirale abzuwenden?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Natürlich wäre ich dazu nicht bereit.

        Das muss ich auch nicht.

        Denn was Sie von mir fordern, entspricht nicht dem Vorschlag.

        Selbstverständlich können in den Tarifverhandlungen höhe Löhne und Gehälter vereinbart werden, etwa an der Zunahme der Arbeitsproduktivität gemessen.

        Es soll wegen der INFLATION jedoch nicht ZUSÄTZLICH mehr Lohn und Gehalt verlangt werden, sozusagen auf INFLATIONSAUSGLEICH hin abgeschlossen werden.

        Es geht schon um eine REALE Einbuße.

        Es ist eine für die Preis-Lohns-Spirale nach UNTEN.

        Es soll und muss keine dauerhafte sein.

        Heißt für mich:

        Ja, ich bin bereit, einmal auf eine Rentenerhöhung zu verzichten, in geringerem Umfang auch ein zweites oder drittes Mal.

        Aber nicht dauerhaft.

        Das muss ich auch nicht, genauso wenig wie das die Arbeitnehmer müssen.

        Wir müssen auf „normal“ zurück – und das dauert nicht ewig.

        Schwierig wird es dann, wenn

        a) Inflation durch Angebotsverknappung verursacht wird.

        Denn die können die Tarifpartner durch ihre Abschlüsse NICHT verhindern.

        b) Inflation durch den STAAT verursacht wird.

        Wenn der Staat durch Regulierung z. B. den Austausch von Heizungsanlagen zur Pflicht erklärt, aber nicht genügend Fachkräfte vorhanden sind, dies zu bewerkstelligen, treibt das die Löhne und Gehälter nach oben.

        Und zwar auf BREITER Front, denn es soll ja eine Transformation der gesamten Volkswirtschaft werden – von „relativen Preisänderungen einzelner Güter“ kann dann nicht mehr die Rede sein.

        Auch da können die Tarifpartner die Inflation nicht unter Kontrolle halten.

        Meine Einschätzung:

        Angebotsverknappung wird von punktuellen Ausnahmen abgesehen zukünftig nicht das Inflationsproblem sein.

        Anders der Staat, mit der Energiewende ziehen wir uns die Inflation wie einen dauernd mutierenden Virus so richtig rein.

        Alles, was das Handwerk erledigen muss, wird die Inflation treiben und durchschlagen.

        Und immer daran denken:

        Geld ist genug da, das bremst nichts aus.

        v. d. Leyen hat heute eben mal so im Vorbeigehen EUR 300 Mrd. in den Ring geworfen, um von russischem Öl und Gas unabhängig zu werden.

        Peanuts.

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ tischer 00:53
        >>Selbstverständlich können in den Tarifverhandlungen höhe Löhne und Gehälter vereinbart werden, etwa an der Zunahme der Arbeitsproduktivität gemessen. <<

        dies ist leider realitätsfremd!
        in unserer langen vergangenheit hat dies sehr selten geklappt!
        sonst gäbe auch die starke spreizung zwischen unternehmensens-, und arbeitnehmer-einkommen, nicht.

        dies ist auch einer der hauptgründe für die armut-reichtumsverteilung; – zumindest bei uns in D und EU

    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ tischer
      mit sanften maßnahmen ist diese inflation, welche real deutlich weit über 12% liegen dürfte, nicht mehr einzufangen.

      wenn dies die NB`s wirklich ernst meinen, dann geht die wirtschaft und gesellschaft vor die hunde.

      meine vermutung ist, dass es einige zinserhöhung geben wird und dann aber wieder eine umkehr,
      oder
      man geht den weg der staatsfinazierung mit niederen zinsen “irgendwie” weiter.

      fakt ist, dass die welweite verschuldung ein vielfaches höher liegt, als die wirtschaftsleistung.
      und dann noch die wirtschaft mit höheren zinsen bremsen??

      die herren über das geld können nur noch “zeitschinden”, mehr nicht mehr!

      Antworten
  3. weico
    weico sagte:

    ” bto: Genau darauf setze ich, es wird zum ultimativen inflationären Impuls kommen.”

    Für solche Impulse, empfehlen einige Ökonomen ja Gegenimpulse.

    https://www.focus.de/finanzen/eintrittsalter-muss-steigen-rente-erst-mit-70-so-wollen-oekonomen-die-inflation-bekaempfen_id_100982475.html?poc=0.27091908401777953

    Wenn man an die Transferzahlungen und den Ukraineaufbau denkt , kann die Rente ruhig auch bis 72 oder 73 warten….natürlich nur in den Ländern, die vom Euro so profitiert haben… :) :)

    https://www.focus.de/finanzen/eintrittsalter-muss-steigen-rente-erst-mit-70-so-wollen-oekonomen-die-inflation-bekaempfen_id_100982475.html?poc=0.27091908401777953

    Antworten
  4. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Kehrt die Vernunft in der Geld­politik zurück?”

    Die war nie weg. Für Bänker, hochverschuldete Staaten und diverse Cliquen und Klientelgruppen mit Direktzugang zu den staatlichen Geldtöpfen war die Geldpolitik seit der Finanzkrise immer “vernünftig”, nur alle anderen mussten unter ihr leiden. ;)

    Antworten
    • Wolfgang Selig
      Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Ott: Sehe ich auch so.Die Politiker konnten mit den neuen Schulden Wahlgeschenke verteilen,die realen Assets der Reichen haben zugelegt und wer arm oder uninformiert ist hat halt Pech gehabt…

      Antworten
  5. Ofelas Andre
    Ofelas Andre sagte:

    Nach einer neuen Phase von “billigem Geld”, die wieder kommen wird, also eine Umkehr der Zinssteigerungen, wird der Zusammenbruch und die Flucht in Sachwerte schneller stattfinden.

    Dazu gibt es seit Jahren Beiträge von Richards oder Schiff etc. Der Ausgang wird CBDC sein, und dahin soll es auch gehen. All by design.

    Antworten
  6. @foxxly
    @foxxly sagte:

    einfach mal logisch betrachtet:
    derzeit werden etwa mehr als 10 bis 20 $ neues kreditgeld aufgewendet um 1 $ wirtschaftswachstum zu erzeugen; – vor etwa 20 jahren waren es runde 4$ für 1$ wachstum; – um den karren einigermaßen am laufen zu halten,
    wo bitte soll dann ein vernunft einkehren, wenn ohne diese stete neuverschuldung alles zusammenbricht?

    außer kosmetische aktionen gibt es keine handlungsmöglichkeit, oder die fahrt in die hölle.

    natürlich gäbe es möglichkeiten wie etwa:
    bei einer systemverlängerung: streichen von schulden (nicht pauschal sondern differenziert !) teilenteigungen

    oder besser: umbau des finanzsystems, in dessen arbeitsleistung und wirtschaftswachstum keine kreditschuld sind. und kummulationsbeschränkungen von vermögen.

    Antworten

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