Inflation als Folge des „Schulden-Tsunami“?

Kürzlich stellte ich an dieser Stelle anhand der neuesten Daten des Institute of International Finance IFF fest: → Das Schulden­monster wächst un­ge­bremst

Natürlich greifen dies auch die Zeitungen auf, beispielhaft die F.A.Z.:

  • „Ende des dritten Quartals belief sich die Schuldenlast in der Weltwirtschaft auf 272 Billionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg seit Jahresanfang von 15 Billionen Dollar oder fast 6 Prozent. Bis zum Jahresende erwartet der Verband eine Schuldenlast von 277 Billionen Dollar, was 365 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, also dem „Bruttoinlandsprodukt“ der Weltwirtschaft, entspräche. Ende 2019 betrug dieser Wert noch 320 Prozent.“ – bto: Wie ich bereits sagte, dies ist schon hier besprochen.
  • „(…) seit 2016 (…) hat sich die Schuldenlast um 52 Billionen Dollar erhöht, während die Zunahme zwischen 2012 und 2016 mit 6 Billionen Dollar deutlich geringer ausfiel. Einen solchen Schuldenanstieg wie in den vergangenen vier Jahren stuft das Institute of International Finance als beispiellos ein.“ – bto: Das lag auch an der US-Regierung, die hohe Defizite fuhr, um die Wirtschaft zu stimulieren.
  • „Die Ökonomen des in Washington ansässigen Verbands, dem mehr als 400 Banken und Finanzkonzerne aus der ganzen Welt angehören, befürchten eine abnehmende Wirkung der Schulden zum Anschub von Wirtschaftswachstum. Das zeige das durchschnittliche Wachstum zwischen 2014 und 2016 von 2,8 Prozent im Vergleich mit 2017 und 2019. In diesem Zeitraum mit höherer Schuldenaufnahme lag das durchschnittliche Wachstum mit 2,9 Prozent nur geringfügig höher.“ – bto: Wir können nur den Kopf schütteln, denn schon seit Jahren nimmt der Grenznutzen neuer Schulden immer mehr ab.

Quelle: Hoisington

Kommen wir zu den Folgen:

  • „Die deutsche Staatsverschuldung wächst in der Corona-Krise zwar auch, aber das große Vertrauen der Anleger in die Finanzkraft des Bundes verschafft Bundesfinanzminister Olaf Scholz eine recht komfortable Lage. Dafür muss er sich auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Präsidentin Christine Lagarde bedanken. Denn die Zentralbank kauft seit Jahren umfangreich Staatsanleihen, was den Staaten die Finanzierung in der Pandemie deutlich erleichtert.“ – bto: Damit ist die EZB diesmal aber nicht allein, denn das machen alle Notenbanken.
  • „Mit dieser Politik ging der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn am Dienstag auf einer Investorenkonferenz des amerikanischen Vermögensverwalters Invesco scharf ins Gericht. Durch den Kauf von Staatsschulden im Volumen von 3 Billionen Euro werde die Zentralbankgeldmenge im Euroraum bis Sommer 2021 auf 5,4 Billionen Euro steigen. Das sei eine Versechsfachung gegenüber dem Niveau zur Finanzkrise 2008.“ – bto: Sinn spricht hier von M1, also der engsten Definition. Die Geldmenge M3 wächst auch, aber nicht so schnell, weil die Banken nicht so viele Kredite geben.

Und die EZB ist nicht alleine:

Quelle: Zerohedge

Allerdings ist die EZB am aktivsten relativ zur Größe der Wirtschaft:

Quelle: Zerohedge

  • Irgendwann droht seiner Ansicht nach Inflation. (Dann) könne die Geldpolitik nicht mehr bremsen. Denn die Staatsanleihen wieder an den Markt zu geben würde hohe Kursverluste und damit steigende Finanzierungskosten der Staaten auslösen.“ – bto: Es ist unstrittig, dass die Zinsen nicht steigen dürfen, weil dann alles kollabiert. Es gibt keinen einfachen Ausweg für die Notenbanken. Was sollen sie auch tun? Wir brauchen eine Schuldenrestukturierung. Doch die kommt nicht freiwillig.

Stellt sich die Frage, ist das Inflationsszenario schon so nahe oder dauert es noch eine Weile, bis das deflationäre Szenario in die Inflation umschlägt!

faz.net: „Corona-Krise löst Schulden-Tsunami aus“, 24. November 2020

Kommentare (42) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    Michael Stöcker sagte:

    „Durch den Kauf von Staatsschulden im Volumen von 3 Billionen Euro werde die Zentralbankgeldmenge im Euroraum bis Sommer 2021 auf 5,4 Billionen Euro steigen. Das sei eine Versechsfachung gegenüber dem Niveau zur Finanzkrise 2008.“ – bto: Sinn spricht hier von M1, also der engsten Definition. Die Geldmenge M3 wächst auch, aber nicht so schnell, weil die Banken nicht so viele Kredite geben.“

    Da liegen gleich mehrere Missverständnisse vor. Eine höhere Zentralbankgeldmenge wirkt sich NICHT auf M1 aus, sondern auf die Sondergeldmenge M0. Es ist die Geldmenge M1, die wächst, wenn die Banken mehr Kredite vergeben als getilgt werden oder aber die (Zentral)Banken Assets von Nichtbanken kaufen. Mit der Geldmenge M3 hat das im ersten Schritt erst einmal nichts zu tun. M2/M3 wächst zu Lasten von M1, wenn z. B. die Sparer das durch Kreditvergabe erzeugte Giralgeld ex post in längerfristige Spar- und/oder Termineinlagen umwandeln.

    Mehr zu den Geldmengenverwicklungen hier: https://soffisticated.wordpress.com/2014/06/11/m-und-ms/

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      Michael Stöcker sagte:

      Und wie Herr Tischer hier vor kurzem angemerkt hatte, ist HWS in der Tat nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit. Die monetaristischen Inflations-Irrlehren aus den 70er Jahren scheinen wohl noch immer in seinem Kopf – und vielen anderen – herumzugeistern.

      Hier noch zwei weitere Links zur Geldmengenentwicklung: https://www.bundesbank.de/resource/blob/849006/a03d5dacdc80f8a56ff5237fadcf899a/mL/2020-10-27-geldmengenentwicklung-download.pdf. Dort kann man sehr schön die Corona Maßnahmen ablesen, die die weggebrochene Nachfrage bei vielen Unternehmen ersetzt.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Die monetaristischen Inflations-Irrlehren aus den 70er Jahren…>

        Ich weiß nicht genau, WIE ich das verstehen soll.

        IN den 70er Jahren war die Inflation REAL und die Inflationstendenzen gravierend.

        Es gab sehr beachtliche Inflationsraten mit einem Höchstwert von 7,1% in 1973

        Hier:

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4917/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-seit-1948/

        Sie waren damit höher als nach der Vereinigung mit maximal 5% in 1992.

        In den 70er Jahren angesichts der damaligen Inflationsraten sehr BESORGT gewesen zu sein, würde ich nicht als Irrlehre bezeichnen.

        Dass sich Deutschland mit nur 20% Staatsverschuldung zum BIP in 1970 hätte mehr verschulden können, als es sich damals verschuldet hat, ist ein anderes Thema.

        Hans-Werner Sinn artikuliert die gegenwärtige Verschuldung VERHALTEN kritisch mit Blick auf die Folgen der Pandemiebekämpfung.

        Das ist nachvollziehbar verständlich.

        Aber GRUNDSÄTZLICHE Inflationsbedenken bezüglich der DERZEITIGEN Entwicklungen mit deflationären Tendenzen ist VERFEHLT.

        Sie schwingen bei ihm immer mit und das ist m. A. n. IRRELEVANT.

        HEUTE ist die Besorgnis von damals NICHT relevant.

        Aber man kann natürlich schon besorgt sein, wenn man – sagen wir 10 Jahre – vorausblickt.

        Das ist aber etwas anderes, auch weil die URSACHE einer zukünftigen Inflation eine andere sein wird als in den 70er Jahren.

        Die Notenbanken spielen HEUTE eine GANZ ANDERE Rolle.

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „In den 70er Jahren angesichts der damaligen Inflationsraten sehr BESORGT gewesen zu sein, würde ich nicht als Irrlehre bezeichnen.“

        Ich auch nicht. Aber inwiefern ist eine falsche Theorie hilfreich, das Inflationsproblem adäquat zu adressieren? Hier nochmals der Link zum Eingeständnis von Issing: https://youtu.be/VfL4iT7iblg?t=1320

        „Aber man kann natürlich schon besorgt sein, wenn man – sagen wir 10 Jahre – vorausblickt.“

        Man kann es nicht nur, sondern man SOLLTE es auch; und zwar insbesondere dann, wenn wir auch weiterhin zu wenig in unsere Infrastruktur investieren. 20 Jahre haben wir bereits mit LB-Überschüssen und schwarzen Nullen verplempert.

        „Die Notenbanken spielen HEUTE eine GANZ ANDERE Rolle.“

        … und betteln – ganz im Gegensatz zu den 70er und 80erJahren – nach MEHR Fiskalpolitik.

        Insofern gilt auch für die Notenbanken die Warnung von Goethe:

        Die ich rief, die Geister…

        Wir sollten uns gezielte Gedanken über eine weitere Implementierung von automatischen Stabilisatoren machen. Ein paar Ideen dazu hatte ich ja bereits präsentiert. Es ist wohl an der Zeit, dass ich meinen 10 Punkteplan mal einer Revision unterziehe.

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      Michael Stöcker sagte:

      Und zum Abschluss noch drei Aspekte aus der Rede von Isabel Schnabel, in der deutlich wird, warum M1 sich so entwickelt hat:

      „In these situations, monetary policy cannot unfold its full potential. Fiscal expansion is then indispensable in order to sustain demand and mitigate the long-term costs of the crisis. […]

      An important question in this debate is whether and how monetary policy transmission changes in the vicinity of the effective lower bound, and how this might affect the interaction between monetary and fiscal policy also outside crisis times. […]

      First, fiscal policy has become more important as a macroeconomic stabilisation tool, also once we leave the pandemic behind us.” https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2020/html/ecb.sp201124~bcaebee7c0.en.html

      LG Michael Stöcker

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    Wolfgang Selig sagte:

    @Herrn Richard Ott:

    Sie glauben, die Verlierer werden nicht enteignet, weil sie gar nichts haben? Das sind Sie Optimist. Man kann die Habenichtse immer noch mit Schulden belasten, die sie in der Zukunft abzutragen haben, damit sie gar nicht erst auf den Gedanken kommen, sie könnten sich nach dem Reset sofort unbehelligt etwas aufbauen…

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Selig

      Ich verstehe schon, worauf Sie hinauswollen, aber wie genau will der Staat in so einem Szenario an das vielleicht irgendwann in der Zukunft verdiente Einkommen der Habenichtse herankommen?

      Zwangshypothek geht ja nicht, wenn kein Grundbucheintrag vorhanden ist. Und dem zukünftigen Abzahlen von Schulden durch entsprechend erhöhte Steuern können sich die Habenichtse durch Auswandern entziehen, sobald die Abzocke zu extrem wird. Durch dem Trend zum „remote working“ ist das so einfach wie wahrscheinlich noch nie zuvor.

      Um das wiederum zu verhindern, müsste man schon eine Mauer um unser Land herum bauen. Und dazu hat ja nun wirklich niemand die Absicht, schon der Gedanke daran ist völlig absurd…

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        der Kater sagte:

        Wenn Sie sich anschauen, wie mit einem Federstrich grundlegendste Freiheits- und Menschenrechte in diesem Land mit einem Federstrich weggeputzt werden, wie wenig sich Menschen, Gerichte, Journalisten, oder Abgeordnete dagegen wehren (vielmehr auch noch jubelnd mitmachen), wieviele (mal wieder) bereit sind ihre Nachbarn, Unbekannte im Park, Kollegen, etc. zu denunzieren und zu verraten, usw. usf. Da halte ich hier nichts mehr (absolut gar nichts mehr) für unwahrscheinlich.

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        Gregor_H sagte:

        @Kater
        Wohl wahr!
        Es lebt kaum noch jemand von denen, die die letzte „Gleichschaltung“, den darauffolgenden Krieg und seine Auswirkungen noch selbst erlebt haben. Ihr Berichte sind verblaßt. Die wenigen Berichte ihrer Nachfahren werden derzeit lächerlich gemacht.
        Es scheint, die folgenden Generationen müssen dieselben schlimmen Erfahrungen wohl wieder selbst machen.

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        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Der schwache Staat ist politisches Ziel anarchistischer Marxisten, auch wenn sie selbst die ersten Opfer der neuen Ordnung sind.
        Dieses Erlebnis hat bei „Jennifer Rostock“
        https://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/kumpel-von-jennifer-rostock-saengerin-brutal-ueberfallen keine Zweifel ausgelöst, man bleibt sich treu (zur Afd) youtube.com/watch?v=GICbuIHMGrQ , sie ist natürlich keine „Hengstin“ sondern ein Opfer youtube.com/watch?v=aKf5jqfoxIE

        Kein Engagement gegen die Mehrheit, man will es.

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        Wolfgang Selig sagte:

        @Herrn Ott:

        Das geht über Einkommensteuern, Sozialversicherungen, Zwangsarbeit (wie z.B. Wehrdienst, Zivildienst, „streiche das „f“ bei „Freiwilliges Soziales Jahr“), Verschiebung des Renteneintrittsalters, Kürzung von Pensionsansprüchen bei Beamten, Erhöhung der Erbschaftsteuer für noch nicht ererbte Vermögenswerte, usw. Keine Sorge, da fällt der Politik schon etwas ein. Und eine Mauer um das Land dürfte es nicht brauchen, denn in den anderen westlichen Ländern sieht es ja nicht wirklich besser aus. Außer Sie wandern in ein Land aus, in das Sie aus Gründen der persönlichen Sicherheit vielleicht lieber doch nicht auswandern sollten.

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    Dietmar Tischer sagte:

    >bto: Es ist unstrittig, dass die Zinsen nicht steigen dürfen, weil dann alles kollabiert. Es gibt keinen einfachen Ausweg für die Notenbanken. Was sollen sie auch tun? Wir brauchen eine Schuldenrestukturierung. Doch die kommt nicht freiwillig.>

    Richtig, wir BRAUCHEN eine Schuldenrestrukturierung, weil es nicht EWIG so weiter gehen kann.

    Auch richtig, dass die NICHT freiwillig kommt, weil NIEMAND freiwillig viele Verlierer schaffen will.

    Die Entschuldung kommt aber ZWANGSWEISE gewollt – als INFLATION.

    Zwangsweise, weil es nicht nur keinen einfachen Ausweg, sondern KEINEN Ausweg für die Notenbanken gibt. Es würde ja alles kollabieren.

    Die zwangsweise Geldschöpfung der Notenbanken wird zu INFLATION führen.

    Inflation ist der ERPROBTE Mechanismus für Entschuldung.

    Die Staaten vermitteln durch ihre Verschuldung, dass er WIRKSAM wird.

    Wir sind auch in Deutschland auf einem guten Weg.

    Hier:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neuverschuldung-des-bundes-steigt-auf-etwa-180-milliarden-euro-17071613.html

    Daraus:

    „Die Verlängerung des Teil-Lockdowns und der Hilfen für die betroffenen Betriebe bis Ende Dezember treibt die Neuverschuldung des Bundes weiter in die Höhe. Das Defizit steigt nächstes Jahr nunmehr sogar in die Größenordnung von 180 Milliarden Euro. Das verlautete am Donnerstag aus dem Bundestag. Das wären nochmals 20 Milliarden Euro mehr, als das Bundesfinanzministerium am Sonntag vorgezeichnet hatte – und fast doppelt so viel wie im Haushaltsentwurf vor gerade einmal zwei Monaten vorgesehen war.“

    Nahezu Verdoppelung der Neuverschuldung in zwei Monaten und 20 Mrd. Euro mehr in vier Tagen:

    Da geht doch was, oder?

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    Zweifler sagte:

    „… Stellt sich die Frage, ist das Inflationsszenario schon so nahe oder dauert es noch eine Weile, bis das deflationäre Szenario in die Inflation umschlägt!…“

    Experten sollten Antworten geben, statt Fragen zu stellen.

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      troodon sagte:

      @ Zweifler
      Es gibt Fragen die aktuell nicht zu beantworten sind. Und es kann einen Experten durchaus auszeichnen, wenn er dies akzeptiert.
      .
      Aber klar, man kann auf Kralle machen, dann hat man mit knackigen Aussagen eine große Fanschar. Die interessieren sich dann auch nicht mehr wirklich dafür, ob die Prognosen sich als richtig herausstellen. Denen reicht dann ein GLAUBEN an ihren Propheten.

      Das können Sie halten wie Du willst.

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        Zweifler sagte:

        @troodon

        „… Es gibt Fragen die aktuell nicht zu beantworten sind…“

        Dann sollte man aufhören, sich zwanghaft immer dieselben nicht zu beantwortenden Fragen zu stellen. Zeitverschwendung.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @zweifler
        Es ist sinnvoll sich Fragen, die man aktuell nicht beantworten kann, nach gewissen Zeitabständen wieder zu stellen. Alles ist im Fluss…
        Und nur weil man Fragen nicht mit hoher Sicherheit beantworten kann, kann es trotzdem sehr sinnvoll sein Wahrscheinlichkeiten abzuwägen, in welche Richtung das Pendel zukünftig ausschlägt.

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      foxxly sagte:

      @ zweifler 13:38
      ich hatte schon irgenwo dauf eine antwort gegeben:
      in verschiedenen branchen und sektoren haben wir jeweils eine deflatorische und in anderen eine inflatorische wirkung
      untern strich haben wir ca 20% inflation (geldmengenwachstum minus wirtschaftswachstum !

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    Gnomae sagte:

    Als Gegeben wird man hinnehmen müssen, dass eine Tilgung der Staatsschulden unwahrscheinlich ist. Wenn die Geldmenge M3 langsamer wächst, dürfte es bei einer moderaten, durchschnittlichen Inflation einige Jahre bleiben. Die Zentralbanken halten die Zinsen konstant niedrig, so dass die Staaten nicht kollabieren werden. Die großen Nutznießer dieses Szenarios sind alle Akteure, die sich günstig Zentralbankgeld leihen können und damit Aktiva erwerben können. Dies bewirkt eine gigantische Umverteilung von Vermögen, weg von den Normalverdienern hin zu den großen Konzernen und den Großinvestoren. Die Schere zwischen arm und reich weitet sich daher statistisch erheblich aus, muss aber nicht heißen, dass der Lebensstandard deshalb sinken wird. Es könnte also noch Jahre auf diese Weise weitergehen.

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    Mr. Dave sagte:

    „Denn die Staatsanleihen wieder an den Markt zu geben würde hohe Kursverluste und damit steigende Finanzierungskosten der Staaten auslösen.“ – gemäss meinem Verständnis erhöht das schon die Finanzierungskosten der Staaten, aber auch deren Einnahmen, was Prof. Sinn nicht anspricht, einerseits weil davor ein Overshooting der Inlation die Einnahmenseite gegenüber der Verbindlichkeiten deutlich gestärkt hat, und andererseits werden die Gewinne der EZB ja auch wieder an die Staaten ausgeschüttet: https://www.ecb.europa.eu/explainers/tell-me-more/html/ecb_profits.de.html. D.h. die EZB macht dann vielleicht Kursverluste durch den Verkauf der Staatsanleihen zu einem geringeren Wert als dem Einkaufswert, aber sie macht auch wieder höhere Gewinne durch die höheren Zinseinnahmen. Die Frage ist meiner Ansicht nicht, was der Effekt einer Bremsung der Inflation durch höhere Zinsen für die Staaten ist, sondern für die Privatwirtschaft. Oder habe ich da etwas übersehen?

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    troodon sagte:

    „Irgendwann droht seiner Ansicht nach Inflation.“
    Damit kann man nicht falsch liegen… leider ziemlich sinnfrei

    Aktiva zu BIP bei der FED „nur“ 34% , EZB ~66%, BOJ 137%…
    Man darf gespannt sein, welche Bazooka 2.0 Lagarde am 10.12 rausholt … da geht doch noch was

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    foxxly sagte:

    in diesen kreditgeldsystem ist exponetielles wachstum und verschuldung zwingend. dabei wächst die verschuldung stärker, als das wachstum.
    warum aber ist die geldmenge ein vielfaches vom wachstum incl. dessen verschuldung, extrem gestiegen. dieses geld ist vielfach in den anlagesektor, incl derivate etc. geflossen. war dieser teil der verschulung notwendig?
    man spricht von einer „derivate-atombombe“ (warren buffet)

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    Alexander sagte:

    „….. oder dauert es noch eine Weile, bis das deflationäre Szenario in die Inflation umschlägt“

    Von Deflation reden heißt nicht Deflation erleiden. Bisher geschah relativ NICHTS.

    Von Deflation würde ich dann sprechen, wenn massenhafte Firmenzusammenbrüche die Arbeitslosenzahl verdoppeln und Berlin in Raserei beginnt um sich zu schlagen.
    Der shutdown ist wichtigste Zutat für eine Weltdepression.

    Aus dieser Tollwut erwarte ich unkontrollierte Inflation mit der man die Überlebenden der Deflation in die Pleite schickt.

    –> Für Korrekturen von Denkfehlern bin ich immer dankbar.

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      Richard Ott sagte:

      @Alexander

      „Aus dieser Tollwut erwarte ich unkontrollierte Inflation mit der man die Überlebenden der Deflation in die Pleite schickt.“

      Beides kurz hintereinander (in welcher Reihenfolge auch immer) maximiert den Gewinn für denjenigen, der am Ende noch liquide ist und die Rest-Assets aufkaufen kann. Die Frage ist nur, in was dann die Bezahlung erfolgt? Scheffel voll Weizen vielleicht?

      Davon abgesehen: Bei bestimmten Assets sehen wir doch schon längst heftige Inflation. Immobilien in Deutschland haben sich in den letzten Jahren viel mehr verteuert als der Becher Joghurt im Supermarkt – aber wer braucht schon Immobilien, nicht wahr? ;)

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      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Was Sie beschreiben war der Boom Zyklus, denn aus dem Vermögensgewinn durch Inflation entstand Nachfrage nach Premium Kfz der letzten Schlüsselindustrie – zuletzt Single Malt konsumierende Tesla Game-Winner…..world wide.

        „maximiert den Gewinn für denjenigen, der am Ende noch liquide ist“

        Was kauft der Liquiditätsfetischist (metoo)? Traktoren? LKW? PKW? Ackerland? Produktionsmaschinen? Lebensmittel? PTB Schreckschußwaffen?

        Es könnte nämlich sein, dass der Deflation-/Inflationsschock die Infrastruktur ihrer Invests resetet, d.h. ohne Service fällt der Wert wegen Centartikeln auf Null.

        Ich fürchte eine Lektion für alle die sich für schlauer halten als den „Markt“…..der durch diese Politik dominiert wird.

      • Avatar
        Bauer sagte:

        @ R. Ott, @ Alexander

        Und vergessen Sie bitte nicht die Blase an den Finanzmärkten. Das ist die Parallele zu den Immobilienmärkten, nur eben bereits virtuell und gefährlicher, da mehrfach beweglicher und reaktionsschneller.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        Ja. Wobei ich da noch eher den Einwand gelten lassen würde, dass man auch gut ohne Aktien überleben kann. Ohne Wohnung ist das schon viel schwieriger.

        @Alexander

        „Was kauft der Liquiditätsfetischist (metoo)? Traktoren? LKW? PKW? Ackerland? Produktionsmaschinen? Lebensmittel? PTB Schreckschußwaffen?“

        Bei so konkreten Investitionen kommt es drauf an, wie viel Liquidität Sie genau haben und was Sie selbst können. Ich bin kein Landwirt, mit Traktoren oder Ackerland kann ich also nichts anfangen und ich habe auch nicht vor, in die Landwirtschaft einzusteigen. Für die Selbstversorgung brauche ich hier auf dem Land nicht extra Ackerland aufzukaufen.

        Produktionsmaschinen sind da schon viel interessanter für mich, bei Ihnen kann das aber völlig anders aussehen. Vielleicht sind Sie ja Lebensmittel-Großhändler und können irgendwo tatsächlich ein großes Getreidelager anlegen und auch bewirtschaften?

        LKW und PKW sollten Sie nicht en gros einkaufen, wenn Sie die nicht alle sofort selbst nutzen können. Viel zu großer Wertverlust. Gibt schnell Probleme, wenn man sie nicht regelmäßig bewegt.

        Waffen brauchen Sie nur, wenn Sie selbst auch welche benutzen können. Oder als Waffenhändler anfangen und Ihre eigene Privatarmee aufbauen wollen – die Sie schon zu Ihrer eigenen Sicherheit bräuchten, wenn sich erstmal herumgesprochen hat, dass Sie ein Waffenlager haben.

        Zum Liquidität längerfristig parken halte ich Gold immer noch für am besten geeignet, und statt direkt Assets aufzukaufen ist es meistens auch bequemer, Aktien von Firmen zu kaufen, die werthaltige Assets haben, trotz der mittlerweile offensichtlichen Überbewertung. Meine Heuristik dabei ist, dass ich grundsätzlich regelmäßige und substantielle Dividendenzahlungen erwarte, weil sich Dividendenausschüttungen an mich nur sehr schwer faken lassen ohne dass ich es merke, egal wie viel kriminelle Energie der Unternehmensvorstand hat. So ist die ganze Wirecard-Betrugsmasche an mir vorüber gegangen, aber bei den amerikanischen Growth-Superstars bin ich auch nicht investiert. Das ist halt die Konsequenz, wenn man auf Value und Dividenden setzt.

        Von allen Alternativen sind das meiner Meinung nach die am wenigsten schlechten. Staatsanleihen sind am schlechtesten, und irgendwelche komplexen Anlageprodukte, in denen Anleihen drin stecken und die dann nochmal für zusätzliche Verwaltungs- und Vermittlungskosten verkauft werden („Anleihefonds“, Lebensversicherungen), sind am allerschlechtesten.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ Alexander
        Wer daran glaubt, dass Tesla in etlichen Jahren an der Volumensspitze der weltweiten PKW,LKW,Transporter Hersteller steht + noch reichlich Umsätze in anderen Bereichen generiert, ohne dass regelmäßige Kapitalerhöhungen benötigt würden, der kauft eben Tesla weiter hoch.
        Man darf daran berechtigte Zweifel haben. 100%ig ausschließen kann man das Positivszenario aber auch nicht.

        GLAUBEN reicht bei der Liquidität an den Finanzmärkten aktuell aus…Storytelling
        The trend is your friend, until the end when it bends.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @troodon

        Die innere Logik von Aktienanlage spricht für sich; darüber hinaus interessiert mich Wer? diese Logik Warum? vertritt.

        Horst „unterblog“ L. ist für mich das Paradebeispiel eines solchen Anlegers, der sich mit allen Wassern gewaschen von vergangenen Erfolgen getragen für stürmische Zeiten fit fühlt…. Seine Generation ist aus den gleichen Gründen „Entscheider“ auf allen Konzernebenen unserer Aktienindizes….die Jüngeren entsprechend dem Nachholbedarf aggressiver.

        +@Richard Ott
        Für mich steht fest, dass sich der Staat aus dem Eigentum der Überlebenden (Gewinner) bedienen wird „um eine neue Währung besichern zu können“ wie es Heinsohm am Ende seiner Trilogie über die Zukunft der Finanzkrise auf den Punkt brachte (2011)…

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Grundsätzlich erwarte ich das auch, aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob wir an dem Punkt, wo es eigentlich zur „Enteignung der Gewinner zur Besicherung einer neuen Währung“ kommen müsste, noch einen handlungsfähigen Staat haben werden.

        Die Stadt Berlin scheitert heute schon daran, ein funktionierendes System fürs Einwohnermeldewesen aufrecht zu erhalten. Eine Währungsreform ist viel komplexer als so eine vergleichsweise simple Verwaltungsaufgabe.

        Wenn Sie einen Blick in Deutschlands Zukunft wollen, dann schauen Sie doch in den vielfältigen und bunten Libanon, wo im Sommer das jahrelang vom libanesischen Zoll vergessene Düngemittellager explodierte und einen ganzen Stadtteil Beiruts verwüstete. Zufällig geht der jetzt gerade pleite. Ob dieser dysfunktionale Staat noch eine Währungsreform zustande bekommet? Wen interessierts, wenn es nicht klappt, gibt es halt eine Ersatzwährung. Aktuell ist da wahrscheinlich der US-Dollar der beste Kandidat für den Libanon. Im Falle eines Zusammenbruchs der Eurozone wäre es entweder der US-Dollar oder Gold, je nachdem, was genau in den USA passiert.

        Trotzdem ist es immer noch besser, zu den Gewinnern zu gehören als zu den Verlierern. Die werden nicht enteignet, weil sie gar nichts haben. Keine schöne Ausgangsposition.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        David Engels hat über ein Szenario von Kontrollverlust europäischer Staaten nachgedacht und hält regional begrenzte Bürgerkriege für möglich. Es geht dabei darum regional neue Machtmonopole aufzubauen um Steuersysteme (Schutzgeld..) einzurichten. Wer sich nicht unterwirft – geht oder kämpft.

        Frankreich mit ~ 170 no go areas für Staatsbeamte, hat das größere Problem als die BRD. Dass sich Ü50 Polizeibeamte nicht gegen junge Männer aus Familienclans durchsetzen dürfen, macht die Sache nicht einfacher, Schikanen gegen die Anhänger von Grundrechten dafür umso peinlicher.

        Von einem Staat der sich schwach gibt und unnachgiebig gegen Zweifel in seiner Deutungshoheit ist kein persönlicher Schutz und erst recht kein Eigentumsschutz zu erwarten.

        In Brasilien werden die Raubüberfälle in Wohnungen mit Folter beschleunigt um letzte Verstecke zu erfragen. Bolsonaro hatte seine Gründe den Waffenbesitz zu erleichtern und wird natürlich für verrückt erklärt. Bsp.: https://youtu.be/bzN_tcK0NzI

        Ziemlich schwierige Aussichten für Anleger.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        „Von einem Staat der sich schwach gibt und unnachgiebig gegen Zweifel in seiner Deutungshoheit ist kein persönlicher Schutz und erst recht kein Eigentumsschutz zu erwarten.“

        Das dahintersteckende Prinzip hatte schon Ihr Namensvetter Solschenizyn erkannt:

        „Ein marxistisches System erkennt man daran, dass die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert.“

        Führt am Ende halt zum Staatszerfall weil sich die Kriminellen anders als es die „wissenschaftliche Theorie“ vom Marxismus-Leninismus vorhersagt überhaupt nicht für die Ziele des Marxismus interessieren. Tja.

    • Avatar
      f sagte:

      @ alexander
      …. wenn es zombi-unternehmen gibt, dann sind dessen pleite nur eine fragen von zeit.
      andererseits gibt es bereits massenhaft verdeckte arbeitslosigkeit und geringst verdiener.
      inflation und deflation sind bereits in verschiedenen segmenten markant vorhanden.
      zusammen, gemessen an dem geldmengenwachstum, abzüglich wirtschaftswachstum, -so haben wir aktuell etwa runde 20% inflation!

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        Alexander sagte:

        @f

        Zombieunternehmen werden von Banken geduldet, weil auch Banken auf Inflation spekulieren, d.h. man rechnet mit Wertzuwächsen aus verpfändeten Phantomsicherheiten – die sogar neue Handlungsfähigkeit des Zombies versprechen…

        Diese Spekulation trifft auch auf die Immobilien der Zombiemitarbeiter zu, deren verpfändete Wohnungseigentümer durch Zombiepleiten jenen Markt belasten würden – der im Falle einer Infla zusätzliche Nachfrage stellen könnte….

        Böse Deflation lese ich als Vernichtung von Phantomsicherheiten (Immo, Aktien) durch eine Wirtschaftskrise, die keine Bewertungsphantasie mehr erlaubt – nach der xten Welle von Covid-ff.
        Die schlauen Anleger würden flüchten und Banken wie Zombies keine Wahl lassen….messbar in rasch steigender Arbeitslosigkeit.

        Die Erwartungen über die Folgen der Pandemie gehen bis 10 Mio Arbeitslose + ohne Chance zu schummeln…

        In so einem Szenario geht „Berlin und Co.“ – all in – und es regnet Geld über den Bankensystemen. Der Verlust von Verbrauchervertrauen besorgt den Rest….beginnend von den Schwellenländern zum Kern der Weltwirtschaft (vgl. Martin Armstrong)

        Bisher war quasi nix, trotz der Übertreibungen und der unfairness gegen die „loser of competition“.

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        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander (00:06)
        Wird in den Medien nicht mehr berichtet: Montpellier letzte Woche, neu installierte Überwachungskameras wurden von banieleu-Clans mit Baggern geschrottet unter Beifall der Balkonfilmer.
        Auf dem Land haben “ Blitzer“ keine lange Lebensdauer, genüsslich wird die Technik des Abfackelns bei rouge-ordinaire erzählt & verfeinert. Vor Ort:
        Ein zahlungs-säumiger Holzhändler wurde nachts überfallen, an seinen Chefsessel gefesselt und mit Kettensäge zur Herausgabe des Tresor-Inhaltes gezwungen.
        Die Einschläge kommen näher, der Gendarmerie mangelt es an “ Benzingeld“, um sich in ländlichen Gebiete blicken zu lassen. Der Firnis von Zivilisation ist hauchdünn & wir haben es immer gewusst.

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        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Was macht ein Unternehmer, der gebeten wird zwei Cousins für 5000€ monatlich zu beschäftigen – gegen Beratungsdienstleistung?

        Wer seinen Standort nicht einfach verlegen kann, verkauft die Immobilie gern an den Onkel der Cousins zu 1/4 des Marktpreises…auch diese Form von Defla ist natürlich.

        Europäische Target2 Fluchtanleger müssen möglicherweise ihre Investments in den Metropolen der Republik schnell nachkalkulieren….umgekehrt würde ich würde in Palermo keine Eigentumswohnung kaufen.

        Beruhigend, wenn Geldschöpfung diese Gedanken in Gewinne umkehrt.

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      Dr. Lucie Fischer sagte:

      @Alexander, 9:24
      Was soll der Unternehmer nur tun, wenn sich zwei Cousins als “ Berater“ für schlappe 5000€ empfehlen?
      Zuerst mal die Familiendynamik analysieren, “ Wer Familie hat, braucht keine Feinde“-
      wer Patientenschicksale kennt, respektiert diese Heuristik.
      Dann den beiden Knaben den Best-Seller “ Rich-dad/ poor-dad“ schenken und zum Gespräch ins Chefbüro bitten, Havanna griffbereit.
      “ Berater “ werden selten wirklich benötigt, ein Wochenende alleine zum Nachdenken/ Selbst-Supervision/ ohne Smartphon in netter Absteige klärt die Gedanken. Berater sind wie “ Experten für Glück“ ( die einen unglücklichen Eindruck hinterlassen) oft überflüssig, die “ Coaching-Idee“= reine Modeerscheinung.
      Havanna: Camila Codeo ( = Kontrast zu gender-girls)
      http://www.youtube.com/watch?v=BQ0mxQXmLsk&list=FLaBIQOgARLjnEcaToiEXOpa&index795

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