Fratzscher zur Aushölung unseres Wirtschaftssystems

Klar bin ich der Meinung, dass unser eigentlich sehr erfolgreiches Wirtschaftsmodell ausgehöhlt wird. Durch einen Staat, der immer mehr Geld umverteilt, überwiegend innerhalb derselben Schicht und dabei jegliche Zukunftssicherung über Bord wirft. Hinzu kommt dann noch der Wahn, auf eigene Faust ohne jegliche Rücksicht auf die wirtschaftliche und ökologische Sinnhaftigkeit eine radikale Klimapolitik durchsetzen zu müssen. Hier letzte Woche am Beispiel des Kohleausstiegs erneut gezeigt.

Wenig überraschend bringt der Kollege Fratzscher, dem ich aufgrund seiner Twitter-Blockade ja nur begrenzt folgen kann, diese Punkte in seinem kleinen Artikel nicht. Er jammert stattdessen über die Symptome:

  • „Einem seit neun Jahren anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung und kontinuierlichen Beschäftigungsrekorden stehen in Deutschland einer der größten Niedriglohnsektoren in Europa und eine steigende Armutsrisikoquote gegenüber.“ – bto: Der Niedriglohnsektor hat es vor allem Nichtqualifizierten ermöglicht, zu arbeiten. Die steigende Armutsquote findet sich halt nicht bei der OECD und selbst wenn, ist es kein Wunder, wenn man vor allem solche Zuwanderung fördert. 
  • „Rund 40 Prozent der Deutschen besitzen keine Ersparnisse und keine Altersvorsorge und in keinem anderen Land Europas ist es so schwer, über Bildung den sozialen Aufstieg zu schaffen, wie die OECD regelmäßig konstatiert.“ – bto: Ersteres hat mit den hohen Abgaben zu tun und der schlechten Geldanlage. Letzteres ist ja wohl eindeutige Folge des Versagens der Politik bei der Bildung, die Standardsenkung mit besserer Bildung verwechselt. Hinzu kommt auch hier der überproportionale Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Hier zeigt sich, was passiert, wenn bildungsferne Menschen zuwandern und ohne sich zu integrieren in Parallelgesellschaften Kinder bekommen, die sich dann auch nicht integrieren. Da wäre anzusetzen.
  • Wenn es während des Booms nicht gelungen ist, das Leben für untere Einkommensschichten zu verbessern, wie soll es dann in der nächsten Rezession gelingen? Die Folge wird eine zunehmende Polarisierung in unserem Land sein und es ist dringend geboten, diesen Unmut ernst zu nehmen.“ – bto: Fakt ist, dass das verfügbare Einkommen der untersten Schichten schneller gewachsen ist als jenes der Mittelschicht. Hinzu kommt, dass es gerade den Migranten deutlich besser geht als in ihren Heimatländern. Ergo: Wo ist das Problem?
  • Ein Blick auf den Niedriglohnsektor soll exemplarisch das Problem verdeutlichen. Richtig ist, dass die Arbeitslosenrate so niedrig ist wie kaum jemals zuvor. Doch trotz Wirtschaftsboom bekamen im Jahr 2017 rund acht Millionen abhängig Beschäftigte einen Niedriglohn, wohlgemerkt: für ihre Haupttätigkeit. Das sind beinahe drei Millionen mehr als im Jahr 1995. Jeder vierte Arbeitnehmer, vorwiegend Frauen, Alleinerziehende und Migrantinnen und Migranten.“ – bto: Es ist ein Supererfolg, von dem wir hier sprechen! Statt arbeitslos integriert. Das müssen wir feiern, nicht kritisieren!
  • Niederschmetternd ist vor allem der Befund, dass in Deutschland zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnsektor den Aufstieg in höhere Lohnsegmente nicht schaffen. Erwerbstätigkeit allein bietet also keinen umfassenden Schutz vor Einkommensarmut mehr.“ – bto: Tja, hat vielleicht was mit Bildung und fehlenden Anreizen zu tun?
  • „Lag die Armutsrisikoquote Mitte der neunziger Jahre noch bei elf Prozent, war sie 20 Jahre später im Schnitt auf rund 17 Prozent gestiegen. Im Klartext heißt das: Der vielbeschworene Aufschwung der letzten Jahre ist bei vielen nicht angekommen.“ – bto: Nimm nie eine Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. In den letzten zehn Jahren stagniert der Wert bzw. er bessert sich. Ursache ist – bekanntlich – der höhere Anteil der Migranten, wie selbst das DIW einräumen musste. Also ein echter Fratzscher: Es ist keine Lüge, es ist aber eine bewusste Irreführung. Ja, so kennen wir ihn.
  • Vier Ansätze in den Bereichen Arbeit, Bildung, Steuern und Alterssicherung müssten meines Erachtens verfolgt werden, um unsere Marktwirtschaft sozialer zu machen. Zum einen sollten wir darauf hinarbeiten, dass wieder mehr Arbeitsverträge mit Tarifbindung abgeschlossen werden.“ – bto: klar, damit wir wieder mehr Arbeitslose haben. Gute Idee.
  • „(…) mehr Anreize zur Weiterbildung geschaffen werden. Zum einen für Geringqualifizierte, die häufig im Niedriglohnsektor arbeiten. Zum anderen aber auch für die besser Qualifizierten, da es angesichts der Globalisierung und des digitalen Wandels unvermeidlich sein wird, sich kontinuierlich weiterzubilden.“ – bto: Ja, das fordere ich auch in meinem Buch. Aber wir dürfen uns keine Illusionen machen. Wenn Menschen nicht mal das Interesse haben, Deutsch zu lernen …
  • Des Weiteren sollte das Steuersystem grundlegend reformiert werden. Einkommen auf Arbeit in Deutschland werden ungewöhnlich stark besteuert, Einkommen auf Vermögen dagegen ungewöhnlich gering. Das sollte dringend geändert werden. Um Arbeit auch wieder lohnenswert zu machen, vor allem für Frauen, die den Großteil der Teilzeitbeschäftigten stellen, sollte das Ehegattensplitting abgeschafft werden. Das wird nicht nur dafür sorgen, dass die Zahl der Erwerbstätigen steigt, sondern schützt diese Frauen auch vor Altersarmut.“ – bto: Also sollen Ehepaare mehr bezahlen und die „Reichen“ auch. Was bringt das, außer noch mehr Umverteilungsmasse?
  • Dann kommt auch er – 10 Jahre nach allen anderen – mit der Staatsfondsidee. Aber natürlich schlechter: „Zum vierten schlage ich einen Staatsfonds vor, ähnlich dem Staatsfonds in Norwegen. Dieser Staatsfonds erwirbt strategisch Anteile an privaten Unternehmen – ohne sich in die privatwirtschaftlichen Entscheidungen einzumischen –, um an deren Erfolg teilhaben zu können und  die erzielten Renditen zu nutzen, um die soziale Absicherung der eigenen Bevölkerung zu gewährleisten.“ – bto: Er erwirbt eben keine strategischen Anteile, sondern diversifiziert weltweit. Es geht um Rendite, Marcel, nicht um Posten für Politiker!

Fazit: Er betont, das System zu schätzen, und kommt dann mit hinkenden Argumenten zu dem gewünschten Ziel. O. k., war auch bei der SPD-Stiftung veröffentlicht:

→ ipg-journal.de: „Unsoziale Marktwirtschaft „, 7. Juni 2019

31 Kommentare
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    weico sagte:

    Die Grün-bzw. Grün-Liberalen Parteien haben auch in der Schweiz einen richtigen „Höhenflug“. Die grösste Konservativ-Bürgerliche Partei (SVP) versucht,mit Blick auf die kommenden Parlamentswahlen (20.Okt 2019) den Blick auf die EIGENTLICHEN GROSSEN URACHEN der zahlreichen PROBLEME zu richten.Sprich die grosse ZUNAHME der BEVÖLKERUNG (weltweit) und die damit verbundenen MIGRATIONSSTRÖME.
    Ob die Werbekampagne ,in Bezug auf die Wahlen,etwas nützen wird sei dahingestellt.Eindrücklich sind die Zahlen auf Jedenfall.
    https://klimateufel.ch/

    Wer sich die neusten Zahlen,bzw. den Szenarientrichter) der UN anschaut ,der soll sich keine Illusionen über „politische Lösungen“ in „lokalen Landesfragen“ machen.In der globalisierten Welt wird schlussendlich einfach „mit den Füssen“ abgestimmt …!
    https://population.un.org/wpp/Graphs/Probabilistic/POP/TOT/900

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    Christian Anders sagte:

    Den Niedriglohnsektor per se als Erfolg zu verkaufen, ist erstaunlich kurz gedacht.

    Er ist ja nur IM Eurosystem ein Erfolg nur für Deutschland und nur am Arbeitsmarkt, wo der Aufwertungsdruck fehlt, den er unter einer DM erzeugt hätte. Das sind viele „nur“ für einen „Erfolg“! Außerdem er ist folglich teil des Problems der Divergenz der Wettbewerbsfähigkeit der Eurosystemstaaten.

    Merke: Auch ein Sektor, der nicht unmittelbar an der Produktion von Exportgütern beteiligt ist, bestimmt mit über ihre Preise und somit über ihre Wettbewerbsfähigkeit.

    Der Niedriglohnsektor hätte unter einer Währung DM die jetzigen Arbeitsmarkteffekte schlicht nicht zeigen können. Es fehlt dem Kommentar von Hr. Stelter somit logische Kohärenz, denn was er hier als Erfolg sieht, wird in mit seinen mittelbaren Folgen von ihm selbst woanders als Problem beschrieben.

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    Dietmar Tischer sagte:

    Ob es nur Symptome sind, über die Fratzscher jammert, sei dahingestellt.

    Er jammert jedenfalls, weil ihm dies und jenes in der Gesellschaft nicht gefällt.

    Das tun andere auch, es ist nichts Neues.

    Neu ist auch nicht, dass er an diesem oder jenem Schräubchen drehen will, damit die Dinge besser werden.

    Nichts wird dadurch besser, denn es gibt nicht einmal die Mehrheiten, die ihn und seinesgleichen am Schräubchen drehen lassen.

    Was tun?

    Fratzscher in Sintra:

    >Wir brauchen ein neues NARRATIV …>

    Was auch sonst?

    Wenn man hilflos dasteht, muss man den Leuten erzählen, was sie wollen SOLLEN.

    Damit ist er nicht der erste und einzige.

    Er wird auch nicht der letzte sein, der damit keinen Erfolg hat.

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      Michael Stöcker sagte:

      @ Dietmar Tischer

      „Damit ist er nicht der erste und einzige.“

      Stimmt. Auf diese Narrative hatte insbesondere Platon mit seinem Höhlengleichnis hingewiesen und somit die Grenzen der Erkenntnis aufgezeigt.

      „Er wird auch nicht der letzte sein, der damit keinen Erfolg hat.“

      Erfolgreich ist immer derjenige, der es schafft, mittels geeigneter Narrative ein autopoietisches System zu erschaffen. Auch der monetaristische Ansatz in der Geldpolitik der Bundesbank war ein solches Narrativ, das eine Zeitlang erfolgreich war; nicht wegen des Narrativs, sondern trotz des Narrativs.

      Das aktuelle Narrativ ist an seine Grenzen gestoßen und wird insbesondere in Deutschland durch das Narrativ des zinsblutsaugenden Mario Draghi vehement verteidigt. Verantwortlich zeichnet hierfür insbesondere das neoklassische Narrativ über die Funktion des Zinses.

      Wenn wir das Narrativ nicht ändern, dann wird es die normative Kraft des Faktischen tun. Die Chancen für ein neues Narrativ sind allerdings nicht gut, wie man aus Rüdiger Bachmanns vernichtender Kritik des deutschen Wirtschaftjournalismus schlussfolgern kann:

      „Auch bei der Euro-Rettung lag die Wissenschaft meiner Meinung nach keinesfalls so weit auseinander, wie es medial oft dargestellt wurde. Ich glaube, es gab im Fall der Eurokrise einen überwältigenden wirtschaftswissenschaftlichen Konsens, dass man einem Patienten, der gerade einen Herzinfarkt erlitten hat, keine Predigten darüber hält, dass er mehr ins Fitnessstudio gehen sollte – sondern erstmal den Herzinfarkt behandelt. Der Gang ins Fitnessstudio ist auch wichtig, aber erst wenn die akute Gefahr gebannt und der Herzschlag stabilisiert ist, und auch das würden die wenigsten Ökonomen bestreiten.

      Natürlich gab es ein paar Crank Economists, wie ich sie gerne bezeichne, die da andere Empfehlungen hatten. Aber die wurden medial überrepräsentiert. Und ich finde, man darf von Wirtschaftsjournalisten schon ein gewisses Urteilsvermögen erwarten und verlangen, dass sie nicht immer nur den lautesten Polarisierern Gehör schenken.“ https://makronom.de/rudi-bachmann-wirtschaftsjournalismus-die-buerger-brauchen-die-oekonomik-fuer-ihre-wahlentscheidung-31659

      LG Michael Stöcker

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        „Erfolgreich ist immer derjenige, der es schafft, mittels geeigneter Narrative ein autopoietisches System zu erschaffen. “

        Sehr konstruktivistisch. Hilft aber alles nichts, wenn das System in die Insolvenz geht und sich die Autopoiesis als Fiktion entpuppt.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Wenn wir das Narrativ nicht ändern, dann wird es die normative Kraft des Faktischen tun.>

        Sie haben ein falsches Verständnis von der Veränderung des Systems.

        Denn die Alternative Narrativ oder Faktizität gibt es nicht.

        Es gibt gegenseitige Beeinflussung, also Beziehungen zwischen beiden, aber kein ODER der beiden.

        Beispiel

        Im Augenblick beherrscht das NARRATIV vom unbedingt zu verhindernden Klimawandel das Faktische, d. h. die Veränderung der Realität bis hin zur Rekonfiguration des Systems auf mehreren Ebenen.

        Es ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hat Anstöße der Realität gebraucht, wie den extrem heißen letzten Sommer mit geringen Niederschlägen, Naturkatastrophen und natürlich die Verstärkung in den Medien, um zu dem zu werden, was es heute bei uns ist.

        Das sich verändernde FAKTISCHE wiederum wird rückwirken auf das Narrativ und zwar derart, dass das Narrativ an Wirkung verliert.

        Manchmal ist das Faktische so dominierend, dass neue ihr entgegenwirkende Narrative keine Chance haben, an Boden zu gewinnen.

        Beispiel dafür sind die Wachstumsjahre nach dem Krieg in Westdeutschland (Regierungszeit von Adenauer), in der alle Bemühungen, sozialdemokratischer Politik zur Macht zu verhelfen, scheiterten.

        Überbewertung der Narrative ist falsche Hoffnung.

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    Bernhard K. Kopp sagte:

    Die Staatsfonds-Idee erscheint erweiterungsfähig. Zu einem Pensions- und Gesundheitsfonds, in den Unternehmen handelbare Anteilscheine relativ günstiger einzahlen können als die AG-Beiträge zur Rentenversicherung. Eine Reform des Aktienrechts wäre nötig, um ein viel grösseren Zahl von Unternehmen einen Anreiz zu dieser Gesellschaftsform zu schaffen. Ein Generationenprojekt.

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    JürgenP sagte:

    „Vier Ansätze in den Bereichen Arbeit, Bildung, Steuern und Alterssicherung müssten meines Erachtens verfolgt werden, um unsere Marktwirtschaft sozialer zu machen“.

    Alterssicherung durch einen Staatsfonds, der strategische Anteile an privaten Unternehmen zeichnet (also hohe Anteilsvolumen), ohne sich in die privatwirtschaftlichen Entscheidungen einzumischen, mit dem Ziel, an deren Erfolg teilhaben zu können und die erzielten Renditen zu nutzen, um die soziale Absicherung der eigenen Bevölkerung zu gewährleisten. TOLL – richtig sozial – ??

    Frage: was ist mit den Verlusten in schlechten Zeiten? – die bleiben privatisiert … oder?

    Es gibt für clevere Unternehmer zwei Möglichkeiten für ein solch ausgereiftes Konzept:

    Man hält seinen Laden sauber, um nicht Gefahr zu laufen, durch einen kleinen Kniff des Mehrheitsgesellschafters, der zufällig auch die Gesetze macht, im Nachhinein kalt enteignet zu werden. Zum Beispiel durch abgehalfterte Politiker, die sich zur „Kontrolle“ im Nachhinein in Aufsichtsratsposten oder noch schlechter, in Vorstandsetagen hineinschleusen.

    Oder man holt sich als cleverer Unternehmer solche Gelder ins Haus, setzt auf abkassieren, schnell beiseiteschaffen was geht, aus dem Staub machen und das Wirtschaften möglichst schnell den „Kontrollisten“ überlassen.

    Unternehmer zu sein ohne Entscheidungen treffen zu müssen und ohne Risiko bei gleichzeitig gesicherten Renditen und sozialer Absicherung ist und bleibt auch in digitalen Zeiten ein Traum von Träumern der Kategorie Fratscher.

    „Sozialer“ wird mit solchen Ansätzen gar nichts.

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    Thomas M. sagte:

    Einkommen auf Arbeit in Deutschland werden ungewöhnlich stark besteuert, […]

    […] sollte das Ehegattensplitting abgeschafft werden.

    Finde den Fehler…

    Zur „strategischen Investition“ habe ich mal gegoogelt, was damit gemeint sein könnte. Auf zeit.de: „Ein deutscher Staatsfonds könnte etwa in Unternehmen investieren. […] Als Minderheitseigentümer könnte ein Staatsfonds etwa Einfluss auf das Verhalten mancher Technologiefirmen einnehmen. Das Ziel ist nicht, dass staatliche Stellen Entscheidungen für Privatunternehmen treffen. Aber eine Beteiligung an Schlüsselindustrien könnte dazu beitragen, dass etwa Firmen wie Google, die im Westen auf einen Marktanteil von mehr als über 90 Prozent kommen, langfristig im strategischen Interesse aller handeln.“

    Wir nehmen keinen Einfluss, aber nehmen Einfluss.
    Again: Finde den Fehler…

    Mit der praktisch möglichen Mini-Beteiligung beeinflusst Deutschland dann den Weltkonzern google, denn der ist anscheinend selber nicht schlau genug, im Interesse aller zu handeln und wird nur zufällig von 90% genutzt.

    Und noch mal: Finde den Fehler…

    Ich sehe darin übrigens bestätigt, weshalb ein Staatsfonds in Deutschland nur theoretisch eine gute Idee ist. Praktisch fummeln dann Schlaumeier politisch-ideologisch motiviert solange rum, bis man die schlechtesten Titel bei gleichzeitig höchsten Verwaltungskosten hat.

    Bzgl. Finanztransaktionssteuer lese ich: „Um den Spekulanten das Handwerk zu legen, müsse auch in Deutschland eine Umsatzbesteuerung auf Finanztransaktionen eingeführt werden.“

    Wie wir alle wissen ist Deutschland die Hochburg der gehebelten Spekulation, die nur hier stattfinden kann und die man daher über eine Steuer auf *Aktienkäufe* in Deutschland in den Griff bekommt.

    Ich wiederhole mich, ich weiß… Finde den Fehler….

    Ich vermute, dass das Denken der Politiker wie folgt abläuft:
    „Ich hätte gerne mehr Steuern… wo kriege ich die her… wie begründe ich das, so dass es zumindest so aussieht, als ob es zum Wohle MEINER Wähler ist, und dass möglichst viele Medien es als gute Idee darstellen…“

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    Horst sagte:

    Es ist erstaunlich, dass dieser Kommentar den Niedriglohnsektor als „Super-Erfolg“ verkauft.

    Kein Wort zur Bedeutung dieses Sektors auf makroökonomischer Ebene – hilfreicher ist es, Target-Salden und Umverteilungen zu beklagen und Fronten zu eröffnen, wo keine sind.

    Da halte ich es – abgewandelt – doch eher mit David Graeber:

    https://www.zeit.de/karriere/beruf/2016-08/david-graeber-berufe-bullshitjobs-unternehmensberater

    Jobs, von denen Menschen NICHT leben können, die zusätzlich nur geschaffen sind, weil Transferleistungen erfolgen, sind volkswirtschaftlich nicht nützlich, sondern schädlich – ergo Bullshit-Jobs.

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      Richard Ott sagte:

      @Horst

      „Es ist erstaunlich, dass dieser Kommentar den Niedriglohnsektor als „Super-Erfolg“ verkauft.“

      Klar, besser im Niedriglohnsektor beschäftigt als komplett arbeitslos. Zumal gerade für Migranten die Teilnahme am Arbeitsleben auch eine große Chance ist, sich tatsächlich in die Gesellschaft zu integrieren.

      „Jobs, von denen Menschen NICHT leben können, die zusätzlich nur geschaffen sind, weil Transferleistungen erfolgen, sind volkswirtschaftlich nicht nützlich, sondern schädlich – ergo Bullshit-Jobs.“

      Ist das die übliche Definition von Bullshit-Jobs? Ich würde eher sagen, dass Jobs genau dann Bullshit-Jobs sind, wenn sie keinen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Oder zugespitzt formuliert: Der Lagerarbeiter bei Amazon hat definitiv keinen Bullshit-Job (selbst dann nicht, wenn er Aufstocker ist), der „Vice President Diversity“ in der Amazon-Vorstandsetage dagegen schon.

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        Thomas M. sagte:

        Ich hab den Beitrag auf zeit.de kurz gelesen. Ich hab es jetzt so verstanden:

        Bullshit-Jobs in der Definition von Graeber sind Jobs, auf deren Bezahlung Graeber neidisch ist, deren Tätigkeit er nur vom Hören-Sagen kennt und dessen Sinn er nicht versteht.

        Für den Unternehmensberater ist sicherlich der Anthropologie-Professer ein Bullshit-Jobber.

        Für das mittlere Management ist der Unternehmensberater oft jemand der (hoffentlich) externe Expertise in ein Projekt bringt, dafür sorgt, dass das Projekt läuft und nicht stillsteht und dessen Worten man in der Organisation eher zuhört („Fremder Prophet“).

        Nur mal so als Beispiel. Das abschließende Urteil, ob ein Job Bullshit ist oder nicht, sollte man dann doch den Leuten überlassen, die den Spaß bezahlen und direkten Kontakt haben.

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        Horst sagte:

        Jobs, von denen Menschen NICHT leben können, die zusätzlich nur geschaffen sind, weil Transferleistungen erfolgen, sind volkswirtschaftlich nicht nützlich, sondern schädlich – ergo Bullshit-Jobs.

        Meine eigene – daher abgewandelte – Definition von Bullshit-Jobs habe ich daher dargelegt.

        Dass bestimmte Jobs – z.B. der Amazon-Lagerarbeiter, wie von R. Ott aufgeführt, sofern er aufstocken muss – von der Allgemeinheit subventioniert werden, um die Renditen der Unternehmen wachsen zu lassen, stößt in diesem freiheitlich-liberal geprägten Blog selbstredend nicht auf Unverständnis, gehört die größere Gruppe der Foristen – unterstelle ich – den shareholdern dieser Unternehmen an.

        Und dass Graeber nicht ahnt, worüber er nachdenkt, bezweifele ich doch sehr, angesichts dieses Buches, das ich nur empfehlen kann (passend hierzu der Amazon-Link):

        https://www.amazon.de/Schulden-Die-ersten-5000-Jahre/dp/3608947671

        Auch wenn Graeber aus makroökonomischer und bankentheoretischer Sicht partiell daneben liegt, so ist sein großes Verdienst, aufzuzeigen, dass „praktisch alle Aufstände, Umstürze und sozialen Revolutionen der europäischen Geschichte […] aus einer Situation der Überschuldung entstanden seien“, wie Frank Schirrmacher kommentierte.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        „Dass bestimmte Jobs – z.B. der Amazon-Lagerarbeiter, wie von R. Ott aufgeführt, sofern er aufstocken muss – von der Allgemeinheit subventioniert werden, um die Renditen der Unternehmen wachsen zu lassen, stößt in diesem freiheitlich-liberal geprägten Blog selbstredend nicht auf Unverständnis, gehört die größere Gruppe der Foristen – unterstelle ich – den shareholdern dieser Unternehmen an.“

        Hehehe. Seit meinem BMW-Aktien-Geständnis trauen Sie mir offenbar alles zu. ;) Also Amazon-Aktionär bin ich nicht, so viel kann ich ja mal verraten. Aber das lenkt nur von der wesentlichen Frage ab: Wieso ist die Tätigkeit von einem Amazon-Lageristen Ihrer Meinung nach ein Bullshit-Job? Wo ist da der Bullshit, was daran ist volkswirtschaftlich sinnlos?

        Dass der Job über das Aufstocker-System de facto von der Allgemeinheit subventioniert wird, ist ein anderes Problem. Darüber können wir auch reden, aber ich verstehe den Zusammenhang mit den Bullshit-Jobs noch nicht.

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @Horst: Zu Graebers Kompetenz kann ich nichts sagen. Der Beitrag auf zeit.de ist zumindest polemisch und in der Abstempelung der Berufe schlicht falsch.

        Meinem Eindruck nach entstehen die meisten unsinnigen Jobs übrigens durch Bürokratie und den damit verbundenen Kontroll- und Dokumentationszwang. (Unsinnig leite ich daraus ab, dass die erstellen Dokumente keinen Einfluss auf die Arbeit haben und im Schrank / auf dem Server verschwinden und nie wieder angepackt werden.)

        Bzgl. Aufstocken: Na klar ist es schräg, wenn man die Gewinne von Unternehmen sichert, indem man zu niedrige Löhne aufstockt.

        Ich sehe hier aber keine politische Absicht, sondern eher das a) der Arbeitsmarkt keine besser bezahlten Jobs in der Region hergibt und b) die Kunden das Lohndumping fleißig befeuern, indem sie konsequent günstig und bequem einkaufen. Wegen b) haben dann Unternehmen mit Firmenführungen, die mehr als Mindestlohn zahlen würden, auch keine Chance im Markt.

        Leider werden so die wenig sozialen Unternehmen in der Praxis gut aufgestellt – siehe Beispiel Amazon-Lagerarbeiter.

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        Horst sagte:

        „Dass der Job über das Aufstocker-System de facto von der Allgemeinheit subventioniert wird, ist ein anderes Problem. Darüber können wir auch reden, aber ich verstehe den Zusammenhang mit den Bullshit-Jobs noch nicht.“

        Ich unterstelle, es liegt daran, dass Sie nicht lesen wollen und/oder können oder aber bewusst – aus welchen Gründen auch immer – Ihrem jeweiligen Diskussionspartner Positionen versuchen unterzujubeln, die diese nicht vertreten, indem Sie dekontextualisieren.

        Da Umverteilung ausgeprägt an diesem Blog verpönt ist, überrascht es nicht, dass Umverteilung – auch – positiv sein kann, wenn sie denn nur Dividenden sichert.

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    Richard Ott sagte:

    bto: „Rund 40 Prozent der Deutschen besitzen keine Ersparnisse und keine Altersvorsorge“

    Deshalb will der SPD-Finanzminister ja auch die gute alte Börsenumsatzsteuer wieder einführen. Natürlich nur auf Aktiengeschäfte, aber nicht auf Futures, Zertifikate oder Optionsscheine (alles zu kompliziert für die SPD) oder gar auf Bonds (die sind für den Staat zum Schuldenmachen zu wichtig). „Finanztransaktionssteuer“ soll es trotzdem heißen, ein sachlich irreführender Name, aber immerhin weniger dämlich als das „Gute-Kita-Gesetz“.

    bto: „Um Arbeit auch wieder lohnenswert zu machen, vor allem für Frauen, die den Großteil der Teilzeitbeschäftigten stellen, sollte das Ehegattensplitting abgeschafft werden. Das wird nicht nur dafür sorgen, dass die Zahl der Erwerbstätigen steigt, sondern schützt diese Frauen auch vor Altersarmut.“

    Fratzscher glaubt bestimmt auch, dass er seine Einkommensteuerlast verringern kann, wenn er in eine günstigere Lohnsteuerklasse (zum Beispiel von V auf III) wechselt. Oder es ist eine weitere bewusste Irreführung.

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      Christian Hu sagte:

      „Deshalb will der SPD-Finanzminister ja auch die gute alte Börsenumsatzsteuer wieder einführen. Natürlich nur auf Aktiengeschäfte, aber nicht auf Futures, Zertifikate oder Optionsscheine“

      Es wundert mich wirklich, dass die noch einer wählt. Insbesondere Geringverdiener.

      Völlig überraschend wurde jetzt auch die CSU-Maut gestrichen, wer hätte das gedacht, und der Steuerzahler bleibt letztendlich auf den bisher entstandenen Kosten sitzen.

      Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum so viele Menschen die Grünen wählen. Auch, wenn Sie ihr geliebtes Schubladendenken („Greta-Jünger“ etc.) dafür zur Seite legen müssen. Beyond the Obvious, sozusagen.

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Christian Hu

        „Es wundert mich wirklich, dass die [SPD] noch einer wählt. Insbesondere Geringverdiener.“

        Bei Geringverdienern liegt es aber sicher nicht an den untauglichen Finanztransaktionssteuer-Plänen der SPD. Das Interesse für Finanzthemen ist in der Gruppe viel zu niedrig als dass ein wesentlicher Teil der Gruppe von alleine nachvollziehen könnte, wieso die neue deutsche Aktienumsatzsteuer nichts bringen wird. Die meisten Geringverdiener werden die Meldung vermutlich gar nicht beachtet haben. Die merken es dann hinterher, bei der nächsten Finanzmarktkrise, die dadurch natürlich völlig unbeeinflusst sein wird obwohl die Steuer als Maßnahme gegen Spekulation gerechtfertigt wurde, aber auch dann bleibt es eher so ein diffuses Gefühl, dass sie von der SPD dauernd belogen werden.

        „Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum so viele Menschen die Grünen wählen. Auch, wenn Sie ihr geliebtes Schubladendenken (‚Greta-Jünger‘ etc.) dafür zur Seite legen müssen. Beyond the Obvious, sozusagen.“

        Dass mehr Leute die Opposition wählen, wenn die Regierung schlechte Arbeit abliefert, war mir auch schon vorher klar. Nur wieso davon ausgerechnet die Grünen profitieren, kann ich mir nur mit einer Kombination aus unerfüllten religiösen Bedürfnissen (Warten auf die Klima-Apokalypse, CO2-Kompensations-Ablasshandel), Personenkult („Greta-Jünger“) und gezielter Medienpropaganda erklären.

        Aber das bringt mich auf eine interessante Frage: Würden Sie die Grünen wählen, wenn Sie ein Geringverdiener (kein Schüler, kein Student, wirklich ein Arbeitnehmer mit niedrigem Bruttoeinkommen) wären?

      • Avatar
        Christian Hu sagte:

        „Aber das bringt mich auf eine interessante Frage: Würden Sie die Grünen wählen, wenn Sie ein Geringverdiener (kein Schüler, kein Student, wirklich ein Arbeitnehmer mit niedrigem Bruttoeinkommen) wären?“

        Gute Frage. Ich habe die Grünen tatsächlich nur als Student einmal gewählt, nämlich als sie die Studiengebühren in meinem Bundesland abschaffen wollten (was sie in der Folge auch getan haben).

        Als „echter“ Geringverdiener würde ich die Grünen vielleicht wählen, wenn meine Interessen nicht primär finanziell getrieben sind.
        In meiner Wahrnehmung gibt es in unserer Gesellschaft aber immer weniger „Stammwähler“, die aus Prinzip immer die selbe Partei wählen, sodass die aktuellen mediengetriebenen Themen heute viel stärker entscheiden als die Herkunft. Die alten links-rechts-Lager von früher sind tot.

        Jede Partei hat nun einmal ihr Manko:
        – Die Linken sind immernoch SED-Nachfolgepartei und zu Teilen (falsch verstehende) Marx-Fanboys
        – Die SPD ist alles außer sozialdemokratisch, hat dem Arbeitnehmer die Hartz-Gesetze gebracht und die Rente zugunsten der Finanzlobby zerstört
        – Die Grünen haben eine ziemlich linksradikale Jugend, flirten mit dem schwarzen Block und haben ebenfalls Hartz und Riester zu verantworten
        – Die CDU ist heutzutage innovationsfeindlich (s. Breitbandausbau und Uploadfilter) und verschläft ziemlich zuverlässig jeden Zukunftstrend, macht ziemlich offensichtlich in vielen Bereichen Lobbypolitik (z.B. Landwirtschaft) und steuert Europa in ein makroökonomisches Desaster
        – Die CSU ist wie die CDU, nur potenziert. Gefühlt sind alle CSU-Prestigeprojekte fürchterlich (Auto-Maut und Herdprämie…)
        – Die FDP hat in ihrer letzten Amtszeit vor allem den Hoteliers geholfen und steht für Umverteilung von unten nach oben. Gut, dass sie lieber nicht regiert als falsch zu regieren
        – Die AfD hat mit ihrem Wirtschaftsprogramm gezeigt, dass sie auch nicht die Partei des kleinen Mannes ist. Sie hat für meinen Geschmack zu gute Kontakte nach Russland und zu Breitbart und einen offen Fremdenfeindlichen Flügel, der vor allem die radikale Rechte in Ostdeutschland nährt. Da ich eine ausländische Partnerin habe, ist das somit auch keine Option für mich.

        Kurzum, ich bin froh aktuell nicht wählen zu müssen. Bei der Europawahl gab es durch die geringere Hürde ein paar erfrischende Alternativen, und es würde mich nicht wundern, wenn wir demnächst auch Satiriker und Themenparteien im Bundestag finden.

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        Tobias W. sagte:

        Christian,

        ich habe ähnliche Eindrücke der Parteien:

        Linke – absolut indiskutabel. Keinerlei Aufarbeitung und aktive Leugnung von DDR Unrecht, Unterdrückung und Mord.

        AfD – Pseudo-Nazis. Absolut indiskutabel.

        FDP – Verbraucht, Möchtegern-Spitzenpersonal, unglaubwürdig.

        CDU/CSU/SPD – Kann man alle in einen Topf schmeißen, schließlich regieren sie mehr als 14 Jahre zusammen:

        * Klimaziele gesteckt und nicht mal ansatzweise erfüllt. Dazu eine Energiewende, bei der immer noch 40% der Energie aus Kohle kommt und der Strompreis um ein Vielfaches höher ist als in Ländern mit einem umweltfreundlicheren Energiemix.
        * Rentenpolitik die einseitig zu Lasten jüngerer Generationen geht und ausschließlich im Sinn älterer Wähler ist. Mütterrente, Rente mit 63, Grundrente – die Interessen jüngerer Steuer- und Beitragszahler werden seit Jahrzehnten durch die GroKo Parteien mit Füßen getreten.
        * Eine Umverteilungspolitik, die in einem massiven Ausmaß Einkommen umverteilt aber ihr Ziel nicht mal ansatzweise erreicht: mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Chancengleichheit, die Möglichkeit Reichtum und sozialen Aufstieg aus Arbeit abzuleiten, eine geringere Vermögenskonzentration usw. – all das wird nicht erreicht. Die Kritik des blauhaarigen YouTubers stimmt: die CDU, sogenannte Partei der Mitte, die seit Jahrzehnten überwiegend dominant in fast alle Regierungen beteiligt war, macht nachweislich keine Politik, die sich zu Gunsten der Mitte auswirkt. Das gleiche trifft auf die CSU und SPD zu.

        Die GroKo Parteien haben 14 Jahre lang Zeit gehabt zu beweisen, dass sie nicht in der Lage sind, vernünftig zu regieren. Es gibt überhaupt keinen Grund diesen Parteien weiter seine Stimme zu geben, wenn man auf eine Änderung dieser Politik hofft.

        Die Grünen sind nicht perfekt, mit vielen Dingen bin ich nicht einverstanden. Aber nach dem Ausschlussverfahren stellen sie für mich das kleinste Übel dar.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Tobias W.

        Jeder kann eine Meinung zu den Parteien haben und hoffentlich hat auch jeder eine.

        Denn Gleichgültigkeit ist das, was wir am allerwenigsten brauchen.

        >Es gibt überhaupt keinen Grund diesen Parteien weiter seine Stimme zu geben, wenn man auf eine Änderung dieser Politik hofft.>

        Stimmt, wenn man eine ÄNDERUNG will.

        Es gibt aber einen Grund, der bevorzugten zuzugestehen, dass sie mit einer der abzulehnenden Parteien koaliert.

        Der Grund ist gegeben, wenn das Land ansonsten nicht regiert werden könnte.

        Wenn das so ist, kommt der starke Mann und räumt auf.

        Das hatten wir und wir wie auch andere, Unschuldige haben ungeheuerlich dafür bezahlt.

        Daher gibt es heute bereits beachtliche Stimmen in der CDU der ostdeutschen Länder, die sagen:

        Mit der AfD nicht heute und nicht morgen wegen Höcke (völkisch) und fremdenfeindlicher Repräsentanten (Aussagen wie: „Kümmeltürken“, „Kameltreiber“), aber übermorgen vielleicht, wenn sie sich hoffentlich geläutert hat (was nicht heißen muss: angepasst ist).

        So wird es kommen nicht nur auf Landesebene, sondern auch in Berlin wenn die AfD – m. A. n. keineswegs ausgeschlossen – auch bei Bundestagswahlen mehr als 20% der Stimmen erhält.

        Was immer man von den Grünen hält, der Höhenflug wird sich nicht ewig fortsetzen.

        Heute wurde das Klimaziel CO2-Neutralität in 2050 von den EU-Regierungen zur Fußnote degradiert.

        Das könnte der Anfang gewesen sein, dass die Grünen auch hierzulande wieder auf den Boden der Tatsachen gestellt werden.

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