Best of 2021 – Wir brauchen keinen Systemwandel, um das Klima zu retten

Dieser Beitrag erschien im März 2021: 

Zurzeit geht es in meinem Podcast um das Thema “Wachstumszwang”. Muss unsere Wirtschaft wachsen aufgrund des Schuldgeldsystems und ist dies ursächlich für den Klimawandel? Teil 3 des Themenblocks kommt am Sonntag. (Teil 2 hier.)

Generell zum Thema Wachstumszwang empfehle ich meinen Themenblock Eigentumsökonomik:

Eigentumsökonomik

Doch zunächst ein Blick auf ein sehr interessantes Interview mit dem US-Ökonom Andrew McAfee vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in der WeLT. Die Highlights:

  • “Wenn Sie sich die Entwicklung bis 1970 in Amerika anschauen, waren Luft- und Wasserverschmutzung immer schlimmer geworden. (…) Daher habe ich einen Mordsrespekt vor der Umweltbewegung, die vor einem halben Jahrhundert die amerikanischen Straßen eroberte. Sie bewirkte, dass der Clean Air Act, der Clean Water Act und der Marine Mammal Protection Act verabschiedet wurden. Wenn sie auf die reichsten und wohlhabendsten Länder der Erde blicken, hat man doch überall diese fantastische Wende, diese Umkehr erlebt. Natürlich ist beileibe vieles noch nicht in Ordnung. Aber die Luft in Berlin, in London oder New York ist viel sauberer als vor 50 Jahren.” – bto: Und man kann im Rhein schwimmen. Ich habe das in Basel gemacht. Ein cooles Erlebnis.
  • “Greta sagte ja mehrfach, man müsse nur auf die Wissenschaftler hören. Da stimme ich ihr zu. Sie sollte nur auf uns hören: Es gibt eine Reihe von Wissenschaftlern – zu denen auch ich mich zähle –, die die Statistiken und Zahlenmaterialien der letzten 50 Jahre intensiv studierten und zum Schluss kamen, dass es absolut problemlos geht, ökonomisch weiterzuwachsen und zugleich die Umweltverschmutzung und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.” – bto: Das sehe ich ganz genauso. Wir müssen einfach die Innovationskraft stärken.
  • Apokalyptisches Denken ist ja nicht neu, auch wenn die jungen Leute immer glauben, sie sähen die Dinge als Erste, sie entdeckten alles neu: Schon in den 70ern waren die Menschen enorm besorgt und beängstigt wegen der Überbevölkerung und der Unterernährung auf der Welt. Man glaubte, unsere Ressourcen würden uns ausgehen, und unsere Ökonomien würden kollabieren. Ich wünschte mir, dass sich die heutigen Aktivisten diese Geschichte genau anschauen. Um zu begreifen, dass die apokalyptischen Szenarien allesamt nicht eingetreten sind.” – bto: Wir können sie aber realisieren, indem wir aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen.
  • “WeLT: Die Wachstumskritiker betonen: Weniger ist mehr. Sie plädieren für Negativwachstum, weniger Konsum, mehr Recycling. Ihr Mantra hingegen ist: mehr aus weniger. Bloß nicht den Prozess anhalten, sondern Gas geben. Lasst uns mehr Kapitalismus wagen, denn er bedeutet Fortschritt. (…) meine These (ist): dass der Kapitalismus mit seinem unerbittlichen Durst nach Gewinn und Profit Erstaunliches bewerkstelligt. Geht es um die Minderung des Ressourcenverbrauchs auf unserem Planeten, dann ist Kapitalismus unser bester Freund und nicht unser Feind. Das ist die größte kontraintuitive Herausforderung, dass der Hunger nach mehr Profit auch ein Hunger nach weniger Kosten, also Ressourcenschonung ist. Beide gehen Hand in Hand.” – bto: Warum ist das so? Weil ein Kostenvorteil zu einem Wettbewerbsvorteil wird. Wer es also schafft, den Ressourceneinsatz zu reduzieren, ist im Vorteil. Dies setzt voraus, dass die Ressource etwas kostet.
  • “Ein ambitionierter Kapitalist kann das erreichen, er wird effizienter, innovativer. Besonders, wenn er in harter Konkurrenz steht. Das konnte ich in Summe für Amerika feststellen, dass der Ressourcenverbrauch seit 2008 zurückgeht, also seinen „Peak“ überschritten hat. Wenn wir mit unseren Ressourcen und der Umwelt schonender umgehen wollen, müssen wir auf mehr Wettbewerb setzen, technologischen Fortschritt und auf die Märkte.” – bto: Es ist eine Effizienzmaschine.
  • “Das Smartphone, das ein Massai-Krieger benutzt, gibt ihm mehr Informationen als einem US-Präsidenten vor 20 Jahren. Das ist ein Sprung nach vorne, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Die meisten denken nur an die Milliarden Handys, die produziert werden, an den Abfall aus Plastik und anderen Feinmetallen. Aber denken Sie an die Welt ohne das Smartphone! Wie viele mehr Geräte, wie viele Kameras, Aufnahmegeräte, Wecker, Karten, Faxmaschinen, Fernseher, Videorekorder, DVD-Player wären produziert worden – das wäre ein Riesenberg. Das Smartphone ist ein ökologischer Triumph für die Welt! Für mich ist diese Dematerialisierung sinnbildlich.” bto: Das, muss ich gestehen, ist ein gutes Beispiel.
  • “Nigeria wird niemals ein Festnetz mit Kupferdrähten haben. Man wird auch nicht alle Wälder roden, um Bücher und Zeitungen zu drucken. Diese Länder überspringen einfach diese Phase, die wir westlichen Industriegesellschaften am eigenen Leib erlebten, ja durchleiden mussten. Das alles bringt das Smartphone mit sich, mehr Wohlstand, mehr Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen – ohne Zerstörung des Planeten. Denn mit dem Innovationsschub geht auch eine größere Sensibilität für den Planeten und seinen Schutz einher.” – bto: Wir sehen ja, wie sehr es die Effizienz steigert (wenn auch nicht in den offiziellen BIP-Daten in Form von Produktivitätsfortschritten).
  • “Wenn wir alles gut handhaben, werden immer mehr Menschen in Wohlstand leben können, die heute noch in bitterer Armut vor sich hinvegetieren. Und Armut, das sagte schon Indira Gandhi, ist der größte Umweltverschmutzer. Die Armen wollen ihre Lebensumstände verbessern, und es ist unsere Pflicht, ihnen dabei zu helfen.” – bto: Das tun wir nicht, wenn wir Ressourcen planwirtschaftlich völlig falsch einsetzen.
  • “Der Marxismus/Kommunismus hat die Menschen so weit zurückgeworfen, er hat den Gesellschaften so viel Leid zugefügt und war eine Tragödie. Hätten wir unsere Lektion gelernt, wäre das nicht geschehen. Es werden leider immer noch zu viele autoritäre Führer gewählt, zudem gibt es enorme gesellschaftliche Polarisierung. Zu viele Menschen lassen sich von Beweisen nicht erschüttern. Sie fürchten sich allen gegenteiligen Argumenten zum Trotz vor 5G, genetisch veränderter Saat, der Atomenergie. Aber das können technologischer Fortschritt und Märkte eben nicht: aus Menschen absolut rationale Wesen zu machen.” – bto: auch zu beobachten an der völlig irrationalen Klimapolitik hierzulande und der Sucht nach der DDR 2.0.
  • “Auf alle Fälle ist der Klimawandel das größte Umweltproblem im 21. Jahrhundert. Es ist aber nicht die einzige Schlacht, die wir gewinnen müssen: Wir müssen viel mehr Naturschutz betreiben, die Natur vor den Märkten schützen. Auch müssen die Krankheiten weltweit bekämpft werden; wir müssen uns schon jetzt auf die nächste Pandemie vorbereiten, denn die kommt gewiss. Das ist die Schwäche der Umweltbewegung, dass sie glaubt, dass man alle Kraft nur gegen die Klimaerwärmung einsetzen sollte. Und die anderen großen Menschheitsprobleme ignorieren, die unseren Planeten und unseren Wohlstand auch bedrohen?” – bto: Es sind knallharte wirtschaftliche und politische Interessen, die dazu führen, dass ein einzelnes Thema zur alleinigen Herausforderung stilisiert wird.
  • “Die deutsche Energiewende besagt, dass man sehr stark fossilem Druck ausgesetzt ist und dies zudem äußerst teure Energie im Ergebnis bringt. Und auch die CO2-Ausstöße sind höher als beim Nachbarn Frankreich, das auf Atomenergie setzt. Daraus muss man doch auch Schlüsse ziehen! (…) Wir haben derzeit nur eine Energiequelle, die sauber und sicher ist, worüber sich viele aufregen: die Atomenergie. Trotz aller Unfälle ist diese Energie sicher im Vergleich zu allen anderen, wenn man die Todeszahlen von Tschernobyl etwa mit den Toten durch Kohleemissionen vergleicht.” – bto: Andere Länder setzen auch weiter auf Atomkraft, auch wenn bei uns immer erzählt wird, das brauchten wir nicht. Wir müssten nur die Stromnachfrage senken.
  • “In der Natur zu sein, ist für mich ein enorm wichtiges Moment, wie für jeden Menschen. Das Beste, was wir zu ihrem Erhalt tun können, ist in der Tat großformatige Produktion, das heißt eine Industrialisierung der Nahrungsproduktion. Mittlerweile nimmt das Weideland weltweit ab. Auch wenn unser Proteinhunger wächst, geschieht dies auf weniger Fläche. In den entwickelten Ländern ist der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen am Sinken. Somit begreifen wir, dass wir der Natur Land zurückgeben sollen.” – bto: Auch dies ist nichts anderes als die Folge von Effizienz.
  • “(…) ich halte es dennoch für unrealistisch und unnötig, dass Menschen freiwillig auf ihren Wohlstand und Lebensstandard verzichten oder Regierungen mit einem fast diktatorischen Programm daherkommen. Das müssen wir nicht tun. Wir müssen einfach weiter gehen – mit mehr Markt, mehr Erfindungsreichtum, smarten Regulierungen, selbstbewussten Bürgern und guten Regierungen. Und dann haben wir die beste aller Welten.” – bto: Nur wo sollen wir die smarte Regierung herbekommen?

welt.de (Anmeldung erforderlich): „‘Da stimme ich Greta zu – sie sollte auf uns Wissenschaftler hören’“, 24. Oktober 2020

Kommentare (96) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Gnomae
    Gnomae sagte:

    @ Richard Ott

    Vielen Dank für die Quellenhinweise:

    Der Satz dort ist noch bemerkenswert:

    “So JP Morgan had shown that, if you tweak one assumption (on severity) then — suddenly — no need for lockdown.”

    Excellent.

    Antworten
  2. weico
    weico sagte:

    Herrlich grandios der Jahresrückblick 2021 von Hr. NUHR gestern. Absolut sehenswert . Prädikat wertvoll.

    Hr. NUHR startete schon hervorragend und seine Sendung hatte einen wirklichen “Hockeyschlägerkurven”-Verlauf… mit seiner Zusammenfassung des Themas Klimarettung ….am Schluss der Sendung.

    Für Klimapimpfe und Klimaevidenz-Schwafler war die Sendung wohl der reinste Supergau und manch ein Studiogast fühlte sich “etwas Unwohl”…

    Der bzw. Mein persönlicher “Höhepunkt” war der Kommentar zu Merkel (48:06) und die nachfolgenden Aussagen zum Thema Wetter/Klima usw..

    https://www.daserste.de/unterhaltung/comedy-satire/satire-gipfel/videos/nuhr-2021-der-jahresrueckblick-video100.html

    Antworten
  3. Dr. Lucie Fischer
    Dr. Lucie Fischer sagte:

    Die Corona-Notstands-Debatte mit angekündigten Dauer-Grundrechts-Einschränkungen haben eine pathologisch-toxische Dimension erreicht:
    Wie bei maligner Gruppendynamik, wo eine relativ kleine Gruppe Psychopathen eine Grossgruppe zu bösartigem Agieren bringen kann ( bewusst oder unbewusst) , ist diese Regierung mit RKI . ” Expertenrat” und Medien gerade dabei, lange absehbares Regierungs-Versagen/ Zusammenbruch/ im Energiebereich, Infrastruktur und Grundversorgung ” Impfgegnern” bezw. einer Virus-Variante anzulasten.
    Ausweg angeblich nur durch Pharma-Monopolisten ( die wegen kriminelle Praktiken bekannt und verurtelilt wurden, Pfizer offizieller SPD-Parteitag-Spnsor ) und vergewaltigende Zwangsmassnahmen :
    Injektions-Pflicht im Dauer-Modus, “Impfabo”, völlig verrückte Verleugnung von immunologischem Grundwissen .

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-kritische-infrastruktur-sieht-sich-fuer-omikron-welle-geruestet-17695804.html
    Wir erleben aktuell die ” Chronik eines angekündigten Todes” ( Garcia Marquez) ,
    an Irrationalität und zerstörerischer Dynamik in Deutschland bekannt, nichts gelernt aus der Geschichte.
    U.a. Wissenschafts-Betrügerin als Bürgermeisterin im Expertenrat , Cum-EX-Amnesie-Kanzler mit Weisungsbefungnis.
    In der Psychiatrie ist das Muster / Agieren/ schwerst Gestörter, aber ” normal” wirkenden Psychopathen
    bekannt ( und gefürchtet) : kollektiver Zusammenbruch kognitiver Funktionen:
    # Projektive Identifikation#. Mitläufer in der Überzahl, machtkorrumpiert.
    Irrationales Herrschen bewirkt allerdings unberechenbare Gegen- Reaktionen,
    Sündenbock-Zuweisung gesetzt, die Masken der Niedertracht sind längst gefallen.

    Antworten
    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ Dr. Lucie Fischer

      https://www.thesun.co.uk/news/17111595/boris-johnson-lock-down-christmas-data/

      Die Sun beschreibt dies sehr schön: “Policy made evidence making.”

      Es ist eine interessante Wissenschaftstechnik: Die Regierungsberater sagen den Modellierern, was sie wollen. Diese erstellen dann die “entsprechenden” Modelle. Im Ergebnis: Horrorszenarien. Diese werden dann für die gewünschte Entscheidung herangezogen.

      Ihre Schlussfolgerung ist absolut richtig: Die Bundesrepublik hat sich die letzten 20 Jahre um die falschen Schwerpunkte gekümmert. Diese wären gewesen: Energie, Infrastruktur, Grundversorgung und Militär.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Gnomae
        Das offensichtlich Bösartige -Destruktive der Regierung ist:
        Von Anfang an war deren Kommunikation bewusst darauf angelegt, Bürger in Passivität (” bleibt-zu-Hause-Doof-Video”) und Angst-Panik zu halten und zu versetzen.
        Pausenlos -mediale Schreckensnachrichten, narzisstische ” Experten” überboten sich im Ausmalen von Grauen-Szenarien, wer am meisten ” warnt” hat gewonnen: Lauterbach.
        Mit keiner einzigen Massnahme wurde auch nur versucht, Bürger zu autonomer Selbsthilfe zu motivieren, dabei gibt es genügend hausärztlich-bewährte Strategien, wie Gesundheit bei Infektionsgefahr erhalten bezw. auch wieder herstellt werden kann.
        Merkels in Hirnen implantiertes Credo von ” Alternativlosigkeit ” hat kritisches Denken von Impflingen erfolgreich gelähmt, es wird wieder wie immer sein:
        Überleben können nur Menschen, die Tricks, Listen und Manipulation erkennen und sich wehren.
        Die Strategie ist , Bevölkerungsgruppen gegeneinander zu hetzen, nur offene Analyse dieser Kriegstaktik kann vielleicht Schlimmstes verhindern.

        Dass die neu gewählte Regierung ( bis auf Ausnahmen ) NICHT den Amtseid abschloss mit dem Satz ” so wahr mir Gott helfe” bedeutet m.E.:
        Die 10 Gebote gelten für diese Kabinettsmitglieder und den Kanzler nicht, sie sind
        immer noch Grundlage für abendländische Kultur und Gesetzestreue.
        https://beruhmte-zitate.de/zitate/134352-augustinus-von-hippo-nimm-das-recht-weg-was-ist-dann-ein-staat-noch-a/

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Gnomae

        Der Nachrichtenaustausch von dem Spectator-Journalisten Fraser Nelson mit dem Regierungs-Horrorszenarien-Modellierer Graham Medley vom britischen “Sage”-Kommittee (“sage” ist das englische Wort für “der Weise”, kann aber auch “Salbeipflanze” heißen, was hier vielleicht intelligenzmäßig eher passt…) ist so interessant, den sollte man im Original (siehe Link) lesen. Das Highlight:

        Nelson: “So you exclusively model bad outcomes that require restrictions and omit just-as-likely outcomes that would not require restrictions?”

        Medley: “We generally model what we are asked to model. There is a dialogue in which policy teams discuss with the modelers what they need to inform their policy”

        Nelson: “Okay, so you were asked to model bad Omicron outcomes and make no comment as to the probability?”

        Medley: “We model the scenarios that are useful to decisions”

        https://www.zerohedge.com/political/fking-scandalous-sage-modeller-admits-they-dont-model-good-outcomes-lockdown-policymakers

        Die Regierungsberater-Gremien in Deutschland scheinen nach genau dem gleichen Mechanismus zu operieren. Sie produzieren Rechtfertigungen für Panikmache und Einsperr-Maßnahmen.

    • Gnomae
      Gnomae sagte:

      @ weico

      Versprochen worden ist uns etwas anderes.

      Die logische Schlussfolgerung: Der Booster verliert auch wieder nach 6 Monaten seine Wirkung.

      Dann 4. Impfung x 8 Mrd. Dosen, dann 5. Impfung bis x.te Impfung.

      Als Alternative könnte der Staat auch für alle 18 – 50 Jährigen kostenlose Starkbierfeste ausrichten (aka Schluckimpfung).

      Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ weico

      >Der Systemwandel kommt schleichend….!>

      Dummes Zeug.

      Erstens ist es KEIN Systemwandel, wenn die BERECHTIGUNGEN, die mit dem Ausweis verbunden werden, aufgrund nicht mehr vorhandener Impfwirkung VERKÜRZT werden bzw. sie nur dann gültig bleiben, wenn durch Boostern die Impfwirkung GESICHERT ist (auf statistischer Basis).

      Zweitens erfolgt die Verkürzung durch die EU nicht schleichend, sondern sie ist mit den Ländern abgestimmt worden und basiert auf ERKENNTNISSEN der Impfwirkung bei den aktuell aktiven Viren.

      Sie konnten sich darüber informieren und jeder andere auch.

      Sie konstruieren hier einen „Fall“, den es nicht gibt.

      Antworten
      • Namor
        Namor sagte:

        @Tischer
        Erkenntnisse der Impfwirkung, damit meinen Sie hoffentlich kontrollierte doppelblind-Studien. Wären Sie so freundlich und würden mir solche verlinken? Moderna und Pfizer geben ihre Daten nicht so einfach weiter und haben beide die Placebo-Gruppe entblindet. Alles andere wäre ethisch nicht mehr vertretbar gewesen, großes Indianerehrenwort.

        Btw. Wie viele Pfizer Probanden von den über 40.000 sind eigentlich an Corona gestorben, mussten intubiert werden oder lagen auf Intensivstation?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Namor

        Ich kann Ihnen keine verlinken, weil ich keine kenne, die verlinkt werden können und ehrlich gesagt: Ich suche auch nicht danach.

        Ich hoffe aber, dass die STIKO Einblicke in die Studien der Impfstoffhersteller hat oder in solche Studien, die mit deren Impfstoffen an einer großen Zahl von Probanden UNABHÄNGIG von den Impfstoffherstellern durchgeführt wurden.

        Wenn es KEINE solcher Einblicke gäbe, war es UNVERANTWORTLICH sozusagen auf öffentlichen oder sonstigen Druck hin, sie an Millionen Menschen zu verimpfen.

        Abgesehen davon, gibt es ÖFFENTLICH zugängliche Studien, wie ich gestern verlinkt hatte:

        https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/verrat-an-der-mittelschicht/ – comments

        Daraus nochmals:

        >Zusammen mit Kollegen hat Ben Reis anhand israelischer Daten von mehr als drei Millionen geimpften und ungeimpften Menschen eine Art Experiment durchgeführt. Per Algorithmus suchten die Forscher für jeden geimpften Menschen einen möglichst ähnlichen ungeimpften Menschen.

        „Eine geimpfte 60-jährige Diabetikerin haben wir einer ungeimpften 60-jährigen Diabetikerin zugeordnet“, sagt Reis; das geschah per Algorithmus. „Für jeden geimpften Menschen suchen wir quasi nach einem ungeimpften epidemiologischen Zwilling.“ Nicht in allen Fällen findet man eine geeignete Entsprechung, doch es genügt für belastbare Analysen.

        Bei mehr als 800.000 solcher Paarungen haben Reis und seine Kollegen ihre Erkrankungen in den sechs Wochen nach den Impfungen miteinander verglichen.
        Insbesondere haben sie nach den Krankheiten gefahndet, die in vielen nationalen Meldebörden als mögliche Impfkomplikationen genannt wurden. Das Ergebnis haben sie im „New England Journal of Medicine“ publiziert.

        Da hinter der Bezahlschranke kann ich die Grafiken hier nicht darlegen, sondern nur mitteilen, dass die Ungeimpften bezüglich der Häufigkeit der Erkrankungen/100.000 mit Fallzahlen für an Covid-19 Erkrankten von 125 (akutes Nierenversagen), 166 (Herzrhythmusstörungen) und 62 (Lungenembolie) weit über denen Minuswerten von jeweils UNTER 10 bei Geimpften liegen.>

        Wenn das stimmt – und es kann auch METHODISCH überprüft werden – dann haben vom Virus befallene Geimpfte weniger schädigende Nebenwirkungen als diese bei Ungeimpften als Schädigung auftreten.

        Die kurzzeitigen Nebenwirkungen sind demnach KEINE Begründung aufs Impfen zu verzichten.

        Es kann aber natürlich andere valide Gründe geben.

      • Namor
        Namor sagte:

        @Tischer
        http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2101765

        Sie beziehen sich vermutlich auf diese Studie?
        Da diese auf Covid-Outcome reduziert, sollte man noch diese dazu nehmen.

        nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2110475

        Ich komme die Tage auf die Studien zurück und erläutere, warum diese kein Experiment ersetzen. Vorweg, bei beiden Studien hat Ben Reis, der ja Ihrem Welt-Beitrag das Interview gab, mitgearbeitet. Beide Studien wurden von deutschen Medien den Lesern bekannt gemacht, die berichteten Ergebnisse unterstützen, surprise surprise, die Regierungslinie.

        Kekule und Sönnichsen sind aus ihren Universitäten entfernt und werden weder Forschung finanziert bekommen, noch mediale Aufmerksamkeit erhalten.
        Wiesendanger, Kuldorff, Gupta und Bhattacharya sind als Rächts verunglimpft. Bhakti, Montagnier und Glossmann sind altersenil. Etc. Pp.
        Bald sind 95% der an Universitäten VERBLIEBENEN Wissenschaftler überzeugt von der gebenedeiten Impfung.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Namor

        „haben beide die Placebo-Gruppe entblindet.“

        Wo finde ich das? Und WANN ist das passiert?

      • Namor
        Namor sagte:

        @Anders

        Hier für Moderna und Janssen schon im Mai 2021:

        https://www.bmj.com/content/373/bmj.n1244

        The BMJ asked Moderna, Pfizer, and Janssen (Johnson and Johnson) what proportion of trial participants were now formally unblinded, and how many originally allocated to placebo have now received a vaccine. Pfizer declined to say, but Moderna announced that “as of April 13, all placebo participants have been offered the Moderna covid-19 vaccine and 98% of those have received the vaccine.”2 In other words, the trial is unblinded, and the placebo group no longer exists.

        Janssen told The BMJ: “We do not have specific figures on how many of our study participants have received a vaccine at this time.” But the company confirmed it was implementing an amended protocol across all countries to unblind all participants in its two phase III trials, the earlier of which passed the median of two month follow-up mark in January.

      • Namor
        Namor sagte:

        @anders 2

        ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8264198/

        In early 2021, both Pfizer and Moderna began to offer participants the option to become unblinded and receive the vaccine

      • Namor
        Namor sagte:

        @ anders 3

        Keine Ahnung ob man das Vorgehen damit noch topen kann?

        “Pfizer” hat noch während der Studie entblindet und die Ergebnisse als Doppelblind an die Zulassungsbehörden verkauft.

        Muss man sacken lassen! Kein Covid Todesfall unter 40.000 Probanden, insgesamt 10 “schwere Fälle” (9:1). Keine Definition von schwer, keine Aussage zu Hospilitation oder Intubation. Man muss nur je vier (4!) “schwere Fälle” in beiden Gruppen anders interpretieren, und das macht den Unterschied von 33.000.0000.000 € Umsatz für Pfizer (ohne Biontech!) nur für 2021.

        science.thewire.in/the-sciences/company-that-managed-pfizer-vaccine-trial-sites-falsified-data-whistleblower/

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Namor

        Viel Stoff, danke.

        Wenn ich es richtig verstanden habe, ist bei Pfizer aber nicht während der Studie entblindet worden, sondern eines der Labore hat Mist gebaut, die jeweils einen Teil der Studie betreuten?

        Ferner stellt sich hier eine Frage, bei der ich mich nicht auskenne und auf die ich keine schnelle Antwort finden konnte: Ab wann nach einer Studie ist Entblindung ok, wenn man der Placebogruppe einen Wirkstoff angedeihen lassen möchte? Oder gar nie?

        Den Fallunterschied sehe ich in Ihrem Beispiel weniger kritisch als Sie, da wirklich vulnerable Gruppen, von denen man heute (ja, nachher erst) weiß, dass sie besonders profitieren nur zu sehr kleinen Anteilen in solchen Trials findet. Und die Zahl der Infekte entspricht realistischen Inzidenzen.

        Ich gebe zu, an dieser Stelle noch nicht so tief drin zu sein. Ich arbeite dran.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Namor

        Die Diskussion zwischen uns verläuft in Richtung IRRELEVANT.

        Das beende ich jetzt uns zwar begründet so:

        Ich hatte gesagt:

        >Zweitens erfolgt die Verkürzung durch die EU nicht schleichend, sondern sie ist mit den Ländern abgestimmt worden und basiert auf ERKENNTNISSEN der Impfwirkung bei den aktuell aktiven Viren.>

        Sie darauf verweisend:

        >Erkenntnisse der Impfwirkung, damit meinen Sie hoffentlich kontrollierte doppelblind-Studien. Wären Sie so freundlich und würden mir solche verlinken?>

        Ich habe Ihnen diesen Wunsch nicht erfüllen können, weil ich keine derartige Studie kenne.

        Ich habe Ihnen aber mit Verweis auf ERKENNTNISS via WELT online auf eine Studie verwiesen, die ERKENNTNISSE vermittelt.

        Sie haben sich darauf bezogen mit der Feststellung, dass sie sich auf Covid-Outcom reduziert, was richtig ist, die Studie jedoch nicht disqualifiziert, aber DENNOCH eine WEITERE Studie in die Diskussion hineingezogen.

        Das Spiel mache ich nicht mit, weil ich

        a) NICHT bezweifle, dass es Studien gibt, die NICHT höchsten wissenschaftlichen Standards genügen (zur Pfizer-Studie bezüglich ihres Impfstoffs habe ich Ihnen gesagt, dass ich es für UNVERANTWORTLICH hielte, wenn dessen Wirkung und vor allem die Nebenwirkungen nicht einwandfrei nach höchsten wissenschaftlichen Maßstäben festgestellt worden sein sollten und die POLITIK dennoch das Verimpfen an Millionen Menschen betrieben hat).

        und

        b) ich es für NICHT für zielführend halte, mit Studien, die möglicherweise oder tatsächliche wissenschaftliche Standards nicht erfüllen, GEGEN zweifelsfrei gewonnene ERKENNTNISSE, die anderweitig festgestellt werden, argumentativ auszuspielen.

        Genau darum geht es bei meiner obigen Feststellung:

        Es ist so zweifelsfrei festgestellt worden, dass der Schutz bei den aktuell aktiven Viren im Zeitverlauf nachlässt, dass dies niemand ernsthaft als ERKENNTNIS bestreitet und daher FOLGERICHTIG die Verkürzung der Gültigkeit des Impfausweises angebracht ist.

        Für DIESE Erkenntnis brauchte es KEINE kontrollierte doppelblind-Methodik.

        Genauso braucht es keine derartige Methodik, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Impfen schützt (auf statistischer Basis).

        Wenn bei einer MINDERHEIT von 30% nicht hinreichend Geimpfter in der Bevölkerung, die MEHRHEIT die Betten und Intensivstationen in den Krankenhäusern von Menschen aus der Minderheit belegt werden, ist das ERKENNTNIS (bei plausibel anzunehmender Lebensführung, die sich nicht unterscheidet).

        Ansonsten:

        Was wollen Sie über die Reis-Stunde, auf die ich verwiesen habe, sagen, wenn Sie anmerken:

        >Beide Studien wurden von deutschen Medien den Lesern bekannt gemacht, die berichteten Ergebnisse unterstützen, surprise surprise, die Regierungslinie.>?

        Wenn einwandfreie Datenerhebung und daraus getroffene Feststellungen die Maßnahmen der Regierungen unterstützen, was ist dann falsch, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen?

        Nichts.

        Was Sie offensichtlich nicht verstehen, auch mit Blick auf die anderen von Ihnen genannten Personen:

        Es gibt KEIN Recht für Wissenschaftler, dass ihre Forschungsergebnisse, selbst dann, wenn sie einwandfrei ermittelt worden sind, BEACHTLICH zu finden sind.

        Ich habe den Brief gelesen, den Bhakti an Merkel geschrieben hat und hatte volles Verständnis, dass sie ihn damals – angesichts der Bergamo-Bilder – ungelesen schon im Sekretariat hat abheften zu lassen.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Gnomae

      6 Monate wäre ja noch gut, der SPD-eigene Propagandadienst rnd zitiert Staatsvirologin Cisek schon so hier:

      “Es sieht so aus, dass auch der Immunschutz Geboosterter nach drei Monaten wieder deutlich abnimmt”
      https://www.rnd.de/gesundheit/corona-impfung-in-der-zukunft-booster-alle-drei-monate-QKQ33SBK25B3JNBZGGVB3CXUNA.html

      @Herr Tischer

      “Erstens ist es KEIN Systemwandel, wenn die BERECHTIGUNGEN, die mit dem Ausweis verbunden werden, aufgrund nicht mehr vorhandener Impfwirkung VERKÜRZT werden bzw. sie nur dann gültig bleiben, wenn durch Boostern die Impfwirkung GESICHERT ist (auf statistischer Basis)”

      Ich finde es sehr unterhaltsam, wie Sie sich Ihre Entscheidung für die Impf-Abofalle rationalisieren.

      Würden Sie eigentlich immer noch von einer “Impfung” sprechen, wenn Sie jeden Monat einen “Booster” bräuchten, um die “Impfwirkung” zu “sichern”? Oder alle 2 Monate? Wo liegt die Grenze, ab wann ist es sogar Ihnen zu absurd?

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Millionen Menschen nehmen Medikamente „1 x täglich“.

        Warum?

        Weil es ihnen hilft (in aller Regel) und die Nebenwirkungen erträglich sind.

        Warum soll man sich dann nicht jede Woche impfen lassen, wenn das möglich ist und wirksam sein sollte sowie die Nebenwirkungen erträglich sind – und es eine bessere Alternative nicht gibt?

        Es gibt keinen Grund dafür.

        Ein weiterer Beweis Ihrer „Aufklärungsmasche“:

        Ohne nachzudenken umstandslos abwerten mit „Impf-Abofalle“.

        Das Virus ist die Falle, nicht eine sinnvolle, auf seine Wirkungen hinreichend geprüfte Bekämpfung.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Millionen Menschen nehmen Medikamente ‘1 x täglich’.”

        Das stimmt. Sie kämen allerdings nicht auf die Idee – oder zumindest hat sie noch kein PR-Berater der Regierung oder der Pharmaindustrie auf die Idee gebracht – diese Medikamente als “Impfung” zu bezeichnen.

        “Warum soll man sich dann nicht jede Woche impfen lassen, wenn das möglich ist und wirksam sein sollte sowie die Nebenwirkungen erträglich sind – und es eine bessere Alternative nicht gibt?”

        Dabei gibt es 2 Probleme:

        1. Wir haben nicht die Kapazitäten, jeden Impfwilligen und gar zusätzlich noch jeden Zwangsimpfling jede Woche impfen zu lassen. Das wären über 320 Millionen Impfungen pro Monat – selbst das hochgefahrene aktuelle Impfsystem mit allen möglichen Orten stattfindenden “Sonder-Impfaktionen” und speziell dafür eingerichteten Impfzentren schafft bestenfalls 1,5 Millionen Impfungen pro Tag, das ist der Rekordwert vom 15. Dezember.

        Logistisch lässt sich das nur realisieren, wenn Sie jedem Impfling beibringen, wie er sich selbst den Impfstoff injiziert, so wie das Diabetiker mit ihrem Insulin machen.

        Oder, wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie zur Schlussfolgerung kommen, dass unsere Therapeutika neuer Art (um den Begriff “Impfstoff” hier einmal zu vermeiden) als COVID-Prophylaxe in der Abreichungsform per Injektion schlichtweg ungeeignet sind. Ein gar ketzerischer Gedanke, ich weiß.

        2. Je öfter Sie einen Wirkstoff verabreichen, umso stärker fallen dessen Nebenwirkungen nach der jeweiligen Verabreichung ins Gewicht. Wenn ein Geimpfter durch die Impfnebenwirkung beispielsweise ein Zehntel des Risikos für die Entwicklung einer bestimmten Erkrankung hat, die auch als Folgeerscheinung einer COVID-Infektion auftreten kann (der relevante Absatz mit Ihrem Zitat aus dem weiter oben verlinkten Paywall-Artikel ist mir leider unverständlich, daher ein allgemeines Beispiel), was passiert dann, wenn Sie sich 10 Wochen lang jede Woche impfen lassen müssen? Was passiert nach 20 Wochen? Was passiert nach 50 Wochen? Bei einem “Booster”-Intervall von 3 Monaten hätte der typische Impfwillige nach 12,5 Jahren 50 Injektionen auf seinem Kärtchen angesammelt, also tun Sie meine Frage nicht als unrealistisch ab.

        “Das Virus ist die Falle, nicht eine sinnvolle, auf seine Wirkungen hinreichend geprüfte Bekämpfung.”

        Tja, die Betonung in dem Satz liegt aber auf “sinnvoll”…

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Haben Sie substanziell an meiner Auffassung etwas auszusetzen gehabt?

        Nichts.

        Wenn eine Medikament KEINE Impfung ist, dann wird es auch nicht Impfung genannt.
        Ich habe gesagt, wenn es MÖGLICH ist, was heißt:

        Wenn wir die Kapazitäten haben, kann man sich jede Woche impfen lassen, wenn nicht, dann nicht.

        Ich habe gesagt, wenn die Nebenwirkungen erträglich sind, was heißt:

        Wenn Sie nicht erträglich sind, kann man sich nicht jeder Woche impfen lassen.
        Was alternativ möglich ist und bevorzugt werden sollte, habe ich mit „wenn es eine bessere Alternative nicht gibt“ NICHT ausgeschlossen.

        Wenn es eine Viren-Prophylaxe geben sollte, ist die unter Beachtung aller relevanter Aspekte vorteilhafter ist, sollte sie Impfungen ersetzen.

        Ganz richtig:

        Die Betonung muss au SINNVOLL liegen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Haben Sie substanziell an meiner Auffassung etwas auszusetzen gehabt?”

        Ja klar. Haben Sie das überlesen? Ich finde es vollkommen grotesk, ein über längere Zeit wöchentlich verabreichtes Therapeutikum eine “Impfung” zu nennen, was Sie ja offensichtlich grundsätzlich für eine angemessene Wortwahl in einem entsprechenden Szenario halten (“Wenn wir die Kapazitäten haben, kann man sich jede Woche impfen lassen”).

        Das ist ein Geschäftsmodell wie bei Office365 (jetzt bitte keine Bill-Gates-Witze), wo Sie auch jeden Tag für “Software as a Service” bezahlen müssen, selbst dann, wenn Sie bloß eine Excel-Tabelle kurz bearbeiten wollen, die Sie vor 10 Jahren mal erstellt hatten – und keine der älteren Offline-Versionen von Office mehr besitzen.

        Jetzt sollen wir “Immunity as a service” bekommen, aber ich soll zur Benutzung genötigt werden, weil Sie sich sonst angeblich nicht hinreichend sicher fühlen und die Volksgesundheit nicht genug gewährleistet ist. Übergriffig und dreist, dagegen ist Microsoft ja regelrecht kundenfreundlich.

        Den Zweck verstehe ich schon: Es funktioniert so Marketing-technisch viel besser als von “Medikamenten im Abomodell” zu sprechen, und auch ein “Zwang zur Tolerierung der Verabreichung von Medikamenten” wird viel schwerer zu rechtfertigen sein als ein “Impfzwang”. So geht Framing, aber in diesem Fall ist es mir gar zu plump und zu dämlich. Naja, für Sie wohl anscheinend nicht…

        “Ich habe gesagt, wenn die Nebenwirkungen erträglich sind, was heißt: Wenn Sie nicht erträglich sind, kann man sich nicht jeder Woche impfen lassen.”

        Wie fanden Sie persönlich eigentlich Ihre Corona-Impfung(en)? So nebenwirkungsfrei, dass Sie persönlich Lust hätten, auf unabsehbare Zeit – jetzt nehmen wir mal den realistischen Verabreichungsintervall für unsere mRNA-Therapeutika – alle 3 Monate immer wieder eine neue Injektion verabreicht zu bekommen – und nicht nur wie ursprünglich mal angekündigt ein oder zwei mal, “um dann wieder frei” zu sein?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Was Sie grotesk, übergriffig und dreist nennen, ist UNERHEBLICH für eine Diskussion, bei der es z. B. darum geht, ob angesichts fundierter Datenlange eine MINDERHEIT von Ungeimpften die MEHRHEIT von Geimpften auf legitime Weise (rechtlich und/oder ethisch) in die Zwangslage versetzen kann, sich zwischen einem EXISTENZBEDROHLICHEN Lockdown für viele oder den TOD von zu vielen entscheiden zu müssen.

        Das Sie sich offensichtlich bei der Diskussion nicht von Ihrer Befindlichkeit trennen können, ist sie für mich SINNLOS.

        Lassen Sie doch einfach, mir immer wieder auf diese Weise zu antworten.

  4. Gnomae
    Gnomae sagte:

    “Insbesondere im nördlichen Afrika wechselten die Klimaphasen: Es war zeitweise eher grün und zeitweise wüstenartig, so wie heute. Ob es dort regnet oder nicht, hängt nämlich vom Monsun ab. Er wird von zyklischen Veränderungen der Erdbahn um die Sonne gesteuert, die etwa 20.000 Jahre dauern.”

    Ja, Zyklen von 20.000 Jahren sollen jetzt in Jahrzehnten verändert werden. Ein unsinniges Unterfangen.

    Krankheiten sollen bekämpft werden. Dies ist ein honoriges Anliegen. Die Wissenschaft erzielt ja mindestens Erfolge, die Krankheitsverläufe mildern, also als erfolgreich zu bezeichnen.

    Panikmache ist hier wenig zielgerichtet, weil es anscheinend eine Klasse gibt, die sich um die Vorschriften offensichtlich nicht kümmert, obwohl sie diese selbst vorgibt.

    Es existieren Megastädte mit Millionen von Einwohnern, einer Tatsache, der man sich nicht verschließen kann. Bei Virusausbrüchen ist dies fatal. Aber die Erkenntnis sollte wachsen, dass bestimmte Gruppen einfach gefährdet sind. Diese sollten vernünftig geschützt werden. Aber die andere Gruppe dafür wirtschaftlich zu opfern, ist fehlgeleitet.

    Greta sagt, wir müssen auf Wissenschaftler hören, verheimlicht aber dabei, dass es sich um Mathematiker oder Statistiker handelt, die enorme Streubreiten in ihren Modellen fahren. Gleiches gilt für Covid. Die Wissenschaft ist also offensichtlich auch nicht fähig, ihre Fehler zu korrigieren. Das Elfenbeinturm-Problem. Keine einzige Covid-Prognose war bisher wissenschaftlich tragfähig.

    Fazit: Wir brauchen keinen Systemwandel, aber einen Schutz vor Pseudo-Wissenschaftlern.

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Gnomae

      Fazit: Wir brauchen keinen Systemwandel, aber einen Schutz vor Pseudo-Wissenschaftlern.

      Ob wir einen Systemwandel BRAUCHEN, hängt von den Zielen ab, die wir uns setzen.

      Ja, wir sollten uns vor Pseudo-Wissenschaftlern schützen.

      Antworten
  5. Rolf Peter
    Rolf Peter sagte:

    Haette die Überschrift das Wort „Systemwechsel“ benutzt, hätte ich zustimmen können. Das „System“ (Kapitalismus, Marktwirtschaft) wandelt sich ständig, wenn es auf äussere und innere Entwicklungen reagiert. Typisch bto: Innovation und Wachstum – ja! – Systemwandel – nein! Obwohl offensichtlich das Eine das Andere herbeiführt (auch wenn mir jetzt Hr. Tischer gleich wieder an die Gurgel springt).

    Auch klar, wie von Hr. Tischer ausgeführt, wer einfach die Erfahrung der letzten 50 – 100 Jahre in die Zukunft fortschreibt, denkt nicht wirklich nach.

    Ein Artikel wie der heutige wird von Leuten produziert, die VWL als Glaubensbekenntnis benutzen, nicht als Analysewerkzeug.

    Ein paar Punkte spreche ich an.

    „Hunger nach weniger Kosten“

    Profitmaximierung und Kostenminimierung führen nur dann zu effizienten Ergebnissen, wenn alle (!!) Kosten berücksichtigt werden. In einer zunehmend vernetzten Welt nehmen auch die unbepreisten Externalitaeten zu. Dazu kommen Netzwerkeffekte und zunehmende Skalenerträge, die zu monopolartigen Strukturen in vielen Bereichen führen.
    Die diesbezueglichen Aussagen McAfees sind daher alle falsch.

    „die anderen großen Menschheitsprobleme ignorieren“
    Auch falsch. Ich habe vor einiger Zeit, um nur ein Beispiel zu nennen, den Dasgupta Report verlinkt.
    Ein anderes Beispiel ist eine „Review“ der Limits of Growth
    (https://advisory.kpmg.us/articles/2021/limits-to-growth.html).

    Es „knallharte“ wirtschaftliche Interessen (und Leute, die vor allem „keinen Verzicht leisten“ wollen), die vom Klimawandel und ähnlichen Problemen ablenken wollen.

    „Apokalyptisches Denken“

    So ein Schwachsinn! Die meisten Wissenschaftler (und Aktivisten) treten ja für Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ein. Apokalyptisch ist da gar nichts. Es gibt Leute, die zu apokalyptischem Denken neigen, aber das dürfte eine Minderheit sein.

    „Aber das können technologischer Fortschritt und Märkte eben nicht: aus Menschen absolut rationale Wesen zu machen.”

    Nun ja, vielleicht spricht er hier über sich. Ansonsten sagt er hier, die Menschen verhalten sich nicht meinem Modell entsprechend, also sind sie irrational.

    Antworten
  6. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Bin ja auch für den Erhalt unseres Systems. Aber so komplett kritiklos ist mir das dann doch zu viel.

    1.) Die gesamte Umweltbelastung bis in die 70er/80er ist ebenfalls vom Kapitalismus erzeugt worden. (Der Sozialismus war allerdings keinen Deut besser und in der Beseitigung der Folgen eine Katastrophe.)

    2.) Wer auf industrielle Landwirtschaft setzt, mag das ja für die Bekämpfung des Hungers auf der Welt tun. Aber auf Dauer ist das Mist.

    a) mal einen Wildschweinrücken/ein -steak/… mit dem entsprechenden Stück beim Hausschwein bzgl. Fleischkonsistenz vergleichen. Weniger Fleisch essen ist völlig fein, aber wenn, dann gutes.
    b1) Massentierhaltung produziert Unmengen an Gülle, die irgendwohin muss. Heute idR auf die Felder. Das führt zu unerwünschten Einträgen ins Grundwasser.
    b2) Man mag ja mittlerweile in Basel in den Rhein steigen können, flussabwärts nach Passieren großer landwirtschaftlicher Nutzflächen fände ich das nicht so p(r)ickelnd.

    3.) Innovationen sind gut, nötig und entstehen im Kapitalismus auch permanent. Allerdings sollte man auch immer mal ein Auge für das (aktuell) Machbare haben. Kernfusionsforschung hat sich in mehreren Dekaden offenbar nur minimal nach vorn bewegt. In der Chemie ist die bestehende Welt erforscht. Das heißt nicht, dass es keine Innovationen geben wird, aber ziemlich sicher nicht in der Geschwindigkeit des letzten Jahrhunderts. Und in wieweit das Metaverse über junge weiße Männer hinaus neue Möglichkeiten schafft, bleibt auch abzuwarten. Zur Zeit werden dort aber Unmengen an Geld für den “Bau der Zukunft” versenkt. Bei Blockchain et al. im Übrigen auch.

    4.) Wir brauchen definitiv keinen Systemwechsel, müssen aber an einzelnen Stellschrauben dringend drehen. Die Monopol-Netzwerkstrukturen rund um die Datengenerierung und -nutzung drohen in unkontrollierter Macht zu enden.

    Antworten
    • Thomas M.
      Thomas M. sagte:

      >Die gesamte Umweltbelastung bis in die 70er/80er ist ebenfalls vom Kapitalismus erzeugt worden.

      Korrekte Sicht: Umweltbelastung wurde und wird systemunabhängig erzeugt (oder hatten die Königreiche prä-1600 etwas Partikelfilter in ihren Öfen und Düngeverordnungen? Ich vermute eher nicht.).

      Aufgrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Kapitalismus und des technischen Fortschritts in Kombination mit starken Eigentumsrechten gibt es vergleichsweise guten Umweltschutz in den überwiegend kapitalistisch operierenden Ländern.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        >Aufgrund der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Kapitalismus und des technischen Fortschritts in Kombination mit starken Eigentumsrechten gibt es vergleichsweise guten Umweltschutz in den überwiegend kapitalistisch operierenden Ländern.>

        Ja, einen vergleichsweise guten Umweltschutz.

        Aber einen HINREICHEND guten mit Blick auf die 1,5-Grad-Zielsetzung?

        Mit Blick darauf ist auch die Frage interessant:

        Sind die in der Tat starken Eigentumsrechte und in Ableitung davon „Verhinderungsrechte“ eine gute Voraussetzung für die SCHNELLE Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen?

        Ich frage nur als Denkanstoß.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Hr. Tischer: Ein guter Denkanstoß, denn die regionalen Verhinderungsrechte stehen ggf. im Weg der Maßnahmen zur Erreichung überregionaler Umweltziele.

        Damit verwandt ist der Konflikt, dass regionaler und globaler Umweltschutz unter Umständen völlig gegensätzliche Maßnahmen erfordern.

        Zwei Beispiele:
        Regional seltene Vögel durch Windkraft töten und Naturfläche durch Solarenergie und Trassen aufbrauchen, um global den CO2-Ausstoß zu senken?
        Regional die Schadstoffemissionen in die Luft / Wasserverschmutzung der Schwerindustrie senken, wodurch diese aber global ansteigen, weil die Produktion an weniger regulierte Standorten verlagert wird?

        Wie entscheidet man das? Ich denke, man kann es rein logisch / sachlich nicht auflösen.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Thomas M.

        Sie nennen realistische Beispiele.

        >Wie entscheidet man das? Ich denke, man kann es rein logisch / sachlich nicht auflösen.>

        Das denke ich auch, da die Verwirklichung sich ausschließender BERECHTIGTER Interessen nicht möglich ist.

        Was ist also zu tun, wenn man dennoch ein BESTIMMTES Ziel, sei es das 1,5-Grad-Ziel oder das der Artenvielfalt erreichen will?

        Errichtung einer DIKTATUR.

        Denn dann gibt es

        a) keine sich ausschließenden Interessen mehr.

        und

        b) kann das eine gewollte/verbliebene Interesse auch mit Gewalt durchgesetzt werden.

        So werden bestimmte AMBITIONIERTE Ziel, die in Demokratien mit Marktwirtschaft nicht zu erreichen sind, tatsächlich erreicht.

        Beim Kampf gegen den Klimawandel das 1,5-Grad-Ziel (nicht global, aber im Rahmen nationalen Handelns):

        Mit rigoroser VERARMUNG der Bevölkerung.

    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ stoertebekker
      …. eine neue weltordnung, ist ein systemwechsel, von dem tothschild spricht

      henrymakow.com/deutsche/2021/12/11/jacob-rothschild-gleichheit-ist-das-endspiel/

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @foxxly

        Wer beschäftigt sich denn mit so ‘nem Zeug?

        Gehen Sie raus in die Natur, genießen die Sonne, hören den Vögeln zu, atmen die kalte Winterluft und freuen sich, dass Ihnen dies alles möglich ist.

        Und danach lehnen Sie sich an den warmen Ofen und spüren wohlige Wärme und zufriedene Müdigkeit aufsteigen.

      • Gnomae
        Gnomae sagte:

        @ foxxly

        Der einzige Sinn der Londoner City besteht im Geldverdienen.

        Alles andere wäre ja absurd, da mit Theorien kein Geld verdient werden kann.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Stoertebekker

      “2.) Wer auf industrielle Landwirtschaft setzt, mag das ja für die Bekämpfung des Hungers auf der Welt tun. Aber auf Dauer ist das Mist. ”

      Wie wollen Sie knapp 8 Milliarden Menschen auf der Erde ohne industrielle Landwirtschaft ernähren? Oder, alternativ, wie wollen Sie die globale Bevölkerungszahl schnell senken?

      Antworten
      • Stoertebekker
        Stoertebekker sagte:

        @R Ott

        Hab ich doch gar nicht behauptet.

        Allerdings – und das hab ich auch nicht geschrieben – könnten wir zum Einen die Massentierhaltung massiv enschränken und zum Anderen diesen ganzen Irrsinn rund um Biogas (USA, Brasilien, Deutschland, China, Indien), Bioethanol (USA, Brasilien), Biodiesel (D, F, USA, BR, ES) auf Abfallstoffe reduzieren. Was heute großteils nicht der Fall ist.

  7. Zweifler
    Zweifler sagte:

    “…Wir können sie aber realisieren, indem wir aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen…”

    Es gibt Todesarten, die einen Suizid durchaus überlegenswert erscheinen lässt.

    Antworten
  8. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “Wir brauchen keinen Systemwandel, um das Klima zu retten.”

    Sehr geehrter Herr Dr. Stelter, da liegt ein Missverständnis vor. Die Einstellung der Sozialisten ist umgekehrt:

    “Wir brauchen die Klimarettung, um einen Systemwandel durchzusetzen.”

    Sie geben es nur nicht gerne offen zu.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      “Wir brauchen die Klimarettung, um einen Systemwandel durchzusetzen.”

      Auch geschürte Panik vor einer globalen Viruspandemie (aktuell: Variante “Omikron”) ist bei der Durchsetzung eines Systemwandels sehr nützlich. Mit den Überwachungswerkzeugen einer totalitären digitalen Gesundheitstechnokratie lassen sich zum Beispiel auch andere Reise- und Bewegungseinschränkungen viel leichter realisieren, dagegen waren die Passierscheine in der Sowjetunion, die man brauchte, um sich von Distrikt zu Distrikt bewegen zu können, ja geradezu amateurhaft primitiv.

      Antworten
      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        Herr Ott, vor kurzem haben Sie sich über eine Jahrzehnte alte Broschüre der Grünen lustig gemacht, in der sie vor einer zunehmenden „Verdatung“ der Menschen in Unternehmen gewarnt haben. Hatten sie mit ihren Befürchtungen nicht Recht?

        Heute leben wir in einer Welt, in der die Privatsphäre verschwindet und die externe Kontrolle und Steuerung der Menschen immer einfacher wird.

        Was da als Vorwand benutzt wird, spielt letztlich keine Rolle. „Wir“ haben die Digitalisierung, das Internet und auch zunehmende Abhängigkeiten aufgrund internationaler Verflechtungen gewollt, weil sie zu steigendem materiellen Wohlstand und Komfort geführt haben. Und gerade hier in bto wird ja ständig eine lautes „Weiter so!“ propagiert.

        Es gilt hier allerdings: Wer A sagt, muss auch B sagen. Nochmal: Mit Corona oder dem Klimawandel hat das alles nichts zu tun. Gaebe es beide nicht, dann würden andere Gründe existieren, um die o.g. Entwicklungen zu rechtfertigen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Rolf Peter

        Das war nicht irgendeine Broschüre, sondern das offizielle Grünen-Wahlprogramm für die Bundestagswahl 1987, und was die Grünen damals ablehnten nannten Sie die “Informatisierung” der Gesellschaft:

        “Keine Informatisierung der Gesellschaft
        (…)
        “DIE GRÜNEN unterstützen den Widerstand gegen IuK-Techniken [Informations- und Kommunikationstechniken” und fordern:
        • Ausweitung der Mitbestimmungsrechte über Be­triebe und Branchen hinweg, um der übergreifen­ den technischen Vernetzung begegnen zu können.
        • Verbot von Personalinformationssystemen und sonstiger Systeme, die geeignet sind, die Beschäftig­ten zu verdaten.
        • Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
        • Keine Dienste- und Netzintegration im Fern­sprechnetz (ISDN).
        • Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
        • Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.
        • Wirksame parlamentarische Kontrolle der Post.
        https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/publikationen/1987_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf

        DIE GRÜNEN sind für Boykottmaßnahmen ge­gen Erzeugnisse der IuK-Industrie wie Bildschirm­text und sind für die Entwicklung alternativer Tech­nologien und nicht-technologischer Alternativen.”

        “Hatten sie mit ihren Befürchtungen nicht Recht?”

        Hihi, die alten naturbelassenen Grünen-Zausel der 1980er Jahre hatten da ein interessantes Thema entdeckt, aber auf ihre unnachahmliche Art völlig schwachsinnige politische Forderungen daraus abgeleitet – was sollen denn beispielsweise “nicht-technologische Alternativen” zu Glasfaserverkabelung und Satellitenfernsehen sein? Die Zucht von ganz, ganz schnell fliegenden Brieftauben vielleicht?

        Und heute ist die gleiche Partei voll auf Transatlantiker- und CIA-Linie, von den heutigen Grünen ist jedenfalls kein Widerstand mehr gegen das zu erwarten, was sie vor 35 Jahren noch bekämpft hatten.

        “Heute leben wir in einer Welt, in der die Privatsphäre verschwindet und die externe Kontrolle und Steuerung der Menschen immer einfacher wird. (…) ‘Wir’ haben die Digitalisierung, das Internet und auch zunehmende Abhängigkeiten aufgrund internationaler Verflechtungen gewollt, weil sie zu steigendem materiellen Wohlstand und Komfort geführt haben. (…) Es gilt hier allerdings: Wer A sagt, muss auch B sagen.”

        Nö, muss er nicht. Da steckt Ihr Denkfehler.

        Sie scheinen zu glauben, dass immer weiter entwickelte Informationstechnik und Verlust der Privatsphäre irgendwie untrennbar miteinander verbunden ist und man das eine nicht ohne das andere haben kann.

        Aber theoretisch ginge das schon. Wir könnten zum Beispiel in der Telekommunikation viel mehr verschlüsselte Dienste benutzen (was insbesondere US-Geheimdienste und deren Büttel in Europa seit Jahrzehnten massiv bekämpfen) – dagegen haben allerdings sowohl die bekannten fünfäugigen Geheimdienste etwas, wie auch die großen, vornehmlich ebenfalls amerikanischen IT-Konzerne, die gerne weiter unsere Kommunikation lesen und auswerten möchten um uns dann Werbung oder subtile politische Erziehung aufzudrängen.

        Noch ein Beispiel? Wir könnten die großen Plattformbetreiber viel härter regulieren und ihre Aufspaltung erzwingen, damit zum Beispiel nicht der gleiche Konzern (Alphabet) gleichzeitig der größte Suchmaschinenbetreiber der westlichen Internet-Welt ist (Google) und dazu auch noch den größten Kartendienst (Google Maps), die größte Videoplattform (Youtube), den größten Anbieter für Online-Werbung (Google Ads), eines der bedeutendsten Handy-Betriebssysteme (Android) und den bedeutendsten Software-Distributionskanal (Google Play) für eben diese Handys kontrolliert.

        Ich könnte genau das gleiche auch für den Apple-Konzern, den Metaverse-Konzern (“Facebook”, “Instagram”, “Whatsapp”, etc.), den Microsoft-Konzern, den Amazon-Konzern, und so weiter durchdeklinieren.

        Ist aber natürlich viel profitabler für ganz wenige Konzerne, das alles zu monopolisieren – und auch viel praktischer für neugierige Regierungen, wenn ihre Dienste ihre Anfragen nur an wenige Konzerne richten müssen anstatt tausende kleine Anbieter zu befragen, die vielleicht nicht einmal einen eigenen Lobbyisten in der Hauptstadt sitzen haben…

        Ich habe eine Frage an Sie: Würden Sie sich gegen den Verlust Ihrer Privatsphäre und die immer weiter gehende staatliche Kontrolle über Ihr Leben wehren, wenn Sie glaubten, dass diese Entwicklung nicht unvermeidlich wäre?

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      >Die Einstellung der Sozialisten ist umgekehrt:

      “Wir brauchen die Klimarettung, um einen Systemwandel durchzusetzen.”>

      Ja, die der Sozialisten.

      Weitergedacht:

      Die Einstellung hart gesottener Gewinnmaximierer ist:

      Wir brauchen die Klimarettung, um das System der Profitgenerierung aufrecht zu erhalten.

      Antworten
  9. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Es gibt eine Reihe von Wissenschaftlern – zu denen auch ich mich zähle –, die die Statistiken und Zahlenmaterialien der letzten 50 Jahre intensiv studierten und zum Schluss kamen, dass es absolut problemlos geht, ökonomisch weiterzuwachsen und zugleich die Umweltverschmutzung und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.”>

    Schlussfolgerung daraus – aus Erkenntnissen der LETZTEN 50 Jahre, aber nicht derjenigen, die für die ZUKÜNFTIGEN 50 Jahren relevant sind:

    >bto: Das sehe ich ganz genauso. Wir müssen einfach die Innovationskraft stärken.>

    Und konsequenterweise der Imperativ:

    >Lasst uns mehr Kapitalismus wagen, denn er bedeutet Fortschritt. (…) meine These (ist): dass der Kapitalismus mit seinem unerbittlichen Durst nach Gewinn und Profit Erstaunliches bewerkstelligt. Geht es um die Minderung des Ressourcenverbrauchs auf unserem Planeten, dann ist Kapitalismus unser bester Freund und nicht unser Feind. Das ist die größte kontraintuitive Herausforderung, dass der Hunger nach mehr Profit auch ein Hunger nach weniger Kosten, also Ressourcenschonung ist. Beide gehen Hand in Hand.”>

    Perfekte Logik.

    Aber FEHLGELEITETE Logik.

    Wenn sich McAffee bekennend zu den Wissenschaftlern zählt, dann sollte er sich WISSENSCHAFTLICH mit den Wissenschaftlern auseinander setzen, die behaupten, dass bei VERFEHLUNG des 1,5-Grad-Ziels Kipppunkt überschritten werden, nach denen es KEINEN Return zu der Normalität gibt, d. h. eine NACHHALTIGE kapitalistische Wirtschaftsweise NICHT möglich ist derart, dass sie ökonomisches Wachstum und Reduktion von Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch miteinander vereinbart.

    Denn wenn die Kipppunkte überschritten werden, geht es letztlich NUR noch darum, die Lebensbedingungen zu SICHERN, was eine ganz andere ZIELSETZUG ist, als „mit unerbittlichem Durst nach Gewinn Erstaunliches zu bewerkstelligen“ zum Zweck der Befriedigung INDIVIDUELLER Bedarfe.

    Daher ENTWEDER:

    Wir erkennen an, dass wir Kipppunkte überschreiten können mit Folgen, die wir nicht wünschen.

    Dann muss das 1,5-Grad-Ziel um JEDEN Preis erreicht werden, was AUSSCHLIESST, dass die kapitalistische Wirtschaftsweise zu IRGENDEINEM Zeitpunkt irgendein Ziel, etwa AUCH das 1,5-Grad-Ziel erreichen darf.

    Die kapitalistische Wirtschaftsweise muss als ein vorteilhaftes VERFAHREN zwar nicht entfallen, kann aber nicht mehr den oben geforderten Stellenwert einnehmen, d. h. kann NICHT mehr eine DOMININIERENDE Zielerreichung entsprechend individueller Präferenzen beanspruchen.

    ODER:

    Wir akzeptieren, dass Kipppunkte überschritten werden und stellen uns auf die Folgen ein.

    Das ist die realistischere Alternative angesichts der WACHSENDEN Zahl von Menschen auf diesem Planeten, was McAffee und bto. ausblenden:

    >“Wenn wir alles gut handhaben, werden immer mehr Menschen in Wohlstand leben können, die heute noch in bitterer Armut vor sich hinvegetieren. Und Armut, das sagte schon Indira Gandhi, ist der größte Umweltverschmutzer. Die Armen wollen ihre Lebensumstände verbessern, und es ist unsere Pflicht, ihnen dabei zu helfen.” – bto: Das tun wir nicht, wenn wir Ressourcen planwirtschaftlich völlig falsch einsetzen.>

    Wenn wir akzeptieren, dass die Kipppunkte überschritten werden, können wir wie hier empfohlen mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise fortfahren.

    Dies allerdings NUR so lange, bis der Massenansturm auf die Wohlstandsinseln und die Folgen, etwa der steigende Meeresspiegel zu derart dirigistischen Eingriffen zwingen, dass auch da gelten wird:

    Die kapitalistische Wirtschaftsweise muss als ein vorteilhaftes VERFAHREN zwar nicht entfallen, kann aber nicht mehr den oben geforderten Stellenwert einnehmen, d. h. kann NICHT mehr eine DOMININIERENDE Zielerreichung entsprechend individueller Präferenzen beanspruchen.

    Entweder/Oder:

    Der Kapitalismus wird NEU eingeordnet werden MÜSSEN statt mit Verweis auf seine unstrittig herausragende Funktionalität BEDINGUNGSLOS – Kipppunkte zu vermeiden suchen oder sie überschreiten? – zur ULTIMATIVE Rationalität des Wirtschaftens hochstilisiert zu werden.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “Dies allerdings NUR so lange, bis der Massenansturm auf die Wohlstandsinseln und die Folgen, etwa der steigende Meeresspiegel zu derart dirigistischen Eingriffen zwingen”

      Sie glauben, wir müssen eine Planwirtschaft einführen weil vielleicht der Meeresspiegel in 100 Jahren um schlimmstenfalls 1 bis 2 Meter steigt?

      Was für ein hysterischer Unsinn.

      Ich bin mir allerdings sicher, dass es zu keinem “Massenansturm” auf Europa kommen wird, wenn es in Zukunft im europäischen “Energiewende”-Winter nicht mehr zuverlässig funktionierende Heizungen und nicht mehr jederzeit Strom geben wird. Da bleibt man doch lieber auf einem anderen Kontinent – nötigenfalls ein paar km im Landesinneren.

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        >Sie glauben, wir müssen eine Planwirtschaft einführen weil vielleicht der Meeresspiegel in 100 Jahren um schlimmstenfalls 1 bis 2 Meter steigt?
        Was für ein hysterischer Unsinn.>

        Mir einen derartigen Glauben zu unterstellen, ist IHR hysterischer Unsinn.

        Ich glaube nicht daran, dass wir etwas MÜSSEN.

        Ich bin allerdings der Meinung, dass wir bzw. die nach uns hier Lebenden etwas WOLLEN, nämlich versuchen werden, Ziele zu erreichen, die nicht mehr mit dem propagierten DOMINIERENDEN Kapitalismus erreicht werden können – die SICHERUNG erodierender Lebensbedingungen.

        Wenn die Kipppunkte überschritten werden, ist DAS jedenfalls das Ziel.

      • Rolf Peter
        Rolf Peter sagte:

        @D. Tischer

        „Ziele zu erreichen, die nicht mehr mit dem propagierten DOMINIERENDEN Kapitalismus erreicht werden können“

        Welche Ziele? Meiner Meinung nach können die bekannten Ziele (sagen wir, abgeleitet aus dem Pariser Abkommen) mit den gängigen Mitteln innerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems erreicht werden: Bepresiung von Externalitaten und ausgewählte Regulierungen. Selbstverstaendlich wird sich „das System“ dabei ändern, wenn es auf diese Anreize bzw. neuen Regeln reagiert, aber abschaffen im Sinne von „Sozialismus einführen“ oder so, muss man da nichts.
        Die meisten durchgreifenden Vorschläge, die ich kenne, setzten auf Umgestaltung im existierenden marktwirtschaftlichen System.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Rolf Peter

        >Meiner Meinung nach können die bekannten Ziele (sagen wir, abgeleitet aus dem Pariser Abkommen) mit den gängigen Mitteln innerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems erreicht werden: Bepresiung von Externalitaten und ausgewählte Regulierungen. Selbstverstaendlich wird sich „das System“ dabei ändern, wenn es auf diese Anreize bzw. neuen Regeln reagiert, aber abschaffen im Sinne von „Sozialismus einführen“ oder so, muss man da nichts.>

        Man kann zwar marktwirtschaftliche Mittel EINSETZEN, etwa mit der Bepreisung von Externalitäten, aber NICHT innerhalb des EXISTIERENDEN marktwirtschaftlichen Systems, dass dieses eben AUSSCHLIESST.

        Setzt man die Mittel ein, kommt man zu einem ANDEREN marktwirtschaftlichen Systems.

        Setzt man sie so KONSEQUENT ein, dass das 1,5 -Grad-Ziel erreicht wird, dann schafft man ein NEUES marktwirtschaftliches System, in dem die Strukturen so umgebaut werden, dass

        a) viele Menschen ihre JETZIGEN Ansprüche aufgeben müssen

        oder

        b) das neue marktwirtschaftliche System von ihnen aufgegeben wird.
        Es ist eine ILLUSION zu glauben, dass das 1,5-Grad-Ziel mit den heute und vermutlich auch zukünftig marktwirtschaftlich zu schaffenden Mitteln (rein) marktwirtschaftlich zu erreichen ist.

        Troodon hatte am anderen Thread einen Wissenschaftler der Energietechnik verlinkt, der zum Ergebnis kommt:

        Es ist aussichtslos, das 1,5-Grad-Ziel überhaupt erreichen zu können.

    • Alexander
      Alexander sagte:

      @Dietmar Tischer

      Einwand.

      Problem:

      “”Wissenschaften seien im Kern und letztendlich eine Macht der Disziplinierung, nicht der Wahrheit verpflichtet: überhaupt: „Wahrheiten“ gibt es nur im Plural””

      Wissenschaft als Türöffner zur Veränderung, zuletzt mit der politischen Erwartung umstrittene Umstände einfach zu “glauben”.

      Bsp. leitende Wissenschaftler der Regierung
      https://www.youtube.com/watch?v=No1SXZChe3Y
      Heute weis jeder um das gebrochene Versprechen von Wissenschaftlern, die es zum Zeitpunkt gar nicht wissen konnten.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander
        Das Problem ist, dass mit angeblicher Wissenschafts-Kompetenz ohne Risiko inflationär um sich geworfen werden kann: Jeder Titelräger kann derzeit behaupten,
        ” eine Studie” ( gerne aus entfernten Ländern, Israel z.B. ) habe das oder jenes bewiesen- niemand kann überhaupt mehr kritisch prüfen, wie viele Studienteilnehmer, Zeitdauer, Studiendesign etc angewendet wurden. Panikmodus im Dauerzustand, und so lange Figuren wie Veteriär – RKI-Chef Prof Wieler noch im Amt sind, ist kein Ende von Konfusion , Propaganda, Lug und Trug in Sicht: Ich erinnere, dass genau Wieler im Amt seit Jahren NULL Vorbereitungen für Pandemien in seinem Hause parat hatte, Total-Versagen und trotzdem im Amt. Eine Wissenschafts-und Titelbetrügerin neue Bürgermeisterin in Berlin, was soll man noch erwarten?
        Immerhin: Wenn ich im Frühjahr noch nicht TOT -sein werde ( weil ungeimpft) , muss ich als dauerhaft genesen gelten, ich nehme den genialen Herrn-Frau -Spahn beim Wort:
        https://www.youtube.com/watch?v=Zzj9RflT2ic
        Champagner wird knapp, verdammt, die verbliebene Zeit feiern, bis die Polizei kommt!
        #Umwertung aller Werte#, danke, dass Sie daran erinnerten, passt.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Alexander

        “”Wissenschaften seien im Kern und letztendlich eine Macht der Disziplinierung, nicht der Wahrheit verpflichtet: überhaupt: „Wahrheiten“ gibt es nur im Plural””

        UNSINN.

        Wissenschaft ist der Wahrheit VERPFLICHTET.

        Und es gibt einen bestimmten Sachverhalt betreffend, nur eine WAHRHEIT, aber nicht WAHRHEITEN:

        Etwas ist der Fall ODER es ist nicht der Fall.

        Etwas ganz ANDERES ist, zu WAS Wissenschaft genutzt wird von Interessen und insbesondere der Politik.

        Ich verweise nochmals auf Carl Friedrich v. Weizsäcker (war Wissenschaftler!):

        „Die Wissenschaft hat heute die ROLLE der HERRSCHENDEN Religion.“

        Das hat NICHTS mit Wahrheit zu tun, sondern mit der GESELLSCHAFTLICHEN INSTRUMENTALISIERUNG von Ergebnissen der Wissenschaftler als WAHRHEITSFINDER – so wie früher die Instrumentalisierung von Auslegungen der Schriftgelehrten als religiöse DEUTER.

        Insofern:

        Es gibt dem Selbstverständnis von Wissenschaftlern nach KEINE „Leitenden Wissenschaftler in der Regierung“, sondern nur Wissenschaftler, die der Regierung sagen, was ihren Erkenntnissen nach der Fall sein wird, wenn sie X, Y oder Z der Bevölkerung zumuten wollen und beschließen.

        Was die Regierung BESCHLIESST, liegt AUSSCHLIESSLICH in ihrer Verantwortung.

        Wenn die Regierung sich auf die diese Wissenschaft BERUFT bei ihren Beschlüssen, dann tut sie es, um die Fundierung ihrer Beschlüsse darzulegen bzw. sie zu legitimieren als diese und keine anderen Beschlüsse.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dietmar Tischer

        Sie beschreiben wie die Mechanismen “sein sollten” und vergessen die Kontrolle ob die Mechanismen “noch in der Weise wirken”.

        Obiges Zitat stammt von einem befreundeten Wissenschaftler anlässlich seines Impulsreferats im Rahmen der “mutigen Gespräche” meiner Heimatstadt.

        Beispiele für Wissenschaftsbetrug begleiten uns seit dem Skandal um Gutenberg, die Dunkelziffer ist um ein wieviel-faches größer?

        Klimawandelwissenschaft ringt um den Abschluß, damit endlich Massnahmen ergriffen werden. Dazu werden alle Register gezogen, vgl. Forderung nach der Todesstrafe für Leugnung von Wissenschaftlern durch Wissenschaftler. Kein Laie kann mithalten und genau wie @Chrisitan Anders mir jedes “herbei geschleppte” Argument aus der Hand schlägt, verfährt mein Bruder bei der Durchsetzung seiner Ziele, auch so ein Physiker – anekdotisch.

        Neben der Legitimierung politischer Entscheidung bewirkt die Übung dieser Wissenschaft ihre eigene Entwertung, wenn die apokalyptischen Katastrophen nicht wie prognostiziert eintreten.

        Harvard relativiert die Doktorarbeit unseres lieben Lauterbach zu essay, um sich zu schützen?

        Anschaulicher als im Verlauf der großen Pandemie geht es gar nicht und die Frage für mich ist, welche Konsequenzen unsere Gesellschaften für die Entscheidungsfindung ziehen – ohne, dass ich gesellschaftliche Handlungszwänge leugnen wollte.

        Mit Wissenschaft allein überzeugt mich niemand mehr, meinen Glauben habe ich an der Kirchen bereits verloren. Leider kann man nur 1x austreten – wie bei Parteien.

        Erwägen Sie meinen Einwand.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Sie zeigen leider immer wieder, dass Sie nicht Dasselbe unter Wissenschaft verstehen, wie ich. Beispiel:

        „Beispiele für Wissenschaftsbetrug begleiten uns seit dem Skandal um Gutenberg“

        Glauben Sie, das, was Gutenberg hat schreiben lassen, wäre „Wissenschaft“, wenn er es selber gewesen wäre? Echt?

        Nicht alles, was eine Fakultät die einer Uni ausspuckt, ist Wissenschaft. Und vieles, das als Wissenschaft gilt, ist noch lange nicht nach der naturwissenschaftlichen Methode entstanden. Gutenbergs Kompendium wäre niemals so etwas wie Wissenschaft gewesen, ganz egal, wer es verfasst hat.

        Ja, man bekommt Doktortitel für Fleißleistungen entlang eines Standards. Wissenschaft hat man damit noch lange nicht betrieben.

        Bei dem ganzen Coronathema reden wir AUSSCHLIEßLICH über naturwissenschaftliche Methodik, also nur einen Teil dessen, das als „Wissenschaft“ firmiert und einen noch kleineren Teil dessen, was Autoren an Unis für Wissenschaft halten.
        Sie scheinen das alles zu vermischen.

        Und ich schlage Ihnen keine Argumente aus der Hand, ich verweise darauf, dass Sie
        a) Studien anführen, die Sie definitiv falsch verstanden haben und
        b) Dinge als Fakten darstellen, die in Studien nicht entdeckt werden konnten.

        Und zwar genau NICHT anekdotisch. Sie müssen anerkennen, dass die naturwissenschaftliche Methode es erzwingt, dass individuelle Schicksale ausgeblendet werden und das statistische Ergebnis zählt, wenn man Fragen wie die nach dem Impfnutzen/Impfschaden bewertet.

        Das ist kein Opferleugnung, wie Sie mir gerne unterstellen, sondern eine bestimmte Methodik so angewendet, wie sie angewendet werden MUSS. Dass es keine Opfer gäbe, sagt niemand.

        Dass Ihnen das hier und offenbar auch privat passiert, diese Art von Widerspruch zu ernten, die Sie anscheinend nicht verstehen wollen: Bringt Sie das kein Bisschen zur Selbstreflexion, ob dies auch an IHNEN liegen könnte?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Das Problem der Studien sehe ich in den Ursprungssprachen, die meist nicht die Wissenschaftssprache sind, d.h. 2 Übersetzungen bis wir uns über die Auslegung streiten – und dabei siegt wissenschaflticher Anspruch immer; das wissen Sie 😉

        (Zulassungs-) Studien sind wie Bilanzen immer ein Blick in die Vergangenheit, eine Nachkalkulation zur Prüfung erreichter Ziele.
        Der Interessenkonflikt der Beteiligten weckt dabei mein Misstrauen wenn Wunsch und Wirklichkeit kollidieren. Wissenschaft ist max. dem Gewissen verpflichtet, vgl. Verfassungsgericht – nicht viel in dieser Zeit.

        Anders verhält es sich mit Modellen für Vorhersagen in der Zukunft. Diese Modelle beinhalten Variablen die bestenfalls durch Erfahrungswerte genähert sind und einer ständigen Kontrolle bedürfen. Auch hier gibt es Interessenkonflikte aus Wunsch und Wirklichkeit bzw. Ergebniszwänge zur Verlängerung von Forschungsfinanzierungen – natürlich auch in der Physik, in Europa staatlicher orientiert als in den USA.

        Trotz der Naturkatastrophen / Zerstörung haben sich die Klimamodelle weder evident noch valide erwiesen. Man widerspricht den Vorhersagen der 1970er fundamental, vgl. neue Eiszeiten.

        Kein Problem hatte ich solange die Klimabemühungen zum besseren Ressourceneinsatz und Entwicklung zukunftsfähiger Produkte diente, aber das hat sich mit Eintritt in die Energiewende geändert.

        Auf einmal ist Verschwendung von Ressourcen i.O, Unrentabilität subventioniert, Wälder gerodet, lokale Klimazonen verändert (Windräder) und der Abbruch von Industrien betrieben, deren schmutzige Erzeugnisse wir dann von schmutzigeren Staaten importieren müssen. Co² Zertifikate verteuern dabei nur die Lebenshaltung, verbessern nicht das Klima, wenn im Zweifel die Auswanderung lohnend wird.

        Hinterher kennt jeder Depp die Lösung, den Weg unter kleinstmöglichen Schäden vorwärts zu irren ist unternehmerisches Denken. Bei Lebensgefahr kürzeste Qualitätsregelkreise unter Vermeidung von Klumpenrisiken ist mein Ansatz für klimatische Herausforderungen und diese Pandemie.

        > 6 Mrd. Spritzen zu setzen im guten Glauben halte ich für genauso wahnsinnig wie Europa zum Jahreswechsel einer blackout Gefahr auszuliefern. Wird gestorben ist es zu spät.

        Nachdem man die Wissenschaft nicht kontrollieren kann und Glauben keine Lösung ist, muss man sich die Entscheider ansehen und damit dürften sich alle Fragen erübrigen, deren Sozialisation ist klar.

        Zero covid war eine Ansageder ultras, welche die Wissenschaft im Wissen der Mutationsfähigkeit von Atemwegsviren bei allen Säugern sofort als Selbstzerstörung hätte entlarven müssen.

        Wir erwarten den lock down für vollständig Immunisierte.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Sie dürfen misstrauen, wie Sie wollen. Sie misstrauen aber nicht bloß, sondern hauen laufend fake facts raus, um eine Position zu legitimieren, mit den real facts vom Tisch wäre. Beispiel:

        „Trotz der Naturkatastrophen / Zerstörung haben sich die Klimamodelle weder evident noch valide erwiesen. Man widerspricht den Vorhersagen der 1970er fundamental, vgl. neue Eiszeiten.“

        Das ist einfach falsch. Es wurde in den 70ern ein Medienhype um eine Minderheitenmeinung von Wissenschaftlern gemacht, bzw. auch einfach wissenschaftlich korrekte „wenn – dann“ Aussagen als Prognosen dargestellt.

        Auch in den 70ern sagte die Wissenschaft die Erderwärmung durch CO2 voraus. Und diese hat sich entsprechend der Modelle von damals auch noch fast passgenau so entwickelt – und zwar die Szenarien, welche die später reale Entwicklung der CO2 – Konzentration enthielten.

        Wieso ist das so? Nun, eine Erklärung ist, dass man die Physik rund um CO2 und dessen Verzögerungswirkung beim Nettoenergietransfer vom Erdboden richtig verstanden hat. Was wenig verwundert, denn diese Rechnungen wurzeln in der heute am meisten überprüften und nie falsifizierten Theorie der Physik überhaupt, der Quantenmechanik.

        Und Sie mäandern um solche Feststellungen herum mit allen möglichen Nebelwerfern, statt sich einfach mal zu fragen, welche Schlüsse man aus solchen Fakten alle ziehen kann ( DA kann man dann ja verschiedene Ansätze haben ).

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Sie unterstellen mir fake facts. Putzig.

        Zu faul etwas Literatur dazu zu verlinken?

        Immerhin relativiert der Spiegel eine frühere Ausgabe
        https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaforschung-eiszeit-konsens-der-siebziger-ist-ein-mythos-a-537003.html

        Mythos ist objektive Sprache (?), denn schon damals war die Diskussion umstritten als ob Erkenntnis von Mehrheiten abhinge.

        Wenn Erkenntnis von Mehrheiten abhängt ist die Zielrichtung unserer Wissenschaft klar definiert, bedenkt man die Interessen seitens der Finanziers.

        Genau deshalb interessieren mich Studien nur sekundär, solange sich die Ereignisse in der Realität so rasch einstellen wie wir das erleben.

        Wenn der Gesamtmarkt erst merkt was mit unserer Wissenschaft los ist….

      • weico
        weico sagte:

        @Alexander

        “Wenn Erkenntnis von Mehrheiten abhängt ist die Zielrichtung unserer Wissenschaft klar definiert, bedenkt man die Interessen seitens der Finanziers.”

        Absolut.

        Erklärt auch, warum die deutschen Klimaschreier besonders viel und heftig ihre “Interessen” und “Futtertöpfe” verteidigen und darum in den Medien omnipräsent sind.
        Man ist stolz darauf….häufig zitiert zu werden…!

        Quantität verdrängt Qualität….

        https://www.pik-potsdam.de/de/aktuelles/nachrichten/top-1-prozent-der-meistzitierten-forschenden-erfolg-fuer-pik-in-weltweiter-rangliste

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @weico

        Der Durchbruch der Klimawandelforscher war die Anerkennung durch den US Vizepräsidenten Al Gore und seine epische Verfilmung vom verlorenen Eisbären.

        Im nachhinein erwies sich dieses Werk als wenig wissenschafltich mangelhaft….

        Nichts desto trotz haben wir heute in den verschiedenen Wissenschaften einen Ersatz für unser religiöses Bedürfnis gefunden, ihre Priester wachen über die reine Lehre und Ketzerei wird durch öffentliche Verbrennungen bestraft…. Bücher oder Karrieren….interdisziplinär.

        Nein, ich möchte kein Wissenschaftler sein….

      • weico
        weico sagte:

        @Alexander

        “Nichts desto trotz haben wir heute in den verschiedenen Wissenschaften einen Ersatz für unser religiöses Bedürfnis gefunden, ihre Priester wachen über die reine Lehre und Ketzerei wird durch öffentliche Verbrennungen bestraft…. Bücher oder Karrieren….interdisziplinär.”

        Passend dazu Georg Kreisler ..:
        https://www.youtube.com/watch?v=OsFIyB6wNJY

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander
        Es ist moderner Mythos, Wissenschaft sei der Wahrheit verpflichtet :
        Drittmittel-Abhänigkeit, Korruption Studien-Fälschungen, Vertuschung von lebensgefährlichen Studien an Patienten. Ich erinnere mich an grandiose Chef-Visiten in blüten- weissen Arztkitteln mit Star-Gefolgschaft von selbst auch fälschenden Oberärzten: Freiburg, Uniklinik, Hämatologie, Krebforschung: , Profs. Mertelsmann, Herrmann, und Bach .
        Oder, kurz danach: Heidelberger Brustkrebs-Bluttest-fake-Skandal.
        DFG/ Deutsche Forschungs-Gemeindschaft, Obergutachter, sie waren dabei, Kollaborateure . Und das ist nur die Spitze des Eisberges,
        Wer sucht , der findet Wahrheit, was gerade inszeniert wird, übertrifft alle bisherigen Medizinskandale .
        https://www.aerzteblatt.de/archiv/29815/Faelschungs-Skandal-Verjaehrt-und-zugenaeht
        #Sie verraten sich durch ihr Auftreten: Bullshit-detector mobilisieren#

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        „Mythos“ passt schon.

        Es war nie wirklich umstritten. Heute weniger denn je, denn man konnte seit den 70ern die Satellitenmessungen machen, die vorher fehlten.

        Es hat sich eine Mehrheit hinter der Empirie gebildet – oh Wunder. Und für die Ansichten der Minderheit findet diese keine Evidenz. Nada. Seit den 70ern nicht. Sollte zu denken geben.

        Ich weiß nicht, WAS ich verlinken soll? Sie selbst hatten das doch alles schon verlinkt. Es sind Ihre eigenen Quellen, die Ihre Darstellungen widerlegt hatten. Soll ich nachtreten, oder worum bitten Sie mich hier?

        Es ist doch so: Sie wie auch z. B. weico wollen die Regelungen der gesellschaftlichen Diskussion auch auf Naturwissenschaften angewendet wissen: Die Pluralität mehrerer Meinungen nebeneinander als gleichberechtigte Alternativen.

        Klingt nett. Ist bloß Quatsch.
        Und mehr als Ergebnisse dieses Ansatzes hat hier noch niemand produziert.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Aus dem Kreis der Opfer und ihrer Angehöriger speist sich eine Opposition, die keine Politik mehr überzeugen kann – immer entlang der Skandale, von denen man keine Kenntnis haben muss.

        Andekdotisch – wie man zum Reichsbürger wird:
        Ein Vater besucht zur Freude der Tochter (10J.) ein Freibad und wird von einem Unbekannten über das offensichtlich autistische Verhalten des Mädchens angesprochen. “Gell, das hat sie seit der Standardimpfung gegen ******, schau meine Tochter dito……”

        Daraufhin beginnt der Mann, der eigentlich für die CSU in den Landtag einziehen sollte, seine Recherche und verliert seine politische Heimat.

        Obwohl auch ich den Kontakt verloren habe schaudert mich der Verlauf, denn das bedeutet dass man sich auf nichts und niemanden verlassen darf.
        +
        Mit jedem gebrochenen Versprechen wächst diese Opposition, die ihren Preis bereits bezahlt hat und keine Angst vor weiteren Verlusten hat.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Christian Anders

        “Es ist doch so: Sie wie auch z. B. weico wollen die Regelungen der gesellschaftlichen Diskussion auch auf Naturwissenschaften angewendet wissen: Die Pluralität mehrerer Meinungen nebeneinander als gleichberechtigte Alternativen.

        Klingt nett. Ist bloß Quatsch.”

        Wissen Sie, womit Sie mich nachhaltig beeindrucken könnten?

        Wenn Sie, als bekanntlich lautstarker Verfechter der empirischen Wissenschaften in diesem Kommentarbereich, genauso dezidiert die pseudowissenschaftlichen Gendermarxisten und “Kritische Rassentheorie”-Soziologen bekämpfen würden, die es sicherlich auch an Ihrer Universität beziehungsweise Ihrer Alma Mater gibt. Bei denen ist die “Pluralität mehrerer Meinungen nebeneinander als gleichberechtigte Alternativen” eine der Kernthesen, sogar wenn es beispielsweise um die in den Naturwissenschaften längst eindeutig geklärte Frage geht, ob Männer schwanger werden können.

        Trauen Sie sich das? Oder gibt es vielleicht einen Grund, der mit Ihren gesellschaftspolitischen Präferenzen zu tun hat, wieso Sie genau das nicht tun?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Klimaforschung war der Anschlußauftrag für die NASA nach den kostspieligen Feuerwerken um explodierte shuttles. Zeitgerecht, bedarfsgerecht Daten in nie gekannter Auflösung, mit gleichzeitigem Monopol auf die Datenquelle.

        Den Ertrag aus dem Handel mit Co² Zertifikaten haben alle für sich erkannt, sonst wäre Al Gore seinerzeit nicht eingestiegen, sein monetäres Interesse war schon Gegenstand einer Anhörung.

        Wie publikumswirksam diese Wissenschaft allabendlich / werbefrei auf die TV Konsumenten niederregnet hat etwas beeindruckendes – wenn einzige Alternative NS Verbrechen sind.

        Solange ich als Imker mitansehen muss, wie die Natur um mich herum verreckt
        – Flächen versiegelt werden
        > Grundwasserspiegel fallen
        > Wälder / Auen vertrocknen (Schädlinge, Verdunstungsverlust)
        > Abholzung erfolgt
        > und die Landwirtschaft immer mehr Energiepflanzenanbau betreibt

        …..findet kein Naturschutz statt, dem Geschrei um das Klima zum Trotz. Merkwürdig wie Wissenschaft alles mögliche fordert, sich aber niemand kümmert der Natur Raum zu verschaffen.

        Immerhin findet Wissenschaft kostengünstiges Recycling für verbrauchte Rotorblätter, hier als Stützen für tote Bäume
        https://www.haustiere-lexikon.com/blog/recycelte-rotorblaetter-retten-baeume/

        Läuft.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        >Es ist moderner Mythos, Wissenschaft sei der Wahrheit verpflichtet :
        Drittmittel-Abhänigkeit, Korruption Studien-Fälschungen, Vertuschung von lebensgefährlichen Studien an Patienten. >

        Das ist nicht richtig.

        Erstens:

        Ja, Mittelbereitstellung oder -bindung BEEINFLUSST, wo Wissenschaft TÄTIG ist.

        Wo kein Geld hinfließt, ist Wissenschaft auch nicht tätig.

        Das hat Auswirkungen, über die zu diskutieren ist, aber es sind welche abseits von der Verpflichtung zur Wahrheitssuche.

        Wenn die Wissenschaft tätig ist – und ich rede jetzt von WISSENSCHAFT wie sie z. B. an den Max-Planck-Instituten betrieben wird -, dann herrscht in aller Regel KEINE Korruption, Vertuschung etc.

        Warum nicht?

        Weil die Ergebnisse von Leuten, die in diesen Instituten tätig sind, in erheblichem Umfang veröffentlicht und beachtet werden sowie dem Verständnis der Community Gleichgesinnter, dass sie UNABHÄNGIG auf Verifikation oder Widerlegung geprüft werden können, unterliegen.

        Es geht hier um OFFENE Verfahren, die auch Reputation zerstören können.

        Was Sie beschreiben gibt es natürlich, ist leider zu sehr verbreitet, weil man sich Pfründe, Einfluss und Macht sichern will – also durchaus REALITÄT.

        Und es gibt natürlich auch Studien, die bezüglich ihres darin behaupteten Wahrheitsanspruchs nicht überprüfbar sind oder auch nicht überprüft werden.

        Dann ist unbestimmt, ob man sich zur Wahrheit verpflichtet hat oder nicht.

        Das ist der INFLATION des Wissenschaftsbetriebs geschuldet.

        Aber verwechseln Sie nicht ein in Teilen korrupten akademischen Betrieb – Stichwort Plagiatspromotionen – und dessen Ableger nicht mit der Wissenschaft als einen Set von Aktivitäten, bei denen die VERPFLCHTUNG zur Wahrheitsfindung VERFAHRENSMÄSSIG impliziert ist.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @R. Ott

        Wenn jemand erzählt, eine biologisch männliche Person könne schwanger werden, widerspreche ich gerne. Passiert aber selten.
        Soziologie ist keine Naturwissenschaft – übrigens eine Aussage, mit der ich mich viel öfter unbeliebt mache als mit der darüber.

        Aber was rede ich, Sie lenken ja wie gewohnt ab: Stimmen Sie mir denn zu, dass es bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen NICHT eine Diskursvielfalt geben kann, wenn Evidenzen vorliegen?

      • Charlotte Aust
        Charlotte Aust sagte:

        @ Christian Anders

        Als eine zwar erst seit wenigen Wochen und auch meist schweigende Mitleserin dieses Blogs muss ich hier doch mal widersprechen. Möglicherweise ist es für Sie interessant, wie Ihre Korrespondenz anderswo ankommt.

        “Aber was rede ich, Sie lenken ja wie gewohnt ab” (an Hr. Ott gerichtet)
        Ich finde Herrn Otts Beiträge immer überaus treffend und außerordentlich geerdet. Auch seine amusanten und/oder ironischen Kommentare arbeiten das Absurde gut heraus.

        “Stimmen Sie mir denn zu, dass es bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen NICHT eine Diskursvielfalt geben kann, wenn Evidenzen vorliegen?”
        Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet war, selbstverständlich kann und sollte es immer Diskurs in all seiner Vielfältigkeit geben. Was denn sonst? Ständig wachsen neue Menschen (und hier im Blog Leser) nach und wollen ÜBERZEUGT werden. Dazu muss ich diskutieren, erörtern, beweisen, immer und immer wieder. Ich muss bereit sein neue Argumente und Erkenntnisse hinzu zu nehmen. Klar, das ist anstrengend, aber notwendig.
        Andernfalls zurren wir irgendeinen Stand fest, machen ihn zur immerwährend gültigen Bibel und haben eine Ideologie. Nein danke, das ist eines intelligenten Menschens unwürdig.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Charlotte Aust

        Danke für Ihr Feedback. Und auch Ihren Widerspruch, der mir zeigt, dass ich mein zentrales Anliegen nicht klar machen konnte. Zitat:

        „selbstverständlich kann und sollte es immer Diskurs in all seiner Vielfältigkeit geben. Was denn sonst? Ständig wachsen neue Menschen (und hier im Blog Leser) nach und wollen ÜBERZEUGT werden.“

        Richtig ist, dass man neu hinzukommende Menschen bei einem Thema immer überzeugen muss. Das ist aber nicht das, was ich mit NATURWISSENSCHAFTLICHEM Diskurs meinte.

        Der Diskurs nach naturwissenschaftlicher Methodik verwirft Meinungen, die inkompatibel mit vorhandener Evidenz und/oder formaler Logik sind und schließt sie aus eben jenem Diskurs aus. Das heißt: In diesem Modus gibt es keine „neu Hinzukommenden“, die immer wieder neu überzeugt werden müssen.
        Die naturwissenschaftliche Methodik funktioniert notwendigerweise und ganz explizit NICHT so.

        Anders ausgedrückt, gibt es zwei Modi des Diskurses:
        1) Den freien gesellschaftlichen, wie er auch hier am Blog geführt wird, bei dem neu überzeugt werden muss und Meinungen gleichwertig Gehör finden sollen, sogar kontraevidente.
        2) Den wissenschaftlich methodischen, der kontraevidente Meinungen verwirft und als wertlos aus sich selbst ausschließt. Notwendigerweise.

        Ich wollte von Herrn Ott wissen, wie er zu 2.) steht – und Sie werden mir hoffentlich zugestehen, dass sein Einwurf über Genderfragen trotz amüsanter Ironie von dieser Frage schlicht ablenkt. Und eben gerade NICHT „auf den Punkt“ ist. So lese ich das – ich sehe meine Frage nicht adressiert.
        Der Grund für meine Frage, dass ich die Vermischung beider Modi bei vielen Diskussionsteilnehmern für eine Wurzel von Missverständnissen halte.

        Ich räume ein: Kann falsch sein und alles an mir liegen. Möglicherweise können Sie das erhellen?

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        In Sachen Pandemie wurde das Sterben der Menschen angeführt, als Grundlage aller Massnahmen einschl. experimenteller Wirkstoffe. Evidente Überlebensrate >99% mit veralteten Techniken.

        Evident sind politische Lügen um Inzidenzen, Hospitalisierungen (Muc / Hamburg) und das Infektionsgeschehen.

        Evident ist der geringe Nutzen (keine sterile Immunität), der durch Nachbessern nicht gegen neue Varianten schützt. Im Gegenteil stellt sich als evident heraus, dass manipulierte Immunsysteme Probleme mit Umstellung auf Mutationen haben.

        Evident sind Nebenwirkungen, die aufgrund nachvollziehbarer Gründe für nichtig erklärt werden – von Wissenschaftlern.

        Evident ist eine Phrase, die Niemandem das Leben zurück gibt, falls sich die Wissenschaft geirrt hat.

        Evidenz schützt nicht vor Missbrauch.

        Mit den Leben der Anderen muss man deshalb kleinlich sein, weil niemand nicht wissen kann – wann er an der Reihe ist den Löffel abzugeben aus falsch verstandener Solidarität.

      • Charlotte Aust
        Charlotte Aust sagte:

        @ Alexander

        “kostengünstiges Recycling für verbrauchte Rotorblätter, hier als Stützen für tote Bäume”
        Durch seine Leichtigigkeit bei gleichzeitiger Stabilität sicherlich auch hervorragend als Stütze für schwache Politiker-Rückgrate geeignet ;-)

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @ Charlotte Aust

        Als die Wissenschaft (u.Vorbehalt von journalistischen Schmierfinken) einem Bhakdi handwerkliche Fehler unterstellte, während sich seine Prognosen messbar schrecklich realisierten….darf man sich fragen, ab welcher Schadensdimension Gnade vor Deutungshoheit zählt…..in unserer freiheitlich demokratischen Republik.

        Aktuell sollen die Unterzeichner der Great Barrington Declaration aus dem Wissenschaftsbetrieb hinaus diffamiert werden….

        Wenn die Gefahr dann einmal vorüber ist, dürfen wir für diese Zeitgenossen traurig sein – bis dahin hinreichend viel Wut für Notwehr vorhalten.

      • Charlotte Aust
        Charlotte Aust sagte:

        @ Christian Anders

        “Der Diskurs nach naturwissenschaftlicher Methodik verwirft Meinungen, die inkompatibel mit vorhandener Evidenz und/oder formaler Logik sind und schließt sie aus eben jenem Diskurs aus.”
        Das mag in gewissen Bereichen Usus sein, setzt allerdings voraus, dass alle Beteiligten den gleichen Wissensstand und den gleichen Zugang zu allen verfügbaren Evidenzen haben und diese vollumfänglich und ergebnisoffen betrachten. Ich würde in diesem Fall sogar noch weiter gehen und behaupten, es entsteht kein Diskurs, sondern man zieht logische Schlussfolgerungen, die eindeutig und reproduzierbar gefestigt sind. Aber in welcher Umgebung befinden wir uns dann? Doch nicht in einem jedermann zugänglichen Blog.

        Das Klima kann man zwar bei Naturwissenschaft einordnen, die “Klimarettung” (eine überaus alberne Wortschöpfung) ist jedoch ein politisches Thema und kann daher ständig von allen Seiten beleuchtet und diskutiert werden.

        “Es wurde in den 70ern ein Medienhype um eine Minderheitenmeinung von Wissenschaftlern gemacht”
        Sie sprechen einerseits von Evidenzen, die jeden Diskurs ausschließen, argumentieren jedoch gleichzeitig mit einer “Minderheitenmeinung von Wissenschaftlern”. Das zeigt, dass keineswegs Konsens bzgl. der Schlussfolgerungen zu diesem Thema besteht.
        Sind die Messungen einer globalen Temperatur in dem chaotischen System Erde in der notwendigen Genauigkeit überhaupt möglich? Sie führen die Quantenmechanik an. Der Vorgang hört sich jedoch eher nach Thermodynamik an. Bei ihr beziehen sich die Energiegleichungen nicht auf 0 Grad Celsius, sondern auf 0 Grad Kelvin, also -273,15 Grad Celsius. Bei diesem Delta fallen 1,5 Grad Abweichung unter Rauschen.

        “dass man die Physik rund um CO2 und dessen Verzögerungswirkung beim Nettoenergietransfer vom Erdboden richtig verstanden hat”.
        Mag sein, aber hat man auch die richtigen Schlüsse für die Zukunft gezogen? Oder schmeißen wir einfach unser Geld zum Fenster raus, bringen alles zum Stillstand und müssen im Anschluss einsehen nichts erreicht und nur viel verloren zu haben?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Charlotte Aust

        Zu Ihren Anmerkungen @ Christian Anders:

        >Aber in welcher Umgebung befinden wir uns dann? Doch nicht in einem jedermann zugänglichen Blog.>

        Ihre Schlussfolgerung aus der Darlegung von C. A. ist richtig, wenngleich es genauer heißen müsste „… nicht in einem jedermann VERSTÄNDLICHEN Blog bzw. Diskussion.

        >… die “Klimarettung” (eine überaus alberne Wortschöpfung) ist jedoch ein politisches Thema und kann daher ständig von allen Seiten beleuchtet und diskutiert werden.

        Richtig.

        Es sollte von allen Seiten beleuchtet werden und wird auch von den WESENTLICHEN Seiten beleuchtet.

        Jeder, der will, kann ohne große Anstrengungen tragfähige Begründungen und Argumente zur Kenntnis nehmen, die NICHT einmal ein Wissenschaftsverständnis erfordern, um einzusehen, dass u. a. das Ziel GLOBALER Begrenzung der Temperaturerhöhung auf 1,5° C faktisch NICHT erreichbar ist.

        TROTZDEM wird u. a. mit wissenschaftlicher Methodik dargelegt, was ERFORDERLICH ist, um unseren Anteil an der CO2-Emission von 2,3% auf null zu bringen.

        Heißt:

        Wissenschaft kann sich UNTERSCHIEDLICHE Fragen stellen und zu UNTERSCHIEDLICHEN Ergebnissen kommen, OHNE sich dabei zu widersprechen.

        Aktuell allerdings:

        Die wissenschaftlichen Befürworter einer rigorosen Bekämpfung des Klimawandels entsprechend dem 1,5°-Ziel bei uns betreiben Wissenschaft an der REALITÄT VORBEI.

        >Das zeigt, dass keineswegs Konsens bzgl. der Schlussfolgerungen zu diesem Thema besteht.>

        C. A. meint:

        Erst in den 70ern war bestimmte Messungen per Satellit möglich, die einer Mehrheit der Wissenschaftler als EVIDENZ galt für ihre Auffassungen bzw. Ergebnisse. Diese Mehrheit fand für gegensätzliche Auffassungen bzw. Ergebnisse der Minderheit KEINE Evidenz. Da Evidenz, genauer: empirisch adäquate Evidenz – also nicht irgendwelche Messungen, sondern solche, die auf die fragliche Theorie bezogen sein MÜSSEN – eine NOTWENDIGE Bedingung für naturwissenschaftliche ERKENNTNIS ist, blieb die Minderheit UNBEACHTLICH im Bereich WISSENSCHAFTLICHER Arbeit auf dem betreffenden Feld.

        Ich empfehle Ihnen von Holm Tetens „Wissenschaftstheorie. Eine Einführung“. Sie werden die 100 Seiten verstehen und mit Gewinn lesen.

        Die Frage zur Genauigkeit von Messungen, sind berechtigte Fragen, die für die Gültigkeit von Ergebnissen, betreffen aber nicht die hier diskutierte Grundthematik.

      • Tom96
        Tom96 sagte:

        @ Herr Tischer
        Empfehlung für Sie:
        https://www.pepysdiary.com/
        insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Einführung der Royal Society (Wissenschafts-Thinktank) und der Finanzierung des Flottenbaus des Kriegsministeriums zur Kreditausweitung und der Inszenierung von Staatsstreichen uvm..

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Tom96

        Sie verstehen das Thema nicht.

        Wir reden hier nicht von der Schaffung eines Wissenschafts-Thinktank, sondern von der Wissenschaft als einem VERFAHREN für Erkenntnisgewinnung.

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Charlotte Aust

        Der erste Teil Ihres Kommentars ist richtig und ich verweise auf Herrn Tischers Antwort, der ich diesbezüglich nur Folgendes hinzufügen möchte.

        Es gibt aus meiner Sicht ein Problem und Sie adressieren es auch implizit selbst: Es gibt Fragen, die ausschließlich mit Modus 1 zu klären sind und solche, die mit Modus 2 geklärt werden müssen. Beides wird oft unzulässig vermischt.

        Beispiel Pandemie: Ob, wie und unter welchen Randbedingungen (Nebenwirkungen) ein Impfstoff wirkt, ist mit Modus 1 zu klären. WAS daraus für die Gesellschaft zu folgen habe ist mit Modus 1 völlig unklärbar und deshalb zwingend mit Modus 2 zu diskutieren.
        Dass beides argumentativ dauernd vermischt wird, z. B. indem Studien, die klar zu 1 gehören fehlgedeutet werden, damit man sie passend zu einer vorgefassten Meinung nach 2 als Beleg anführen kann: DAS ist ein großer Pferdefuß des Diskurses hier am Blog und deshalb hatte ich den Beitrag geschrieben, den Sie ursprünglich kritisch kommentiert hatten.

        Wahr ist: Egal, wie der individuelle Wissensstand ist, man kann falsche und somit wertlose Meinungen zu Fragen produzieren, die Modus 1 unterliegen müssen. Das widerspricht nicht(!) der Meinungsfreiheit, sondern ist eine methodische Notwendigkeit der Erkenntnisgewinnung.

        Zu Ihrer Anmerkung bezüglich QM, Thermodynamik, Temperaturmessungen:
        Thermodynamik behandelt die Welt als Vielteilchenkonzept. Sie ist älter als die QM. Letztere bildet das Fundament der Thermodynamik derart, dass sie die Gesetzmäßigkeiten jedes einzelnen Teilchens beschreibt, währen die TD die Durchschnittsbetrachtung einige dieser Eigenschaften ist.

        Treibhauseffekt und Erderwärmung sind in beiden Konzepten valide beschrieben und empirisch messbar belegt.
        Das heißt: Wer das in Frage stellt hat nur 2 Möglichkeiten.

        1) Alle Messungen dazu, seit den 1930ern bis heute, falsch.
        2) Der Physik ein neues theoretisches Gebäude geben, dass alle Beobachtungen genau so gut erklärt wie das aktuelle, dabei nicht mehr Eingangsvariablen braucht (Ockhams Rasiermesser) und gleichzeitig die menschgemachte Erderwärmung oder gleich den Treibhauseffekt an sich widerlegt.

        Sowas gab es nie und gibt es bis heute nicht. Niemand hat das. Wissenschaftler, die solches vorweisen, gibt es exakt Null. Soviel vielleicht zum Konsens und dem Unterschied zwischen Meinung und Erkenntnis.

        Zu Ihren Zahlen: +1,5°C bezieht sich auf die sogenannte Temperaturanomalie, also das Abweichen der globalen Temperatur von einem Basiswert, der einer 30-Jahresperiode entnommen wurde.
        Diese ist ziemlich genau messbar und 1,5 als Wert liegt weit außerhalb von Messunsicherheiten.
        Es ist aus mathematischen Gründen tatsächlich viel genauer möglich, eine Temperaturabweichung von irgendeinem Wert anzugeben, als man den Wert selbst angeben kann. Deshalb gibt es sowas wie das +1,5°C-Ziel, aber kein 16°C-Ziel.

        Meiner persönlichen MEINUNG nach übrigens unerreichbar. Belege dafür kann ich nicht haben, sollte klar sein.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Charlotte Aust

        Wissenschaftlern im Kriechgang könnte man wohl durch faserverstärkte kunststoff Implantate zum aufrechten Gang verhelfen, aber was machen wir mit den kalten Herzen?

        Kinder in unentwickelte Immunsysteme hinein pfuschen unter fahrlässiger Inkaufnahme lebenslanger Behinderungen haben sich nicht einmal die Lagerärzte erlaubt…..

        @Dietmar Tischer
        new humanity
        https://www.bitchute.com/video/ffq3fGdiqdA7/

  10. Jacques
    Jacques sagte:

    Heute auf Bloomberg zu lesen:

    Europe is facing an energy crisis, with utilities relying on coal and even oil. About 30% of France’s nuclear capacity will be offline at the beginning of January, leaving the energy market at the mercy of weather. To make matters worse, Germany is closing almost 50% of its nuclear capacity before the end of the year.
    German power for delivery next year surged as much as 6.8% to 270 euros a megawatt-hour. Prices also gained as gas surged after shipments from Russia via a key pipeline reversed direction, with gas flowing eastward towards Poland instead. That’s making it harder for Europe to rely on the fuel to make electricity.

    The power crisis is so severe that the French government has asked EDF to restart some nuclear reactors earlier than planned. Ecology Minister Barbara Pompili said this weekend that in addition to the early reactor restarts, the country had contracts with some companies in which they agreed to cut production during peak demand hours in exchange for payments from the government.

    Energy prices jumped to new records in Europe with gas and electricity futures surging amid a power crunch in multiple countries.
    Higher energy prices threaten to derail Europe’s economic recovery just as the coronavirus omicron variety is spreading. Trafigura’s Nyrstar will pause production at its zinc smelter in France in the first week of January because of rising electricity prices. Norwegian fertilizer producer Yara International, which curbed output earlier this year, said it would continue to monitor the situation closely and curtail production where necessary.
    Freezing weather this week is also sending short-term power prices surging as renewables can’t keep up. German wind output plunged to as low as 2,277 megawatts on Tuesday, the lowest since Nov. 16.

    Nächstes Jahr könnte der EU dann auch noch eine Düngemittelkrise drohen!

    Antworten
  11. weico
    weico sagte:

    “bto: auch zu beobachten an der völlig irrationalen Klimapolitik hierzulande und der Sucht nach der DDR 2.0.”

    Irrational ist die Klimapolitik ,aus Sicht der Mehrheit, ja nicht. Diese Klimapolitik wurde ,von einer Mehrheit der Wähler, gewünscht und “abgesegnet”. Die Politiker versuchen nur, ihre “Klientel” möglichst gut zu bedienen, um später dann ….. wiedergewählt zu werden.

    Ergo:
    Die Mehrheit will diesen Ökosozialismus und akzeptiert damit, ein abdriften in eine Klimadiktatur !

    Nebenbei:
    Aus Sicht der rationalen Minderheit , ist nur schon Klimarettung”… VÖLLIG IRRATIONAL

    Antworten
    • @foxxly
      @foxxly sagte:

      @ weico
      die mehrheit ist manipulierbar, so wie herrscher sie haben wollen.
      bis die mehrheit es checkt, wo es hinläuft, ist es meist zu spät.

      diese angebliche demokratische mehrheit ist mehr als zweifelhaft, weil sie eben erzeugbar ist.

      Antworten
  12. @foxxly
    @foxxly sagte:

    ……… dieser artikel strotzt nur so vor einseitigkeit:
    der wohlstand und fortschritt wird mit einer weltweiten verschuldung im drei-stelligen billionen $ -bereich erreicht und bezahlt.
    und wer bitte gibt am ende den konsumenten noch das geld um den weiteren fortschritt, wohlstand, reparatur von umwelt und (klima?) und sozialen defiziten etc., zu bezahlen?
    was ist dann, wenn die masse der menschen durch diesen kapitalismus vollständig enteignet wurden?

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @foxxly

      “reparatur von umwelt und (klima?)”

      Was soll das konkret bedeuten? Wenn Sie “das Klima reparieren” wollen, welchen Zustand stellen Sie dann wieder her? Den vom Jahr 2000? Oder den von 1500? Oder vielleicht den von vor 20000 Jahren? Da war allerdings gerade Eiszeit, das ist vielleicht ein bisschen blöd, stellen Sie sich mal vor, welche Heizkostenzuschüsse der Staatshaushalt dann zahlen müsste!

      Antworten
      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ sie machen jetzt aber auf “ahnungslos” !?
        ich habe “klima” schon mal mit fragezeichen gesetzt, weil ich persönlich diese 1,5° ziele und co2-neutralität nicht für realistisch halte.
        es sind die politischen vorgaben und nicht meine ziele und denkweise.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @foxxly

        Ich glaube nicht einmal, dass sich jeder unter “die Umwelt reparieren” das gleiche vorstellt.

        Was bedeutet das konkret? Hier waren früher Wölfe heimisch. Wollen wir die wieder haben, auch wenn sie öfters Weidetiere reißen?

        Im Mittelmeerraum gab es in der Antike sogar noch wilde Löwen, die gerne mal einen leckeren Reisenden gefressen haben…

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Richard Ott
        Im unten gelinkten Artikel wird in Kurzform mein Lieblingsbeispiel gegen Menschen-und Technik -bedingten Klimawandel deutlich:
        Meine Lieblings-Wüste Sahara war einmal fruchtbares Seen-Grasland, Krokodile, Flusspferde sind heute noch auf Felsenmalereien zu finden, dargestellt von früherenBewohnern. Nordafrika war Kornkammer Roms. Wir sollten Umwelt-Zerstörung, Brandrodungen für Palmöl etc, Überbevölkerung , Ausrottung von Tier-und Pflanzenarten durch den Menschen mit Gift-Chemie -Firmen ( Monsanto/ Bayer , Pestizidhersteller ) bekämpfen.
        https://www.br.de/wissen/sahara-wueste-geschichte-100.html

    • Alexander
      Alexander sagte:

      @foxxly

      Geldschöpfung über marktfähige Pfänder war der Schlüssel für Wachstum – bis zur Überschuldung.

      Überschuldung ist Ausdruck fauler Kredite, die nicht getilgt werden können. Die Abschreibung dieser Kredite mindert die Geldmenge über das für die Geldschöpfung hinterlegte gebundene Pfand, der nachfolgende Eigentümer könnte diese Pfänder nach Erwerb erst wieder beleihen und daraus Geld schöpfen…bei geschrumpftem Preis.

      Die endlose Prolongation fauler Kredite erzeugt diese Kreditmonster an Zombie-Banken, Zombie-Konzernen und Zombie-Staaten – einhergehend mit einer Inflation der Pfänder (Vermögenspreisinflation), die auch den Rettungsaktionen mathematische Grenzen setzt.

      Grande finale, wenn ein Virus den lock down aller Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche erzwingt, dessen Infektion mit einer Überlebensrate von >99% bewältigt wird.

      Der Verdacht des Virusmissbrauchs liegt nahe, wenn sich Geldmonopolisten und Gewaltmonopolisten über die Auslegung des Ausnahmezustandes einig sind….und alle Gewaltenteilung offline bleibt. Zuletzt sinkende Hospitalisierungsraten, sinkende Inzidenzen unter Beibehaltung von Geschäfts- und Berufsverboten.

      Selbst wenn zu Weihnachten 2021 alles schlagartig zur Vernunft kommt, sind die Schäden irreparabel.

      Läuft.

      Antworten
      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ alexander
        die herbeigeführten “systemabbruchmethoden” zb.kriege, corona etc. sind eine ablenkung von den eigentlichen ursachen des endlichen schuldgeldsystems!

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Endliche Pfänder ziehen die Grenze der Endlichkeit von Geldmengen.

        Handelt man die Pfänder jenseits der Grundsätze ehrlicher Kaufleute, = faule Kredite, steigt der Preis der Pfänder bis die Ökonomie an ihrem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit zu anderen Ökonomien zusammenbricht; heißt Deindustrialierung bis alle Wertschöpfung verloren und damit Preissteigerungsmöglichkeit erschöpft sind.

        Auf dem Weg befindet sich Europa seit Beginn realer Nullzinsen.

      • @foxxly
        @foxxly sagte:

        @ alexander
        >>Auf dem Weg befindet sich Europa seit Beginn realer Nullzinsen.<<

        meinen sie das wirklich?
        reale null-verzinsung gabe es schon oft in den letzten 70 jahren

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @foxxly

        Es macht schon einen Unterschied ob Italiens Kreditwürdigkeit besser ist als die der USA.

        Ferner macht es einen Unterschied ob ein Zinssatz von 0% bei 5% Inflation genau null Ausfallwarscheinlichkeit spiegelt, während Wirtschaftsräume ihre Grundrechte verlieren.

        Hatten wir wie oft in den letzten 70 Jahren?

      • Johann Schwarting
        Johann Schwarting sagte:

        @ Alexander

        “Selbst wenn zu Weihnachten 2021 alles schlagartig zur Vernunft kommt, sind die Schäden irreparabel.”

        ‘Vernunft’ und ‘irreparable Schäden’ sind in auf Abgabenzwang beruhenden Machtsystemen reine Simulationen – der Debitismus spult seine Zyklen ab, “egal welche Tricks die Politik anwendet.” Es geht nur darum, ob der debitistische Kettenbrief fortgesetzt werden kann, und nicht reißt. Dottore zu Beginn des EWFs vor mehr als 20 Jahren am 22. August 2000, 10:24 in ‘Re: Sorry: was bedeutet ‘Debitismus’? Hier: Kurzantwort’

        “Dieser Zwang zur permanenten Nettoneuverschuldung ist die Knute, unter der wir – gesamtwirtschaftlich gesehen – alle stehen, egal ob privat oder als Unternehmung. Bricht die Zusatzverschuldung ab, kommt es automatisch zur Krise, die sich u.U. selbstverstärkend immer weiter frisst, bis hin zur deflationären Depression (DeDe). Die Sicht der Wirtschaft unter dem Debitismus-Aspekt ist gewöhnungsbedürftig. Aber wer es einmal verstanden hat, sieht sofort die Dinge klar. Vor allem wird ihm deutlich, dass die herkömmliche Deutung der Wirtschaft als ‘Tausch’ mit Geld als ‘Tauschmittel’ oder als ‘Kreislaufmodell’ nicht zu halten ist. Der Debitismus konnte bisher nicht widerlegt werden (vgl. Diss. HSG St. Gallen von Daniel Stelter), muss daher nach dem Popper-Kriterium als richtig gelten.”

        Am 18. Dezember 2021, 18:00, hatte ich schon angedeutet, dass die Bekämpfung des Klimawandels die perfekte Simulation ist, um die Legitimation für europäische Währungsräume zu Haftungsgemeinschaft zu begründen, um Staaten zu Sozialstaatgemeinschaften zu vereinen und um das gemeinsame Kreditgeldsystem zwecks Potenzialerweiterung in die Zukunft zu schieben – also die nicht-endende Erstfinanzierung (Ihr 1. Buchungssatz) alles Staatlichen mithilfe gemeinsamer Eurobonds weiter refinanzierbar zu halten.

        Das gilt auch im Hinblick auf die Ukraine – es ist das Aufeinandertreffen des EU-Zentralmachtsystems mit dem des russischen Reiches! H. Kohls Satz: “Die Beer is g’schält.” zum damaligen BKAmts Min. R. Seiters nach seiner Rede vor der Ruine der Frauenkirche in Dresden am 19.12.1989 wiederholt sich in @Weiners Satz: “Die Sache mit der Ukraine ist gelaufen.”

        Wer will schon wahrhaben, dass sich der Kapitalismus nach der in den vergangenen Jahren gesehenen Blüte zwecks Rendite und neuen Besicherungsquellen zwingend in kriegerische Auseinandersetzungen im Inneren und Äußeren entfalten muss. Wir haben ja schon die EU-Aufrüstungsprogramme mittels gesellschaftlichen Schocktheraphien, weil mit ihnen enorme Abgabeneinheiten an der Basis der Ökonomie generiert werden können. Ohne diese Programme versinkt Europa letztendlich in wirtschaftliche und individuelle psychologische DeDe.

        “Heute haben wir dort und hier ein Kriegsrecht – und keiner hat’s bemerkt …”

        “Der Gelbe Drache rührt sich. Russisch Rot faucht es aus seinem Rachen. Armer Siegfried. Das wird anstrengend …”

        https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=590564

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Johann Schwarting

        Verlust von Freiheitsrechten bedingt über die Unfähigkeit der Verteidigung den Verlust der Eigentumsrechte. *

        Während die EU neue finanzielle Schutzhüllen über den strahlenden Bilanzen der Mitgliedsstaaten errichtet, betreiben die Einzelstaaten eine Rückführung von Bürgereigentümern nach der Allgemeinheit – gerne zum Start neuer Aufschuldungsrunden im Zuge von Vermarktung.

        Ein Neustart im Heinsohnschen Sinne – ist damit in Arbeit
        “Ein Neuanfang ginge dann nur noch über die Zwangsübertragung bisher nicht belasteten Bürgereigentums an den Staat, der damit eine neue Zentralbank ausstatten könnte, die mit diesem Kapital wieder eine besicherte Währung emittieren könnte. ” – ganz ohne die EZB durch ein anderes Konstrukt zu ersetzen.

        Solche Inszenierungen sind nicht dem Humus einer Merkel, Bärbock, Scholz, Lauterbach oder Söders entsprungen… die Choreographie läuft international.

        * https://www.bitchute.com/video/E4qs8gxbRQ5C/

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