Verrat an der Mittelschicht

Die deutsche Mittelschicht ist erstaunlich stabil, wie an dieser Stelle in der letzten Woche diskutiert. Marktwirtschaft und Sozialstaat ist es gelungen, die Effekte der gestiegenen Zuwanderung aufzufangen, eine Leistung, auf die wir zu Recht stolz sein dürfen.

Alles in Ordnung also? Keineswegs. Die Mittelschicht in Deutschland mag zwar einkommensmäßig stabil sein, mit Blick auf die Teilhabe an der Entwicklung der Vermögen ist sie es nicht. Trotz einer hohen Sparquote fällt die deutsche Mitte bei der Vermögensbildung immer weiter zurück. Die Ursachen liegen auf der Hand: überdurchschnittlich hohe Belastung mit Steuern und Sozialabgaben, Präferenz für die Anlage des Ersparten auf Sparbuch, Konto und in Lebensversicherungen. Angst vor Aktien und eine im europäischen Vergleich sehr geringe Eigentumsquote bei Immobilien.

Das Volk der Mieter und Sparbuchbesitzer droht damit zum großen Verlierer der Euro-Rettungspolitik der EZB zu werden. Nachdem die Immobilienpreise in den Jahren vor der Eurokrise in Deutschland langsamer gestiegen sind als die Realeinkommen, hat sich das in den letzten Jahren geändert. Der Traum von der eigenen Immobilie wird für viele Vertreter der Mittelschicht ein Traum bleiben. Die Vermögensverteilung muss in einem Umfeld, wo der normale Sparer keine Zinsen bekommt und die Besitzer von Vermögenswerten wie Immobilien, sich über jährliche Preissteigerungen im zweistelligen Bereich freuen können, zwangsläufig immer ungleicher werden.

Hoffnung auf Besserung gibt es nicht. Die EZB wird angesichts von Schuldenständen und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Euroländer dauerhaft zum Finanzier staatlicher Ausgabenprogramme werden, gerne auch für den Kampf gegen den Klimawandel. Dauerhaft höhere Inflationsraten treffen die Mittelschicht hart.

Wesentliche Schuld trägt die deutsche Politik. Seit nunmehr zehn Jahren versteckt sie sich hinter der Europäischen Zentralbank, statt die grundlegenden Probleme der Gemeinschaftswährung anzugehen. Die Ampelkoalition steht auch beim Euro für ein beherztes „Weiter so!“. Umso dringender wäre es, das Thema der Vermögensbildung anzugehen: eine echte Steuer- und Abgabenentlastung für die Mitte, Abschaffung der Grunderwerbssteuer für selbst genutztes Eigentum, Erleichterungen beim Zugang zu Finanzierungen bis hin zu Eigenkapitalhilfen. Flankiert werden sollte das mit deutlich erhöhten Eigenkapitalanforderungen beim Erwerb von Immobilien zu Kapitalanlagezwecken, um den Preisauftrieb zu dämpfen.

Wenn die Politik es ernst meint mit der von ihr oft verwendeten Formulierung von der Mittelschicht als Stütze und Rückgrat der Gesellschaft, muss sie dringend handeln. Unterlässt sie es weiterhin, droht die von vielen schon heute beklagte Spaltung der Gesellschaft.

handelsblatt.com: “Die Mittelschicht fällt beim Vermögen immer weiter zurück”, 17. Dezember 2021

Kommentare (50) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Wolfgang Selig
    Wolfgang Selig sagte:

    Wenn ich mir die Debatte hier so ansehe, glaube ich, dass es einen breit getragenen politischen oder gesellschaftlichen Konsens über die Gestaltung der Zukunft in den nächsten Jahren nicht mehr geben wird. Wenn sich schon dieses Forum, in dem sich Dr.Stelter-Fans meist seit Jahrzehnten mit wirtschafts-, fiskal- und geldpolitischen Themen ernsthaft und intensiv beschäftigen, nicht einmal auf ein Minimum an Übereinstimmung verständigen kann, hilft wohl nur eines: dass die Zeit ihren Lauf nimmt und uns allen zeigt, wer recht gehabt haben wird.

    Insofern enthalte ich mich inzwischen jeglicher eigenen Meinung, der sowieso gleich wieder fünf Leute mit guten (und ehrlich gesagt nur selten weniger guten) Argumenten widersprechen, wünsche allen Frohe Weihnachten, einen guten Start in ein hoffentlich besseres, uninteressantes und vor allem gesundes Jahr 2022 (im Vergleich zu 2020 und 2021) und ausreichend Zeit für die immateriellen Dinge des Lebens. Ich persönlich möchte mir von einer Warmwasserdüse im Thermalbad die Rückenprobleme wegmassieren lassen und hoffe, dass die Inflation dort nicht allzu sehr zuschlägt…

    Antworten
  2. Gnomae
    Gnomae sagte:

    “Angst vor Aktien und eine im europäischen Vergleich sehr geringe Eigentumsquote bei Immobilien.”

    Das ist die Crux der gesamten Angelegenheit. Aber Aktien, Immobilien und jedes Jahr Auslandsurlaub sind mathematisch nicht wirklich kompatibel. Ebensowenig der vielbesungene Konsum, ja meistens die Anhäufung sinnloser Dinge. Hinzu kommt ein SUV, meist vier Nummern zu groß und vorbei ist der Traum von der Mittelschicht.

    Zusätzlich negative steuerliche Behandlung vernünftiger Einkommen und Dividenden tuen ein Übriges.

    Was geschieht: Der deutsche Wähler wählt genau die Parteien, welche die Situation genau nicht bessern werden.

    Aufgrund der geplanten Staatsausgaben ist absehbar, dass sich die Situation für den Mittelstand nicht verbessern wird, da der Staat die Einnahmen zur Tilgung seiner Schulden benötigt und zur Haftung für Europäische Abenteuer.

    Antworten
  3. Stoertebekker
    Stoertebekker sagte:

    Hab das hier schon mehrfach versucht anzustoßen. Wir sollten das Narrativ ändern.

    a) Immobilien werden in anderen Ländern (u.a. angelsächsisch, F, CH, NL) über Umkehrhypotheken verrentet. Demzufolge gehören unsere Rentenansprüche mit in die Betrachtung bei der Vermögensdiskussion.
    (und ja, das sind nur Ansprüche. Heutige Immobilienpreise sind aber auch nur fiktiv, wenn ich erst in 20 Jahren in Rente gehe)

    b) Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der Deutschen ist europaweit mit 22.388€ auf Platz 8 (hinter Li, CH, Lux, Is, No, Dä, Öst) und weit vor zB Italien mit 16.439€. Europweit liegt es bei 13.894€. Das könnte dann bedeuten, dass die D ihr verfügbares Einkommen trotz ziemlich niedriger Preisniveaus für den Alltagsbedarf (MwSt.!) schlicht FALSCH verwenden. (und ja, mir ist das Problem mit Durchschnitt vs. Median klar; hab im Moment keine besseren Zahlen)

    Meine Fazite: wer nicht will bzw. sich nicht selbst drum kümmert, ist selbst schuld.
    (hab während der Zeit des Berliner Mietendeckels ebendort zwei kleine Wohnungen gekauft. In beiden Fällen hätten die Mieter vom Verkäufer bzw. sogar dessen Vorbesitzer kaufen können.)

    Ohne Einbeziehung ALLER Quellen der Rentenfinanzierung ist die Diskussion um Vermögen unzureichend.

    Grundsätzlich bleibt das ZIEL der Vermögensbildung aber ebenfalls mal sauber zu formulieren. Das Vererben zu nichtproduktiven Zwecken halte ich jedenfalls für volkswirtschaftlich unerwünscht und einer Meritokratie massiv abträglich.

    PS Unterstütze natürlich trotzdem alle @DS-Vorschläge für die Erleichterung der Vermögensbildung.

    Antworten
  4. Felix
    Felix sagte:

    Germanische Gesellschaften sind traditionell ausgeprägte Mittelstandsgesellschaften. Das liegt sowohl an tradierten Rechtsauffassungen, z.B, Erbteilung, als auch an einem unauffälligem IQ. Im Zeitalter der Industrie erwies sich diese Ausprägung zudem als Vorteil, weil viele zuverlässige Mittelschlaue nützlich waren.

    Was macht man, wenn man so eine Kuh hat? – man melkt sie.

    Antworten
  5. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @ Dr. Lucie Fischer – 20. DEZEMBER 2021, 14:38
    „Eigenverantwortung und persönlicher Lebensstil zur Stärkung des individuellen Immunsystem sind die Lösung“.

    Diese medizinische Aussage können Sie als Prinzip auf viele andere Bereiche übertragen, die bislang hervorragend davon leben, dass Eigenverantwortung an „Servicedienstleister“ abgegeben wird und „die Stärkung des Immunsystems“ (= mit Problemen selbstheilend umgehen können) zumeist nicht das Ziel dieser Akteure ist, da es die Geschäfte schädigen würde.

    Die Liste der Servicedienstleister ist lang, die gegen Geld oder IT-gestützt sogar „kostenlos“ die Eigenverantwortung von Individuen an sich ziehen und sich zielgenau an deren Immunsystem heranmachen. Nehmen wir News- und Nachrichtensender, die sich ungefragt auf Mobiltelefonen breit machen (wenn man es nicht verhindert), um direkt ins Entscheidungszentrum „ihre“ Medizin (die ihrer Werbekunden) für zuvor aufgeschwatzte Probleme zu senden.

    In dem Zusammenhang auf “den Mittelstand” übertragen:

    @ Dietmar Tischer – 20. DEZEMBER 2021, 10:56
    „>Hoffnung auf Besserung gibt es nicht.< Daher: Hoffen, dass es nicht dramatisch schlechter wird“.

    Dass es nicht dramatisch schlechter wird, hängt wie in der Medizin, von dem persönlichen Lebensstil ab und ist eng verbunden mit persönlichen Entscheidungen, die jeder in der Vergangenheit für sich treffen konnte oder noch treffen kann. Wenn eine Person oder ein Unternehmen – "aus der Mittelschicht" – das eigene finanzielle Immunsystem so sehr strapaziert hat, dass es beim ersten Sturm strauchelt, wäre es individuell ärgerlich, sollte aber nicht die Allgemeinheit treffen.

    Hier aber wirkt das teuflische Prinzip der Selbstschwächung durch Sozialisierung von Risiken auf breiter Front durch Servicedienstleister. Man bezeichnet diese als „Politiker“. Die gerade gewählte, neue Garde hat das Inhaltsverzeichnis der sozialisierten Risiken nochmals erweitert. Es bleibt, wie Sie richtig schreiben, nicht viel zu hoffen.

    Es sei denn, man ändert das Prinzip. Aber: es gibt niemanden, des es macht, weil's bisher – wie beim Alkoholiker oder Kettenraucher – immer noch gut gegangen ist. Bis sie schwer atmend in der Ecke liegen. Auch hier gilt ein Prinzip: "das Schicksal nimmt seinen Lauf".

    Antworten
    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Dass es nicht dramatisch schlechter wird, hängt wie in der Medizin, von dem persönlichen Lebensstil ab und ist eng verbunden mit persönlichen Entscheidungen, die jeder in der Vergangenheit für sich treffen konnte oder noch treffen kann.>

      Ja, was das Individuum betrifft.

      Ich meine jedoch das Aggregat der Individuen, d. h. die große Mehrheit der Bevölkerung.

      Auf die bezieht sich meine Aussage.

      Antworten
  6. weico
    weico sagte:

    “bto: Wesentliche Schuld trägt die deutsche Politik.”

    Wie sagte schon Machiavelli:

    „Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen“

    In einer Demokratie WÄHLEN die WÄHLER die POLITIK(er) aus, die Ihnen den nützlichsten Gebrauch versprechen.

    Ergo:
    Der Mehrheit der WÄHLER ist daher SELBER verantwortlich, wie es in Zukunft dann laufen wird.

    Wie Hr. Tischer KORREKT anmerkte, ist eine schnelle Ursachenbekämpfung ,in Deutschland ,völlig illusorisch, denn..:

    …Zitat Hr.Tischer:
    ….”SCHEITERN ist vorprogrammiert angesichts der Mentalität der Deutschen.”

    Antworten
    • jobi
      jobi sagte:

      @weico

      Politische Fehler sind kaum dazu geeignet, ein Umdenken zu erzeugen, besonders dann nicht, wenn die Zeit den Zusammenhang zwischen Ursachen und Wirkungen verwässert und die Meinungshoheit fest in einer Hand liegt.

      Mit gravierenden Fehlern, wie sie in der Energiepolitik gemacht wurden / werden, könnte sich das ändern:

      Die Wirkungen sind für niemanden zu übersehen und könnten schon bald zu einem “Ampelausfall” führen – und dann gilt wieder Rechts vor Links.

      Alles nur Wunschdenken ?

      Antworten
      • weico
        weico sagte:

        @jobi

        “Die Wirkungen sind für niemanden zu übersehen und könnten schon bald zu einem “Ampelausfall” führen – und dann gilt wieder Rechts vor Links.”

        Prof. Werner Patzelt hat es eigentlich schön beschrieben ,wie lange die Bundesregierung bzw. der Zustand (an)hält:
        “Wie lange hält die neue Bundesregierung? – Meine derzeit bestmögliche Antwort: entweder zwei Jahre – oder zwei Wahlperioden. ” :

        https://wjpatzelt.de/2021/12/12/wie-lange-haelt-die-neue-bundesregierung/

  7. @foxxly
    @foxxly sagte:

    @ verrat an der mittelschicht ?
    narürlich hätten die regierungen möglichkeiten gehabt die belastungen der mittelschicht etwas geringer zu gestalten.
    aber, welche möglichkeiten, alternativen gäbe es:
    -die belastungen der konzerne zu erhöhen?
    -die unterschicht mehr zu belasten?
    bei beiden gibt es enge granzen des machbaren.

    eine andere variante wäre, die finanzwirtschaft mit mehr steuern und abgaben zu belasten.
    dies wiederum wird kaum geschehen, weil dort die einflussreichsten menschen sitzen.

    fakt ist, dass die realwirtschaft astronomisch weit mehr die lasten zu tragen hat, im gegensatz zum finanzsektor.

    neben den politischen möglichkeiten die realwirtschaft zu entlasten,
    zeigt sich auch hier wieder, dass das geld- und finanzsystem, systemisch falsch ist und die realwirtschaft zum einsturz unweigerlich bringen wird.

    Antworten
  8. Fala
    Fala sagte:

    naja …

    Stefan Zweig: „Nichts hat das deutsche Volk – dies muß immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden – so erbittert, so haßwütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation“
    Der Hitlerputsch war 1923.
    Ohne die Hyperinflation ja auch nicht die Deflationspolitik unter Brüning …
    Die Hyperinflation war sicherlich nicht der einzige Grund für den Aufstiegs Hitlers.
    Ihr aber eine maßgliche Bedeutung hierfür abzusprechen, halte ich für falsch.
    Die Auflösung von Lebensersparnissen, Ruin und Abstieg radikalisier(t)en mit Sicherheit.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      @ Fala

      Das kommt davon, wenn man etwas aus seinen Erinnerungen aufschreibt, anstatt solide zu recherchieren. Zweig vermischt hier auf unzulässige Weise zwei völlig unterschiedliche ökonomische Perioden.

      Auf (Kriegs)Hyperinflation und Hitler Putsch 1923 folgten die Goldenen Zwanziger mit weiterhin niedriger Arbeitslosigkeit und stabiler Währung. Dies kippte mit der Weltwirtschaftskrise von 1929: Deflationsspirale + Massenarbeitslosigkeit. DAS ist das Gebräu für eine Radikalisierung der Gesellschaft. Insofern in Anlehnung an Schmidt: Lieber 5 Prozent Inflation als 5 Prozent Deflation.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • jobi
        jobi sagte:

        @ M.Stöcker

        Helmut Schmidt sprach von Arbeitslosigkeit, nicht von Deflation.

        Seine relativ hohe Kompetenz in ökonomischen Dingen schützte ihn allerdings nicht vor falschen Ideen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @jobi

        Und letztendlich funktioniert es nicht einmal, weil die Theorie von der Phillips-Kurve Blödsinn ist. Sobald die Gewerkschaften begreifen, was passiert, und ihre Lohnforderungen und Inflationserwartungen entsprechend anpassen, haben Sie bestenfalls die gleiche Arbeitslosigkeit wie vorher, aber zusätzlich eine Lohn-Preis-Spirale mit immer weiter anziehenden Inflationsraten.

  9. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >Die Ursachen liegen auf der Hand: überdurchschnittlich hohe Belastung mit Steuern und Sozialabgaben, Präferenz für die Anlage des Ersparten auf Sparbuch, Konto und in Lebensversicherungen. Angst vor Aktien und eine im europäischen Vergleich sehr geringe Eigentumsquote bei Immobilien.>

    Demnach wäre die Ursachenbeseitigung:

    – Steuern und Sozialabgaben senken mit der Folge: GRÖSSER Defizite im Staatshaushalt

    – Anlagepräferenzen ändern mit der Maßnahme: die Leute dazu bringen, in VOLATILEREN Märkten anzulegen

    – Angst vor Aktien beseitigen mit der Maßnahme: den Leuten sagen, dass sie ihre Aktien IMMER mit Gewinn verkaufen können

    – Eigentumsquote erhöhen mit der Maßnahme: Kosten für Bauland SENKEN, Grunderwerbs- und evtl. Grundsteuer STREICHEN

    WER soll das in Angriff nehmen?

    Es gibt NIEMANDEN.

    Und wenn es doch jemanden geben würde – SCHEITERN ist vorprogrammiert angesichts der Mentalität der Deutschen.

    Also kann der „Verrat an der Mittelschicht“ nicht kompensiert oder „gerächt“ werden.

    Aber man kennt wenigstens den Schuldigen:

    >Wesentliche Schuld trägt die deutsche Politik. Seit nunmehr zehn Jahren versteckt sie sich hinter der Europäischen Zentralbank, statt die grundlegenden Probleme der Gemeinschaftswährung anzugehen. >

    Die DEUTSCHE Politik hätte WIE die grundlegenden Probleme der Gemeinschaftswährung angehen sollen?

    Angefangen mit Griechenland einen Staat nach dem anderen in die Insolvenz schicken durch VERWEIGERUNG von „Rettungsmaßnahmen“?

    Das wäre keine grundlegende Problemlösung gewesen, sondern die AUFLÖSUNG des Währungsraums mit einem Tsunami nicht nur in Europa gewesen.

    Endlich einmal begreifen:

    Es gibt kein Problembewältigung in der Eurozone/EU ohne KONSENS.

    Dieser ist nach Lage der Dinge – völlig unterschiedliche Volkswirtschaften etc. – aber einer, der NICHTS grundlegend verbessert in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum.

    Er kauft lediglich STABILITÄT auf der schiefen Ebene nach UNTEN.

    >Das Volk der Mieter und Sparbuchbesitzer droht damit zum großen Verlierer der Euro-Rettungspolitik der EZB zu werden.>

    Das ist falsch.

    Die Mieter und Sparbuchbesitzer in DEUTSCHLAND sind in einer guten Position nicht als solche, sondern als relativ gut bezahlte Arbeitnehmer, WENN es der EZB gelingt, Eurozone/EU über günstige Verschuldung STABIL zu halten, nachdem die Politik dazu längst nicht mehr fähig ist.

    Die Chancen, dass die Notenbanken und demnach auch die EZB dies vermögen, sinken allerdings angesichts drohend nachhaltig hoher Inflation der Verbraucherpreise.

    Deshalb RICHTIG:

    >Hoffnung auf Besserung gibt es nicht.<

    Daher:

    Hoffen, dass es nicht dramatisch schlechter wird.

    PS:

    Die Spaltung der Gesellschaft hängt nicht an der Mittelschicht, sie schreitet auch ohne sie voran.

    Antworten
  10. Susanne Finke-Röpke
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    bto: “Hoffnung auf Besserung gibt es nicht.”

    Das ist mittel- und langfristig falsch, auch wenn Besserung mit der aktuellen Regierung und Gesellschaft nicht erreichbar scheint. AFD oder eine wirtschaftspolitisch ähnliche demokratische Partei wie die LKR wählen und mit dem Dexit glaubwürdig drohen und bei Nichtänderung der Geldpolitik als Deutschland ernsthaft austreten. Kurzfristige Exportverluste und Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen und mit einer neuen eigenständigen Währung á la Schweizer Franken durchstarten, gerne auch als Nordeuro mit stabilitätsorientierten Ländern wie den Niederlanden, Luxemburg oder Österreich. Target2-Salden abschreiben und mit einer neuen Währung nach einem neuen Lastenausgleich neu anfangen. Sofort eine neue EWG nach dem Zerfall der EU als Freihandelszone neu begründen und die sozialistischen Ideen der letzten Jahrzehnte von NGO-Finanzierung über Entwicklungshilfe für korrupte Diktatoren bis zur Kulturförderung und Mikrosteuerung der Landwirtschaft alles auf den Prüfstand stellen, ohne Klima- und Artenschutz als Ziel aufzugeben.

    Spinnerei? Utopie?

    Im Moment vielleicht, aber wie Historiker glaubwürdig belegt haben ist der Aufstieg der Nationalsozialisten ohne die Hyperinflation 1923 und die daraus folgende Krise nicht denkbar. Wollen wir das nochmal erleben, wenn es so weitergeht wie in den letzten Jahren, wo der Passivseite der Notenbanken auf der Aktivseite so viel Schrott gegenübersteht? Ich sage nein, auch wenn es aktuell noch illusorisch wirkt, wenn man das Ergebnis der Bundestagswahl ansieht. Wenn die Mittelschicht aber erst durch Verarmung radikalisiert ist, ist es m.E. zu spät. Und nein, die AFD 2021 ist nicht radikal im Vergleich zu dem, was nach ihr kommen würde, wenn wir ein zweites 1923 erleben. Und das gilt es unbedingt zu verhindern. Denn dann werden wieder Sündenböcke gesucht, die nichts dafür können.

    Grenzschutz, nationale Währung, Haushaltssolidität, hohe Sachinvestitionen, stabile Grundversorgung mit Strom, Vermögensbildung der Arbeitnehmer, usw. galten in den 80er-Jahren in der Bundesrepublik noch als politische Mitte – und können es wieder werden, wenn wir einsehen, dass der aktuelle Kurs in eine sehr, sehr gefährliche Krise führen wird, für die es kurzfristig keine Lösung geben wird, wenn wir nicht endlich gegensteuern.

    Bitte nehmen Sie den Leuten nicht die Hoffnung auf Besserung, sehr geehrter Herr Dr. Stelter, denn Menschen ohne Hoffnung sind die Gefährlichsten.

    Antworten
    • Michael Stöcker
      Michael Stöcker sagte:

      Liebe Frau Finke-Röpke,

      Sie sollten sich besser nicht von dem Ketchup-Duo HWS und Tichy hinter die Fichte führen lassen. Denn dann hat man zwar einen Einblick, aber noch lange keinen Durchblick. Noch schlimmer in diesem Fall: Es entspricht NICHT den historischen Fakten. Es war die DEFLATION, die zu Massenarbeitslosigkeit und sodann zu Hitler geführt hatte, NICHT die Inflation: https://youtu.be/RbCcCbOpC9E

      Die Mittelschicht ist nicht aus geldpolitischen Gründen verarmt – das war, ist und bleibt vermutlich einer der ganz großen Mythen. Schuld an der relativen Verarmung der Mittelschicht ist die neoliberale Agenda der letzten 30 Jahre. Die Rahmenbedingungen hierfür wurden durch die Politik gesetzt. Und nur die Politik kann dies auch wieder ändern. Warum Dr. Stelter trotz Erkenntnis zuerst wieder gegen die EZB schießt, erschließt sich mir nicht; den er schreibt völlig richtig:

      „Die Ursachen liegen auf der Hand: überdurchschnittlich hohe Belastung mit Steuern und Sozialabgaben, Präferenz für die Anlage des Ersparten auf Sparbuch, Konto und in Lebensversicherungen.“

      LG Michael Stöcker

      Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Schuld an der relativen Verarmung der Mittelschicht ist die neoliberale Agenda der letzten 30 Jahre. Die Rahmenbedingungen hierfür wurden durch die Politik gesetzt.>

        Richtig ist, dass die Rahmenbedingungen durch die Politik gesetzt worden sind und richtig ist auch, dass die Politik dabei eine neoliberale Agenda verfolgt hat.

        Falsch ist aber die Festlegung: „Agenda der letzten 30 Jahre“.

        Die Agenda betrifft nicht nur die Finanzmärkte, sondern geht WEITER zurück, mindestens zu dem Punkt, an dem der Westen nach- bzw. mit gerüstet hat mit dem Sowjetblock und diesen letztlich in die Insolvenz getrieben sowie ab den 80er Jahren seinen Bevölkerungen die Billigprodukte aus Mittel- und Osteuropa (mehr im Verborgenen vor dem Mauerfall und offen danach) sowie aus China zugänglich gemacht hat.

        DIESER Liberalismus war der Globalisierungsschock, der die Arbeitsmärkte im Westen destabilisiert hat.

        Der kompensierende Effekt wiederum hat die Sozialstaatskosten so verfestigt und z. T. auch erhöht, dass die neoliberale Agenda zumindest in Europa immer weiter verdrängt und durch eine quasi supranationale „Versicherung auf Gegenseitigkeit“ (Eurozone/EU) ersetzt wurde.

        >Und nur die Politik kann dies auch wieder ändern.>

        Sie könnte es ändern, aber nur zu Kosten, mit der die Mittelschicht erst recht in die Bredouille käme.

    • Johann Schwarting
      Johann Schwarting sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      Das “… mit einer neuen eigenständigen Währung á la Schweizer Franken durchstarten, …” ist eine perfekte Simulation!

      In der Aktiven-Struktur der SNB heißt es aktuell:

      “Die Aktiven der Nationalbank erfüllen wichtige geld- und währungspolitische Funktionen. Sie bestehen vorwiegend aus Anlagen in Fremdwährungen, aus Gold sowie zu einem kleinen Teil aus Aktiven in Franken.”

      Aktuell: 38% US-Dollar und 38% Euro …

      In der Mitte des letzten Jahrzehnts, hatte die SNB 500 Milliarden Franken Aktiva (= Sicherheiten) in Devisenbestände, davon 44,60% Euros. Die SNB des kleinen Landes kann nur mit dem Potential anderer Währungsräume bzw. Staaten haften.

      “Sie steht einem heimischen Franken-Publikum gegenüber, das keine Sicherheiten mehr bieten wird, die auf CHF lauten. Woher sollen die kommen? Aus dem kommenden wirtschaftlichen Umfeld erst recht nicht.” … “Bewertungs- und damit haftungstechnisch (Einfluss auf Sicherheitenbewertung / Aktiva Summe) ist die SNB von der EU und anderen Währungsräumen abhängig, ihnen ausgeliefert.”

      https://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=337532

      Antworten
      • Bauer
        Bauer sagte:

        @ Doc Fischer, @ Alexander

        Jedes Jahresende versende ich einen Rundbrief an alle meine Freunde, Verwandten und Bekanten. So auch dieses Jahr mit Erwähnung meiner Impfresistenz und einem nachgesandten link zu dem von @ Doc Fischer heute auch eingebrachten Artikel von >> uncutnews.ch/…

        Das Resumé der Antworten ist erschütternd und kann zusammengefasst werden mit:

        “Mit Impfung und Vertrauen in die Wissenschaft Frohe Weihnachten, Dein …” (so wörtlich!)

        Und dabei sind das zum grossen Teil sogenannte Gebildete oder gar akademisch (= für wissenschaftliches Denken) vorbelastete Personen.

        Ich geb’s jetzt auf und werde zu keiner Beerdigung gehen!

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Bauer

        “‘Mit Impfung und Vertrauen in die Wissenschaft Frohe Weihnachten, Dein …’ (so wörtlich!)”

        Der Deutsche stellt seine politischen Überzeugungen gerne in Grußformeln aus, war in der DDR und im Nationalsozialismus auch schon so…

        Mit sozialistischen Grüßen,

      • Christian Anders
        Christian Anders sagte:

        @Bauer

        Schonmal dran gedacht, dass Menschen, WEIL Sie wissenschaftlich methodisch denken können, Links wie den uncutnews-link in die runde Ablage packen.

        Ich habe es mir in Gänze durchgelesen und empfehle das auch jedem anderen, dies mit offenem, kritischen Geist zu tun. Soll jeder selbst beurteilen, ob wir hier wissenschaftliche Argumentation sehen, oder was ganz anderes.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Susanne Finke-Röpke

      >Bitte nehmen Sie den Leuten nicht die Hoffnung auf Besserung, sehr geehrter Herr Dr. Stelter, denn Menschen ohne Hoffnung sind die Gefährlichsten.>

      Volle Zustimmung.

      Aber bitte machen Sie den Leuten auch keine UNREALISTISCHEN Hoffnungen wie diese:

      >AFD oder eine wirtschaftspolitisch ähnliche demokratische Partei wie die LKR wählen und mit dem Dexit glaubwürdig drohen und bei Nichtänderung der Geldpolitik als Deutschland ernsthaft austreten.>

      Deutschland kann NICHT glaubwürdig drohen.

      Denn selbst wenn Deutschland NUR kurzfristig Exportverlust und Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen müsst – fraglich –, würde es KEIN handlungsfähiges Deutschland mehr geben.

      Nicht immer wieder Impfpflicht, aber Sie sehen ja selbst, dass das Land bereits bei der Pieckserei wackelt.

      Das wissen ALLE Regierungen in Europa.

      Ich benütze nicht den Begriff „erpressbar“, aber wir hängen im Verbund und ein Entkommen wird es auch für uns erst geben, wenn das System mit der „Erschöpfung“ wichtiger Mitglieder endet.

      Was ich daher allen Hoffnungsgebern rate:

      Machen Sie den Leuten MUT, dass der Abstieg auf der schiefen Ebene nach unten zu schaffen ist, wenn quasi alle AKZEPTIEREN, dass der Abstieg unvermeidlich ist.

      Antworten
      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        Lieber, sehr geehrter Dietmar Tischer,
        Ich hatte mir vorgenommen, zumindest dieses Jahr ” zum Thema” zu schweigen: aber
        …”Sie sehen ja selbst, dass das Land bereits bei der Pieckserei wackelt.”

        Da Sie so leichtsinnig im Söder´schen Sinne von ” Piekserei” sprechen, hier zur Weiterbildung /Nachdenken ( vielleicht ?) :
        https://uncutnews.ch/operation-extermination-der-plan-zur-schwaechung-des-menschlichen-immunsystems-mit-einem-im-labor-erzeugten-pathogen/

        Ich war immer erschüttert, wie schnell Patienten bereit sind, ” Halbgöttern in Weiss”/ Oberärzten, Chefärzten, den Dr. Brinkmanns aus Schwarzwaldkliniken unterwürfig alles zu glauben. #Iatrogenik # ist in Deutschland ( noch) fast ein Fremdwort.
        ( Ich habe mehrfach gröbsten Wissenschaftsbetrug im Medizinbereich erlebt.)
        Heute sind es ” Experten”, die medial dominieren, offenbar hört kritisches Denken auf in dem Moment, in dem jemand ” Wissenschaft” oder ” neueste Studien” verkündet .
        Ihnen ganz besonders schöne Festtage, ich bedauere es persönlich sehr , dass Sie sich einlullen lassen von aus meiner Sicht unhaltbaren Versprechungen.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr. Lucie Fischer

        Vielleicht darf ich eine Regierungsquelle nachreichen:
        https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8538446/

        + die Übersetzung des abstract, fuer ganz Eilige reicht der letzte Absatz:

        Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hat zur Pandemie der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) geführt und die öffentliche Gesundheit und die Weltwirtschaft schwer beeinträchtigt. Die adaptive Immunität spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Infektion und beeinflusst direkt die klinischen Ergebnisse der Patienten. Klinische Studien haben gezeigt, dass Patienten mit schwerer COVID-19-Infektion eine verzögerte und schwache adaptive Immunreaktion zeigen. Der Mechanismus, durch den SARS-CoV-2 die adaptive Immunität behindert, ist jedoch nach wie vor unklar. Mit Hilfe einer In-vitro-Zelllinie berichten wir, dass das SARS-CoV-2-Spike-Protein die DNA-Schadensreparatur, die für eine wirksame V(D)J-Rekombination in der adaptiven Immunität erforderlich ist, erheblich hemmt. Mechanistisch gesehen haben wir herausgefunden, dass das Spike-Protein im Zellkern lokalisiert ist und die DNA-Schadensreparatur hemmt, indem es die Rekrutierung der wichtigen DNA-Reparaturproteine BRCA1 und 53BP1 an der Schadensstelle behindert.

        Unsere Ergebnisse zeigen einen potenziellen molekularen Mechanismus auf, durch den das Spike-Protein die adaptive Immunität behindern könnte, und unterstreichen die potenziellen Nebenwirkungen von Impfstoffen auf Spike-Basis in voller Länge.

      • Dr. Lucie Fischer
        Dr. Lucie Fischer sagte:

        @Alexander
        Vielen Dank für Ihre Zusatz-Information, ich habe allerdings in der klinischen Praxis folgende Beobachtung gemacht:
        Patienten sind ( meistens , leider ) bequem. Sie wollen ( noch mal leider ) den Ursachen ihrer Leiden oft nicht auf den Grund gehen, dabei böte das eleganteste Heilungs-Chancen. Dass oft die effektivste Intervention subtraktiv ist- weglassen von Noxen- leuchtet theoretisch ein, in der Praxis wollen die Patienten aber :
        therapeutischen Aktionismus: Additive Medizin : Mehr, Mehr, noch Mehr!
        Ganz toll, wenn alles zudem ” kostenlos ” ist. ( “bestes Gesundheitssystem” usw. )
        Gewünscht wird:
        Diagnostik UND obligatorisch das magische Rezept für Pillen, je farbiger um so besser. Oder ” Spritze” / Infusion / von hypochondrischen Frauen unbewusst sexuell besetzt.
        ( seufz) . Dass Diagnostische Verfahren häufig mit mehr Risiken verbunden sind als die Grundkrankheit, wird von Ärzten ( Abrechnungsgründe ) verharmlost und von Patienten verdrängt.
        Ich habe mir angewöhnt, die Beipackzettel ( winzige Schrift) zusammen mit Patienten gründlich zu besprechen, im Klein Gedruckten liegen Risiko- Hunde begraben!
        Nicht selten wurden Patienten dann stutzig, besorgt, bedeutet aktuell:
        die Beschränkung auf das ” Klein-Gedruckte”- der Vertrag:
        Pfizer & Co übernehmen KEINE Haftung. Verträge sind geheim.
        Wem das nicht ausreicht, dem ist -leider-nicht zu helfen.
        Eigenverantwortung und persönlicher Lebensstil zur Stärkung des individuellen Immunsystem sind die Lösung.
        Buchempfehlung:
        https://www.medimops.de/hans-ulrich-grimm-food-war-wie-nahrungsmittelkonzerne-und-pharmariesen-unsere-gesundheit-fuer-ihre-profite-aufs-spiel-setzen-gebundene-ausgabe-M03426278006.html

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Dr.Lucie Fischer

        Lauterbach im Begriff sich zum beliebtesten Politiker DEUTSCHLANDS zu mausern, entgrenzte Impf-Abos sind gesetzt: https://youtu.be/UXXJR-Pk46g

        Anekdotisch, eine Oma meiner Familie wurde vorgeschickt – nach Verträglichkeit wagte der Rest den pieks 1. & 2…..

        Nach booster lag die Gute mit Wasser in der Lunge (Embolien) auf Intensiv, jetzt Pfegefall zu Hause….Zitat “des is jetzt bled”…

        Läuft.

      • Thomas M.
        Thomas M. sagte:

        @Alexander: Ich hab Verständnis für Ihre Position, sich nicht impfen zu lassen. Ich find’s aber überhaupt nicht okay, dass Sie versuchen andere zu überzeugen mit Infos, die zur Fehlinterpretation anleiten.

        Ich hab das verlinkte Paper quergelesen (Intro und Discussion); bin kein Mediziner, geschweige denn Immunologe, hatte aber genug Physiologie in der Uni, um das Ergebnis einordnen zu können.

        Im Paper kommen die Autoren zum Schluss, dass es *evtl.* bessere Wege gibt als das *komplette* Spike-Protein für die Impfung zu nutzen, weil das Spike-Protein *vermutlich* DNA-Reparaturmechanismen beeinträchtigt.

        Daraus kann man nicht ableiten, dass keine Impfung der bessere Weg ist und man sich besser anstecken sollte. (Auf erstes wollen Sie – denke ich – hinaus und das impliziert zweites.)

        A: Bei der mRNA-Impfung werden die Spike-Proteine kurze Zeit über in Muskelzellen und nahe gelegenen Lymphzellen produziert, was der Körper wieder “aufräumt”. Mit mehreren “theoretisch” und “vielleicht” ist das lt. einem einzelnen Forschungsartikel nach (vorrübergehend) nachteilig für die betroffenen Zellen.

        B: Was passiert beim schweren Corona-Verlauf? Das Virus überwältigt den Körper, Zellen in Lunge und anderen Organen werden zerstört und der Körper wird durch einen Mix aus Zellzerstörung, funktionsbeeinträchtigenden Symptomen und überzogener Immunantwort soweit beschädigt und geschwächt, dass der Tod resultiert.

        Nebenwirkung A vs. “Nebenwirkung” B sollte eine einfache Wahl sein.

        @Fr. Dr. Lucie Fischer: Wir sind uns sicherlich einig, dass ein gesunder Körper den besten Schutz bietet – ob geimpft oder nicht geimpft. ABER: Viele haben nun einmal keine gesunden Körper, sei es altersbedingt, lebensstilbedingt oder einfach durch Pech (Genetik, schwere Erkrankungen etc.). Diesen Menschen kann man doch nicht allen Ernstes von einer Impfung abraten basierend auf den aktuellen Statistiken zu Verläufen?! Vielleicht hab ich Sie falsch verstanden; hoffentlich.

        Ich schreib zum Thema zukünftig nicht mehr, es sei denn als individueller Reply oder wenn ich auch Hinweise auf die globale Verschwörung finde. Dann melde ich mich. Versprochen.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Thomas M.

        Ich kenne das paper seit Anfang Dezember 2021 & habe es nur verlinkt, damit nicht irgendein honk versucht Dr. Lucie Fischer für “uncut-news.ch” zu beschämen.

        Ansonsten “melden macht frei”….,
        dabei bewirken Kommentare nichts, alles ist entschieden.

        Wußten Sie das nicht?

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Dr. Lucie Fischer

        Danke für Ihre Wünsche, die ich sehr gern zurücksende – Ihnen eine besinnliche Zeit und alles Gute in dieser vielfältigen Düsternis, zu der man mit Hamlet sagen könnte:

        Die Zeit ist aus den Fugen.

        Aber wie kommen Sie darauf, dass ich mich „einlullen lasse von unhaltbaren Versprechungen“?

        Es ging am anderen Thread nicht darum, ob Söder recht hat mit seiner Aussage oder seinem Wirkungsversprechen fürs Boostern.

        Es ging vielmehr darum, ob seine Aussage – ob richtig oder falsch mit Blick auf die Sachverhalte – VERFÄLSCHT wurde, um ihn als bayerischen Deppen hinzustellen, der die Leute an die Spritze treibt.

        Sie wurde verfälscht und, wenn man sein VOLLSTÄNDIGES Statement analysiert, hat er richtige Aussagen getroffen mit Bezug auf die EVIDENZ.

        Abgesehen davon habe ich eine Aversion gegen ihn, weil ich ihn für einen der größten Populisten unter den deutschen Politikern halte.

        Was meine ÜBERZEUGUNGEN bezüglich des Impfens gegen Covid-19 betrifft:

        Auf statistischer Basis schützt es bei bei hinreichender Impfung gegen die bekannten Virusvarianten

        Es wirkt nicht bei jedem und ich weiß daher nicht, ob ich mit drei Impfungen geschützt bin.

        Ich will es nicht wissen, weil ich es nicht wissen muss aufgrund meiner Lebensweise, die mich nur beim Einkaufen kurzeitig mit wenigen Fremden in Kontakt bringt. Ich wähle Einkaufszeiten mit geringer Besucherfrequenz.

        Ich bin mir bewusst, dass es unmittelbare Nebenwirkungen gibt, die bei mir bisher nicht aufgetreten sind, aber bei der nächsten Impfung auftreten könnten, obwohl vermutlich das Risiko vergleichsweise gering ist, da ich keine Vorerkrankungen habe und Medikamente nur aus den Schaufenstern von Apotheken kenne. Außerdem, Sie erinnern sich, bin ich in den ersten Lebensjahren mit Ziegenmilch ernährt worden…

        Langzeitrisiken GIBT es und ich glaube Lauterbach und seinem diesbezüglichen Verweis auf Harvard- und Yale-Studien nicht. Für mich sind sie aber irrelevant aufgrund meines Alters. Wenn es mich Langzeitwirkungen hinwegraffen würden, dann sei es denn so. Ich hätte ein sehr langes und sehr privilegiertes Leben gehabt.

        Und dann gibt es natürlich auch die Risiken für vom Virus Befallene.

        Die sind bezüglich der Kurzeiteffekte offensichtlich HÖHER als nach einer Impfung.

        Hier gibt’s Daten aus einer Studie, die im The New England Journal of Medicine:

        https://www.welt.de/gesundheit/plus235759732/Herzinfarkt-nach-Impfung-So-haeufig-kommt-es-zu-gesundheitlichen-Schaeden.html

        Daraus:

        >Zusammen mit Kollegen hat Ben Reis anhand israelischer Daten von mehr als drei Millionen geimpften und ungeimpften Menschen eine Art Experiment durchgeführt. Per Algorithmus suchten die Forscher für jeden geimpften Menschen einen möglichst ähnlichen ungeimpften Menschen.

        „Eine geimpfte 60-jährige Diabetikerin haben wir einer ungeimpften 60-jährigen Diabetikerin zugeordnet“, sagt Reis; das geschah per Algorithmus. „Für jeden geimpften Menschen suchen wir quasi nach einem ungeimpften epidemiologischen Zwilling.“ Nicht in allen Fällen findet man eine geeignete Entsprechung, doch es genügt für belastbare Analysen.

        Bei mehr als 800.000 solcher Paarungen haben Reis und seine Kollegen ihre Erkrankungen in den sechs Wochen nach den Impfungen miteinander verglichen. Insbesondere haben sie nach den Krankheiten gefahndet, die in vielen nationalen Meldebörden als mögliche Impfkomplikationen genannt wurden. Das Ergebnis haben sie im „New England Journal of Medicine“ publiziert.

        Da hinter der Bezahlschranke kann ich die Grafiken hier nicht darlegen, sondern nur mitteilen, dass die Ungeimpften bezüglich der Häufigkeit der Erkrankungen/100.000 mit Fallzahlen für an Covid-19 Erkrankten von 125 (akutes Nierenversagen), 166 (Herzrhythmusstörungen) und 62 (Lungenembolie) weit über denen Minuswerten von jeweils UNTER 10 bei Geimpften liegen.

        Weiß ich, dass die Daten stimmen?

        Nein.

        Bin ich überzeugt davon, dass sie stimmen?

        Ja, weil ich glaube, dass die dargelegte Methodik zielführend ist und das New England Journal of Medicine keine Fälschungen verbreitet.

        Wie hört sich das alles an – immer noch nach „einlullen lassen“?

        Da ich mich aber weniger mit meinen Impfszenarien als mit meinem Alter beschäftigen und wissen will, was ich alles richtig gemacht habe, um so unbeschwert alt zu werden und zu sein, werde ich mir das Weihnachtsgeschenk gönnen, das Sie am anderen Thread empfohlen haben:

        Das Buch „Die Entschlüsselung des Alters“ von E. Blackburn und E. Epel.

        Glaube ich, dass es gut angelegtes Geld ist?

        Ja, aber nicht, weil die eine der beiden Autorinnen Nobelpreisträgerin ist.

        Sondern weil SIE es empfohlen haben!

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.