„Auf dem Weg in die DDR 2.0“

Dieser Kommentar von mir erschien bei manager magazin:

Die Diskussion um die Enteignung von Immobilien ist nur die letzte Volte in einem seit Jahren bestehenden Trend. Lauthals den angeblichen Neo-Liberalismus beklagend, marschiert die Republik schon lange in Richtung einer Neuauflage des real existierenden Sozialismus. DDR 2.0 – wir kommen!

Groß war der Aufschrei, als sich auch Grünen-Chef Robert Habeck offen für die Enteignung von Immobilien aussprach. Natürlich nur, wenn es unbedingt nötig sei. Nicht nur die großen Immobilienkonzerne sind dabei im Fokus, sondern alle jene, die ihre Immobilie – ihr Eigentum – nicht im „gesamtgesellschaftlichen Sinne“ nutzen. Juso-Chef Kevin Kühnert kann ohnehin nicht verstehen, wieso ein einzelner Mensch 20 Wohnungen besitzt. Was liegt also näher, als den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und jede Art von Immobilieneigentum zu vergesellschaften? Schließlich – so konnte ich es in einer Twitter-Diskussion mit einem Ökonomen letzte Woche lesen – würde der Wertzuwachs der Immobilie von der Gesellschaft erbracht und stünde deshalb dieser und nicht dem Eigentümer zu.

Kaum anders dürften die Befürworter des real existierenden Sozialismus argumentiert haben, der immerhin 40 Jahre lang in einem Teil Deutschlands als Experiment durchgeführt wurde. Mit dem bekannten Ausgang des Totalbankrottes.

Aber was schert diese Erfahrung uns Deutsche? Zur Belohnung für die Unterstützung der Enteignungsidee gewannen die Grünen sogleich an Zustimmung bei der Sonntagsfrage. Habecks Parteikollegin Canan Bayram, Bundestagsabgeordnete der Grünen aus Berlin, die die Kampagne in der Stadt anführt, darf sich bestätigt fühlen.

Ich will jetzt gar nicht die vielen Gründe wiederholen, weshalb die Enteignung von Wohnungskonzernen keinen zusätzlichen Wohnraum schafft. Dies habe ich an schon früher an dieser Stelle getan. Ich will nur daran erinnern, dass staatliche Wohnungswirtschaft in der Vergangenheit immer zu Misswirtschaft, Korruption und letztlich zur Privatisierung der Immobilien geführt hat. Auch diesmal werden es wieder Private sein, die den Scherbenhaufen staatlichen Engagements zusammenkehren, um dann nach getaner Arbeit erneut am Pranger zu stehen. Bis dahin dürften Habeck und Co. allerdings nach für sie persönlich erfolgreicher Politkarriere (ob für das Land, wage ich zu bezweifeln) in Pension sein und sich über ihre Ruhegelder freuen. Bezahlt vom Bürger, dessen Wohlstand durch solche Politik gemindert und nicht erhöht wurde.

Deutsche lieben Umverteilung

Aber es ist unfair von mir, den Politikern die Schuld am absehbaren Marsch in die Neuauflage des Sozialismus auf deutschem Boden zu geben. Denn es ist die Bevölkerung, die es so wünscht. Egal welche Umfrage man zur Rate zieht, die Deutschen wollen mehr Umverteilung. Dabei spielt es keine Rolle, dass

  • Deutschland zu den Ländern mit der geringsten Ungleichheit der Einkommen in der OECD gehört;
  • seit 2005 die Ungleichheit unverändert ist, es also zu keiner Verschlechterung gekommen ist;
  • der gesamte Anstieg der Zahl der Armutsgefährdeten mit der Zuwanderung erklärt werden kann;
  • die Zahl der Sozialhilfeempfänger so niedrig ist wie seit der Jahrhundertwende nicht (2018 bekamen rund 5,8 Millionen Menschen Sozialleistungen laut SGBII, 2006 und 2007 waren es jeweils mehr als sieben Millionen.);
  • die Erwerbstätigkeit mit 44,8 Millionen einen Rekordstand erreicht hat.

Es ist schon verwunderlich, warum die Deutschen dennoch nach mehr Umverteilung verlangen. Nur in Finnland, Belgien und Frankreich ist dieser Wunsch noch ausgeprägter.

Neidisch, unwissend und desinformiert

Über die Ursachen lässt sich nur spekulieren. Ich sehe vier entscheidende Gründe:

  • Neidkultur: In Großbritannien empfinden 18 Prozent der Befragten ausgeprägten Sozialneid gegen Reiche, in den USA 20 Prozent, in Deutschland sind es mit 33 Prozent deutlich mehr.
  • Unwissenheit: Befragt nach der geschätzten und gewünschten Steuerlast für Reiche unterschätzen die Bürger die tatsächliche Abgabenlast und die von den Umverteilungsbefürwortern geforderte Belastung der hohen Einkommen liegt unter dem tatsächlichen Niveau. Es wird also mehr umverteilt als eigentlich gefordert. Umgekehrt überschätzen die Bürger die Belastung der Geringverdiener und unterschätzen das Niveau der Hartz-IV-Zahlungen. Ein nicht unwesentlicher Teil der Befragten ändert seine Meinung, wenn er mit den tatsächlichen Zahlungen konfrontiert wird.
  • Desinformation: Anders kann man die Darstellung von Politik und Medien bei diesem Thema nicht beschreiben. Seit Jahren wird beispielsweise ein grassierender „Neoliberalismus“ mit zunehmender „Ungleichheit“ bemängelt, dem man dringend entgegengetreten müsse. Dabei wird – faktenwidrig – ein Schrumpfen der Mittelschicht bedauert. Prominentester Vertreter dieser Linie ist der Chef des DIW, Marcel Fratzscher, der auch vor einer eigenwilligen Interpretation der Zahlen nicht zurückschreckt, um seine Geschichte erzählen zu können. Die Medien wiederum greifen das nur zu gerne ungeprüft auf, passt es doch in die eigene politische Weltanschauung. So vergeht kaum ein Tag, an dem den Deutschen eingeredet wird, man müsse dringend mehr umverteilen, um die Ungerechtigkeit zu beheben.
  • Zusammensetzung der Gesellschaft: Ein weiterer möglicher Grund für die Präferenz der Deutschen für Ergebnis- statt Chancengleichheit könnte in der Tatsache liegen, dass wir seit Jahrhunderten ein Auswanderungsland sind. Studien zeigen am Beispiel Skandinaviens, dass die Auswanderung der mehr leistungs- und individualorientierten Menschen eine Gesellschaft zurückgelassen hat, die eher für Gleichheit und Umverteilung ist. Dass in Skandinavien mittlerweile der Wunsch nach Umverteilung unter deutschem Niveau liegt, könnte man zynisch so interpretieren, dass es den Skandinaviern gelungen ist, die Abwanderung zu reduzieren und uns nicht.

Rekordhohe Abgabenbelastung

Was auch immer die Ursache für den Gleichmacher-Wunsch der Deutschen ist, das Ergebnis ist klar. 40 Prozent der Einkommensteuer-Zahler werden mit dem Spitzensteuersatz belangt. Musste man in den 1960er-Jahren noch das 15-Fache des Durchschnittseinkommens verdienen, um zum exklusiven Kreis der Spitzensteuerzahler zu gehören, so genügt heute schon das 1,3-Fache. Die Sozialleistungsquote wächst immer weiter an und nähert sich der Marke von 30 Prozent des BIP. Nur zweimal war die Sozialquote höher als heute: in den Rezessionen von 2003 und 2009. Das hindert die Politik nicht daran, nach mehr zu rufen. Ist doch der Applaus der Bürger sicher.

Welchen unmittelbaren Schaden diese Politik anrichtet, kann man am Bundeshaushalt ablesen. Die Politik hat immer von „Sparen“ gesprochen, aber das Gegenteil gemacht. Die Bundesregierungen der letzten zehn Jahre haben mehr als 280 Milliarden Euro zusätzlich ausgegeben. Gleichzeitig sanken dank der Nullzinspolitik der EZB die Zinsausgaben um mindestens 136 Milliarden Euro und die gute Konjunktur reduzierte die Aufwendungen für den Arbeitsmarkt um 46 Milliarden. Von 2008 bis Ende 2018 standen der Politik so 460 Milliarden Euro für Ausgaben aller Art zur Verfügung.

Gern wird dann erzählt, dass das Geld dazu verwendet wurde, die Schulden zu tilgen. Das trifft aber nur bedingt zu. Ende 2018 sind die Schulden des Bundes nach Statistischem Bundesamt auf 1.213 Milliarden gesunken. Die Schulden des Bundes liegen damit immerhin um 227 Milliarden über dem Stand von 2008! Ursache sind vor allem die enormen Aufwendungen im Zuge der Finanzkrise (Bankenrettungsfonds etc.). Aber nicht nur. Im Sinkflug befinden sich die Schulden des Bundes seit 2014: bis jetzt um rund 76 Milliarden Euro. Dies ist weniger als die Zinsersparnis von 2015 bis 2018 von 87 Milliarden!

Verwendet wurde das Geld im Sinne der Bürger. Für Umverteilung. Nimmt man 2008 als Basisjahr, betragen die kumulierten Ausgabenzuwächse im Sozialbereich 167 Milliarden Euro, also rund 40 Prozent der zusätzlichen Ausgaben. Das ist ein beeindruckender Zuwachs angesichts eines Rückgangs der Arbeitslosenquote von 7,8 auf 5,2 Prozent im selben Zeitraum – und den kumuliert um 46 Milliarden gesunkenen Kosten für Arbeitsmarktmaßnahmen und Grundsicherung.

Immerhin rund 100 Milliarden wurden zusätzlich an die Rentenkasse überwiesen und eine weitere Steigerung der Zuschüsse ist angesichts der jüngsten Rentenbeschlüsse der Großen Koalition unvermeidbar. Schon bald dürfte fast ein Drittel des Bundeshaushalts für die Rente verwendet werden.

Weitere 100 Milliarden gingen zusätzlich an die gesetzliche Krankenversicherung, weitere über 100 Milliarden wurde für „sonstigen Konsum“ verwendet, von den Kosten der Migration bis hin zur Energiewende. Für Investitionen (50 Milliarden), Personal (26 Milliarden) und neue Ausrüstung für die Bundeswehr (4 Milliarden) blieb da nicht mehr viel übrig.

Ungedeckte Versprechen machen noch mehr Umverteilung erforderlich

Allein schon aufgrund der demografischen Entwicklung müssen wir davon ausgehen, dass die Umverteilung ganz neue Dimensionen erreicht. Nach Berechnungen von Professor Raffelbüschen beliefen sich die verdeckten Verbindlichkeiten (alle staatlichen Leistungsversprechen, insbesondere der Sozialversicherungen, die durch das heutige Steuer- und Abgabenniveau noch nicht gedeckt sind) im Jahr 2015 auf 4,6 Billionen Euro. Zusammen mit den ausgewiesenen Staatsschulden von 2,2 Billionen Euro betrug demnach die gesamte Schuldenlast Deutschlands 6,8 Billionen Euro. Das war noch vor Beschlüssen wie die Rente mit 63, die nach Berechnungen des ifo Instituts alleine in den Jahren 2014 bis 2016 zu Gesamtkosten von 12,5 Milliarden Euro geführt hat und einer Grundrente, die mit Bedürftigkeitsprüfung rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr und ohne Bedürftigkeitsprüfung bis zu 10 Milliarden Euro pro Jahr kosten dürfte.

Dabei kann man nicht sagen, dass die Politik nicht weiß, was sie tut. Laut Tragfähigkeitsbericht zu den öffentlichen Finanzen müssten ab sofort zwischen 36 Milliarden und 115 Milliarden Euro pro Jahrzusätzlich gespart werden, um die finanziellen Folgen der demografischen Entwicklung, also steigender Gesundheits-, Pflege- und Rentenkosten bei gleichzeitig sinkender Zahl der Beitragszahler aufzufangen. Macht man aber nicht. Lieber mehr Belastung in Zukunft!

Soziologen und Juristen machen Industriepolitik

Wenn die Politik wenigstens mithelfen würde, die Grundlagen für gute Einkommen in der Zukunft zu legen. Dann wären die Lasten vielleicht noch zu stemmen. Doch dem ist nicht so. Wie bereits an dieser Stelle erläutert, müsste dazu in die Produktivität der Zukunft investiert werden: durch bessere Bildung, Investitionen in die analoge und digitale Infrastruktur und Förderung von Forschung und Entwicklung.

Nichts davon geschieht. Stattdessen hat sich die Politik vom „Erfolgsmodell“ Frankreich inspirieren lassen und beabsichtigt, Industriepolitik zu betreiben. Statt der Markt entscheidet nun also Jurist Altmaier über die wichtigen Unternehmen der Zukunft. Dabei sind dies alles Unternehmen, die wir schon aus der Kaiserzeit kennen! Es ist schon eine amüsante Anekdote, dass der Wirtschaftsminister SAP für ein ausländisches und deshalb nicht schützenswertes Unternehmen hielt.

Die Millionenverluste aus der Subventionierung des A380 sollten Mahnung genug sein. Doch weit gefehlt. Wie weiland in der Planwirtschaft wird nun die Politik sagen, was gemacht wird. Den hiesigen Unternehmen mag es egal sein, orientieren sie sich doch immer mehr ins Ausland.

Klimawandel als Begründung für Sozialismus

Die endgültige Begründung für die freiwillige Neuauflage des real existierenden Sozialismus liefert aber der Klimaschutz. Musste man sich früher über den Nachbarn ärgern, weil man ihm seinen Sportwagen neidete, kann man ihn nun zu einem Klima-Paria erklären, den man umerziehen muss. Während andere Länder auf marktwirtschaftliche Instrumente wie eine CO2-Besteuerung setzen, bevorzugen wir in Deutschland das direkte Beeinflussen des Verhaltens. Denn damit kann man alle gleich machen. Beispiele gibt es reichlich:

  • Fahrverbote reduzieren den Individualverkehr. Alle Bürger dürfen sich gleichermaßen dem schlechten öffentlichen Nahverkehr aussetzen, niemand mehr im warmen Auto sitzen, während andere im Regen auf den verspäteten Zug warten.
  • Tempolimits bremsen endlich auch jene aus, die sich ein schnelleres Auto leisten wollen und machen Kleinwagen und Elektroautos relativ attraktiver.
  • Flugkontingente wie von den Grünen vorgeschlagen (maximal drei Flugpaare pro Bürger pro Jahr) treffen endlich jene, die sich eine Ferienwohnung auf Mallorca leisten können. Sollen die doch auch (mit der Bahn) ins Umland fahren.
  • Fleischkonsum wird immer mehr in die Kritik kommen. Der „Veggie-Day“ der Grünen bleibt auf der Agenda.

Da ist es nicht mehr weit bis zu einer Diskussion der zulässigen Wohnfläche pro Kopf. Schließlich ist es doch ökologisch höchst bedenklich, wenn einige Menschen mehr Platz zum Wohnen haben als andere. Ganz im Sinne Kevin Kühnerts könnte man fragen, mit welchem Recht jemand auf mehr als 100 Quadratmetern wohnt. Wie in der DDR könnte man Wohnraum dann wieder nach „Bedürftigkeit“ zuteilen. Nur so eine Idee.

Was mich zum Ausgangspunkt der Überlegungen führt. Es wundert nicht, dass Habeck für Enteignungen ist, passt es doch in den Trend zur DDR 2.0. Was wundert ist, dass er es diesmal offen vorschlägt. Die bessere Vorgehensweise wäre, den Klimaschutz vorzuschieben. Und zwar so: Damit Deutschland endlich seine Klimaziele erfüllt, werden alle Immobilieneigentümer gesetzlich verpflichtet, Wärmedämmung vorzunehmen und die Kosten dafür allein zu tragen, also ohne Umlage auf die Mieter. Können oder wollen sie dies nicht tun, kauft ihnen der Staat die Immobilie zu einem Preis ab, der dem Zustand als klimaschädlichem Gebäude entspricht. Also fast null. Ohne das böse Wort der „Enteignung“ überhaupt in den Mund zu nehmen, wäre das Ziel erreicht.

Wer kann, haut ab

Spinnerei? Hoffentlich. Allerdings hätten Sie, wenn ich vor einem Jahr über bevorstehende Enteignungen von Immobilien in Deutschland geschrieben hätte, auch gedacht, dass ich spinne. Heute diskutieren wir den Vorschlag von einem Politiker, der gute Chancen hat, der nächsten Bundesregierung anzugehören und der nach Auffassung nicht weniger das Potenzial hat, zum ersten grünen Kanzler der Republik zu werden. Der grün-sozialistisch-demokratischen Republik. Denn vergessen wir nicht, nach Habeck ist die Demokratie hierzulande erst verwirklicht, wenn grün gewählt wird. Rette sich, wer kann.

Kommentare (86) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    John Leontop sagte:

    „Far worse than war is the corrosion of property rights. Twice in the twentieth century, eastern Germany recovered within a few decades from the physical effects of devastating world war. It will take her generations to recover from communism.“ Bernstein, William „The Birth of Plenty“ (2004)

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    Richard Ott sagte:

    @ Herr Stöcker

    Mit Nicht-Denken kennen Sie sich ja aus. So kommen Sie wahrscheinlich auch auf die irre Einschätzung, das vollständige Ignorieren von Staatsverschuldung sei eine Politik der Mitte.

    Welcher Anteil der staatlichen Ausgaben wird Ihrer Meinung nach eigentlich für sinnvolle Investitionen genutzt? Sie werden ja schon pampig wenn jemand die berühmten „Straßen ins Nirgendwo“ erwähnt, die es in Japan tatsächlich gibt. Genau so wie zum Beispiel Bahnhofsgebäude ohne Schienenanschluss in Spanien (gebaut mit EU-Fördermitteln, vermutlich von korrupten Politikern die sich von Baufirmen schmieren ließen) – und dabei habe ich noch gar keinen BER-Witz in dieser Kommentarspalte gemacht.

    Begreifen Sie eigentlich das grundsätzliche Problem? Wenn der Staat auf Kredit sinnlose Projekte finanziert oder eigentlich sinnvolle Projekte so schlecht plant und durchführt dass die Kosten explodieren, dann *vernichtet* er dadurch Wohlstand anstatt welchen zu schaffen. Jedem der schon einmal eine Investition geplant und durchgerechnet hat, müsste das eigentlich intuitiv klar sein – wenn man vom Staat lebt, hat man dem Konzept aber sicher ein paar Schwierigkeiten.

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      Michael Stöcker sagte:

      @ Richard Ott

      „So kommen Sie wahrscheinlich auch auf die irre Einschätzung, das vollständige Ignorieren von Staatsverschuldung sei eine Politik der Mitte. […] Sie werden ja schon pampig wenn jemand die berühmten „Straßen ins Nirgendwo“ erwähnt,“

      Schon wieder so eine Projektion von Ihnen. So etwas habe ich weder geschrieben noch gesagt oder gar gedacht, noch werde ich so etwas jemals tun. Und wo bitte schön werde ich pampig, wenn jemand Straßen ins Nirgendwo erwähnt? Pampig werde ich sehr wohl, wenn jemand wie Sie mit persistenter Penetranz im Fake-News Modus agitiert.

      Falls Sie eine rationale Diskussion über eine angemessene Höhe der Staatsverschuldung wünschen – jenseits populistischer Plattitüden und Unterstellungen – dann geben Sie ein Zeichen, indem Sie Ihre Position RATIONAL begründen. Ansonsten werde ich Ihr Geschwätz nicht weiter kommentieren. Sollte ich Ihnen also nicht antworten, dann war es wohl keine rationale Begründung sine ira et studio.

      Und bitte nicht wieder mit den berühmten Straßen, Brücken, Flughäfen etc. ins Nirgendwo kommen; damit rennen Sie bei mir offene Türen ein.

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    Dietmar Tischer sagte:

    @ troodon, Richard Ott

    Zur Causa „Aufklärung durch M. Stöcker“:

    @ troodon

    Sie sind höflich und reden von „lächerlich“.

    Das ist in Ordnung, trifft aber nicht hinreichend, was Schieritz und Stöcker veranstalten.

    @ Richard Ott

    Es ist schlimmer als „schreiend dämlich“, was Schieritz und Stöcker praktizieren.

    Es ist erbärmlich in jeder Beziehung – gedanklich, bezüglich der Absichten und letztlich auch mit Blick auf die Wirkung.

    Noch einmal die Kernaussagen von Schieritz:

    „Warum Staatsschulden kein Problem sind“ (Überschrift)

    „Einfach frisches Geld drucken“ (Unterüberschrift)

    darunter im Text:

    „können sich Staaten mit eigener Währung alles leisten“.

    „Der Staat muss investieren“ (Unterüberschrift)

    darunter im Text:

    „Der materielle Wohlstand wird dadurch maximiert, dass die produktiven Kapazitäten der Volkswirtschaft maximiert werden. Durch Investitionen in neue Fabriken, intelligente Antriebstechniken oder Schulen.“

    und

    „dazu muss der Staat heute Geld in die Hand nehmen. Die Schulden von heute sind der Wohlstand von morgen.“

    Die Botschaft:

    ALLES ist finanzierbar durch den Staat, weil er sich ohne Probleme alles leisten kann – es muss nur Geld drucken.

    Die Privatwirtschaft kommt nicht einmal vor – der Staat MUSS investieren.

    Meine Bewertung:

    Das ist der Waschzettel für die Verdummungsorgien von Leuten wie Kühnert und Habeck, wenn es z. B. um Enteignungen von Wohnungen geht.

    Wenn vorstehende Thesen noch mehr in der Öffentlichkeit ausgebreitet werden, dann sind wir wieder so weit wie bei der Energiewende:

    Geht nicht, gibt’s nicht – die Wissenschaft beweist es doch. Einfach enteignen, der Staat kann es sich doch leisten.

    Schiertitz und Stöcker sind nicht nur Demagogen, weil sie es als gelernte Volkswirte natürlich besser wissen. Sich mit „umstrittener Theorie“ abzusichern, und dann unter „Aufklärung“ zu segeln ist einfach nur perfide.

    Sie agieren verantwortungslos, weil sie eine Agenda propagieren, die zu nichts als volkswirtschaftlichen Verwerfungen und letztlich Wohlstandsverlusten führt.

    Damit sind sie auch hochgradig unseriös.

    Unsäglich.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Sorry, ich habe einen Adblocker und kann deshalb Artikel in der Online-Ausgabe der Alpenprawda nicht lesen, obwohl sie sich mir arrogant per Popup als „Weg zur Erleuchtung“ anpreist, wenn ich dort die Werbeeinblendungen zulassen würde. Der Realitätsverlust bei denen wird ja wirklich immer schlimmer.

        Haben Sie einen Link im Internet-Archiv von dem Beitrag, den Sie uns hier empfehlen?

        PS: Herr Stöcker, gucken Sie lieber das „World Forum“ statt über den schwarzen Ritter herzuziehen. Da sind alle Ihre Stars dabei: https://www.youtube.com/watch?v=iNQns0jhy4k

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Richard Ott

        „Haben Sie einen Link im Internet-Archiv von dem Beitrag, den Sie uns hier empfehlen?“

        Zwar nicht aus dem Internet-Archiv; dafür ist der Beitrag zu neu. Sehr wohl aber direkt vom zentralen Lobby- und Propagandaverband der Arbeitgeber: https://www.iwkoeln.de/presse/in-den-medien/beitrag/michael-huether-die-schuldenbremse-ist-nicht-zeitgemaess.html.

        „Da sind alle Ihre Stars dabei:“

        Meine Stars?

        Als praktizierender Eklektizist ist mir jeglicher Personenkult fremd. Auch Sie sollten sich davon besser befreien; im Positiven wie im Negativen. Es sei denn, es geht Ihnen gar nicht um die Sache.

        LG Michael Stöcker

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        „Als praktizierender Eklektizist ist mir jeglicher Personenkult fremd. Auch Sie sollten sich davon besser befreien; im Positiven wie im Negativen. Es sei denn, es geht Ihnen gar nicht um die Sache.“

        Ha, das glaube ich Ihnen nicht. Wer die Heilslehre vom wunderbaren Geldbaum (MMT) verkündet, der wird von Ihnen in bis zu sieben direkt aufeinanderfolgenden Kommentaren gebenedeit.

        Davon abgesehen ermüden mich Ihre penetranten Versuche, Schuldenbremse, staatliche Kreditaufnahme für Investitionen, staatliche Kreditaufnahme für mehr Umverteilung und Geldschöpfung für mehr Umverteilung miteinander zu vermischen. Man könnte glatt denken, Sie seien ein Linkspopulist.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Richard Ott

        Wer weit genug am libertären Abgrund wandelt, für den ist schon die Mitte linksradikal; das ersetzt aber immer noch kein Sachargument. Insofern verkünden Sie ruhig IHRE Heilsleere weiter; denn der Erleuchtete bedarf keiner Argumente; penetrante Diffamierungen reichen vollkommen.

        „Man könnte glatt denken, Sie seien ein Linkspopulist.“

        Kaum, wenn man denn dächte.

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    Martin W. sagte:

    Die meinungsbestimmende Elite in unserem Land lebt überwiegend von…Richtig!…von Steuereinnahmen oder Steuersubventionen. Das diese Damen und Herren natürlich für Umverteilung von noch viel mehr Geld aus der Privatwirtschaft in die Hände des Levitan sind, muss man sicher nicht extra erklären.

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    Tobias W. sagte:

    „Deutschland zu den Ländern mit der geringsten Ungleichheit der Einkommen in der OECD gehört;“

    Naja, was wurde denn als Maßstab für Ungleichheit genommen? Ginikoeffizient über Erwerbseinkommen? Wenn ja, dann ich das nachvollziehen.

    Aber auch Stelter sollte wissen, dass Deutschland eines der niedrigsten Medianwerte für Haushalts Vermögen I. Europa hat. Wohlstand ist in Deutschland extrem ungleich verteilt. Das sollte auch niemanden überraschen, denn Deutschland besteuert beinahe ausschließlich Erwerbseinkommen, Vermögen, Schenkungen und Erbe werden so gut wie gar nicht besteuert und können sich dadurch weiter konzentrieren, während man mit lächerlich hohen Angaben auf Einkommen aus Arbeitsleistung verhindert, dass diejenigen ohne Startvorteil ins Leben an einem echten Vermögensaufbau durch eigene Arbeit behindert werden.

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      Tobias W. sagte:

      Und tagesaktuell zitiert auch die Zeit aus dem Monatsbericht der Bundesbank:

      „Bei Eigentümerhaushalten lag das Nettovermögen 2017 im Mittel bei 277.000 Euro, das waren 37.200 Euro mehr als 2014. Bei Mieterhaushalten betrug der Mittelwert dagegen lediglich 10.400 Euro. […] Allerdings besitzen nur 44 Prozent der Privathaushalte in Deutschland Wohneigentum. […] In anderen Ländern im Euroraum, etwa in Italien oder Spanien, liegt die Quote der Immobilienbesitzer mit zuletzt etwa 70 beziehungsweise rund 80 Prozent deutlich höher.“

      Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-04/bundesbank-immobilienmarkt-anstieg-vermoegen-eigentumswohnungen

      Es bleibt also festzuhalten, dass Deutschland zwar viel (ineffiziente) Umverteilung auf Basis von Steuern und Abgaben auf Erwerbseinkommen betreibt, die Ungleichheit aber trotzdem höher ist als in vielen anderen europäischen Ländern, in denen das mittlere Haushaltsvermögen deutlich höher ist. Das Messen von Ungleichheit auf Basis des Einkommens ist nicht zielführend. Schließlich ist Einkommen kein Selbstzweck, sondern Menschen erwirtschaften Einkommen, um Vermögen aufzubauen. Also sollte man auch Vermögensgleichheit messen, da Vermögen das Ziel ist und Einkommen nur das Mittel.

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        Starchild sagte:

        @Tobias W.
        wobei man bzgl. der Haushalte in Deutschland bedenken sollte, dass da Haushalte incl. Migranten, temporärer Einwanderer welche Ihre Villen zB in Türkei usw haben, Auslands-Studeten usw …alles Haushalte welche abzuziehen wären.
        Laut Statistik hat der Deutsche netto weniger Vermögen als der Italiener, Spanier, Grieche und die armen Portugiesen m Grundstücken in Brasilien Und wenn ich mich in EU umschaue wo die Villen mit Pool stehen und wer da wie lebt … fühl ich mich mit meiner 40Std/Wo so richtig schön “ german fool“

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      Thomas M. sagte:

      @Tobias W:

      „Aber auch Stelter sollte wissen, dass Deutschland eines der niedrigsten Medianwerte für Haushalts Vermögen I.“

      Das weiß er: Er hat hierzu schon mehrere Beiträge hier publiziert… es gibt sogar ein Buch von ihm, in dem das neben vielen anderen Dingen thematisiert wird: „Das Märchen vom reichen Land.“

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        Tobias W. sagte:

        Wenn er das weiß (offensichtlich), warum schreibt er dann:

        „Deutschland zu den Ländern mit der geringsten Ungleichheit der Einkommen in der OECD gehört;“

        Man kann sich nicht wahlweise auf die Ungleichheit der Einkommen oder der Vermögen berufen, je nachdem wie es gerade in die eigene Aussage passt! Deutschland mag recht gleich verteilte Einkommen haben, während es bei den Vermögen genau andersherum aussieht.

        Und wiegesagt, Einkommen ist nur ein Mittel zum Zweck, um Wohlstand bzw. Vermögen aufzubauen. Das Ziel des Normalbürgers ist nicht ein hohes Einkommen (welches dann durch exorbitante Steuern und Abgaben auf die Hälfte schmilzt), sondern ein Haus, ein Auto und ein schicker Jahresurlaub und vielleicht ein Ferienhaus am Meer. Die Einkommensgleichheit sagt also wenig über die Verteilung von Wohlstand in einem Land aus, wenn man das Vermögen nicht berücksichtigt. Und bei der Vermögensgleichheit steht Deutschland extrem schlecht da.

        Diese begriffliche Unschärfe in Deutschland zwischen Einkommen und Vermögen macht jede sinnvolle politische Debatte um Umverteilung zu Nichte, da sich immer alles auf das Einkommen bezieht, als wenn Reichtum durch Einkommen definiert wäre!

        Dass Umverteilung keinen Wohlstand generiert, ist unbestritten. Im Gegenteil, Umverteilung hat Reibungsverluste, da Mechanismen zur Umverteilung benötigt werden, die auch Kosten verursachen. Allerdings sollte Umverteilung einen positiven Effekt auf die soziale Durchlässigkeit, die Chancengleichheit und die Leistungsbereitschaft der Gesellschaft haben – und das macht die Reibungsverluste wett. Die Umverteilung in Deutschland findet beinahe ausschließlich auf Basis des Einkommens statt – es gibt so gut wie keine nennenswerten Abgaben auf Vermögen. Und trotz einer massiven Umverteilung der Einkommen über die letzten Jahrzehnte sind die soziale Durchlässigkeit und die Chancengleichheit in Deutschland extrem schlecht – das Gegenteil zu behaupten wäre schlicht fantasiert – ein Blick auf die mittleren und durchschnittlichen Vermögenswerte der Haushalte reicht als Beleg. Würde die Umverteilungspolitik in Deutschland in ihrem Sinne fruchten, hätten sich die Vermögen als Folge von gestiegener Chancengleichheit stärker angeglichen. Das ist nicht eingetreten.

        Die Politik der Umverteilung der Einkommen scheitert also massiv – sie erreicht nicht ihr Ziel einer gleicheren Verteilung der Chancen auf Wohlstand (=Vermögen). Außerdem schädigt diese Politik der Einkommensumverteilung die Leistungsbereitschaft der Bevölkerung, denn diejenigen, die ohne Startvorteil (sozialer Status und Wohlstand durch Gnade der Geburt) ins Leben starten und nur ihre eigenen Fähigkeiten zum Aufbau von Wohlstand zur Verfügung haben, werden stark belastet.

        Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Umverteilung, sondern eine andere Umverteilung. Weniger Steuern und Abgaben auf Einkommen – sinnvolle Steuern auf Vermögen, Schenkungen und Erbschaften. Das schlagen sowohl Stelter als auch die OECD vor.

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        Richard Ott sagte:

        @Tobias W.

        „Man kann sich nicht wahlweise auf die Ungleichheit der Einkommen oder der Vermögen berufen, je nachdem wie es gerade in die eigene Aussage passt!“

        Doch, klar geht das, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Einkommen und Vermögen sind zwei unterschiedliche Dinge. Das eine ist eine Flussgröße, das andere eine Bestandsgröße. Sie können sich auch darüber aufregen, dass im Januar hohe Schneehaufen liegen („Schneekatastrophe“, dazu gab es dieses Jahr sogar Sondersendungen im Fernehen), obwohl es zu einem bestimmten Zeitpunkt gar nicht schneit.

        „Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Umverteilung, sondern eine andere Umverteilung. Weniger Steuern und Abgaben auf Einkommen – sinnvolle Steuern auf Vermögen, Schenkungen und Erbschaften. Das schlagen sowohl Stelter als auch die OECD vor.“

        Das Problem ist halt, dass Einkommen zu einem bestimmten Zeitpunkt ganz genau erfassbar sind (ein Blick auf die Geldeingänge auf dem Konto genügt) während die Bewertung von Vermögen viel umständlicher und teurer ist. Das bedeutet ganz massive „Reibungsverluste“, was ja einer der wesentlichen Gründe war, wieso die Vermögenssteuer in Deutschland in den 1990er Jahren ausgesetzt wurde.

        „Würde die Umverteilungspolitik in Deutschland in ihrem Sinne fruchten, hätten sich die Vermögen als Folge von gestiegener Chancengleichheit stärker angeglichen. Das ist nicht eingetreten.“

        Da widerspreche ich. Möglich ist das, was Sie beschreiben, schon, zwangsläufig aber längst nicht. Vielleicht verwenden bestimmte Gruppen von Personen ihre Einkommen auf eine Art, die einem erfolgreichen Vermögensaufbau viel zuträglicher ist als das andere Gruppen tun. Beispiele dafür sehe ich eine ganze Menge, aber ich habe kein Interesse daran, Leute zu bestimmten Handlungen zu erziehen, die meiner Meinung nach besser für sie sind als das, was sie im Moment tun. Wenn ich so Erziehungsambitionen hätte, dann würde ich ja nicht hier schreiben, sondern wäre längst bei den Grünen. ;)

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    globalvoterorg sagte:

    Die Dekadenz ist ein zähes Luder. Man sieht die Diskussion im Forum, wo, wie immer, der Wald, nicht, vor lauter Bäumen gesehen wird! DDR 2.0 oder 3.0 wie es beliebt, ist die gewollte Vorstufe zur kommenden „Virtuellen DiktaturTotal“ Orwell 3.0, nicht DDR 2.0! Die Grünen sind, unzweideutig, die nützlichen Idioten, die Handlanger der Finanzkrake, die das ganze „Projekt“ EU ausgeheckt hat. Die Zentralwirtschaft. Wann begreift die Runde, daß die Situation in der Weltwirtschaft schon lange keine Marktwirtschaft mehr ist!? Die Politiker sind mittelmäßige Ausführungsschergen der hohen Priester der Finanzeliten. Im Grunde, können sie garnicht anders. ABER, wir könnten. Endlich, begreifen, daß es nicht, nur, um die persönliche Pfennigfuchserei geht, sondern um unser aller Freiheit und Selbstbestimmung. Endlich begreifen, daß Reichtum/Kapital, ohne Liquidität, NICHTS bedeutet.
    Ergo, liegt die Macht der Finanzkrake in der schier „endlos“ erschafften Liquidität (QE), der Lizenz des Gelddruckens! ALLES. andere ist Konsequenz, Beschäftigungstherapie, um von dieser Tatsache der Dominanz abzulenken! Die Alte und Neue Weltordung wird von den, jetzt, sichtbaren, zwei Seiten, der gleichen Medaille, umgesetzt. Nicht zum Vorteil der Gemeinwohlwirtschaft und der Menschenfamilie, sondern zum Vorteil der realtiv kleinen Clique der kriminellen Machtstruktur. Wenn wir diesen Sachzusammenhang diskutieren würden, bräuchte sich der ehrenwerte und kompetente Herr Stelter nicht so ins „Zeug“ zu legen. Könnte zugeben: F.ck the Volkswirtschaft, welche HOAX, welche nutzlose Zunft und welches Geschwafel! Die Marktwirtschaft ist, dadurch, eine Illusion. Eine dringliche Gemeinwohlwirtschaft wird unterdrückt und totgeschwiegen. Der Menschen Anspruch wird ausgehebelt. Die Liberalität passt nicht in die Vorgabe der DiktaturTotal! Die Totalität WILL nicht teilen: „Alles für die „Freunde“, nichts für die Feinde! Wie lang, soll die Liste denn werden!? Aktuell muß man, nur, nach Venezuela schauen! Seit 30 Jahren eine Abwärtsspirale der Inkompetenz und Mißwirtschaft!? NEIN! Ein Muster für das was bald kommt. Bürgerkrieg. Auch, hier, in diesem Theater. Hollywood läßt grüßen!

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  7. Avatar
    Starchild sagte:

    Wer kann, haut ab !
    @auch meinen Dank Herr Stelter
    Und wäre es machbar eine Diskussionsrunde zu eröffnen welche die ganzen Haarspaltereien überspringt : nämlich WOHIN ?
    Schweiz: zu teuer für den deutschen Otto-normalo
    Österreich: inzwischen zu teuer , die Immobilienpreise in Tirol sind unerschwinglich
    Italien: tja die Sprache und die Korruption, aber wenigstens Humor, Herzenswärme
    Sonnenschein und Pizza
    Ungarn: ob man da als Deutsche wirklich herzlich empfangen wird? Und wie ist das mit der
    Altervorsorge?
    Portugal: die sind auf Deutsche immens neidisch und mögen uns nicht – aber unser Geld
    natürlich.
    Südamerika ?
    Asien? ohne viel Geld kann man als AUSLÄNDER und Langnase nicht bleiben.
    USA: eine Green-Card zu ergattern ist ein jahrelanger Marathon – who cares?
    Freue mich wenn jemand eine gute Idee hat !

    Antworten
    • Avatar
      Christian Hu sagte:

      In meinem Bekanntenkreis:
      – Bay-Area in Kalifornien
      – Südafrika
      – Singapur
      – Frankreich
      – Peru
      – Kanada

      Sind aber in Summe nur die sechs, ich kenne deutlich mehr Einwanderer als Auswanderer und kenne keine Statistik die untermauert, dass ein Großteil der gut ausgebildeten abwandert. Ich freue mich aber, wenn ich in der Frage etwas Neues lernen kann

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    Eva Maria Palmer sagte:

    @Danke, Herr Dr.Stelter

    DDR 2.0 ist noch zu milde ausgedrückt.

    Wir haben eine Kanzlerin, deren Wurzeln in der DDR liegen und eine Regierung, die offenen keynesianischen Geldsozialmus durch die EZB und die EU-Dikatatur zuläßt, der viele von uns zu armen Leuten machen wird.

    In dem Zusammenhang könnte man in der Transfer- und Schulden-Union auch von der EUdSSR sprechen,
    denn, wenn alle hirnrissigen Pläne der europa-radikalen Polit-Dilettanten umgesetzt sind, wird sich das Wahnsinnsprojekt Europa in der gleichen Weise in seine Bestandteile auflösen, wie damals die UdSSR.

    Daß die Bürger Umverteilung wünschen ist klar, sie wünschen ja auch das bedingungslose Grundeinkommen und die gesetzwidrige Enteignung von Immobilienbesitzern.

    Also dann doch lieber einen Staat nach Hayek und den Austrians?
    In dem jeder, der kann, für sich selbst sorgt und nur für diejenigen Sorge getragen wird, denen geholfen werden muß.

    Antworten
    • Avatar
      Dietmar Tischer sagte:

      @ Eva Maria Palmer

      >Also dann doch lieber einen Staat nach Hayek und den Austrians?>

      Wer will denn so etwas?

      Keine UNREALISTISCHEN Alternativen aufstellen.

      Es geht darum, dass System am Laufen zu halten.

      Um das zu gewährleisten, wird, soweit es erforderlich erscheint, MODIFIZIERT.

      Wenn es denn sein muss, wird auch das Geldsystem umgestellt.

      Die Lebensweise der Menschen stellt niemand um, es sei denn revolutionär mit Gewalt wie z. B. Lenin 1917 in Russland.

      Das endet, soweit ich erkennen kann, immer in einer Form des KOLLEKTIVISMUS.

      So etwas ist in Richtung der „Österreicher“ zu bewerkstelligen, halte ich für aussichtslos.

      Wir können das System aus Sicht der österreichischen Schule BEWERTEN.

      Das ist etwas anderes als ändern.

      Antworten
      • Avatar
        Eva Maria Palmer sagte:

        @ Herr Tischer

        Wie Sie schon richtig erkannt haben, war es eine Frage von mir, ob Hayek eine Alternative wäre.

        Unrealistisch wäre so etwas vielleicht nicht, denn der jetzige Zustand mit dem keynesianischen Geldsozialismus, einer inkompatiblen Gemeinschaftswährung, Null- und Negativzinsen, gemeinsamer Einlagen-Sicherung, Schulden-Vergemeinschaftung, und Transfers in die überschuldeten Staaten, alle Exporterlöse als unbesicherte und zinslose Kredite in den Targetsalden, Billionenkosten der illegalen Migration (§16a Sichere Drittstaaten-Regelung), riesige Ausgaben im weltgrößten Sozialamt für alle, bei offenen Grenzen……..

        Gehts eigentlich noch schlimmer?

        Lt. Dr.Stelter hat unsere EZB keine Munition mehr, rechtzeitig diesen katastrophalen Zuständen eine verantwortungsvolle Geldpolitik entgegen zu stellen.

        Also was bleibt der EZB?

        Billionen €-Fiatgeld, QE, MMT, OMT, illegale Staaten- und Unternehmens-Finanzierung, Helikoptergeld?

        Wenn Hayek keine Alternative ist, was dann?

        LG Palmer

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Eva Maria Palmer

        Das:

        >Billionen €-Fiatgeld, QE, MMT, OMT, illegale Staaten- und Unternehmens-Finanzierung, Helikoptergeld>

        … und, nicht ausgeschlossen, ein Crash.

  9. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    Sehr gute Zusammenfassung einer beängstigenden Entwicklung mit Figuren wie Kühnert und Habeck an der Spitze, die bereits staatstragend agieren.

    Meine Sicht der Entwicklung:

    Wir werden zumindest mental, d. h. im öffentlichen Diskurs noch ein Stück weitergehen auf dem Weg in die „DDR 2.0“. Irrationalität ist steigerungsfähig. Hier:

    https://www.evangelisch.de/inhalte/155887/13-04-2019/bischof-koch-vergleicht-greta-mit-jesus

    Wir werden aber dort nicht ankommen.

    Denn auf dem Weg dahin steigen die VERLUSTE für zu VIELE zu STARK:

    Wegfall hochbezahlter Arbeitsplätze, steigende Abgaben und Steuern, Staatseinnahmen unter Druck mit eingeengten Handlungsspielräumen der Politiker etc.

    Deshalb wird der Widerstand wachsen.

    Es wird früher oder später zu einer politischen Konfliktlösung kommen, bei der Mitte/Rechts die Oberhand gewinnt. CDU/CSU/FDP/AfD werden zusammenfinden.

    Die Frage ist DANN allerdings:

    Wird diese Koalition der Änderungswilligen die Kraft haben, UNPOPULÄRE Maßnahmen durchzusetzen, evtl. auch dann noch, wenn die EU/Eurozonen Gretchenfrage der Transfers dazu kommt?

    Da bin ich mir nicht sicher.

    Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      Ich habe das Gefühl, dass die Medienhypes dieses Frühjahr so sehr heiß laufen wie noch nie. Das gilt für das Enteignungsthema genau so wie für die Anbetung der heiligen Jungfrau Greta. Hier ganz frisch: https://www.welt.de/vermischtes/article191936437/Fridays-for-Future-Greta-Thunberg-reist-in-den-Vatikan.html

      Die Frage ist nur, was dann am Freitag im Vatikan passiert wenn sie, voraussichtlich, den Papst trifft: Wird sie gekreuzigt um am Sonntag wieder aufzuerstehen und dann auf der ganzen Welt 40 Tage lang CO2-Wunder zu vollbringen? Oder wird sie bloß heiliggesprochen?

      Antworten
      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Man soll Medienhypes nicht unterschätzen.

        Leute sind durch sie schon in den kollektiven Wahnsinn getrieben worden.

        Ich glaube aber, dass wir es im vorliegenden Fall mit einem Loser-Hype zu tun haben:

        Die kirchliche Weihe ändert nichts daran, dass die Klimaaktivisten ihre Ziele nicht erreichen werden und die Katholische Kirche wird nicht daran vorbeikommen, dass die Gesellschaft sie mehr und mehr als „kriminelle Vereinigung“ einstufen wird, weil sie sich ihres heilsverheißenden Auftrags gemäß organisatorisch nicht so ändern kann, dass die sexuellen Übergriffe gesellschaftliches Normalmaß annehmen.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        „Man soll Medienhypes nicht unterschätzen. Leute sind durch sie schon in den kollektiven Wahnsinn getrieben worden.“

        Stimmt. Martin Schulz und die SPD zum Beispiel. Die haben im Frühjahr 2017 ja wirklich gedacht, Schulz habe eine realistische Chance, der Nachfolger von Merkel zu werden, nachdem er in den Umfragen mit Merkel fast gleichzog und von deutschen Politikjournalisten hochgejubelt wurde. Medienhypes sind echt gefährlich.

        Die Zukunft der katholischen Kirche sehe ich genau so wie Sie.

    • Avatar
      MFK sagte:

      Ich denke auch, wir werden den Weg, den die USA gegangen sind, nachvollziehen. Die Wiederwahl Trumps ist m.E. nur eine Formsache. Die Demokraten werden wegen der Extremistinnen wie AOC oder Ilhan Omar nicht in der Lage sein, die Mehrheit der Wähler hinter sich zu versammeln. Entsprechend glaube ich, dass auch in Deutschland die Stimmung kippen wird, wenn die Wirtschaftsleistung zurückgeht. Allerdings wird es Deutschland aufgrund der zunehmenden Zersplitterung der Wählerlandschaft schwer haben, eine stabile Regierung zustande zu bringen. Die Bedeutung der katholischen Sozialisten wird m.E. stark zurückgehen. Die Partei hat sich in den letzten Jahren verbraucht. Ihr wird man den wirtschaftlichen Niedergang anlasten. Personell gibt es niemanden, der einen Wandel einleiten kann. Keine schönen Aussichten, wenn dann auch noch der EURO oder die EU in Frage gestellt werden.

      Antworten
  10. Avatar
    Max Reinhardt sagte:

    Ziemlich beängstigend. Was ich noch nicht ganz verstehe: Wie passt das damit zusammen, dass die unteren Einkommensschichten praktisch politisch nicht mitentscheiden? Es gibt ja z.B. diese Studie „Verzerrte Entscheidungen – Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015“ die klar herausarbeitet, dass die Einkommensstarken das politische Ruder fest im Griff haben. Natürlich sind Politiker auch „einkommensstark“ – aber da gibts ja noch andere, nicht-parasitäre Menschen, die kein Interesse am Sozialismus haben. Die müssten doch eigentlich per Lobbyarbeit etc. Enteignungen usw. zu verhindern wissen. Oder haben die bereits selbst größtenteils den sozialistischen Wurm im Kopf, trotz oder gerade wegen ihrer besseren Stellung in der Gesellschaft?

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  11. Avatar
    RaS sagte:

    @ „Die endgültige Begründung für die freiwillige Neuauflage des real existierenden Sozialismus liefert aber der Klimaschutz.“

    Passend dazu: „Der Klimawandel – Die neue Religion?“ , wurde ausgestrahlt auf 3Sat in 2010; heute würden die das wohl nicht mehr zeigen (dürfen):
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=BavBcLhEOzE

    Man achte auf das Mädchen ab ca. Minute 1:50, Greta läßt grüßen. ;-)

    Antworten
    • Avatar
      Johannes sagte:

      @ RaS: „Man achte auf das Mädchen ab ca. Minute 1:50, Greta läßt grüßen. ;-)“

      Ja, die Parallelität ist schon verblüffend. Gretas Vater und die Geldgeber dahinter sind wohl Plagiateure? Spricht zumindest viel dafür…

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    • Avatar
      Christian Hu sagte:

      Sie würden es schon noch zeigen dürfen, aber mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr tun. Der Klimawandel ist ein wissenschaftliches und politisches Problem und hat mit Religion nichts zu tun. Es wundert mich, einen dermaßen inhaltsfreien Beitrag bei 3sat zu finden.

      An die Schwerkraft muss ich auch nicht glauben, aber es trotz erdrückender wissenschaftlicher Beweislage nicht zu tun führt zu den falschen Handlungen, was ich aber erst beim Aufprall merke.

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Christian Hu

        Dass Gravitation als Kraft existiert, lässt sich aber deutlich einfacher nachweisen als die angebliche Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur (schon dieses Konzept ist deutlich schwieriger zu definieren als Sie glauben… denken Sie mal einen Moment darüber nach, wie Sie die „Durchschnittstemperatur“ in ihrer Wohnung messen würden und welche Probleme es dabei messtechnisch und auch rein konzeptionell geben könnte) um einen Bruchteil von 1 Grad Kelvin innerhalb der letzten 50 Jahre.

        Schwerkraft nachweisen ist da vergleichsweise simpel. Einfach mal ein bisschen hüpfen – denken Sie daran: „Wer nicht hüpft, der ist für Kohleabbau“. ;)

  12. Avatar
    MFK sagte:

    Jetzt wird erst einmal in den großen Städten die Grundsteuer erhöht. Der Bund kann dann die Zuschüsse für Flüchtlingen an die Kommunen senken. Dann kommt nach den Wahlen Ende des Jahres, die CO2 Steuer.

    Antworten
  13. Avatar
    Nonkonformist sagt sagte:

    die Welt ist eine Irrenanstalt und in Börlin ist die Zentrale aller Nichtskönner und Volkszersetzer. ja noch mal gerne Volkszersetzer !!!!!!!!!!!
    Kenne in keinem Land der Welt die so blöd wie diese Gestalten in der deutschen Reichshauptstadt Berlin ,die ja von links versifften Vollidioten treuhänderisch verwaltet wird.
    Na dann weiter mit Vollgas gegen die Mauer mal schauen bis dieser Affenhausen noch weiter reagiert wird Prost Mahlzeit !!!!!!!!!!!!!!!

    Antworten
  14. Avatar
    BTH sagte:

    Irrsinn in Zahlen:

    Mindestens 8 Mrd. bzw. bis zu 30 Mrd. „Enteignungsentschädigung“ stehen zur Debatte.

    BER hat bislang welchen Betrag verschlungen? Geplant waren 2 Mrd. in 2006.
    Waren es 7,3 Mrd. bis 2018, werden es wohl weit mehr als 8 Mrd. in 2019 – kein Ende abzusehen.

    Interessant der Blick in den Rückspiegel:
    Etwas über 400 Mio. konnte Berlin Mitte der 00er Jahre für seinen Wohnungsbestand
    ( rd. 65.000 Wohnungen ) „erzielen“ – dazu ca. 1,5 Mrd. Schulden loswerden.

    Passt!
    2 Mrd. Wohnungsbestand gegen 2 Mrd. BER. So vermutlich die Rechnung der „Verantwortlichen“.

    Für 8 Mrd. hat Berlin keinen neuen Flughafen bekommen – Stand heute.
    Mit Enteignungen für mind. 8 Mrd. bekommt Berlin keine einzige neue Wohnung – Stand heute.

    Die Durchschnittsmieten pro Quadratmeter für den „Enteignungsbestand“ liegen m.E. unter 7,– Euro – Stand heute. Mietpreise in Metropolen sehen anders aus.

    …. arm für immer und sexy nimmer!
    DDR 2.0 willkommen.

    Antworten
  15. Avatar
    Michael Stöcker sagte:

    El-Erian zur Japanisierung:

    „Der stärkste Schutz gegen Japanisierung besteht daher aus einer Kombination von Maßnahmen für die Angebots- und Nachfrageseite auf nationaler, regionaler (im Fall von Europa) und globaler Ebene. In Ländern mit genügend fiskalem Spielraum könnte dies eine Lockerung der Regierungshaushalte und mehr produktivitätsfördernde Investitionen (in Infrastruktur, Ausbildung oder Weiterbildung) bedeuten. […] Darüber hinaus müssen diese Maßnahmen von einem besseren Schutz der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen begleitet werden, insbesondere dann, wenn es um Gesundheit, Ausbildung und Umschulung geht. Nichts davon wird ohne bessere politische Führung und vernünftigere globale Interaktion geschehen

    Die Japanisierung bietet drei Lektionen, die die westlichen Politiker und Beamten erst noch richtig lernen müssen: Erstens wird es noch wichtiger, schnell gegen geringes Wachstum, niedrige Inflation und Niedrigzinsen vorzugehen, die durch strukturellen Druck verursacht werden. Zweitens mögen unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen zwar nötig sein, sind aber keinesfalls ausreichend. Und drittens müssen wir bei der erforderlichen politischen Antwort berücksichtigen, dass die Hürden viel weniger technischer als vielmehr politischer Natur sind.“

    Es gibt ein paar Punkte im Beitrag, die ich bekanntlich anders sehe, aber insgesamt eine stimmige Analyse.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
      • Avatar
        Bernhard-Albrecht Roth sagte:

        @ Michael Stöcker

        Sowohl die in dem Beitrag von Daniel Stelter als auch in dem von Ihnen verlinkten Beitrag von Mohamed A. El-Erian werden sicherlich zutreffende Argumente genannt, die aber an der Kernursache des Problems vorbeigehen. Ich hatte dieses Kernproblem weiter oben beschrieben, siehe: https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/auf-dem-weg-in-die-ddr-2-0/#comment-67226

        Man muss sich doch nur einmal die Gebühren, die in der Spekulationsswirtschaft anfallen betrachten: mit angenommenen 1% auf 500 Billionen Dollar Derivatevolumen werden der Realwirtschaft jährlich 5 Billionen Dollar entzogen. Das ist zwar nur ein Schätzwert, weil es darüber keine Statistik gibt (warum wohl?), aber selbst wenn es nur 0,5% also 2,5 Billionen Dollar wären, würde jeder der ein wenig rechnen kann, darin eine wichtige Ursache des Problems erkennen. Leider sehen viele den „another elephant in the room“ nicht. Warum?

        Jedenfalls von Herrn El-Erian als dem ehemaligen CEO von PIMCO darf man unterstellen, dass er das natürlich ganz genau weiß, weshalb sein Beitrag wohl in die Kategorie „Nebelkerze geworfen“ einzuordnen ist. Gegenwärtig überschlagen sich alle in ähnlichen Erklärungsversuchen, vielleicht sehen viele deshalb den „another elephant in the room“ nicht, obwohl viele Wahrheiten oft sehr simpel sind, wenn man der Spur des Geldes folgt!

        Beste Grüße,
        Bernhard-Albrecht Roth

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bernhard-Albrecht Roth

        >Man muss sich doch nur einmal die Gebühren, die in der Spekulationsswirtschaft anfallen betrachten: mit angenommenen 1% auf 500 Billionen Dollar Derivatevolumen werden der Realwirtschaft jährlich 5 Billionen Dollar entzogen.>

        „entzogen“ – wie kommen Sie denn darauf?

        Ich will dem Allesbesserwisser M. Stöcker nicht vorgreifen, der Ihnen sicher mit ein paar Links antworten wird, rege Sie aber vorab aber schon einmal an, nachzudenken.

        Zum einen:

        Irgendjemand verbucht diese vermeintlich 5 Billionen Dollar als Einnahmen/Einkommen.
        Da kaufen dann eben Leute in London oder sonst irgendwo Penthaus-Wohnungen für ein Schweinegeld. Es landet somit in der Realwirtschaft.

        Zum anderen:

        Wenn irgendjemand in der Realwirtschaft Geld braucht, wird es eben geschaffen durch Verschuldung. Falls die Banken nicht dazu bereit sind, dann nicht weil sie das Geld für die Spekulationswirtschaft brauchen, sondern weil die Bonität dessen, der Geld braucht, nicht gut genug ist.

        Oder würden Sie auch sagen, dass das Geld, was die Leute ins Spielcasino tragen und dort verlieren, in der Realwirtschaft fehlt?

        Ich glaube, dass Sie eine falsche Vorstellung vom Geldsystem haben.

      • Avatar
        Bernhard-Albrecht Roth sagte:

        @ Dietmar Tischer

        BAR: Mit „entzogen“ ist natürlich nicht endgültig aus dem Geldkreislauf abgezogen gemeint, sondern der Mehrheit entzogen und einer kleinen Minderheit zugeführt.

        „Irgendjemand verbucht diese vermeintlich 5 Billionen Dollar als Einnahmen/Einkommen.
        Da kaufen dann eben Leute in London oder sonst irgendwo Penthaus-Wohnungen für ein Schweinegeld. Es landet somit in der Realwirtschaft.“

        BAR: Natürlich fließt ein Teil davon zurück in bestimmte Bereiche der Realwirtschaft z. B. in Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien, aber dieser Teil wird nur dort investiert oder geparkt, wo es den eigenen zukünftigen Interessen der kleinen Minderheit dient. Ihr Verständnis von einem Rückfluss an die gesamte Realwirtschaft also die Allgemeinheit ist eine Illusion, wie Sie hier sehr leicht nachvollziehen können: http://inflationsschutzbrief.de/super-hubs-das-netzwerk-der-grossen-vermoegensverwalter/

        Beispiel: J.P. Morgan Chase einer der größten Derivate-Emittenten der Welt hat kontinuierlich die größten physischen Silbervorräte der Welt im Wert von über 2 Billionen US-Dollar aufgebaut, um in der Zukunft den eigenen mit Silber unterlegten Crypto-Coin als Privatwährung auf den Markt zu bringen. Siehe: https://www.metallwoche.de/metallwoche-am-samstag-jpmorgan-von-null-auf-150-millionen-unzen-silber-in-7-jahren-und-6-monaten

        Von diesen über 2 Billionen US-Dollar sind außer den Löhnen der Bergarbeiter und ein kleiner Gewinn für die Bergbaugesellschaften nichts in die Realwirtschaft zurückgeflossen. In diesem Fall ist es sogar so, dass ein Großteil der über 2 Billionen-Dollar dem Geldkreislauf endgültig entzogen wurden.

        Davon abgesehen fließt ein erheblicher Anteil nicht in die „Realwirtschaft der eigenen Interessen einer kleinen Minderheit“ zurück, sondern verbleibt in der Finanz- und Spekulationswirtschaft solange sich die virtuellen Geldvermögen dort lukrativ vermehren lassen, was den Aufschuldungszwang der restlichen Marktteilnehmer in einem Schneeballsystem logischerweise erhöht. Ihr Argument „Wenn irgendjemand in der Realwirtschaft Geld braucht, wird es eben geschaffen durch Verschuldung“ ist in diesem Zusammenhang mehr eine Bestätigung als ein Gegenargument.

        „Falls die Banken nicht dazu bereit sind, dann nicht weil sie das Geld für die Spekulationswirtschaft brauchen, sondern weil die Bonität dessen, der Geld braucht, nicht gut genug ist.“

        BAR: Banken können heute fast nur noch Kredite vergeben, die in voller Höhe durch Sicherheiten oder vorhandenes Eigenkapital der Kreditnehmer gedeckt sind. Beispiel Immobilienkredit: Hypothek 60% Beleihungswert + 40 % Eigenkapital. Warum ist das so?

        Durch die Spekulationswirtschaft wurde und wird fast allen Banken immer dann Zentrlbankgeld entzogen, wenn ein Bankkunde ein Derivat kauft, das nicht von der selben Bank emittiert wurde. Derivate führen also bei allen Banken die selbst keine Derivate emittieren zumindest temporär zu einem Abfluss an Einlagen. Je größer das Derivatevolumen seit Ende der 1980er Jahre wurde, umso größer war der Abfluss an Einlagen.

        Zwar sind Einlagen keine Voraussetzung für die Kreditvergabe, aber – und das wird vielfach vergessen – fließt jeder kreditgebenden Bank dann Zentralbangeld ab, wenn der Kreditnehmer über den Kredit verfügt und Zahlungen an Kunden anderer Banken leistet, was in ca. 70% aller Kredite der Fall ist. Ergo haben die Einlagen sehr wohl Einfluss auf die Bereitschaft einer Bank Kredite vergeben zu können.

        „Oder würden Sie auch sagen, dass das Geld, was die Leute ins Spielcasino tragen und dort verlieren, in der Realwirtschaft fehlt?“

        BAR: Natürlich nicht, weil es dem Staat zufließt der es wieder ausgibt. Das hat aber nichts mit der oben beschriebenen Problematik zu tun!

        „Ich glaube, dass Sie eine falsche Vorstellung vom Geldsystem haben.“

        BAR: Lieber Herr Tischer, ich fürchte das Ihre Vorstellung des Geldsystems leider nicht mehr zeitgemäß ist, denn seit den 1970er Jahren hat sich doch sehr viel verändert!

        Beste Grüße,
        Bernhard-Albrecht Roth

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Bernhard-Albrecht Roth

        >Lieber Herr Tischer, ich fürchte das Ihre Vorstellung des Geldsystems leider nicht mehr zeitgemäß ist, denn seit den 1970er Jahren hat sich doch sehr viel verändert!>

        Es ist richtig, dass sich seit den 1970er Jahren sehr viel verändert hat.

        Mir ist allerdings nicht klar, wie sie darauf kommen, dass ich das nicht mitbekommen habe.

        >Ihr Verständnis von einem Rückfluss an die gesamte Realwirtschaft also die Allgemeinheit ist eine Illusion, wie Sie hier sehr leicht nachvollziehen können:>

        Ich habe nicht von der „gesamten Realwirtschaft“ gesprochen – das unterstellen Sie mir.

        Die Frage ist, was als Realwirtschaft gelten soll.

        Wenn irgendjemand etwas „aufbaut“ oder kauft, sei es eine Immobilie oder Silbervorräte, ist das ein realwirtschaftlicher Vorgang, sei es dass er Rechte an etwas oder physischen Besitz von etwas erwirbt. Auch wenn er nur Rechte erwirbt, werden andere Akteure durch das Wissen darüber beeinflusst.

        Was richtig ist:

        Durch die Aufblähung der Verschuldung hat sich die Gesamtwirtschaft STRUKTURELL verändert:

        Verglichen mit früheren Jahrzehnten, den 70er Jahren u. a., ist der Finanzsektor ist übergewichtig geworden gegenüber den Sektoren der Wirtschaft, die Güter produziert und Dienstleistungen erbringt.

        So hat z. B. die Londoner City, also die in London ansässige Finanzwirtschaft, zumindest zeitweise 15% der britischen Wertschöpfung erbracht. Das war vorher nicht der Fall.

        Oder anders ausgedrückt:

        Der strukturelle Wandel besteht darin, dass die Wertschöpfung – als Rechengröße, nicht als Wohlstandsmehrung für die Allgemeinheit verstanden – in erheblichem Maße im Spielcasino und nicht mehr auf dem Acker oder in der Fabrik stattfindet.

        Darin stimmen wir vermutlich überein und Dr. Stelter, den Sie angesprochen haben, dürfte nicken.

        Weil Sie auf Ursachenbestimmung bestehen:

        Diese „Migration“ in Verbindung mit dem Verschuldungsaufbau ist ein sehr beachtenswerter und mittlerweile auch determinierender Effekt, aber nicht die Ursache der Fehlentwicklung, die m. A. n. bei den Megatrends der Weltwirtschaft zu suchen ist.

  16. Avatar
    Bernhard-Albrecht Roth sagte:

    @ Daniel Stelter

    Vielleicht würde es helfen bei der Analyse nicht nur die Folgen der Ursachen sondern die Ursachen selbst in das Blickfeld zu nehmen:

    Wir leben in einem System mit einer Industrie, die aus Geldvermögen immer mehr Geldvermögen mit Verzinsungsanspruch macht. Dabei ist es nicht nur die Kreditgeldmenge, deren Wachstum mehr als das 4fache des Wirtschaftswachstums beträgt und entsprechend höher zu verzinsen ist als dafür realwirtschaftliche Gewinne erwirtschaftet werden können, sondern oben drauf kommen zusätzlich die Gebühren und Gewinne der Spekulationswirtschaft.

    Dieses System ist bereits Anfang der 1990er Jahre in ein Schneeballsystem übergegangen, das immer mehr Kredit braucht. Das ist auch der maßgebliche Grund dafür, warum die Zinsen immer weiter gesenkt werden mussten, denn sonst wäre das System bereits kollabiert.

    Natürlich wissen Sie das alles Herr Dr. Stelter, deshalb sollten Sie, wenn Sie die Folgen kritisieren (was auch seine Berechtigung hat), diese auch als Folgen und nicht als Ursachen darstellen, denn sonst wird Klientelpolitik schnell zu Populismus!

    Beste Grüße,
    Bernhard-Albrecht Roth

    Antworten
    • Avatar
      Hansjörg Pfister sagte:

      @ Herr Roth, dieses „Schneeballsystem“ wurde schon Mitte der 1980er Jahre von einem gewissen Paul C. Martin beschrieben, er nannte es „Debitismus“ und er hielt es dem Kapitalismus immanent.

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Einen Ausweg aus dem „Schneeballsystem“ ohne Einführung von Negativzinsen und anderer geldpolitischer Quacksalbereien gäbe es übrigens, wenn hinreichend viel Geldvermögen regelmäßig über Insolvenzen vernichtet würde.

        Aber die meisten Leute heulen ja schon laut auf, wenn man diese Möglichkeit auch nur erwähnt…

      • Avatar
        Hansjörg Pfister sagte:

        @Herr Ott, gemäß dem Debitimus verschärfen diese Insolvenzen das Problem nur. Was Herr Martin nicht auf dem Schirm hatte, war Helikoptergeld et. al. Das könnte nach der Logik des Debitismus das System tatsächlich stabilisieren.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Pfister

        “ gemäß dem Debitimus verschärfen diese Insolvenzen das Problem nur.“

        Wieso sollten sie das tun? Das widerspricht doch der ursprünglichen Argumentation, weshalb das System überhaupt als Schneeballsystem gesehen wird: „Aus Geldvermögen [wird] mmer mehr Geldvermögen mit Verzinsungsanspruch [ge]macht. Dabei ist es nicht nur die Kreditgeldmenge, deren Wachstum mehr als das 4fache des Wirtschaftswachstums beträgt und entsprechend höher zu verzinsen ist als dafür realwirtschaftliche Gewinne erwirtschaftet werden können“

        Eine Zahlungsverpflichtung für Kreditzins und -tilgung kann auf 2 Wegen aus der Welt geschafft werden: Entweder man zahlt – oder man macht Pleite, beziehungsweise vereinbart mit dem Gläubiger einen Schuldenschnitt, was ja ein teilweiser Forderungsausfall ist.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Hansjörg Pfister, Richard Ott

        Es gibt folgende Wege, eine Zahlungsverpflichtung aus der Welt zu schaffen, wenn sie realwirtschaftlich nicht mehr zu bedienen ist und es keine geordnete Reduzierung gibt:

        Inflation oder Insolvenzen.

        Inflation ist nicht machbar mit dem Schuldgeldsystem unter den herrschenden Bedingungen und Insolvenzen will niemand.

        In einem liberalen Wirtschaftssystem in dem das Marktgeschehen „entscheidet“, sind Insolvenzen das „Event“, das die Verschuldungsarie nicht hätte aufkommen lassen.

        Nur:

        Es hätte Arbeitslosigkeit mit ANPASSUNGSZWÄNGEN nach unten
        gegeben, die Menschen in den Wohlstandsgesellschaften nicht akzeptieren.

        Und:

        Bei bereits hoher Verschuldung akzeptieren die Menschen Anpassung mit Arbeitslosigkeit immer weniger, weil damit Lebensentwürfe zerstört werden, z. B. durch Versteigerung der Eigentumswohnung oder des Einfamilienhauses

        DAHER hat die Politik sozusagen im Konsens aller die Verschuldungslawine nicht nur ungebremst rollen lassen, sondern sie auch noch durch die Deregulierung der Finanzmärkte beschleunigt.

        Das ist die m. A. n. wahre Geschichte.

        Übrigens:

        Anpassungszwänge werden sehr gern angenommen, wenn es nach oben zu mehr Wohlstand geht.

        Siehe China.

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        Hansjörg Pfister sagte:

        @Herr Ott, ich referiere hier nur was der Debitismus sagt, ob das alles so stimmt, weiß ich nicht.
        Gemäß des Debitismus wird alles Geld durch Kredit erschaffen. Die Kreditzinsen werden aber nicht „mit dazu“ erschaffen. Das bedeutet, dass permanent zu wenig Geld im System ist. Das kann nur so verschleiert werden, in dem ständig mehr Geld mit Krediten erschaffen wird, um den Zins leisten zu können (Schneeballsystem). Irgendwann geht das nicht mehr, das Ergebnis ist dann eine sog. „deflationäre Depression“, die letztendlich zum totalen Kollaps führt.
        Durch Insolvenzen wird dem System (Buch-)Geld entzogen, es wird abgeschrieben, diese verschärfen mithin das Problem.

      • Avatar
        Bernhard-Albrecht Roth sagte:

        @ Hansjörg Pfister

        Sie meinten wohl „inherent“ anstelle von „immanent“, außerdem konnte sich Paul C. Martin nur auf die überschießende Kreditgeldschöpfung der Banken in seinem „Debitismus“ beziehen, weil es die oben drauf kommen zusätzlichen Gebühren und Gewinne der Spekulationswirtschaft – die heute den Löwenanteil der leistungslos erworbenen und zu verzinsenden Geldvermögen ausmachen – Mitte der 1980er Jahre noch gar nicht gab!

        Beste Grüße,
        Bernhard-Albrecht Roth

  17. Avatar
    Hansjörg Pfister sagte:

    Ich lese gerade den „Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus“ von Schafarewitsch. Das Buch ist mit etwas Vorsicht zu genießen, aber es zeigt deutlich auf, dass der Sozialismus keine neue Erfindung ist, sondern wohl zur Grundausstattung des Menschen gehört (ja hier hat die Evolution wohl versagt).
    Ein Trost mag sein, dass „unserem“ Sozialismus wohl die dauerhafte Existenzgrundlage fehlt, nämlich die Gewalt- und Unterdrückungsmacht, ohne diese kann der Sozialismus nicht dauerhaft existieren. Man mag nun einwenden, dass unsere Kämpfer für das (sozialistisch) Gute fleißig an derselben arbeiten, das ist richtig, dennoch fehlt ihnen der nötige intellektuelle Überbau und die Entschlossenheit um ein entprechend effektives Unterdrückssystem zu etablieren.
    Mit anderen Worten sie sind dazu zu blöd, zu wohlstandsverwahrlost und zu narzistisch, Gott sei Dank. Ihr Sozialismus wird keinen Bestand haben.

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      m. sastre sagte:

      Schon richtig, denken Sie bitte aber auch an die Möglichkeit, daß die offenkundigen Vertreter des neuen Weltsozialismus nur lächerliche Platzhalter sein und die dahinterstehenden Kräfte sehr wohl entschlossener und fähiger sein könnten, als wir es uns ausmalen.
      Die sonderbare Dualität von neoliberalen und globalistischen Tendenzen einerseits und neomarxistischen Erscheinungen andererseits habe ich lange nicht begriffen, bis mir klar wurde, daß der heutige Sozialismus lediglich das Instrument globaler Eliten sein könnte, die bestehende gesellschaftliche und politische Ordnung zu unterminieren um dann eine neue Ordnung zu erschaffen. Welchen Zweck haben denn Neo-Feminismus, Gender-Mainstreaming, Frühsexualisierung, Klima-Kirche, Förderung des Hedonismus, Masseneinwanderung, wenn nicht den, Gesellschaften zu zerrütten und bereit für eine, wie auch immer geartete, NWO(?) zu machen.
      Die Linke für sich hätte wohl kaum noch eine ausreichende Strahlkraft, nach den vielen gescheiterten Experimenten der Vergangenheit, wenn ihr nicht mit viel Geld wieder auf die Beine geholfen würde um ihre zweifelsohne prinzipiell vorhandene Verführungskunst erneut zur Wirkung zu bringen.

      Antworten
  18. Avatar
    Johannes sagte:

    bto: „Der grün-sozialistisch-demokratischen Republik.“

    Eher der „Der grün-sozialistischen Republik.“ Demokratisch wäre nur der Weg in die GSR; sie selbst wäre in ihrem Handeln zutiefst antidemokratisch. Und das wäre das eigentlich Tragische: selbst gewähltes Leid, selbst gewählte Unfreiheit. Das Dumme ist nur, dass viele nicht einfach „abhauen“ können oder wollen.

    Solange es aber solche Reden im Deutschen Bundestag gibt habe ich noch etwas Hoffnung:

    https://www.youtube.com/watch?v=nOLJ_XEu7Bw

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    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @Johannes

      Doch, doch, das passt schon. Aber Sie stellen sich unter „demokratisch“ offenbar etwas ganz anderes vor als unsere linksradikalen Enteignungsfreunde. Walter Ulbricht sagte schon im Mai 1945 über das künftige politische System in der damaligen sowjetischen Besatzungszone: „Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

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        m. sastre sagte:

        So etwas ähnliches wird man im Westen auch gesagt haben. Und im Westen hat auch funktioniert, was man im Osten nur erfolglos versucht hat.
        Es geht immer wieder das Gerücht herum, Putin sein mit seinem Modell der „gesteuerten Demokratie“ im Westen deshalb so unbeliebt, weil er dieses Modell hier kopiert hat, ohne Lizenzgebühren dafür zu zahlen und man im Westen wiederum nicht klagen kann, ohne zugeben zu müssen, Urheber dieser Idee zu sein.

  19. Avatar
    Michael Stöcker sagte:

    „Tempolimits bremsen endlich auch jene aus, die sich ein schnelleres Auto leisten wollen und machen Kleinwagen und Elektroautos relativ attraktiver.“

    Mir ist nicht bekannt, dass solch „sozialistische Gräueltaten“, einen Einfluss hätten auf den Kauf von schnellen Autos in den USA oder auch der Schweiz.

    Was dem einen sein Waffenirrsinn, das ist dem anderen sein Tempoirrsinn. Jetzt fehlt nur noch die Forderung, auch in Städten und Wohngebieten das Tempolimit aufzuheben, damit Porsche und Co. auf Beschleunigungskurs gehen können. Der Markt wird das schon regeln.

    LG Michael Stöcker

    Antworten
  20. Avatar
    Michael Stöcker sagte:

    „Wenn die Politik wenigstens mithelfen würde, die Grundlagen für gute Einkommen in der Zukunft zu legen. Dann wären die Lasten vielleicht noch zu stemmen. Doch dem ist nicht so. Wie bereits an dieser Stelle erläutert, müsste dazu in die Produktivität der Zukunft investiert werden: durch bessere Bildung, Investitionen in die analoge und digitale Infrastruktur und Förderung von Forschung und Entwicklung.“

    Damit sind wir in der Tat auf dem Weg in die DDR 2.0, wie André Kühnlenz von der FuW bereits 2013 dargelegt hatte: http://www.weitwinkelsubjektiv.com/2013/11/14/wir-sind-sehr-stolz-auf-katarina-witt/

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    • Avatar
      asisi1 sagte:

      Was verstehen sie unter einem „Guten Einkommen“???
      Ich war, heute bin ich 68 Jahre alt, Anfang der 70iger eine Zeit lang Brotfahrer. Da habe ich 1.600 DM brutto verdient. Die Abzüge waren, ich war Junggeselle, 400 DM.
      Das war angemessen. Was heute die Einkommen über Gebühr belasten, sind die staatlich verordneten Abzüge für allen möglichen Blödsinn. Es sind alles Zwangsabgaben, die in solch einer Form absolut nicht sein müssten!

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        Michael Stöcker sagte:

        @ asisi1

        „Was verstehen sie unter einem „Guten Einkommen“???“

        Da fragen Sie doch besser Herrn Dr. Stelter, was er unter einem „guten Einkommen“ versteht.

        In ihrem Fall wäre es bei einer Zielinflationsrate von 2 % sowie einem niedrigen Anteil am Produktivitätszuwachs von 1 % in den letzten 45 Jahren heute ca. 3.100 Euro brutto (1.600 x 1,03^45). Hätten wir heute noch bei diesen Einkommen eine Abgabenbelastung wie von Ihnen seinerzeit angegeben mit ca. 25 %, dann würde ihr Nettoeinkommen heute bei ca. 2.325 EUR liegen (3.100 x 0,75). Aufgrund der höheren Sozialabgaben sowie der kalten Progression liegt dieses Nettoeinkommen heute tatsächlich rund 314 EUR niedriger (2.011 EUR).

        „Es sind alles Zwangsabgaben, die in solch einer Form absolut nicht sein müssten!“

        Zumindest nicht bei den unteren, mittleren und höheren Einkommen.

        LG Michael Stöcker

  21. Avatar
    Richard Ott sagte:

    „Juso-Chef Kevin Kühnert kann ohnehin nicht verstehen, wieso ein einzelner Mensch 20 Wohnungen besitzt.“

    Tja, das sind halt unterschiedliche Geschäftsmodelle. Manche Leute leben von der Bewirtschaftung und Vermietung von Wohnungen, SPD-Funktionäre leben von der staatlichen Parteienfinanzierung. Kein Wunder, dass da wenig Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge vorhanden ist.

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    • Avatar
      asisi1 sagte:

      Der kann wahrscheinlich aber verstehen, wie sein Genosse Schulz, trotz Saufen und Scheitern eines Buchladens, Millionär werden konnte! Das dieser Schulz sich mit Schummeleien und durch Steuern dahin gewurstelt hat, ficht ihn nicht an!

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      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ troodon

        Nach Tischers „GEPUNKTE“ hatte ich einfach keine Lust mehr. Aber Ihnen antworte ich gerne; und zwar mit einer Aussage aus dem Monatsbericht der Bundesbank Juni 2018:

        „Auch der EZB- Rat strebt eine Inflationsrate im Euroraum an, die auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2% liegt. In einem strengen Sinne hat das Eurosystem daher keinen expliziten Wert für die Zielinflationsrate festgelegt, sondern einen Bereich von Inflationsraten, der für den EZB-Rat mit der Vorstellung von Preisstabilität kompatibel ist. Dieser Bereich schließt mittelfristige Inflationsraten von über 2% und ein anhaltend fallendes Preisniveau, das heißt negative Inflationsraten, aus.“

        Und ergänzend noch der Hinweis auf eine Rede von Weidmann bei der Banque de France, in der er begründet, warum er ein höheres Inflationsziel nicht für zielführend hält: https://www.bundesbank.de/de/presse/reden/geldpolitik-in-einem-sich-wandelnden-umfeld-744774#tar-3 . Ich teile seine Einschätzung.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        Danke, okay, die Bundesbank hat dann offensichtlich auch das „gegenüber Vorjahr“ inzwischen beiläufig, aber noch nicht überall, verschwinden lassen…

        Trotzdem nochmal meine Frage: Sehen Sie keinen (qualitativen) Unterschied zwischen den Formulierungen mit bzw. ohne „gegenüber Vorjahr?
        Es geht mir nicht darum, ob die die Streichung nun aus bestimmten Gründen sinnvoll ist oder nicht.

        Noch zum verlinkten Weidmann: Da habe ich beim ersten Lesen eher das Gefühl, dass er gegen ein öffentlich verkündetes höheres Inflationsziel ist (Verunsicherung bei den Erwartungen), höhere Inflationsraten aber sehr wohl tolerieren würde.
        Motto wie de Maiziere : „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“.
        Insofern passt das dann zu der Streichung „gegenüber Vorjahr“.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        zu Schieritz:
        „Die Schulden von heute sind der Wohlstand von morgen.“
        Ernsthaft ?

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        Ernsthaft.

        Merke:

        Wenn der STAAT Schulden macht, kann es kein Verschuldungsproblem geben.

        Ist auch klar, warum das so ist:

        >Man muss unkonventionellen ökonomischen Ansätzen wie der Modernen Geldtheorie nicht in allen Details folgen. Sie schärfen aber das Verständnis dafür, dass Geld nur ein Mittel zum Zweck und nicht der Zweck selbst ist.>

        DIESES Verständnis zu schärfen ist wichtig, weil Geld NUR als Mittel zum Zweck noch nie jemand verstanden hat.

        Das ist ökonomische AUFKLÄRUNG à la M. Stöcker und M. Schieritz. .

        Schäbig ist das, wenn man insgeheim für eine Staatsfinanzierung plädiert, die dem konventionellen Verschuldungsmodus enthoben sein soll.

        Für mich ist das Volksverdummung.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ troodon

        „Sehen Sie keinen (qualitativen) Unterschied zwischen den Formulierungen mit bzw. ohne „gegenüber Vorjahr?“

        Selbstverständlich sehe ich den, halte allerdings diese Formulierung für unglücklich; zumal damit insinuiert wird, dass eine Zentralbank überhaupt in der Lage ist, die Inflation punktgenau gegenüber dem Vorjahr zu adjustieren. Manches Mal wäre es sogar besser, sie hätte diese höhere Inflation einfach zugelassen: Z. B. Ölpreisschock in den 70er Jahren, wodurch sich die terms of trade verschlechtert hatten. Denn eine Veränderung relativer Preise ist letztlich kein inflationäres Problem, dass durch eine Zentralbank bekämpft werden kann; es sei denn um den Preis der Stagflation.

        „„Die Schulden von heute sind der Wohlstand von morgen.“
        Ernsthaft ?“

        Aber selbstverständlich! Zumindest dann, wenn es sich um investive Ausgaben handelt. Bei konsumtiven Ausgaben sind die Schulden nur noch vergangenes Nichts bzw. fiktives Kapital, das man wegbesteuern oder eben als schöne Illusion (Goldbad) in den Bilanzen stehen lassen kann.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „Wenn der STAAT Schulden macht, kann es kein Verschuldungsproblem geben.“

        Sie schreiben mal wieder wirres Zeugs.

        „DIESES Verständnis zu schärfen ist wichtig, weil Geld NUR als Mittel zum Zweck noch nie jemand verstanden hat.“

        Ja, seit Aristoteles kein Erkenntnisfortschritt.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        ICH schreibe wirres Zeug, wenn Schieritz sagt:

        „Warum Staatsschulden kein Problem sind“?

        Ihre Masche:

        Wenn Ihnen die Orientierung fehlt oder Sie hinter dummen Sprüchen stehen, sind andere wirr.

        Greifen Sie sich mal an den Kopf, bevor Sie hier alles besser wissen wollen.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        Selbstverständlich ist eine Zentralbank NICHT dazu in der Lage jedes Jahr die Inflation punktgenau zu steuern. Das erwartet niemand und das war auch bereits 1998 klar, als man die ursprüngliche Formulierung „gegenüber Vorjahr“ gewählt hatte.

        Die aktuelle Formulierung 2003 (ohne „gegenüber Vorjahr“) lässt definitiv ein längeres und deutlicheres Überschreiten der 2% zu als dies bei der ursprünglichen Formulierung 1998 der Fall gewesen wäre. Insofern handelt es sich um eine Erhöhung des Inflationstolerierung durch die Hintertür. Darum geht es. Da braucht es noch nicht einmal eine offizielle Erhöhung, die die Bevölkerung de maizieremäßig nur verunsichern würde… Man macht es einfach, natürlich nur mit den besten Absichten, zum Wohle der europäischen Völker…

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        „Aber selbstverständlich! Zumindest dann, wenn es sich um investive Ausgaben handelt. Bei konsumtiven Ausgaben sind die Schulden nur noch vergangenes Nichts bzw. fiktives Kapital, das man wegbesteuern oder eben als schöne Illusion (Goldbad) in den Bilanzen stehen lassen kann.“

        Ich erwarte von einem bereits nur durchschnittlichen Wirtschaftsjournalisten, dass er genau die Unterscheidung macht zwischen dem Zweck der Schuldenaufnahme. Investition oder Konsum. Unterlässt er das, ist der Satz „Die Schulden von heute sind der Wohlstand von morgen.“ einfach lächerlich.

        Zudem führt auch nicht jede schuldenfinanzierte Investition zu zukünftigem Wohlstand. Sie muss schon auch noch sinnvoll und wirtschaftlich sein. Der Bau einer Autobahn ins Nirgendwo wird keinen Wohlstand schaffen, jedenfalls keinen der die gemachten Investition und Schulden wirtschaftlich rechtfertigt.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ troodon

        „Da braucht es noch nicht einmal eine offizielle Erhöhung, die die Bevölkerung de maizieremäßig nur verunsichern würde…“

        So ist es. Allerdings sollte eine Zentralbank gegenüber der Finanzwelt glaubwürdig bleiben; denn die kennt kein Pardon.

        „Unterlässt er das, ist der Satz „Die Schulden von heute sind der Wohlstand von morgen.“ einfach lächerlich.“

        Wenn es so wäre: D’accord! Ist es aber nicht. Schieritz spricht explizit von:

        „Investitionen in neue Fabriken, intelligente Antriebstechniken oder Schulen“

        Von Autobahnen ins Nirgendwo ist an keiner Stelle die Rede. Das ist wohl eher so ein orientierungsloses Hirngespinst von Herrn Tischer, bei dem ich mir an den Kopf greife.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        Wieso muss sich der Staat für „produktive Fabriken“ verschulden ?

        Und auch der Titel „Warum Staatsschulden kein Problem sind“ ist mehr als befremdlich. „Staatsschulden müssen kein Problem sein „. Aber das ist ja zu langweilig. liest ja keiner…
        Na dann, kann auch Krall weiterhin sagen „80 Prozent ihrer Erträge verdienen sie (die Banken) durch Zinsmargen“, Stimmt zwar nicht, aber passt dann besser zu seiner Story.
        Die eigenen Lager werden bedient, fertig. Dann braucht man sich auch nicht zu beschweren, wenn die große Masse gar nicht mehr durchblickt und ihrem Frust irgendwann freien Lauf lässt.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        >Und auch der Titel „Warum Staatsschulden kein Problem sind“ ist mehr als befremdlich.Stellen Sie sich … eine baufällige Schule vor, in Berlin oder im Ruhrgebiet. In der Nähe der Schule wohnen arbeitslose Maurer und Zimmerleute, die sie in Ordnung bringen können. Sie tun es aber nicht, weil das Geld dafür fehlt. Die Schule verfällt weiter. Die Maurer und Zimmerleute bleiben arbeitslos.>

        Dagegen ist erst einmal nichts zu sagen, lediglich zu fragen, woher das
        Geld für die beiden Handwerker kommt.

        Schieritz weiter:

        >Das Beispiel stammt von der Ökonomin Stephanie Kelton, einer Vertreterin der sogenannten Modernen Geldtheorie. Das ist eine sehr spezielle und umstrittene ökonomische Theorie, die derzeit in den USA für Furore sorgt. Ihre Kernaussage lautet: Solange es keine Inflation gibt, können sich Staaten mit eigener Währung alles leisten. Sie können also einfach frisches Geld drucken und damit die Maurer und Zimmerleute bezahlen, die die Schule reparieren.>

        Die Theorie ist zwar SEHR SPEZIELL und zudem „UMSTRITTEN“.

        Macht nichts, sie hat ja für Furore gesagt.

        Das genügt, für die Feststellung, dass man einfach frisches Geld drucken kann. Ach ja, die eigene Währung – hat so gut wie jeder, auch die Länder mit einer Gemeinschaftswährung – und Inflation gibt es so gut wie nirgends.

        Und wenn man das einfach Geld drucken kann, sind natürlich auch Staatsschulden kein Problem.

        Von „umstritten“ zu „kein Problem“:

        So wird für den bekennenden Kantianer Stöcker Aufklärung betrieben.

        Er, der einfordert, dass man von ihm zu lernen habe, betont noch einmal ausdrücklich den Unsinn:

        >„Investitionen in neue Fabriken, intelligente Antriebstechniken oder Schulen“>

        Ist klar, wenn die Staatsverschuldung kein Problem ist, kann der Staat in ALLES investieren.

        Ob der Staat überhaupt WEISS, ob es Nachfrage für die Produkte der neuen Fabriken gibt oder welche Antriebstechniken intelligent sind, ist auch kein Problem.

        Wenn Staatsverschuldung kein Problem ist, kauft er eben diese Produkte oder die Produkte mit den intelligenten Antriebstechnik.

        Denn wie sagt Schieritz oben:

        „Können sich Staaten mit eigener Währung ALLES leisten“.

        Wenn Staatsverschuldung kein Problem ist, gibt es KEINE Probleme mehr.

        Das ist nicht mehr Volksverdummung, sondern Volksverblödung.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        Ist mal wieder nicht alles richtig übertragen worden.

        Ich hatte geschrieben, dass Ihnen der Unsinn von Schieritz/Stöcker nicht erklärt werden müsse, aber andere sich vielleicht fragen, warum Staatsschulden kein Problem sind nach Ansicht der beiden Schlauköpfe.

        Ich hatte dann Schieritz zitiert mit

        Stellen Sie sich … eine baufällige Schule vor …

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        „Stellen Sie sich einen Biber vor, der einen Damm gebaut hat. Würden Sie auf die Idee kommen, den Biber zu fragen, woher er das Geld für den Damm hat? Wahrscheinlich nicht. Das wäre auch Unsinn. Ein Biber nimmt sich einfach Äste und Zweige vom Uferrand – und baut seinen Damm. “

        Was für eine schreiend dämliche Analogie, und die stammt laut Schieritz auch noch von der Oberpriesterin des Magic-Money-Tree-Glaubens Kelton. Das halten Sie im Ernst für eine überzeugende und einfache „Aufklärung“ von ökomomischen Zusammenhängen?

    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      Die Geschichte mit den LB-Salden werden sie allerdings niemals verstehen. Der Grund hierfür sind unsere Provinzökonomen, die sich mit ihrem „wissenschaftlichen“ Gutachten mal wieder bis auf die Knochen blamiert haben. Dabei wäre ein einfacher Blick auf die Zahlen so kompliziert nicht.

      Wann war die deutsche Leistungsbilanz nicht nur ausgeglichen, sondern sogar für 10 Jahre leicht defizitär? Richtig: Nach dem Infrastruktur-Investitionsboom nach der deutschen Einheit (1991 bis 2001): http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2019/04/die-leistungsbilanzueberschuesse-der-beirat-und-der-arbeitsmarkt/

      2001 waren dann die Abschreibungen zugleich wieder höher als die Bruttoinvestitionen (siehe Grafik bei Kühnlenz weiter unten). Damit ist DDR 2.0 zwar noch nicht erreicht, aber wir sind auf dem schlimmsten Weg ins sozialistische Investitionsverweigerungsdrama.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
    • Avatar
      Jürgen sagte:

      Tja, wen wundert es bei dem Juso Vorsitzenden: Er beschreitet fröhlich die bei uns leider üblich gewordene Politiker (m/w) Karriere: Kreissaal, Hörsaal (vorzugsweise abgebrochen, oder bestenfalls Politologie oder Soziologie), Plenarsaal. Das ist genau die Sorte von Politikern, die nie einer ernsthaften Arbeit nachgegangen sind, dafür aber (fälschlicherweise) glauben, der arbeitenden, und denen die Steuern erarbeitenden Bürgerschaft die Welt erklären müssen, oder sie mit groben Unfug gängeln (s. Fahrverbote, Klimahysterie usw).

      Antworten

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