Best-of bto 2019: „Fridays For Future“: Demonstriert, aber bitte für Eure Zukunft!

Dieser Kommentar von mir erschien im März bei Cicero (wo er der meistgelesene Beitrag des Monats war) und bei bto:

Liebe „Fridays For Future“-Kids,

spätestens wenn Bundeskanzlerin Merkel einen Protest unterstützt, ist es Zeit aufzuhorchen. Die Kanzlerin ist bekannt für ihre Fähigkeit, Stimmungen aufzunehmen und sich danach zu richten und nur deshalb schon solange an der Macht. Legendär ist ihr Kurswechsel gleich nach der ersten gewonnenen Wahl, weg von Reformen, hin zum fürsorgenden Sozialstaat. Danach kam der Atomausstieg nach dem Tsunami im fernen Japan, obwohl erst kurz zuvor eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschlossen wurde. Schließlich war es die Angst vor unschönen Bildern im Sommer 2015, als plötzlich galt, ein souveräner Staat wie Deutschland könne seine Grenzen nicht sichern.

Nun also “Fridays For Future”. In ihrem Videopodcast verkündete die Kanzlerin am letzten Samstag, dass sie es sehr begrüße, dass „junge Menschen, Schülerinnen und Schüler demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell etwas für den Klimaschutz zu tun“. Und weiter: „Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.“ Denn die Klimaschutzziele seien nur erreichbar, wenn es Rückhalt in der Gesellschaft gebe. Wow, das muss Euch doch gefallen haben!

Der nüchterne Beobachter weiß allerdings, dass es der Kanzlerin nicht so sehr um Eure Anliegen geht, sondern vielmehr um die Sicherung der nächsten Koalitionsoption für die Union: das von Merkel schon lange angestrebte Bündnis mit den Grünen. Wenn man dabei auch noch junge Wähler wie Euch für die eigene Partei mobilisieren kann, umso besser.

Ihr habt allen Grund, sauer zu sein

Nebenbei kann Merkel außerdem von den eigentlichen Problemen des Landes ablenken. Denn die Aufgaben und Schwierigkeiten, die auf Euch zukommen, sind weitaus größer, als Ihr denkt. Ihr habt allen Grund, sauer zu sein auf die Politik der letzten Jahrzehnte. Dabei dürften die Folgen dieses Politikversagens für Euch, die ihr heute auf die Straße geht, weitaus verheerender sein, als der Klimawandel. Ich stelle nicht in Abrede, dass es richtig ist, mehr für Umweltschutz und gegen den Klimawandel zu tun. Egal, ob man nun den Modellen der Wissenschaftler glaubt oder nicht, es ist immer vernünftig, mit Ressourcen sparsam umzugehen. Es dürfte sich aber für Euch im Rückblick in wenigen Jahren als Randthema herausstellen. Dann nämlich, wenn Ihr feststellt, wie sehr die heutige Politikergeneration den Wohlstand des Landes und damit Eure Zukunft geplündert hat, um kurzfristig Wählerstimmen zu mobilisieren. Wohl keine Generation ist so egoistisch mit den Ressourcen eines Landes umgegangen wie die heute regierende. Die Liste der Versäumnisse ist lang und erschreckend. Wenn Ihr die lest und überdenkt, habt ihr erst recht Grund, nächste Woche wieder auf die Straße zu gehen – dann aber für die Zukunft unseres Landes.

Ihr sollt für die Alten zahlen

Vermutlich habt Ihr es schon gehört. Wir, die Alten, setzen voll auf Euch! Wir genehmigen uns immer höhere Leistungsversprechen für Rente und Gesundheit und da wir dafür nicht vorgesorgt haben, setzen wir auf Eure Beiträge in der Zukunft. Schon jetzt, so rechnet das Finanzministerium vor, müssten wir je nach Szenario also den Annahmen, wie lange wir noch arbeiten – zwischen 36 und 115 Milliarden Euro pro Jahr (!) zur Seite legen. Tun wir aber nicht, denn Ihr werdet einfach höhere Beiträge leisten und uns mehr von Euren Einkommen abgeben. Macht Ihr doch gern – oder?

Sparen tun wir übrigens auch nicht. Das wird aber nicht verraten. Allein zwischen 2008 und 2018 hat die Bundesregierung 280 Milliarden Euro mehr ausgegeben. Weil gleichzeitig die Zinsen wegen der ungelösten Eurokrise (das Problem überlassen wir auch lieber euch) gesunken sind, konnte die Regierung diese 140 Milliarden anderweitig verwenden. Weitere 40 Milliarden wurden durch geringere Kosten für Arbeitslosigkeit frei. In Summe standen also 460 Milliarden Euro zur freien Verfügung. Und, was haben wir damit gemacht? Schulden getilgt? Na ja, seit 2014 schon ein bisschen. Den Großteil haben wir aber ausgegeben, und zwar für Rente und Gesundheit. Und weil es so schön ist, haben wir die Ausgaben auch gleich in Gesetzen festgeschrieben, damit es auch in Zukunft uns Alten an nichts mangelt. Zahlt ihr ja.

Investieren? Für Euch nicht!

Wie Ihr dafür zahlen sollt? Das ist uns doch egal. Jedenfalls haben wir richtig an allem gespart, was es Euch in Zukunft leichter machen würde, die Lasten zu schultern.

So haben wir die Investitionen in den Kapitalstock gegenüber den frühen 2000er-Jahren mehr als halbiert, was zu einer immer älteren staatlichen Infrastruktur führt. Beispielsweise wurde die Hälfte der Autobahnbrücken zwischen 1965 und 1975 gebaut. Diese Brücken waren nie für die heutigen Verkehrsmengen ausgelegt und sind als wirtschaftlicher Totalschaden einzustufen, rechnet das Institut der Deutschen Wirtschaft vor. Bei den Straßen sieht es nicht besser aus, wo seit dem Jahr 2000 ebenfalls von der Substanz gelebt wird.

Allein für die Herstellung des normalen Standards der Infrastruktur wären Investitionen in der Größenordnung von 120 Milliarden Euro erforderlich. Damit nicht genug. Wir brauchen ein nachhaltig höheres Ausgabenniveau, um den Standard zu halten. Legen wir dafür den OECD-Durchschnitt von 3,2 Prozent vom BIP an, müssten wir unsere Ausgaben um einen Prozentpunkt vom BIP steigern, also um rund 33 Milliarden pro Jahr. Aber das könnt Ihr ja dann machen, wenn es so weit ist. Vermutlich ist es dann noch etwas teurer, geht der Verfall doch jeden Tag weiter. Oder Ihr fahrt einfach nicht mehr mit dem Auto. Allerdings sieht es bei der Bahn nicht besser aus. Die hat einen Investitionsstau von 57 Milliarden und braucht pro Jahr elf Milliarden mehr.

Vielleicht müsst und wollt Ihr in der Zukunft nicht mehr so viel reisen und lieber alles digital bewältigen. Problem ist allerdings, dass wir einfach keine Lust hatten, in ein zukunftsfähiges Internet zu investieren. Während in Spanien 50 Prozent der Haushalte über Glasfaseranschlüsse verfügen, sind es bei uns nur zwei Prozent. Und beim Mobilfunk wollen wir es auch gemächlich angehen lassen. Während Spitzenreiter wie die Schweiz 5G bereits in Betrieb nehmen, planen wir noch. Und flächendeckend machen wir es schon gar nicht, wo kämen wir denn da hin!

Eure Bildung ist uns auch nicht so wichtig. Hauptsache, Ihr macht irgendwie Abitur und studiert irgendwas. Dann erfüllen wir die Anforderungen der OECD, die eine möglichst hohe Akademikerquote zum Ziel setzt, damit wir ähnlich wie Italien endlich wieder eine ansteigende Jugendarbeitslosigkeit hinbekommen. Konsequent senken wir also die Leistungsstandards unserer Schulen und sicherlich werden wir Euer Engagement jeden Freitag nicht bei den Prüfungen bestrafen. Da findet sich sicherlich ein Kompromiss, zum Beispiel, indem wir ein weiteres Halbjahr an Schulstoff einfach streichen. Ihr müsst ja auch nicht Ingenieure werden. Genderstudien sind doch auch nett. Vermutlich auch einfacher, lassen doch Eure Leistungen in Mathematik und Deutsch schon seit Jahren immer mehr nach.

Populismus ist wichtiger als (Euer) Wohlstand

Richtig wichtig ist uns aber, dass wir immer eine gute Stimmung im Land haben. Nichts sollte unsere gute Laune beeinträchtigen und vor allem müssen wir der Welt jeden Tag beweisen, dass wir aus den Untaten unserer Großväter gelernt haben. Geld spielt hier keine Rolle. Nehmen wir den überstürzten Atomausstieg nach dem Unglück in Fukushima. Bei uns sind Tsunamis selten und die Kraftwerke stehen fern von Erdbebengebieten. Dennoch war da immer dieses Unbehagen mit der Technik. Also beschlossen wir, bis 2022 alle Atomkraftwerke abzuschalten. Kosten dürfte uns die Energiewende rund 1000 Milliarden Euro – also mehr als 12.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Wobei Ihr mehr zahlen werdet, wir sind ja nicht mehr dabei, wenn es so richtig teuer wird. Schon heute haben wir die höchsten Strompreise in Europa und verfehlen dennoch die CO2-Ziele.

Der Ausstieg aus der Kohle, für den Ihr jeden Freitag demonstriert, wird auch einiges kosten. 80 Milliarden Euro stehen im Raum. Billiger wäre es, jedem Beschäftigen direkt eine Million Entschädigung zu bezahlen (20 Milliarden) wie die “heute-show“ vorrechnet. Sicher ist, dass Strom dann noch teurer wird und vor allem, dass wir Strom aus Atomkraftwerken in Frankreich und Kohlekraftwerken aus Polen beziehen werden. Der Umwelt nutzt das nichts, aber wir haben ein gutes Gefühl!

Genauso wie 2015. Beseelt von dem Wunsch, der Welt unser freundliches Gesicht zu zeigen, haben wir die Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen zugelassen, ohne Bedürftigkeit oder – so diese nicht gegeben war – ökonomischen Nutzen zu prüfen. Da die Mehrzahl der Zuwanderer über keine oder nur geringe Bildung verfügt, die Integrationsbereitschaft nicht bei allen Neubürgern gegeben ist und die Anforderungen der Wirtschaft an das Qualifikationsniveau immer mehr steigen, müssen wir davon ausgehen, dass wir auf Jahrzehnte hinaus Milliarden für die Versorgung dieser Menschen aufwenden werden. Seriöse Schätzungen gehen von mindestens 750 Milliarden Euro aus, die in den kommenden Jahrzehnten anfallen. Das bezahlt übrigens Ihr, denn die meisten Neubürger sind nicht viel älter als Ihr.

Klimaschutz durch Verarmung?

Wie Ihr seht, ist einiges schief gelaufen in den letzten Jahren. Für uns, die Alten, ist das nicht so wichtig. Für Euch hingegen ist das hoch relevant. Während die Politiker Euch das Märchen vom reichen Land erzählen, das sich alle möglichen Projekte ohne ökonomischen Wert und immer größere Zahlungen für die Alten leisten kann, verfällt die Basis für Euch zusehend.

Vor allem wird Deutschland damit als Wirtschaftsstandort immer unattraktiver. Angesichts hoher Strompreise, hoher Löhne, unzureichender Investitionen in Infrastruktur und zunehmender Technologiefeindlichkeit investieren die Unternehmen schon jetzt lieber im Ausland als bei uns. Gerade die aufstrebenden Ländern Asiens sind weitaus attraktiver, winken doch hohe Wachstumsraten, eine junge und zunehmend gut ausgebildete Bevölkerung und mehr wirtschaftliche Freiheit.

Das Klima schützen wir dann automatisch, in dem wir uns vom Status eines Industrielandes verabschieden, das allerdings zum Preis eines deutlichen Wohlstandsverlustes. Und glaubt mir, den findet Ihr nur in der Theorie gut! Die Energie, mit der wir gerade der hiesigen Automobilindustrie den Garaus machen, ist nicht nötig. Den technologischen Wandel zu elektro- und selbstfahrend dürfte die Branche vermutlich nur deutlich verkleinert überstehen. Wenn überhaupt.

So erbt Ihr ein deutlich ärmeres Land mit erheblichen Verteilungskonflikten. Kein Wunder, dass die Klügeren von Euch Ihre Zukunft woanders suchen werden. In Ländern, die besser für die Zukunft vorgesorgt haben und in denen Euch nicht so viel von Eurem Einkommen weggenommen wird. Schon jetzt verlassen übrigens rund 200.000 Menschen Deutschland pro Jahr. Eher die jüngeren und besser ausgebildeten.

Ihr werdet missbraucht zum Machterhalt

Ihr habt also mehr als genug Gründe, um auf die Straße zu gehen! Dabei werden Eure Energie und Euer Enthusiasmus von der Politik einmal mehr missbraucht. Es ist die Fortsetzung der letzten Jahre, in denen es immer mehr um Emotionen statt um Rechnen ging. Wer ist schon für den Klimawandel? Wer will schon die Umwelt zerstören? Wer will nicht jenen, die in Not erscheinen, helfen?

All dies sollten wir tun. Aber wir sollten es mit wirtschaftlichem Sachverstand tun: CO2-Steuer statt teurer Einzelmaßnahmen, Hilfe vor Ort statt zum 1000-fachen Preis hierzulande, Investitionen in Eure Zukunft statt mehr Leistungen für Alte.

Glaubt nicht mehr an das Märchen vom reichen Land. Wacht auf! Und demonstriert für Eure Zukunft! Denn die ist wirklich in Gefahr.

→ Cicero.de: „Merkt Ihr nicht, wie wir Alten Euch ausplündern?“, 7. März 2019

Kommentare (66) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    Otto Weber sagte:

    @Richard Ott, 2. Januar 2020, 08:05

    „Blabla-Paper“, genau die richtige Bezeichnung für dieses realitätsferne Wünsch-Dir-Was-Sammelsurium.

    Ja, es interessieren konkrete Konzepte und wie viel deren Umsetzung konkret kosten wird, und zwar unter Bewertung der dadurch erzielten weltweiten Temperatur-Reduzierung, damit fällt sowieso fast alles unterm Tisch, bei einem deutschen CO2-Ausstoß von nur 2,3% des Weltausstoßes und ständige Ausstoßsteigerungen der anderen.

    Frohes Neues!!

    Antworten
  2. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    @ JürgenP

    >Ich glaube, das spielt sich auf einer anderen Ebene ab, als die von H.W.Sinn angesprochen wurde.>

    Das ist richtig, wobei ich allerdings „System“ für „Ebene“ sagen würde.

    H.-W. Sinn würde Ihnen insoweit durchaus zustimmen.

    Denn er sagt ja am Ende seiner HEUTE-break even-Darlegung der CO2-Emission (E-Automobil vs. Benziner und Diesel), ab 1:06:30:

    „Es ist ja klar, wenn alles grün ist, dann ist die E-Autokurve flach und wenn ich sogar die Batterie grün mache, mit grünem Strom mache, dann liegt alles bei null“.

    ABER:

    IHRE Gegenüberstellung ERLAUBT es nicht, den Systembezug, den H.-W. Sinn herstellt, als IRRELEVANT zu ignorieren.

    Auch Sie können ihn nicht ignorieren, wenn sie integer argumentieren wollen.
    Warum nicht?

    Das (Ihr) System einer vollständig gelungenen Energiewende entsteht nicht durch Schnipsen mit den Fingern und es fällt auch nicht vom Himmel, sondern SETZT auf dem HIER-und HEUTE-System auf, das damit LEGITIMIERTE Referenz für die Transformation somit auch die KOSTEN der Transformation ist.

    Zu diesen:

    Es geht nicht um das abstrakte Preisschild in Billionen von Euros.

    Es geht KONKRET um etwas anderes.

    Ich mache für die folgende Darlegung Ihre Position einmal stärker als sie in der Realität sein kann.

    Seriöse Schätzungen weisen aus, dass allein in der deutschen Automobilindustrie mehr als 100.000 Arbeitsplätze aufgrund der Energiewende hin zur E-Mobilität verloren gehen werden.

    Nehmen wir einmal an, dass keine verloren werden.

    Kosten null?

    Keineswegs.

    Der hochqualifizierte Spezialist, der für die CO2-Reduzierung heutiger Automobile bei – sagen wir – BMW zuständig ist, wird nicht zum Batterie-Spezialisten umgeschult.

    Das wäre betriebswirtschaftlich viel zu teuer und aufgrund des extrem dynamischen Wettbewerbs auch bei der Schlüsselkomponente Batterie geradezu fatal für BMW.

    Er wird daher entlassen und für ihn wir ein Spezialist für Batterietechnologie eingestellt.

    Der entlassene Spezialist findet keine gleichwertige Arbeit – er ist ja Spezialist – und wird hinnehmen müssen, dass er die Hypothek, die auf seiner Eigentumswohnung lastet, nicht mehr bedienen kann, die Immobilie daher versteigert wird und seine Lebensperspektive in Trümmern liegt.

    Ein solches Berufsschicksal mit seinen REALEN Folgen sind die unvermeidbar WAHREN Kosten.

    Zur Differenzierung:

    Natürlich verlieren immer wieder Menschen auch dann ihren Job, wenn sie hochqualifiziert sind. Es passiert bei Konjunkturabschwüngen, durch Innovationen oder auch – wie ich meine tendenziell unvermeidbar – durch den Strukturwandel von einer durch Güterproduktion dominierten Volkswirtschaft zu einer von Dienstleistungen geprägten.

    Das ist aber etwas anderes als die GEWOLLTE Umstellung der GESAMTEN Volkswirtschaft durch die Energiewende.

    Die Menschen werden den Unterschied erkennen und die sie betreffenden Entwertungen ihrer Lebensentwürfe (Kosten) nicht einfach schlucken.

    Diese wahren Kosten der Energiewende werden in den öffentlichen Debatten unterbelichtet und teilweise – davon ist jedenfalls auszugehen – gegen besseres Wissen ausgeblendet:

    v. d. Leyen erzählt der Öffentlichkeit die Geschichte von Ursulas Mondfahrt (Vergleich Energiewende/Mondfahrt), obwohl jedem klar sein muss, dass die Mondfahrt ein ADDITIVES Unternehmen der USA war, aber keines, durch das Arbeitsplätze bei GM z. B. VERLOREN gingen.

    Ebenso die Grünen mit den Eiferern Baerbock und Habeck, die durchweg nur von neuen Arbeitsplätzen und dem nächsten deutschen Wirtschaftswunder reden.

    Und natürlich darf auch nicht die sogenannte Wissenschaft fehlen, etwa mit einer C. Kemfert an der Spitze, die auch nur Chancen sieht und daher glaubt, den Deutschen einreden zu können, dass mit Windrädern produzierter, aber nicht nutzbarer „Geisterstrom“ wie im normalen Wirtschaftsleben bezahlt werden müsse – etwa wie ein Pizza, die man bestellt hat, aber nicht isst. Die fehlende Lieferung der Windenergie kommt nicht vor und daher auch nicht bei der Pizzabestellung – der WAHRE Grund dafür, dass bezahlt werden muss, obwohl man essen WILL.

    Wie ištar richtig sagt: Unwahrheit – auch Ausblendung und Verdrehung sind im vorliegenden Fall eine solche – als Geschäftsmodell.

    VERANTWORTLICHE Politik ist da allerdings z. T. weiter:

    Kohleausstieg erst 2038, NACHDEM man – Glaube – genügend neue Jobs in den betroffenen Regionen geschaffen zu hat.

    Das macht das Projekt natürlich nicht besser, zeugt aber von einer gewissen Sensibilität.

    Die Zukunft sieht nicht gut aus, habe leider nichts Besseres zu vermelden.

    Unbeschadet dessen dürfen wir Hoffen und Wünschen.

    Ich wünschen Ihnen und allen anderen am Blog ein friedliches NEUES JAHR 2020 in guter Gesundheit und mit jenem Quäntchen Glück, das es gerade in Zeiten wie diesen braucht für ein gelingendes Leben.

    Antworten
    • Avatar
      JürgenP sagte:

      @ DT + RO + ruby

      Lieber Herr Tischer, auch Ihnen, und allen Blogteilnehmer, ein gutes neues Jahr und dass Sie auch weiterhin Zusammenhänge so präzise sezieren, dass es immer wieder zum Nachdenken anregt.

      Zu den von Herrn Ott angemahnten Rahmenbedingungen möchte ich folgende Veröffentlichung von September 2019 mit 10 Punkten für ein integriertes Energiesystem ins Spiel bringen:

      https://energiesysteme-zukunft.de/impuls-integriertes-energiesystem/

      Ich denke, dass diese Darstellung von 100 Autoren dreier wissenschaftlicher Verbände über ideologischen Einzelinteressenslagen steht und ein guter Leitfaden ist. Ideologie & Einzelinteressen gilt es – zurecht, Herr Ott – aus den Debatten herauszuhalten, um zu funktionierenden Lösungen zu kommen. Verantwortliche Politik muss sich um genau diese Lösungen kümmern und nicht um irgendwelche Hirngespinste gesponserter Lobbyisten.

      Keine einzige der vorgestellten Rahmenbedingungen darf zukünftig von Interessensträgern „isoliert“ werden. Das darf die Politik nicht zulassen, egal wie die Konstellation zukünftig aussieht. Das vorausgesetzt, käme es aufgrund der immensen Komplexität der vorgeschlagenen Maßnahmen darauf an, mit den richtigen Methoden geeignete Strategien auf Gesamt- und Subebenen (Systemen) herauszuarbeiten und sofort umzusetzen. Auch wenn es Ihnen nicht passt, Herr Ott, solche Methoden finden sich nicht in den Fakultäten Betriebs- & Volkswirtschaft, sondern in Systemwissenschaften & Kybernetik. Esoterik ist da fehl am Platze, oder schalten Sie Ihr ABS-System auch aus solchen Gründen ab und Bremsen mit der Brechstange?

      Es sind Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse zu gestalten, die immer und immer wieder (iterativ) durchlaufen werden müssen und auch sich verändernde „Umweltbedingungen“ in Entscheidungen einbeziehen. Dazu gehören selbstverständlich Wirkungen von Entscheidungen, die auch den ganz persönlichen Bereich von Menschen betreffen (Lebensumstände, Arbeitsplatzverlust usw.).

      Kosten der Veränderungen der Rahmenbedingungen sind in dem Papier unter Ziffer 1 d) auch benannt: pro Jahr i.M. bis 2050 rund ein bis zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Also weniger, aus von unserem Big Brother Donald als Beitrag für die Verteidigung des Landes abgefordert wird. Aber immer noch genug, um sich intensiv darum zu kümmern, dass das nicht ausufert > Vorschläge von Hr. Stelter.

      Als Ingenieur interessiert mich persönlich insbesondere Ziffer 8 der Rahmenbedingungen. Inhaltlich betrifft es das, was in Absatz 3 (Schlüsseltechnologie für die Gebäudeheizung > Wärmepumpen) und im Absatz 6 (Qualität der Ausführung von Sanierungsmaßnahen und Installation komplexer energietechnischer Anlagen) aufgeführt ist. Was da heute noch an vollkommen unqualifizierten technischen und finanziellen Rahmenbedingungen existiert, gehört endlich abgeräumt! Man kann sich nur noch an den Kopf fassen, was sich Politiker, Kaufleute, Juristen und manche Ingenieure da für einen Schwachsinn haben einfallen lassen, um bestimmten technischen Ausprägungen zum Überleben zu verhelfen.

      Darüber, dass die Lichter in diesem Lande ausgehen, wenn wir uns mit dem an Hochschulen und in Unternehmen erarbeiteten Knowhow an die Umgestaltung zum „integrierten Energiesystem“ heranmachen, mache ich mir im Gegensatz zu Herrn Ott keine Sorgen.

      Wir, die Politik, sollten diesmal nur nicht so dämlich sein und strategische nationale wirtschaftliche Interessen nur den anderen zu überlassen, sprich: ein Förderprogramm hier aufzulegen, das anderen Länder, allen voran China, als Einfallstor dient wie bei der PV-Förderung. Man kann da sicher auf die Cleverness von Herrn Ott und einigen anderen Blogteilnehmern setzen, die kaufmännische Dinge so gut beherrschen.

      Antworten
      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ JürgenP

        Ihren Ausführungen hier kann ich einiges abgewinnen.

        Kritisch ist folgende Aussage:

        >Darüber, dass die Lichter in diesem Lande ausgehen, wenn wir uns mit dem an Hochschulen und in Unternehmen erarbeiteten Knowhow an die Umgestaltung zum „integrierten Energiesystem“ heranmachen, mache ich mir im Gegensatz zu Herrn Ott keine Sorgen.>

        Wer ist wir?

        Wenn wir das geklärt haben – relativ einfach, denke ich –, dann bleibt immer noch die Frage, ob wir das „integrierte Energiesystem“ wollen oder nicht wollen sollten.

        Eine Gesellschaft kann ALLES wollen, solange sie dies mittels eines akzeptierten Verfahrens will, anderen Gesellschaften nicht zu schaden beabsichtigt und Minderheitenrechte achtet. Dazu gehört auch, dass Menschen emigrieren können und nicht diskriminiert werden, wenn sie dies wollen.

        Heißt in der Konsequenz:

        Eine Gesellschaft kann auch die Lichter ausgehen lassen – selbst oder sogar am effizientesten mit „erarbeiteten Knowhow“.

        Es brauchte in letzter Konsequenz nicht einmal eine Begründung oder Rechtfertigung für das, was sie will, wenn sie es so will, dass mindestens die obigen Kriterien erfüllt sind:

        Die Gesellschaft will, was sie will – letztinstanzlich sozusagen.

        Darin liegt das große Risiko, das mit erarbeiteten oder gekauften, auf jeden Fall verfügbaren Knowhow verbunden ist.

        Es kann nicht aufgehoben, aber reduziert werden, wenn das erarbeitete Knowhow in den ÖFFENTLICHEN DISKURS über das Wollen-Sollen eingebracht wird, BEVOR es operativ für ein Wollen zum Einsatz kommt, das möglicherweise einem demagogisch MISSBRAUCHTEN Knowhow oder seiner funktionalen FASZINATION entspringt.

        So idealistisch dies der Sache nach auch sein mag, wenn Sie das akzeptieren, geht nichts vom erarbeiteten Knowhow verloren, vielmehr wurde sein Potenzial nützlich verwendet.

        Allerdings:

        Je nach Wollen kann es sein, dass Teile des erarbeiteten Knowhows operativ nicht gebraucht werden.

        Das ist kein Beinbruch, denn bestimmte Dinge aufgrund des Knowhows zu UNTERLASSEN ist auch ein GEWINN durch das Knowhow.

    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP
      „Kosten der Veränderungen der Rahmenbedingungen sind in dem Papier unter Ziffer 1 d) auch benannt: pro Jahr i.M. bis 2050 rund ein bis zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Also weniger, aus von unserem Big Brother Donald als Beitrag für die Verteidigung des Landes abgefordert wird.“

      Sollen die Kosten für die Energiewende billiger und sympathischer wirken, wenn Sie die deutschen Verteidigungsausgaben und den bösen Donald Trump dagegenstellen?

      Benannt sind die Kosten schon, aber so wie das dort formuliert ist, halte ich es für eine völlig vage und unverbindliche Schätzung: „Offen die Kosten ansprechen: Die Energiewende ist mit erheblichen Investitionen verbunden, die sich pro Jahr bis 2050 im Mittel auf rund ein bis zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes belaufen können. “

      Wie diese Kostenschätzung zustande kommt, wird jedenfalls mit keinem Wort erwähnt. Können Sie es mir vorrechnen, oder zumindest den Rechenansatz erklären?

      Und besonders lustig: Da steht sogar: „offen die Kosten ansprechen“. Warum muss man Ihnen trotzdem alles Konkretes mühsam aus der Nase ziehen? BIP Deutschland 2018 war 3,34 Billionen Euro, davon 1 bis 2 Prozent sind also 33 bis 66 Milliarden Euro pro Jahr.

      33 bis 66 Milliarden Euro pro Jahr x 30 Jahre = 1000 bis 2000 Milliarden Euro bis 2050, vielleicht auch 2500 Milliarden Euro, wenn wir ein bisschen Wirtschaftswachstum bis 2050 noch mit einrechnen. Glauben Sie wirklich, das reicht?

      Was passiert, wenn es nicht reicht? Ich ahne schon, was dann kommt: Noch mehr Klima-Panikmache und das Scheinargument, dass wir doch schon mit dem Projekt angefangen haben und es jetzt auch fertigstellen müssen, egal wie weit die Kosten noch durch die Decke gehen. Quasi eine riesige BER-Baustelle, aber mit ungefähr tausendmal so hohen Kosten. „Sunk cost fallacy“ nennt man diesen Denkfehler.

      Mit den aufgelisteten sogenannten „Rahmenbedingungen“ aus diesem Blabla-Paper hat die Kostenschätzung jedenfalls nichts zu tun, die bezieht sich offenbar auf die „Energiewende“ insgesamt. Viele der angeblichen „Rahmenbedingungen“ sind in Wirklichkeit ja Empfehlungen für Framing und politische Kommunikation oder die Einforderung noch weiterer Studien (immer beliebt, wenn man einen Folgeauftrag will…) oder ominöser „neuer Diskussionen“: „Generationenprojekt Energiewende gemeinsam gestalten“ — „Mobilität neu denken“ — „CCS‐Technologie und CO 2 ‐Kreislaufwirtschaft (CCU) neu diskutieren“. Was soll das alles konkret bedeuten? Und wie soll das irgendjemanden, der nicht vom Staat finanziert wird, davon überzeugen, dieses extrem teure Projekt zu finanzieren?

      Nochmal: Ich möchte kein Blabla und auch keine Liste von Themen, die alle erst noch diskutiert werden müssen weil es noch keine Lösung gibt, sondern mich interessieren konkrete Konzepte und wie viel deren Umsetzung konkret kosten wird.

      Antworten
  3. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    @ JürgenP

    >Konkrete Aussagen … >> Hier nicht, dabei bleibt’s.

    Thema Kosten …: >> billiger/teuer können geklärt werden, wenn die Rahmenbedingungen festliegen bzw. geändert sind. Das sagt Ihr eigenes Gutachterteam. Also bemühen wir uns erst darum. Ich tue es jedenfalls.>

    Nicht nur Sie.

    Ihre Auffassung zum Thema Kosten ist bemerkenswert, weil sie einer WEITER gefassten ARGUMENTATIONSFIGUR entstammt, die so lautet:

    Klimaneutralität 2050 ist als umfassend zu verstehendes Ziel mit einem Absolutheitsanspruch versehen, der die Kostenfrage nachrangig und letztlich auch irrelevant erscheinen lässt.

    Anhand einer DERARTIGEN Argumentationsfigur wurde im letzten Jahrhundert das Ziel verfolgt, dem deutschen Volk Lebensraum im Osten zu verschaffen – KOSTE es, was es WOLLE.

    Die Bilanz, die am Ende erstellt wurde, wird unbestritten als größte Katastrophe der deutschen Geschichte bezeichnet.

    Beachten Sie bitte, bevor Sie mich steinigen:

    Ich stelle hier keinen Vergleich hinsichtlich von Bedingungen, Motiven oder Maßnahmen an und erkläre ausdrücklich, dass ich niemandem, der obiges Klimaziel verfolgt, in Verbindung mit Kriegsabsicht oder Kriegstolerierung bringe. Niemand will die Klimaproblematik willentlich und wissentlich mit einem Krieg lösen.

    Ich bestehe aber auf einer GLEICHARTIGEN Argumentationsfigur, die in beiden Fällen die Kosten ausblendet.

    Beim Thema Klima mit einer besonders eingängigen Variante:

    EGAL, was die Energiewende kostet, wenn wir nichts tun, wird es TEURER.

    Der Fehler dieser Argumentationsfigur ist in Ihrer Formulierung enthalten:

    >…billiger/teuer können geklärt werden, wenn die Rahmenbedingungen festliegen.>

    Die Rahmenbedingungen liegen bereits FEST und DAHER können auch die Kosten geklärt werden – jedenfalls die, die ihrer Art nach anfallen.

    Sie, wie viele andere mogeln sich darum herum mit der VERHEISSUNG, dass es bei Zielerreichung den Menschen besser ginge.

    Das kann der Fall sein, es ist jedenfalls nicht auszuschließen.

    Da muss man nicht einmal zur Verdammung greifen, etwa, dass die Menschen in der Geiselhaft des kapitalistischen Konsumerismus seien und davon „befreit“ werden müssten.

    Nur:

    Das ändert nichts, aber auch GAR NICHTS an den unvorstellbar HOHEN KOSTEN, die bis zur Zielerreichung zu TRAGEN sind.

    Dazu noch einmal der Verweis auf den Vortrag von H. W. Sinn, der am anderen Thread verlinkt wurde:

    https://youtu.be/DKc7vwt-5Ho

    Ich gehe nicht auf Details ein, empfehle jedoch GENAU die wenigen Minuten hinzuhören ab 1:53:00:

    Bezogen auf den Prozess der CO2-Reduktion ab HEUTE führt der weltweite Emissionshandel zwar zu geringsten möglichen Wohlstandsverlusten, aber dennoch UNVERMEIDBAR zu Wohlstandsverlusten gemessen am RELEVANTEN Status quo. Dies übrigens auch bei Menschen, die gerade dem Existenzminimum entkommen sind.

    Man darf gespannt sein, ob genug dieser Menschen die ihnen derart verordneten KOSTEN akzeptieren werden.

    Anschließend sagt H.-W. Sinn einige Worte zum „Climate club“, einer Idee des Nobelpreisträgers W. Nordhaus. Es sei dahingestellt, ob es jemals einen solchen Club geben wird, der wohl mindestens zwei der drei großen (EU, China, USA) umfassen müsste. Es sieht nicht danach aus, nachdem der Multilateralismus durch den Unilateralismus abgelöst wurde.

    Wie auch immer, dieser Club gutwilliger Länder würde sich nicht nur auf einen strikten Emissionshandel einigen, sondern mehr noch – er müsste die ANDEREN diskriminieren.

    DISKRIMINIEREN – das sage nicht ich, sondern sagt H.-W. Sinn.

    Wohlgemerkt:

    Es geht dabei nicht nur um Zölle im Handel, mit dem verschmutzte Produkte teurer gemacht werden.

    Es geht vielmehr darum, die nicht willigen Länder zivilisatorisch unter Quarantäne zu stellen indem ihnen technologischer Fortschritt etc. vorenthalten wird.

    Dieser Club, der nichts anderes als ein globales Machtmonopol ausüben würde, wäre eine ÖKODIKTATUR.

    Jetzt denken Sie noch einmal über die Festlegung von Rahmenbedingungen zur Kostenklärung – und dem entsprechend über die KOSTEN nach.

    REALISTEN wie H.-W. Sinn müssen das nicht mehr.

    Er hat die Kosten unaufgeregt, der Sache nach aber klar und deutlich benannt.

    Das kann man auch an diesem Blog verstehen.

    Antworten
    • Avatar
      Ištar sagte:

      @ Dietmar Tischer

      Danke für Ihren Fleiß und Gründlichkeit.

      „Klimaneutralität 2050 ist als umfassend zu verstehendes Ziel mit einem Absolutheitsanspruch versehen, der die Kostenfrage nachrangig und letztlich auch irrelevant erscheinen lässt. “

      Immer dann wenn politische Ziele nicht mit Wahrheit beworben werden können, müssen Hilfskonstruktionen dafür herhalten, d.h. Legitimation schaffen. Selbst die schrecklichsten Diktaturen waren immer auf Zustimmung angewiesen; Zustimmung, die uns heute staunen macht, seinerzeit absolut logisch erschienen. Eine Bedrohungslage wie durch den franz. Erbfeind oder wilde Völker an den Grenzen (Gilgamesh) mögen als Beleg reichen…

      „Absolutheitsanspruch“ ohne Beweislast und Erfolgskontrolle, bsonders wenn die Kosten angesichts der Bedrohung -Weltuntergang- keine Rolle spielen. Unter diesen Umständen können die herrschenden Eliten das „Azurblaue vom Himmel“ versprechen ohne für ihr Versagen abgelöst zu werden. Ende der Übung erst, wenn die Zivilisation zusammenbricht (*).

      Mit diesem Freibrief könnte eine Regierung eine völlig neue Welt erschaffen, besonders attraktiv wenn diese Welt gar nichts mit Klima zu tun hat. Auch solche Anläufe kennt die Geschichte *.

      Mit aufgeklärter Vernunft hat das nichts zu tun, weil die Unwahrheit zum Geschäft gehört.

      [ Das Argument von Mehrheit an Forschern zieht schon länger nicht mehr, weil selbsternannte Experten gar keine Expertise vorlegen müssen bevor sie statistisch gezählt werden – aber alle gemeinsam haben eine bessere Welt bauen zu wollen. ]

      [ Diese Gedanken kommen mir beim Absolutheitsanspruch einer Claudia Roth, Anton Hofreiter, Harbeck und Co. , aber auch bei der Ausdauer und Realitätsverweigerung einer Angela Merkel, wenn die Schäden längst unübersehbar sind. ]

      Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      „Je kritischer der Gegenpart, desto besser das Ergebnis.“

      Stellen Sie sich mal vor, wenn wir hier öffentlich dikutieren, können sich noch andere Stimmen kritisch einbringen und dann wird das Ergebnis noch viel besser. Oder haben Sie etwas zu verbergen – vielleicht, dass Sie gar kein Konzept anzubieten haben, sondern nur Ideologie?

      „reden wir doch erst über die Rahmenbedingungen“

      Über die wollen sie ja offensichtlich auch nicht reden.

      „Produktivität hängt an der Fähigkeit mit Komplexität richtig umzugehen, sie zum eigenen Vorteil konsequent zu nutzen. Die Energiefrage hängt da mit dran, ist aber nicht der entscheidende Faktor.“

      Wieder vages Systemtheorie-Blabla. Produktivität hängt wesentlich ab von der zur Produktion benutzten Technologie, und die Energiefrage ist ein wesentlicher Teil davon.

      „Ihre ‚Logik‘ ist, in der Argumentation beliebig von ‚Volkswirtschaft‘ auf ‚Betriebswirtschaft‘ umzuschalten“

      Nein. Das ist keine Verschiebung der Argumentationsebenen, Produktivität ist überall relevant, wo produziert wird, und das können Sie auf volkswirtschaftlicher Ebene genau so betrachten wie auf betriebswirtschaftlicher.

      „genauso wenig wie im Mittelalter, landen heute die Scheffel „Energie“ beim örtlich produzierenden Bauern, sondern beim Zahnarzt (resp. Großgrundbesitzer). volkswirtschaftlich trotzdem gut, solange die Wertschöpfung im Lande bleibt und dort für Wohlstand sorgt. Muss halt etwas verteilt werden.“

      Sie haben es immer noch nicht verstanden. Wenn Sie aus ideologischen Gründen eine Technologie vorschreiben, die weniger produktiv ist, dann können Sie nicht so viel Wertschöpfung betreiben wie zuvor und haben auch weniger Wohlstand. Und Sie können ganz grundsätzlich nur die Scheffel umverteilen, die zuvor auch produziert worden sind. Der Lebensstandard im Mittelalter war viel niedriger als heute, übrigens auch für die Fürsten und die Könige, weil die Menschen damals noch nicht die hochproduktiven Technologien hatten, mit denen wir heute produzieren. Es lag nicht in erster Linie daran, dass die bösen Großgrundbesitzer die armen Bauern so schlimm ausgebeutet hatten und nicht genug umverteilt wurde.

      Antworten
      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ RO
        „… öffentlich dikutieren & reden … in einem Blog, der morgen schon die nächsten drei Themen abfrühstückt. Passt irgendwie nicht.

        Übrigens zum „Technologiebegriff“, den Sie so gern verwenden: VDI-Ehrenpräsident Günter Ropohl (KIT) hat ihn mit Hilfe „systemtheoretischer Grundlagen“ definiert. Lesen Sie mal nach, sie verwenden ihn ständig falsch.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @JürgenP
        Auch dieser System orientierte Ansatz
        https://docplayer.org/43820987-Industrie-4-0-wie-intelligente-vernetzung-und-kognitive-systeme-unsere-arbeit-veraendern.html
        Nr.58 bleibt Technik lastig und Industriebetrieb konzentriert.
        „Funktion, Struktur, Hierachie“ erleben doch gerade massive Deformationen, von den Gesamtkosten reduziert geht es nur um isolierte Aufteilung und Zuordnung. Wo bleiben die Verknüpfungen zu den Welten ausserhalb den Fabriken?

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Ein großes Versäumnis, dass ich mich erdreiste, den Technologiebegriff nicht im Sinne der ach so mächtigen Systemtheorie zu verwenden. Dadurch entgehen mir unglaublich wichtige Erkentnisse, die so geheim und bedeutend sind, dass Eingeweihte wie Sie nicht öffentlich darüber reden können, nicht einmal in einem Blog im Feiertagsmodus, in dem pro Werktag ein schon bekannter Artikel aus dem bisherigen Jahresverlauf zweitverwertet wird.

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @rubi
        Hier noch so ein Ansatz:
        https://www.acatech.de/projekt/adwise-vernetzung-der-akteure-zur-disziplinuebergreifenden-entwicklung-komplexer-vernetzter-sozio-technischer-systeme-fuer-die-wertschoepfung-von-morgen-advanced-systems-engineering/

        Zum Projektleiter des FP sollte man wissen, dass er nicht nur Forschung betreibt, sondern auch beratend umsetzt, und zwar sehr erfolgreich für einige der erfolgreichsten Unternehmen des Landes: https://www.unity.de/de/impressum/

        „Wo bleiben die Verknüpfungen zu den Welten ausserhalb den Fabriken?“

        Diese Verknüpfungen entstehen, wenn durch komplexitätsgerechte Informations- und Kommunikationssysteme die Möglichkeiten dazu gegeben sind.

        Die Zeit ist gekommen, dass diese Verknüpfungen durch mediale Vernetzungen entstehen. Malik spricht von Transformation. Es entstehen ganz neue „Welten“ in Richtung „4.0“ usw., die mit den Dimensionen der bisherigen Welten gar nicht oder nur rudimentär erfasst werden können. Deswegen macht es keinen Sinn über zukünftige Kosten zu diskutieren, wenn nicht klar ist, über welche „Welten“ (Rahmenbedingungen) wir sprechen.

        Extrapolieren aus der alten Welt in die Neue funktioniert nicht. Es ist doch klar, dass unter den alten Rahmenbedingungen insbesondere die sog. „Klimawende“ völlig aus dem Ruder laufen muss. Das braucht Herr Ott gar nicht so betonen.

        Der richtige Umgang mit einem Technologiebegriff, der beide Welten in ihren Dimensionen unterscheiden lässt, ist ganz hilfreich, weil er vor Konfusion schützt. Sich wegen dieses Hinweises mit Unterstellungen in Richtung „Idiologien“ herumzuschlagen, nervt etwas. Die mag es bei einigen unwichtigen Akteuren, die sich in den Medien wichtig machen, sicherlich geben. Das spielt aber im Grunde keine Rolle bei der Betrachtung der Komplexität beider Welten.

        Leider lässt sich diese Betrachtung von politisch motivierten Interessen („Idiologien“) nicht gänzlich abtrennen. Das trägt zwar aktuell zur Konfusion bei, ist aber heilbar, weil sich auch diesmal das Bessere durchsetzen wird.

        https://www.unity.de/de/impressum/

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        „Die Zeit ist gekommen, dass diese Verknüpfungen durch mediale Vernetzungen entstehen. Malik spricht von Transformation. Es entstehen ganz neue „Welten“ in Richtung „4.0“ usw., die mit den Dimensionen der bisherigen Welten gar nicht oder nur rudimentär erfasst werden können. Deswegen macht es keinen Sinn über zukünftige Kosten zu diskutieren, wenn nicht klar ist, über welche „Welten“ (Rahmenbedingungen) wir sprechen. “

        Feinste Systemtheorie-Esoterik. Wir scheinen in 2 verschiedenen Welten zu leben, in meiner interessiere ich mich einfach nur für die Frage, wie viel der Umbau der deutschen Energieinfrastruktur zu „100% CO2-neutral bis 2050“ im günstigsten Falle mindestens kosten müsste.

        Lassen Sie es mich noch einmal so versuchen: Wie müssten die Rahmenbedingungen, von denen Sie sprechen, gestaltet sein, damit der Umbau möglichst kostengünstig erfolgen könnte? Können Sie wenigstens diese Bedingungen konkret beschreiben?

      • Avatar
        ruby sagte:

        @JürgenP
        Sie werfen die Frage von Normativität auf und zwar mit Top-Down statt Bottom-Up bzw. Globalität in Zentralität statt Regionalität in Autonomie.
        Technologiebegriffe der Weltendimensionen sind nur Werkzeuge die keine Transformationen beinhalten. Wir haben es bei der Auflösung der Sowjetunion sowie der Freiheitsniederschlagung in China erlebt.
        Wie soll dieses Umweltpolitikscheitern dort plus denen in Afrika und Südamerika mittels isolierter Wissenschaftsanwendung zu einem neuen universellen Menschheitshandeln führen?
        Ich werde mal ganz konkret: lineare Optimierung müsste jedem Individum sein CO2 Verarbeitungsvolumen definitiv und ausschliesslich verfügbar zuweisen. 50 Liter Benzin Tankfüllung oder zwei Batterieladungen oder 600 KM Bahnfahrt oder 1 Flug mittlere Reichweite.
        Sie erkennen, es ist faktisch unmöglich die Komplexitätsoptimierung der Weltbevölkerung umzusetzen.
        Technologie gehört zu Gesellschaften aber sie ist kein System dieser. Es gibt Supplyer und User aber dieses Konstrukt ist wertneutral!
        „Die“ Wertschöpfung von morgen als Ausgangspunkt und Zielfunktion ist eine tautologische Fragestellung bzw. Arbeitsauftrag.
        Zur Behandlung der Kosten in Unternehmen, Betrieben, Haushalten, Staaten/Auslanden gibt es die Praxis, Empirie, Ausführung plus Erfassung, welche wir hier darstellen und analysieren versuchen. Und das in einer bemerkenswerten Vielfalt, was solange auf der Erde gewirtschaftet wird so bleibt.
        Netzwerkanalysen sind Theoriekonzepte, die zum Verständnis von Leistungen Nutzen ermöglichen können. Eine übergeordnete Entität erkenne ich nicht, aber sicher liegt das auch an mèinen normalen menschlichen Fähigkeiten.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ ruby

        >Eine übergeordnete Entität erkenne ich nicht, aber sicher liegt das auch an mèinen normalen menschlichen Fähigkeiten.>

        Da irren Sie – aber auch nur da, alles andere verdient volle Zustimmung.

        Wenn sie keine übergeordnete Entität erkennen, liegt es nicht an ihren menschlichen Fähigkeiten, sondern daran, dass es keine derartige Entität gibt.

        Ich bringe es mal so auf den Punkt:

        Es ist kein globaler IMPERATIV für welches Handeln auch immer herzustellen, wenn es keine Weltregierung gibt, die von allen Staaten als LEGITIMIERT angesehen wird, entsprechende Imperative zu setzen.

        Diese Weltregierung gibt es nicht.

        Die UNO schafft es noch nicht einmal, regel-basierend regionale Konflikteindämmung herzustellen, weil die Entscheidungen auch auf Verhinderungsmechanismen beruhen können.

        Und durchgesetzt werden müssten diese Imperative, wenn sie WIRKEN sollen (siehe was NICHT erfolgt ist nach dem Kyoto Protokoll und dem Pariser Abkommen).

        Die Strategie derer, die das Problem sehen, ist daher:

        Wir tasten uns heran, immer mehr und immer näher u. a. mit Hilfe von geduldeten und geförderten, aber nicht explizit demokratisch legitimierten NGOs, die Druck auf die nationalen Regierungen ausüben.

        Ein Meilenstein für die Energiewende wären GLOBAL ausgegebene und damit de facto anerkannte Verschmutzungszertifikate, um als „Imperativ“ einen Begrenzungsmechanismus für CO2-Ausstoß zu etablieren.

        Der Ansatz, der bezüglich seiner Effektivität allgemeine Anerkennung findet, ist in Madrid gescheitert.

        H.-W. Sinn glaubt, dass er früher verwirklicht wird, als die meisten denken.

        Wir werden es sehen.

        Auf jeden Fall und entscheidend für die Diskussion hier:

        Der WILLE, sich normativ derart zu UNTERWERFEN – und es ist Unterwerfung, auch wenn sie freiwillig erfolgt – ist die VORAUSSETZUNG, dass „Verknüpfungen, die durch mediale Vernetzung“ (JürgenP) selbstverständlich möglich sind, WIRKSAM werden für eine GLOBAL BESTIMMTE ZIELSETZUNG.

        Die Verknüpfungen SELBST bewirken eine höhere Effizienz, auch niedrigere Kosten und das Potenzial, Marktchancen besser zu nutzen etc., etc. für WAS AUCH IMMER – im Kontext verstanden individueller, d. h. staatlicher Zielsetzung entsprechend.

        Oder anders ausgedrückt

        UNIVERSAL akzeptierte Technologie setzt auch dann nicht ZIELE, wenn sie von allen mehr oder weniger gleich genutzt wird.

        Derartige Technologie BEEINFLUSST zwar, weil sie Optionen eröffnet – ja, auch indem sie Rahmenbedinungen setzt (JürgenP) –, aber sie DETERMINIERT nicht, welche Option präferiert wird.

        Menschen entscheiden, nicht Technologien.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ übergeordnete Entität & globaler IMPERATIV

        „Die wichtigsten Aufgaben der (UN) Organisation sind gemäß ihrer Charta die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.“ (wikipedia)

        Weltfrieden und Völkerrecht sind den Zielen der globalen Machtmonopolisten unterworfen (USA, Russland, China) und die UN institutionell machtlos (vgl. Balkan vs. Ruanda)

        Genauso machtlos wäre die UN in Sachen Klimawandel und Migration, es sei denn die Themen sind von Interesse. Offenbar ist das der Fall, denn es ist dem IPCC (finanziert durch die UN) erlaubt seine wackeliegen Thesen als Wahrheit zu verbreiten. (vgl. Al Gore Büro entschuldigt Fehler in Dokumentation-> Verbot in UK)

        Kampf dem Klimawandel ist genial und nimmt natinale Opposition gefangen. Grenzenlose Zahlungen sind legtim, die EZB klar zum Gefecht…..wer gewinnt und wer bezahlt?
        (vgl. s.o. Brexit)

        Der globale Imperativ ist deutschem Chauvinismus geschuldet, da Berlin längst bedeutungslos ist. Für Berlin spielt das global climate keine Rolle, solange man national politische Ziele erreicht.

        Eine übergeordnete Entität als Gemeinsamkeit der Protagonisten auch nur zu denken ist Verschwörung; tatsächlich dominieren übermenschliche Kräfte da die Heilsfigur Co² sehen kann.

        Warnung vor falschen Propheten,
        Bergpredigt http://www.dober.de/jesus/bergpredigt.html
        15 »Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind.4 16 An ihren Taten sind sie zu erkennen. Von Dornengestrüpp lassen sich keine Weintrauben pflücken und von Disteln keine Feigen. 17 Ein gesunder Baum trägt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte. 18 Unmöglich kann ein gesunder Baum schlechte Früchte tragen und ein kranker gute. 19 Jeder Baum, der keine guten Früchte trägt, wird umgehauen und verbrannt werden.
        20 An ihren Taten also könnt ihr die falschen Propheten erkennen.«

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Alexander
        Jeder Mensch ist Co2 optimiert und das ist auch die Technologielösung, die die falschen Heilsseher aus dem Lebensalltag schickt.
        Der Notstandsalgorithmus wird ausgeschaltet und schon sind die Dopaminschleifen der Internetallianz“giganten“ auf simple Abzocker geschrumpft, die massivste Umweltzerstörung durch die allgegenwärtig verfügbare Hard- und Software verkaufen wollen. Ein Automobil, das 3 Liter verbraucht, braucht all die überflüssigen Gewichte für eingebildeten Schnickschnack nicht – raus mit der Entertainmentfidelity aus den Nutzanwendungen. Der ganze Strom und Ressourcen fressende Entsorgungsmüll gehört enttarnt und abgerüstet.
        Die Lebensverhältnisse der Natur bestimmen die sinnhaften Technologien.
        Diese Aufklärung für die Blinden Bit und Byte Jäger wird grausam aber für kluge und unabhängige Beobachter, wie Sie schrieben ein Amusement.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ruby

        Zitat von hier: „Der Boden als Kohlenstoffspeicher“ –
        http://ostdeutsche-bodenpolitik.de/2019/07/09/der-boden-als-kohlenstoffspeicher/

        „Wenn die Senkung oder die Konstanthaltung der CO2– Konzentrationen in der Atmosphäre tatsächlich vordringliches, politisches Ziel wäre, dann ist die zwanzig- jährige Verzögerung der Erkundung des Status der C- Senke Boden entweder Politikversagen oder erlaubt den Schluss, daß das vorgeblich dringliche politische Ziel eben nicht dringlich ist und die Reduktion der CO2– Emissionen nur ein vorgeschobenes Ziel ist.“

        Ein vorgeschobenes Ziel, aber monetär wirksame Besteuerung?

        Die Co² Steuer wirkt als neuer Zins durch alle Wertschöpfungsketten und soll Lebenshaltung- Lebensplanung- Lebenserwartung nachhaltig verändern. Bedenkt man die Wechselwirkung aus steigenden Kosten und sinkendem Wohlstand beschleunigt sich der Trend seit Einführung der Anti-Baby Pille – [einem „hedonistischen“ Geschenk aus „liberaler“ Gesinnung.]

        Mit dem Mitteleuropäer verschwindet global auch der Wunsch so zu leben. Umweltsäue sind Auslaufmodelle und als Wähler Bremsklötze der Entwicklung. youtu.be/4uN84jrcPYc

        Wohlstand hängt an Umsätzen pro Einheit und der Gewinn/Boni/Beitragszahlungen profitierten vom dimensionslosen Prestigevehikle systemisch & alternativlos.
        Sparsame 3l Autos könnte man seit 30 Jahren bauen, aber die Bereitschaft auf Lebensstandard bis zur Lebenserwartung zu verzichten ist erst jetzt ausgeprägt worden.

        Mit der Zahl der Lebensjahre mindern sich Pflege, Renten und Gesundheitskosten von ganz allein…mit der Nachfrage sinken Preise und Beiträge.

        Einziges Problem m.E.n ist der Flaschenhals, durch den wir demographisch noch hindurch müssen. Umgekehrt wie in den Kriegsgebieten mit demselben Ausgang.

        Zweifelsfrei weltweite Zustimmung mit Ausnahme der betroffenen Alterskohorten, einer demokratischen Minderheit.

        Müsste ich vorliegende Probleme lösen, ich würde es so machen.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Alexander
        Antwort I
        Ich kenne drei Konzepte der Waldbilanzierung, die bei Kartierung der einzelnen Bäume beginnen und mit Ziel des zehnjährigen Forstbestandswachstums weiter geführt werden, neben der klassischen Eigenbetriebsbilanzierung. Die echte ökologische Landwirtschaft mußte sich immer gegen die industrielle LW behaupten, um überhaupt weiter zu existieren. Ebenso das Verhältnis zwischen naturbelassener Waldwirtschaft und dem Wirtschaftswald. Beide positiven Kohlenstoffbilanzierer sind bei uns im bereits 30 Jahre fachliche Alternativen, die ich unter drei Forstdirektoren verfolgte. Biobauern ÷ Naturwäldler gehören nach meiner Kostenrechnung für die Wirtschaftsformen, die locker die 100 Jahre überschreiten, absolut in den Fokus statt der Kokolores vom Klimawandelstopp. Akteure müssen Ökolandwirte gemeinsam mit den Förstern sein – Boden und Flächen aufwärts😉

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        „Mit dem Mitteleuropäer verschwindet global auch der Wunsch so zu leben. Umweltsäue sind Auslaufmodelle und als Wähler Bremsklötze der Entwicklung.“

        Das halte ich für ein gefährliches Missverständnis, oder zumindest für eine gefährlich verkürzte Pauschalisierung.

        Fast alle Menschen aus den Schwellen- und Entwicklungsländern hätten gerne den Lebensstandard und die Konsummöglichkeiten, die wir hier hier in Mitteleuropa haben. Das ist ja auch einer der Gründe für den Migrationsdruck.

        Was diese Leute aber größtenteils nicht wollen, sind unsere politischen Institutionen (Demokratie, politische Parteien als Orte der politischen Willensbildung anstatt Politik nach Stammes-Mitgliedschaft, usw.) und unsere gesellschaftlichen Normen und Konventionen (Rechtsstaatlichkeit, Schutz des Eigentums, Trennung von Staat und Religion, etc.), auch wenn wir die für eine notwendige Voraussetzung dafür halten, um unseren Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

        Die USA haben das bei ihren Militärinterventionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen in den letzten 20 Jahren immer wieder erlebt – und doch nichts daraus gelernt.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Richard Ott

        Sie kennen bestimmt Prof. Kruse und seine Antwort auf die Frage „wie schlimm sind die Zeiten denn“? https://youtu.be/xox8d9onvhU …..“Rentner schöpfen den Rahm von jahrzehntelangen Anstrengungen ab….“ – wessen Anstrengungen?

        Die Generation der heute mutmasslichen Umweltsäue / NaziOmas war nicht Trümmerfrau oder Minilöhner bei 50+Wochenarbeitsstunden. Wer heute 60+ ist, hatte eine lückenlose Erwerbsbiographie und mit etwas Glück von den letzten Frühverrentungsprogrammen profitiert. Berufseinstieg war Anfang der 1970er (+40J) = 2010er…

        Die Kriegsaufbaugeneration, d.h. Berufseinstieg 1945er + 40 Arbeitsjahre = 1985er ist mittlerweile größtenteils R.I.P. Diese Generation ging auch in Frührente, weil man der Industrie 3.0 um Opfer fiel.

        Der Respekt vor der Großelterngeneration ging damals verloren und hält bis heute an. Grund ist, dass Kinder heute höhere Schulabschlüsse für den gleichen Arbeitsertrag benötigen und den Lebenswandel vielfach nur mit Verschuldung/Erbe/Schenkung halten können.
        Wer von einem Boomerchef verhindert wird, mehr Std. für weniger Geld arbeiten muss und ohne Rentenaussicht die Fernreisen der Rentner finanieren soll, beginnt sich automatisch zu radikalisieren. „Umweltsau“ ist so ein Beispiel.

        In Wirklichkeit ist der Lebensstandard gemäß der Waschmittelwerbung als Spiegelbild der 1980er Traumschiffreisen gar nicht zu halten. Die Ökowelle als Anlaß damit auf zu hören kommt recht spät.

        Was bleibt sind die magischen Bilder der Werbung, die jeder Drittweltler abendlich im TV sieht und ihn zu Migration auffordern. „Simsalabim that is yours“, können nur Boomer mit totaler Realitätsverweigerung, d.h. Katzen anstelle von Enkeln youtu.be/c7V2tTVfsbw

        Im afghanischen Hochland interessiert sich niemand für Demokratie/Mülltrennung/Hundesteuer, weil auch ein befristeter Aufenthalt im dt. Sozialsystem rentabler ist, als durch Kampfhandlungen mit alliierten Truppen zum Krüppel geschoßen zu werden.

        Genau wie die Kinder der Frührentner entwickeln auch Zuwanderer rasch das Gefühl, dass der Wohlstand in der BRD größtenteils unverdient ist. Ich kann beiden nicht widersprechen, auch wenn ich die Ursachen nicht pauschal undifferenziert auf Imperialismus, Umweltfrevel oder Ausbeutung verkürzen will. Anders als Erben haben Zuwanderer weniger zu verlieren und nichts zu erwarten, das Klima ändert sich ….. und der öffentliche Rundfunk erfüllt seinen Versorgungsauftrag vorauseilend…

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Alexander

        Ahh, jetzt verstehe ich erst, worauf Sie hinauswollten. Sie denken an den Generationenkonflikt hier in Mitteleuropa, ich dachte an viel grundlegendere Unterschiede zwischen Mitteleuropa und den Rest der Welt.

        „Im afghanischen Hochland interessiert sich niemand für Demokratie/Mülltrennung/Hundesteuer, weil auch ein befristeter Aufenthalt im dt. Sozialsystem rentabler ist, als durch Kampfhandlungen mit alliierten Truppen zum Krüppel geschoßen zu werden.“

        Das stimmt, aber auch ohne die seit 2015 so offensichtlich bestehende Option auf die Alimentierung im deutschen Sozialsystem waren die Afghanen nicht besonders an Demokratie interessiert. Das macht auch als Herrschaftssystem wenig Sinn, wenn der Großteil der Bevölkerung in Clan-Zugehörigkeiten denkt und außerdem so fundamentalistisch islamistisch ist, dass er am liebsten Scharia-Gesetzgebung hätte, was sich wiederum mit Demokratie nicht vereinbaren lässt. Und Hunde sind sowieso haram, die zu besteuern ist für einen islamischen Staat ja völlig unmoralisch.

        „Genau wie die Kinder der Frührentner entwickeln auch Zuwanderer rasch das Gefühl, dass der Wohlstand in der BRD größtenteils unverdient ist.“

        Nein, glaube ich nicht. Die Zuwanderer wollen einfach nur einen Anteil am Wohlstand, ob nun unverdient oder nicht („Teilhabe“ nennt das die SPD so schön); irgendwelche marxistischen Gerechtigkeitsfragen sind denen herzlich egal. Die Gemeinsamkeit ist eine andere: Die Kinder der Frührentner und auch die Migranten haben mehrheitlich nicht begriffen, was die Grundlagen unseres Wohlstandes tatsächlich sind. Deshalb zerstören sie ihn auch so leichtfertig, ohne zu begreifen, was sie dabei eigentlich anrichten.

        Die Allianz aus Millennials und Migranten wird aber nicht lange halten. Dafür sind die gesellschaftlichen Zielvorstellungen beider Gruppen viel zu unterschiedlich. Im letzten Jahrhundert ist das meistens darin geendet, dass die Islamisten die Kommunisten liquidierten bevor sie komplett die Macht übernahmen, zum Beispiel im Iran oder in Algerien. Vielleicht kommt es ja nicht ganz so weit oder wird es dieses Mal weniger blutig. Aber besonders viel Einsicht sehe ich bei der „Umweltsau“ schreienden, zwangsbeitragsfinanzierten Antifa im öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch nicht.

      • Avatar
        ruby sagte:

        „Die Ökowelle kommt zu spät“

        Das trifft eher auf die damit umzugehenden Akteure zu, „wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.
        Die Menschen hatten sich in den Komfortzonen gerne und ausgiebig eingerichtet. Und die Erben an dem Nachlass, nur daß dieser verzehrt, abgenutzt, abgeschrieben wurde, ohne Ersatz-, Erneuerungs-, Erweiterungs-, Sanierungs-, Instandhaltungs- und -setzungsinvestitionen durchzuführen. 2000 wurde jeder Revierförsterei bei uns ein „modischer“ Multifunktionsofen für Öl, Gas, Holz, Pallets mit horrenden Mehraufwand eingebaut. Heute wohl als Fehlinvestition beschrieben. Aber der Ökoförster war das Schöngeitsideal der Bioavantgarde. Heute jagen deren Kinder den den Biodiversitätswahn mangels eigener harter Kenntnisse und Technologien in das wirtschaftliche Klimawandelstoppdesaster, solange der Akku und die Powerbank funzen.
        Ich bin Nordosteuropäer und hier überleben keine Migrationsstädtensucher langfristig auf Kosten der Transferleistungen der Umverteilenden. Die stoppen und ändern Falschentwicklungen, siehe Schweden, Finnland, Dänen, Briten. Polen ist gerüstet, totalitärorientiert, migrationsarm, carbonbefeuert und Atomkraft offen. Kein unwissender Milenniell wird in dieser Gesellschaft etwas offenbaren, was wirklichkeitsuntauglich wäre. Die deutsche Überhöhungssucht gipfelt in der Selbstzuschreibung Metropolregion, die plakativ das Weltenbestimmersyndrom brand marken soll.
        Fassaden, Blendwerke hinter denen keine prägenden Entwicklungen und Inhalte mehr stecken. Was bietet ein Ausblick?
        Zwei entwertete Generationen plus die Kidsstupid als Startgrundlage für die Urenkel lassen Mega-Zweifel für Wohlstandserhalt und Fortführung erahnen. Dieses pessimistische Szenario hat hier seine Ursprünge.
        Ich erinnere die Karte der Städtegründungen im Hansemuseum Lübeck die dem Wirtschaftsbund voraus gingen oder die gefälschte Karte der Freihen Stadt Hamburg zum Elbverlauf, um die Zollrechte vom Kaiser zu erschleichen. Die Welt bleibt in Bewegung, das ist ihr Schicksal.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Alexander + RichardO.
        Was Menschen erzählt haben, wirkungsvoll analysiert und erklärt
        https://m.youtube.com/watch?v=3mpgYBKig5M
        Das war 2015, inzwischen ist nach fünf weiteren Jahren und der vorsätzlichen Menschenvertreibung durch Krieg in Ausbeutung so mein Eindruck gar keine Möglichkeit mehr, daß Politik Mehrheitsbildung über Werte der Kultur zustande bekommt, sie fährt im Autopilotmodus.
        Das kulturelle Band der Politikerrunden ist zerstört mit allen Folgeentwicklungen.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @ruby

        2015 spaltete sich die Gesellschaft -nur- in Gewinner und Verlierer, beide Gruppen trennte die Rendite aus ihrer Tätigkeit. Zombies können höchst erfolgreich sein und zählen sich zu Gewinnern, wie Verlierer keine Fehler begingen und dennoch zuwenig Rendite auf eingesetzte Kapitale sehen.

        Schon 2015 konnte die Politik beide Gruppen nicht miteinander versöhnen, denn 2015 war die Preisfindung aus Risikobewertung schon ca.15 Jahre offline, mit allen Wechselwirkungen bis in kleinste Beschäftigungsverhältnisse hinab.

        2015 begannen die Anleihekäufe durch die EZB und die Konjunktur brummte so sehr, dass sogar die Verlierer bessere Bedingungen erlebten (steigende Löhne). Dadurch fiel der Schaden aus Grenzöffnung durch Steueraufkommen und Beitragssteigerungen gefühlt geringer aus.

        2020 stehen wir am Ende der billigen geldpolitischen Tricks,
        – die Rohstahlproduktion ist 11/19 um 20% eingebrochen
        – die PKW Produktion ist im Gesamtjahr 2019 auf 22 Jahrestief
        – die Industrieproduktion 2019 tiefer als zu Beginn der Finanzkrise 2008.
        – Auftragseingang dt Industrie 10/19 minus 5.5%, 17 negative Raten in Folge
        – Einkaufsmanagerindex dt. verarbeitendes Gewerbe auf 43.4 Punkt = Kontraktionsmodus
        (Quelle: Querschüsse)

        Die Chancen stehen gut, dass diese Rezession durch den Energiewendemurx vertieft wird, wie die Eurokrise durch den Brexit und andere Fehler in die nächste Runde geht.

        Das letzte kulturelle Band mit Mehrheitszustimmung war das „Wohlstandsversprechen“ aus den sozialen Sicherungssystemen (Rente), alle übrigen normalerweise homogene Gesellschaften verbindenden sind restlos dekonstruiert (Ethnie, Nation, Religion, Geschlecht).

        Die neuesten Hetzwerke aus den Medien mit Staatsauftrag zielen auf den Generationenvertrag und zählen auf den Erfolg der Dekonstruktion von Bildungswerten (seit Bologna Prozeß), d.h. man verlässt sich auf jugendliche Mündigkeit.

        Wäre die Bevölkerung reich an zornigen jungen Männern, würde ich so eine Gesellschaft für bürgerkriegsfähig halten. So wie die Dinge stehen, dürfte es zwar neue Allianzen aus neuen (ehemals Zombie Gewinnern) und alten Verlierern geben, aber ohne die Durchschlagskraft der arabischen Frühlinge.

        Der Generationenvertrag wird fallen, weil wir längst alle übrigen Werte der Vergangenheit verfressen (verpfändet) haben.

        2015 hatte ich noch Hoffnung auf Lösung durch Aufklärung, aber es war zu spät.

        Der politische Autopilot steht auf Kollisionskurs.
        ClownSchland: https://youtu.be/wd-m5uXKeI4

    • Avatar
      JürgenP sagte:

      @ DT
      Immer wieder spannend, Ihre Fähigkeit zu argumentieren.

      Ich folge einem einfachen Prinzip: rede über Kosten+Termine+Qualitäten, wenn Sinn, Ziele, Inhalte, Bedingungen, der Weg, die Prozesse und das Management klar sind, wenigsten soweit, dass Bezüge und Handlungsfähigkeit herstellbar sind. Ich glaube, das spielt sich auf einer anderen Ebene ab, als die von H.W.Sinn angesprochen wurde.

      Antworten
    • Avatar
      Horst sagte:

      „Anhand einer DERARTIGEN Argumentationsfigur wurde im letzten Jahrhundert das Ziel verfolgt, dem deutschen Volk Lebensraum im Osten zu verschaffen – KOSTE es, was es WOLLE.“

      „Ich bestehe aber auf einer GLEICHARTIGEN Argumentationsfigur, die in beiden Fällen die Kosten ausblendet.“

      Kurz vor Jahresbeginn 2020 darf natürlich ein solch absurder „Vergleich“ (der kein Vergleich ist, dennoch führen Sie ihn an, um Ihre steile These der Ausblendung von Kosten zu untermauern), wenngleich Ihrer Ansicht nach dieser legitimiert ist (weil „… stelle hier keinen Vergleich hinsichtlich von Bedingungen, Motiven oder Maßnahmen an und erkläre ausdrücklich, dass ich niemandem, der obiges Klimaziel verfolgt, in Verbindung mit Kriegsabsicht oder Kriegstolerierung bringe. Niemand will die Klimaproblematik willentlich und wissentlich mit einem Krieg lösen“) durch Ausblendung von Bedingungen, Motiven oder Maßnahmen.

      Da diese Grundannahmen nicht identisch sind (sein können, es sein denn Sie unterstelle die Einführung einer Ökodiktatur expressis verbis) für beide Fälle („Klimapolitik und -kosten infolge des Wandels“ sowie „Eroberungen des NS-Regimes, um Lebensraum im Osten zu schaffen“), hätten Sie besser darauf verzichtet, diese anzuführen.

      Bei Adam Tooze können Sie auf knapp 1.000 Seiten nachlesen, dass das NS-Regime von Beginn seiner Herrschaft an die KOSTEN (der betriebenen Politik) NICHT ausgeblendet hat.

      Ebenfalls heute blenden Verantwortungsträger aus Politik die KOSTEN NICHT aus.

      Ein munteres 2020, Tischer, bleiben Sie gesund.

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        „Da diese Grundannahmen nicht identisch sind (sein können, es sein denn Sie unterstelle die Einführung einer Ökodiktatur expressis verbis)“

        Die Forderer eine Ökodiktatur gibt es bei den Grünen schon heute, ich saß direkt vor ihm, als einer der sächsischen Direktkandidaten bei der letzten Bundestagswahl davon in einem Vortrag erzählt hatte.

        Besonders viele von diesen Typen finden sich bei Aktionen wie „Ende Gelände“, die mit der Grünen-Parteijugend vernetzt sind und von dort Unterstützung und eine Menge Sympathie bekommen.

        „Linksextremisten verbreiten die Ansicht, dass stetiges wirtschaftliches Wachstum und ‚Kapitalismus‘ mit den Anliegen des Klimaschutzes nicht vereinbar seien und stattdessen ein ‚Systemwechsel‘ nötig sei, um eine Klimakatastrophe zu verhindern (‚System Change, not Climate Change!‘). Dabei verstehen Linksextremisten unter ‚Systemwechsel‘ primär keinen Politikwechsel oder die Investition in innovative Technologien. Vielmehr geht es um den Sturz des ‚kapitalistischen Gesellschaftssystems‘ und eine politische Neuordnung im Sinne ihrer jeweils vertretenen Ideologie. Denn aus linksextremistischer Sicht umfasst der Begriff ‚Kapitalismus‘ nicht nur ein Wirtschaftssystem, sondern das gesamte politische System und damit nicht zuletzt auch die freiheitliche demokratische Grundordnung.

        Über gesellschaftlich vermittelbare Themen sollen insbesondere jüngere Menschen gezielt unter ‚antikapitalistischen‘ Vorzeichen politisiert und radikalisiert werden. Auch unter dem Deckmantel eines vorgeblichen Engagements für den Klimaschutz versuchen Linksextremisten, ein Thema als Vehikel für ihren eigentlichen ‚Kampf‘ gegen den ‚Kapitalismus‘ auszunutzen und Protestaktionen zu instrumentalisieren.“
        https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/newsletter/newsletter-archive/bfv-newsletter-archiv/bfv-newsletter-2019-03-archiv/bfv-newsletter-2019-03-thema-05

        Ein munteres 2020 auch Ihnen, lieber Horst. Das Jahr wird sicher hart für Sie, mit Brexit und Trump-Wiederwahl, bleiben Sie trotzdem fröhlich und demokratisch.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Nicht alle haben diese Einstellung, aber einige schon.

        Das sieht – bravo, nicht blind auf dem linken Auge – auch der Verfassungsschutz.

        Deren „Kosten-Logik“:

        Über Kosten der Energiewende reden wir nicht.

        Denn das wäre mit Blick auf den Systemwechsel, eben den Sturz des kapitalistischen Gesellschaftssystems kontraproduktiv.

        Oder, ganz handgreiflich, damit es auch die Betroffenen verstehen:

        Wo gehobelt wird, fallen Späne.

        Das ist nun wieder logisch.

  4. Avatar
    Dietmar Tischer sagte:

    Treffende, mit Fakten unterlegte Lehrstunde für die „Fridays For Future“ – Kids.

    Auch perspektivisch überzeugend:

    >… dass es der Kanzlerin nicht so sehr um Eure Anliegen geht, sondern vielmehr um die Sicherung der nächsten Koalitionsoption für die Union: das von Merkel schon lange angestrebte Bündnis mit den Grünen.>

    Konkretisierend und erweiternd meine Meinung dazu:

    Nach Lage der Dinge und vorausgesetzt, dass nicht unvorhersehbare Ereignisse geschehen, haben beide Parteien keine wirkliche Alternative.

    Solange die AfD mit dem völkischen Höcke-Flüge flattert, wäre es vor allem für westdeutsche Wähler untragbar, wenn CDU/CSU mit dieser Partei eine Koalition eingingen. CDU/CSU, eh schon abstiegsgefährdet, würden in der Mitte gewaltig verlieren. Meuthen und andere wissen, dass sie mit Höcke auf absehbare Zeit im Bund nicht mitregieren werden.

    Die Grünen wiederum können die im Mitregieren liegende Gestaltungschance für die Energiewende – ihr politischer Kernauftrag – nicht einer Linkskoalition opfern, die in der Opposition nichts auszurichten vermag.

    Eine Koalition CDU/CSU + Grüne + evtl. FDP, die um jeden Preis mitmachen würde, ist dennoch zum Scheitern verurteilt, auch wenn man die Scheidung wie bei der jetzigen GroKo hinauszögern kann und dabei erheblichen Vertrauensverlust in Kauf nimmt.

    Die christliche Ideologie von CDU/CSU basiert auf dem göttlichen AUSBEUTUNGS-Imperativ „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan“ (1. Buch Moses, Kapitel 1 Vers 28), während die Grünen einem revolutionären RETTUNGS-Moralismus huldigen.

    Das passt nicht zusammen und wird beiden Lagern zu gegebener Zeit genügend Munition bieten, das Projekt mit einer kommunikativ als sauber verstanden Begründung zu beenden.

    Das wird spätestens dann der Fall sein, wenn die wirtschaftlichen und sozialen Kosten so hoch geworden sind, dass die Stimmung im Land kippt.

    Dann muss man sich absetzen, um nicht Hauptschuldiger zu sein.

    Die Spaltung der Gesellschaft wäre damit auch auf der „konventionellen“ politischen Ebene vollzogen, so dass alle Weiterungen möglicherweise nicht mehr dem konventionellen Politikverständnis gerecht würden.

    >… werden Eure Energie und Euer Enthusiasmus von der Politik einmal mehr missbraucht.>

    Hier liegt ein Fehlverständnis des Politmechanismus vor.

    Es gibt zwar in der Politik hin und wieder Missbrauch, bei den Jugendlichen kann aber keine Rede davon sein.

    Politik besteht in unserem System im Wesentlichen darin, zwischen divergierenden INTERESSEN einen Ausgleich zu finden und ihn als Konsens zu fixieren.

    Wenn man keine Interessen einbringt, nimmt man nicht teil und kann daher auch nichts bewirken.

    Genau das ist bei den Jugendlichen mit politischem Engagement der Fall.

    Statt als EINE Jugend-PARTEI ihre Interessen auf die Waagschale zu legen, schließen sie sich den Jugendorganisationen der Parteien, die von den Alten dominiert werden, an.

    Diese dienen dazu, genehmen Nachwuchs für die jeweilige Partei zu generieren und bieten Ehrgeizigen die Plattform, sich zu profilieren.

    Man sehe sich nur die Beispiele P. Ziemiak und K. Kühnert an.

    Kurzum, insoweit es um die Interessen der Jugendlichen geht:

    Wer als Jugendlicher immer nur RECHT haben will und ansonsten abseits steht, wird nicht MISSBRAUCHT, sonder missachtet.

    Wer sich als Jugendlicher in den Parteien engagiert, hat sich VERFÜHREN lassen.

    Antworten
  5. Avatar
    qed sagte:

    Applause, Herr Dr. Stelter! Besser kann man es nicht sagen. Die Crux ist nur: Wer von den grenzdebilen Hüpfern liest schon Cicero oder den Blog hier? Oder gar jemand vom kulturmarxistisch-grünen Lehrpersonal? Hallo Herr Peter!
    Und einen kleinen Trost hätte man den Jungschen schon spendieren können, denn etliche der alten weißen Frauen und Männer wie hier legen für ihre Jungschen was auf die Seite. By the way, etwas O.T.: Bitte um Rat bei der hier versammelten Expertenschaft
    Verschiedentlich wird von namhaften Leuten empfohlen, Geldreserven im Nicht-EU-Ausland zu parken, wobei man aber berücksichtigen muß, daß eine Konteneröffnung in vielen Ländern inzwischen recht erschwert ist, da regelhaft eine Wohnadresse dort verlangt wird, ebenso Bonitätsnachweise, sofern kein reines Guthabenkonto. Zudem wird der Kontoinhaber in vielen Ländern automatisch deutschen Behörden gemeldet.
    Ich habe deshalb die Idee, Geld- in ausländische Währung konvertiert ($,Pfund, norweg. Kronen)- bei einem Bezahldienst zu bunkern. Im Auge habe ich da Transferwise, die unschlagbar billig beim Umtausch, außerdem britische Ltd sind, was nach dem Brexit hochinteressant werden kann.
    Sie machen damit auch Reklame:
    https://transferwise.com/de/borderless/
    Wäre doch praktischer als ein Bank-Konto. Zudem haben die keinen Bankstatus, was vor einem bail-in zuverlässig schützt, allerdings können die auch pleite machen.
    Was haltet ihr davon?

    Antworten
  6. Avatar
    Rolf Peter sagte:

    Das ist ein ziemlich arrogant und oberlehrerhaft geschriebener Artikel. Nicht an die Kids gerichtet, sondern zur Selbstbestätigung fuer die üblichen Leser Ihrer Kolumnen. Im Grunde empfehlen Sie den Jugendlichen, deren Prioritaeten durch Ihre zu ersetzen. Das werden sie natürlich nicht tun. Die Proteste gegen unser Nichtstun in Sachen Klimawandel implizieren ja die Forderung nach Investitionen in Infrastruktur und Technologie. Nur eben nicht die Arten von Infrastruktur, die Ihnen vorschweben.

    Antworten
      • Avatar
        Rolf Peter sagte:

        Wir würden entschlossener gegen den Klimawandel vorgehen und Massnahmen ergreifen, die in 20 bis 30 Jahren eine CO2-neutrale Wirtschaft herbeiführen. Es steht Herrn Stelter frei, seine eigenen Prioritaeten zu verteidigen. Aber er soll doch bitte nicht so tun, als ob die „Fridays for Future“-Bewegung gegen technologischen Fortschritt, Infrastruktur, Bildung etc. eingestellt sei. Und jemand, der andere überzeugen will, schlägt nicht einen solchen herablassenden Ton an.

    • Avatar
      qed sagte:

      Unser Nichtstun? Kann man denn was Sinnvolles überhaupt tun, wenn man an den 4% des menschengemachten, hochgefährlichen CO2-Produktion der Welt einen Anteil von 2% hat?
      Was sind denn die Prioritäten der „Jugendlichen“ außer Smartphone, Schuleschwänzen, Schreiben nach Gehör und politkorrektem Hüpfen, zu dem Mutti einen im SUV fährt?
      Das da? https://twitter.com/SonjadelaRosa7/status/1189949977910562819

      “ Die Proteste gegen unser Nichtstun in Sachen Klimawandel implizieren ja die Forderung nach Investitionen in Infrastruktur und Technologie.“
      Aha. Welche Infrastruktur? Eselskarren? Welche Technologie? Grüne Physik etwa mit dem gigantischen Stromnetzspeicher und den Batteriekobolden, die von grünen Deppenbrigaden halluziniert werden?
      Mannomannomann.
      https://www.danisch.de/blog/2019/12/25/danke-schoen/

      Antworten
      • Avatar
        Rolf Peter sagte:

        Welche Infrastruktur? Zum Einstieg empfehle ich die beiden Bücher “Klimaschutz und erneuerbare Energien” und “Regenerative Energiesysteme” von Volker Quaschning.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Rolf Peter

        Ahh, ein Quaschnig-Anhänger! Interessant, dass Sie auf seine Bücher verweisen, seine konkreten Vorschläge aber nicht direkt erwähnen. Schauen wir mal in die Wikipedia, der man bei aktuellen gesellschaftlichen Themen sicher nicht vorwerfen kann, linksgrüne Positionen nicht hinreichend wohlwollend darzustellen:

        „[Quaschnig stellt] die These auf, dass die weltweite Energieversorgung bis 2040 so umgestellt werden müsste, dass sie „vollständig auf erneuerbaren Energien basiert und kein Kohlendioxid mehr emittiert“, damit der globale Temperaturanstieg noch mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % auf 1,5 °C begrenzt werden kann. Notwendig für die Umsetzung der Energiewende ist die sogenannte Sektorenkopplung, d. h. die weitgehende Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors, wobei nur Windenergie und Solarenergie über das Potential verfügen, Deutschland mit regenerativer Energie zu versorgen. Alle anderen erneuerbaren Energien können nur eine ergänzende Funktion wahrnehmen. Quaschning schlägt daher in der Studie ein Verbot von Öl- und Gasheizungen sowie wärmegeführten KWK-Anlagen sowie das Ende von Neuzulassungen von Benzin- und Dieselautos bis 2025 vor. Außerdem sollte der Straßengüterverkehr über Oberleitungen elektrifiziert und der Kohleausstieg bis spätestens 2030 abgeschlossen sein. Durch die Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors würde sich der Strombedarf mindestens verdoppeln und könnte in Deutschland nur durch eine sehr deutliche Steigerung des Ausbaus von Photovoltaik- und Windkraftanlagen klimaneutral gedeckt werden. Der erforderliche Speicherbedarf könnte durch eine Kombination von dezentralen Batteriespeichern und Power-to-Gas-Anlagen gedeckt werden.“

        Wenn Sie zum Beispiel fordern, die Neuzulassungen von Verbrennungsmotor-Autos und alle Öl- und Gasheizungen zu verbieten, dann sollten Sie auch so ehrlich sein, das zu sagen. Mal sehen, ob sich eine Mehrheit dafür findet, das umzusetzen. Ich bezweifle es, erst recht auf globaler Ebene.

        Haben Sie übrigens eine Vorstellung davon, was die Energiewende mit Sektorenkopplung für Kosten verursacht? Dazu gibt es auch Studien, aber nicht von Quaschnig, der stellt lieber abgehobene Forderungen und macht sich keine Gedanken über so belanglose Themen wie Umsetzbarkeit oder Finanzierbarkeit. Lesen Sie mal hier: https://energiesysteme-zukunft.de/publikationen/analyse/sektorkopplung/

        Für ein Szenario mit 90% CO2-Reduktion bis 2050 -also deutlich moderater und im Zeitplan weniger ambitioniert als das was Quaschnig fordert- kommt diese Studie (siehe Seite 116) auf „kumulative systemische Gesamtkosten bis 2050“ alleine in Deutschland von knapp 8000 Milliarden Euro.

        Wer soll das bezahlen?

        Und wieso sollten wir in Deutschland überhaupt so irrsinig viel Geld ausgeben, um den „globalen Temperaturanstieg“ bestenfalls um ein paar Hundertstel von 1 °C zu verringern, falls die Klimamodelle stimmen? Fällt Ihnen nichts Besseres ein, was man damit machen könnte? Da wäre es deutlich effektiver und günstiger, erstmal gar nichts zu machen und gegebenfalls auftretendende „Klimaschäden“ irgendwann mit einem Teil der gesparten 8000 Milliarden Euro zu beheben.

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ Herr Ott
        Es passt so schön zu diesem Blogthema. Die von Ihnen ins Feld geführte Studie, ist zwar von honorigen Fachleuten mit der ganzen Akribie der Wissenschaft erarbeitet worden und geht trotzdem am Kernproblem vorbei: „Optimierung“ statt „Neuausrichtung“.

        Eingangs der Bearbeitung stellt man fest: „Bei der Komplexität des Energiesystems [1] muss eine solche Analyse [2] allerdings Schwerpunkte [3] setzen und an vielen Stellen auf eine detailliertere Diskussion [4] verzichten (Zielsetzung der Analyse – Seite 15)“.

        In diesem Ansatz liegt bereits das strategische Problem der Bearbeitung. Einerseits wird „Komplexität“ des Themas unterstellt, andererseits geht man aus traditioneller wissenschaftlicher Betrachtungsweise falsch an die Problemstellung heran. Falsch bedeutet hier, die „Analyse“ vermeintlich relevanter „Schwerpunkte“ voranzustellen. Diese Eingrenzung führt dazu, genau die Aspekte für relevant zu halten, die im Wissensspektrum der involvierten Wissenschaftler liegen, andere dagegen nicht oder als gegeben hinzunehmen.

        Zwei Beispiele:
        1. Es wird unterstellt: „die heutige Energieversorgung wird in Deutschland wie auch global durch die Verwendung fossiler Energieträger dominiert“. Das ist systemisch betrachtet Unfug. Die Energieversorgung in Deutschland wie auch global wird regenerativ dominiert. Fossile Versorgung spielt sich im Null-Komma-Bereich ab, es kommt nur auf die Systemabgrenzung an (Solare Einstrahlung in- oder exclusive …).

        Wären die Endenergie- und Primärenergieflussschemata auf diese Gesamtbetrachtung potenziell zur Verfügung stehender Energie abgestellt, so würde die o.g. Grundaussage der Akteure umso absurder erscheinen.

        Will jemand ernsthaft bestreiten, dieses „Null-Komma-Nichts“ nicht auch noch regenerativ abbilden zu können …

        2. Es wird behauptet: „zu beachten ist allerdings, dass Heizungssysteme, die auch Warmwasser bereitstellen, dieses auf mindestens 60 °C aufheizen MÜSSEN, um hygienische Anforderungen zu erfüllen“. Das ist systemisch betrachtet ebenfalls Unfug.

        Erstens besteht kein Zwang, dies zu tun, es gibt durchaus sichere Alternativen. Fachleute, die das beurteilen können, sitzen nicht mit am Tisch – warum nicht? Weil systematisch auf „Relevanz“ reduziert wird, so lässt man die Fachleute einfach mal weg, und setzt auf Behauptungen auf.

        Zweitens werden mögliche Alternativen bzw. die Wirkung einer Reduktion dieser Mindesttemperatur wegen der vermeintlich relevanten Schwerpunkte gar nicht erst „diskutiert“. Wieder aus „Relevanzgesichtspunkten“, obwohl aus dem Energieflussdiagramm REMod-D auf Seite 104 doch die retrograde Wirkung auf vorgelagerte Prozesse durch Veränderungen im Sektor „Wärme“, genauer Heizwärmetemperaturbedarf, abgeleitet werden kann. Wenn man die Wirkungsketten nicht wirklich versteht, kommt das dabei heraus …

        Fazit: Das jahrzehntelang vorherrschende Bild in der Wissenschaft von Zusammenhängen, die mit den linearen Gesetzen von Ursache und Wirkung beliebig zerlegt („analysiert“) werden können, blockiert den so notwendigen Fortschritt auch im Bereich von „Energieeffizienz“ und „Klimaschutz“. Deswegen ist unter nach vielerlei Einschränkungen und Ausblenden im „Fazit“ die Rede von „Optimierung des Energiesystems“ durch Koppelung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr.

        Als ob diese Art der isolierten Optimierung überhaupt jemals zielführend gewesen wäre.

        Die aktuellen Herausforderungen zwingen zur konsequenten Abkehr von mechanistischen (analytische) Denk- und Handlungsweisen IN Wissenschaft und Technik / Wirtschaft zu einem komplexitätsgerechten Management VON Wissenschaft und Technik / Wirtschaft.

        Die Umstellung des Null-Komma-Nichts auf regenerativ ist zwar mühsam, macht viel Arbeit (= schafft Arbeitsplätze), ist aber DANN aus technischer Sicht nicht wirklich schwierig. Es geht DANN auch wesentlich schneller als wir alle denken, und kostet DANN auch wesentlich weniger, als das Beibehalten der Dinosauriertechnik.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        „Es wird unterstellt: „die heutige Energieversorgung wird in Deutschland wie auch global durch die Verwendung fossiler Energieträger dominiert“. Das ist systemisch betrachtet Unfug. Die Energieversorgung in Deutschland wie auch global wird regenerativ dominiert. Fossile Versorgung spielt sich im Null-Komma-Bereich ab, es kommt nur auf die Systemabgrenzung an (Solare Einstrahlung in- oder exclusive …).“

        Diese Aussage ist so banal wie nutzlos. Letztendlich kam alle Energie, die wir auf der Erde irgendwie nutzen können, von der Sonne – oder im Falle der schweren radioaktiven Elemente, die wir für Kernspaltung nutzen können, von einer der Supernovae, aus deren Materie sich das Sonnensystem ursprünglich gebildet hatte. Das hilft uns aber bei der Diskussion über die derzeitige „Energiewende“ überhaupt nicht weiter.

        Glauben Sie, Sie könnten das Problem lösen, indem Sie es mit irgendwelchen sophistischen Taschenspielertricks wegdefinieren?

        „Die aktuellen Herausforderungen zwingen zur konsequenten Abkehr von mechanistischen (analytische) Denk- und Handlungsweisen IN Wissenschaft und Technik / Wirtschaft zu einem komplexitätsgerechten Management VON Wissenschaft und Technik / Wirtschaft. Die Umstellung des Null-Komma-Nichts auf regenerativ ist zwar mühsam, macht viel Arbeit (= schafft Arbeitsplätze), ist aber DANN aus technischer Sicht nicht wirklich schwierig.“

        Was soll das konkret bedeuten?

        Und, was mich noch viel mehr interessiert: Wie viel wird diese technisch angeblich so einfache Umsetzung, deren konkrete Beschreibung Sie hier schuldig bleiben, dann Ihrer Meinung nach kosten?

        PS: Wissen Sie, was auch „viele Arbeitsplätze schaffen“ würde? Wenn wir alle Maschinen abschaffen und wieder nur mit eigener Muskelkraft oder Nutztieren sämtliche Produktionsprozesse durchführen würden. Dann bräuchten wir wirklich jedes Paar Hände auf der Welt! Und unser Lebensstandard wäre ungefähr wieder auf dem Niveau der Bronze- oder Eisenzeit. Typischer Linken-Denkfehler, nur weil etwas ineffizient ist und viel Arbeitsaufwand bedeutet, ist es noch lange nicht irgendwie wünschenswert.

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        Erstens, Herr Ott, ist die Systemabgrenzung nicht banal und nutzlos, sondern entscheidend, um am Ende von komplexitätsgerechten Entscheidungsprozessen die richtigen Schlüsse ziehen zu können.

        Beispiel: Vor rd. 200 Jahren ging das im großen Stil los mit der Loslösung von der solaren Energieversorgung. Das „System“, dem man mit Kohle, Öl und Gas einheizte, hatte damals noch genug Potenzial, um die lokalen Kollateralschäden auszugleichen. Nun offensichtlich nicht mehr. Es ist zwar immer noch die eine Ökosphäre, in der sich alles abspielt, aber die Komplexitätsbedingungen, die Vernetzungen, sind inzwischen gänzlich andere.

        Klassische Managementfehler unter Komplexitätsbedingungen sind unzureichende Systemabgrenzungen, gepaart zumeist mit systematisch falschen Fragen. Daher sollte die Definition den Leuten überlassen werden, die von Komplexität und Komplexitätsmanagement etwas verstehen. In der Liste der Akteure der von Ihnen ins Feld geführten Studie fehlt ein solcher Fachmann, auch wenn es sicherlich alles Top-Leute auf ihren Wissensgebieten sind.

        Zweitens haben Sie ganz Recht: alle Energie, die wir auf der Erde irgendwie nutzen, kommt von der Sonne. Genau. Punkt. Der Rest ist Ingenieurskunst. Konkreter muss ich hier nicht werden, da ist so vieles schon beschrieben und realisiert. Die Umstellung stören können nur noch Kaufleute und Juristen, die über Tricksereien ihre Dinosaurier am Leben erhalten wollen und mit der Unterstützung von kurzsichtigen Politikern so etwas wie das EEG erfinden.

        Drittens, zu Ihrem Totschlagargument „Kosten“. Was meinen Sie damit genau? Meinen Sie beispielsweise Kosten einschließlich Rückstellungen? Gehören die Kosten zur Behebung von Kollateralschäden mit rein, wie Deicherhöhungen, Aufforstungen, Studien für Energieeffizienzsteigerung? Oder werden sie nach Altvätersitte „irgendjemanden“ zugeschoben, zu Lasten Ihrer Altersversorgung zum Beispiel? Welche Rückstellungen wollen Sie als Kosten in Bilanzen einstellen lassen? Gar keine, so wie die Münchener Rück, die bestimmte Risiken einfach nicht mehr versichert? Wie steht‘s mit Erlösen nach einer Umstellung auf Regenerativ, dürfen die verrechnet werden? Geben Sie doch mal die Kostenpositionen auf, die Sie gern hätten …

        Der Rest, den Sie bringen – Maschinen abschalten, Lebensstandard Bronze- & Eisenzeit, Linker usw. – gehört nun wirklich in die Mottenkiste.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @JürgenP
        Rückstellungen sind vorsorglicher Aufwand für zukünftig wahrscheinliche Kosten, die zu Auszahlungen führen.
        Werden diese Rückstellungen nicht in Anspruch genommen sind diese ausserordentlicher Ertrag. Nix mit Erlösen die rückwirkend in der Kasse klingeln, also keine Cash Flows. Sie haben dann sogar die vorherigen Ergebnisse verfälscht und schlimmsten falls zu falschen Entscheidungen geführt. Vielleicht meinen Sie Rücklagen für Sanierung, diese reichen soweit in die Zukunft und können derart ungewiss sein (Abriß und Entsorgung sowie Rekultivierung, inklusive Überwachungs und Kontrollkosten), daß es bei negativen Zinsen sogar dämlich ist diese zu kalkulieren, weil sie dann mehrmals zu bezahlen/zu erlösen wären! Ein wirklicher Konstruktionsfehler dieser Zinspolitik.
        “ Geben Sie doch mal die Kostenpositionen auf, die Sie gern hätten …“
        Klarer Fall für ‚Wünsch Dir was!‘ eher nicht in einer globalen Konkurrenz in der Kostenführerschaft, also natürlich die geringsten, über die Preissetzung und Wettbewerbsfähigkeit bestimmt.
        Natürlich können Sie herangehen das weltweit und einheitlich festzulegen. Ist bei Solarenergie ja richtig gelungen China=all in – Achtung Ironie. Und bei den Batteriebestandteilen ist der internationale Kampf um Ressourcen längst entschieden.
        Was wurde aus Desert Tech, war das nicht ein voller Kracher von Veba/E.On/Evonik – Lybien steht jetzt eher auf der Beuteliste von Erdogan, Putin, aber wohl wegen Erdgas.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        „Der Rest ist Ingenieurskunst. Konkreter muss ich hier nicht werden, da ist so vieles schon beschrieben und realisiert.“

        Nochmal: Wie sehen die technischen Lösungen aus und wie viel werden sie kosten? Bitte kein Systemtheorie-Geschwurbel, sondern konkrete Aussagen.

        „Drittens, zu Ihrem Totschlagargument ‚Kosten‘.“

        Jaja, ein ganz schlimmes Totschlagargument. Sie können gar nicht verstehen, wieso es Widerstand gegen ein Projekt wie die „Energiewende“ geben kann, wenn nach Berechnungen von Ihrer Meinung nach dafür Unqualifizierten dafür Kosten von lächerlichen 8000 Milliarden Euro oder mehr alleine in Deutschland anfallen könnten, nicht wahr? Das bezahlen wir doch alles aus der Portokasse oder per Druckerpresse.

        Mit „Kosten“ sind übrigens alleine die Investitionskosten für den Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland gemeint, sodass wir auch in Zukunft weiter unsere Wirtschaft betreiben können, allerdings mit dann „CO2-frei“ bereitgestellter Energie.

        „Wie steht‘s mit Erlösen nach einer Umstellung auf Regenerativ, dürfen die verrechnet werden?“

        Nein. Das wäre völliger Unsinn. Die entgangenen Erlöse der Betreiber von Kohlekraftwerken, Gaskraftwerken oder Atomkraftwerken in ihrer neuen klimaneutralen Utopie-Traumwelt werden ja auch nicht auf der anderen Seite der Berechnung berücksichtigt. Wir reden hier immer nur von Investitionskosten in Energieinfrastruktur und den dafür nötigen Anlagen, Maschinen, und so weiter.

        „Der Rest, den Sie bringen – Maschinen abschalten, Lebensstandard Bronze- & Eisenzeit, Linker usw. – gehört nun wirklich in die Mottenkiste.“

        Es wäre ja schön, wenn Sie so viel begreifen würden, dass man Sie daran nicht erinnern müsste, was Ihnen offensichtlich unangenehm ist. Aber Ihnen fehlt offensichtlich die grundlegende Erkenntnis, dass unser Lebensstandard sinken wird, wenn Sie wie im Rahmen der „Energiewende“ gefordert aus ideologischen Gründen hoch produktive Technologien abschaffen und durch weniger produktive Technologien austauschen wollen. Die Energiewende-Analogie zu meinem Beispiel vom Abschaffen des Laserschneidkopfes und der Wiedereinführung des Faustkeils zum Bearbeiten von Werkstücken ist dann das Einmotten der fossilen Kraftwerke, Verbrennungsmotoren und Atomkraftwerke und das Ersetzen durch zum Beispiel „Power-to-Gas“-Speichersysteme mit viel niedrigerem Gesamtwirkungsgrad bei viel höheren Investitionskosten.

        Energie wird dann viel teurer, und damit auch alle Produkte, die unter Energieeinsatz hergestellt werden. Und dann können Sie sich weniger davon kaufen. Ist Ihnen das bewusst? Und wollen Sie das wirklich?

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ruby
        Sie haben Recht bezüglicher der formalen Behandlung von Rückstellungen zu einem bestimmbaren oder nicht bestimmbaren Stichtag aus bilanzieller Sicht. Ein selektiver Ansatz von Kosten/Rückstellungen nach Gesichtspunkten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit birgt das Risiko zahlen zu müssen, ohne vorbereitet zu sein. Bis dahin ist man wettbewerbsfähig, danach nicht mehr. Nur wenn man einen Dummen findet, der für einen zahlt, ist das kein Problem.

        @RO
        Konkrete Aussagen … >> an dem Punkt waren wir schon mal. Diese Diskussion überfordert den Blog. Ein direkter Austausch war damals nicht möglich und ist es heute auch nicht, lassen wir es dabei.

        Widerstand gegen ein Projekt wie die „Energiewende“ >> Wieso sollte ich es nicht verstehen, vor allem, wenn sich nicht wirklich etwas wendet?

        Kosten von lächerlichen 8000 Milliarden Euro >> „Minimale kumulative Gesamtkosten 2015–2050“, so lautet die Zielstellung der Akteure im Kapitel 5 der von Ihnen benannten Studie. Nach Erstellung von allerlei Berechnungen schließen die Akteure auf das Erfordernis von gravierenden Änderungen von Bedingungen, bevor es an die Umsetzung von Maßnahmen ginge:

        1. Nutzerverhalten,
        2. Investitionsbedingungen,
        3. Marktmechanismen und
        4. energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen“.

        Es stellt sich die Frage, ob Ihre 8.000 Mia. EUR vor oder nach Änderung der Bedingungen zustande kämen. Wenn unter heutigen – teilweise destruktiven – Bedingungen in den energetischen Umbau investiert würde, wäre so utopisch hohe Kosten keine Überraschung. Zumal Sie ja per Definition die ersparten Aufwände, die u.U. gar nicht beim Investor liegen, nicht gegenrechnen.

        „… aus ideologischen Gründen hoch produktive Technologien abschaffen und durch weniger produktive Technologien austauschen wollen …“ >> wer redet denn davon? Das Gegenteil ist doch anzustreben. Die Frage ist nur, was Sie für „produktiv“ halten.

        100.000 Tonnen Kohle aus irgendeinem Tagebau heranzuschleppen und zu verheizen ist schon lange nicht mehr produktiv im Vergleich zu vielen Alternativen, die auch in Ihrer Studie benannt sind. Einen Laserschneidkopf bei Meyer Papenburg im Schiffbau einzusetzen ist eine tolle Sache, allerdings nicht um Kohlefrachter u.ä. zu bauen. Das sollte wenigsten nicht subventioniert werden. Carbonbeton per Roboter bei doppelter Tragfähigkeit mit halben Materialeinsatz herzustellen: klasse. Bauen wir damit bspw. die notwendigen Speicherbehältnisse für den energet. Umbau, statt Kühltürme für Dinosaurierkraftwerke.

        Es kommt also darauf an wie die Bedingungen gestellt werden für die Umstellung des Null-Komma-Nichts auf regenerativ. Erst wenn die klar sind, sollten wir über mögliche „Kosten“ reden.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        „Konkrete Aussagen … >> an dem Punkt waren wir schon mal. Diese Diskussion überfordert den Blog. Ein direkter Austausch war damals nicht möglich und ist es heute auch nicht, lassen wir es dabei.“

        Ich bin mir sicher, dass diese Diskussion die Teilnehmer hier nicht überfordern würde. Also bitte, ich bin auf Ihre konkreten Aussagen sehr gespannt, falls Sie etwas von Substanz beizutragen haben.

        Thema Kosten: Sie meinen also, die in der Studie geschätzten 8000 Milliarden Euro für 90% CO2-Reduktion seien viel zu hoch angesetzt? Was glauben Sie, wie hoch die Kosten sein werden? Und beschreiben Sie, durch die Umsetzung welcher konkreten Maßnahmen es billiger gehen könnte.

        „Zumal Sie ja per Definition die ersparten Aufwände, die u.U. gar nicht beim Investor liegen, nicht gegenrechnen.“

        Auch wenn das deutsche Energieversorgungssystem komplett auf „CO2-neutral“ umgestellt wird, werden immer noch permanent laufende Aufwände für die Bereitstellung der Energie anfallen. Die kommen zu den Investitionskosten für die Umstellung des Energiesystems noch oben drauf. Oder glauben Sie, die Stromnetze, Stromspeicher, Solar- und Windkraftanlagen wären kostenlos zu betreiben und zu warten, nur weil dann alles so schön „regenerativ“ ist?

        „Einen Laserschneidkopf bei Meyer Papenburg im Schiffbau einzusetzen ist eine tolle Sache, allerdings nicht um Kohlefrachter u.ä. zu bauen“

        Sie machen es schon wieder. Sie wollen aus Ihren eigenen ideologischen Motivationen heraus bestimmen, welcher Technologieeinsatz gut ist und welcher schlecht.

        „Carbonbeton per Roboter bei doppelter Tragfähigkeit mit halben Materialeinsatz herzustellen: klasse. Bauen wir damit bspw. die notwendigen Speicherbehältnisse für den energet. Umbau, statt Kühltürme für Dinosaurierkraftwerke.“

        Carbonbeton ist sicher ein toller Werkstoff, aber Carbon kostet ein Vielfaches von Stahl – und wenn Sie durch Ihre ideologischen Eingriffe Energie noch weiter verteuern wollen, dann wird sich der Preisnachteil von Carbon-basierten Werkstoffen noch weiter verschlimmern. So argumentiert jemand, den Kosten nicht interessieren und bei dem das Geld aus der Druckerpresse kommt oder einfach so da ist. Eine typische Linken-Krankheit.

        Welche „Speicherbehältnisse“ wollen Sie aus Beton eigentlich bauen? Gasbehälter aus Beton zu bauen halte ich für keine gute Idee. Oder leben in den Beton-Kästen dann Annalena Baerbocks kleine Kobolde, die für uns die elektrische Energie im Netz speichern? ;)

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ rubi

        „AKW-Rückstellungen sind vorab gebuchte Schulden, die bedient werden müssen. Das Geld dafür muss erst noch erwirtschaftet werden. In der Politik, den Medien und in vielen Diskussionen werden die beiden bilanzrechtlichen Begriffe Rückstellungen (Schulden) oft mit Rücklagen (Eigenkapital) verwechselt. Es drohen Risiken in Milliardenhöhe für den Steuerzahler, denn die Rückbau-Gesamtkosten belaufen sich nach einem BMWi-Gutachten derzeit auf 47,5 Mrd. Euro. Geld haben die Stromversorger für den Abriss der Atomkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls entgegen mancher Medienmeldung bisher nicht zurück gelegt, auch nichts auf der hohen Kante“.

        … für den Steuerzahler >> tja, das kommt dabei raus, wenn die Regierung das Verschieben von Kosten zulässt …

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @ RO
        Konkrete Aussagen … >> Hier nicht, dabei bleibt’s.

        Thema Kosten …: >> billiger/teuer können geklärt werden, wenn die Rahmenbedingungen festliegen bzw. geändert sind. Das sagt Ihr eigenes Gutachterteam. Also bemühen wir uns erst darum. Ich tue es jedenfalls.

        ersparte Aufwände … >> Logisch fallen „immer noch permanent laufende Aufwände für die Bereitstellung der Energie“ an. Fragt sich nur, was davon eingerechnet ist in Preise und was nicht, siehe AKW-Rückstellungen. Von „erspart“ würde ich reden, wenn die EUR’s für das Gas nicht bei Putin oder demnächst Trump landen, sondern zumindest in der Region zum Beispiel für Wind- und Solarstrom (aus Sicht der bundesdeutschen Volkswirtschaft) *).

        Kohlefrachter … >> warum werfen Sie mir vor, was Sie selbst machen: ideologisch argumentieren. Ich sehe es nur wirtschaftlich: wozu Zeit und Geld für ein Schiff verschwenden, dass ohnehin bald keiner mehr braucht. Den Bau entscheiden kann immer noch ein „Risiko-Schiff-Fonds“. Diesmal aber ohne Nord-LB – Staatsbürgschaft, so etwas hatten wir schon mal.

        Carbonbeton … >> schätze, Sie haben keine Ahnung von Carbonbeton. Muss man sich mal mit beschäftigen. Der Carbon-Materialpreis wird absehbar kein entscheidendes Thema mehr sein.

        Speicherbehältnis … >> habe ich schon aus Nichtcarbonbeton gebaut. Funktioniert prima. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen wegen, Sie ahnen es … Wissensvorsprung.

        *) >> auch schon gebaut, sonst wie vor.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Ich kann Sie natürlich nicht zwingen, mit mir zu sprechen. Aber wenn Sie auf meine Nachfragen nach konkreten Lösungen oder Maßnahmen nicht antworten wollen, dann müssen Sie wohl damit leben, dass ich Sie für einen ahnungslosen Schwätzer halte, der mit irgendwelchem systemtheoretischen Geschwafel und Ausflüchten verhindern will, dass über die exorbitanten Kosten seiner ideologisch motivierten Gesellschaftsumbau-Pläne überhaupt diskutiert wird.

        „Von ‚erspart‘ würde ich reden, wenn die EUR’s für das Gas nicht bei Putin oder demnächst Trump landen, sondern zumindest in der Region zum Beispiel für Wind- und Solarstrom“

        Sie begreifen nichts. Wenn die „CO2-neutrale“ Energie viel teurer ist als die derzeit erzeugte Energie, dann wird unser Lebensstandard deutlich sinken, weil wir weniger mit Energieeinsatz produzierte Produkte herstellen und konsumieren können als zuvor. Dass die Zahlungen dann an örtliche Windkraftanlagenbetreiber gehen und nicht an Gazprom, ist unwesentlich. Es kommt auf die Produktivität an.

        Erinnern Sie sich daran, wie im Mittelalter die Landwirtschaft in Europa organisiert war? Da waren lokale oder allerhöchstens regionale Anbieter vorherrschend, und der Sektor war so unproduktiv (weil fast vollständig unmechanisiert), dass über 90% der Bevölkerung als Bauern ihren Lebensunterhalt bestreiten mussten, damit überhaupt genug Nahrung produziert werden konnte, um alle zu ernähren. Nach Ihrer Logik müsste das doch damals alles ganz toll gewesen sein, schließlich landeten die Taler für die mühsam produzierten Scheffel Getreide fast alle beim örtlichen Bauern?

      • Avatar
        JürgenP sagte:

        @RO
        … zu sprechen & … überhaupt diskutiert wird … >>> ist im Blog nicht machbar. Sonst gern. Je kritischer der Gegenpart, desto besser das Ergebnis.

        … Wenn die „CO2-neutrale“ Energie viel teurer ist … >>> reden wir doch erst über die Rahmenbedingungen, danach über Kosten (& Erlöse).
        … es kommt auf die Produktivität an … >>> und Produktivität hängt an der Fähigkeit mit Komplexität richtig umzugehen, sie zum eigenen Vorteil konsequent zu nutzen. Die Energiefrage hängt da mit dran, ist aber nicht der entscheidende Faktor.

        Ihre „Logik“ ist, in der Argumentation beliebig von „Volkswirtschaft“ auf „Betriebswirtschaft“ umzuschalten >>> genauso wenig wie im Mittelalter, landen heute die Scheffel „Energie“ beim örtlich produzierenden Bauern, sondern beim Zahnarzt (resp. Großgrundbesitzer). Betriebswirtschaftlich ärgerlich, volkswirtschaftlich trotzdem gut, solange die Wertschöpfung im Lande bleibt und dort für Wohlstand sorgt. Muss halt etwas verteilt werden.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Schauen Sie bitte mal ganz oben in die Kommentarliste, dort habe ich Ihnen meine Antwort hingepostet.

    • Avatar
      Felix Schroeder sagte:

      @ Herr Peter
      Sie haben vermutlich recht, dass dieser Artikel die Adressaten nie erreichen kann. Ich bin aber auch nicht der Ansicht, dass man jeden Unfug diskutieren muss. Kinder müssen zuerst einmal erzogen werden. Es ist gut, wenn sie dadurch stark werden und Fähigkeiten erwerben, um auf eigenen Füßen zu stehen und ihre Ansichten in die Tat umzusetzen. Hier haben wir es aber mir einer überversorgten, weitgehend ungebildeten und verweichlichten Jugend zu tun, die sich vor den Karren einer Kampagne spannen läßt, die ihren eigenen Wohlstand angreift, ohne sich dem Problem des Klimawandels überhaupt zu stellen. Letzteres ist noch „Sahnehäubchen“, dass sinnvolle und teilweise nötige Maßnahmen der Klimaanpassung unter die Räder kommen.

      Antworten
  7. Avatar
    Alexander sagte:

    Historisch gewachsene klimatypische Bauformen am Beispiel des bayrischen Alpenvorlandes im Vergleich zum fränkischen Fachwerk ….aus der Zeit vor Industrialisierung, verfasst von einem der ersten Kritiker falsch verstandender Fortschrittlichkeit (erste 3 Min, bayrischer Rundfunk 1970er) https://youtu.be/6oawhi5uPLs

    Umsicht und Vorsicht war schon bei den Großeltern heutiger Klimarevolutionär^_*_^innen verpönt. Das eigentliche Verbrechen an der aktivistischen Jugend aus Desinformation, Selbsthass, Zukunftsangst und umfassender Infantilität bleibt ungesühnt, solange es als politisches Werkzeug geldpolitischen Zielen dient.

    Antworten
    • Avatar
      Felix Schroeder sagte:

      Danke dafür. Das Klimathema ist zwar eine beeindruckende Erweiterung der Grenzen der menschlichen Dummheit, aber das eigentlich Thema sollte der sich darin zeigende Beweis für den gesellschaftlichen Verfall sein.

      Antworten
  8. Avatar
    Richard Ott sagte:

    Sieht aus, als habe der Mohr nach Verabschiedung des „Klimapaketes“ und dem Beschluss zur Einführung der CO2-Steuer seine Arbeit getan und könne jetzt gehen. Sogar Führungspolitiker der ansonsten rückgratlosen SPD zeigen sich in öffentlichen Statements von den Klimakids genervt:

    „Ständige Kritik an Deutschland, aber unterentwickelte Länder wie Marokko als Klimavorbilder feiern: SPD-Umweltpolitiker Matthias Miersch wirft Klimaaktivisten eine verzerrte Debattenkultur vor. „Hauruck“-Methoden bei der CO2-Reduzierung seien zudem kontraproduktiv. (…) Wenn mal eben Marokko zum ambitioniertesten Klimaschutzland überhaupt erklärt werde, obwohl fast die fast die Hälfte der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeite und Millionen Menschen ohne Wasser- und Stromanschluss leben müssten, seien solche Vergleiche nicht mehr nachvollziehbar.“
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article204595266/Matthias-Miersch-ruegt-Klimaaktivisten-Dauerndes-Deutschland-Bashing.html

    In Marokko gibt es übrigens mit schöner Regelmäßigkeit ungefähr alle paar Monate Massenunruhen wegen diverser innenpolitischer Probleme aber auch wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation in dem Land. Und 8% der 2019 übers Mittelmeer nach Europa gekommenen Migranten waren laut UNHCR-Statistik Marokkaner.

    Man könnte fast glauben, die Leute dort wöllten lieber *alle* einen Wasser- und Stromanschluss auch wenn das den Ausstoß des bösen CO2 erhöht anstatt eine „ambitionierte Klimaschutzpolitik“ ihrer Regierung, was auch immer das konkret in Marokko bedeuten soll. Wer hätte das bloß gedacht?

    Antworten
    • Avatar
      Bauer sagte:

      @ R. Ott

      Zufällig kenne ich Marokko recht gut. Der Vergleich ist durchaus zweckmässig und angebracht. Wenn nämlich die kids und ihre Einflüsterer Recht bekämen, würde D ziemlich rasch auf den Status Marokkos zurückfallen und 8% der deutschen Bevölkerung hätten den Wunsch, nach Marokko umzusiedeln, denn solche Verhältnisse sind in dem dortigen Klima auch ohne zusätzliche Erwärmung doch besser auszuhalten.

      Trotzdem ein Gutes Neues Jahr!

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.