Zum Niedergang des Bildungswesens

Der geschätzte Ferdinand Knauß, Autor des Buches Merkel am Ende welches ich hier besprochen habe:

→ Buchvorstellung: Merkel am Ende

berichtet vom Niedergang der Bildungsqualität in Deutschland. Lesern von bto sehr gut bekannt. Dennoch eine traurige Erinnerung. Zuletzt hatte ich den Boom der Intelligenz besprochen:

→ Der Verfall des deutschen Bildungswesens in Zahlen

  • „(Bei) von der WirtschaftsWoche befragten mittelständischen Unternehmen lautet die Antwort auf die Frage, wie sich mathematische Kenntnisse und Kompetenzen junger Bewerber verändert haben, durchgängig: schlechter geworden. „Wir beobachten innerhalb der letzten Jahre, dass grundlegende mathematische Fähigkeiten nicht mehr auf Abruf verfügbar sind. (…)  Dabei geht es meist nicht einmal um höhere Mathematik. „Bei den Grundrechenarten – ohne Taschenrechner – und dem allgemeinen Gefühl für Zahlen nehmen wir seit Jahren wahr, dass die Fähigkeiten nachlassen“, ….“ – bto: Mathematikm ist ein Indikator für Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft. Es sieht ganz düster aus.
  • „Einigkeit besteht bei den befragten Unternehmen auch darin, dass mathematische beziehungsweise Zahlenkompetenz nach wie vor besonders wichtig ist. Bei Sick etwa spielen mathematische Leistungen bei der Auswahl von Bewerbern heute sogar eine wichtigere Rolle als in der Vergangenheit. „Wir bilden mehr und mehr im Informatikbereich aus, was analytisches Denken der Azubis und Studierenden erfordert“, sagt Burger. Um die mangelnde schulische Bildung auszugleichen, hat Burger bei Sick einen eigenen Betriebsunterricht eingeführt und schickt dual Studierende zu Mathevorkursen vor dem eigentlichen Studium.“ – bto: da kann man als Schüler dann gerne gegen „zu schwere Matheprüfungen“ und gegen den Klimawandel protestieren. Bei den Kenntnissen wundert es mich nicht, dass die glauben, der Strom käme aus der Steckdose….
  • „Das abnehmende Bildungsniveau betrifft allerdings offenbar nicht nur die Mathematik. „Im Fach Deutsch stellen wir ebenfalls eine Verschlechterung fest“, sagt Unternehmer Klaus Fischer. „Vor allem beim Formulieren von Texten, beim Verständnis für komplexe Sätze und bei der klaren Ausdrucksweise gibt es teilweise deutlichen Nachholbedarf bei Bewerberinnen und Bewerbern.“ Es komme immer wieder vor, „dass wir wichtige E-Mails und weitere Texte, die außerhalb unseres Unternehmens versendet werden, intensiver prüfen müssen.““ – bto: dann doch lieber in ein Land gehen, wo es mit der Bildung noch klappt.
  • „Bei Miele stellt Ausbildungsleiter Thomas Meyer fest, dass sich „Rechtschreibung und Zeichensetzung in den zurückliegenden Jahren in der Tat deutlich verschlechtert haben.“ Meyer führt dies vor allem darauf zurück, dass sich junge Menschen zu sehr auf die Korrekturfunktion ihres Textverarbeitungsprogramms verlassen, die aber eben nicht alle Fehler erkenne. Auch Marco Feyh, Inhaber der Steuerkanzlei Con-Tax in Großwallstadt mit rund 100 Mitarbeitern, hat auch bei Berufsanfängern mit Abitur vermehrt Defizite in der Rechtschreibung festgestellt und bietet ihnen daher mittlerweile einen besonderen Kurs an, denn: „Wir können nur Mitarbeiter gebrauchen, die sich schriftlich sicher ausdrücken können.““ – bto: nicht mehr lange, denn wenn es keiner mehr kann, fällt es keinem auf…
  • „„Das deutsche Bildungssystem erfüllt nicht vollumfänglich die Anforderungen, um junge Menschen auf den Einstieg in den Beruf und die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten“, sagt Klaus Fischer. Die Politik müsse daher „schnell viel mehr in Bildung investieren“. Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Künstliche Intelligenz seien Megathemen. Dazu hätten die Schulen aber kaum Angebote. Außerdem müsse „die Brücke zwischen Schul- und Berufsausbildung dringend geschlagen werden. Stattdessen gibt es, je nach Schulform nur unzureichende Angebote für Praktika.““ – bto: für die Lehrer ist die Wirtschaft ja was „böses“ und die jungen Menschen wollen ohnehin lieber beim Staat arbeiten….
  • Nicht gut zu sprechen sind mehrere Arbeitgeber auf den Bildungsföderalismus.“ – bto: Sachsen für alle!

→ wiwo.de: „„Die schulischen Kenntnisse haben sich verschlechtert““, 16. Mai 2019

62 Kommentare
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    Tobias W. sagte:

    „NEIN, das würde ich nicht, weil ICH zu 100% SICHER bin, dass die schnellstmögliche Einstellung zu BARBARISCHEM Verhalten der Menschen untereinander führen würde.“

    Wenn hunderten Millionen Menschen durch den Klimawandel die Lebensgrundlagen entzogen werden, wird das mit Garantie zu barbarischen Zuständen führen.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Tobias W.

      Sie haben recht.

      Auch da bin ich zu 100% sicher.

      Das heißt erst einmal:

      Ungleichgewichte werden so beseitigt, wie sie immer beseitigt worden sind im Lauf der Evolution – so oder so, in jedem Fall durch Vernichtung oder, aus menschlicher Sicht: durch Leid und Elend.

      Ich wundere mich, dass Menschen dies nicht einsehen können.

      Was im Kontext kleinerer Problemszenarien mit Rationalität verträglich zu lösen ist, erlaubt kein Extrapolieren fürs große Ganze.

      Man kann es durchaus versuchen, sollte sich auch bemühen, aber nicht die Augen davor verschließen, dass man ihm nicht entscheidend näher kommt.

      Der Bau Hunderter Kohlekraftwerke in vielen Teilen der Welt ist FAKT – und SOLLTE daher auch Orientierung sein.

      Das heißt dann auch:

      Falls wir uns entschieden haben und es gelungen sein sollte, mit einem mehr oder weniger „Weiter-so“ barbarische Zustände bei uns zu verhindern, wie vermeiden wir es im nächsten Schritt, dass die anderswo stattfindende Barbarei auf uns übergreift?

      Wir werden uns abschotten, Europa wird seine Grenzen massiv verteidigen, um insbesondere die absehbare Masseneinwanderung von Flüchtlingen aus Afrika zu verhindern.

      Die Zahlen liegen auf dem Tisch, es gibt nichts daran herumzudeuteln:

      http://instatis.de/diagramme/afrika_und_europa.htm

      Die europäische Grenz- und Küstenwache zur Sicherung der Außengrenzen (Frontex) wird ausgebaut werden. Wie in der EU nicht anders zu erwarten, ist das mühsam und dauert, wird aber erfolgen. Außerdem muss Nordafrika „gekauft“ werden. Merkel war dort schon fleißig unterwegs.

      Das alles hat leider nichts mit christlich oder human zu tun.

      Wir folgen lediglich unserem Selbsterhaltungstrieb, der evolutionär erworben wurde und nicht einfach mal so abgelegt werden kann. Diese Häutung gibt es nicht.

      Es bereitet keine Freude, dies zu schreiben, auch noch an Pfingsten.

      Aber ich kann mich auch nicht belügen.

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      Ištar sagte:

      @ Tobias W.

      Sich aus gutem Grund vom BRD Acker machen und aus der Ferne dieselbe Propaganda singen, die viele an Flucht aus der BRD erst denken lässt.

      Nicht der Klimawandel sorgt für weltweite Flucht, sondern die Kriege um Rohstoffkontrolle zerstört kulturelle Infrastruktur – die sich dann nachteilig auf die Lebensgrundlagen=Landwirtschaft auswirken.

      Rohstoffkontrolle soll Konkurrenten im Zaum halten und Daniele Ganser hat dazu viele Vorträge gehalten.

      Zur kulturellen Infrastrkutur gehören Wasserrechte, Agrarland, Eigentumsrechte & Religion.

      Die Radikalisierung von Muslimen ist westliches Werk nach dem Untergang des osmanischen Reiches (=Nachfolge Ostrom), genau wie die Grenzziehung durch Stammesgebiete, Ethnien, Religionen – gerade so als ob die ehemalige Kolonialmacht den Boden für weitere Interventionen bereiten wollte, Abhängigkeit inklusive.

      Nicht erst seit Demokratisierung wird jedes Land in die sogenannte Freiheit entlassen, um sich sofort in ein shithole aus Korruption, Bürgerkrieg, Genozid und endloser Hungersnot zu verwandeln. Das gilt für alle Länder Afrikas vom Norden bis zum Kap der guten Hoffnung.

      Wer das nicht glauben mag, braucht sich nur die Waffentypen der Kriege anzusehen und wer das finanziert hat – um zu erkennen, dass Afrika aus eigener Kraft nicht einmal die Macheten für den Genozid in Ruanda herstellen konnte.
      (Fertigung China, Stückpreis 2$.)

      Aber Gott sei Dank wissen wir jetzt, dass nicht Politik für die Verwüstung Afrikas verantwortlich ist, sondern der Klimawandel verursacht von CO² – so sagt es die westliche Politik und die von ihr abhängigen Professoren-Gelehrten.

      Wir hören deshalb nicht auf die Bedrohung aus Russland durch eigene Rüstung zu bekämpfen, 1500l Kerosin für 1x Ehrenrunde Eurofighter pro Stunde (geschätzt), sondern wir retten die Welt durch radfahren, eigenen Möhrenanbau am Balkon und Verzicht auf Kinder…alles des Co² wegen.

      Wir retten die Klimaflüchtlinge und importieren Kämpfer + Nachzug aller Familienmitglieder, denn ihr Co² Abdruck ist in Europa beherrschbarer als in Afrika.

      Das einzige was diese Politik mit absoluter Sicherheit vollbringen wird, ist Europa in so ein shithole zu verwandeln, dass man wird flüchten müssen.

      Herzlichen Dank an die Belehrung von Auswanderern, die sich darauf verlassen ihre Kinder zum Studium nach Deutschland zu schicken. .

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    Tobias W. sagte:

    Wenn man die Kommentare von einigen Dauergästen hier im Blog querliest und mit den Kommentaren zur Klimadebatte an anderer Stelle im Blog vergleicht, dann stellt man fest: Lustigerweise jubeln wohl bei Blog Beiträgen wie diesem die mit der meisten Häme, die selbst noch ihre Probleme mit der Akzeptanz der wissenschaftlichen Zusammenhänge zum menschengemachten Klimawandel haben.

    Mal eine glasklare Ansage: wer den globalen, breiten wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel als „Hoax“ oder „Klimareligion“ diskreditiert, sollte sich bitte nicht über die mangelnde Qualität des Bildungswesen beklagen. Offensichtlich hat nämlich eben jenes Bildungswesen auch bei Ihnen kläglich versagt.

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      Richard Ott sagte:

      @Tobias W.

      „Klimareligion“

      Also mich persönlich überzeugt die christliche Trinitätslehre (die Wesenseinheit Gottes in 3 verschiedenen Personen, unterscheidbar aber als unauflösbare Einheit) mehr als die Idee der Klimareligiösen, durch die Zerstörung der energieintensiven Industrie in Deutschland per „Energiewende“ sittlich-moralisches Vorbild für China zu sein so dass die Chinesen auch ihre ganzen Kohlekraftwerke stilllegen.

      Ist aber Ansichtssache. Und Diskussionen über Religion sind immer schwierig.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ Tobias W.

      Ich sehe nicht, dass Sie mich als jemanden ansprechen, bei dem das Bildungswesen kläglich versagt hat. Wenn doch, darf ich Sie dahingehend korrigieren, dass ich es wäre, der versagt hat, weil ich privilegiert war, ein nahezu einzigartiges Bildungswesen in Anspruch nehmen zu dürfen.

      Wie auch immer, ich fühle mich jedenfalls herausgefordert, Ihnen zu antworten:

      >zum menschengemachten Klimawandel>:

      Ich glaube nicht, dass ernsthaft jemand bezweifelt, dass das menschliche Verhalten generell und speziell das infolge der industriellen Revolution, also auch unsere heutigen Verhaltensweisen, zum Klimawandel beiträgt.

      Die Frage, die Ihre Formulierung aufwirft, ist dabei:

      Ist DER Klimawandel, soweit er aus dem Band periodischer Schwankungen der Vergangenheit ausbricht, ursächlich AUCH oder NUR menschengemachter Klimawandel?

      Ich habe keine Meinung dazu und weiß auch nicht, ob es darüber einen wissenschaftlichen Konsens gibt.

      Wenn es einen gibt, ist immer noch die Frage, auf welchen Annahmen er beruht.

      Ich glaube nicht, dass eine Fortschreibung von empirisch gesicherten Sachverhalten der Vergangenheit ALLEIN hinreichend ist, um Aussagen zur Gegenwart oder vor uns liegenden Zukunft mit GEWISSHEIT als Erkenntnisse ansehen zu können.

      Es müssen ANNAHMEN hinzukommen.

      Auch was diese betrifft, kann es einen wissenschaftlichen Konsens geben, etwa darüber, dass man keinen Grund erkennen kann, warum sich das Klima ohne menschliches Verhalten anders als in der jüngeren Vergangenheit verändert haben würde.

      So plausibel das auch sein mag – es ist und bliebe eine Annahme.

      Kurzum:

      „wissenschaftlicher Konsens“, so es ihn gibt, ist erst einmal ernst zu nehmen und daher nicht als Religion abzutun.

      Er ist aber auch nicht etwas, aus dem ZWINGEND Handlungsnotwendigkeit abzuleiten ist, weil – so der Konsens – ein Sachverhalt ursächlich so entstanden sei und nicht anders hätte entstehen können.

      „als Klimareligion diskreditieren“:

      Die Wissenschaft ist nicht das einzige „Phänomen“ im Zusammenhang mit der Klimathematik.

      Das bedeutsame andere ist, dass der Klimawandel und daraus abgeleitet die Energiewende der Gesellschaft, insbesondere unsere, derart als IMPERATIV aufoktroyiert wird, dass sich deren schnellstmöglicher Umsetzung quasi ALLES unterzuordnen habe. Wer dem nicht folgt, wird nur allzu oft als Leugner bezeichnet.

      Es wird mit dieser Diskursfigur nahezu regelmäßig ausgeblendet, dass man kein Leugner des wissenschaftlichen Konsenses sein muss – immer vorausgesetzt, dass es den gibt -, sondern ihn sogar anerkennend sich dennoch aus guten Gründen einem derartigen Imperativ widersetzen kann.

      Ich erkenne in den imperativen Forderungen eine Parallele zu religiösem Bekehrungswahn und sehe daher in DIESEM Zusammenhang – nicht mit Bezug auf die Wissenschaft – die Verwendung von „Klimareligion“ als gerechtfertigt an.

      Der Begriff ist diesem Verständnis nach keine Diskreditierung, sondern verweist darauf, dass in demokratischen Gesellschaften UNTERSCHIEDLICHE Interessen erst einmal als gleichrangig anzusehen sind und in diskursiver Abwägung ein Konsens gefunden werden muss, wie sie mit welchen Optionen in welchem Maß zu verfolgen oder nicht zu verfolgen sind.

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        Tobias W. sagte:

        Herr Tischer,

        „Ist DER Klimawandel, soweit er aus dem Band periodischer Schwankungen der Vergangenheit ausbricht, ursächlich AUCH oder NUR menschengemachter Klimawandel?“

        Die NASA hat sich die Mühe gemacht, die Zusammenhänge zusammengefasst auf wenigen Seiten mit den wichtigsten Datenreihen zusammenzustellen:

        https://climate.nasa.gov/evidence/

        Alleine die Tatsache, dass es niemals in 800.000 Jahren Erdgeschichte vor dem industriellen Zeitalter mehr CO2 in der Atmosphäre gegeben hat, als seit 1950, ist ein ziemlich erdrückender Beweis. Dazu kommt, dass der derzeitige CO2 Gehalt der Atmosphäre doppelt so hoch liegt wie der Durchschnitt über 800.000 Jahre vor 1950.

        Nehmen Sie sich die Zeit und studieren Sie das Material, das NASA zusammengestellt hat. Es ist auch gut gemacht und leicht geschrieben.

        Zuletzt sei noch gesagt: auch wenn es keinen 100% wissenschaftlichen Konsens unter Klimaforschern gibt, ist 97% eindeutig. Wenn Ihnen von 100 Luftfahrtexperten 97 sagen, ein Flugzeug sei nicht sicher und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abstürzen, während 3 Luftfahrtexperten dem Flugzeug bescheinigen, dass es sicher ist, steigen Sie dann in dieses Flugzeug?

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Tobias W.

        >Alleine die Tatsache, dass es niemals in 800.000 Jahren Erdgeschichte vor dem industriellen Zeitalter mehr CO2 in der Atmosphäre gegeben hat, als seit 1950, ist ein ziemlich erdrückender Beweis.>

        Es ist kein erdrückender Beweis.

        Ein Beweis wäre folgender:

        Die Behauptung, dass die Lufttemperatur am Ort x zu einer Zeit t genau y °C beträgt, wird durch zeitgleiche Messung der Temperatur in °C an diesem Ort verifiziert oder widerlegt.

        Die MESSUNG ist der Beweis dafür, ob die Behauptung richtig oder falsch ist.

        Beim hier diskutierten Sachverhalt lässt sich allenfalls sagen, dass man ANNEHMEN muss, der seit 1950 höhere CO2-Gehalt in der Atmosphäre sei menschengemacht, WEIL nicht zu erkennen ist, dass er anderweitig verursacht worden ist.

        Einen Sachverhalt festzustellen ist etwas anderes als die Ursache für einen Sachverhalt festzustellen.

        Dieser Unterschied ist nicht nur dann zu beachten, wenn über Wissenschaft geredet wird, aber insbesondere dann, wenn sozusagen die Existenz von Wissenschaft abhängig gemacht wird.

        Sie können natürlich sagen, dass es für praktisches Handeln UNERHEBLICH sei, ob man aufgrund eines bewiesenen oder eines angenommenen Sachverhalts handelt, wenn

        a) die Annahme wissenschaftlicher Untersuchungen und Methodik nach sehr gut fundiert ist – man muss umfänglich und intensiv untersucht haben –, um sagen zu können „es ist nicht zu erkennen, dass …“

        und

        b) der Sachverhalt dramatisch ist.

        Auch wenn es am Ende des Tages aufs Handeln oder Nichthandeln ankommt, ist die GENAUE BEGRÜNDUNG dafür nicht unerheblich.

        Ihr Beispiel mit den Luftfahrtexperten ist neben der Sache.

        Es geht nicht um selektives Verhalten.

        Das Beispiel müsste der Problematik nach verkürzt, aber konkret bleibend etwa so lauten:

        Wenn 97 von 100 Experten – es müssten Physiker und Experten sein – den Menschen sagen, dass die existierenden Produkte für physische Mobilität (was deren Nutzung einschließt) eine globale Katastrophe hervorrufen werden, würden sie dann den Menschen empfehlen, SCHNELLSTMÖGLICH die Herstellung dieser Geräte einzustellen?

        NEIN, das würde ich nicht, weil ICH zu 100% SICHER bin, dass die schnellstmögliche Einstellung zu BARBARISCHEM Verhalten der Menschen untereinander führen würde.

        Ich berufe mich dabei auf die Geschichte der Menschheit.

        Dabei kann offen bleiben, ob ich mich nicht darauf berufen kann, weil wir heute Verhältnisse haben, die es so noch nicht gab in der Geschichte der Menschheit, oder ob ich mich gerade deshalb darauf berufen kann, weil sie heute so anfällig für barbarisches Verhalten sind, wie sie es nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren.

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    Christian Anders sagte:

    Von einem aus gesehen, der auch in der Lehre arbeitet, fehlt es der Kritik hier etwas an Ursachensuche.

    „Es fehlt an Mathe“ ist eine zu unspezifische Aussage. Woran fehlt es denn ursächlich? Mathematik ist die Fähigkeit, a) logische Zusammenhänge zu erkennen, dann in Form von b) einer eigens dafür geschaffenen formalen Sprache aufzuschreiben und c) diese Formeln nach fest definierten Schemata aufzulösen. Dann gibt es noch d): Gewisse Grundrechnungen, sei es auch nur überschlägig, für lebenspraktische Situationen im Kopf durchführen zu können (kleines 1×1, Prozentrechnung).

    Fehlt es nun der Fähigkeit für a)? Oder b) oder c) oder d)? Oder allem davon? Und ist etwas davon besonders wichtig und müsste deshalb schwerpunktmäßig behandelt werden?

    In einer Welt, in der der billigste Computer c) viel(!) besser kann als der beste Matheprofessor, sollte das weniger wichtig sein als der Rest. Nun wird nicht jeder Mensch Matemathiker, Naturwissenschaftler oder Informatiker/Techniker, aber jeder Mensch sollte elementar über logisches Denken verfügen sowie die Fähigkeit, in Alltagssituationen gewisse Dinge abschätzen zu können. Daraus folgt abschließend a) = d) > b) > c) in der Einheit „Relevanz“.

    Und was stelle ich fest, was Studenten in mathematiklastigen Fächern noch am Besten können? c)! Das am wenigsten Wichtige, bei dem man am ehesten durch Maschinen ersetzt werden kann. Toll! Aber es ist so schön messbar…

    Warum fehlt es aber ausgerechnet an den anderen, von mir doch gerade als relevanter bezeichneten Fähigkeiten? Jetzt kommen wir zur Ursachensuche und hier schließt sich der Kreis zu Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten. Die Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen ist schlecht(er geworden) und ohne Erfassen des Sinns eines Textes kein Zugang zur Logik der in ihm geschilderten Sachzusammenhänge. Ohne diesen Zugang keine Möglichkeit, einen mathematischen Formalismus zu entwickeln und ohne diese Möglichkeit kein vernünftiger Zugang in die MINT-Welt. Richtig lesen zu können ist der Ursprung auch mathematischer Kompetenz.

    Weiter muss es folglich zur Ursache der schlechter werdenden Lese- und Schreibkompetenz gehen. Hier liegen die Fehlentwicklungen aber schon früh im Leben. Zu frühe Bereitstellung von Medien (muss man ja mit umgehen lernen) führt dazu, dass smart Devices nicht als Werkzeuge zur Zielerreichung, sondern als Werkzeuge zur Affektkontrolle genutzt werden. Beispiel: Bei Langeweile entsteht kein Nachdenken über sich selbst – „was fange ich denn jetzt mit mir an“ – das evtl. in der Verzweiflungstat des Lesens eines Buches gipfelt. Oder einer eigenständigen Zielsetzung. Immer aber in Aufbau von Frustrationstoleranz. Stattdessen wird die allverfügbare Ablenkung genutzt.
    Sowas kann besserer Unterricht alleine nicht ausgleichen.

    Die Schäden sind deshalb so verheerend, weil sie sich im noch entwickelnden Gehirn von Kindern und Jugendlichen vollziehen und später kaum noch reparierbar sind. Nur in Schulen allein kann man da nicht die Welt retten. Damit, die Unterrichtserfolge messbar gestalten zu wollen, schon zweimal nicht.

    Worauf ich hinaus will: Mathematik ist keine Basisfähigkeit. Sie kann nur auf Grundlage wirklich grundlegender Basisfähigkeiten erlernt und gelehrt werden. Diese absolut untersten Basisfähigkeiten sind aber das, was immer mehr fehlt. Besserer Matheunterricht ist zwar wünschenswert, aber nur eine kosmetische OP am Krebskranken.

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      Alexander sagte:

      @ Christian Anders

      Lehrkörper haben aufgrund des Schulzwanges einen zeitlich immensen Einfluß auf Jugendliche. Lehrköprer könnten diesen nicht nur für „fridays for future“ nutzen, sondern den jungen Menschen beim Zugang in eine aufregende Welt Hilfe leisten.

      Gegen digitale Demenz (vgl. Manfred Spitzer) oder verwahrloste Elternhäuser kann ein Lehrer so wenig ausrichten, wie gegen Helikoptereltern – ABER durch individuelle Angebote und Differenzierung entsprechend der Umgebung sind die Möglichkeiten riesig.

      Die Verschwendung von Potential durch unser Schulsystem ist beschämend.
      Ich behaupte das, weil ich selbst als gewerblicher Ausbilder auf Zeit per crash Kurs die Bandbreite vom Schulversager bis duales Studium Ingenieur derselben Gruppe in zB. Maschinenprogrammierung zu schulen hatte.

      Gute Literatur hilft binnen 60 Minuten Hirne zu aktivieren, was sich die Betroffenen selbst nicht zugetraut hätten. Geschichten, die binnen weniger Sätze in ihren Bann ziehen muss der Lehrer natürlich kennen, wie die übrigen Sachen – die Neugier und Freude wecken, jenseits des Spießermainstream eben auch. …

      Versorgungs- und pensionsgeile Lehrkräfte in der x-ten Familiengeneration sind keine Lösung für die Bewältigung der Probleme einer multikulturellen Gesellschaft.
      Diese Gruppe wählt gut und gern grün, lebt kinderlos in Innenstadtaltbauten, macht Studienreisen und zählt sich zur intellektuellen Elite des Landes….

      Je später die einzelnen auf der Strecke gebliebenen aufwachen, desto teurer für die finanzierende Gesellschaft.

      Verantwortlich mache ich natürlich die Bildungspolitik, die es zulässt, dass Analphabeten aus der Schule ins Prekariat entlassen werden (vgl. bezahlter Sektor, Heinsohn). Die Klagen von Universitätslehrkörpern über die mangelnde Hochschulreife ihrer Studenten sind ebenso bekannt, wie die Versuche mit Einstiegskursen die Mathematiklücken behelfsmäßig zu schließen – in Bayern!

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        Christian Anders sagte:

        @Alexander

        Vielleicht bin auch ich nicht ganz so fit im sinnerfassenden Lesen. Wo knüpft Ihr Kommentar jetzt inhaltlich an meinen an?

        Zitat:
        „Gute Literatur hilft binnen 60 Minuten Hirne zu aktivieren, was sich die Betroffenen selbst nicht zugetraut hätten.“

        Das ist als Antwort auf mangelnde Lesekompetenz nicht zielführend. Wen man mit Literatur kriegen kann, der hat bereits vorher eine wichtige Fähigkeit, deren Fehlen ich bemängele.

        Zitat:
        „Geschichten, die binnen weniger Sätze in ihren Bann ziehen muss der Lehrer natürlich kennen, wie die übrigen Sachen – die Neugier und Freude wecken, jenseits des Spießermainstream eben auch. …“

        Wenn Sie wüssten, was Lehrer alles kennen und wollen, aber nicht dürfen. Da hat man bei Nachschulungen deutlich mehr Freiheiten. Wie übrigens auch den Luxus, Blockunterricht machen zu können, statt längere Themen über Stundenhäppchen mehrere Wochen strecken zu müssen.

        Zitat:
        „Versorgungs- und pensionsgeile Lehrkräfte in der x-ten Familiengeneration sind keine Lösung für die Bewältigung der Probleme einer multikulturellen Gesellschaft.“

        Ach, deshalb vermisse ich die Anknüpfung an meinen Kommentar. Es geht um ihre Meinung. Dieses ist an dieser Stelle nicht deckungsgleich mit meiner.

        Zitat:
        „Verantwortlich mache ich natürlich die Bildungspolitik, […]“

        An dieser aber.

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        Thomas M. sagte:

        @Hr. Anders: Ich weiß nicht, wie lange Sie schon im Beruf sind. Haben Sie oder Kollegen den Eindruck, dass die Schüler sich heute schwerer als früher konzentrieren können?

        Hintergrund meiner Frage: Die digitalen Medien i.w.S. funktionieren sehr stark über Aufmerksamkeitslenkung. Noch vor 2-3 Jahrzehnten war die Umwelt im Vergleich zu heute recht reizarm (geringes Angebot an Unterhaltungskanälen / Serien/Filmen, kein Social Media, keine Smartphones, nicht ständig online). Wie sie schon schreiben: Das „Gehirn“ musste sich selber was suchen und sich damit beschäftigen…

        Meine Vermutung wäre, dass Schwächen im sinnerfassenden Lesen womöglich auch „nur“ ein Symptom sind und sich hierin Defizite im Arbeitsgedächtnis und der willkürlichen Aufmerksamkeit (in Abgrenzung zur unwillkürlich geweckte) zeigen.

        Ist das ein Thema unter Lehrern?

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        @Thomas M

        Ich bin kein Lehrer, aber dennoch mit gewissem Ehrgeiz in der Lehre unterwegs (dem Ehrgeiz, dass Studenten hinterher klüger sind und mehr können als vorher).
        Deutlich länger bin ich in ehrenamtlicher Vereinsarbeit – auch mit Kindern und Jugendlichen dabei. Mit Schulen und Lehrern habe ich darüber regelmäßig Kontakt.

        Mein persönlicher Eindruck, deckungsgleich zu allem, was ich aus Schulen mitbekomme: Ja, es fällt deutlich mehr Kindern und Jugendlichen als früher deutlich schwerer, sich zu konzentrieren. Nun ist Konzentration aber auch nur Mittel zum Zweck: Dem Zweck nämlich, irgendeinem Plan, irgendeinem Ziel zu folgen. Optimalerweise einem selbst gewählten.

        Die Kinder kommen wegen dem allverfügbaren Zugang zu sozialen Plattformen aber kaum noch in die Situationen, in denen ihr Gehirn zu dem angeregt wird, was der Nobelpreisträger Kahnemann „langsames Denken“ nennt. Das braucht man aber, um seinen Handlungen eine Zielsetzung zuzuweisen. Ohne eine solche werden auch intelligente Menschen nur zu Abarbeitern von Unterpunkten fremder Pläne. Und als solche können sie keine der in der Lehre berühmten „Transferleistungen“ erbringen, also erlernte Techniken auf unbekannte Probleme anzuwenden, in sowas ist man mit zu wenig eigenen Plänen nämlich nicht geübt genug.

        Das bayerische Matheabi war ein Paradebeispiel dafür. Mathematisch sicherlich im Bereich von dem, was von einem Abiturienten erwartet werden kann. Aber mehr als früher in Bayern musste über Rezeption eines Textes verstanden und dann in Mathematik umgeformt werden. Und schon war bei vielen vorbei.

        Und das Grundproblem ist nicht der Unterricht, auch wenn dieser sicherlich reformbedürftig ist. Es fängt in den Familien an, die Eltern sind mit der digitalen Welt nämlich auch oft einfach überfordert und denken, wenn man den Kids möglichst früh Smartphone, Tablet und PC zur Verfügung stellt, bekommen die genau diese Überforderung nicht und werden mal alle Programmierer (überspitzt gesagt).

        Dazu, inwieweit das Thema bei Lehrern ist: Es ist DAS Thema. Schulen verbieten mehr und mehr die Smartphonenutzung innerhalb der gesamten Schulzeit. Sonst geht gar nichts mehr.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Christian Anders, Thomas M.

        Hier die Auffassungen eines renommierten Hirnforschers, der das sich ändernde Lernverhalten von jungen Menschen erklärt:

        https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/hirnforscher-wolf-singer-ueber-lesen-und-digitalisierung-15833090-p3.html?printPagedArticle=true – pageIndex_2

        Wenn die Digitalisierung einen letztlich PRÄGENDEN Einfluss auf das Textverständnis und davon abgeleitet die Sinnerfassung von Aussagen hat, dann wird man sich fragen müssen, wie WEIT die Bildungspolitik verantwortlich sein kann für die Befähigung zum Lernen.

        Ich will damit keinesfalls ihre Verantwortlichkeit verneinen und ganz sicher müssen weit mehr Anstrengungen als bisher unternommen werden, die Bildungspolitik zu verbessern.

        Mir geht es lediglich um den Verweis darauf, dass der technisch-zivilisatorische Trend dies offensichtlich sehr erschwert.

      • Avatar
        Alexander sagte:

        @Christian Anders

        Sie relativieren auf allgemein bewährte Weise, als ob sie nicht verstünden wo ich anknüpfe – wegen Sinnerfassung …

        An den Haupt- (Neusprech) Mittelschulen ist der Alltag so tief von Kindern mit Migrationshintergrund dominiert, dass Lehrer aus Lehrerdynastien schon allein aufgrund ihrer Sozialisation in beamteter Sicherheit, Durchsetzungsprobleme haben. Das Interesse an den Kindern sinkt „meist“ proportional zur Zahl der Dienstjahre…der Nähe zur Berufsunfähigkeit oder „burn out“ Kuren.

        Genau an solchen Brennpunktschulen testen die Pisa Auditoren dann Texterfassung mit Hilfe von Medikamentenbeipackzetteln. Das Ergebnis passt allerliebst ins Bild der allwissenden Bertelsmannstudien u. Co.

        > Wie übrigens auch den Luxus, Blockunterricht machen zu können
        Relativistische Realsatire, wenn der Ausbilder -1- Thema für 8 Schulstunden und 5 Tage die Woche hat. Schulabbrecher müssen dann 40 Wochenschulstunden vor dem Bildschirm sitzen und unnatürlich viele Programmierübungen machen, incl. reichlich Berechnungen. Abwechslung bietet nur der Probelauf im Span, wo Vorzeichenfehler 300.000 € Maschinen in unter 1 Sekunde zu Schrott verwandeln.
        In so einen Kurs wünsche ich Sie, damit sie den Luxus spüren, wenn Störer mit ihrem Handy Furztöne generieren…einzige administrative Macht, das Wort „bitte“.

        Aus Not habe ich Türken mit schrägen Texten versorgt…. was die alles lesen können, wenn sie nur wollen…solche Experimente waren nicht erlaubt, nicht erwünscht und sollten den guten Leuten „nur Ruhe“ verschaffen…es hat nicht nur gewirkt, es sind sogar Freundschaften entstanden…

        Dort, wo sich in unserem Staat die Verlierer sammeln, stellt der Staat übrigens niemanden fest an, es herrscht „competition for loosers“. Deshalb betteln die Betreuer der refugees seit 2015 auch nur um eine -unbefristete- Stelle…

        Solche Ausflüge ins Bildungssystem haben meine Perspektive bereichert. Mir ist klar, dass die Kinder zwischen den Bildungs- und Familienexperimenten der Politik den Kürzeren ziehen und wir keine Reserven für zusätzliche Versuche mehr haben. Parallel sinken die Leistungen der Studierenden, vielleicht gerade damit begründet, dass ALLE ihr Glück an den Hochschulen versuchen müssen um dem Lohndruck von unten zu enfliehen…

        Die einzige Sorge die bleibt ist der „fridays for future“ Blödsinn, so verdirbt man Kinderköpfe und gauckelt Fürsorge.

        Aber wir verstehen uns nicht, denn es ist meine „Meinung“…. ja, ein Kommentar eben.

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        Thomas M. sagte:

        @Hr. Tischer: Ein runder Artikel zu dem Thema, auch wenn die Wissenschaft zu vielem noch nichts sagen kann. Vielleicht wird sie das auch irgendwann gar nicht mehr können, wenn die Kontrollgruppe, die ohne Smartphone aufgewachsen ist, fehlt oder zu alt geworden ist…

        Gibt es überhaupt noch Kinder ohne Smartphone?

        Moment… hier ist schon die Antwort :)

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1106/umfrage/handybesitz-bei-jugendlichen-nach-altersgruppen/

        Wow!

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      Michael Stöcker sagte:

      @ Christian Anders

      „Jetzt kommen wir zur Ursachensuche und hier schließt sich der Kreis zu Textverständnis und Rechtschreibfähigkeiten. Die Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen ist schlecht(er geworden) und ohne Erfassen des Sinns eines Textes kein Zugang zur Logik der in ihm geschilderten Sachzusammenhänge.“

      Ich teile Ihre Einschätzung in Gänze. Wir hatten gestern Notenkonferenz (FOS Sachsen). @ Alexander: Anteil Migranten etc. 0,00 %.

      Im Fach Deutsch dominierte als Note die 4 und 5, während in Mathematik die Note 6 einen Anteil von über 70 % hatte. Ursache: Die Matheaufgaben waren ein wenig anders formuliert als in den Vorjahren. Selbst Schüler mit der Vornote 2 und 3 hatten die Note 5 oder 6. Wie Sie richtig festgestellt haben: c) geht noch am besten, wird aber am wenigsten benötigt.

      Vielen Dank noch für Ihre Einschätzung zu Dr. Wolfs Thesen.

      LG Michael Stöcker

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        Alexander sagte:

        @ Michael Stöcker

        “ –> @ Alexander: Anteil Migranten etc. 0,00 %.“

        Deutlich habe ich von Haupt- u. Mittelschulen geschrieben, deren Schüler erst nach erfolgreicher Lehre den Anlauf an einer FOS unternehmen dürfen. Ohne die Migrationswellen der BRD seit den 1960er Jahren ist Sachsen ein repräsentatives Bundesland? – für den Westen absolut nicht.

        Für alle Deutschen herrscht gefühlt Abi-Zwang, weil man mit normaler Ausbildung beim Vermögenspreiswettlauf automatisch zu den Loosern gehört. Natürlich finden sich viele auf weiterführenden Schulen, die dort nichts verloren haben. Das Aussieben ist verpönnt, der Elternwille überwiegt Fähigkeit…so die Lehre der progressiven Linken.

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        Alexander sagte:

        @ Michael Stöcker – Nachtrag:

        > Anteil Migranten etc. 0,00 %.
        > Im Fach Deutsch dominierte als Note die 4 und 5, während in Mathematik die Note 6 einen Anteil von über 70 % hatte.

        Wenn es deutschsprachigen Lehrern nicht gelingt 100% muttersprachlich deutschsprachige Schüler nach „oben “ zu reißen, auf einer weiterführenden Schule (!) – dann haben die Lehrer zu 100% versagt.

        Später macht man sich über diese Schüler lustig, erklärt sie für unfähig und überhaupt ist die Welt ungerecht. Dafür projeziert man alle Wünsche in Vorstellungen, die weder durch den Ausnahmemigranten, noch durch Reformen zu erreichen wären. Das Verhalten ist beispielhaft für unsere aktuelle linke, grüne akademische Elite – ohne Kontakt zur Realität.

        „Wer auf andre Leute wirken will, der muß erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“
        (Kurt Tucholsky)

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    Dietmar Tischer sagte:

    Für den Niedergang des Bildungswesens gibt es sicher mehrere Gründe.

    Hier einige interessante Informationen zu SCHULABBRECHERN, die lediglich ein Ausschnitt des Bildungswesens beleuchten, aber keinen unwesentlichen:

    https://www.ndr.de/themenwoche/gerechtigkeit/Schulabgaenger-ohne-Abschluss,schulabgaenger108.html

    Demnach waren in den Jahren 2006 bis 2009 mehr Schüler mit deutscher Staatsangehörigkeit sowie Schüler ohne dt. Staatsangehörigkeit Schulabbrecher als in den Jahren 2014 bis 2016.

    Demnach wäre das Bildungswesen zumindest mit Bezug auf die Schulabbrecher besser geworden.

    Interessant auch, dass es eine Schere zwischen Ost und West gibt mit deutlich mehr Abbrechern im Osten.

    Bemerkenswert ist auch, dass in allen Bundesländern die Zahl der männlichen Schulabbrecher größer ist als die der weiblichen.

    Unabhängig von solchen Erwägungen biete ich folgende These an:

    In einer Gesellschaft mit vergleichsweise hohem Wohlstandsniveau ist für zu viele das Preisleistungsverhältnis beim Lernen nicht attraktiv genug, um Bildungsziele zu erreichen.

    Heißt:

    Zu große Lernanstrengungen für zu geringen Wohlstandsertrag.

    In Japan, Südkorea, China und anderen Ländern ist das offensichtlich anders.

    Da weiß man, warum es sich lohnt, zu lernen.

    Aber wir schaffen das:

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bildungsstudie-zahl-der-schueler-ohne-abschluss-steigt-a-1155907.html

    Daraus:

    „Entscheidend neben der Schulpolitik und der wirtschaftlich-sozialen Struktur vor Ort sei der politische Wille, sagte Neher (Caritas-Präsident, D. T.). „Ein Miteinander von Politik, Schule, Jugendamt, Arbeitsamt, Wohlfahrtspflege und Wirtschaft kann dazu führen, dass mehr Jugendliche einen Abschluss schaffen.“ Schulsozialarbeit, frühe Förderung und Beratung, Berufsorientierung und Elternarbeit könnten „entscheidend dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche ihren Hauptschulabschluss schaffen“.

    Die Leute für Schulsozialarbeit etc. haben wir bereits ausgebildet.

    Wenn wir mehr davon brauchen, bilden wir mehr davon aus.

    Das fördert ganz sicher den Wohlstand : – )

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    Jochen Römisch sagte:

    @Markus: Wie Sie den Umstand nennen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung bestimmter Länder nur rudimentäre Bildung genießt und kaum des Lesens und Schreibens in der Muttersprache mächtig ist, spielt aber leider im Ergebnis keine Rolle: Die statistischen Evidenzen sprechen eine ganz klare Sprache: Ein sehr, sehr großer Teil solcher Migranten wird in Europa zeitlebens auf Sozialtransfers angewiesen sein.(https://www.bazonline.ch/schweiz/standard/aus-asylanten-werden-sozialhilfefaelle/story/19937027)
    Man kann grundsätzlich darüber streiten, zu welchen Teilen angeborene Anlagen, Sozialisation und Bildung in Kindheit und Jugend zur Intelligenz und Arbeitsleistung im Erwachsenenalter beitragen.
    Wer sich mit Gehirnforschung (siehe auch Prof. Manfred Spitzer) beschäftigt, weiß aber, dass sich im Alter von 16 Jahren aufwärts kaum noch aufholen lässt, was vorher „versäumt“ wurde.
    Übrigens müssten Sie einmal eine Umfrage unter männlichen muslimischen Migranten machen, welche Intelligenz sie den Frauen zutrauen…

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    Markus sagte:

    „Niedrigintelligenzländern“ was für ein menschenverachtender Begriff, den ich obendrein sachlich für völlig falsch ansehe. In der gleichen Weise hat man früher Frauen weniger Intelligenz zugebilligt. Und nun schneiden sie beim Abitur regelmäßig besser ab. Von „Niedrigbildung“ könnte man vielleicht sprechen, bedingt durch Armut und Sozialisation.

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      Hansjörg Pfister sagte:

      @Markus, ich möchte Sie auf einen logischen Fehler hinweisen, der heute nahezu „state of the art“ ist. Sie antworten auf ein argumentum ad rem von Thomas mit einem argumentum ad moralem. Das sind jedoch verschiedene Ebenen. Das argumentum ad rem hat seinen Ursprung im Verstand bzw. in der Vernunft. Das argumentum ad moralem hat seinen Ursprung entweder in einem Gefühl (moralisches Gefühl) oder in der Tradition (die guten Sitten). Das darf man nicht vermischen, da kommt nur Blödsinn raus. Sie hätten Thomas Behauptung mit Sachargumenten angreifen sollen.

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        Markus sagte:

        @HP, ich möchte Sie auf einen logischen Fehler hinweisen, der heute nahezu „state of the art“ ist. Sie haben meinen Beitrag nicht zuende gelesen oder vorschnell geurteilt. Intelligenz != Bildung. Wenn Sie einen chinesischen Text nicht verstehen, würde ich daraus nicht schließen, dass Sie nicht intelligent sind, sondern nur, dass Sie in der chinesischen Sprache und Schrift unGEBILDET sind. Ebenso, wenn Sie als Physiker einen Artikel über Biochemie nicht verstehen.

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    Daniel Haase sagte:

    Wer auf den Bildungsföderalismus nicht gut zu sprechen ist, macht meines Erachtens den großen Fehler anzunehmen, dass Zentralismus das Niveau erhöht. Das Gegenteil wird der Fall sein, weil dann auch der kleine Rest von Wettbewerb zwischen den Bildungs-Bürokraten der Länder verschwindet, der immerhin dafür sorgt, dass sich bessere Politik auch in besseren Vergleichswerten niederschlägt (auf die man z.B. in Bayern oder Sachsen stolz sein kann) und dass sich schlechte Politik aufgrund der Vergleichsmöglichkeiten nicht vollkommen verstecken kann. Zentralismus ist einfach immer nur die Abschaffung des Wettbewerbs zwischen unterschiedlichen Bürokraten. Nicht weniger, sondern mehr Förderalismus/Wettbewerb/Vergleichsmöglichkeiten sollte das Motto lauten — nicht nur bei der deutschen Bildungspolitik, auch in der EU („Vereinheitlichung“ von Steuersätzen vs. Wettbewerb) bzw. in Währungsfragen („Gemeinschaftswährung Euro“ statt Wettbewerb zwischen den Notenbanken/Finanzministern) … im Zweifel für mehr Wettbewerb/Förderalismus/Subsidarität etc.

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      Alexander sagte:

      @ Daniel Haase

      Wer ohne Opposition regiert und wo alle Parteien miteinander koalitionsfähig sein wollen – „grün+schwarz“ – braucht sich über mangelnden Wettbewerb nicht zu wundern.

      Selbstverständlich übertrumpfen sich befristete Lehramts-Pädagogen und ihre vorgesetzten Beamten beim Abnicken + Durchwinken + Beklatschen von Reformen, an deren Wirkung nur noch Humanoiden glauben. Karriere oder Festanstellung haben eben ihren Preis und die Kunden (Kinder) bemerken es viel zu spät.

      Das einzige was mich am würzigen Vortrag von Josef Kraus zur „Bildungsnation an der Wand“ stört ist seine Gefallsucht und der Umstand, dass er seine Kritik erst nach Pensionierung scharf werden lässt. https://youtu.be/kHA6VtA5fsw

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @René:

      Das halte ich für eine unhaltbare Verschwörungstheorie. Der Bildungswille ist eine Sache, die in jeder Familie weitgehend unabhängig entschieden wird. Und dass die Kirche über den Zugang zu Bildung entscheidet, dürfte bei uns schon seit mindestens 150 Jahre veraltet sein. Denen fehlt es ja selbst inzwischen brutal an Bildung und an Nachwuchs, wenn man mal überlegt, welche vergleichsweise herausragenden intellektuellen Köpfe die Jesuiten und andere in früheren Jahrhunderten angezogen haben.

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    Horst sagte:

    Evtl. besteht eine Korrelation zwischen sinkenden Unternehmenssteuern und einem niedergehenden Bildungswesen:

    http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52650/unternehmenssteuern

    Dass nunmehr daher die Unternehmen selbst einen Teil der Ausbildung (Deutsch-, Mathematik-Audits etc. wie im Kommentar erwähnt) übernehmen/anbieten müssen, ist daher nicht nur die zwangsläufige Konsequenz, sondern auch folgerichtig.

    Antworten
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    Thomas M. sagte:

    „Die Politik müsse daher „schnell viel mehr in Bildung investieren“.“

    Muss sie das wirklich? Das ist eine dieser scheinbar logischen Forderungen. Nur mal als Gegengedanken: Die 40+-Generation, die sich heute über die mangelnde Bildung beschwert (und es anscheinend besser gelernt hat, wenn sie die Fehler der jungen Kollegen korrigieren muss) hat ohne digitalen Klassenraum gelernt. Nur mit oft gebrauchten Büchern und Papier. Anscheinend reichte das auch aus, um Rechtschreibung und Mathe zu lernen und die Intelligenz zu steigern…

    (Auf einem anderen Blatt stehen natürlich evtl. ausfallende Stunden oder überfüllte Klassenräume.)

    Ohnehin ein komplexes Thema. Für das Lernen / Gedächtnis spielt z.B. auch eine Rolle, ob man Dinge tippt oder handschriftlich schreibt. Hier mal was auf die Schnelle: https://redbooth.com/blog/handwriting-and-memory

    Modern (papierlos, Schreiben nach Gehör) ist halt nicht automatisch besser.

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      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @Thomas W.:

      Muss sie m.E. überhaupt nicht. Warum soll sie mehr investieren? Das Problem liegt im Bildungswillen der Politiker, der Wähler und damit vor allem der Eltern der Schüler. Wenn der nicht ausreichend da ist, können Sie investieren was Sie wollen. Und der geht nun mal zurück.

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        Christian Hu sagte:

        @Susanne:

        grundsätzlich kann natürlich jeder mit entsprechendem Willen viel lernen. Natürlich hilft es auch, wenn die Politik es möglichst einfach macht, dies zu tun.

        Es lernt sich einfach leichter mit vernünftigen, zeitgemäßen Lehrmitteln, einem gesunden Lehrer/Schüler-Verhältnis und gut ausgebildeten Lehrern, die auch entsprechenden Druck ausüben können und dürfen.

        In den USA durfte ich vor weit über einem Jahrzehnt an einer völlig verlotterten High School lernen und war froh, danach wieder ins Kleinstadtgymnasium gehen zu dürfen. Natürlich hätte ich dort mit entsprechendem Willen positiv hervorstechen können, aber als Schüler sind die meisten doch eher froh, wenn sie wie alle Anderen sind.

      • Avatar
        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Christian Hu:

        Vielen Dank für Ihre Antwort, aber das hätten Sie jetzt m.E. schon erläutern müssen. Warum ist die High School verlottert? Es gibt zwei Möglichkeiten:

        1. Der Sachaufwandsträger lässt es baulich verlottern. D.h., es regnet durchs Dach, die Heizung fällt aus, die Fenster schließen nicht mehr richtig und der Putz fällt von der Wand.

        oder

        2. Die Schüler verunstalten alles mit Graffiti, Kaugummi, sonstigem Müll. Vandalismus führt zu Beschädigungen etc.

        Im ersten Fall können Sie mit staatlichen Investitionen was reißen, im zweiten sieht es ratzfatz wieder genauso aus. Dann können sie es auch bleiben lassen.

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      Christian Hu sagte:

      Ähnliche Trends sehe ich auch bei unseren Bewerbern. Zwar gibt es noch genügend brauchbare, aber der Stellenwert von korrekter Rechtschreibung und Kopfrechnen hat spürbar abgenommen.

      Für den späteren Job sind diese Dinge nicht wichtig, da Excel die Berechnung vornimmt und die Italiener im Corporate English immer noch den kleinsten gemeinsamen Nenner sehr tief halten. Mit dem Computer umgehen können dann doch noch alle, und das ist für diese Rollen heute wichtiger.

      Spannend fänd ich eine Aussage zu den nicht-Mathe-Fächern, welche sich nicht so gut messen lassen, aber in der heutigen Zeit digitaler Transformation immer wichtiger werden. Kennt dazu jemand etwas?

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        Richard Ott sagte:

        „Für den späteren Job sind diese Dinge nicht wichtig, da Excel die Berechnung vornimmt und die Italiener im Corporate English immer noch den kleinsten gemeinsamen Nenner sehr tief halten. Mit dem Computer umgehen können dann doch noch alle, und das ist für diese Rollen heute wichtiger.“

        Ha! Glauben Sie wirklich, dass Leute, die mit Kopfrechnen überfordert sind, fehlerfrei Berechnungen mit Excel vornehmen können? Allerhöchstens auf vollautomatisiertem „Ich-drück-das-Knöpfchen-und-das-Makro-macht-den-ganzen-Rest“-Niveau, sobald die selbst eine Formel schreiben müssen, scheitern die kläglich. Oder sie machen so einen gravierenden Fehler im Syntax der Formel dass totaler Blödsinn herauskommt, was dann aber mangels Kopfrechen-Fähigkeiten unbemerkt bleibt.

      • Avatar
        Christian Hu sagte:

        @Hrn. Ott:

        das kriegen die schon noch hin.

        Ich würde sie auch immer darum bitten, Excel zu verwenden, um Rechenfehler zu vermeiden und sehe nicht, warum man zwingend im Kopf rechnen muss oder per Hand schreiben, wenn man vorm Laptop sitzt.

        Und ja, die analytischen Rollen können natürlich auch Makros schreiben (bzw. richtige Programmiersprachen verwenden)

      • Avatar
        ruby sagte:

        Christian, aber es sollte gelernt werden, daß das Newtonsche Näherungsverfahren bei der Zinssatzberechnung nur bei entsprechenden Kurvenverläufen eindeutige Lösungen liefert.
        Gerade jetzt, wo Notenbanken mit Negativzins Kapitalwerte schrumpfen lassen. Als nächstes denken die sich noch Negatives also Dekapitalwerte bzw. Hinzugebungswerte jensets der Unendlichkeit für EU Vertragsartikel aus.

    • Avatar
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @stendlu:

      Warum sagt das alles? lch sage zwar auch immer noch „Studenten“ statt „Studierende“, aber nach Wikipedia hat wohl schon die Jenaer Burschenschaft von 1815 den Ausdruck „Studierende“ in ihrer Satzung verwendet, von den Nazis gar nicht zu reden. Daher wäre für mein Sprachgefühl „Studenten“ das modernere Wort, aber wer´s braucht…

      Ob „Student“, „Studierender“ oder sonst was – wenn fachliche Schwächen bei dem genannten Personenkreis vorliegen, ist die Bezeichnung m.E. auch schon egal.

      Antworten
  10. Avatar
    Richard Ott sagte:

    bto: „da kann man als Schüler dann gerne gegen ‚zu schwere Matheprüfungen‘ und gegen den Klimawandel protestieren.“

    Wenn die Schüler die Matheprüfungen (oder auch nur die 7. Klasse…) gleich im ersten Anlauf bestehen, dann haben sie gar nichts mehr zum Schwänzen. Was sollen die denn dann freitags machen? ;)

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