Wie die Politik unseren Sozialstaat ruiniert

Man kann so titeln: „Knapp jedes siebte Kind lebt von Hartz IV“ oder so: „Deutsche Kinder brauchen seltener Hartz IV“.

Klar, die zweite Überschrift ist besser, weil sie die richtige Nachricht weitergibt. Zunächst aus dem Beitrag bei der WiWo (Schande mit dem Titel!):

  • Knapp jedes siebte Kind unter 18 Jahren in Deutschland war im vergangenen Jahr auf Hartz IV angewiesen. Noch vor fünf Jahren war es lediglich knapp jedes achte Kind. (…) Noch höher ist die Quote bei den unter Dreijährigen: Von ihnen lebte im Juni 2017 jedes sechste Kind in einer Familie, die Grundsicherung bezog mit ebenfalls leicht steigender Tendenz (…).“ bto: Das ist doch furchtbar!
  • Insgesamt lebten im Juni vergangenen Jahres 2,052 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Familien, die wegen Jobverlusts oder zu geringen Lohns auf Hartz IV angewiesen waren. Dies sind 5,2 Prozent mehr als im Juni 2016 und sogar 166 560 oder 8 Prozent mehr als vor fünf Jahren.“ bto: was für eine traurige Entwicklung!

Doch dann kommt es (endlich!), wenn auch nicht im Titel:

  • Eine große Rolle spiele hierbei die wachsende Zahl von Flüchtlingen (…) Nach Bundesagentur-Angaben lebten Mitte vergangenen Jahres 583.600 Kinder und Jugendliche in ausländischen Familien, die Hartz IV bezogen. Im Vergleich zum Juni 2016 entspricht dies einem sprunghaften Anstieg von 41,1 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2012 verdoppelte sich die Zahl der auf Hartz IV angewiesenen ausländischen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sogar fast. Am stärksten fiel der Anstieg zwischen 2016 und 2017 aus, als die Folgen des 2015er und 2016er Flüchtlingszustrom bei den Jobcentern sichtbar wurden. So hat erhöhte sich beispielsweise die Zahl der unter 18-Jährigen, aus Syrien stammenden Hartz-IV-Bezieher zwischen Juni 2013 und Juni 2017 von 7659 auf 205.200. Die entsprechende Zahl junger Afghanen vervierfachte sich in der Zeit auf 37.061.“ bto: So ist es eben. Eine Folge der ungesteuerten Zuwanderung in das Sozialsystem MUSS sein, dass es mehr Sozialempfänger gibt. 
  • „(…) die Zahl der auf Hartz IV angewiesenen inländischen Kinder in den vergangenen Jahren beständig zurückgegangen (…).“ bto: aha.

Nun wissen wir aus früheren Studien, dass diese Zuwanderer eine besonders schlechte Prognose haben, überhaupt jemals Geld einzuzahlen. Siehe meinen Beitrag dazu: → Wer sind die Armen in Deutschland?

Da auch folgende Erkenntnis: Die kulturelle Nähe oder Distanz spielt eine entscheidende Rolle. Je größer diese Distanz der Zugewanderten oder deren Nachkommen zur Mehrheitsgesellschaft ist, desto größer sind im Schnitt auch deren Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. ‚In allen europäischen Ländern liegen muslimische Immigranten bei fast allen Merkmalen der Integration hinter allen anderen Einwanderergruppen. Das gilt für den Arbeitsmarkt, aber auch für Bildungsergebnisse, für interethnische Kontakte, also solche mit der heimischen Bevölkerung, und die Identifikation mit dem Wohnland.“

Nun könnte man meinen, dass die Politik daraus lernt und die Zuwanderung begrenzt oder aber zumindest die Zuwanderung in Harz IV (so meine naive Meinung). Doch das Gegenteil ist der Fall! Da schlägt Innenminister Seehofer (natürlich nur wegen der Wahlen in Bayern) vor, den Familiennachzug nur jenen zu gestatten, die selber Geld verdienen (was noch lange nicht bedeutet, dass sie sich mit Vollkosten tragen!) und nicht jenen, die Harz IV beziehen, schon gibt es einen Sturm der Entrüstung. Beispielhaft das Interview mit Hilde Mattheis von der SPD im Deutschlandfunk. Wer das hört/liest, dem wird klar, wieso wir dieses Land vor die Wand fahren:

  • „(…) Integration muss fußen auch auf der Möglichkeit, Familiennachzug nachkommen zu lassen, um einfach die Integration auch in diesem Land zu befördern. Und wir wissen, dass Menschen, die hier bei uns Schutz gesucht haben und Angst um ihre Familien haben weiterhin, dass die natürlich da nicht vollumfänglich im Prinzip befähigt sind, diese Integration zu leisten.“ bto: Aha, Integration geht nur, wenn alle auf Kosten der deutschen Beitragszahler zusammen in einer Wohnung hocken.
  • „Und ich glaube, es muss einfach an der Stelle allen Beteiligten klar sein, dass viele Menschen, die eben im Hartz-4-Bezug sind, das heißt, nicht auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten, denen dieser Weg des Familiennachzugs versperrt ist.“ bto: und zwar zu Recht!
  • „(…) es geht darum, wie wir diese Gesellschaft gestalten wollen und wie wir das Leben der Menschen in dieser Gesellschaft gestalten wollen. Und da glaube ich, ist es etwas, was auch einen weltoffenen Ansatz bedeutet und auch einen Ansatz bedeutet, wo man aus humanitären Gründen tatsächlich hier Menschen auch Schutz bietet, die bei uns Schutz suchen. Und da geht es darum, nicht nur die Genfer Flüchtlingskonvention, sondern auch zu zeigen, wir haben Verantwortung in dieser Welt, und keine Closed-Shop-Veranstaltung daraus zu machen. Das ist ein prinzipiell anderes Herangehen an politische Lösungen.“ bto: Wo bitte, ist da eine politische Lösung. Lasst sie alle kommen, ist doch keine Lösung.
  • „(…) wir bieten eine alternative Herangehensweise an die Gestaltung dieser Gesellschaft. Da geht es um Verteilungsgerechtigkeit, da geht es um eine offene Gesellschaft, da geht es darum, zu gestalten und nicht abzuschotten.“  bto: Genau, „wir sind ja so ein reiches Land“, sagt sie zwar nicht, denkt sie aber.
  • „(…) wir wollen eine Gesellschaft, in der jeder und jede wertgeschätzt wird. (…) es geht nicht ausschließlich darum, eine Flüchtlingspolitik zu gestalten, sondern es geht darum, die Gesellschaft als Ganzes zu gestalten und zu sagen, hier in dieser Gesellschaft – diese Gesellschaft ist eine, die im Prinzip auch die Umverteilung von oben nach unten gewährleistet und nicht diese Spaltung der Gesellschaft in massive, zunehmende Armut und eine Konzentration des Reichtums befürwortet.“  bto: Klar, alle Lösung liegt in der Umverteilung, damit kann man sich jeden Blödsinn leisten!

Da haben wir es: Weil wir Arme einwandern lassen in die Sozialsysteme, haben wir mehr Arme! Und deshalb müssen wir mehr umverteilen und noch mehr Arme ins Land lassen. Irre.

wiwo.de: „Knapp jedes siebte Kind lebt von Hartz IV“, 4. April 2018

faz.net: „Deutsche Kinder brauchen seltener Hartz IV“, 4. April 2018

deutschlandfunk.de: „‚Mit Menschenleben macht man keinen Wahlkampf in Bayern‘“, 5. April 2018

40 Kommentare
  1. foxxly sagte:

    für den sozial-abbau gibt es hauptsächlich zwei gründe:
    -wachstumszwang und gewinngenerierung. im sozialbereich ist sehr viel geld/substanz vorhanden, – bzw. wird darin umgesetzt. in diesen großen topf will sich die industrie bzw. das kapital bereichern um selbst weiter zu wachsen.
    -eu. im rahmen der angleichung der unterschiede in der eu findet eine zunehmende belastung unserer sozialsysteme statt. ( wie Rettungspackete; – Schuldenvergemeindschaftung etc.)

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  2. Fala sagte:

    Sehr geehrte Herr Dr. Stelter,
    ich stimme Ihnen in der Sache absolut zu.
    Für mich stellt sich aber folgendes generelleres Problem:
    In Deutschland liegt die Geburtenrate bei 1,4. Dies hat zur Folge, dass sich die Bevölkerung alle 2 Generationen halbiert!!!! (je 100 Männer und Frauen = 140 Kinder; je 70 Männer und Frauen = 98 Kinder). Es gibt Hochrechnungen (auf in einem Chat bei bto bereits hingewiesen wurde), dass in 2050 nur noch 40 Mio. indigene Deutsche leben! (M.E. hat die deutsche Familienpolitik der letzten Jahrzehnte total versagt).
    Für mich stellen sich folgende Fragen:
    1. Hält dies ein kapitalistisches Wirtschaftssystem überhaupt aus?
    2. Welche Auswirkungen hat ein derartiger Rückgang der Bevölkerung auf Staat, Infrastruktur usw.?
    3. Müssen wir vor diesem Hintergrund nicht massiv sinnvolle Zuwanderung fördern, diese versuchen im Sinne Deutschlands zu steuern (wer zuwandert, welche Anforderungen an Bildung und Sozialisierung gestellt werden) und die Zuwanderer dann auch zu integrieren (sofortige Deutschkurse, Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt) und aber auch nicht integrierbare Zuwanderer konsequent wieder zurückweisen?
    LG Fala

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    • working poor sagte:

      Die aktuelle Migrationspolitik mit dem lässig verwalteten Asylrecht als Türöffner für jedermann macht Deutschland im Grunde unattraktiv für jene qualifizierten und gut ausgebildeten Zuwanderer, deren das Land bedarf.

      Letztlich ist Deutschland ein Hochsteuerland und jenseits von Nahrungsmitteln ist vieles anderswo ähnlich teuer bzw. preiswerter.

      Nicht ohne Grund wandern viele Rentner aus, beispielsweise in frühere Ostblockstaaten oder nach Thailand. Spanien ist inzwischen fast zu teuer.

      Wer ein Arbeitsleben lang das Durchschnittsentgelt (aktuell ca. TEUR 38,0 p.a.) verdient, erhält später eine Rente knapp über Sozialhilfeniveau:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittsentgelt

      Leistung lohnt sich hier nicht mehr, übrigens auch für Kapitalbesitzer: bis 1998 Aktiengewinne nach einem halben Jahr steuerfrei, bis 2008 ein Jahr Spekulationsfrist, seither voll steuerpflichtig.

      Natürlich ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu früher niedrig, aber ein vollbeschäftigtes Armenhaus ist bestimmt kein Sehnsuchtsort?

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    • Johannes sagte:

      @ Fala: Das Thema Zuwanderung ist/wird auf diesem Blog sehr differenziert behandelt. Kurz gefasst: Qualifizierte Zuwanderung werden benötigt und für diese gibt es auch einen „Weg“: die blue card – siehe hier:

      http://www.bluecard-eu.de/blaue-karte-eu-deutschland/

      Menschen, die subsidären Schutz vor z.B. Krieg suchen, sind keine „Zuwanderer“ sondern Menschen, denen für eine bestimmte Zeit Schutz vor Kriegsfolgen gewährt wird. Sobald der Krieg im Heimatland beendent ist oder es sicherer Zonen gibt, müssen diese Menschen in ihre Heimatland zurück kehren. Dafür klar zu unterscheiden, sind Asylberechtigte, nach dem Asylgesetz.

      Derzeit wird seitens der Politik zugelassen, dass das Asylgesetz missbräuchlich für Zuwanderung „genutzt“ wird. Das ist fatal, denn so können wir in Deutschland (oder in anderen EU-Ländern) nicht darüber bestimmen, welche „Zuwanderer“ (bzw. ihre Qualifikation) für die aufnehmende Gesellschaft erforderlich sind.

      In Deutschlanf bestimmt zunehmend die Automation die Produktitivtät und hierfür werden z.B. Fachkräfte benötigt. Ungelernte oder Lernunwillige Mensche werden von den Sozialsystemen nur in sehr begrentzer Weise auf Dauer versorgt werden können.

      Möchte ein „Zuwanderer“ in Deutschland leben und arbeiten, so hat auch er die Möglichkeit, sich per blue card darum zu bemühen.

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    • wir schaffen uns sagte:

      Und warum ist die Geburtenrate in Deutschland niedrig?

      Weil im Rahmen der wirtschaftlichen Verhältnisse hier eine Hausfrauenehe oder -partnerschaft kaum noch möglich ist.

      Außer man legt es darauf an, vom Sozialamt zu leben und dies mit vielen Kindern entsprechend zu optimieren, so wie es viele der Zuwanderer tun (was für diese so auch wirtschaftlich vernünftig ist).

      Der Fehler hier liegt am Staat, der Fremde entsprechend unterstützt, so daß diese über Kontinente, Meere und viele Staaten ohne Papiere ins gelobte Merkelland finden.

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    • Zebulon sagte:

      Vielleicht sollte man statt Zuwanderung zu fördern, die einheimischen Familien mal födern oder besser, massive Steuerentlastungen pro Kind anbieten, oder besser gleich beides. Wir haben in unserem Land zwar generell stabile Konsumentenpreise zum Beispiel bei Lebensmittel oder Elektronik-Tinnef, das wird aber wieder überkompensiert durch explodierende Mieten und Energiepreise. Durch Kinder treigt der Bedarf an zusätzlicher Wohnfläche. Dazu kommt, das man wenn umziehen muss, das zukünftige Mietobjekt in €/qm erheblich teurer wird als die vorherige Bestandswohnung. Ähnliches haben wir bei den Löhnen, das hat von den Herren in den sozialen Planungsetagen keiner auf dem Radar. Jede Veränderung wird für eine ‚Standardfamilie‘ so zu einem finanziellen Bankrottrisiko, es sei denn sie gehören zu der ‚gepamperten‘ Gesellschaftsschicht mit hohen Bestandsvermögen. Jetzt könnte man zu Recht einwenden, dass unserem Planeten eine gesteuerte Bevölkerungsreduktion gut tun würde. Dazu passt allerdings diese ungesteuerte Zuwanderung überhaupt nicht. Außerdem übt sie zusätzlich gewaltigen Druck auf Löhne, Mieten und Immobilienpreise aus. Man darf nicht vergessen, das Deutschland zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt überhaupt gehört. Wenn sie mich fragen, sollte man HartzIV abschaffen und ein BGE einführen, aber nur für Einhaimische. Dann kann das aufgeblähte Sozialsystem zu 90% verschwinden und die kreativen Kräfte der jetzt, in einer Art Gefängnissystem gehaltenen Bevölkerung, kann sich wieder entfalten. Dann setzen die gerne von alleine wieder Kinder in die Welt und man braucht keine Massenzuwanderung.

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    • Libertus Wohleben sagte:

      Hallo Fala,

      ich stimme zu, dass Deutsche Familienpolitik, wie auch viele andere Politikfelder, geradezu ein wunderbares Beispiel dafür ist, dass zentralistische Planung nicht funktioniert. Anstatt den Bürgern immer mehr von Ihrem Vermögen und Einkommen für allerlei staatliche Programme wegzunehmen, hätte man lieber auf Eigenverantwortung und Selbständigkeit setzen sollen. Dann könnten sich Familien auch das Kinderkriegen und sogar nur einen Verdiener leisten.

      Zu Ihren Fragen:
      1. Die Frage ist eher, ob ein sozialistisches System und insbesondere die mit ihm in Symbiose lebenden Eliten dies aushalten. Ein kapitalistisches System kann ich auch bei genauerem Nachforschen in Deutschland nirgends finden. Das sozialistische System hingegen kann nur durch aufrecht erhalten werden, solange eine unter Kontrolle gebrachte Bürgerschaft Wirtschaftswachstum generiert, das dann in die Sozialsysteme umverteilt wird. Wenn das aufhört, dann brechen die Sozialsysteme zusammen und die Eliten werden zum teufel gejagt.
      2. Sinkende Nachfrage nach Infrastruktur reduziert den Investitionsbedarf. Die Macht des Staates sinkt, was zu begrüßen ist. Die Nachfrage nach und damit der Preis von Immobilien sinkt. Die Industrie investiert in zunehmende Automatisierung. Es wird generell das Heer der Arbeitslosen kleiner. Die Belastung der Umwelt nimmt ab. Soziale Spannungen durch Ballung auf kleinem Raum nehmen ab. Um nur einige positive Effekte einer sinkenden Bevölkerung zu nennen.
      3. Gegen eine qualifizierte Zuwanderung von Menschen, die für sich selbst sorgen und sogar die Wohlfahrt eines Landes erhöhen, ist nichts einzuwenden. Für Menschen, die hier leben und arbeiten wollen, braucht es auch keine stattlichen Integrationsmaßnahmen. Das geschieht bei guter Absicht ganz von alleine. Es wird niemand daran gehindert Deutsch zu lernen oder sich mit der hiesigen Kultur auseinanderzusetzen. Es wenig eigene Motivation reicht schon.
      Vorschlag: Jeder Bürger kann gerne Einwanderer einladen, muss aber für diese bürgen. Wenn sie der Gesellschaft durch Inanspruchnahme der Sozialsysteme zur Last fallen, wird der Bürge zur Verantwortung gezogen und darf den Schaden begleichen. Bei Strafdelikten wird die Einladung widerrufen und der Bürge kommt für den Schaden auf.

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    • Skeptiker sagte:

      Was nutzt Zuwanderung in die Arbeitslosigkeit, weil unausgebildet oder weil arbeitsunwillig.
      Wie viele der vietnamesischen Flüchtlinge aus den 80er Jahren leben von Hatz 4 Arbeit und wie viele der islamischen Zuwanderer (auch schon vor längerer Zeit zugewandert) leben von Harz 4.
      Wenn Zuwanderung, dann von bevölkerungsgruppen, die bekanntermaßen arbeiten wollen.
      Außerdem ist überall zu lesen, dass die zunehmende Digitalisierung viele Arbeitsplätze kosten wird (im Bereich der hoch- wie der niederqualifizierten).
      Brauchen wir also überhaupt so viel Zuwanderung?
      Oder will die Industrie nur billigere Arbeitssklaven??
      .
      Und wer soll die zugewanderten Harz 4 Empfänger durchfüttern, wenn die Deutschen so wenige werden??
      arbeitslos

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    • Kairo sagte:

      Ein, zwei ergänzende Infos:
      Die Rate anerkannter Asylbewerber in 2017 erreichte 0,6 %.
      Norwegen scheint trotz seiner 8, 9 Millionen Einwohner nicht unbedingt in Trübsal zu verharren. Auch die Bevölkerungsdichte ist weitaus geringer, was aber anscheinend auch niemanden stört?
      Was ist so zwingend an dem Kontrukt, dass eine bestimmte Bevölkerungsstärke erhalten bleiben muss? Das exorbitante Bevölkerungswachstum der letzten 200 Jahre beruht vor allem auf der stark verringerten Mortalität. Nur die Länder, die zum Ausgleich einen starken Rückgang bei ihrer Fertilität verzeichnen, gehören zu den wohlhabenden – wenn man mal die Sonderfaktoren wie extremen Bodenschätzereichtum ausklammert.

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  3. SB sagte:

    Zu Hilde Mattheis von der SPD: Was haben sie (wer?) mit diesen Leuten nur gemacht? Sind die schon mit einem Jeder-muss-wertgeschätzt-offene-Gesellschaft-Umverteilungs-wir-müssen-die Gesellschaft-gerecht-gestalten-Gendefekt auf die Welt gekommen, oder ist das eine Geisteskrankheit? Wobei man sich fragen muss, wo da noch der Geist sein soll, der erkrankt sein könnte. Man kann dieses internationalsozialistische Geschwurbele nicht mehr hören und nicht mehr ertragen. Zumal es von Leuten kommt, die in ihrem Dasein nichtsnütziger nicht sein könnten. Realitätsferne und -Verweigerung ist für Leute wie Hilde Mattheis DAS Lebensmotto, das sie sich nur leisten können, da sie selbst nur parasitär auf Kosten des Steuerzahlers leben.

    bto: „Wer das hört/liest, dem wird klar, wieso wir dieses Land vor die Wand fahren:“

    Nicht „Wir“, sondern DIE!

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  4. markus sagte:

    In einer überschuldeten Gesellschaft muss die Umverteilung von unten nach oben umgekehrt werden. Allerdings gibt es nicht nur ein „oben“. Meine Wahrnehmung ist, dass die 4. bis 9. Dezentile die Umverteilung zur 1. und 2. Dezentile schultert während die 10. Dezentile aus der Verantwortung entlassen ist stattdessen fröhlich von Immobilienpreissteigerungen und allgemein Assetpreissteigerungen profitiert. Diese Klientel ist dann auch von den Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Bildungssystem, Wohnungsmarkt nicht betroffen bzw. profitiert sogar davon. Ein weiteres Problem ist, dass bei der „Reichendefinition“ eigentlich nur das Einkommen jedoch nicht das Vermögen berücksichtigt wird.

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  5. Nonkonformist sagt sagte:

    nein Herr/Frau Fala wir brauchen keine Invasionen durch fremde Völker die Frage müsste meines Erachtens heißen oder lauten warum um Gottes – Namen machen sich alle Migranten auf einmal ins gelobte Land Germany . Diese Bananenrepublik BRVD ist eine NGO und wir genannt Deutsch !!!!! was eine Sprache ist nicht das Sozialamt auf der Welt. Zuerst müsssen die Interessen und Sorgen für uns und unsere Landsleute geklärt werden. Wer gibt uns denn in der Welt umsonst ohne Berechtigung und Leistungen Geld , Haus , Wohnung , Essen , Trinken usw. umsonst . Bitte um Aufklärung und Benennung wo ich umsonst irgendwo Leben kann auf Kosten der Allgemeinheit in Saus und Braus bitte um Auskunft. Als Patriot sage ich ihnen zuerst kommt unser Volk dann von mir aus die Sinnflut kommen . Bin kein Gutmensch sondern nur kein Schlafschaf aber nicht auf meine Kosten von mir und meiner Familie. Nach mir und uns frägt auch kein Schwein !!!!!!!!!!!

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  6. Johannes sagte:

    Diese Entwicklung geschah mit Ansage. Und auch die künftige Entwicklung bei diesem Thema geschieht mit Ansage. Die Tatsache, dass Langzeitarbeitslose und erst kürzlich „Eingewanderte“ incl. ihrer Familie dieselbe Sozial-Leistung erhalten (wobei hierbei Menschen muslimischen Glaubens zwischenzeitlich vereinzelt besser gestellt wurden; siehe den bekannten Fall aus dem Kreis Pinneberg) lässt m.E. bereits in naher Zukunft heftigste (Verteilungs)Debatten erwarten.

    Die Politik der nach wie vor offenen Grenzen Deutschland und die in dieser Folge ablaufenden illegale Einwanderung in die Sozialsystem werden dereinst für heftigste soziale und gesellschaftliche Verwerfungen sorgen. Und auch das wird mit Ansage geschehen: Leistungskürzungen werden die schon länger hier Lebenden klaglos hinnehmen; die eher temperamentvolleren nicht so länger hier Lebenden sicher nicht.

    Unser noch funktionierendes Sozialsystem war bislang der Garant für den sozialen Frieden in Deutschland. Dieser Garant erodiert zunehmend und die Politk schaut tatenlos zu.

    Wer seinen Unwillen über diese Entwicklung kundtun möchte hat hier Gelegenheit dazu:

    https://www.erklaerung2018.de/mitmachen.html

    Und keine (berechtigte) Sorge, die Unterschriften werden nicht veröffentlich, sondern lediglich dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages bekannt gegeben.

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    • SB sagte:

      @Johannes:

      „Unser noch funktionierendes Sozialsystem war bislang der Garant für den sozialen Frieden in Deutschland. Dieser Garant erodiert zunehmend und die Politk schaut tatenlos zu.“

      Die Politik schaut nicht tatenlos zu. Sie führt diese Zustände absichtlich herbei. Dazu Frau Mattheis: „es geht darum, die Gesellschaft als Ganzes zu gestalten und zu sagen, hier in dieser Gesellschaft – diese Gesellschaft ist eine, die im Prinzip auch die Umverteilung von oben nach unten gewährleistet…“ und: „wir haben Verantwortung in dieser Welt, und keine Closed-Shop-Veranstaltung“.

      Damit ist doch alles gesagt. Nach dieser (linksgrünen) Sichtweise, geht es um gleiche Teilhabe für alle und jeden, egal, ob sie bzw. er etwas zum Gemeinwesen beitragen kann oder will oder nicht. Anders ausgedrückt: Die welche arbeiten, haben „zu gewährleisten“, dass es denen, welche nicht arbeiten, trotzdem gegenleistungslos gut geht. Das nennt sich dann „solidarisch“ und „weltoffen“.

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      • Johannes sagte:

        @ SB: „Die Politik schaut nicht tatenlos zu. Sie führt diese Zustände absichtlich herbei.“

        Ich weiß, was Sie gemeint haben – aber ich würde es so nicht formulieren. Absichtlich herbei führen würde bedeuten, dass – im Falle ihres Beispiels – Frau Mattheis, sich zum Ziel gesetzt hat, dazu beizutragen, unser Sozialsystem bewusst und vorsätzlich zu überlasten. Das sehe ich nicht so. M.E. ist es eher so, dass die kognitive und emphatische Leistungsfähigkeit von Frau Mattheis nicht umfassend genug ist, die fatalen Auswirkungen ihrer Sichtweise auch nur annähernd treffend einzuschätzten.

        Ansonsten bin ich ganz bei Ihnen.

  7. Hansjörg Pfister sagte:

    Es wurde schon viel Richtiges und vielleicht auch weniger Richtiges über diese Art von Hirnpest geschrieben. Meiner Ansicht nach haben wir es mit im Grunde mit einer Identitätskrise zu tun.
    Die Leute, insbesondere unsere „Eliten“, wissen nicht mehr wer sie sind und wer sie sein sollen. Deswegen suchen sie ihre Identität unbewußt bei denen, die noch wissen wer sie sind. Das nennt man dann Multikulti. Nun wissen sie aber ganz genau, wer sie nicht mehr sein wollen: Spießer, Nazis, Bösmenschen und alles was sie irgendwie dafür halten. Aber in dem sie so fanatisch und so total dieses nicht mehr sein wollen, sind sie dem, was sie vorgeblich bekämpfen doch wieder näher, als diejenigen, die sie real bekämpfen. Und ein zweites noch: Nach dem Tode Gottes und dem Untergang der Religion, wollen sie diejenigen sein, über das hinaus nichts Moralischeres gedacht werden kann. Welche Anmaßung! Es gibt nur drei mögliche absolute Prinzipien (das zu beweisen führe hier allerding zu weit), nämlich Gott, Vernunft und Wille. Sie, die „Gutmenschen“, setzen jedoch die Moral als absolutes Prinzip ein. Das ist infantil und selbstverständlich zum Scheitern verurteilt. Nach seinem Gefühl „gut“ sein kann jeder Idiot, das macht es zur Identitätsbildung so attraktiv. Die Frage nach der Identiät ist meiner Ansicht nach für unsere Kultur und unsere Gesellschaft langfristig eine Überlebensfrage.

    Antworten
  8. Ulrich Remmlinger sagte:

    Am 28.3. wurde hier bereits dieser Artikel verlinkt: https://gefira.org/de/2018/03/26/gehoeren-die-deutschen-in-naher-zukunft-noch-zu-deutschland/ wonach im Jahr 2060 der Anteil der indigenen Deutschen auf 40 Mio geschrumpft sein wird. Da ein solcher Rückgang nicht nur D betrifft, sondern in ganz EU stattfinden wird, würde sich die Zahl der KONSUMENTEN in der EU ohne Zuwanderung halbieren. Welches Desaster dies für Handel und Industrie bedeuten würde, kann sich jeder ausmalen. Bei den UN gibt seit 2003 eine Arbeitsgruppe „replacement migration“ Empfehlungen an die Regierungen heraus. Auf den Umgang mit möglichen Widerständen in der Bevölkerung wird hingewiesen. Die Vermischung von Einwanderung und Asyl soll die Widerstände verringern. Die Völker mit großem Geburtenüberschuß aus denen die Migranten kommen können, sind diejenigen in Schwarzafrika und im Islambogen. Schäubles Aussage, daß die Deutschen akzeptieren MÜSSEN, daß der Islam zu D gehört, bekommt dadurch seinen Sinn. Die Zuwanderer werden in erster Linie als KONSUMENTEN gebraucht. Das funktioniert so lange, wie die Restgesellschaft die Migranten alimentiert. Hier wird offensichtlich auf den Einsatz von Robotern und KI in der Arbeitswelt gesetzt, so daß eine geringe Anzahl von produktiven Menschen ausreicht.

    Antworten
  9. Axel sagte:

    Nochmals: Keiner der nach Deutschland kommt, ist von Krieg und Verfolgung betroffen!
    Diejenigen, die wegen Krieg und Verfolgung ihr Heimatland verlassen, sind in dem Moment, in dem sie die türkische Grenze betreten, auf sicheren, friedlichen Terrain und werden nicht mehr verfolgt! Jeder weitere Schritt, der marschiert wird, ist keine Flucht VOR etwas, sondern IN etwas. Nämlich in unserer Sozialsystem, befeuert auch durch abenteuerliche Versprechungen der Schleuser…

    Ansonsten muß man auch nicht alle Aussagen für bahre Münze nehmen. Politiker werden wie Schachfiguren auf bestimmte Posten gesetzt, bzw. werden dazu „verdonnert“, bestimmte Meinungen zu vertreten, um gewisse Zielgruppen abzufischen…

    Ob der Michel aufwacht, wenn es mal irgendwann Verteilungsprobleme geben sollte? Man wird sehen. Nachdem man sich aber für seine eigene humane Grundhaltung jahrelang selbst abgefeiert hat, bleibt abzuwarten, ob der Deutsche sich traut, die Obrigkeit zu kritisieren, da man ja nicht als Verräter seines eigenen Gutmenschentums dastehen möchte. Dann mal lieber die Faust in der Tasche machen und sich in abendländischen Werten suhlend „unvermeidlichen historischen Entwicklungen“ unterwerfen…

    Antworten
  10. Wolfgang Selig sagte:

    Der Artikel ist ein schönes Beispiel für die politische Ausrichtung der Wirtschaftswoche. Es gab mal einen qualifizierten Chefredakteur namens Roland Tichy (heute lesbar unter https://www.tichyseinblick.de/). Dieser wurde abgesetzt zugunsten einer Chefredakteurin und sogar inzwischen aufgestiegenen Herausgeberin Miriam Meckel, die nicht unbedingt durch volkswirtschaftliche Analysen, aber durch politische Korrektheit aufgefallen ist. Noch Fragen, Euer Ehren?

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  11. Dietmar Tischer sagte:

    Was ist das Problem?

    Das Problem ist, dass es zu viele Menschen und vor allem zu viele Politiker wie Frau H. Mattheis gibt, die nichts von Ökonomie verstehen bzw. verstehen wollen.

    Jedem, der sehen will, muss klar sein, dass wir allein schon aufgrund der nicht umkehrbaren demografischen Entwicklung kontinuierlich auf sich extrem zuspitzende Verteilungskonflikte zulaufen.

    Verantwortliche Politik müsste alles tun, um den Sozialstaat DAFÜR so stark wie möglich zu machen.

    Es geschieht nicht.

    Die FOLGE wird sein, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft in der Zukunft nicht mehr zu gewährleisten ist.

    Antworten
  12. Daniel sagte:

    Deutschland hat gleichermaßen eine Verantwortung nach innen und nach außen.

    Auch der hilfsbereiteste Mensch muss dafür sorgen, dass er isst, trinkt, Krankheiten auskuriert, zur Ruhe kommen kann oder sich etwas gönnt. Anderenfalls kann er zukünftig keine Hilfe mehr leisten.

    Diese innere Verantwortung nimmt Deutschland nach meiner Auffassung derzeit nicht im ausreichenden Maße dar. Wir haben 8 Mio. Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, 0,9 Mio. Obdachlose, 1,5 Mio. Menschen bei der Tafel, jeder fünfte ist arm oder von Armut bedroht, hohe Steigerungsraten bei Krankheiten wie Burnout usw. Diese Probleme sollten die gleiche Priorität haben, wie unsere Außenverantwortung.

    Unsere Außenverantwortung nehmen wir derzeit zwar stärker wahr als die innere, jedoch gehen wir mit ihr falsch um. Was nützt es, wenn wir unser Demographieproblem dadurch lösen, dass wir anderen eines schaffen? Warum beachten wir bei unserer Hilfe keine ökonomischen Gesetze – warum haben wir beispielsweise 2015 die UNO-Flüchtlingshilfe nicht unterstützt? Warum überfordern wir viele Menschen (z.B. Lehrer) mit einer unüberlegten Einwanderungspolitik? Warum machen wir uns keine ausreichenden Gedanken, ob unser soziales Netz diese Entwicklung durchstehen kann?

    Ich sehe insgesamt auch keine Entwicklung hin zu Multikulti, sondern habe eher den Eindruck, dass die Grenzen der Kulturen immer mehr verwischt werden. Am Ende der Entwicklung steht dann vermutlich der entwurzelte Mensch.

    Antworten
    • Dietmar Tischer sagte:

      @ Daniel

      >Diese innere Verantwortung nimmt Deutschland …sollten die gleiche Priorität haben, wie unsere Außenverantwortung.>

      Kommt ihr nicht die gleiche Priorität zu?

      Wir haben einen im internationalen Vergleich gesehen geradezu vorbildlichen Sozialstaat.

      Ihm liegt zugrunde, dass wir

      a) eine extrem anspruchsvolle Wertschöpfung haben, zu der eine ansehnliche Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Gründen nicht genug beitragen können, um auskömmlich zu leben.

      und

      b) die Wertschöpfung hinreichend gut vergütet wird, speziell was die heißbegehrten deutschen Exporte betrifft, um uns diesen Sozialstaat, d. h. die Umverteilung leisten zu können.

      Demnach liegt das Versagen nicht darin, dass der inneren Verantwortung keine Priorität gegenüber der äußeren eingeräumt wird.

      Es liegt vielmehr vor allem im DEFEZIT interner GESTALTUNG, nämlich in

      a) nicht hinreichenden Anstrengungen, die hohe Wertschöpfung zukunftssicher zu machen.

      und

      b) die Überforderung des Sozialstaats zuzulassen, u. a., aber nicht nur durch eine verfehlte Zuwanderungspolitik

      Antworten
      • Daniel sagte:

        @Dietmar Tischer

        „Wir haben einen im internationalen Vergleich gesehen geradezu vorbildlichen Sozialstaat.“

        Was das Umverteilen von Geld betrifft, so würde ich dem zustimmen. Sollte die Latte allerdings so niedrig liegen, dass wir lediglich sagen können: „Bei uns verhungert niemand.“?

        Die nackten Zahlen (ich hatte ja einige genannt) sind erschreckend. Wenn das ein vorbildlicher Sozialstaat ist, dann sollte die Hölle ein ziemlich gemütlicher Ort sein. Oder verhungert man dort?

        Was die Zukunft des sozialen Netzes betrifft, so sieht es derzeit nicht danach aus, dass dieses so dicht bleiben wird, wie es derzeit ist. (Ihre beiden Punkte 2a und 2b)

      • Dietmar Tischer sagte:

        @ Daniel

        >Sollte die Latte allerdings so niedrig liegen, dass wir lediglich sagen können: „Bei uns verhungert niemand.“?>

        Sie sollte nicht so niedrig liegen und sie liegt auch nicht so niedrig.

        Denn unser Sozialstaat verteilt nicht nur an diejenigen, die von Existenznot bedroht oder arm sind.

        Da wird u. a. auch an Familien und Rentner umverteilt, die derartige Zuwendungen nicht bräuchten.

        Man kann über Ausprägungen des Sozialstaats diskutieren, aber nicht darüber, dass er nicht vorbildlich ist, zumindest seiner Gesamtleistung nach.

        Auch dann ist natürlich kaum jemand, der ihn in Anspruch nehmen MUSS, in einer gemütlichen Situation.

  13. SB sagte:

    Und so wird illegale Zuwanderung in Spanien gehandhabt:
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/spanien-wie-das-land-immigranten-abschreckt/

    Wenn das die deutsche Journaille wüsste… Dann würden sie bestimmt über Spanien genauso herfallen, wie sie das über Ungarn auch permanent tut. Aber da müssen wir keine Sorge haben. Sie will es gar nicht wissen, aber jedenfalls nicht die Umvolkungs- und Umverteilungsopfer (= zu melkenden Bürger) darüber informieren. Deutschland ist ja so was von „solidarisch“ und „weltoffen“. Da darf kein anderer Staat drüberstehen.

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  14. Christian Maler sagte:

    Ich verfolge diesen Blog schon recht lange und es wird immer wieder auf verschiedene Langezeitperspektiven für Deutschland hingewiesen. Diese basieren im Wesentlichen auf der Verschuldungsproblematik im Eurorahmen, dem Wirtschaftswachstumsproblem (Demographie und Produktivität), sinkende Bildung und Innovation, sowie der parasitären (geschichts-politisch nicht korrekt aber dennoch zutreffend) Migration (-spolitik). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rahmenbedingungen, die Deutschland bietet, in der Zukunft ehr düster sind. Immer wieder wurde hier auch angeführt, dass eine der besten privaten Präventionen eine gute (internationale Ausbildung) sowie eine grundsätzlich internationale Ausrichtung ist, wenn schon nicht für einen selber (z.B. aufgrund des Alters), dann doch wenigstens für seine Kinder. Ich persönlich finde mich immer mehr mit dem Gedanken ab, dass Deutschland als Fail-State enden wird (in 30 Jahren ± 10 Jahre).
    Mit dieser Anerkennung der düsteren Zukunft stellt sich doch aber die Frage, wohin die „unproduktiveren und schwer integrierbaren“ Bevölkerungsgruppen dann ziehen, wenn Deutschland nicht mehr für ihre Lebensunterhalt aufkommen kann?

    Inzwischen finde ich solche Kommentare wie von Hilde Mattheis richtig gut und hoffe das diese Problematik noch etwas weitergehen wird, bestärken es mich doch, in meinem aktuellen internationalen Studium in England Vollgas zu geben (ein bisschen Ironie zum Schluss). Meine Uni zählt gemäß einiger Rankings zu den weltweit führenden in Bezug auf internationale Studenten (fast 50% Asiaten, die meisten von den richtig gut). Keiner meiner Bekannten hat auch nur im Ansatz Deutschland als potenzieller Arbeitgeber auf dem Schirm. Und auch für mich wird Deutschland immer unwahrscheinlicher, was mich vermutlich auch zu einem Migranten machen wird.

    Vielleicht noch eine Bitte an alle hier im Forum: Machen Sie bitte weiter so. Dieses Forum ist noch eine der wenigen Lichtblicke, was Diskussionskultur angeht, auch wenn es ab und zu den ein oder anderen Disput gibt.

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    • Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Maler: Schön, dass auch ein offensichtlich jüngerer Mensch sich mit vollem Namen an der Diskussion beteiligt. Sie hatten die Frage gestellt, wohin die unproduktiveren und schwer integrierbaren Bevölkerungsgruppen ziehen, wenn Deutschland nicht mehr für ihren Lebensunterhalt aufkommen kann? Dazu habe ich natürlich auch keine Glaskugel, aber wenn Sie als Beispiel Länder nehmen, die hier in der Entwicklung schon weiter fortgeschritten sind (z.B. diverse Landesteile der USA mit überwiegend nur spanischsprechenden Migranten), dann würde ich schlussfolgern, dass sie hierbleiben, sich aber auf bestimmte Städte bzw. Stadtteile sowie auf bestimmte Branchen spezialisieren bzw. konzentrieren. Es wäre wohl politisch unrealistisch zu glauben, dass ein anderer Staat auf der Welt mit einem gewissen Wohlfahrtsniveau auf einmal dann für diese Gruppe seine Grenzen weit öffnet und diese Gruppen bzw. ihre Nachkommen zu einem großen Teil weiterziehen. Als „Fail-State“ würde ich die Perspektive Deutschlands damit noch nicht bezeichnen. Es wird aber wohl „no-go-areas“ für Alteingessene geben und einen auf US-Niveau abgespeckten Sozialstaat. Die Parteienlandschaft dürfte eine deutliche Verschiebung in den Parlamenten in Richtung Patriotismus (hoffentlich nicht Extremismus) erfahren und bei Themen wie der Gesundheitsversorgung, Pflege, Infrastruktur und ähnliches werden wir uns an ein niedrigeres Niveau gewöhnt haben, sofern wir nicht privat heftig aufzahlen.

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      • Christian Maler sagte:

        Sehr geehrter Herr Selig,

        ganz so jung bin ich leider auch nicht mehr (Mitte 30). Das Studium dient als Aufbaustudium und ein stückweit auch als Versicherung, um für das Ausland etwas attraktiver zu werden.

        Ihrer Vermutung bezüglich zukünftiger Lebensbedingungen in Deutschland kann ich durchaus etwas abgewinnen. Allerdings sehe ich den Punkt bezüglich einer Parlamentsverschiebung in Richtung Patriotismus noch etwas skeptisch. Ich hatte zur letzten Bundestagswahl eigentlich schon erwartet, dass eine Partei mit islamischer Ausrichtung antretten wird und einen nicht ganz von der Hand zuweisenden Prozentsatz der Wählerstimmen erhalten wird. Ich denke früher oder später wird es dazu kommen. Vermutlich wird eine solche Partei keine Regierungsbeteilugung haben, aber ein deutlicher Einfluss kann erwartet werden.

      • HN sagte:

        Sie unterschätzen den Anspruch des Islam. Wenn der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung 25%+-10% (aktuell schätzt man 7%, es gibt keine offiziellen Statistiken) erreicht hat, wird alles übernommen. Diese kritische Masse trifft auf entstrukturierte, verweichlichte Deutsche, völlig unfähig sich zu verteidigen. Mit separierten Gebieten wird sich der Islam nicht zufrieden geben.
        Die einzige Hoffnung könnte dann sein, daß die osteuropäischen Länder einen islamischen Staat an ihrer Westgrenze nicht dulden und eingreifen (so von dem US-Geostrategen George Friedman skizziert).

        Lesen Sie das großartige Buch von Michael Kleine-Hartlage – „Das Dschihadsystem: Wie der Islam funktioniert“, es ist wirklich erhellend, die Wirkmechanismen des Islam zu verstehen.

      • Wolfgang Selig sagte:

        @HN: Mit Ihrer Aussage, ich unterschätze den Islam, mögen Sie recht haben; ich bin hier wahrlich kein Fachmann. Andererseits denke ich, dass die Ihrer Ansicht nach „entstrukturierten“ und „verweichlichten“ Deutschen durchaus ihre Meinung ändern können, wenn der Arbeitsmarkt kippt. Die aktuelle Niedrigzinspolitik ist wie Baldrian für die nichtsparende Masse. Das muss nicht so bleiben und dann bin ich gespannt, wie die Stimmungslage sich entwickeln wird. Auf jeden Fall aber vielen Dank für den Buchtipp!

  15. Tobias Tretter sagte:

    Den Blog lese ich wegen den guten wirtschaftlichen Analysen. Hier scheinen Sie mir und insbesondere etliche Kommentartoren allerdings über das Ziel hinaus geschossen zu sein, weil Internationale Abschottungspolitik (trotz Öffnungen werden weitaus mehr Migranten ferngehalten) philosophisch wohl kaum zu rechtfertigen ist. Dass sich Deutsche das Recht rausnehmen, zu bestimmen wer in Deutschland leben darf kommt einem aristokratischen Geburtsrecht gleich – und froh bin ich, dass alte Adelsgeschlechter nicht mehr diesselben Rechte haben wie früher. Per Geburt hatten damals die Adeligen andere Rechte, als eben einfache Bauern und Bürger. Und heute haben Deutsche wohl mehr Rechte als z.B. Syrer. Ob die Gesellschaftsumbrüche zur Veränderung des Adelsgeschlechts wirtschaftlich gut waren, erachte ich in der Tat als nachrangig. Auch das die Adeligen damals mit dem Umbruch unzufrieden waren, weil es in der Tat eine Umverteilung war – hier (und so auch bei dem unserem deutschen Erbe) war das Vermögen schließlich nicht durch Eigenleistung errungen. Ohne Sonderrechte für Adelige leben wir gerechter – und keiner trauert den alten Zeiten nach. Und so bin ich der Meinung dass auch heute nicht gefragt werden sollte OB die Zuwanderung wirtschaftlich sinnvoll ist, sondern WIE sie gemeistert werden kann. Wenn wir die Frage so stellen, wird es gerechter (denn alle Menschen sind gleich; bzw. welche Rechte würde man einem Syrer/Deutschen jeweils geben, wenn man John Rawls Schleier des Nichtwissens annehmen würde). Und der Umgang mit Migration wird durch die Frage des WIEs ansteles des OBs sicherlich konstruktiver.
    Mit anderen Worten: ob wir italienische STaatsschulden finanzieren, darf wirtschaftlich diskutiert werden. Wie die wirtschaftlichen Herausforderungen der Migration gemeistert werden, sicherlich auch. Doch wer sich fragt ob Migration aus wirtschaftlichen Gründen sein sollte, verwendet leider nur nachrangig gültige Gründe.

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