Vier Charts zum Tage

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Die Geldpolitik ist aggressiv. Soweit, so klar. Dabei nutzt sie nicht so sehr der Realwirtschaft oder dient der Überwindung der Krise, sie hält das System am Laufen und freut vor allem die Finanzmärkte. Alles bekannt, dennoch dachte ich mir, ich zeige einfach vier Charts, die ich in den letzten Tagen bei Zero Hedge gesehen habe. Die Ursprungsquellen sind die Deutsche Bank, Bank of America etc.

Zunächst die Erinnerung, dass die Notenbanken aggressiv sind und bleiben:


Quelle: Zero Hedge

Dies führt zu steigenden Aktienkursen:

Quelle: Zero Hedge

Was sich auch daran zeigt, dass die Marktkapitalisierung relativ zum BIP nahe dem Rekord steht …

Quelle: Zero Hedge

und Assetpreise insgesamt deutlich zu hoch sind:

Quelle: Zero Hedge

Kann es noch weitergehen? Na klar. Und wie. Doch nicht ewig. Die Bank of America geht in der Studie, aus der Zero Hedge zitiert, davon aus, dass die Fed am Ende wegen dieser Blase handeln muss. Warten wir es ab.

 zerohedge.com: „BofA: The QE Monster Only Ends When The Wall Street Bubble Finally Shocks The Fed“, 2. Juni 2017

3 Kommentare
  1. Alexander says:

    Die Unternehmen, welche an der asset bubble am meisten wachsen, bestimmen zugleich die neuen Maßstäbe für Erfolg und Misserfolg (new economy vs. old economy)? Deren Führungskräfte formulieren als neue Elite die Ansprüche für kommendes Wachstum, Qualifikation und Innovation? Die asset price bubble wertet Wertschöpfungsketten ab und gibt sie an asiatische Regionen ab?

    BG
    Alexander

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  2. Dietmar Tischer says:

    Es kann nicht sein, dass z. B. die Marktkapitalisierung der Unternehmen, ob in USA oder anderswo, auf DAUER stärker zunimmt als das Bruttosozialprodukt.

    Da das Bruttosozialprodukt nirgendwo dramatisch steigen wird, muss die Marktkapitalisierung letztlich stagnieren oder sogar abnehmen.

    Mit Verweis auf die BofA nennt ZeroHedge drei Auslöser, die dafür sorgen könnten: Kreditklemme in China, politische Situation in Italien, straffere Geldpolitik des Fed bei lohninduzierter Inflation in USA.

    Bemerkenswert ist, dass diese Auslöser auf unterschiedlichen Kontinenten liegen, auf unterschiedliche Problemszenarien verweisen und dass sie direkt nichts miteinander zu tun haben.

    Es ist auch nicht schlüssig zu antizipieren, wie sich die einzelnen Problemszenarien entwickeln.

    Beispiel USA/Fed:

    Bei nahezu Vollbeschäftigung scheint lohninduzierte Inflation zwar unausweichlich sein, ist aber nicht zwingend, wenn der Trend zu geringer bezahlten Jobs in den Dienstleistungsbranchen und damit abnehmender Lohnsumme die Verschuldung der Privathaushalte wachsen lässt, was bei zu hohem Niveau wiederum die Nachfrage bremst und damit die Beschäftigung sowie den Inflationsdruck durch die Löhne mindert.

    Ich sage nicht, dass dies die Entwicklung in USA sein wird.

    Wir können einfach nicht sagen, wie sich was entwickeln wird.

    Eines scheint allerdings sicher zu sein:

    Die UNSICHERHEIT nimmt zu.

    Das ist zwar keine grandiose Erkenntnis, aber eine in höchstem Maß beunruhigende.

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