Schulden treiben Vermögen: Beispiel Schweden

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Nachdem Thomas Piketty mit seinem Buch im vorletzten Jahr für großes Aufsehen und entsprechende Auflage gesorgt hat, ziehen nun andere nach. Da wird mit Daten vor Umverteilung eine zunehmende Ungleichheit bedauert, natürlich ohne zu erwähnen, dass die Aufnahme von einer Million Flüchtlingen definitionsgemäß zu einer noch größeren Ungleichheit führt. Die darf dann wiederum bedauert werden.

Was mich jedoch an dieser Diskussion mit Blick auf die Vermögen am meisten stört, ist, dass die Wirkung des Leverage-Effektes auf die Vermögenspreise völlig ausgeblendet wird. Wie ich in meinem Buch „Die Schulden im 21. Jahrhundert“ zeige, ist hier jedoch einer der wesentlichen Gründe für den Anstieg der Vermögen und der Ungleichheit zu sehen. Dies zu kritisieren, ist natürlich weniger populär, als nach Umverteilung zu schreien.

Wie Schulden wirken, kann man sehr schön in Schweden beobachten. Billiges Geld treibt Vermögenspreise und damit den Konsum und die Wirtschaft. Dies treibt dann auch die Vermögenswerte wieder an. Konnte man in Spanien und Irland bis 2008 beobachten, in Australien noch und eben auch in Schweden:

 

 

Nicht schlecht! Seit 2012 ging es nochmals richtig nach oben, parallel zum Rückgang der Zinsen.

Zero Hedge berichtet von einer Warnung von Moody’s: „Moody’s believes that the Riksbank will find it difficult to achieve its objective of significantly pushing up consumer price inflation in a deflationary global environment, while the sustained and strong growth in mortgage lending and house prices risks leading to an (ultimately unsustainable) asset bubble. Das gilt natürlich für alle Notenbanken. Deflation ausgelöst durch zu viele Schulden kann Geldpolitik nicht so einfach überwinden.

Die Schweiz und Dänemark sieht Moody’s als nicht so gefährdet an. Dort würden die Notenbanken mit anderen Instrumenten der Blasenbildung entgegentreten.

Zero Hedge: „‚Sweden Most At Risk Of Asset Bubble‘ Moody’s Warns, After Taking A Look At Swedish House Prices“, 16. März 2016

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