Robert Habeck: Habt keine Angst

Robert Habeck hat es sich nicht nehmen lassen, in einem Gastbeitrag im Economist auf die Geschichte vom kranken Mann Europas zu reagieren. Zunächst hätte ich natürlich erwartet, dass er kritisiert, dass das Magazin einen Mann auf das Cover gehoben hat. Doch darauf hat er verzichtet, vielleicht, weil es, wenn es um etwas Schlechtes geht, doch ein Mann sein soll oder muss? Egal.

Kommen wir zu Habecks Replik:

  • Germany is once again being talked about as the sick man of Europe. Whilst The Economist—with the courtesy of the British—appended a question mark, some Germans are in full Angst mode, shouting it in capital letters with exclamation marks. This doesn’t match reality, and the wailing doesn’t solve anything. A closer look suggests the economy isn’t sick—just slightly off form. There’s no question that Germany is facing structural challenges: the return of geopolitics and geoeconomics, the transition to climate neutrality, demographic change, and a skills shortage. On top of this there are home-made problems, particularly my country’s ability to tie itself up in red tape. And as an exporting nation, we are especially badly hit when supply chains are disrupted and growth in China softens.“ – bto: Also: Es liegt zunächst mal am Umfeld, dafür können wir ja nichts. Dann ist da die Demografie, da können wir auch nichts dafür. Okay, es gibt viel Bürokratie, (und ich – Habeck – bin dagegen, mache es aber selbst immer schlimmer, siehe meine Gesetze…) aber es ist nur ein kleines Leistungstief.
  • At the same time, the German economy retains a host of strengths. The group of mid-sized manufacturers collectively known as the Mittelstand is innovative and its many ‚hidden champions‘ are quiet market leaders. A broad-based industrial sector makes for productive value chains. Our social-market economy maintains its traditions of employer-union co-operation and a powerful welfare state. And sustainable public finances permit the state plenty of options to step in as required.“ – bto: Ja. Der Mittelstand ist eine Stärke, aber der Anteil der Industrie schrumpft bereits seit 2017. Die Tatsache, dass wir diese starken Firmen haben, ist Ausfluss der Politik von vor 20 oder 30 Jahren, kein Beweis für heute. Die Staatsfinanzen sind mit Blick auf die Alterung alles, aber nicht nachhaltig und der Sozialstaat führt zu einer enormen Abgabenbelastung. Worin hier jetzt der Vorteil für die Wirtschaft liegt?
  • But what my country did allow itself was a long phase of self-satisfaction, in which we assumed that globalisation would keep delivering to our benefit, and in which we relied on cheap Russian gas—a mistake for which we’ve been paying the price since President Vladimir Putin launched his war of aggression against Ukraine. For too long this lethargy and blindness meant that our politicians failed to enact the necessary changes.“ – bto: Der Ökonom Daniel Gros hat mit Daten der EU schon vor einem Jahr aufgezeigt, dass Deutschland keine außergewöhnlich tiefen Gaspreise innerhalb der EU hatte. Es ist eine bequeme Ausrede.
  • „But we’ve understood the problems, and we’ve started getting back in form. Last winter, we saw what Germany is capable of when everyone pulls in the same direction, overcoming our dependence on Russian gas in no time. We built up a new liquefied natural gas infrastructure, at a new Deutschlandtempo(‚Germany speed‘). We are transferring these successes to other areas, for example in the expansion of renewable energy and the grids needed for it, the hydrogen economy, and adjustable power plants.“ – bto: Hier ist es wieder, das Märchen von der Energiewende, für die wir einfach nur noch ein paar Billionen ausgeben müssen und dann erreichen wir das gelobte Land.
  • Electricity prices in Germany will fall substantially in the coming years, and I am sure that my government will find the means and the will to ensure competitive electricity prices during the transition.“ – bto: Das ist eine Behauptung ohne Fundament.
  • As the EU’s largest economy, we bear a special responsibility to balance our needs with the union’s. In fact, this is how our recent work to attract semiconductor-manufacturing capacities should be understood: it serves the eu’s goals of reducing dependencies by building its own capacities and of boosting competitiveness and security of supply. A healthy German industrial sector which forms the starting point for value chains stretching across Europe—supplying basic materials ranging from chemicals to aluminium, steel and glass—is not just in our interest, but foundational for the wider European economy.“ – bto: Das darf natürlich nicht fehlen, ist Habeck doch für deutlich mehr Transfers in der EU.
  • Maintaining this spirit of balance is a perennial responsibility at a time when populist forces are gaining ground in Germany, in Europe and around the world. Only by working together will Germany find the strength to renew its prosperity—and you can bet your bottom euro that it will.“ – bto: Bei der Politik werden wir bald ohnehin nichts mehr zu verlieren haben, da kann man auch den letzten Euro drauf verwetten. Denn auf den kommt es dann auch nicht mehr an, dürfte er doch angesichts der Folgen dieses Niedergangs für die EU und die Eurozone ohnehin wertlos sein.

economist.com: „Robert Habeck responds to The Economist’s ‘sick man of Europe’ cover“, 14. September 2023

Kommentare (48) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. JürgenP
    JürgenP sagte:

    @DT Bevor die „Regierung“ für irgendwas verantwortlich gemacht wird, sollten erst mal folgende Entwicklung beachtet werden:
    Baupreisindex 03/2015 100,2
    Baupreisindex 02/2023 160,2
    https://bki.de/baupreisindex.html

    Baupreise sind in acht Jahren immer noch dämlichen statistischen Preisumfragen bei Bauunternehmen um 60% gestiegen, nach Marktpreisen um 75% + Metropolenzuschlag. Die Einkommen von Otto-Normalverbraucher sind es nicht. Die Gründe sind bekannt. Niemand kann sich das Bauen unter solchen Bedingungen leisten, auch der Staat nicht.

    Baupreise werden bis ins 1.Quartal 2023 bis auf den bundesdeutschen Durchschnitts-Index von ca. 115 = minus 30% durchfallen. Daran können weder Bundesregierung, noch die mit großem Geschrei geforderten „Subventionen“ und anderen unbrauchbaren Vorschläge der eingeladenen Verbände, etwas ändern.

    Solche Phasen mit großem Geschrei und wirkungslosen “Stützungen” verwirrter Politiker hatten wir schon mind. dreimal:
    1973 -52%
    1989 -24% (tlw. abgefangen durch Öffnung des Ostens)
    2008 -16% (tlw. abgefangen durch Geldschwemme)

    Was tun als Regierung: abwarten, bis Finanzierung & Preise (infolge Wettbewerb) wieder zusammenpassen. Dann wird auch wieder gebaut.

    Im Übrigen: die Bau- und Immobilienwirtschaft braucht dringend eine Bereinigung des Wildwuchses infolge goldgräberartiger Zeiten. Solide Unternehmen wird es nicht treffen.

    Antworten
    • Vater Thiel
      Vater Thiel sagte:

      Versetzen Sie sich in die Lage eines Bauherren oder Bau-Unternehmers, der in D bauen will ?

      Welche Schikanen kommen in der Zukunft aus der Klimarettungs-Ecke auf mich zu ?
      Werde ich von einem Mietendeckel überrascht und wie lange hält der an ?
      Bauen “die” meinem Projekt ein Windrad vor die Nase oder einen Zweihundert-Mann-Flüchtlingscontainer ?
      Wird Kühnert Kanzler und verbietet den privaten Immobilienbesitz ab 200 qm Wohnfläche pro Eigentümer ?
      Und und und …

      Was die Zinsen und die Preise für Baumaterialen betreffen, haben Sie wohl recht, das sind Probleme, die es in der Tat schon öfter gegeben hat.

      Antworten
      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Aber Migranten als Sozialfälle importieren und behausen sollen wir trotzdem weiter, nicht wahr? ;)

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Ott: Welche Antwort sollte er denn darauf geben können? Eben keine, die rationalen Argumenten standhält.

    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @JürgenWärmeP

      “@DT Bevor die „Regierung“ für irgendwas verantwortlich gemacht wird, sollten erst mal folgende Entwicklung beachtet werden:
      Baupreisindex 03/2015 100,2
      Baupreisindex 02/2023 160,2”

      Hat da vielleicht die aktuelle Regierung (und auch die vorherige mit der Merkel-Mutti) mit ihren dämlichen Dämm-, Heizungs- und Energiesparregeln doch irgendetwas mit zu tun?

      Antworten
      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Natürlich gibt es zwei Aspekte:
        a) die Nullzinsen und dadurch die Nachfrage haben die Verkäufer animiert, Preise stark zu erhöhen. Kann man ggf. als verwerflich ansehen.
        b) die Dämm-, Heizungs- und Energiesparregeln haben das Bauen stark verteuert, dazu kam der Mangel

        JürgenP möchte den Punkt b) halt nicht wahrnehmen

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @Richard von Ott

        Letzter Stand der Leugnung,
        Hiroshima wurde durch Russen zerstört –
        so die EU Kommisionspräsidentin Ursula ähm v.d.L.
        https://www.bitchute.com/video/UlJnB4PCmdc3/

        “…..aber nach der nächsten Wahl gehen wir dann hin und sagen es denen,
        das könnt ihr nicht tun…..”
        (Wolfgang Schäuble um 1996)

      • dobeldo
        dobeldo sagte:

        @Alexander:
        Leider unterliegen sie und derjenige der das Video veröffentlicht hat mal wieder der eigenen Inkompetenz. Sie spricht erst von der Zerstörung Hiroshimas und danach davon dass Russland droht Aromwaffen erneut einzusetzen. Das erneut, bezieht sich hierbei auf die Amerikaner und nicht auf Russland selbst.

        Selbst Chatgpt erkennt das klar und deutlich.

      • Alexander
        Alexander sagte:

        @dobeldo

        Danke lieber Faktenchecker, ohne dich undenkbar zu leben.

        Chatgbt sagt auch alle sollen sich wieder impfen lassen, wie die Uschi, der Robert, der Olaf, Christian und Anna Lena….

        Seit 18ten gibt’s den geilen Saft wieder, also auf auf keine Kriegsmuedigkeit vortäuschen…. Sie wollen nur dein Bestes.

        Laeuft.

    • Dietmar Tischer
      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Was tun als Regierung: abwarten, bis Finanzierung & Preise (infolge Wettbewerb) wieder zusammenpassen. Dann wird auch wieder gebaut.>

      Richtig, wenn wir es mit einer „unschuldigen“ Regierung zu tun hätten.

      Haben wir aber nicht, sondern wie im Artikel gesagt wird:

      „Die Bürger werden arm GEMACHT“.

      Nicht nur deshalb, aber AUCH deshalb ist die Baubranche in der Krise.

      Das ist EINDEUTIG und wird von den Betroffenen auch richtig ERKANNT:

      Erst die Dinge an die Wand fahren, dann den Geschädigten ein Bündnis vorschlagen.

      Die Leute, die sich für dumm verkaufen lassen, werden weniger.

      Dieses Geschäftsmodell läuft aus.

      Antworten
      • JürgenP
        JürgenP sagte:

        @DS. Schauen Sie doch erst genau mal hin, wer in der Baubranche wirklich in der Krise ist, wen es jetzt trifft und demnächst treffen wird. Es sind eben nicht die soliden, eher konservativ-innovativ handelnden Unternehmen. Entscheidend ist, wer die nächsten zwei Jahre mit welchen zukunftsfähigen Potenzialen überlebt. Getrieben durch die Art der Berichterstattung und Meinungsbildung, auch hier in diesem Blog, werden bestehende und zukünftige Chancen nicht gesehen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @JürgenWärmeP

        Wir sehen hier doch durchaus die zukünftigen Chancen einer Regierung ohne Grüne.

      • weico
        weico sagte:

        @JürgenP

        “Getrieben durch die Art der Berichterstattung und Meinungsbildung, auch hier in diesem Blog, werden bestehende und zukünftige Chancen nicht gesehen.”

        Durch die Art der Berichterstattung und Meinungsbildung werden leider auch viele Gefahren verniedlicht und damit nicht bzw.falsch gesehen.

        Besonders beim Migrationsthema wird mit Müttern und kleinen Kindern,Schwangeren usw. ein BEWUSST falsches Bild vermittelt….wer da wirklich in Massen kommt.

        https://m.youtube.com/watch?time_continue=1184&v=m0-IlsWtdqc&source_ve_path=MjgyNDAsMjg2NjY&feature=emb_logo

        Die öffentlichen Medien sollten langsam erkennenen,dass Ihnen mittlerweile so viele Internetmedien auf die Finger schauen,dass die einseitige linkstehende Berichterstattung aka EU-Propaganda halt sehr schnell auffällt … :-)

        Der freien Kommunikation sei Dank…!

  2. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    Ein Affront, der zeigt, dass selbst mit der Autorität des höchsten Regierungsamts der Vertrauensverlust nicht mehr kaschiert werden kann:

    https://www.welt.de/finanzen/immobilien/plus247609882/Wohnungsbau-Verbaende-Rueckzug-ist-ein-schwerer-Schlag-fuer-Scholz.html

    Daraus:

    „Am Bau herrscht Dauerkrise. Projekte werden abgesagt, Firmen gehen Pleite. Ein Wohnen-Bündnis der Bundesregierung sollte Abhilfe schaffen …Einige Akteure … gehen auf Abstand zum Wohnen-Bündnis. Darunter der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der rund 3000 Unternehmen mit etwa sechs Millionen Mietwohnungen vertritt. Und der Eigentümerverband Haus & Grund. Zumindest am Montag, zum Fototermin mit dem Bundeskanzler, wollen sie nicht mehr dabei sein. … Wir möchten ein Zeichen setzen, dass Wohnungswirtschaft und Eigentümer ein wichtiger Teil der Lösung der Krise sind und nicht nur Staffage. Wir stehen für 97 Prozent des Wohnungsbestands in Deutschland.“

    Was die Regierung betrifft:

    Die Zeichen, dass Endzeitstimmung herrscht, sind unübersehbar.

    Antworten
      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Beobachter

        Hessen hin oder her, der Knall kommt.

        Die FDP arbeitet darauf hin mit dem Migrationsthema.

        Ist anders als z. B. die Schuldenbremse KONKRET greifbar für die Bevölkerung und die Grünen haben da eine offene Flanke:

        Sichere Herkunftsländer.

        Die auf die Maghrebstaaten zu erweitern, ist zwar nicht die Lösung des Begrenzungsproblems, aber das Stöckchen, über das die Grünen springen müssen.

        Ich glaube, dass die Partei da nicht mitgeht.

        Wenn so, war es das mit der Koalition.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Tischer: Selbst wenn es so käme, das Problem liegt in den Modalitäten. Scholz müsste dann die Vertrauensfrage stellen, und verlieren, für Neuwahlen. Tut er es nicht, geht es nur mit konstr. Misstrauensvotum. Soweit ich das übersehe, gibt es bei dem aufgeblähten Bundestag dafür nur ein Mehrheit mit CDU/CSU, FDP, AfD, sowie einige Linke oder Fraktionslose.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        Tja, das ist halt eine Konsequenz aus unserer Verfassung, die so besonders viel Wert auf eine stabile – wenn auch schlechte – Regierung legt und die Hürden für Neuwahlen während einer laufenden Legislaturperiode im Vergleich zu anderen politischen Systemen sehr hoch legt.

        Es gibt aber noch eine andere Variante:

        Die FDP verlässt die Regierung, Scholz macht einfach gar nix (oder entlässt die FDP-Minister um ein paar Grünen- und SPD-Quotenfrauen in der Neubesetzung mit Pöstchen zu beglücken) – und dann haben wir eine rot-grüne Minderheitsregierung und auch auf Bundesebene plötzlich das Potential für äußerst unterhaltsame “Pakte mit dem Teufel” wie letzte Woche in Thüringen (Höcke!) …

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Klar ist eine Minderheitsregierung ein Option. Wird halt irgendwann schwierig, Haushalt verabschieden etc. Aber das ist eine interessante Konstellation:
        SPD 206, Grüne 118, Linke 39, fraktionslos 6, ergibt 369, eine Stimme mehr als das Patt.
        Wenn Linke und Fraktionslose, die damit rechnen müssen ihr Mandat zu verlieren, da mitmachen, kann es weitergehen. Und natürlich trifft das auch auf Teile der FDP zu.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Beobachter

        Ohne Haushaltsplan läuft die Verwaltung quasi auf “Autopilot” basierend auf den bereits existierenden Gesetzen weiter, das funktioniert in der Praxis besser als es sich die meisten Leute vorstellen können. Nur “politisch gestalten”, zum Beispiel mit Fördermitteln oder Veränderungen am Steuer- und Abgabensystem oder gar der Erfindung neuer Sozialleistungen kann eine Regierung dann natürlich nichts mehr:

        Grundgesetz – Artikel 111
        “(1) Ist bis zum Schluß eines Rechnungsjahres der Haushaltsplan für das folgende Jahr nicht durch Gesetz festgestellt, so ist bis zu seinem Inkrafttreten die Bundesregierung ermächtigt, alle Ausgaben zu leisten, die nötig sind,

        a) um gesetzlich bestehende Einrichtungen zu erhalten und gesetzlich beschlossene Maßnahmen durchzuführen,
        b) um die rechtlich begründeten Verpflichtungen des Bundes zu erfüllen,
        c) um Bauten, Beschaffungen und sonstige Leistungen fortzusetzen oder Beihilfen für diese Zwecke weiter zu gewähren, sofern durch den Haushaltsplan eines Vorjahres bereits Beträge bewilligt worden sind.

        (2) Soweit nicht auf besonderem Gesetze beruhende Einnahmen aus Steuern, Abgaben und sonstigen Quellen oder die Betriebsmittelrücklage die Ausgaben unter Absatz 1 decken, darf die Bundesregierung die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftsführung erforderlichen Mittel bis zur Höhe eines Viertels der Endsumme des abgelaufenen Haushaltsplanes im Wege des Kredits flüssig machen.”

        “SPD 206, Grüne 118, Linke 39, fraktionslos 6, ergibt 369, eine Stimme mehr als das Patt.”

        Sie glauben, die Fraktionslosen würden alle eine Rot-Rot-Grüne Regierung (?) stützen, weil sie so große Angst vor Neuwahlen hätten? Cotar vielleicht, und der SSW-Mann. Aber bei den restlichen 4 halte ich das für ausgeschlossen, das sind ja die Ex-AfD-Super-Hardliner.

        Da blubbert eher eine SPD-Grüne-Minderheitsregierug 2 Jahre lang ohne beschlossene Bundeshaushalte für 2024 und 2025 vor sich hin.

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Ott: Klar ist das sehr theoretisch, RRG bräuchte eben alle Fraktionslosen. Man könnte sich aber auch Abweichler bei der CDU vorstellen, aus der Wüst-Günther-Fraktion. Die warten ja nur drauf, mit den Grünen ins Bett zu gehen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @dobeldo

        Gerade Sie müssten es doch aus Ihrer persönlichen Erfahrung leicht nachvollziehen können, wieso sich manche Leute aus Überzeugung auch für eine politische Interessengruppe aus einem anderen Staat einsetzen…

      • weico
        weico sagte:

        @dobeldo

        “Noch einmal die Frage nach ihrer Lebensgeschichte und warum sie sich als Schweizer so sehr für die afd einsetzen.”

        Eine meiner Grossmütter war Deutsche und dadurch habe ich noch Verwandtschaft auf der anderen Seite des Rheins und zudem gibt es in der Schweiz so viele deutsche “Wirtschaftsflüchtlinge”, dass das deutsche Politik-Thema halt allgegenwärtig ist.

        Die “Unterstützung” der AfD (und FPÖ) ergibt sich schlicht aus der Tatsache, dass diese Parteien die Einzigen sind, die die jetzige Parteienoligarchie bzw. das jetzige Parteiensystem durch ….direkte Demokratie….ersetzen wollen und damit DIE Lösung anbieten, die sich in der Schweiz schon sehr lange erfolgreich bewährt.

        Nebenbei:
        Die Schweizer sind sich halt noch sehr bewusst, woher die letzten beiden Kriegsgefahren für das eigene kleine Land kamen ! Darum: Wehret den sozialistischen Anfängen…!

  3. komol
    komol sagte:

    Wie kann man diesen Aussagen überhaupt auf den Leim gehen? Schaut man sich mal die Gestik und Mimik an, mit welcher Habeck bspw. mit dieser (ich hätte fast gesagt geistigen Leiche, aber ganz so schlimm ist es ja (noch) nicht :-)) Grimm spricht, oder wie Scholz bei BDI-Konferenzen verschmitzt grinst (mehr als sonst :-)), dann ist doch klar, dass es hier nicht um Argumente geht, es geht um Macht, das Komm.medium in der Politik, welches mit Wirtschaft, deren Komm.medium Zahlungen sind, nichts zu tun hat. Diese Leute machen sich lustig über Wirtschaftsvertreter bzw. Leute, die denken, sie könnten ganze Funktionssysteme ohne Rückbezug auf die anderen und die Gesamtgesellschaft einschätzen und überblicken; ja sie verachten sie als eindimensionale Menschen (siehe Buch von Herbert Macuse). Sie denken, dass sie ihnen moralisch, intellektuell und aktorisch weit überlegen sind. Man kann von ihnen halten was man will, aber das ist leider richtig. Sie sind zwar nicht allen moralisch, intellektuell und aktorisch so extrem überlegen, aber Wirtschaftsleuten auf jeden Fall.

    Es hat sich was geändert, und dies ist ein Trend im soz. System (also der Gesamtmatrix), der nicht nur etwas mit der derzeitigen dt. Regierung zu tun hat! Ursache ist das Vorhandensein des Internets – was denkt man eigentlich wieso wir überall und in jedem Gesell.bereich Krisen haben (die sich über 20 Jahre aufbauten und nun ubiquitär werden), wo soll das letztendlich herkommen (ist das etwa nur ein “multikausaler Zufall” :-))? Man versteht es nur, wenn man konstatiert, dass die Grundelemente einer Gesellschaft Kommunikationen darstellen (so wie es uns Luhmann aufzeigte), nicht Handlungen, Subjekte oder Individuen – und dann ahnt man, was sich verändert, wenn man ein Internet hat im Ggsatz zu einer Situation, wo man es nicht hat! Wenn man das weiß, weiß man nicht nur um die Ursachen, sondern, und das ist entscheidend, auch darum, wohin sich der ganze Laden entwickeln wird (Vollnetzwerkgesellschaft). Und da sind wir wieder beim Thema..

    Antworten
  4. Beobachter
    Beobachter sagte:

    Wieso glauben eigentlich immer noch welche an die Einsichtsfähigkeit der Grünen? Es sind verbohrte Ideologen, mehr nicht. Und sie werden so lange weitermachen, bis sie abgewählt werden. Oder bis die AfD verboten wird. Dann wird es aber im Osten eine Art Bürgerkrieg geben.

    Antworten
    • dobeldo
      dobeldo sagte:

      Nein es wird hier keinen Bürgerkrieg geben. Wir sind keine Franzosen und wissen wie es ist wenn sich die Regierung an den Menschen vorbei “arbeitet”.

      Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Beobachter

      “Dann wird es aber im Osten eine Art Bürgerkrieg geben.”

      Das würde für die Grünen im Osten ausgesprochen schlecht enden, wenn Sie sich die Kräfteverhältnisse vor Ort anschauen…

      Antworten
  5. Dietmar Tischer
    Dietmar Tischer sagte:

    >A closer look suggests the economy isn’t sick—just slightly off form>

    TYPISCH: Behauptungen und Schönrednerei.

    WAS erforderlich wäre:

    GENAU Situationsbeschreibung, DARLEGUNG, mit welchen WIRKUNGSMECHANISMEN gewünschte Änderungen zu erreichen sind, und WIE sie initiiert werden.

    Da kommt nichts, auch nichts von den anderen Parteien.

    DAFÜR Prognosen wie diese:

    >„Electricity prices in Germany will fall substantially in the coming years, and I am sure that my government will find the means and the will to ensure competitive electricity prices during the transition.“>

    Meine Erwartung auf der Basis der Energiepolitik, die diese Regierung betreibt:

    Die NACHFRAGE nach elektrischer Energie wird viel mehr steigen als das IM Land produzierte ANGEBOT, so dass TEURE Zukäufe erforderlich sind sowie: Je mehr erneuerbare Energie produziert wird, desto TEURER wird sie für die Verbraucher, weil die dafür notwendigen Infrastruktur – vor allem die Netze – enorm teuer ist.

    Einziger Trost:

    „Seine Regierung“ wird es schon bald nicht mehr geben.

    Zu viel Menschen merken, dass sie sich deren Politik nicht mehr leisten können.

    Antworten
    • Richard Ott
      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      “GENAU Situationsbeschreibung, DARLEGUNG, mit welchen WIRKUNGSMECHANISMEN gewünschte Änderungen zu erreichen sind, und WIE sie initiiert werden. Da kommt nichts, auch nichts von den anderen Parteien.”

      Wie wäre es zum Beispiel damit, dass wir aus dem “Pariser Klimaabkommen” austreten, das deutsche “Klimaschutzgesetz” ersatzlos streichen und auf EU-Ebene damit drohen, zukünftige Beschlüsse des Europäischen Rates und vor allem die EU-Budgets und Nachtragshaushalte (die EU braucht immer Geld…) konsequent zu blockieren, wenn dort weiter neue Klima-Schwachsinnsmaßnahmen ausgeheckt werden?

      Antworten
      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        Die britische Regierung zeigt ja in dieser Richtung schon ihre Angst vor dem Wähler. Ich hoffe aber, dass Die Grünen ihren Selbstzerstörungsmodus weiter intensivieren.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        WOHLSTANDSVERLUST können mit unterschiedlichen Wirkmechanismen realisiert werden.

        Wenn es eine Mehrheit für WÜNSCHENSWERT hält, Wohlstand zu verlieren, dann kann sie die Partei wählen, die Ihre Vorschläge in etwa umsetzen würde.

        MÖGLICH wäre es.

        Ich bezweifle allerdings, dass es z. Z. diese Mehrheit hierzulande gibt.

      • Dietmar Tischer
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Beobachter

        Die britische Regierung ist der Vorreiter.

        Andere konservative Regierungen werden folgen.

        In Deutschland muss es dafür einen Machtwechsel geben.

        Er wird in absehbarer Zeit erfolgen.

      • Richard Ott
        Richard Ott sagte:

        @Herr Tischer

        “Die britische Regierung ist der Vorreiter. Andere konservative Regierungen werden folgen.”

        “Konservativ” ist da ein sehr großzügiger Begriff für ideologisch ausgehöhlte politische Gefäße, die aus Davos mit einer stinkenden grünen Brühe plus proteinreicher Insektengarnitur befüllt wurden.

        Die Rutte-Regierung hat es schonmal nicht überlebt, und im November 2023 sind Wahlen in den Niederlanden, da stehen auch grundlegende Umwälzungen im traditionell unübersichtlichen Parteiensystem an. Laut den aktuellen Umfragen wird fast ein Drittel der Wählerstimmen an Parteien gehen, die bisher noch gar nicht in der Zweiten Kammer des Parlaments saßen…

        https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_2023_Dutch_general_election

      • Beobachter
        Beobachter sagte:

        @Ott: das mit Sunak würde ich jetzt nicht so kritisch sehen. Es ist wichtig, dass Teile des Mainstreams anfangen umzufallen. Und nicht nur “Verschwörungstheoretiker” und “Nazis”, die man viel leichter diffamieren kann.

  6. Richard Ott
    Richard Ott sagte:

    bto: “Zunächst hätte ich natürlich erwartet, dass er kritisiert, dass das Magazin einen Mann auf das Cover gehoben hat. Doch darauf hat er verzichtet, vielleicht, weil es, wenn es um etwas Schlechtes geht, doch ein Mann sein soll oder muss?”

    Woher wollen Sie denn wissen, dass sich der grüne Mann auf dem Coverbild nicht längst als Frau identifiziert? Das kommt in der Partei ja gar nicht so selten vor, sogar bei Bundestagsabgeordneten…

    Antworten

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