„Paul Singer says bond market is ‚broken’“

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Heute Morgen hatten wir die Bond-Optimisten, die immerhin eindrückliche 35 Jahre Recht hatten. Doch es gibt auch andere Stimmen, wie Heldgefonds-Manager Paul Singer, dessen Sicht es in die FT geschafft hat. Seine Kernthesen:

  • „Paul Singer, head of $28bn hedge fund Elliott Management, has warned that the global bond market is ‚broken’, and predicted that the end of the current environment is ‚likely to be surprising, sudden, intense, and large’.“ bto: Das ist zunächst nur eine Feststellung, wonach eine Trendwende teuer wäre. Was offensichtlich ist.
  • „Singer sounded an ominous warning on the state of the global debt market, with more than $13tn of bonds trading with negative yields.“
  • The hedge fund manager said it was ‚the biggest bond bubble in world history’, and cautioned that investors should shy away from sub-zero yielding debt. ‚Hold such instruments at your own risk; danger of serious injury or death to your capital! […]’.“ bto: Auch hier ist es mehr eine Behauptung. Ich denke auch, dass man Bonds nur dann kauft, wenn man eine breite Deflation erwartet mit einer Flucht in Qualität. Und da sind US-Bonds wie heute Morgen richtig beschrieben die beste Alternative. 
  • „Aggressive monetary policy easing by central banks across the world has supercharged a multi-decade bond rally, pushing borrowing costs to unprecedented levels.“ bto: Das stimmt ohne Zweifel!
  • „Mr Singer indicated in his latest investor letter that the hedge fund was adding to its position in gold, still saw opportunities in the distressed debt of energy companies, and defended the importance of hedge funds in institutional investors’ portfolios, at a time when some are beginning to yank money out of the industry.“ bto: Da deckt er sich übrigens mit den Kollegen von GMO. In dem ausgezeichneten Beitrag, der hier nachzulesen ist, sehen diese auch erhebliche Chancen bei Hedge Fonds und anderen alternativen Assets, sobald die Über-Korrelation der Assetklassen endet. Was sie unweigerlich tut.

→ FT (Anmeldung erforderlich): „Paul Singer says bond market is ‚broken’“, 18. August 2016

3 Kommentare
  1. Michael Stöcker says:

    Heiner Flassbeck schreibt sich mal wieder seinen Frust von der Seele: https://makroskop.eu/2016/08/die-ertraege-oeffentlicher-pensionsfonds-brechen-ein/

    „Hunderttausende von Jahren legen die [Eichhörnchen] schon ihre Nüsse zurück und man hat noch nie gehört, dass bei denen die Zinsen unter Druck geraten wären oder es gar einen Finanzcrash gegeben hätte.“

    Die Zinsen sind deshalb nicht unter Druck geraten, weil sie aus Eichhörnchensicht schon immer unter Druck standen: Sie haben nämlich immer mehr zurück gelegt, als sie nachher wieder gefunden haben. Willkommen in der Welt des Negativzinses. Aber die Natur hat immer wieder für Überfluss gesorgt, da nicht alle Eicheln eingesammelt wurden und somit neue Bäume heranwachsen konnten. Mit dem Liegenlassen/Zurücklegen von Geld klappt das im Jahre 2350 nach Aristoteles selbstverständlich immer noch nicht. Jens Weidmann hat da den klaren Blick:

    „Geld ist in diesem Sinne eine gesellschaftliche Konvention – es hat keinen eigenständigen Wert, der der Nutzung vorgelagert ist, sondern sein Wert entsteht erst durch den ständigen Austausch und den Gebrauch als Geld.“

    LG Michael Stöcker

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