Kohleausstieg: 80 Milliarden für nichts

Bekanntlich plant die deutsche Politik 40 bis 80 Milliarden auszugeben, um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu begleiten. Wer wissen will, was für ein Blödsinn mit dem Geld gemacht werden soll, dem empfehle ich diesen Beitrag:

→ Sie die 80 Milliarden für den Kohleausstieg doch sinnvoll?

Nun berichtet SPIEGEL ONLINE über eine neue Studie der anerkannten Experten aus Potsdam. Interessant ist, wie die offensichtliche Schlussfolgerung in dem Artikel ausgelassen wird: nämlich die Feststellung, dass es absolut falsch ist, einen Kohleausstieg so zu organisieren, wie wir das tun. Doch schauen wir es uns an:

  • Ohne Einführung eines CO2-Preises könnte der beschlossene Kohleausstieg für den Klimaschutz wirkungslos blieben. Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung in einer am Dienstag vorgelegten Untersuchung.“ – bto: Man könnte auch sagen, der Ausstieg ist ein Beispiel für dirigistische Show-Politik. Um was geht es denn? Reduktion von CO2 oder um die Erzeugung des Gefühls, wir würden was machen?
  • „die neue Studie aus Potsdam (….) rechnet vor, dass der Kohleausstieg (…) nicht den erhofften Effekt für den Klimaschutz bringen und die Emissionen sogar ansteigen lassen könnte.“ – bto: und dafür 80 Milliarden???

Und das hat mit einfachen ökonomischen Zusammenhängen zu tun, die man als Politiker ja bekanntlich nicht berücksichtigen muss:

  • „Werden Braunkohlekraftwerke nach und nach abgeschaltet, sinkt das Stromangebot auf dem Markt. In der Folge steigt der Strompreis. Nun könnten nicht ausgelastete Steinkohlekraftwerke die Stromproduktion hochfahren – und damit auch die CO2-Emissionen wachsen lassen. Die in der Stromproduktion besonders günstigen Braunkohlekraftwerke drücken derzeit den Preis, Steinkohlekraftwerke sind oft nicht konkurrenzfähig und bleiben vom Netz – dies würde sich beim sukzessiven Abschalten der Braunkohlemeiler ändern.“ – bto: Oder der Strom kommt aus polnischen Kohlekraftwerken. Es zeigt aber deutlich, was für ein Schwachsinn es ist, zu versuchen mit (teuren) Einzelmaßnahmen, die Welt zu retten. Man könnte mit den 80 Milliarden weitaus mehr erreichen, wenn man sie anders investierte.
  • „Hinzu komme, dass der Strombedarf ohnehin ansteige, was wiederum die Preise treibe, so die Forscher. Der zu erwartende größere Anteil an Elektroautos befeuere diese Entwicklung.“ – bto: deshalb besser Verbote und ein Umsteigen auf das Fahrrad für alle.
  • „Zum Problem könnte auch der Handel mit Emissionen werden. Er funktioniert grundsätzlich nach einem einfachen Prinzip: Seit einigen Jahren müssen mehr als 10.000 Unternehmen und Stromproduzenten in der EU für jede von ihnen ausgestoßene Tonne CO2 ein Zertifikat vorweisen. Das klimaschädliche Gas wird so zum Kostenfaktor – was die Unternehmen dazu bewegen soll, ihren CO2-Ausstoß zu senken. Aber durch den Kohleausstieg in Deutschland sinkt die Nachfrage nach Emissionszertifikaten im Europäischen Emissionshandel, weil schlicht weniger Zertifikate benötigt werden, wenn weniger Kraftwerke am Netz sind. Nach den Marktgesetzen werden die Emmissionsrechte dadurch günstiger. Das könnte dazu führen, dass Kraftwerksbetreiber im europäischen Ausland weniger Anreize haben, auf regenerative Energien umzustellen und stattdessen fossile Kraftwerke stärker zur Stromproduktion heranziehen, was den CO2-Ausstoß im Ausland ansteigen ließe.“ – bto: So ist das, wenn man auf Alleingänge setzt! Es ist der klarste Beweis für die Fehlplanung hiesiger Politik(er).
  • Helfen würde ein CO2-Preis, über den schon länger diskutiert wird. Laut den Berechnungen der Forscher müsste der CO2-Preis zwischen 30 und 60 Euro je Tonne betragen, wenn er im Jahr 2030 eingeführt werde.“ – bto: führt zu der Frage: warum dann 80 Milliarden für den Kohleausstieg? Verstehe ich nicht, denn der wirkliche Hebel ist ja die CO2-Steuer. Übrigens machen das andere Länder wie UK und die Schweiz so. Nur wir zahlen noch dafür!
  • „Darüber hinaus schlagen die Wissenschaftler vor, Emissions-Zertifikate zu löschen, um eine Verlagerung des Kohlestroms in deutsche Nachbarländer wie etwa Polen zu verhindern. Das würde Deutschland bis zum Jahr 2050 etwa 19 Milliarden Euro kosten.“ – bto: Das macht dann 100 Milliarden. Könnten wir übrigens auch tun, ohne die Kohlekraftwerke für 80 Milliarden abzuschalten …
  • „Zudem brauche es einen Mindestpreis auf CO2-Zertifikate. Er könnte verhindern, dass sie zu günstig werden und ähnlich funktionieren wie beispielsweise ein Mindestgebotspreis auf Ebay: Liegt der Marktpreis unter dem Mindestpreis der Zertifikate, werden automatisch Zertifikate zurückgehalten und können gelöscht werden. Der Mindestpreis sei eine Versicherung gegen die Unsicherheiten auf den Märkten, heißt es in der Studie.“ – bto: auch da einverstanden!

Bleibt die Frage: Wieso stellt angesichts dieser Daten niemand den Kohleausstieg für 80 Milliarden infrage: Besteuerung und höhere Preise für Zertifikate erfüllen den gleichen Zweck und wir könnten das Geld besser ausgeben.

→ spiegel.de: „Ohne CO2-Preis bleibt der Kohleausstieg wirkungslos“, 4. Juni 2019

Kommentare (117) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
  1. Avatar
    JürgenP sagte:

    @ Herr Ott
    „Dass es in Wirklichkeit nicht so funktioniert, auch nicht bei „qualifizierten Managern“, haben wir ja in der Finanzkrise gesehen. Diese ganze Rhetorikfigur ist leider totaler Käse“.
    WAS funktioniert nicht „so“?
    WAS haben Sie „gesehen“?
    „KÄSE“ = Bewertung ohne Substanz = … ein typischer Ott, unbrauchbar.

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      Richard Ott sagte:

      @JürgenP

      Na Sie schreiben doch:
      „Eine gute Lösung ist, Sachinhalte und Umgang mit Sachinhalten strikt zu trennen. Während sich die Fachleute zum Sachinhalt über Stellen hinter dem Komma trefflich streiten können, wird man es sich unter qualifizierten Managern schnell einig werden über den Umgang mit sich exponentiell entwickelnden Verläufen. Kenner begeben sich nicht hinein in Situationen, die solche Verläufe annehmen könnten. Selbst die Vermutung genügt, um frühzeitig umzusteuern. Man vermeidet sie, wo es nur geht.“

      Das soll wohl so eine Art Autoritätsargument sein, dem zufolge alle besonders qualifizierten Manager es unbedingt vermeiden, in sich „exponentiell entwickelnde Verläufe“ rein zu geraten – vermutlich weil die nicht mehr kontrollierbar sind, das wollen Sie doch implizieren?

      Schauen Sie sich doch das Agieren von Managern während der Finanzkrise an (da finden Sie die meisten Beispiele), dann sehen Sie, was für eine unsinnige Behauptung Sie da aufstellen. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an AIG? https://www.investopedia.com/articles/economics/09/american-investment-group-aig-bailout.asp Die höchst qualifizierten Manager dort glaubten, Immobilienpreise würden immer steigen und haben sich dementsprechend auf dem Markt für Kreditausfallversicherungen positioniert. Das ist das Gegenteil von dem Verhalten, das Sie Managern in Ihrem kleinen Traktat zuschreiben.

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        JürgenP sagte:

        @ Herr Ott
        „… was für eine unsinnige Behauptung Sie da aufstellen“.
        Die zitierte Aussage ist eine Heuristik, eine Regel, wie man sich als qualifizierter Manager (von komplexen Systemen) unter den Gesichtspunkten der Stabilität, Lebensfähigkeit und Überlebensfähigkeit generell verhalten sollte, um nicht mit einem Unternehmen, einem Schiff o.dgl. unterzugehen.

        Anwendung auf Ihr Beispiel:
        Immobilienpreise vor der Finanzkrise sind exponentiell gestiegen, sie tun es grad wieder, ebenso die Baupreise.

        In der Anfangsphase eines Anstiegs auf Kreditausfallversicherungen zu setzen ist sowohl in Bezug auf das Sachsystem „Kreditsicherung unter den Bedingungen der Finanzwirtschaft“ sehr clever, als auch relativ einfach zu managen, weil’s sowieso gut läuft. In der Endphase der Wachstumskurve trennt sich dann sie Spreu vom Weizen, weil es nicht mehr von allein gut läuft. Man kann gut mit solchen Entwicklungen sehr gut arbeiten, muss aber rechtzeitig raus aus dem Geschehen sein oder wieder rein gehen.

        Und: was waren die Manager der AIG? Waren die Leute höchst qualifiziert?

        Meine Vermutung: zwei von den Höchstqualifizierten hatten – um im Bild der Niagarafälle s.o. zu bleiben – den rettenden Fallschirm zur Hand und konnten auf Kosten anderer entschweben. Der Rest der Höchstqualifizierten ging in den Turbulenzen unter mitsamt dem Unternehmen. Managementfehler.

        Behauptung „Konkret“ umsetzen: ja, geht: Anfang 2008 die Entwicklung zur Finanzkrise frühzeitig erkannt, Vergabe von Bauleistungen verzögert und voraussehbar drastisch fallierende Baupreise ab 08/2008 durch passendes Vergabeverhalten abgewartet und ausgenutzt, rd. x Mio. gespart bei besserer Qualität. Hatten ja Zeit zum Planen … die nächste Gelegenheit kommt demnächst.

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        Richard Ott sagte:

        Jaja, ex post ist natürlich offensichtlich, welche der Manager Fehler gemacht hatten und in Ihrem Sinne „qualifiziert“ waren. Aber welchen Nutzen hat eine Pseudo-Heuristik, die erst hinterher sagen kann, welche Handlung empfehlenswert war und welche schlecht?

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        JürgenP sagte:

        Aber welchen Nutzen hat eine Pseudo-Heuristik, die erst hinterher sagen kann, welche Handlung empfehlenswert war und welche schlecht?

        Gar keine, da gebe ich Ihnen recht. Um im Wasserfall-Beispiel von Herr Tischer zu bleiben: was hilft die beste Regel, wenn übersehen wurde, dass es auf der Strecke eine Klippe geben könnte, geben wird. Wer es trotzdem wagt, sich auf den Weg zu machen, muss vom Ziel her lenken (managen).

        Das methodisch richtig aufgesetzt, sagt Ihnen vorher, welches Verhalten potenziell richtig ist, nicht hinterher. Die Modelle dafür sind im Ergebnis relativ simpel, in der Erarbeitung vergleichsweise mühsam, was stark operativ veranlagten Managern – wie Sie ? – dazu verleitet, darauf zu verzichten und erst mal ins Boot steigen und losrudern. Dabei wird viel gequatscht und geblendet, um zu verdecken, das schon auf den ersten Metern die Übersicht verloren ging, geschweige denn das Ziel überhaupt klar ist und verfolgt werden kann.

        Unter Banalbedingung ist das alles kein Problem. Unter Bedingungen von Komplexität, zu der Kategorie gehören sämtliche in dem Blog ausgetauschten Themen incl. Klimaschutz, stellt schon die richtige Zielformulierung einen hohen Anspruch *). Die Prozessgestaltung und -führung zur Zielerreichung erst recht, und passende Organisationen zu formen und aufrecht zu erhalten gelingt nur den Besten.

        Für Sie ist das sicher alles kein Problem …, bis auf so manche Spezialthemen, da geht es Ihnen evtl. wie armen Politikern, die gerade über eine Vorlage zum *) „Ziel von Klimaschutz und CO2-Reduktion“ zu entscheiden haben, deren Zusammenfassung sie mangels Zeit nicht mal lesen konnten. Erst mal losrudern, es wird schon werden, ist die Devise. Ist übrigens auch eine Heuristik für den Fall, dass einem das Wasser bis zum Halse steht …

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    JürgenP sagte:

    Um 10:45 h hat dieser Thread zum Thema „CO2-Reduktion“ hat 84 Einträge. Das geht bei ähnlich gelagerten Themen hoch bis über 150 Kommentare. Die gefühlt besten Beiträge kommen von Teilnehmern, bei denen ein zum Thema passender naturwissenschaftlicher Hintergrund vermutet werden darf, wobei mit „besten“ keineswegs eine bestimmte Richtung festgelegt sein soll.

    Kann es sein, dass sich in der hier anzutreffenden Auseinandersetzung das grundlegende Problem von politischen Entscheidungsträgern zeigt. 95% der zur Entscheidungsfindung vorgetragenen Beiträge sind nichtssagendes, polemisches Geschwätz, das in der Sache nicht dienlich ist, aber zur Überfrachtung (der Politiker) führt. Nur 5% sind inhaltlich qualifiziert und würden genügen, um Entscheidungen ausreichend zu fundamentieren.

    Wie sollen Politiker denn unter solchen Bedingungen „richtige“ Entscheidungen treffen, was ist überhaupt „richtig“, wenn sich in der Entscheidungsphase Schwätzer und Fachleute nicht mehr unterscheiden lassen?

    Eine gute Lösung ist, Sachinhalte und Umgang mit Sachinhalten strikt zu trennen. Während sich die Fachleute zum Sachinhalt über Stellen hinter dem Komma trefflich streiten können, wird man es sich unter qualifizierten Managern schnell einig werden über den Umgang mit sich exponentiell entwickelnden Verläufen. Kenner begeben sich nicht hinein in Situationen, die solche Verläufe annehmen könnten. Selbst die Vermutung genügt, um frühzeitig umzusteuern. Man vermeidet sie, wo es nur geht.

    Oder, wenn es nicht vermeidbar ist, wird die ganze Mannschaft darauf vorbereitet, in solche Umstände hinein zu geraten. Der Notfallkoffer wird rechtzeitig gepackt, auf Schiffen wird alles festgezurrt, was festzuzurren ist, Flugzeuge in bestimmte Positionen gebracht, bevor es vielleicht unvermeidlich durch Gewitterwolken geht. Kurz, schnell und direkt muss es laufen.

    Denn: jeder der entsprechend geschult ist, kennt die Konsequenzen, die aus Exponentialwachstum (Synonym für am Ende des Verlaufs vorhandene katastrophale Systemzustände) resultieren.

    Die Entwicklung des CO2 – Anteils in der Atmosphäre zeigt einen exponentiellen Verlauf. Mehr muss man dazu vor dem Hintergrund der gigantischen Vernetzungen, die hinter CO2 stehen, nicht sagen. Jede Diskussion um %-chen hier oder Tonnen-da ist überflüssig, da es nur am Rande um Sachinhalte, vielmehr um richtiges Management komplexer Zusammenhänge geht, sonst KANN es uns allen an den Kragen gehen, gerade wegen unüberschaubarer Zusammenhänge.

    Die Frage, OB es soweit kommt ist längts noch nicht zu beantworten. Ich würde es aber nicht darauf ankommen lassen …

    Es stellen sich Fragen zur geplanten Umsetzung von Gegenmaßnahmen, bspw.: muss man z.B. 80 Mrd. EUR in der Form aktivieren, um „das“ Problem zu lösen? Kann es mit dieser Art Entscheidung überhaupt gelöst werden, oder wird „es“ lediglich in die Zukunft verschoben, oder raubt der Staat sich aller noch zur Verfügung stehender Ressourcen, um Situationen durchzustehen, wenn es wirklich eng wird.

    Letzteres ist aus ökonomischer Sicht offensichtlich der Fall. Die Einwände von Herrn Stelter überzeugen mich an der Stelle. Um in der Luftfahrt zu bleiben: man lässt von der Cumulus-Wolke noch schnell Sprit ab, um mit weniger Gewicht durchgeschaukelt zu werden, ohne zu wissen ob der Sprit am Ende reicht. Jeder Flugkapitän würde noch vor der Wolke entsorgt, wenn die Mannschaft das rechtzeitig mitbekäme.

    Vielleicht sollte im Blog die Gelegenheit genutzt werden, zu hinterfragen, wie und vor allen Dingen wann unter „Exponentialbedingungen“ die besten Entscheidungen getroffen werden.

    Dabei ist klar, dass niemand über Allwissen verfügt und sich viele Zusammenhänge nur unscharf abbilden lassen, oftmals nicht einmal prognostizierbar sind. Zurückliegende Entscheidungen zu „Naturschutz/Klimaschutz/CO2-Reduktion“ sind gute Beispiele dafür, dass mit Entscheidungssystemen operiert wird, die dem Komplexitätszuwachs der Geschehnisse nicht im Ansatz gewachsen sind. Deswegen kommt dabei auch so viel Stuss heraus mit Null-Wirkung und Total-Zielverfehlung.

    Im Übrigen existieren viele „Exponentialbedingungen“ für Zusammenhänge, die in der Vergangenheit von Entscheidern in Politik und Wirtschaft schlichtweg übersehen wurden, mit dementsprechenden Folgen für die Allgemeinheit. Eine davon ist die Schuldenwirtschaft.

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      Dietmar Tischer sagte:

      @ JürgenP

      >Wie sollen Politiker denn unter solchen Bedingungen „richtige“ Entscheidungen treffen, was ist überhaupt „richtig“, wenn sich in der Entscheidungsphase Schwätzer und Fachleute nicht mehr unterscheiden lassen?>

      Richtig IST für Politiker NUR das, was als Interesse der Wähler, also als das von Schwätzern und Fachleuten, in die Entscheidungsfindungen für gesellschaftlich STABILISIERENDES Handeln einbezogen werden kann.

      Denn OBERSTES Ziel verantwortlicher Politik ist es, die Gesellschaft stabil zu halten oder stabiler werden zu lassen.

      Das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.

      Interessen sind nicht falsch oder richtig, es gibt sie, Menschen und Gruppierungen von Menschen haben sie.

      ALLERDINGS:

      Wenn das so ausbalancierte, stabil gehaltene Schiff auf die Niagarafälle zufährt, kann man sehr wohl sagen, dass etwas falsch gemacht wurde.

      Insofern, um es einmal zu personifizieren:

      Merkel hat über lange Jahre die Gesellschaft stabil gehalten, insbesondere durch den Interessenausgleich mit den von der SPD vertretenen Umverteilungsbefürwortern, aber Deutschland ist längst auf Kurs zu Wohlstands- und Bedeutungsverlusten, was dann auch heißt: zu deutlich vermehrter Instabilität auf dem Weg zu neuer Interessenformierung und politischer Orientierungssuche.

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        Richard Ott sagte:

        @JürgenP

        Tja, das ist das Nervige an der Demokratie: Jeder kann mitreden.

        „Während sich die Fachleute zum Sachinhalt über Stellen hinter dem Komma trefflich streiten können, wird man es sich unter qualifizierten Managern schnell einig werden über den Umgang mit sich exponentiell entwickelnden Verläufen. Kenner begeben sich nicht hinein in Situationen, die solche Verläufe annehmen könnten.“

        Dass es in Wirklichkeit nicht so funktioniert, auch nicht bei „qualifizierten Managern“, haben wir ja in der Finanzkrise gesehen. Diese ganze Rhetorikfigur ist leider totaler Käse.

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        JürgenP sagte:

        Lieber Herr Tischer, ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Leichtigkeit und Präzision Sie aus abstrakten Formulierungen direkte, leicht verständliche, Zusammenhänge herausarbeiten. Das ist eine Kunst, die wertvoll und wichtig ist, um gute Entscheidung treffen zu können.

        Das von Ihnen formulierte oberste Ziel würde ich mit „lebensfähig“ ergänzen, also „stabil & lebensfähig“. Nun käme noch die Frage der Sinnhaftigkeit hinzu, aber nicht hier und jetzt. Es geht um’s Management: „Richtig“ oder „falsch“ können mit den beiden Kriterien gedeutet werden als: „… die Entscheidung trägt zur Stabilität & Lebensfähigkeit bei …“ oder auch nicht.

        Ab einem bestimmten Komplexitätsgrad können im Grunde nur Systemwissenschaftler mit diesen Kriterien etwas anfangen. Sie haben die Methoden, um „Destablisierung“ in frühesten Stadien sichtbar machen zu können und wichtig: um „Überlebensfähigkeit“ zu prognostizieren. Sie verfügen auch über die Methoden, um u.U. extremen Entwicklungen etwas Sinnvolles entgegen zu stellen. Selbstverständlich sind solche Methoden längst in vielen Bereichen etabliert, dort wo man deren Nutzen (seit den 1950er Jahren) früh erkannt hat, bspw. in der Medizin, in der digitalen Verarbeitung von Informationen (Messen und Regeln) oder auch im Bereich des Managements von Unternehmen.

        Es kommt noch auf den Horizont bei der Anwendung solcher Methoden an. Ihr Beispiel „Niagaraälle“ zeigt das sehr schön: stabil=ja (Boot kippt nicht um), lebensfähig=ja (operativ, bis zu Klippe), Überlebensfähig=nein (es fehlt dafür die strategische Basis).

        Um ihr personifiziertes Beispiel aufzunehmen: auf allen entscheidenden Politikfeldern wurde „stabilisiert“ und das Geschehen operativ am Leben erhalten. Fehlende Strategien im Sinne von Überlebensfähigkeit wurden besonders deutlich am Kurs der „Energieeffienz“ oder „Migration“. Fehlentwicklungen ohne Gleichen.

        Trotz aller Anzeichen für sich drastisch verändernde Rahmenbedingungen wurde auf Kurs „voraus zur schwarzen Null“ gehalten = „Systemsteuerung Merkel“. Längst schon hatten Systemwissenschaftler vor einem solchen dilettantischen Kurs gewarnt. Dazu zähle ich Herrn Stelter, was die Ökonomie betrifft, beginnend mit der Veröffentlichung seiner Dissertation im Jahre 1990 (!), in der die grundlegenden Funktionsprinzipien für’s wirtschaftliche Überleben beschrieben sind. Übrigens unterstützt vom einem weiteren sehr interessanten Systemwissenschaftler und Manager, Prof. Fredmund Malik.

        Von Forderungen der SPD-Systemspezialisten der Kategorie „Kühnert“ brauchen wir hier gar nicht reden. Bei derartigen Forderungen handelt es sich um in Niagara-Situationen typische „Notfallaktivitäten“. Kühnert & Co scheinen das Rauschen des Wasserfalls deutlich zu hören und versuchen mit aller Gewalt umzusteuern oder zu ankern (um nicht zu sagen im Trüben zu fischen). Man übersieht dabei, dass die Leine zum Notankern länger ist als der Abstand zur Klippe und Steuern ist angesichts des Hin-und Hergeschaukels nicht recht möglich.

        Interessenformierung und Orientierungssuche aus dem durchnässten Rucksack kommt eindeutig zu spät, weil Lösungen schlicht nicht mehr im eigenen Boot zu finden sind. Man hätte früher ankern und überlegen sollen. Tja.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ JürgenP.

        Freut mich, dass Sie meine Darlegungen so verstehen, wie ich sie mir als Beitrag zum Verständnis wünsche.

        Zur Ergänzung:

        >Ab einem bestimmten Komplexitätsgrad können im Grunde nur Systemwissenschaftler mit diesen Kriterien etwas anfangen. Sie haben die Methoden, um „Destablisierung“ in frühesten Stadien sichtbar machen zu können und wichtig: um „Überlebensfähigkeit“ zu prognostizieren. Sie verfügen auch über die Methoden, um u.U. extremen Entwicklungen etwas Sinnvolles entgegen zu stellen.>

        Ich stimme Ihnen zu.

        Lassen Sie uns zur weiteren Klärung ein Gedankenexperiment durchführen:

        Frau Merkel habe das Buch „Das Märchen vom reichen Land“ gelesen und daraufhin Dr. Stelter gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Destabilisierung Deutschlands zu vermeiden und seine Überlebensfähigkeit herzustellen seien.

        Er legt sie vor, ohne dabei an der Schwarzen Null zu kratzen und so den Volkszorn zu erregen.

        Frau Merkel macht sich mit „wir schaffen das“ an die Umsetzung.

        Was wird daraufhin geschehen?

        Ihre Umfragewerte werden derart fallen, dass entweder die eigene Partei sie demontieren würde oder die Wähler sie aus dem Amt jagten.

        Der Systemwissenschaftler würde nicht scheitern, sondern die Kanzlerin, die den Volkswillen ignoriert hat.

        Die allermeisten Menschen verstehen eben nicht, dass Stabilität und Überlebensfähigkeit in der ZUKUNFT von Investitionen abhängen, die HEUTE weniger Konsum bedeuten.

        Und auch das:

        Die Menschen, die – sagen wir – 75 Jahre alt sind und ihre Lebenserwartung über die statistischen 80 Jahre auf vorsichtshalber 85 Jahre ansetzen, könnten RATIONAL begründet sagen:

        Alles, was Dr. Stelter mit Wirkung ab meinem 85. Lebensjahr vorschlägt und die nächsten 10 Jahre meinen Lebensstandard beeinträchtigt, lehne ich ab.

        Kurzum:

        Die Systemwissenschaft hat nicht nur angesichts der Komplexitäten beim Wissen eine Begrenzung, sondern – und das ist m. A. n. entscheidend –, sie ist angesichts demokratischer Willensbildungsprozesse nicht in der Lage, ihr Wissen so umzusetzen, dass MÖGLICHE Stabilisierung und Überlebensfähigkeit gesichert werden können.

        Die Aufklärung hat den Menschen versichert, dass sie ihren Verstand gebrauchen können und die Französische Revolution, dass dies alle Menschen tun dürfen.

        Niemand hat aber dafür gesorgt und offensichtlich kann auch niemand dafür sorgen, dass sie ihn nicht nur zur individuellen Interessenverfolgung, sondern auch für ein NACHHALTIG stabiles System mit Überlebensfähigkeit gebrauchen SOLLTEN.

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        JürgenP sagte:

        Lieber Herr Tischer, neben dem Verständnis für das Management unter Komplexitätsbedingungen sprechen Sie das zweite Kernproblem an, dass unmittelbar mit der immensen Komplextitätsentwicklung zusammenhängt. Es ist die Art und Weise, wie Willensbildungsprozesse laufen und Entscheidungen unter diesen Bedingungen herbeigefügt und final getroffen werden. Das darf nicht so desaströs weiterlaufen, wie in den letzten Jahren der politischen Endscheidungsfindung.

        Ich möchte Ihnen mal ein Beispiel zeigen, welchen Wandel die Willensbildungsprozesse in einem sehr bekannten Unternehmen durchlaufen. Der Vortragende ist ein erstklassiger „Systemdenker“ und – das macht diesen Ansatz besonders interessant – pflanzt dem Unternehmen quasi unterschwellig das Kommunikationsmuster des Viable System Model von Stafford Beer ein:
        https://vimeo.com/262174835

        Es gibt noch die Methode, die Malik beschreibt (sog. Syntegration), die auf dasselbe Kommunikationsmuster von Beer zurückzuführen ist:
        https://www.computerwoche.de/a/syntegration-die-methode,1879256

        Ich meine, solche Ansätze bieten viel Potenzial und sollten ausprobiert werden, bspw. um noch einmal die 80-Mia-VersenkungsAktion der „Kohleausstiegskommission“ zu hinterfragen. Ich denke, da hat Herr Stelter recht. Mit viel weniger Geld könnte viel mehr erreicht werden, wenn eben die Menschen incl. der Altersgruppe >75 ihren sinnvollen Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten könnten.

        Über dieses Thema können wir uns hier leider nicht mehr weiter austauschen, denn die nächsten Threads sind schon am Laufen. Weiter geht’s mit den Streitereien über CO2-%-Punkte hier und Tonne-da … ganz wie im richtigen Leben.

    • Avatar
      ruby sagte:

      Jürgen P., Sie sind auch ein Josephspfennigprediger haben es nur noch nicht gemerkt. Aber keine Angst, das passiert noch, wenn „Die Schuldenwirtschaft“ über den Horizont gewachsen sein wird.
      Managment by Horizon oder MBH lautet die Theorie.

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        JürgenP sagte:

        ? vielen Dank für Ihre Schublade. „Management by Horizon“ ist totaler Quatsch by längst vergessenen „Beratern“ und hat mit dem was ich meine wenig bis gar nichts zu tun.

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    Horst sagte:

    80 Mrd. EUR zur REKULTIVIERUNG der Betriebsflächen (2018 ca. 54.000 ha) nebst weiterer förderfähiger Projekte halte ich für eine nicht besonders hohe Summe.

    Diese Summe entspricht ca. 150 EUR je qm. Erstaunlich ist, dass die Energieunternehmen, die jahrzehntelang Profit (der ebenfalls von der Allgemeinheit subventioniert wurde) aus dem Boden gezogen haben, an diesen Kosten NICHT (um z.B. weiter F&E-Projekte ERNEUERBARE zu finanzieren) beteiligt werden.

    https://www.kohlenstatistik.de/19-0-Braunkohle.html

    Dass der Ausstieg aus Kohle grundsätzlich zu vertreten ist, hierüber besteht wohl kein Dissenz.

    Dass Herr Stöcker jedoch Zuwendungen aus seinem Konzept der Citoyage verwenden möchte (einem Kommentar von diesem folgend), um im Zuge des Ausbaus der ERNEUERBAREN steigende Energiekosten abzumildern, hingegen irritiert mich sehr.

    So drängt sich die Frage auf, ob Sie Lobbyist der ERNEUERBAREN sind?

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      Richard Ott sagte:

      @Horst

      „80 Mrd. EUR zur REKULTIVIERUNG der Betriebsflächen (2018 ca. 54.000 ha) nebst weiterer förderfähiger Projekte halte ich für eine nicht besonders hohe Summe.“

      Naja, in Berlin sieht man ja, wie schnell das Geld aufgebraucht ist, wenn Grüne und Linke bauen – auch ohne dass die Bauprojekte tatsächlich fertig werden.

      „Dass der Ausstieg aus Kohle grundsätzlich zu vertreten ist, hierüber besteht wohl kein Dissenz.“

      In Ihrer linksradikalen Öko-Kommune ist der Kohleausstieg vielleicht Konsens, aber allgemein sicherlich nicht. Europaweit schon gar nicht, fragen Sie doch mal in Polen und Tschechien nach, was die von Kohleverstromung halten.

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        Horst sagte:

        Es geht NICHT um das BAUEN, sondern um das REKULTIVIEREN.

        Darüber hinaus lebe ich nicht in Polen und Tschechien, sondern hier. Wenn Sie in Opole oder Mělník wohnen möchten, neben einem Kohlekraftwerk, siedeln Sie über. Der Verlust wäre zwar nicht zu verschmerzen, aber in Kauf zu nehmen. Diesen Blog können Sie mit wertvollen Kommentare auch von dort – dank sicherer Stromversorgung aus Kohle – weiterhin füttern.

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        Richard Ott sagte:

        „Es geht NICHT um das BAUEN, sondern um das REKULTIVIEREN.“

        Ja und? Ein Bauprojekt bleibt es im weitesten Sinne trotzdem. Das ist Diskutieren auf Kevin-Kühnert-Niveau. („Ich hab doch gar nicht von Enteignungen geredet sondern von Vergesellschaftungen, so unfair!“)

        „Der Verlust wäre zwar nicht zu verschmerzen, aber in Kauf zu nehmen. Diesen Blog können Sie mit wertvollen Kommentare auch von dort – dank sicherer Stromversorgung aus Kohle – weiterhin füttern.“

        Stellen Sie sich das mal vor! Ich könnte meine Kommentare dank grundlastfähigem Kohlestrom jederzeit posten, während Sie darauf warten müssen, dass der Wind weht oder die Sonne scheint damit Sie mal wieder Strom haben. Kaum erträglich scheint mir der Gedanke, bei einer Dunkelflaute in Deutschland dann mehrere Tage auf ihre geistreichen Repliken warten zu müssen. Deshalb ist der deutsche Kohleausstieg ja ein schwerwiegender politischer Fehler.

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        Horst sagte:

        „Deshalb ist der deutsche Kohleausstieg ja ein schwerwiegender politischer Fehler.“

        Das sieht die Mehrheit offensichtlich anders. Lediglich Sie, als einer der wenigen einsamen Wölfe (obwohl diese in Mitteldeutschland sich ja wieder ansiedeln) sind anderer Ansicht.

        Und wie Sie richtigerweise bereits erkannten: Ein Großteil der betroffenen 8.500 Mitarbeiter im Lausitzer Kohlebecken wird bis 2040 im Ruhestand verweilen. Deren Kinder und Enkelkinder werden in anderen Industriezweigen tätig sein.

        Warum immer so hysterisch?

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        „Ein Großteil der betroffenen 8.500 Mitarbeiter im Lausitzer Kohlebecken wird bis 2040 im Ruhestand verweilen. Deren Kinder und Enkelkinder werden in anderen Industriezweigen tätig sein.“

        2040 Industrie? In Deutschland?? Glauben Sie wirklich, dass die Herstellung von feministisch-veganen Brotaufstrichen mit CO2-Kompensation so viele gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen wird? Naja, wenn andauernd Stromausfall ist, dann vielleicht schon. ;)

        Das wirkliche Problem begreifen Sie aber gar nicht: Die Wertschöpfung pro Arbeiter im modernen Kohlebergbau ist extrem hoch, genau so wie der Kapitaleinsatz. Wenn der Bergbau weggefallen ist, fallen auch die üppigen Steuereinnnahmen weg, und damit zum Beispiel die Möglichkeit, grüne Insektenzähler und SPD-Frauenbeauftragte in den Gewerbesteuer-kassierenden Kommunen in der Lausitz mit durchzufüttern.

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        Horst sagte:

        Hohe Produktivität? Hoher Kapitaleinsatz?

        Ich KANN Ihre Argumentation NICHT nachvollziehen:
        https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/deutschland-subventioniert-kohle-oel-und-gas-mit-46-milliarden-euro-pro

        Ohne Subventionen durch die Allgemeinheit wäre der Abbau für die Konzerne ein Verlustgeschäft.

        46 Milliarden Euro pro Jahr!

        Die 80 Mrd. EUR sind lächerlich im Vergleich zu dieser Summe!

        Und dass Sie über DIE Ottsche Glaskugel verfügen und daher ins Jahr 2040 blicken können, war mir bisher NICHT bekannt.

        Atmen Sie doch mal wieder einmal tief durch und unternehmen einen ausgedehnten Spaziergang. Boxberg bietet sich z.B. an. Dort soll die Luft ganz besondere Wirkungen auf Ihr Nervensystem ausüben. Vielleicht verbinden sich sogar einige Synapsen erneut.

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        Richard Ott sagte:

        Lesen Sie eigentlich die Links, die Sie als Erwiderung an mich so gerne hektisch herbeigoogeln?

        Aus Ihrer Greenpeace-Presseerklärung:
        „Hauptnutznießer der fossilen Subventionen ist mit 28,5 Milliarden Euro der Verkehr. Mit knapp acht Milliarden Euro ist der künstlich verbilligte Diesel die größte Einzelsubvention. Die Steuerbefreiung für Flugbenzin schlägt mit 7,5 Milliarden zu Buche, die Entfernungspauschale mit gut fünf Milliarden, die Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge mit 4,4 Milliarden und das Dienstwagen-Privileg mit drei Milliarden.“

        Was hat das mit Kohle zu tun? Glauben Sie, Kerosin und Diesel werden aus Braunkohle hergestelt?

        „Atmen Sie doch mal wieder einmal tief durch und unternehmen einen ausgedehnten Spaziergang. Boxberg bietet sich z.B. an. Dort soll die Luft ganz besondere Wirkungen auf Ihr Nervensystem ausüben. Vielleicht verbinden sich sogar einige Synapsen erneut.“

        Ich habe zu DDR-Zeiten tatsächlich in der Nähe von einem Heizkraftwerk gewohnt, in dem Kohle verbrannt wurde. Das war gar nicht schön, lag aber daran, dass sich der SED-Pleitesozialismus keine moderne Filtertechnik für die Abgase von Heizkraftwerken in der Provinz leisten konnte oder wollte – die Versorgung der Parteikader in Ost-Berlin war da wichtiger und teurer. Die Luftqualität auch direkt neben einem Kohlekraftwerk ist heute viel, viel besser – waren Sie schonmal in der Nähe von einem, oder kennen Sie die nur aus Greenpeace-Pressemitteilungen mit manipulativ ausgewählten Gruselfotos?

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        Horst sagte:

        „Was hat das mit Kohle zu tun? Glauben Sie, Kerosin und Diesel werden aus Braunkohle hergestelt?“

        Nicht mehr. Die Verfahren aber sind bekannt (seit fast 100 Jahren) und wurden bis 2004 in D auch angewendet.

        Wäre es ausgeschlossen, bei steigendem Ölpreis, dass diese Verfahren wieder reaktiviert werden?

        Und bitte, zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehört die Inbezugnahme aller fossilen Energieträger. Und diese werden mit 46 Mrd. EUR p.a. subventioniert.

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        Richard Ott sagte:

        Worauf wollen Sie hinaus, etwa auf die Fischer-Tropsch-Synthese? Die Verfahren zur Umwandlung von Kohle in flüssige Kohlenwasserstoffe zur Verbrennung in Flugzeugtriebwerken oder Verbrennungsmotoren sind so aufwendig, dass sie nur dann wirtschaftlich interessant sind, wenn aus irgendeinem Grund kein Erdöl verfügbar ist, zum Beispiel wegen eines Embargos oder schweren Lieferproblemen.

        „Wäre es ausgeschlossen, bei steigendem Ölpreis, dass diese Verfahren wieder reaktiviert werden?“

        Na das will ich doch hoffen dass die reaktiviert werden! Ich werde lieber verflüssigte Kohle tanken statt eine Preisexplosion oder gar Rationierung von Benzin hinzunehmen.

        „Und bitte, zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehört die Inbezugnahme aller fossilen Energieträger. Und diese werden mit 46 Mrd. EUR p.a. subventioniert.“

        Schon wieder Kevin-Niveau. Wir hatten über Braunkohlebergbau in Ostdeutschland gesprochen und nicht „ganzheitlich“ über alle möglichen fossilen Energieträger.

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        Horst sagte:

        Da Sie es genauer wissen möchten:

        https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/umweltschaedliche_subventionen_2014_0.pdf

        Seite 62 – Subventionen gesamt Energiebereitstellung und -nutzung ca. 22 Mrd. EUR – hierunter fällt der Anteil Braunkohle.

        Davon:
        https://rp-online.de/wirtschaft/rwe-und-vattenfall-braunkohle-kostet-15-milliarden_aid-19710147

        Sie sind ein Hasardeur.

        Wie bereits festgestellt, die Summe ist lächerlich im Vergleich zu den jährlich anfallenden Subventionen.

        Und sollte es mit den Erneuerbaren doch funktionieren (voll umfänglich), die Kosten aber höher ausfallen, als geplant, dann wird über das Geldschöpfungsprivileg der Bundesbank die Citoyage des Herrn Stöcker erhöht, damit auch untere Einkommensgruppen sich die Energie von MORGEN leisten können.

        Sie dürfen dann, mit einem subventionierten E-Mobil oder Brennstoff-Vehikel, ist der Ausstieg geglückt, von stillgelegtem Kraftwerk zu stillgelegtem Kraftwerk in Mitteldeutschland fahren und der guten alten Zeit nachtrauern.

        Übrigens bin ich der Ansicht, dass Energie für den Menschen (für dessen Verbrauch), gleich ob regenerativ oder fossil, NICHT vollständig „sauber“ (im Sinne von ökologisch nachhaltig) sein kann. Im Ökosystem wird immer IRGENDJEMAND oder IRGENDETWAS leiden (benachteiligt sein).

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Horst

        Sie müssen schon richtig lesen. Aus Ihrer verlinkten Quelle, Seite 62:
        Begünstigungen für die Braunkohlewirtschaft
        min. 279 Mio. EUR
        Energiesteuervergünstigungen für Kohle
        190 Mio. EUR
        Dazu noch aus dem verlinkten RP-Artikel:
        „Auf den Strom, den Braunkohle-Bagger und Kraftwerke benötigen, müssen RWE und Co. kaum Ökostrom-Umlage zahlen, das bedeutet eine Vergünstigung von 1,3 Milliarden Euro im Jahr. Als größten Brocken (13,2 Milliarden) führt die Studie die externen Kosten auf, die durch Feinstaub-, Quecksilber- und Kohlendioxid-Emissionen entstehen. Dazu zählen Gesundheits- und Umweltschäden.“

        85% von den angeblichen 15 Milliarden „Subventionen“ sind von einem Öko-Institut postulierte angebliche externe Kosten basierend auf fiktiven Preisen für die bösen CO2-Emissionen und so weiter, tatsächliche Subventionen im volkswirtschaftlichen Sinn sind ungefähr 1,5 Milliarden EUR pro Jahr. Dagegen sind 80 Milliarden schon ein ganz schön großer Betrag, oder?

        Hinzu kommt noch, was Sie in Ihrem Begeisterungsschub für die Energie von MORGEN (wird die noch etwa innovativer und klimafreundlicher WENN MAN WÖRTER IN GROSSBUCHSTABEN SCHREIBT?) offenbar vergessen, dass grundlastfähige Energie einen externen Nutzen hat. Wie groß der ist, werden Sie spätestens dann feststellen, wenn Sie in der ersten Dunkelflaute zu Hause ohne Strom dasitzen und sich dann nicht einmal bei mir in der Kommentarfunktion ausheulen können.

        Ein hanebüchener Finanzierungsplan übrigens, und da nennen Sie mich noch einen Hasardeur – zahlt der Staat von dem frisch gedruckten Geld dann auch eine Entschädigung bei Stromausfällen? Wenn ja, dann wären ja alle glücklich. ;)

      • Avatar
        Horst sagte:

        Es ist erstaunlich, dass Sie derjenige zu sein scheinen, der darüber entscheidet, dass externe Kosten NICHT einberechnet werden.

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        Richard Ott sagte:

        @Horst

        Jeder kann rechnen wie er will, insbesondere dann, wenn er wie das Öko-Institut offensichtlich eine politische Agenda verfolgt. Bei einer ehrlichen Rechnung, die externe Kosten einschließt, müsste aber auch der externe Nutzen berücksichtigt werden – und sobald externe Effekte auftreten stellt sich natürlich grundsätzlich immer die Frage, wie die eigentlich in Geld quantifiziert werden. Bei der angeblich so schädlichen CO2-Externalität hat das Öko-Institut die Kosten sicherlich zu hoch angesetzt, schon um das ideologisch gewünschte Ergebnis zu produzieren und der aktuellen Klimahysterie gerecht zu werden.

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    Dietmar Tischer sagte:

    @ Michael Stöcker

    >„Laut der globalen IRENA-Datenbank werden über drei Viertel der Onshore-Windkraft und vier Fünftel der Photovoltaik-Kapazität, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, Strom zu niedrigeren Preisen erzeugen als die günstigsten neuen Kohle-, Öl- oder Erdgasoptionen. Äußerst wichtig dabei ist, dass sie dies ohne finanzielle Unterstützung schaffen werden.“ >

    Das mag so sein, ich kann und will es nicht bestreiten.

    Der Sachverhalt ist aber KEINE Argument gegen das, was ich gesagt habe.

    Denn wenn er so wie behauptet sein sollte, dann ist er es, NACHDEM die regenerative Energieerzeugung SUBVENTIONIERT worden ist. Die niedrigeren Preise sind zwar technologisch bedingt, aber die Kapazitäten, die in Betrieb genommen werden, sind es nicht – sie sind durch Subventionierung entstanden.

    Ihr erster Denk- bzw. Verständnisfehler ist daher:

    Sie glauben, wenn jemand in einem Labor herausgefunden hat, dass sich mit einer bestimmten Technologie eine Einheit Energiemenge BILLIGER oder WENIGER KLIMABELASTEND herstellen lässt als mit allen bekannten und verfügbaren Technologien, wird sich diese bestimmte Technologie durchsetzen.

    Das ist ein Kinderglaube.

    So entwickelt sich nichts im Rahmen von Wirtschaften.

    Alles geschieht innerhalb eines bestimmten sich entwickelnden Bezugs von bestehenden Technologien, Sitten, Gebräuchen, Vorlieben, Nutzenerwägungen etc. sowie darüber hinaus politischer Machtverhältnisse und eines regulativen Rahmens sozusagen punktuell durch Jetzt-Entscheidungen – scheiternd oder Erfolg habend.

    Letzteres war über lange Zeit der Industrialisierung z. B. bis heute die immer effizienter gewordene Energieerzeugung mit Kohle.

    Dann gewann die Kernkraftwerke gewaltig an Boden, weil sich damit elektrische Energie deutlich billiger herstellen ließ.

    Endlagerung, welche Endlagerung?

    Das wurde ausgeblendet, weil nur die Instant-Erzeugung INNERHALB der SYSTEMS zählte, nicht aber die UNBEKANNTEN Folgekosten in einem fortgeschriebenen System.

    Genau das ist der zweite Fehler, den Ihnen R. Ott gerade wieder verdeutlicht hat:

    Es ist nichts zu Ende gedacht bei der Energiewende, weil man nichts zu Ende denken kann.

    Man kann feststellen, dass bei ihr die Energieerzeugung, wenn sie konsistent durchgeführt wird, kein CO2 freisetzt. Das ist es dann auch schon im Wesentlichen.

    Die Energieerzeugung ist Teilaspekt eines Systems, das über so viele Kriterien für SCHEITERN verfügt, dass Aussagen über das, was sich durchsetzen wird, reine Spekulation sind — oder Stimmungsmache.

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      Michael Stöcker sagte:

      @ D. Tischer

      „Ausflüchte schon beim Zinsfehler-Experten,“

      Schaun wir mal.

      „Denn wenn er so wie behauptet sein sollte, dann ist er es, NACHDEM die regenerative Energieerzeugung SUBVENTIONIERT worden ist. Die niedrigeren Preise sind zwar technologisch bedingt, aber die Kapazitäten, die in Betrieb genommen werden, sind es nicht – sie sind durch Subventionierung entstanden.“

      Die meisten Basistechnologien basieren auf staatlicher Grundlagenforschung und sind somit „subventioniert“. Einfach noch mal bei Mariana Mazzucato vorbeischauen: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mariana-mazzucato-im-faz-interview-ueber-aktive-industriepolitik-16233536.html

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        Wenn das so ist und wenn zudem auch noch mit Regulierung GEWOLLT selektiv subventioniert wird, z. B. die E-Mobilität gegenüber der Wasserstoffantrieb, dann BESTÄTIGEN Sie doch, was ich sage, nämlich:

        >Die solare Kreislaufwirtschaft, jedenfalls maßgebende Teile davon, WERDEN subventioniert.

        Das IST politische Lenkung.>

        Und es ist demnach einfach FALSCH zu sagen, was Sie sagen:

        >>Insofern bin ich der festen Überzeugung, dass sich die solare Kreislaufwirtschaft auch ohne Subventionierung ALLER Energieträger (auch Kohle- und Atomstrom werden massiv subventioniert) durchsetzen wird; nur eben etwas langsamer als mit politischer Lenkung.>

        Denn wenn es nichts gibt, was nicht subventioniert und reguliert wird, dann kann sich auch nichts durchsetzen OHNE Subventionierung aller …

        Ihre feste Überzeugung beruht auf etwas, das es IHRER eigenen Meinung nach faktisch nicht gibt.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „Und es ist demnach einfach FALSCH zu sagen, was Sie sagen:“

        Es ist nur deshalb falsch, weil Sie mich falsch verstehen wollen. Es ist eine Binse, dass bislang die erneuerbaren Energien staatlich gefördert wurden; ebenso wie Kohle und Kernkraft. Meine These bezieht sich auf die ZUKUNFT. Das hätte Ihnen bei verständigem Lesen eigentlich klar sein können. Aber ich präzisiere für Sie gerne meine These wie folgt, damit sie auch sophistischer Spitzfindigkeit standhält:

        Insofern bin ich der festen Überzeugung, dass sich ZUKÜNFTIG die solare Kreislaufwirtschaft auch ohne WEITERE Subventionierung der erneuerbaren Energien durchsetzen wird; nur eben etwas langsamer als mit politischer Lenkung.

        LG Michael Stöcker

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Es ist nur deshalb falsch, weil Sie mich falsch verstehen wollen. Es ist eine Binse, dass bislang die erneuerbaren Energien staatlich gefördert wurden; ebenso wie Kohle und Kernkraft.>

        Natürlich ist das eine Binse.

        Aber ich habe Sie trotzdem nicht falsch verstanden, sondern sie haben falsch formuliert.

        Sie haben jetzt nicht nur präzisiert, sondern ANDERS formuliert.

        Dieser neuen Formulierung ist entgegenzusetzen, dass die solare Kreislaufwirtschaft selbstverständlich WEITER subventioniert wird und daher Ihre Überzeugung auf einem counterfactual beruht – was wertlos ist, weil man nicht von etwas überzeugt sein kann, was es nicht gibt.

        Sie hätten sagen müssen:

        „ … durchsetzen WÜRDE …“

        Damit würden Sie ausgedrückt haben, was Ihrer Meinung der Fall wäre, wenn etwas anderes geschehe, hier: wenn nicht mehr subventioniert würde.

        Das wäre eine Überzeugung, die man haben oder nicht haben, aber nicht als unlogisch angreifen kann.

        Alles mal wieder Spitzfindigkeit, na klar.

    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      „Alles geschieht innerhalb eines bestimmten sich entwickelnden Bezugs von bestehenden Technologien, Sitten, Gebräuchen, Vorlieben, Nutzenerwägungen etc. sowie darüber hinaus politischer Machtverhältnisse und eines regulativen Rahmens sozusagen punktuell durch Jetzt-Entscheidungen – scheiternd oder Erfolg habend.“

      Da kann ich Ihnen folgen. Aber ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.

      „Es ist nichts zu Ende gedacht bei der Energiewende, weil man nichts zu Ende denken kann.“

      Richtig, Herr Tischer. Aber deshalb sollte man doch nicht im Attentismus verharren.

      „Die Energieerzeugung ist Teilaspekt eines Systems, das über so viele Kriterien für SCHEITERN verfügt, dass Aussagen über das, was sich durchsetzen wird, reine Spekulation sind — oder Stimmungsmache.“

      Die Zahlen sprechen für sich (siehe auch der heutige Beitrag von Dr. Stelter zur McKinsey Studie).

      LG Michael Stöcker

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  5. Avatar
    Max Blauer sagte:

    Kann es sein, dass BTO immer mehr nach links driftet, ins Hauptmittelstromrinnsal? Herr Stelter zitiert auffallend oft den Spiegel, Relotius-Presse und Sturmgeschütz? Gegen was, besser gegen wen eigentlich? Die Gemeinde der Kommentatoren greift jeden sofort polemisch an, der die AfD als positives Pendant zum Konglomerat aller übrigen unfähigen, sozialistischen Politiker zu nennen. Schade um diesen Blog, war schon mal besser, intellektueller und österreichischer.

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      Eva Maria Palmer sagte:

      @ Herrn Max Blauer

      „…..Blog war schon mal besser, intellekttueller und östereichischer“.

      Danke für die Ehren-Rettung der unschuldigen AfD, der man mangels Regierungstätigkeit nichts Wichtiges vorwerfen kann, den anderen politischen Volksschädlingen aber schon.

      Meinen Sie mit „östereichischer“ den so sehr von mir geliebten Herrn Hayek, oder den zu kurz geratenen Herrn Kurz?

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        Max Blauer sagte:

        Wir kommentieren hier in einem wirtschaftlich orientierten Blog, also meine ich namentlich den Realitätsbezug der Österreichischen Schule: Dr. Stelter argumentiert schlüssig und wie ich finde nachvollziehbar – und folgt der Argumentation von Peter Boehringer – läßt sich dann jedoch regelmäßig dazu herab, die Nazikeule gegen die Vertreter der eigenen Meinung zu schwingen – und degradiert die Originalität seiner Äußerungen gleich mit, indem er die Propagandamedien hofiert. Die Kommentatoren hier schimpfen zwar zu recht auf die Situation in Deutschland, sobald man aber gerade auf die Partei verweist, die – quasi als Alleinstellungsmerkmal – richtige Lösungsansätze anbietet und sich Basisdemokratie ins Parteiprogramm geschrieben hat, herrscht (wie ferngesteuert) Schnappatmung und diese Leute sind sich nicht zu fein andere zu Beschimpfen. Damit tragen sie ihr Mitläufertum zur Schau. Und das ist zwar nicht gleich Sozialismus, aber der geistig-mentale Nährboden für Totalitarismus, den der Sozialimus braucht. Es drängen sich die Fragen auf: Was wollen die eigentlich? Und – wenn dieses Grüppchen (schon) die deutschen Itellektuellen sind – wo führt das (wieder) hin?

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Max Blauer

        Sie haben das Motto dieses Blogs noch nicht verstanden: think beyond the obvious. Herrn Dr. Stelter geht es um Erkenntnisfortschritt und nicht um die Huldigung irgendeiner Glaubenslehre. Insofern ist es durchaus hilfreich, auch mal bei den anderen Religionen vorbei zu schauen.

        Wenn es Ihnen allerdings weniger um Erkenntnis gehen sollte, sondern um den Tanz ums Goldene Kalb, dann folgen Sie dem Ratschlag von Wolfgang Selig und zelebrieren die heilige Messe mit dem Oberpriester Thorsten Polleit: https://www.welt.de/finanzen/article123538808/Gericht-stoppt-Gold-Schwindel-unter-falschem-Namen.html

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Max Blauer

        Herzlich willkommen. Wie Sie sehen, sind wir hier sehr tolerant, hier gibt es sogar Gold-hassende Magic-Money-Tree-Gläubige wie Herr Stöcker, die oft auf Missionstour sind.

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      Wolfgang Selig sagte:

      @Herrn Blauer:

      Sie diagnostizieren das m.E. schon ziemlich richtig, aber die Bedeutung von bto wandelt sich gerade. Das merken Sie daran, dass nicht mehr sieben, sondern siebzig Kommentare unter einem Artikel stehen.

      Herr Dr. Stelter war früher nur Insidern bekannt. Durch Auftritte in den Medien und sein „Märchen“-Buch wandelt sich sein Bekanntheitsgrad und seine Funktion. Er wird vom Ideengeber für geldpolitisch Interessierte zur Autorität für breitere Bevölkerungsschichten. Gleichzeitig zum Ansprechpartner für Mainstreammedien, die einen liberal-konservativen Wirtschaftsfachmann suchen, der von der meinungsführenden wirtschaftsunkundigen Klasse noch nicht als radikal eingestuft wird. Roland Tichy wird schon fast nirgendwo mehr eingeladen, von Dr. Weidel oder Herrn Böhringer nicht zu reden.

      Das stufen Sie eventuell als Verrat an der reinen Lehre wie z.B. der von Mises oder Hayek ein. Kann man so sehen. Man kann ihn aber auch als Brückenbauer sehen, der zwischen den Extrempositionen vermitteln kann und will.

      Meiner Meinung nach werden wir im und nach dem margin call solche Leute brauchen, wenn wir nicht wollen, dass bei uns nationale Kapitalisten wie die AfD und internationale Sozialisten wie die Grünen sich buchstäblich die Köpfe einschlagen, wenn die Verteilungskämpfe stark zunehmen. Denn die Politik, vor allem die Volksparteien können das nicht mehr. Die Qualität des dortigen Personals macht das noch lange Zeit unmöglich.

      Schätzen Sie das bitte nicht zu gering ein. Leute wie Herr Dr Stelter könnten auch privatisieren und sagen, was juckt mich die res publica, also die öffentlichen Angelegenheiten. Tut er aber nicht, genauso wenig wie ein paar andere wie Herr Dr Krall. Seien Sie dankbar dafür und lassen Sie ihm seinen Weg; Sie können ja medial jederzeit zu Herrn Professor Polleit und ähnlichen Leuten wechseln.

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        Eva Maria Plamer sagte:

        @ Herrn Selig

        Als ich Herrn Blauer fragte, was er mit dem „österreichischen“ meinte, war ich froh, endlich mal einen Vertreter oder Sympathisanten der österreichischen Lehre zu finden, der in diesem Blog so gut wie nie vorkommt.

        Sein Text „ferngesteuerte Schnappatmung bei der Erwähnung der politischen Alternativen“ deuted darauf hin, daß viele Foristen gegenüber den Alternativen sehr reserviert gegenüberstehen, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

        Die andere Seite, wie z.B. die Anhänger des keynesianischen Geldsozialismus, die mit Helikoptern Geld abwerfen wollen, oder wie die Japaner eine endlose Verschuldung propagieren, kann ein vernünftiger Mensch nicht ernst nehmen.

        Für mich agieren diese Leute wie bezahlte Trolle eines erfolglosen Wirtschaftssystems in der EU, vielleicht auch weil sie von dort bezahlt werden.

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    Evi Dent sagte:

    Dieses kleine überschaubare Molekül aus zwei Sauerstoffatomen und einem Kohlenstoffatom wird nun zertifiziert, mit Prozentrechnung traktiert, im Gigatonnenbereich abgewogen und einiges mehr.

    Wieviel wiegt , bzw. welche Masse hat denn ein Liter CO2? Weiss das hier jemand?

    Auch mir mißbehagt die aktuelle Kreuzschiffahrt. Dieses vielmehr wegen dem enormen Brenn- und Rohstoffverbrauch von jeder einzelnen dieser schwimmenden Luxusstädte, als dem CO2 Ausstoss.
    Die Titanic fuhr bekanntlich noch mit Kohle. Sie war auch nichts anderes als ein Kraftwerk, welches zu ihrer Zeit mühelos eine mittlere Stadt hätte mit Energie versorgen können.

    Flugreugträger hat die Kritik noch nicht angefochten. Gut , derartige Schiffe sind oftmals nukleargetrieben. Nur fahren sie nie alleine herum , sondern haben einen ganzen Schwarm von allen möglichen CO2 relevantenSchiffen als dauernde Begleitung zusätzlich zu dem , was sie selber tragen und wofür Sprit nicht zu knapp mitgeführt sein muss.

    Ohne einen genauen Beleg dafür zu haben behaupte ich , dass jeder einzelne dieser Verbände enorme Kraftwerksqualität hat. Dabei bleiben die mitgeführten Waffen ausdrücklich unberücksichtigt.
    Ausstiegsgedanken sind mir in diesem Bereich nicht bekannt.

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        Richard Ott sagte:

        „Grob pi mal Auge hat der Liter gasförmiges CO2 2g Masse – bei Normaldruck auf Normal Null wohlgemerkt.“

        Umso beeindruckender, dass die heilige Greta jedes der gefährlichen CO2-Moleküle in einem dm³ (für Youtube-Klimakids: das ist „1 Liter“, keine neue Drogeriekette) mit ihren Augen sehen kann. Halleluja!

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    Hansjörg Pfister sagte:

    „Der Ökologismus ist…Zerfallsprodukt des Marxismus. Die gescheiterte Verelendungsthese wird durch die Öko- und Klimakatastrophe ersetzt. Ziel ist die Auslöschung des Kapitalismus – und damit der westlichen Freiheit“
    Sehe ich genauso. Ich habe mir das Geschwurbel von denen reingezogen. Ich kenne meine Pappenheimer, die sind so drauf. Sie haben es geschafft ihren intellektuellen Müll in den Mainstream einsickern zu lassen. Was haben wir doch für Looser in unserer Journaille, die sich dafür einspannen lassen. Bin nur gespannt wie weit die gehen. Bleibt es bei sozialer Ausgrenzung ihrer Gegner und dem Versuch sie wirtschaftlich zu ruinieren? Aber wie dem auch sei, der Sozialismus endet immer im totalen moralischen und wirtschaftlichen Bankrott!

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      ruby sagte:

      Die Analyse von @Verleihnix und Ihre Frage Herr Pfister enden in Totalitarismusstrukturen oder -Gesellschaften. Die Ironie dabei scheint, daß diese aus den Auswanderungsstaaten der Neuen Welt kommt, wo die Menschen dem Absolutismus entgehen wollten und einen Liberalismus entwarfen, der jetzt ins Gegenteil mutiert. Können einzelne Freiheit wieder zurück gewinnen und sich den Raum dafür bewahren?

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    Dietmar Tischer sagte:

    >Bleibt die Frage: Wieso stellt angesichts dieser Daten niemand den Kohleausstieg für 80 Milliarden infrage: Besteuerung und höhere Preise für Zertifikate erfüllen den gleichen Zweck und wir könnten das Geld besser ausgeben.>

    Falsche Frage.

    Richtige Frage:

    Was passierte, wenn wir zwar den Kohleausstieg WOLLEN (müssen) aufgrund der Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung, den Regierungsparteien und den Medien, ihn aber nicht mit 40 bis 80 Mrd. „begleiten“ würden?

    Es gäbe Aufstände in den betroffenen Abbaugebieten mit weitreichenden gesellschaftlichen und politischen Folgen, die man aus gutem Grund tunlichst vermeiden sollte.

    Daher:

    Die 40 bis 80 Mrd. sind im Wesentlichen „Ruhigstellungskosten“.

    Man wird in einigen Wochen sehen, die betroffene Bevölkerung das in Ostdeutschland annimmt.

    Mein Eindruck ist, dass die Wahlergebnisse beweisen werden:

    Sie glaubt nicht daran, weil sie das Vertrauen in die Politik längst verloren hat.

    Frau Finke-Röpke und Herr Richard Ott haben es nicht so ausgedrückt und argumentieren etwas anders, liegen aber auf dieser Linie.

    Wer mit Land und Leuten auch nur etwas vertraut ist, kann keine andere haben.

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      troodon sagte:

      @ D.T.
      Einmalig 80 Mrd. € sind viel Geld. Stimme Ihnen bei der „Ruhigstellung“ zu.

      Gerade deshalb ist und bleibt es ein Trauerspiel, dass das BRUTTOgeldvermögen der privaten Haushalte in D so renditearm investiert ist. 1% mehr Rendite entspricht 60 Mrd € p.a. Darüber macht man sich in D viel zu wenig Gedanken. Und 1% mehr ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern keine Utopie…
      https://www.dia-vorsorge.de/sparverhalten/die-deutschen-sparen-sich-arm/
      https://ifunded.de/de/blog/geldanlage-warum-wir-europa-zu-den-underperformern-gehoeren/

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ troodon

        Trauerspiel ist höflich – und untertrieben.

        Denn das gesellschaftliche Desaster ist vorprogrammiert.

        Man ist sich in Deutschland weitgehend einig, dass der Staat richten muss, was das Sparbuch nicht schafft.

        Aber nein, er solle bloß keinen Fonds auflegen, das wäre kapitalistische Ausbeuterei mit Plünderung der Dritten Welt und zudem noch klimaschädlich.

        Der Staat muss einfach nur liefern, es ist ja genug Geld da.

        Verblendung, wohin man schaut.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ D.T.
        Bedauerlich , dass auch das Thema „Bürgerfonds“ eher von den Grünen besetzt
        wird.
        Merz wird durch sein Engagement bei Blackrock immer als reiner Lobbyist abgestempelt werden, wenn er sich für Aktien etc. ausspricht.

      • Avatar
        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon, @ D. Tischer
        Ich denke, Sie verkennen die Psyche des Durchschnittsbürgers.
        Dieser Durchschnitts(klein-)bürger, zu denen ich mich auch zähle, will kein Kursrisiko eingehen. Er will seinen Notgroschen mündelsicher anlegen, zu Zinsen, die die Inflationsrate kompensieren. Er will nicht ständig Kurse verfolen müssen, um notfalls im richtigen Zeitpunkt Aktien zu verkaufen oder zu kaufen. Dazu ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll und mein „Riecher“ ist dafür nicht ausgebildet. Früher war dieses „Vergessen“ einer sicheren Geldanlage möglich. Daß es heute nicht mehr so ist, ist ein Grund für die Wut auf die Regierung.
        Spielen mit Risiko tun die Bürger mit 10 Euro im Lotto, aber nicht mit ihrer Alterssicherung oder ihrem Notgroschen.
        Stellen Sie sich vor, Sie hätten im Jahr 2000 Aktien gekauft und hätten diese Aktien im Jahr 2009 verkaufen müssen, weil Sie eine teure, lebenswichtige medizinische Operation bezahlen müssen. Dann hätten Sie ihr Vermögen halbiert.

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        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        „Spielen mit Risiko“

        Diese Einstellung/Aussage ist genau eines der Probleme. Die sinnvolle Lösung ist doch nicht, die Deutschen zu einem Volk von Spekulanten (Spielen mit Risiko) in Einzelaktien zu machen.
        Es kommt, wie auch Dr. Stelter immer wieder betont, auf die sinnvolle Streuung des Vermögens drauf an. Der Einzelne mag damit überfordert sein. Deshalb ist es auch in D sinnvoll auf einen „Bürgerfonds“ zu setzen, denn auf Einzelebene wird sich kaum ein schneller Mentalitätswandel zeigen, der zudem über ein „Spielen mit Risiko“ hinaus ginge.

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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Ulrich Remmlinger

        Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Einschätzung des deutschen Durchschnittsbürgers.

        Da er so ist, gibt es auch keine öffentliche Debatte darüber, wie man am besten an der Schaffung des Wohlstands beteiligt sein könnte – natürlich auch mit Risiken.

        Die Partizipationskultur ist dann eben so wie sie ist:

        Arbeiten, Geld aufs Konto oder zur Versicherung.

        Wenn es am Ende nicht lang, muss umverteilt werden – man hat ja nichts falsch gemacht.

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon
        Der von Ihnen gewünschte „Bürgerfond“ war, gefühlt und damals von der Regierung auch so beworben, die Telekom-Aktie. Auch ich bin damals drauf reingefallen. Gebranntes Kind……
        Richtig wäre der von Dr. Stelter geforderte Schuldenschnitt, danach eine Ausgabendisziplin der Regierungen ohne neue Verschuldung und die Rückkehr zu normalen Zinsen. Aber all dies wird mit Sicherheit nicht kommen und die Wut der Bürger über die kalte Enteignung wird weiter bestehen.

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        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        „Bürgerfond“ war, gefühlt und damals von der Regierung auch so beworben, die Telekom-Aktie. “

        Eine einzelne Aktie ist IMMER Spekulation und hat nichts mit einer strukturierten, vernünftigen Vermögensanlage zu tun.
        Emissionspreis der ERSTEN Tranche der Telekom war übrigens 28,5 DM in 11/1996. Anfang 2000 hatte dann der DAX die größte jemals erreichte Bewertungsblase mit einem KBV von >3. Diese entspräche heute einem Indexstand von > 24000. Es war folglich die Gier, die im Jahr 2000 um sich Griff, mit einem Kurs von teilweise > 100 EURO pro Telekom Aktie.

        Daraus zu schließen ein weltweit breit gestreutes Investment in Aktien sei generell „Spielen mit Risiko“ vergibt eben auch die Chancen und darf sich dann über die Konsequenzen nicht wundern. Selbstverständlich gibt es auch Risiken. Aber Anleger in D versenken lieber Milliarden z.B. in geschlossenen Fonds (Schiffsbeteiligungen etc.) als einen ANGEMESSENEN Teil in Aktien(fonds)/ETF’S zu investieren, weil sie Kursschwankungen nicht ertragen…

        Niemand wird ernsthaft einem Rentner, bei dem die Rente gerade so zum Leben reicht und der über ein Notreserve von 10 TEU verfügt, empfehlen in Aktien zu investieren. Da ist der Zug abgefahren.

        Aber bei ~ 100tsd US$ durchschnittlichen Finanzvermögen je Erwachsenen in D, gibt es eben auch Anleger, die investieren könnten. Und wer als Rentner monatlich immer etwas übrig hat, darf ruhig Kinder, Enkel, Nichten oder Neffen mit einem kleinen monatlichen Sparplan in einem ETF erfreuen. Langfristige Beteiligung am nominalen Wachstum der Weltwirtschaft.

        Und da dies nicht ausreichend geschieht, wäre ein „Bürgerfonds“ wahrscheinlich eine Maßnahme, die helfen würde, diesen Missstand langsam zu beseitigen, da das Vertrauen darin, wenn richtig aufgebaut, relativ hoch sein dürfte in der Bevölkerung.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Tischer

      „Die 40 bis 80 Mrd. sind im Wesentlichen „Ruhigstellungskosten“. Man wird in einigen Wochen sehen, [ob] die betroffene Bevölkerung das in Ostdeutschland annimmt“

      Fehlte da ein „ob“ – von mir eingefügt? Die Bevölkerung in den Braunkohlerevieren wird das Geld natürlich nehmen – aber trotzdem weiter AfD wählen. Die jungen und hoch spezialisierten Arbeiter in der Braunkohleindustrie, die richtig viel Wertschöpfung erzeugen, werden auch nach dem Ausstieg in Polen und Tschechien gute Arbeit finden, die Reviere dort sind ja nicht soo weit weg. Für die älteren fallen der geplante Ausstieg 2038 und der Renteneintritt ungefähr zusammen. Bleiben wird das Gefühl, nach 1990 schon wieder über den Tisch gezogen worden zu sein und in einer Region zu leben, die aufgund von politischen Wahnvorstellungen irgendwelcher Werbeagentur- und Bioladen-Grüner sowie Volkserziehungs-Journalisten mit persönlichem Sendungsbewusstsein aus westdeutschen Großstädten ihre wirtschaftliche Grundlage entzogen bekam. Das gibt eine Menge AfD-Stimmen, egal wie großzügig irgendwelche Frühverrentungsangebote ausfallen werden.

      Davon abgesehen läuft es echt gut für die AfD, die brauchen im Osten eigentlich gar keinen Wahlkampf machen, so lange Schlagzeilen wie die hier reinkommen:

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article195112471/Oskar-Lafontaine-soll-eine-Fusion-von-Linke-und-SPD-befuerworten.html

      (Für junge westdeutsche Klimahüpfer kurz erklärt: SPD und Kommunisten fusionierten in der DDR nicht ganz freiwillig schon einmal, das war im Jahr 1946. Dabei entstand die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, SED.)

      Antworten
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        Dietmar Tischer sagte:

        @ Richard Ott

        Sorry für das fehlende „ob“.

        Ich sehe das nicht anders als Sie und füge lediglich einige Bemerkungen hinzu, damit bei niemanden falsche Hoffnungen aufkeimen:

        Die AfD wird es nicht richten können – NIEMAND kann es.

        Die Flucht in die Städte ist nicht aufzuhalten, weil dort die Jobs sind, auf jedem Fall die attraktiveren.

        Hier ein passender Kommentar dazu:

        https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ifo-einwohnerzahl-im-osten-so-niedrig-wie-zuletzt-1905-16232683.html

        Ganz schlimm finde ich, dass sich eine erwiesenermaßen konsensfähige Partei wie die CDU mit Leerformeln die Realität schönredet:

        https://www.cdu.de/artikel/gleichwertige-lebensverhaeltnisse-stadt-und-land-ermoeglichen

        Daraus:

        „Strukturschwache Regionen stärken: Wir wollen, dass die Menschen in allen Regionen, in der Stadt und auf dem Land, einen guten Zugang zu allen Leistungen der Daseinsvorsorge haben. Das reicht vom Arzt bis zu Kindergärten und Schulen. Dafür schaffen wir ein neues gesamtdeutsches Fördersystem für strukturschwache Regionen, Städte, Gemeinden und Kreise. Bis Mitte 2019 wird eine Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ Vorschläge erarbeiten.“

        Guter Zugang zu Kindergärten und Schulen, wenn es kaum noch Kinder gibt?

        Ich kann es keinem verübeln, dieses Geschwätz nicht ernst zu nehmen.

        Die Spaltung der Gesellschaft wird sich fortsetzen.

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    Verleihnix sagte:

    „Der Ökologismus ist…Zerfallsprodukt des Marxismus. Die gescheiterte Verelendungsthese wird durch die Öko- und Klimakatastrophe ersetzt. Ziel ist die Auslöschung des Kapitalismus – und damit der westlichen Freiheit“ (Roland Baader)

    Ostdeutschland ist Soldaritätsabgabe-transferabhängig und diese Abhängigkeit wird durch solch einen Kohleausstieg weiter gesteigert, weil es keine privaten Ersatzinvestitionen gibt. Man kann damit jedoch AfD Hochburgen brechen, wenn Zahlungen aus politischen Gründen gelenkt werden.

    Wer sich frägt was die Gesellschaft von den 80Mrd.€ an Gegenwert erhält, hat die Zombienomics noch nicht verstanden. Man generiert in der Gegenwart Kaufkraft durch Versprechen und Ankndigungen für eine Zukunft, die nie eintritt. Versprechen über Qualifikation (Lehrer, Professoren), Katastrophen & Innovation (Wissenschaftler), Auskommen (Bürgergeld)…

    Die Marktwirtschaft darf ihr eigenes Ende finanzieren, weil auch dort jede Investition von staatlichen Zahlungen abhängig wird oder unrentabel ist. (vgl. Solarsubvention bewohnter Gebäude)
    Darüber hinaus drängt sich das Geldmonopol der Zentralbank geradezu auf, fehlende Beträge Gemeinwohl zu schöpfen, ihr Regelwerk ist schließlich menschengemacht.

    Alle diese Ankündigungen sind so ungedeckt wie die Versprechen auf eine bessere Zukunft – so bestätigt das die Vergangenheit. Weil das so ist werden Kritiker beschimpft, diffamiert, bestraft (Hassrede, fake news) und vor allem ausgegrenzt.

    Beim Stand der Dinge ist Flucht keine Alternative, denn die Zielländer sind längst im Konsens der Katastrophen-Propheten aufgegangen. Die Auswanderer von vor 30 Jahren fluchen über denselben Politikwechsel. (->Kanada, Australien, Neuseeland)
    Wie bei uns erfolgt der Wandel der Akzeptanz über die Schulen und Universitäten, deren Abgänger vor allem den Staatsdienst anstreben, oder seine Konzerne.

    „Die Prozesse werden sich fortsetzen, und wie in jeder Schicksalslage werden alle Versuche, sie aufzuhalten und in die Ausgangslinie zurückzukehren, sie eher fördern und beschleunigen. “
    (Ernst Jünger, der Waldgang)

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  10. Avatar
    troodon sagte:

    Was mich interessiert: Glaubt irgendjemand hier, dass es gelingt bis 2050 weltweit Co2 neutral zu sein ? Vielleicht Peter Pan, Christian Hu, Michael Stöcker ?
    Bitte jetzt keine Hinweise, dass Co2 gar kein Problem sei. Darum geht es mir nicht…

    Antworten
    • Avatar
      Richard Ott sagte:

      @troodon

      „Glaubt irgendjemand hier, dass es gelingt bis 2050 weltweit Co2 neutral zu sein ?“

      Wenn Geld keine Rolle spielt und wir uns auf globaler Ebene (!) bewusst dazu entscheiden, die Wirtschaft auf diesem Planeten dabei durch massiv höhere Energiepreise (ein Vielfaches vom aktuellen Niveau) zu ruinieren und den Lebensstandard für alle außer die grünen Parteibonzen entsprechend abzusenken, dann ja. Extrem unwahrscheinlich, aber theoretisch möglich. Aber wozu? Der Schaden wäre viel größer als der Nutzen.

      Das einzige andere mögliche Szenario, das ich sehe, wäre, wenn es plötzlich einen technologischen Durchbruch bei der Kernfusion oder einer anderen, noch völlig unbekannten Energietechnologie gäbe, mit der riesige Mengen „CO2-neutraler“ Energie kostengünstig bereitgestellt werden könnten. Total unplanbar und sehr unwahrscheinlich, aber theoretisch nicht unmöglich.

      Ich gehe aber ganz stark davon aus, dass es nicht gelingen wird.

      Antworten
    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      @ troodon

      In Europa ist das möglich, wenn man denn will und nicht weiter Rücksicht auf die Interessen von RWE & Co. nimmt, im Rest der Welt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Sollten sich die Preise für Wind und Photovoltaik allerdings weiter so entwickeln, dann wird es der Markt regeln und Kohle und Atomkraft weltweit verdrängen; und das dann schon vor 2050. Die Exponentialfunktion sollte nicht unterschätzt werden: https://youtu.be/ssfbq7PVktA

      LG Michael Stöcker

      Antworten
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        Horst sagte:

        Bis dahin aber gilt: Die Zahlungen aus Ihrem Konzept der Citoyage als Mittelverwendung höherer Energiepreise und einer CO2-Steuer, um a) RWE und Co. und den Steuereinnehmer Staat zu füllen (einem früheren Kommentar von Ihnen folgend)?

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        troodon sagte:

        @ M.S.
        „In Europa ist das möglich,“

        1) Also nicht weltweit… Europas Anteil am Co2 Ausstoß ~ 13%
        damit würde definitiv das 2% Ziel verfehlt.

        2) Haben Sie sich einmal die Annahmen angesehen, wie das in Europa zu schaffen wäre ? Ich verweise hier erneut auf die Studie von Energywatchgroup mit schöner Excel Tabelle, so dass man die Annahmen für Europa nachvollziehen kann. Erachten Sie das für realistisch ?

        3) Wenn es nur europaweit gelingt, wie wollen Sie dafür sorgen, dass China, Afrika nicht die europäische Einsparung mehr als überkompensieren. Afrika wächst entweder wirtschaftlich oder Afrika kommt zu uns.
        Ein klimaneutrales Wirtschaftswachstum in Afrika wäre das Ziel. Woher kommt das Geld dafür ?
        Die Industrieländer hatten beim Pariser Klimaabkommen zugesagt haben, die Enwticklungsländer mit jährlich 100 Mrd US$ p.a. ab 2020 zu unterstützen. Ohne die USA wird Europa folglich einen höheren Anteil übernehmen müssen… 2017 waren es wohl 57 Mrd US$
        Wenn es nicht gelingt in Afrika ein klimaneutrales Wirtschaftswachstum zu schaffen, werden die in Europa eventuell unternommenen Maßnahmen keine Wirkung zeigen.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        Ich kann den verlinkten,sinnvollen Beiträgen von Christian Anders keine realistisch umsetzbaren Maßnahmen entnehmen , die meine genannten Punkte/Fragen betreffen.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ troodon

        Das liegt daran, dass Herr Anders keine realistisch umsetzbaren Maßnahmen genannt hat. Er sieht keine weltweit und ich auch nicht. Ich setze hier längerfristig ganz auf die Technologie sowie die Kraft des Marktes; oder um mal wieder den alten Spruch von Sheikh Zaki Yamani zu bemühen:

        The Stone Age did not end for lack of stone, and the Oil Age will end long before the world runs out of oil.

        Insofern bin ich der festen Überzeugung, dass sich die solare Kreislaufwirtschaft auch ohne Subventionierung ALLER Energieträger (auch Kohle- und Atomstrom werden massiv subventioniert) durchsetzen wird; nur eben etwas langsamer als mit politischer Lenkung.

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ M.S.
        „Insofern bin ich der festen Überzeugung, dass sich die solare Kreislaufwirtschaft auch ohne Subventionierung ALLER Energieträger (auch Kohle- und Atomstrom werden massiv subventioniert) durchsetzen wird; nur eben etwas langsamer als mit politischer Lenkung.“

        Dies wird sehr langfristig auch m.E. der Fall sein. In Teilbereichen natürlich jetzt schon.
        Somit aber auch klar, dass das 2° Ziel nicht erreichbar ist (wenn denn die Modelle bzgl. Co2 Auswirkung richtig liegen).

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Michael Stöcker

        >Insofern bin ich der festen Überzeugung, dass sich die solare Kreislaufwirtschaft auch ohne Subventionierung ALLER Energieträger (auch Kohle- und Atomstrom werden massiv subventioniert) durchsetzen wird; nur eben etwas langsamer als mit politischer Lenkung.>

        Wollen Sie die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen oder nicht ehrlich sein?

        Zum einen:

        Die solare Kreislaufwirtschaft, jedenfalls maßgebende Teile davon, WERDEN subventioniert.

        Das IST politische Lenkung.

        Zum anderen:

        Es ist überhaupt nicht ausgemacht, ob es die solare Kreislaufwirtschaft ist oder eine andere auf anderer technologischer Basis es wäre, die sich durchsetzte – überall? –, wenn KEIN Energieträger subventioniert würde.

        Solange ein bestimmter Energieträger GEWOLLT als der durchzusetzende bestimmt ist und für die Durchsetzung so subventioniert wird, dass die anderen als diskriminiert gelten dürfen, ist obige Aussage sinnlos.

        Drittens:

        Man kann eine derartige Durchsetzung betreiben, MUSS es auch tun, wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Ziel erreichen will.

        Denn die Märkte verfolgen keine Ziele.

        Unterirdisch, was Sie hier zur Diskussion beitragen.

      • Avatar
        Michael Stöcker sagte:

        @ Dietmar Tischer

        „Die solare Kreislaufwirtschaft, jedenfalls maßgebende Teile davon, WERDEN subventioniert.“

        Nichts Gegenteiliges habe ich insbesondere für Deutschland behauptet.

        „Es ist überhaupt nicht ausgemacht, ob es die solare Kreislaufwirtschaft ist oder eine andere auf anderer technologischer Basis es wäre, die sich durchsetzte – überall? –, wenn KEIN Energieträger subventioniert würde.“

        Orientieren wir uns doch einfach an den aktuellen Fakten:

        „Laut der globalen IRENA-Datenbank werden über drei Viertel der Onshore-Windkraft und vier Fünftel der Photovoltaik-Kapazität, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, Strom zu niedrigeren Preisen erzeugen als die günstigsten neuen Kohle-, Öl- oder Erdgasoptionen. Äußerst wichtig dabei ist, dass sie dies ohne finanzielle Unterstützung schaffen werden.“ https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Press-Release/2019/May/Costs-2018-Press-Release-German.pdf?la=en&hash=4010E5FA1D4F6D95DF54FA143A579024E8B02043

        LG Michael Stöcker

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Sie begreifen immer noch nicht, dass Photovoltaik und Windstrom nicht grundlastfähig sind, und Sie deshalb nicht nur auf die Grenzkosten beim Zubau schauen dürfen um daraus Ihre, nunja, „windigen“ Prognosen abzuleiten.

        Alle Technologien, die zusätzlich nötig wären, um die sogenannten „erneuerbaren“ Energien alleine grundlastfähig zu machen (Speicherbatterien oder auch das von Ihnen angepriesene Power-to-Gas) machen die tatsächlich nutz- und speicherbare Energie pro kWh dann wieder deutlich teurer als die billigsten fossilen Alternativen.

    • Avatar
      Susanne Finke-Röpke sagte:

      @troodon:

      Ja, eine winzige Chance besteht, wenn die Folgen entsprechend Jahre früher schon bei den wirklich militärisch und wirtschaftlich mächtigen Ländern greifbar spürbar sind (reine wissenschaftliche Prognosen sind hingegen vollkommen egal).

      Wenn Küstenstädte überfluten, Felder verdorren und Millionen Klimaflüchtlinge auf dem Weg sind, kommt der politische Druck. Allerdings anders als diskutiert nicht friedlich mit Technologiewandel und Anreizsystemen, sondern mit massiven Repressionen, Polizei, Militär und innen- sowie außenpolitischen Auseinandersetzungen. Und mit massiven Wohlstandsverlusten. Denn dann werden Normalbürger einfach von Flügen ausgeschlossen, der Strom phasenweise abgeschaltet und CO2-Kontingente je nach militärischer Potenz verhandelt.

      Aber wie gesagt, die Wahrscheinlichkeit für die CO2-Neutralität ist gering. Viel eher werden bisher benachteiligte kalte Gebiete schrittweise einem steigenden Wettbewerbsdruck ausgeliefert sein, z.B. Schottland, Island, Grönland, Kanada, Neuseeland, etc, während andere abrauchen (wie z.B. der Sudan).

      Antworten
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      Johannes sagte:

      @ troodon: „Glaubt irgendjemand hier, dass es gelingt bis 2050 weltweit Co2 neutral zu sein ? “

      Nein. Die Chinesen z.B. werden sich den „Erkenntnissen“ des Weltklimarates nicht beugen. Und China allein ist für ca. 22,5 aller weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich. Und sie bauen fleißig weiter weltweit Kohlkraftwerke, bzw. treten als Geldgeber auf wie die TAZ :-) schreibt…

      „Ein neuer Report des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) zeigt, dass China auch den weltweiten Ausbau von Kohlekraftwerken maßgeblich finanziert. Insgesamt werden derzeit Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 399 Gigawatt global gebaut oder geplant – die meisten davon in Bangladesch, Vietnam, Südafrika, Pakistan und Indonesien. Zum Vergleich: Die rund 150 Kohlekraftwerke in Deutschland haben eine Leistung von 45 Gigawatt.

      Chinesische Staatsbanken haben bereits 21 Milliarden Dollar an künftiger Kohlefinanzierung zugesagt und weitere 14,6 Milliarden in Aussicht gestellt. “

      http://www.taz.de/Kohlekraftwerke-weltweit-im-Bau/!5564169/

      China verfolgt seine Ziele konsequent.

      Antworten
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        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Johannes:

        Da mögen Sie kurz- und mittelfristig recht haben. Der Wendepunkt in China kommt aber dann, wenn das Politbüromitglied der KPC, das für Landwirtschaft zuständig ist, Nahrungsmittelknappheiten aufgrund des Klimanwandels ankündigt. Dann ist Feuer unter der Hütte.

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @Frau Finke-Röpke

        „Der Wendepunkt in China kommt aber dann, wenn das Politbüromitglied der KPC, das für Landwirtschaft zuständig ist, Nahrungsmittelknappheiten aufgrund des Klimanwandels ankündigt.“

        Glaube ich nicht. Falls es so käme, dann würde China einfach mehr Nahrungsmittel aus Afrika, Brasilien, Russland oder vielleicht irgendwann auch mal wieder den USA importieren.

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        So glasklar NEIN, dass man nun wirklich nicht Physik studiert haben muss, um zu erkennen:

        Es ist IRRATIONAL das Ziel weltweiter CO2-Neutralität erreichen zu wollen, wenn es nicht erreichbar ist.

        Statt sich dieser Irrationalität bewusst zu werden, demontieren wir die Basis unseres (Noch)-Wohlstands.

        Soviel Dummheit ist nicht zu überbieten.

    • Avatar
      Peter Pan sagte:

      Ich glaube nicht daran, dass wir unterhalb des 2-Grad-Ziel bleiben werden. Dafür werden wir in den nächsten 15 Jahren noch zu viele fossile Brennstoffe verfeuern.

      Dass wir in 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, davon gehe ich fest aus. Rohöl wird noch eine Weile als Ausgangssubstanz für viele industrielle Produkte (Plastik, Chemikalien, Medikamente, etc.) herhalten müssen. Zumal es sehr preisgünstig werden wird, wenn wir aufhören es zu verbrennen.

      Verweise da nochmals auf die ausgezeichneten Vorträge von Tony Seba, die zahlreich auf Youtube zu finden sind, und schliesse mich der Aufforderung von Herrn Stöcker an: unterschätzen Sie die Exponentialfunktion nicht.

      Antworten
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        troodon sagte:

        @ Peter Pan
        Wen meinen Sie mit „wir“ in „Dass wir in 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, davon gehe ich fest aus.“
        D, Europa, Welt ?

      • Avatar
        Peter Pan sagte:

        Weltweit. 2050 werden selbst die Armen nicht mehr mit Gas kochen.

        Der Kapitalismus hat einen Grossteil Asiens aus der Armut geholt, er wird auch die ländlichen Gebiete Chinas, Indien und Afrika aus der Armut holen. Das Problem dabei ist der enorme Resourcen- und Flächenverbrauch. Seriös prognostizieren lassen sich solch dynamischen Geschehen selbstverständlich nicht, es handelt auch hierbei also lediglich um mein zweifellos biased belief. ;-)

      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        Womit kochen die Armen denn dann? Synthetikbrennstoff? Brennspiegel? Warme Gedanken an Robert Habeck?

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ Peter Pan
        „Der Kapitalismus … wird auch die ländlichen Gebiete … Afrika aus der Armut holen.“
        Ihren Optimismus teile ich nicht. Und selbst wenn die Armut überwunden würde, wird dies klimaneutral geschehen ? Wenn nicht, und der IPCC richtig liegt, dass Afrika der Kontinent ist, der am meisten vom Klimawandel betroffen ist, was wären dann wohl die Folgen für Europa ?

      • Avatar
        Dietmar Tischer sagte:

        @ Peter Pan

        troodon hat eine einfache Frage gestellt.

        Was zeigen die Antworten?

        Ausflüchte schon beim Zinsfehler-Experten, der mal kurz von weltweit auf Europa umschwenkt bis zu Ihnen, der den Kapitalismus mit einem „Herausholen“ verbindet.

        Wissen Sie überhaupt, was Kapitalismus ist?

        Sie wissen es nicht.

        Denn Sie verwechseln ihn mit – einmal positiv ausgedrückt – einer „geläuterten Menschheit“.

        Nichts als Glaubensbekenntnisse …

    • Avatar
      Thomas M. sagte:

      Um mal ein Gespür für die Größenordnungen zu entwickeln…
      https://www.carbonbrief.org/mapped-worlds-coal-power-plants
      Interessant: Den Slider mal von links nach rechts ziehen inkl. „future – planned“.

      Bzgl. Blackout: Ich schätze, dass die Nachbar-Länder ihre Stromproduktion sukzessive hochfahren werden (mit Kohle und Kernenergie) und uns mitversorgen, wenn die Sonne mal nicht scheint oder Flaute ist. Hatte ich neulich ja schon mal geschrieben, dass das der (für die anderen) ökonomischste und (für alle) versorgungsstabilste Weg werden dürfte.

      Ich stelle das gerne als Hypothese zur Prüfung in 20 Jahren – *falls* wir dann weder Kohle- noch Kernkraftwerke haben werden.

      „Wieso stellt angesichts dieser Daten niemand den Kohleausstieg für 80 Milliarden infrage…“

      Tun doch ein paar – aber vernünftige Einwände haben Mächtige noch nie von ihren großen Plänen abgehalten ;)

      Antworten
    • Avatar
      troodon sagte:

      @ all
      Vielen Dank für die Antworten auf meine Frage.
      Das Ergebnis ist noch eindeutiger ausgefallen als ich es erwartet hatte.

      Antworten
      • Avatar
        ruby sagte:

        @troodon
        Nun, da wir der Wahrheit Ausdruck gegeben haben und diese Apokalypseschuldbedrohung beendet, können wir, jeder einzelne, sein Wissen einbringen, um sich den sachlichen Lösungen zur Gesellschaftsgestaltung widmen.
        Stabile Gleichgewichte und realistische Modelle entwickeln geht doch mit Schärfe und Humor, wenn man Steve Keen’s Präsentation mit Mathematik und Logik sowie Leben füllt.
        Also her mit den Kohlen auf Erden😎

      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        @troodon: Die Frage müssten Sie aber noch mal auf ein paar anderen Foren stellen; ich fürchte die Stichprobe hier ist nicht repräsentativ ;)

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        Es ist doch so: Wäre die Menschheit eine recht homogene Masse, die ihre kollektiven Bemühungen auf das Ziel ausrichten würde – dann wäre 2050 realistisch. Ist sie nicht und sie dazu zu machen, davon halte ich auch nichts.

        So tippe ich auf 2090, schon weil das die Wahrscheinlichkeit für fesche neue Technologien erhöht.

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ Thomas M.
        Prof. Quaschning (Herr Stöcker hatte w.o. ein Video von ihm verlinkt) stellt die Frage in seinem Vortrag auf 2040 bezogen. Okay, nochmal 10 Jahre früher, aber dort sind es auch nur rd. 10%, die die Zielerreichung erwarten :)

  11. Avatar
    Johannes sagte:

    bto:“Bleibt die Frage: Wieso stellt angesichts dieser Daten niemand den Kohleausstieg für 80 Milliarden infrage:…“

    Infragegestellt und abgelehnt wird der Kohleausstieg schon: von der größten Oppositonspartei im Bundestag, der AfD. Politisch wird sich mit ihren Argumenten allerdings nicht auseinander gesetzt. Dazu ist das politische Klima inzwischen zu toxisch. An die Stelle der politischen Auseinandersetzung ist inzwischen ein recht brutaler politischer Vernichtungskampf getreten, der mit wachsender Unerbittlichkeit geführt wird und Deutschland zunehmend spaltet.

    Aus Schweizersicht sieht das so aus:

    „Die eigene Moral stellt man höher als das Grundgesetz, und im Namen der eigenen politischen Überzeugungen nimmt man sich das Recht heraus, die bürgerliche Existenz des anderen zu vernichten.“

    https://www.nzz.ch/feuilleton/in-deutschland-herrscht-ein-zunehmend-repressives-klima-ld.1487259

    @ Herrn Stöcker: „So so, die völlig unidiotische Alice Weidel von den Albernaiven für Deutschland“
    Schließe mich Herrn Ott an. Wir sind hier nicht in der TAZ. Und ich hoffe auch sehr, dass sie nicht als weiterer Beleg für die o.g. Schweizer Sicht herhalten wollen.

    Antworten
    • Avatar
      Michael Stöcker sagte:

      „Und ich hoffe auch sehr, dass sie nicht als weiterer Beleg für die o.g. Schweizer Sicht herhalten wollen.“

      Was auch immer Sie damit ausdrücken wollen, lieber Johannes: Es handelt sich um eine ur(ost)deutsche Sicht von Klaus-Rüdiger Mai, die ich teile.

      LG Michael Stöcker

      Antworten
  12. Avatar
    Susanne Finke-Röpke sagte:

    Ich finde, der Forist Wolfgang Selig hatte den eigentlichen Zweck des „Kohleausstiegs“ in dem von Herrn Dr. Stelter verlinkten älteren bto-Beitrag bereits plausibel erklärt. Es geht der Bundesregierung nicht um den Kohleausstieg, es geht um Wahlgeschenke für den Osten, konkret für deren Landesregierungen. Denn die Landesregierungen der ostdeutschen Bundesländer wollen eine Anschlussfinanzierung für den auslaufenden Solidarpakt II und eine Wahlkampfhilfe gegen die AFD. Das und nur das ist der Grund für den Vorwand eines „Kohlekompromisses“. Anders wären 80 Mrd. € der Bevölkerung nicht vermittelbar, daher das Schlagwort „Kohlekompromiss“. Nebenbei punktet man damit auch bei den grünbewegten Wählern im Westen und den großen Städten, die die Mittelverwendung gar nicht mehr genau prüfen.

    Wird aber aus meiner Sicht langfristig nichts helfen. Die Leute wählen im Osten trotzdem AFD, weil sie die Willkommenskultur der Linkspartei nicht mögen, weil für die jüngeren die personellen Verbindungen zur Linkspartei nicht mehr wie bis 1989 vorhanden sind und weil sie kapieren, dass die Energiewende in keinster Weise geschafft wird und sie über steigende Strompreise die Zeche zahlen. Hinzu kommen Bedenken gegen den Wegfall der Grenzkontrollen, der Stabilität des Euro sowie die Rechtsbrüche der Regierung in diesem Zusammenhang.

    Und da spreche ich noch gar nicht von der unterlassenen Schaffung echter Arbeitsplätze. Denn ein Museumsneubau in einer ostdeutschen Großstadt (nur so als Beispiel) schafft für Arbeiter und deren Kinder in der Lausitz weder geeignete Arbeitsplätze noch Tourismus und bringt daher auch kein Wirtschaftswachstum.

    Daher: ein geniales Ablenkungsmanöver der Groko, auf das die versammelte mediale Landschaft hereingefallen ist, weil sie in Jubelstürme über den „erfolgreichen“ Kohleausstieg verfällt. Hilft aufgrund der Themensetzung aber den Grünen als das Original des Kohleausstiegs und der AFD als einzige echte Opposition in dieser Frage.

    Ohne margin call und blackouts bleibt aber die ganz große Umorientierung der Wähler im Westen aus, so dass gerade bei vorgezogenen Bundestagswahlen Union und vor allem die Grünen recht ordentlich abschneiden können. Nur die SPD taumelt mangels Selbsterkenntnis bzgl. der eigenen Fehler vorher schon weiter in Richtung Abgrund…

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      Richard Ott sagte:

      @Frau Finke-Röpke

      „Wird aber aus meiner Sicht langfristig nichts helfen. Die Leute wählen im Osten trotzdem AFD, weil sie die Willkommenskultur der Linkspartei nicht mögen, weil für die jüngeren die personellen Verbindungen zur Linkspartei nicht mehr wie bis 1989 vorhanden sind und weil sie kapieren, dass die Energiewende in keinster Weise geschafft wird und sie über steigende Strompreise die Zeche zahlen. Hinzu kommen Bedenken gegen den Wegfall der Grenzkontrollen, der Stabilität des Euro sowie die Rechtsbrüche der Regierung in diesem Zusammenhang.“

      Ganz genau. Ich möchte hinzufügen: Den Leuten in den Kohlerevieren geht es ums Prinzip, nicht um Geld, von dem sich schon jetzt abzeichnet, dass es größtenteils in sinnlosen Projekten verschwendet werden wird (Museum statt Kohlebergbau, oder noch krasser: die angedachte Umschulung von Braunkohlebergleuten zu Wissenschaftlern (!) in neu zu errichtenden Forschungszentren).

      Die AFD-Hochburgen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg liegen übrigens genau in den Braunkohle-Regionen. Und am Wochenende könnte ein AFD-Politiker die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz gewinnen. Die amerikanische Filmindustrie und deutsche Fernseh-Promis haben schon vor der Wahl des bösen AFD-Buhmannes gewarnt, was die Görlitzer sicherlich sehr beeindrucken wird…

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        Susanne Finke-Röpke sagte:

        @Herrn Richard Ott:

        Sie schreiben: „Den Leuten in den Kohlerevieren geht es ums Prinzip, nicht um Geld,…“

        Genau das ist es, was die Altparteien bzgl. der AFD nicht verstehen. Die haben Prinzipien. Die mögen richtig oder falsch sein (aus meiner Sicht themenabhängig alles beides parallel), aber sie haben welche. In den Groko-Parteien haben die wirklich wichtigen Leute und der Funktionärsmittelbau keine mehr, sonst wären sie nicht in ihren Positionen. Ausgenommen vermutlich Kevin Kühnert und Martin Schulz, die glauben ihren Unfug auch noch voller Inbrunst selbst.

        Und daher können Mainstreampolitiker die AFD-Wähler genausowenig verstehen wie die damaligen Mainstreampolitiker im Westen in den 80er-Jahren die neu entstandenen Grünen verstanden haben. Da gab es auch Überzeugte wie Petra Kelly, die ein Schmidt, Strauß, Dregger oder Kohl nicht verstehen konnten.

        Das geht den meisten Medienleuten übrigens ähnlich, die haben noch weniger Prinzipien als die Groko-Politiker, die in vielen Fällen als junge Leute wenigstens mal mit Prinzipien begonnen hatten.

        Und Warnungen von Film- und Fernsehpromis würde ich nicht so ernst nehmen. Wer in Deutschland entweder GEZ-finanziert oder durch Filmförderung u.ä. am Tropf des Steuerzahlers hängt, sollte erst einmal das eigene Glashaus putzen, statt mit Steinen zu werfen. Außerdem dürften AFD-Leute wie Gauland oder Weidel in den USA vermutlich eher zum äußeren linken Flügel der Republikaner zählen, wenn man mal sieht, welche Meinungen in den Staaten zu den Themen Sozialversicherung, öffentliche Bildung, Grenzsicherung, Einwanderung, Justiz, Todesstrafe oder Militär geäußert werden. Ich habe hier bestimmt keinen repräsentativen Überblick, aber mein Eindruck von den außenpolitischen Kenntnissen des typischen US-Bürgers ist eher bescheiden.

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    General Schmauz sagte:

    Das nächste grosse Ding ist Kohleliquifizierung. Da bin ich investiert. Wenn die Muslemanen uns unser Öl nicht mehr verkaufen wollen, nehmen wir einfach unsere schöne deutsche BRAUNkohle, verflüssigen die und schütten das in den Dieseltank. Ab geht die Post. Die Subventionen sind also nicht für die Katz. Bitte gründlicher recherchieren!

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    Richard Ott sagte:

    Teuer reicht halt nicht, es muss auch noch ineffektiv sein. Das ist die Konsequenz, wenn hysterische Schulschwänzkids und linksgrüne Berufsideologen die Richtlinien der Politik bestimmen.

    Ähnliche Erfolgsmeldungen gibt es übrigens auch aus der Berliner Kommunalpolitik zu vermelden: https://www.morgenpost.de/berlin/article226090187/Neue-E-Busse-in-Berlin-koennen-nur-halben-Tag-fahren.html

    „Nach Informationen der Berliner Morgenpost erledigen die neuen E-Busse dabei bestenfalls einen Halbtagsjob. Etwa von früh morgens bis zur Mittagszeit, spätestens dann müssen die Klimaretter zum stundenlangen Nachladen der Batterien auf den Betriebshof nach Weißensee zurückfahren. Den Rest des Tages fahren dann wieder herkömmliche Dieselbusse, berichten BVG-Busfahrer.“

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    Eva Maria Palmer sagte:

    80 Milliarden für nichts

    Zusätzlich zu den 50 Milliarden für die vielen Schein-Asylanten mit ansteigender Tendenz (alle 4-5 Jahre eine weitere Million illegale Migranten).

    Da könnte man eine Menge Nützliches für die tun, die hier schon länger leben.
    Z.B. Die Armutsrenten erhöhen.

    Alice Weidel von der AfD hat das muntere Treiben unserer Polit-Dilettanten während einer Bundestagsrede auf den Punkt gebracht:

    „Wir werden von Idioten regiert!“

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        Richard Ott sagte:

        Herr Stöcker, bitte, wir sind hier nicht im Kommentarbereich von der „taz“, wo Sie mit solchen Äußerungen billigen Applaus einheimsen können.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Sie festigen gerade den schlechten Eindruck, den ich von Ihnen habe. Nehmen Sie sich doch lieber ganz grundsätzlich in Ihrem Leben den Kretschmann zu Herzen: „Wir müssen uns darum kümmern, dass es überhaupt funktioniert und nicht radikale Sprüche ablassen.“
        https://www.youtube.com/watch?v=2lABzIcP57I

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        PS: Und bitte, bitte, hören Sie damit auf, mich hier mit Videos vollzuspammen, die ich schon kenne, was Sie auch wissen, weil wir schon über sie diskutiert haben. Rezo kenne ich, die angeblich „wissenschaftliche Prüfung“ von der Staatsfunk-Universalexpertin Mai mit dem lustigen Pups-Video auch. Was ich davon halte, habe ich Ihnen auch schon geschrieben, aber über die gravierenden Schwächen bei den Energiewende-Wirtschaftlichkeitsstudien wollen Sie ja überhaupt nicht sprechen – oder haben zumindest nichts dazu zu sagen.

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        Richard Ott sagte:

        @Herr Stöcker

        Machen Sie das immer so? Wenn Ihnen selbst nichts mehr einfällt, dann posten Sie einfach noch einen Link?

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        Horst sagte:

        Ihren, Herr Ott, Frau Hellseherin, Ausführungen folgend, sind wir wohl eher im Kommentarbereich des „Völkischen Beobachters“.

        Irritierend ist, dass Sie so viel Applaus einheimsen.

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        Richard Ott sagte:

        @Horst

        Können Sie mir konkret sagen, wieso Sie mich in den Kommentarbereich des „Völkischen Beobachters“, also der NSDAP-Parteizeitung, verorten?

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        Johannes sagte:

        @ Horst: „Irritierend ist, dass Sie so viel Applaus einheimsen.“

        Das ist nicht irritierend. Sachlichkeit „schlägt“ Haltung.

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        Michael Stöcker sagte:

        @ Richard Ott

        „PS: Und bitte, bitte, hören Sie damit auf, mich hier mit Videos vollzuspammen, die ich schon kenne,“

        Ich wusste gar nicht, dass dies Ihr Blog ist, Herr Ott. Ich hatte Sie zudem nicht direkt angesprochen, falls Ihnen dies entgangen sein sollte. Außer Ihnen gibt es aber auch noch andere Mitleser, die diese Texte und/oder Videos vielleicht noch nicht gesehen haben. Ansonsten bleibe ich bei meiner letzten Einschätzung zu Ihnen: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/drohender-strommangel/#comment-72049

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        troodon sagte:

        @ M.S.
        Habe mir mal den von Ihnen verlinkten Vortrag von Prof Quaschning angesehen.
        „Bauen sie, machen sie die Dächer voll“ Dann klappt es mit dem Kohleausstieg schneller. Abstandsregelungen für Windkrafträdern abschaffen.

        Ich empfinde den Vortrag als ziemlich platt und offenkundig auf Applaus ausgerichtet. Er geht von merkwürdigen Voraussetzungen aus, unterstellt offensichtlich, dass jeder über Einkommen verfügt, dass dem eines Prof. entspricht. Solaranlage aufs Dach, Elektroauto kaufen muss man sich leisten können. Median Netto-Einkommen eines Single lag 2016 in D bei € 1615,– .

        „Man muss nur den Schalter umlegen im Kopf“. Platter geht es kaum noch…
        Kein Wort zum Thema notwendiger Speicher, die auch bezahlbar sein müssen für die breite Masse und nicht nur für Professoren. Jedenfalls denkt er offensichtlich an 50% der Bevölkerung nicht.
        Stattdessen „man muss nur mehr PV bauen“, ist sachlich nun einmal falsch. Vielleicht sollte er sich einfach als Verkäufer betätigen, mit persönlicher Haftung für seine Aussagen. Dann würde er sich wahrscheinlich anders äußern…
        Und dann noch seine Bemerkung zum Thema männlich, >60 Jahre , Flüchtlinge… Von dem Studenten kommt das Geld für die Energiewende übrigens eher selten…

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      asisi1 sagte:

      Vergessen sie hierbei nicht die Belastungen der Krankenkassen! Diese Zahlen wird ihn keiner der Verantwortlichen geben, da wesentlich höher als die anderen Kosten.
      Rechnen wir noch die Genesungskosten der vielen, durch die illegalen Asylanten Geschädigten dazu, dann können sie von einem x fachen davon ausgehen! Keiner wird je diese Zahlen veröffentlichen!

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      Eva Maria Palmer sagte:

      @ Vielen Dank lieber Herr Ott,
      daß Sie so uneigennützig einer schwachen Frau helfen, in diesem Blog Gehör zu finden und auch Resonanz herzustellen, wie man sieht, auch wenn diese und andere Resonanzen von unserem gemeinsamen Freund, fatal an die Kommentare eines bezahlten Trolls erinnern.

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