Geisterstrom, Dunkelflaute und wirkungslos – teure Klimapolitik

Ich schaue mir eigentlich keine Talkshows an. Als ich aber am Sonntagabend ins Hotel kam, drückte ich den Knopf der Fernsteuerung und landete bei Anne Will. „Zwischen Konjunkturflaute und Klimaschutz – wie sicher ist Deutschlands Wohlstand?“, so der Titel der Sendung. Spontan dachte ich mir natürlich, warum ich da nicht sitze, sind doch die Fakten zur Wohlstandsvernichtung in Deutschland – schon vor der anstehenden Turbovernichtung durch die Politik zur Klimarettung – in meinem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ zusammengetragen. Auch zur Klimapolitik habe ich ja so einige Fakten präsentiert.

Statt gleich auszuschalten, bin ich dabeigeblieben, was vor allem an DIW-Ökonomin Claudia Kemfert lag. Ohne Zweifel gehört sie zu jenen, die die Qualität des DIW positiv beeinflussen. Dennoch halte ich einige ihrer Überlegungen für ungeeignet:

→ Wie die Wende zu einem nachhaltigen Finanzsystem gelingen kann

Wie immer bei solchen Sendungen geht es weniger darum, wie inhaltsschwer die Aussagen sind, sondern darum, Zuschauer zu gewinnen, was eben oft von anderen Faktoren abhängt. So kann man beispielsweise heftig und hämisch lachend den Kopf schütteln, während ein anderer argumentiert. Dies zeigen die Kameras gern, vor allem, wenn auch die Redaktion die Argumente desjenigen, der gerade spricht, nicht unbedingt teilt.

So geschah es auch am Sonntag. Christian Lindner von der FDP versuchte ökonomisches Denken in die Diskussion zu bringen und verwies auf die Kosten und Risiken der Energiewende. Dabei führte er zwei Worte in die Diskussion ein: Dunkelflaute und Geisterstrom.

Heftig belächelt und kritisiert wurde er dafür. Das Ziel war klar, das Argument als nichtssagend abzutun. Claudia Kemfert sagte zu meiner Enttäuschung und Überraschung: „Geisterstrom? Das habe ich ja noch nie gehört“, was man angesichts der Fakten wirklich nicht glauben kann.

Doch worum geht es? Die Dunkelflaute besprach ich im Zusammenhang mit der Schweiz, die sich angesichts der chaotischen deutschen Energiepolitik als „Kollateralschaden“ darauf einstellt. Dunkelflaute könnte im Winter passieren, wenn keine Sonne scheint (dunkel, ergo keine Solarenergie) und kein Wind bläst (Flaute, ergo keine Windenergie) und würde – so die feine Schweizer Umschreibung – eine lange, schwere ‘Strommangellage’ darstellen. Mehrere 1000 Menschen dürften in diesem Szenario allein in der Schweiz deswegen sterben.

→ Drohender Strommangel

Vertieft ging die Runde am Sonntag nicht darauf ein. Der Fokus lag auf dem „noch nie gehörten“ Begriff des „Geisterstroms“. Nun hätte ich heute gedacht, dass es in den Medien von Artikeln wimmelt, die den Fakten auf den Grund gehen. Weit gefehlt! Die meisten beließen es dabei, Frau Kemfert zu zitieren und Herrn Lindner als ahnungslosen Trottel dastehen zu lassen. Passend zu den TV-Bildern.

In der WELT findet sich ein Artikel zum Thema aus dem letzten August – hinter der Paywall.

→ „Der ‘Geisterstrom‘ offenbart den Irrsinn der Energiewende“

Kein anderes Medium griff das Thema damals überhaupt auf, zumindest wenn man auf Google sucht (oder aber sie haben diesen Begriff nicht verwendet, was auch erklären würde, warum „Geisterstrom“ niemandem in der Runde ein Begriff war). Von den Kommentatoren zur gestrigen Sendung war es nur ein Beitrag auf CAPITAL, der dem Thema genauer nachgegangen ist. Und siehe da:

  • „Erst im August gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass im ersten Quartal 3300 Gigawattstunden Ökostrom wegen Überbelastung der Stromnetze nicht eingespeist wurde. Wegen besonders viel Wind hatten die Windparks in diesem Zeitraum rund ein Fünftel mehr Energie als noch im Vorjahresquartal produziert. Die Folge: Die Windräder mussten von den Netzbetreibern häufiger abgeregelt werden als in den Vorjahren und konnten keinen Strom einspeisen. Den Betreibern steht aber dennoch eine Entschädigung für die abgeregelte Strommenge zu – in diesem Falle schätzungsweise 364 Mio. Euro.“ – bto: Das hat Lindner gesagt. Er hätte vielleicht noch sagen müssen, was man mit diesem Geld so alles anfangen könnte: Schulen modernisieren beispielsweise.
  • „Im gesamten Jahr 2018 konnten wegen Engpässen im Netz 5403 Gigawattstunden Ökostrom nicht eingespeist werden. Das entspricht in etwa 2,6 Prozent der Gesamtmenge an produziertem Ökostrom. Die entsprechenden Entschädigungsansprüche lagen mit 635,4 Mio. Euro deutlich über dem Wert von 2017 (rund 609,9 Mio. Euro).“ – bto: noch mehr Geld für Schulen, das nun fehlt! Ja, ich weiß, dass wir es alle über den Strom bezahlen und es ja „nur“ 7,50 Euro pro Kopf der Bevölkerung sind, aber es läppert sich!
  • „Lindner (…) fand mit dem schleppenden Netzausbau schnell einen Schuldigen. Seine Kritik an den 6000 fehlenden Kilometern Stromleitungen ist allerdings nicht ganz unberechtigt. So zeigen die Zahlen der Bundesnetzagentur von August: Rund 7700 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen werden in Deutschland im Zuge der Energiewende benötigt, lediglich 1800 Kilometer davon sind genehmigt. Knapp 1000 Kilometer wurden davon bisher überhaupt gebaut. Ohne neue Leitungen kann der Windstrom, der schwerpunktmäßig im Norden und Osten der Republik produziert wird, nicht in die Verbrauchszentren im Westen und Süden transportiert werden.“ – bto: Genauso ist es! Was zur Frage führt, wer dafür die Verantwortung trägt.
  • „Verantwortlich für den schleppenden Ausbau der Netze ist ein politisches Missmanagement der Energiewende auf vielen Ebenen: Jahrelang haben Entscheidungsträger im Bund, in den Ländern und in den Kommunen einen konsequenten Netzausbau verschleppt – teils aus Sorge um die eigene Beliebtheitswerte.“ – bto: Und nur darum geht es!

So zeigt die Sendung sehr gut, woran es bei uns hapert. Wir haben Politiker, die getrieben von lauten Bürgern und aus Angst um Wahlergebnisse blödsinnige und teure Entscheidungen treffen. Das gilt wahrscheinlich für die ganze Energie- und Klimapolitik.

Mein Urteil zum Klimapaket der Bundesregierung habe ich schon direkt nach der Veröffentlichung gefällt: Die neue deutsche Planwirtschaft war der Titel eines Kommentars bei Cicero:

→ Die neue deutsche Planwirtschaft

Danach habe ich in weiteren Beiträgen für Sachlichkeit und ökonomisches Denken in der Klimapolitik geworben. Umso erfreulicher ist es zu sehen, wenn gleiche Argumente auch in anderen Medien zu Wort kommen. So in diesem Gastbeitrag bei der SZ, der unter anderem aufzeigt, dass in Wirklichkeit von den Bürgern mehr für den Klimaschutz bezahlt wird und nicht so wenig wie die Grünen bemängeln.

  • „In der Einleitung zum Maßnahmen-Kapitel stellt sie fest: „Ein sektorübergreifender einheitlicher Preis für Treibhausgasemissionen ist volkswirtschaftlich der kosteneffizienteste Weg, Klimaziele zu erreichen.“ (…) genau darauf kommt es in Zukunft an: die Klimaziele für 2030 – anders als die für 2020 – nicht nur sicher zu erreichen, sondern dies mit den geringstmöglichen Opfern für Bürger und Wirtschaft zu tun. Das ist nur mit einem einheitlichen Preis für CO₂-Emissionen möglich. Der bunte Strauß angekündigter Maßnahmen zeigt aber, dass (die Politiker) diesen so wichtigen Grundsatz nicht ernst nehmen, denn sonst würden sie das Ziel einer einheitlichen Bepreisung nicht durch so viele weitere Aktionen verwässern und verteuern.“ – bto: So ist es! Es geht vor allem darum, durch Symbolpolitik und durch die Veränderung der Wirtschaftsordnung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes eine andere Agenda durchzusetzen.
  • „Die SPD favorisierte eine Preissteuerung durch eine CO₂-Steuer mit jährlich steigenden Steuersätzen. Hier wird der CO₂-Ausstoß durch die Steuer verteuert, es bleibt aber unsicher, wie stark er tatsächlich verringert wird. Die CDU/CSU tendierte zu einer Mengensteuerung mit einem Zertifikatehandel analog zu dem EU-weiten Zertifikatesystem (…) Hierbei legt die Regierung die Menge an CO₂-Emissionen fest, die in den betroffenen Bereichen, vor allem Verkehr und Gebäudeheizung, ausgestoßen werden darf, und gibt genau diese Menge an Zertifikaten aus. Wenn die Menge gemäß den Klimazielen Jahr für Jahr sinkt, werden diese Ziele mit Sicherheit erreicht. Allerdings ist es hier schwer vorherzusagen, welcher CO₂-Preis sich auf dem Markt einstellen wird.“ – bto: Was will man denn erreichen? Eine Reduktion des CO2-Austosses? Ja, dann muss man auf die Menge gehen und die Preise akzeptieren. Kann man ja sozial ausgeglichen wieder zurückgeben.
  • „Wenn die bestehenden expliziten und impliziten CO₂-Abgaben (Ökosteuer, EEG-Umlage, etc.) abgeschafft und durch eine einheitliche CO₂-Steuer oder einen Zertifikatemarkt ersetzt würden, dann wäre der Preis für eine Tonne CO₂ überall der gleiche, sodass die CO₂-Einsparungen dort erzielt würden, wo sie zu den geringsten Kosten möglich sind.“ – bto: Das passiert aber nicht! Nein, die Einzelmaßnahmen werden jetzt noch oben draufgepackt – wohl Wirkung!
  • „In der öffentlichen Diskussion wird oft übersehen, dass der neue CO₂-Preis die unterschiedlich hohen bereits bestehenden Abgaben auf CO₂-Emissionen nicht ersetzt, sondern einfach aufgeschlagen wird. Das führt dazu, dass der CO₂-Preis für verschiedene Formen der Energieerzeugung unterschiedlich hoch ist. Insbesondere ist die Belastung von Heizöl und Erdgas sehr niedrig, während die Belastung des zunehmend regenerativ erzeugten Stroms durch EEG-Umlage und Stromsteuer fast zehnmal so hoch ist. Das erschwert den Umstieg auf Wärmepumpen und Elektromobilität. Zwar sollen die Stromabgaben bis 2023 um 0,625 Cent pro Kilowattstunde reduziert werden, aber das ist zu wenig, um eine Lenkungswirkung zu entfalten.“ – bto: Die Fehlentwicklungen vergangener Planwirtschaft werden so bezahlt und die Grundlagen für weitere Fehlentwicklungen und damit noch höhere Kosten ohne Wirkung gelegt. Alles, um dann wieder festzustellen, dass es ja wieder mal ein „Marktversagen“ gäbe oder es nur die gierigen Kapitalisten seien, die die Welt ruinieren wollten.
  • „Die Kfz-Steuer soll sich nach den CO₂-Emissionen des Fahrzeugs richten. Die Kfz-Steuer ist aber unabhängig davon, wie viele Kilometer das Fahrzeug im Jahr zurücklegt. Dem Klima wäre mehr gedient, wenn sie abgeschafft und gleichzeitig die Mineralölsteuer erhöht würde, weil damit der Anreiz verbunden wäre, weniger Kilometer zu fahren und beim Neuwagenkauf auf den Spritverbrauch zu achten.“ – bto: Genau, aber so kann man den Ferrari-Käufer, der vielleicht 1000 Kilometer im Jahr fährt, belasten.  (Dass dieser schon mehr Mehrwertsteuer bezahlt ist dann ja egal …)
  • „Für die energetische Sanierung von Gebäuden und den Kauf von Elektroautos soll es hohe Zuschüsse geben. Diese Zuschüsse entlasten Hausbesitzer und Autokäufer, führen aber in einem System mit vorgegebener Menge von CO₂-Zertifikaten, wenn dieses System denn von 2026 an kommt, zu keiner zusätzlichen Verringerung der CO₂-Emissionen. Diese werden allein von der Menge der ausgegebenen Zertifikate bestimmt.“ – bto: Nein, es ist nur teurer. Und im Zweifel erzeugen dann andere mehr CO2, weil die Zertifikate ja nicht so schnell teuer werden, wie gedacht.
  • „Flugtickets werden von April 2020 an mit einer zusätzlichen Abgabe belastet. Soweit es sich dabei um Flüge innerhalb des EU-Gebiets handelt, ist damit jedoch keine Klimawirkung verbunden, weil diese Flüge im EU-weiten Emissionshandelssystem erfasst sind.“ – bto: richtig, ohnehin nur 0,3 Prozent des hiesigen CO2-Ausstoßes.  Geht es auch hier um Symbolpolitik gegen ein freiheitliches und damit auch ungleiches System. Es sollen halt alle mit der Bahn fahren.
  • „Schließlich werden für jeden Sektor (Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft etc.) eigene CO₂-Einsparziele formuliert. Dies widerspricht aber dem fundamentalen Grundsatz, Einsparungen dort vorzunehmen, wo sie am kostengünstigsten erzielbar sind.“ – bto: Es geht um Effizienz und Effektivität. Hier haben wir beides nicht.
  • „Zwar befinden sich unter den Einzelmaßnahmen auch einige wenige, die aus ökonomischer Sicht zu begrüßen sind, wie etwa die Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der CO₂-sparenden Techniken. Insgesamt muss man aber konstatieren, dass die Regierung mit diesen Vorschlägen das Ziel, Klimapolitik mit möglichst geringen Kosten für die Bevölkerung zu betreiben, weit verfehlt hat.“ – bto: Ja, aber das war am Tag der Verkündung schon klar. Das Klima dürfte ohnehin oft nur als Vorwand genutzt werden, um eine gewünschte politische Agenda auf anderem Gebiet umzusetzen.

Fazit: Obwohl der Schaden der bisherigen Politik offensichtlich ist (Geisterstrom, drohende Dunkelflaute, Rekordstrompreise, Subvention für neue Industrien in China (Solar), 80 Milliarden für Kohleausstieg ohne Wirkung, …), macht die Politik mit weiter wie bisher: verschleudert sinnlos Wohlstand ohne Wirkung für das Klima.

→ capital.de: „Auf den Spuren des Geisterstroms, 18. November 2019

→ sueddeutsche.de: „Durchbruch oder teurer Fehlschlag, 18. November 2019

Kommentare (48) HINWEIS: DIE KOMMENTARE MEINER LESERINNEN UND LESER WIDERSPIEGELN NICHT ZWANGSLÄUFIG DIE MEINUNG VON BTO.
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    SSt sagte:

    In Energie-Fragen lohnt sich ein Blick in den Blog von Gail Tverberg „Our Finite World“. Sie sieht eine drohende Energiekrise als viel schwerwiegender an als den Klimawandel.

    Zuletzt von ihr erschienen: „Do the World’s Energy Policies Make Sense?“
    https://ourfiniteworld.com/2019/11/14/do-the-worlds-energy-policies-make-sense/

    Sowie „Understanding Why the Green New Deal Won’t Really Work“
    https://ourfiniteworld.com/2019/10/02/understanding-why-the-green-new-deal-wont-really-work/

    Erst zuletzt in ihren Beiträgen hinzu gekommen ist der Aspekt der Verschuldung. Ich glaube, es könnte sehr bereichernd sein, diese Gedankenstränge zusammen zu führen.
    https://ourfiniteworld.com/2019/09/12/our-energy-and-debt-predicament-in-2019/

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      Michael Stöcker sagte:

      @ SSt

      Danke für den Link zu Gail Tverberg. Sehr informative Seite. Richtig ist selbstverständlich, dass wir in einer endlichen Welt leben. Aber solange die Sonne scheint – und somit zugleich deren Derivate Windenergie, Wasserkraft und Geothermie zur Verfügung stehen – haben wir grundsätzlich mehr potentielle Energie als wir jemals verbrauchen können; und zwar ca. das 10.000fache. Wie Dr. Stelter sehe ich eine Lösung in mehr F+E. Das ist aber kein Sprint, sondern ein Ironman; und der beginnt schon in der Kita, wenn man ganz vorne mit dabei sein will.

      LG Michael Stöcker

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        Dieter Krause sagte:

        Technologisch ist das alles schon weitestgehend gelöst. In Portugal wird momentan Solarstrom schon für 1,4 Cent je kWh(!) produziert – ebenso in Saudi Arabien, den USA und Marokko (dort ca. 2 Cent je kWh). Da es mittlerweile auch Verfahren zur Kohlenstoffabspaltung bei Erdgas gibt (wird einfach als Feststoff ausgefällt – zu akzeptablen Preisen), kann man auch Erdgas problemlos zur Wasserstoffgewinnung mit einsetzen. Es gib noch einige Verfahren mehr – vieles ist auch noch in der Entwicklungspipeline, klar! Aber das wirkliche Problem ist nicht die Stromerzeugung sondern der Netzausbau! Der ist auch in den USA, in China und auch in Deutschland mit das teuerste. Und dann muss man natürlich auch die Netze stabilisieren – europaweit! Die besten Infos dazu gibt es übrigens bei Bloomberg: https://about.bnef.com/

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        ikkyu sagte:

        @ D. Krause

        Ist schon klar, Photovoltaik macht nur in Ländern sinn, in denen die Sonne regelmäßig mit hoher Intensität scheint.

        Oder wie es der Siemens Chef Kaeser mal formulierte:
        Die Förderung von Photovoltaik in Deutschland ist so sinnvoll wie der Anbau von Ananas in Alaska.

        Wenn man dann noch die Systemkosten (Speicherung, Netzausbau etc.) weglässt und die billigen mit Kohlestrom hergestellten Module aus China verbaut, kommt man auf die Preise, die Sie genannt haben.

        Man sollte aber nicht vergessen, dass die Photovoltaik-Module durch die Absenkung der Albedo auf 0,05 auch zu einer signifikanten Erwärmung des Klimas führen, die im Gegensatz zur CO2-verursachten Erwärmung in der Realität gemessen werden kann und nicht nur auf Projektionen von Computermodellen beruht.

        PS:
        Der GEZ-Zwangsgebühren Physiker Lesch schlägt vor, den Kohlestrom einfach durch die Verfeuerung von Holz zu ersetzen.

        https://unbesorgt.de/zauberkunst-bei-harald-lesch/

        Der Irrsinn nimmt seinen Lauf….

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    guter-verwalter sagte:

    Es ist schmerzhaft mit anzusehen:
    Um Fakten geht es bei der Diskussion um die Energiewende in GER schon lange nicht mehr, sondern nur noch um die Deutungshoheit, die schlussendlich zu politischem Machterhalt in zukünftigen Landtags- und Bundestagswahlzyklen führen soll.

    Fakt ist: Der Staat greift in den Wirtschaftsbereich Energiesektor ein, um eine ideologische Grundausrichtung (sei sie wissenschaftlich begründbar oder nicht) durchzusetzen, die momentan v.a. bei jungen Menschen und im großstädtisch-urbanen Milieu mit höheren Einkommensquoten an vogue ist. Die Regierung will den Energiemarkt aktiv steuern, um sich die Stimmen dieser potenziellen Wählerschaft zu sichern, damit diese Wähler ihnen ihren zukünftigen Parlamentsplatz mit den hohen Diäten sichern.

    Die Freiheit bleibt dabei natürlich auf der Strecke, genauso wie die Selbstbestimmung und die individuelle Verantwortlichkeit für seine eigenen Entscheidungen Konsequenzen tragen zu müssen, und nicht in einem identitätspolitischen Kollektiv (z.B. der Dieselfahrer, der Kohle-/Atomstrombezieher, der Fleischesser, etc.) gemeinschaftlich zum Kollektiv-Sünder erklärt zu werden.

    MFG,
    der gute Verwalter.

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      Skeptiker sagte:

      Mein Vorschlag: wenn zu wenig Ökostrom da ist, wird das Mobilfunknetz abgeschaltet (Lastabwurf), oder was sonst auch immer bei „jungen Menschen und im großstädtisch-urbanen Milieu mit höheren Einkommensquoten“ en vogue ist. So lange der Strom einfach aus der Steckdose kommt, gibt es doch kein Problem. Da fehlen die richtigen Prioritäten.

      Wir könnten es bei der Argumetationsqualität mit Roger Hallam, Mitgründer der Klimabewegung Extinction Rebellion, aufnehmen: der Klimawandel wäre dann auch „just another fuckery in human history“. Solche Leute treiben Politiker an.

      @Michael Stöcker: wir brauchen einen massiven Importbeschleuniger und Investitionen besser HEUTE als „einmal“ … völlig richtig.
      Solange in den Schulen Gedichte interpretiert werden und keine ökonomischen Zusammenhänge wird das Ausland auch weiter in beliebiger Höhe mit dem Anschreiben fortfahren können. Bemerkenswert ist, dass der massive Protest wegen dieser Salden nicht etwa zuerst aus dem Innland kommt, sonder aus dem Ausland (Trump, Lateineuropäer).

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      ikkyu sagte:

      Die Größe des notwendigen Speicherbedarfs wurde in dieser Studie des VGB untersucht:

      https://www.vgb.org/studie_windenergie_deutschland_europa_teil1.html?dfid=93581

      Zitat:
      „Dazu ein beispielhaft-perspektivischer Ausblick auf Deutschland:
      Allein zur Überbrückung einer hierzulande nicht seltenen zweiwöchigen Schwachwindphase im Winterhalbjahr („Dunkelflaute“) wären rund 21 TWh zur Deckung des Strombedarfes über ein Backup-System bereitzustellen.
      Sollten diese 21 TWh aus Pumpspeicherkraftwerken mit einer Leistung von durchschnittlich rund
      200 MW über einen maximal möglichen sechsstündigen Turbinenbetrieb gedeckt werden, wären 17.500 zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke dieser Größe vonnöten.

      Zum Vergleich:
      Das derzeit größte Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands im thüringischen Goldisthal mit einer Nennleistung im Turbinenbetrieb von 1.060 MW liefert im Anforderungsfall über maximal acht Stunden rund 0,009 TWh Energie. Vergleichbar günstige topografische Standorte sind in Deutschland
      allerdings äußerst rar.“

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    Michael Stöcker sagte:

    Die Energiemythen nach Kemfert werden nur noch durch die diversen Geldmythen getoppt. Wir leben immer noch in wahrhaft mittelalterlichen Zeiten, wie auch dieses Interview mit von Wallwitz zum Thema Geld bezeugt: https://podcast.piqd.de/piqd-wirtschaft/geld/

    Viele interessante Punkte, die von Wallwitz anspricht, aber einige Aspekte führen leider in die Irre. Geld ist in allererster Linie KEIN Tauschmittel, sondern ein Zahlungs- bzw. Schuldentilgungsmittel. Geld ist im Gegensatz zum Tausch im Hier und Jetzt ein soziales Phänomen in der Zeit. Die Vorstellung einer Tauschwirtschaft führt beim Thema Geld leider völlig in die Irre. Ebenso die Vorstellung, dass der Ursprung die Hinterlegung von Gold im Mittelalter war. Dies ist vielmehr ein Hinweis auf die Eigentumsökonomik von Heinsohn und Steiger (verpfändbares Eigentum zur Kreditabsicherung). Der Ursprung ist doch vielmehr beim Wechselgeschäft zu finden. Ein Wechsel ist ein vom zugrundeliegenden Kausalgeschäft abstraktes Zahlungsversprechen. Aus den Solawechseln der Geldwechsler entwickelten sich dann später die Banknoten der Zettelbanken und nach Einführung von Zentralbanken die heutigen Banknoten, die eigentlich Zentralbanknoten heißen müssten, da Banken seitdem keine eigenen Banknoten mehr herausgeben dürfen. Diese Banknoten verkörpern heute die abstrakteste Form, mit der zugrundliegende Kausalgeschäfte hinsichtlich der Bezahlung erfüllt werden. Dass es dann eine Zeitlang einen Goldstandard gab, das ist insbesondere dem Missverständnis über die Funktion der Goldschmiede geschuldet. Geld kommt nicht von Gold sondern von gelten (engl. guilty, Schuld).

    Ein weiter irrtum, der hier von Wallwitz kolportiert wird, ist die Vorstellung, dass die Bank die (Bar)Einlage des Sparers benötigt, um Kredite vergeben zu können und dass dieser Vorgang einen Einfluss auf die Geldmenge M1, M2. M3 habe. Hier stellt sich insbesondere die Frage, wie denn dieses Bargeld zuvor in die Hände des Sparers gelangt ist; denn er wird es ja nicht aus dem Boden gegraben haben, wie es beim Ursprung des Goldes üblich ist.

    Um es klar und deutlich zu sagen: Eine Bareinzahlung bei einer Bank hat KEINEN Einfluss auf die Geldmenge und – wenn überhaupt – nur einen sehr marginalen Einfluss auf die Kreditvergabemöglichkeiten einer Bank. Und Zentralbanken managen auch nicht aktiv die Geldmenge (welche?), sondern reaktiv im Hinblick auf realwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Entwicklungen; und zwar sehr indirekt über den Zinssatz, wie Wallwitz dann ja auch ausführt. Seine Vorstellungen scheinen mir doch noch sehr stark durch die alten monetaristischen Irrlehren der Bundesbank beeinflusst zu sein. Mehr zu diesen Irrtümern hier: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/geldschoepfung-wie-kommt-das-geld-in-die-welt-15825052.html

    Übrigens: Die Leute können ihr Geld nicht bei der Zentralbank halten (Minute 9:50, da sie keinen Zugang zu diesem Geldkreislauf haben. Der Geldkreislauf der Privaten unterscheidet sich fundamental vom Geldkreislauf der Banken.

    Nicht nur bei der Energiewende stecken wir noch im tiefsten Mittelalter und niemand sollte die ungeheure Energie des Geldes unterschätzen, das seine positive Kraft genauso entfalten kann, wie seine destruktive Zerstörungsgewalt. Es kommt auch hier auf den richtigen Gebrauch an. Und diese Diskussion ist mAn gerade erst eröffnet.

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    Matthias K. sagte:

    Ich würde eher sagen, dass in Fachkreisen Frau Kempfert als ähnlich kompetent in Energiefragen wie Annalena B. gilt. Vom Frau Kempfert stammt das Framing, dass Kohlestrom die Netze verstopft. Aussagen wie „Wenn erneuerbare Energien endlich weiter konsequent ausgebaut werden, der Einspeisung der Vorrang gegeben und konsequent aus der Kohle ausgestiegen werde, ebnet das den Weg für Vollversorgung mit erneuerbaren Energien.“ halte ich für mehr als gewagt, wenn man sich zum Beispiel den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromversorgung von heute morgen anschaut, wo Windernergie weniger als 2% des Strombedarfs gedeckt hat (Solar 0%). Kohle, Kernkraft und Gas haben zu 80% zur Stromerzeugung beigetragen, ca 10% aus Biogas, 4% wurden aus Tschechien importiert, sogar Ölkraftwerke wurden angeworfen (und werden übrigens neu gebaut wie in Marbach). Auch zur Zeit (14:45) sind die 1,4% Windernergie und 5,9% Solarenergie nicht wirklich beeindruckend. Ich empfehle den regelmäßigen Blick auf electricitymap.org, um die Aussagen solcher „Experten“ einschätzen zu können.

    https://www.electricitymap.org/?page=country&solar=false&remote=true&wind=false&countryCode=DE

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    Ulrich Remmlinger sagte:

    Es gilt das alte Sprichwort:
    „Wer den kleinen Finger gibt, dem nimmt man die ganze Hand.“

    Herr Stelter, wenn Sie die CO2-Reduzierung marktwirtschaftlich organisieren wollen, haben Sie schon verloren, dann damit haben Sie die These als Wahrheit akzeptiert, daß der Klimawandel menschengemacht sei. Man wird ihnen beweisen, daß das „1,5 Grad Ziel“ nicht mit marktwirtschaftlichen Methoden zu erreichen ist, sondern nur mit diktatorischen Maßnahmen und Verboten. Sie wissen ja, wenn die 1,5 Grad überschritten werden, „kippt“ das Klima und wir werden alle sterben.

    Es gibt nur die eine Lösung: man muß die These zurückweisen, daß die Menscheit durch ihre CO2-Produktion irgendeinen Einfluß auf das Klima ausüben könnte. Ich habe hier schon mehrfach (unwiderlegt) mit den Zahlen des BMU vorgerechnet, daß das menschengemachte CO2 nur 0,3% des Treibhauseffekts bewirkt. 99,7% des Treibhauseffekts sind durch den Menschen nicht beeinflußbar. Wir müssen endlich den religiösen Glaubenswahn durch die Vernunft in seine Schranken verweisen. Das funktioniert nur durch konsequentes Auftreten gegen die CO2-Theorie und nicht durch kleine Zugeständnisse („marktwirtschaftlich organisieren“), die die Akzeptanz der Argumente gegen die Klimahysterie nicht erhöhen werden.

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      Michael Stöcker sagte:

      Über welche herausragende Klima-Expertise verfügen Sie, Herr Remmlinger, die Sie dazu veranlasst, die überragende Mehrheitsmeinung der Wissenschaft in Zweifel zu ziehen?

      Ich teile die Einschätzung von Christian Anders hier an diesem Blog, der mit seinen sachlichen Kommentaren zur Klarheit in der Debatte beigetragen hat; hier z. B.: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/was-so-alles-unter-wissenschaft-verkauft-wird/#comment-73185. Letztlich werden wir aufgrund des Gefangenendilemmas die globale Erwärmung nicht aufhalten können und werden uns wohl auf die Schadensprävention vorbereiten müssen. Das ist dann allemal effizienter als der aktuelle klimapolitische Aktivismus.

      LG Michael Stöcker

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ M. Stöcker
        „Über welche herausragende Klima-Expertise verfügen Sie, Herr Remmlinger“

        Ich habe in der Schule aufgepaßt, als die Prozentrechnung durchgenommen wurde.

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        Martin S. sagte:

        Mit einer überragenden Mehrheitsmeinung in der Klimawissenschaft zu argumentieren ist unwissenschaftlich. Es gibt aber auch für Nicht-Naturwissenschaftler verständliche Plausibiltätschecks. Einer davon ist schlicht der, dass es die letzten 2000 Jahre bei gleichbleibendem CO2-Niveau ausgeprägte Warm- und Kaltzeiten gab. Allein das falsifiziert die vor 1850 impotenten Klimamodelle. Im Wesentlichen ist die Verteidigungslinie der sogenannten Mehrheitsmeinung, dass 1. die vergangene Erwärmung nicht global gewesen sei, und 2. die Erwärmung nie so schnell gewesen sei.

        Zu 1. werden fleißig Daten gesammelt, soviel zu ’science is settled‘.
        Zu 2. fehlt die wissenschaftliche Basis. Es gab nach 1850 zwei beschleunigte Anstiege, einer lag vor dem 2. WK in einer Periode nicht signifikanter CO2-Einträge. Da aber die Daten immer wieder nachjustiert werden, muss man sich immer einigen, von welchem Datensatz man redet.

        Zu 1. und 2. sollte man sich klar machen, von welcher Größenordnung wir reden – gemessen und nicht modelliert. Es liegt im Bereich von einem Grad C. Man stelle sich vor, dies in guter Präzision mit Thermometern mit allen Unwägbarkeiten, lokalen Änderungen, unzureichender und wechselnder Abdeckung, usw. auf Land und See global zu messen. Man kann froh sein, wenn man das auf ein halbes Grad genau schafft. Die Messgenauigkeit von Eisbohrkernen, Baumringen oder Spaltöffnungen an Blättern ist weit jenseits von dieser Genauigkeit. Trotz aller Kalibrationsversuche werden Temperaturdaten aus der weiteren Vergangenheit weit unpräziser bleiben als die der Gegenwart. Das gilt auch für die Darstellung der Änderungsgeschwindigkeit.

        Wichtig ist aber vor allem, dass die gemessenen Daten und die verschiedentlich modellierten Daten weit voneinander abweichen. Ein Hinweis, dass das auf der Strahlungswirkung von CO2 basierende Modell unzulänglich ist. Nicht verstanden sind Aerosolbildung und Wolken, die einen viel größeren Einfluss haben als CO2.

        Ich denke, die sogenannten Klimawarner wissen schon längst, dass ihre Prognosen nicht mehr haltbar sind.

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        Richard Ott sagte:

        Ehrlich und realistisch wäre es, zu sagen: „Der weltweite Nutzen aus Technologien, die auf der Nutzung von fossilen Brennstoffen basieren ist so groß, und die Kosten für Alternativtechnologien so extrem hoch, dass wir die fossilen Brennstoffe auch weiter nutzen werden. Wenn es dann irgendwann zu Umweltschäden kommt, dann kümmern wir uns um deren Behebung oder passen uns an die neuen Bedingungen an, sobald irgendwelche Schäden tatsächlich eingetreten sind.“

        Aber ohne Weltuntergangs-Panikmache kann man natürlich viel weniger Solarzellen, Windkraftanlagen und Elektroautos verkaufen, dann würden die Leute ja tatsächlich auf die Kosten und den Nutzen dieser jeweiligen Technologien schauen.

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon
        ich habe nicht auf den Anteil des CO2 an der Luft hingewiesen, sondern auf den Anteil des CO2 am Treibhauseffekt.
        Nach der Annahme der Klimahysteriker werden wir auf Grund des zunehmenden Treibhauseffekts sterben.
        Es ist völlig unstrittig (BMU) daß der Treibhauseffekt zu 70% vom Wasserdampf hervorgerufen wird. CO2 ist nach den meisten Quellen am Treibhauseffekt nur mit 10% beteiligt. Manche behaupten 20%, aber das ändert nichts an der Tatsache, daß der menschliche Einfluß auf den Treibhauseffekt und damit auf die Erwärmung, in Prozenten ausgedrückt, sich hinter dem Komma abspielt. Über 99% der Erwärmung sind durch den Menschen nicht beeinflußbar. Ich habe noch nirgendwo im Internet eine schlüssige Erklärung gefunden, warum eine Verstärkung des Treibhauseffekts und damit der Erwärmung, die linear vom Treibhauseffekt abhängt, um 0,3% zum Weltuntergang führen wird. Wem nützt diese Panik?

      • Avatar
        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        In der breiten Masse der Bevölkerung kann ich keine „Panik“ feststellen.

        Senden Sie mir doch bitte noch den Link, wie Sie die 0,3% errechnet haben.

        Ansonsten noch ein Versuch von mir:
        https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/ist-nicht-der-menschliche-beitrag-treibhauseffekt

        „Nach der Annahme der Klimahysteriker werden wir auf Grund des zunehmenden Treibhauseffekts sterben.“
        Die Aussagen von irgendwelchen Durchgeknallten sollten nicht dazu führen, dass man sich den Argumenten der Gegenseite verschließt. Aber das müssen Sie mit sich selbst ausmachen.

      • Avatar
        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon
        In Ihrer verlinkten Rechnung fehlt ein entscheidender Zwischenschritt.
        Der Treibhauseffekt wird zu 10-20% durch CO2 erzeugt ( https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2010jd014287 ).
        Vom gesamten CO2 in der Atmosphäre sind 3% vom Menschen gemacht (lt. IPCC). Somit hat das menschengemachte CO2 einen Einfluß von 0,2 * 0,03 = 0,006 = 0,6% auf den Treibhauseffekt. D.h. 99,4% bis 99,7% der Erderwärmung durch den Treibhauseffekt sind durch die Menscheit nicht beeinflußbar.

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        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        Was ist die Begründung dafür, dass Sie folgendes komplett ausblenden (aus dem ersten Link vom Post um 15:36):
        “ …unterstellt grundsätzlich, dass von einer geringen Menge nur geringe Wirkung ausgeht. Das ist nicht der Fall.

        Zwar ist richtig, dass die Natur große Mengen CO2 produziert, durch Verwesungsprozesse, Ausgasungen und andere Vorgänge. Aber sie nimmt auch große Mengen CO2 aus der Atmosphäre auf, durch Photosynthese, Verwitterung oder andere Prozesse in Böden und Ozeanen. Man spricht deswegen von einem globalen Kohlenstoffkreislauf.

        Wenn dieser Kreislauf im Gleichgewicht ist, das heißt alles CO2, das in die Atmosphäre kommt, auch wieder aufgenommen wird, bleibt die CO2-Konzentration stabil. Es gibt trotz des großen Umsatzes an CO2 keinen Zugewinn des Treibhausgases. Doch der Kreislauf hat Schlagseite bekommen, der CO2-Anteil steigt.

        Das heißt: Die Natur nimmt sogar mehr CO2 auf als sie produziert! Sie trägt also nicht zum Anstieg des CO2-Anteils bei. Ganz anders der Mensch: Er holt fossilen Kohlenstoff aus den Tiefen der Erdkruste an die Oberfläche, verbrennt ihn und schickt das dabei entstehende CO2 in die Atmosphäre. Deswegen reichert sich immer mehr CO2 in der Atmosphäre an. Das ist der Zugewinn, seit Beginn der Industrialisierung beträgt er 44 Prozent.“

        Wahrscheinlich kommen wir beide bei diesem Thema nicht mehr auf einen Nenner. Müssen wir aber auch nicht.

      • Avatar
        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon
        Ich antworte Ihnen doch noch einmal, weil ich eigenständiges kritisches Denken und eigene Meinungsbildung für wichtig halte.

        Der von Ihnen angeführte Anstieg des CO2-Gehalts am Meßort auf Hawaii während der letzten 150 Jahre ist erst einmal nur eine Korrelation und keine Kausalität. Der Anstieg läßt sich auf Grund der Analyse der Vostok Eisbohrkerne auch durch ein Ausgasen von CO2 aus den Weltmeeren als Folge des vorlaufenden Temperaturanstiegs erklären. Der CO2-Anstieg wäre somit eine Folge des Klimawandels und nicht dessen Ursache. Ich habe auch noch nirgends eine Massenbilanz der Erdatmosphäre gefunden, die belegt, daß der Ausstoß aus den Industrieschloten in England um 1850 in der Menge ausreicht, um das CO2 in der gesamten Erdatmosphäre so weit zu erhöhen, daß es in Hawaii meßbar wird.

        Wie dem auch sei, das ist Vergangenheit. Es geht doch um die Frage, ob wir in Zukunft durch Elimination jeglichen CO2-Ausstoßes den Treibhauseffekts (und nur um den geht es lt. IPCC) von 100% auf 99,4% reduzieren und damit das Klima beeinflussen können.
        Wenn Sie dann noch berücksichtigen, daß der Anteil von D am weltweiten CO2-Ausstoß nur 2,21% beträgt, dann reduziert sich unser Einfluß auf den Treibhauseffekt auf 0,013%. Wenn man an Homöopathie glaubt (wie auf dem Parteitag der Grünen) dann glaubt man auch daran, daß D das Klima beeinflussen kann.

        Ich behaupte nicht, daß ich im Besitz der alleinigen Wahrheit wäre, aber es gibt so viele Zweifel an der offiziellen Theorie, die da sagt, daß wir durch „Dekarbonisierung“ das Klima beeinflussen könnten, daß die geplante Vernichtung von Volksvermögen verantwortungslos erscheint.

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        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        „Ich antworte Ihnen doch noch einmal, weil ich eigenständiges kritisches Denken und eigene Meinungsbildung für wichtig halte.“
        Ich auch, deshalb sollte man sich nicht nur in der eigenen Filterblase bewegen, sondern Gegenargumente auch zur Kenntnis nehmen und die eigene Meinung überprüfen… Hat bei mir dazu geführt, dass ich meine Meinung zum Klimawandel und dessen Ursachen im lfd. Jahr geändert habe. Deshalb werde ich aber definitiv nicht hysterisch. Sterben werde ich aus anderen Gründen, nicht aufgrund des Klimawandels…

        Deshalb zum Schluss nochmal zu Ihrem:
        „Der CO2-Anstieg wäre somit eine Folge des Klimawandels und nicht dessen Ursache. “

        Dazu:
        „Ist nun der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Folge der Erderwärmung, oder ist umgekehrt die Erderwärmung eine Folge des CO2-Anstiegs? Die Antwort lautet: Beides ist richtig.“
        https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-co2-anstieg-ist-nicht-ursache-sondern-folge-des-klimawandels

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        @ troodon
        Endlich schreiben Sie auch einmal ein paar eigene Sätze und nicht nur copy-paste-Zitate anderer Leute!

        Ich habe geschrieben, daß ich mich nicht im Besitz der alleinigen Wahrheit wähne und auf Grund Ihrer Einwände habe ich noch einmal recherchiert und bin dabei auf den oben verlinkten (peer reviewed) Fachaufsatz gestoßen. Ihre Unterstellung, ich würde mich in einer Filterblase bewegen ist falsch. Ich lese nur lieber die Fachaufsätze im Original anstatt die Argumente auf einem Portal, bei dem die Schlußfolgerungen schon feststehen und nur „passendes“ Material angeführt wird.

        Wenn es nicht gelingt, die Mehrheit im Land davon zu überzeugen, daß der Klimawandel sich nicht aufhalten läßt, dann bin ich als guter Demokrat bereit, die Mehrheitsmeinung zu akzeptieren. Auf dem von Ihnen verlinkten Portal klimafakten.de gibt es eine gute Seite, auf der die möglichen und notwendigen Maßnahmen zur CO2-Reduzierung aufgelistet sind: die sog. Keile. Zwei wichtige Säulen in der Road-map sind die Stromerzeugung aus Kernkaft (nuclear) und die pfluglose Bearbeitung der Böden in der Landwirtschaft. Letzteres ist aber nur mit dem flächendeckenden Einsatz von Glyphosat möglich.
        Wir hier in D verbieten Kernkraft und Glyphosat, wie paßt das zusammen?

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        troodon sagte:

        @ Ulrich Remmlinger
        „Ihre Unterstellung, ich würde mich in einer Filterblase bewegen ist falsch. “
        Dann hatte ich einen falschen Eindruck bekommen. Entschuldigung.

        Die konkrete Umsetzung der Energiewende in D ist definitiv nicht nach meinem Geschmack. Und selbstverständlich sind zudem die Maßnahmen, die D macht für den weltweiten Co2 Ausstoß kaum messbar, da der D Anteil nur rd. 2% beträgt. Da sind wir dann aber schon beim zweiten Schritt. Und bei diesem sind wir dann beide mit unserer Kritik an der Umsetzung wahrscheinlich wieder nicht so weit auseinander.
        Schön, dass Sie noch einmal geantwortet haben.

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        Ulrich Remmlinger sagte:

        Am bto-Blog gefällt mir der höfliche Umgang miteinander, selbst wenn man konträrer Meinung ist.
        Danke.

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        Ich mag die Diskussion gerne um korrekte Zahlen bereichern. Die Aussage von Herrn Remmlinger, dass 3% des vorhandenen CO2 menschgemacht seien lt. IPCC, ist falsch. Es sind rund 35%. Das IPCC schreibt die komplette Zunahme seit Beginn der Industrialisierung dem Menschen zu. Hier liegt eine Verwechslung der Zahl mit derjenigen des jährlichen Anteils des Menschen am Gesamtumsatz des CO2-Kreislaufs vor – diese beträgt ca. 3%.

        Wenn man mit Prozenten rechnet, ist die Frage entscheidend, wie viele Prozente wovon eigentlich eine sinnvolle Aussage sind.
        Richtig ist, dass die Erwärmung durch menschgemachtes CO2 bei Verdopplung dessen Konzentration vom gesamten(!) Treibhauseffekt nur ca. 3% ausmacht. Der Treibhauseffekt der Erde insgesamt beträgt grob 33K, die feedbackfreie(!) Erwärmung durch CO2-Verdopplung beträgt 1,1K, sind also grob 3% vom Ganzen. Aber halt auch 100% der Erwärmung.
        Welche Zahl hilft jetzt weiter, die 3%, oder die 100%?

        Keine von beiden, weil keine Zahl darüber Auskunft gibt, was sie für Folgen bedeutet. Aber beide wirken in jeweils die eine oder andere Richtung beeindruckend, je nach dem, was man transportieren will. Was der mit diesen Zahlen verknüpfte Absolutwert für Ökosysteme/Gesellschaften bedeutet, ist die einzige relevante Frage – von der man mit dieser Prozentschieberei leider ablenkt.

        Zur These, dass das CO2 aus den Meeren wegen einer lange zurückliegenden Warmzeit ausgast:
        1) Es gab keine solche globale Warmzeit, die die Weltmeere hätte erwärmen können. Es gab lokale Warmzeiten.
        2) Pflanzen bauen bei der Fotosynthese CO2 in einem anderen Verhältnis seiner C-Isotope ein, als es um die Pflanzen herum vorliegt. Wenn also CO2 in der Atmosphäre hinzukommt, lässt sich messen, welches Isotopenverhältnis da hinzukommt, ergo ob es aus Verbrennung von (fossilen) Pflanzen stammt oder aus dem Meer ausgast. Tipp: Aus dem Meer kommt es messbar nicht.
        3) Die Entwicklung des Kohlensäuregehalts der Meere, der mit Eintrag/Austrag von CO2 korrespondiert, ist ebenfalls Messgröße. Tipp: Die Entwicklung zeigt nicht abwärts.

        Das jetzt mit Panik und Hysterie eine Diskussion (kann man das überhaupt so nennen?) geführt wird, die als Sachdebatte 40 Jahre zu spät kommt, findet meine Zustimmung nicht. Wir arbeiten auf den falschen Baustellen.

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        ruby sagte:

        Vergegenwärtigen ich mein subjektives Menschen wissen einschliesslich wissenschaftlicher Neugier, gibt es wohl keine Antwort ob eines natürlichen CO2 Ausstoßes. Aller in der Erde gebundener Kohlenstoff wurde aus immer wieder verschiedenen Ursachen umgesetzt. Der Mensch ist immer ein Naturbestandteil – so what?

      • Avatar
        Christian Anders sagte:

        @ruby
        Die Menschheit ist aber sehr jung und der Mensch war niemals Bestandteil der Natur von davor. Die wird aber zu CO2 „rückverarbeitet.“ Außerdem wären die Folgen dieselben, selbst wenn die Menschheit älter wäre.

      • Avatar
        ruby sagte:

        @Christian Anders

        Das erklärt meine Osteopathin und Naturheilkundlerin aber anders. Der Mensch hat sich aus der Natur entwickelt, daher lieben wir auch das Wasser, es ist unser aller Ursprung.
        „Jung“ bedeutet den Blick zurück werfen, aber die Zeit geht nur voran – zumindest für uns befristete Lebewesen.
        Selbst die minimalen Kunststoffpartikel, die sich in Allem ansammeln, werden einen Umwandlungsprozeß bekommen, irgenwann irgenwo.

        Sie haben so gut erklärt, daß die Menschen sich der Umwelt anpassen muß. So war es und wird es immer sein. Das Ganze ist mehr als das Einzelne. Dieser Schluß ist Universalismus und lehrt diese Beschränktheit von Wissenschaft. Vielleicht ist Gesellschaft an das Ende gelangt oder wird alles, was gedacht werden kann auch tatsächlich Wirklichkeit? Leben bildet sich, blüht, wächst, vergeht, zerfällt. Prozeße der Entwicklung führen den Fortgang. Daß wir Menschen bis immer dabei sein werden ist fraglich oder?

    • Avatar
      Christian Anders sagte:

      Man muss(sic!) eine These zurückweisen, weil SIE etwas mit Prozentrechnung ausgerechnet haben, was man nicht mit Prozentrechnung ausrechnen kann? Das ist in sich selbst eine steile These, die ich entschieden zurückweise… Manchmal hilft ein Physikstudium eben doch.
      Um wie viele Meter steigt die Tropopause in Ihrer Rechnung nach oben? Die Zahl würde mir für einen Check vorerst reichen.

      Antworten
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      Horst sagte:

      „Wir sollten uns von ihnen nicht den Spaß an der Zukunft nehmen lassen. Klimaschutz ist eine Chance. Nutzen wir sie!“

      Chapeau, Frau Kemfert. Ein insgesamt beeindruckendes Plädoyer.

      Antworten
      • Avatar
        Martin S. sagte:

        Ja, wir leben in der Zeit der Sprücheklopferinnen. Da könnte man fast die Fakten vergessen. Das erinnert an „Wir schaffen das“.

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      Richard Ott sagte:

      @Herr Pabst

      Kemfert: „Wenn man wollte und dafür die Rahmenbedingungen schaffen würde, könnten heute schon Pumpspeicherkraftwerke, Wasserstoff-, Wärmespeicher usw. ohne weiteres zum Einsatz kommen, wenn man die Hemmnisse beseitigt. Es gibt dafür ausreichend viele geeignete Speicher-Technologien (…) Brennstoffzellen-Fahrzeuge verursachen nur wenig Emissionen und haben längere Reichweiten als Elektroautos. Aber sie sind extrem ineffizient. Um nämlich den Wasserstoff für einen Kilometer Fahrt mit dem Brennstoffzellen-Fahrzeug zu produzieren braucht man genauso viel Energie wie für acht Kilometer mit dem Elektroauto. (SRU Gutachten Seite 81 ff). Wo soll diese Energie herkommen? Und ist es uns das wert?“

      Ich finde es faszinierend, wie Frau Kemfert erst ein Loblied auf die Wasserstoff-Speicherung von „erneuerbarem Strom“ singt und dann ein paar Absätze später beklagt, wie ineffizient die Wasserstoff-Erzeugung ist. Immer so, wie es gerade zu ihren Lobby-Interessen passt. Diese Frau ist komplett schmerzfrei.

      Antworten
      • Avatar
        Thomas M. sagte:

        Wenn sich Wissenschaftler politisch engagieren, wird’s immer besonders fies – weil sie scheinbar mit der Stimme der Vernunft sprechen und der Laie nur abnicken kann. Da muss man schon genau gucken, um die Lücken zu finden… Mit Wasserstoff sprechen sie eine an.

        Ich hab noch ein paar weitere…

        „Fakt ist: „Dunkelflauten“ werden skandalisiert. Es gibt ausreichend Speichermöglichkeiten auch für Extremwetter-Zeiten.“

        Fakt ist: Es gibt sie aktuell nicht. Es kann sie geben, nachdem sie entwickelt und produziert wurden und der Betrieb gesetzlich geregelt ist.

        Aktueller Stand aus unverdächtiger Quelle:
        https://forschung-energiespeicher.info/
        Hieraus: „Bisher haben jedoch erst wenige Speichertechnologien die notwendige technische Reife zu wettbewerbsfähigen Kosten erreicht.“

        Beachte: Wir sprechen hier von den Technologien, nicht von gebauten Speichern.

        „Vereinzelt gibt es richtig krasse Einwände gegen E-Mobilität: Elektroautos würden in Wahrheit Kohlestrom verbrauchen und Kinderarbeit fördern. Beides können wir verhindern, indem wir E-Mobilität mit einer konsequenten Energiewende, Sozial- und Nachhaltigkeitsstandard beim Ressourcenabbau international verbindlich einfordern und 100 Prozent Recycling-Vorgaben von Batterien festsetzen.“

        –> „Sozial- und Nachhaltigkeitsstandard beim Ressourcenabbau international verbindlich einfordern“

        Ne, is klar. Ganz easy. Ein Anruf bei der UN und es läuft. Mein Tipp: Lernt mit der Schuld zu leben: Durch niedrige Umwelt- und Sozialstandards sind Phones billig und Auto-Batterien bezahlbar.

        Wasserstoff-„Netz“ ist zu viel Action… impliziert: Stromleitungen liegen ja schon. Die ganzen Ampere für Autos fließen da problemlos durch. Ladesäulen fallen vom Himmel. Und wer im Mehrfamilienhaus ohne Stellplatz wohnen muss, hat halt Pech gehabt.

        Das Kleinreden und Aussparen der Probleme ist recht deutlich. Ich wundere mich nur, dass sie H so wegwischt. Sonderlich neutral erschien mir die Darstellung hierzu jetzt nicht in ihrem Beitrag.

    • Avatar
      troodon sagte:

      @ Richard Ott
      Kemfert: “ Und ist es uns das wert?
      Das ist doch eine sehr entscheidende Frage. Mir nicht. Wer aber pro Monat einige hundert € mehr dafür ausgeben KANN und auch möchte, der soll das gerne machen.

      Wenn Kemfert mit mir dauerhaft das jeweilige Einkommen tauscht, kaufe ich mir auch ein E-Auto und installiere eine PV-Anlage inkl. Speicher im Haus zzgl. Wallbox…

      Antworten
      • Avatar
        Richard Ott sagte:

        @troodon

        „Kemfert: ‚Und ist es uns das wert?‘ -Das ist doch eine sehr entscheidende Frage. Mir nicht. Wer aber pro Monat einige hundert € mehr dafür ausgeben KANN und auch möchte, der soll das gerne machen.“

        Tja, wegen Leuten wie Ihnen werden dann die fossilen Technologien verboten. Solche Pfennigfuchserei bringt die kleine Greta zum Weinen und die Reemtsma-Cousinen interessieren sich für solche dreistelligen Kleckerbeträge pro Monat überhaupt nicht. ;)

  6. Avatar
    MFK sagte:

    „Das Klima dürfte ohnehin oft nur als Vorwand genutzt werden, um eine gewünschte politische Agenda auf anderem Gebiet umzusetzen.“

    Welche Gebiete sind denn das?

    Antworten
  7. Avatar
    Paolo Reggiani sagte:

    „Den Betreibern steht aber dennoch eine Entschädigung für die abgeregelte Strommenge zu – in diesem Falle schätzungsweise 364 Mio. Euro“

    Dazu kommen noch die Kosten für das „stand-by“ von Gaskraftwerken, die angeworfen werden um die Spitzennachfrage auszugleichen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Diese leisten durchschnittlich nur 1000 Volllaststunden im Jahr, müssen aber, obwohl dadurch unwirtschaftlich, erhalten werden. Die Kosten dafür werden von den Betreibern auf den Endverbraucher umgelegt.

    Antworten
  8. Avatar
    Richard Ott sagte:

    Claudia Kemfert ist auch im Präsidium des deutschen Club of Rome, der Klimapanikmachervereinigung, die schon seit 40 Jahren vorhersagt, dass in 10 Jahren die Welt angeblich untergehen wird.

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      Werner Marquardt sagte:

      Ich konnte anlässlich eines Kongresses über Kreislaufwirtschaft im Oktober 2019 in Filderstadt, BW, die Präsidentin des Club of Rome, Sandrine Dixson-Declève ein paar Minuten unter vier Augen sprechen und habe sie gefragt, warum ein zentraler Punkt des Buchs von 1972 von Dennis Meadows „Limit to growth“ (Die Grenzen des Wachstums), nämlich dass das Bevölkerungswachstum die größte Herausforderung der Menschheit darstelle. 47 Jahre später hat die Zahl der Erdbewohner von damals 3,5 Milliarden auf heute 7,6 Milliarden zugenommen. Sie entgegnete sinngemäß, dass sie angehalten seien, das Thema nicht anzusprechen.
      Dannhabe ich noch einen von mir ausgedachten gigatischen Real-Versuch zur quantitativen Wirkung vonCO2 in der Atmosphäre skizziert: Man müsste ein Gigamol CO2-Moleküle (44.000 Tonnen absichtlich, punktuell und sehr zügig auf einem hohen Berg auseinem hohen Schornstein freisetzen und die Auswirkungen auf den „Strahlungsantrieb“ der Erderwärmung messen. Mitsamt Winddrift, Gradienten usw. Als Kosten habe ich ganz grob 200 Millionen Euro veranschlagt. Es kan aber auch das 100-fache kosten. Denoch Peanuts imVergleich zu den Kosten blinden Aktionismusses der Bundesregierung.
      Auf die Idee bin ich gekommen, da man sogar illegale FCKW-Emissionen auf ein bestimmtes Gebiet in China nachvollziehen konnte.
      Warum nicht auch eine kurzfristig auf das Doppelte erhöhte CO2-Konzentration nachverfolgen und deren tatsächliche Wirkung auf die Wärmerückstrahlung in den Weltraum messen?

      Antworten
  9. Avatar
    Ištar sagte:

    „So zeigt die Sendung sehr gut….. getrieben von lauten Bürgern….blödsinnige und teure Entscheidungen treffen. “

    Henne oder Ei – was erfreut zuerst, der hysterische Bürger oder fake news über Bedrohungen, die keine sind?
    Z.B. die rote Gefahr hinter dem eisernen Vorhang? Klimaabkühlung – 20 Jahre später die Erderwärmung?

    Seit dem Mauerbau von Uruk nichts Neues.
    https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/uruk-die-stadt-des-gilgamesch/

    …nur, dass die Tempel heute andere Formen zeigen.

    Antworten
      • Avatar
        Ištar sagte:

        @ruby

        Wenn die Säulenheiligen trotz größtmöglicher Inkompetenz so unverschämt sind einen blackout in Europa zu riskieren, mit unabschätzbaren Folgen bis zum Schwarzstart…..ist es mehr als „Gesinnungsethik“ entschuldigt, denn zu den Opfern zählen auch die Anhänger der Heiligen.

        Sind wir stark genug für den rechtsfreien Raum wenn Kommunikation, Verkehrstechnik, Alarm, Intensivmedizin, Heizung, Leitunswasser und bargeldlose Zahlungssysteme + v.a.m. für > 14 Tage ausfallen?

        Zustände wie in der dritten Welt, Sao Paulo von 2019: https://www.youtube.com/watch?v=5tgr21C15u8

        Europäische Nachbarn werden die Netze nach DEUTSCHLAND kappen müssen, um Versorgungsicherheit zu behalten. Die Einheit Europas stirbt, so oder so….

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