BIS warns on ‚violent‘ reversal of global markets – DAX -2,5% – Wohin mit dem Geld?

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Eine erneute Warnung der BIS im Lichte starker Turbulenzen an den Finanzmärkten. Die Finanzmärkte haben sich weit von der – harten – Realität entfernt. Hier regelmäßig moniert. Doch man kann mit Gelddrucken keinen Wohlstand schaffen, höchstens eine temporäre Wohlstandsillusion. Wie schon vor Tagen geschrieben – spätestens seit ich anlässlich von Alibaba/Rocket/Zalando vor dem Top gewarnt habe – sind die Aktienmärkte jetzt massiv angeschlagen. Es kann der Auftakt für eine mehrmonatige Abwärtsentwicklung sein und der Aufschwung seit 2009 sich als das herausstellen, was er ist: eine ausgedehnte Bärenmarktrally.

The Telegraph: BIS warns on ‚violent‘ reversal of global markets, 14. Oktober 2014

Der Hauptfokus der Mahnung der BIS liegt übrigens auf dem Anleihenmarkt. Wie oft angesprochen, sind die Investoren von der Politik des billigen Geldes dazu verleitet worden, immer mehr Risiken zu immer geringeren Risikoprämien einzugehen. Das konnte nicht gut gehen, wie auch schon geschrieben. Die BIS macht sich vor allem Sorgen wegen der ebenfalls früher bereits angesprochenen Austrocknung der Liquidität im Handel mit Anleihen. Banken haben sich – unter anderem wegen der Regulierung – aus dem Markt zurückgezogen und greifen nicht mehr liquiditätsfördernd ein, während gleichzeitig das Volumen an ausstehenden Anleihen explodiert ist. Die FT greift diesen Aspekt nochmals auf und macht deutlich, dass es leicht zu einem deutlichen Kurseinbruch kommen kann, sollte eine Verkaufswelle beginnen. Alle würden zur selben Tür stürmen. Deshalb werden auch die „Clearing-Stellen“ für Anleihen die nächsten Krisenherde sein, die von den Staaten und Notenbanken gerettet werden müssen. Schaun wir mal, wie viele Tage es noch dauert, bis es so weit ist.

FT (Anmeldung erforderlich): Things fall apart; the central clearing parties cannot hold, 10. Oktober 2014

Doch was tun mit dem Geld? Nachdem die grundlegenden Probleme der Weltwirtschaft nicht gelöst sind, ist es naiv anzunehmen, dass die Finanzmärkte rasch wieder zu einem neuen Boom ansetzen. Auszuschließen ist es allerdings auch nicht – nur unwahrscheinlich. Es wird aber Strohfeuer geben, sobald die Notenbanken große Rettungspakete ankündigen. Neben dem kurzfristigen Rat, Risiko zu reduzieren, bleibt die Aufforderung, langfristig zu denken. Wir sind in einem Umfeld, in dem es um den Erhalt von Vermögen geht, nicht um das Reichwerden mit kurzfristiger Spekulation. Da helfen nur die Grundsätze ordentlichen Investierens. In anderer Form aufbereitet vom Kapitalmarktspezialisten der WirtschaftsWoche, Stefan Hajek, in diesem Beitrag, der mich ebenfalls zitiert. Klingt langweilig, ist aber genau das Richtige für die heutige Zeit. Bei der Umsetzung zum Zielportfolio sollte man sich im gegenwärtigen Umfeld allerdings Zeit lassen.

WiWo: Wohin mit dem Geld?, 15. Oktober 2014

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